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DE1161076B - Verfahren zum Schutz von keratinhaltigem Material gegen Schaedlinge - Google Patents

Verfahren zum Schutz von keratinhaltigem Material gegen Schaedlinge

Info

Publication number
DE1161076B
DE1161076B DEF32003A DEF0032003A DE1161076B DE 1161076 B DE1161076 B DE 1161076B DE F32003 A DEF32003 A DE F32003A DE F0032003 A DEF0032003 A DE F0032003A DE 1161076 B DE1161076 B DE 1161076B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tin
chlorophenyl
tri
against pests
wool
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF32003A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hanshelmut Schloer
Dr Klaus Langheinrich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF32003A priority Critical patent/DE1161076B/de
Publication of DE1161076B publication Critical patent/DE1161076B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/22Tin compounds
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M16/00Biochemical treatment of fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, e.g. enzymatic
    • D06M16/006Biochemical treatment of fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, e.g. enzymatic with wool-protecting agents; with anti-moth agents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)

Description

  • Verfahren zum Schutz von keratinhaltigem Material gegen Schädlinge Es ist bekannt, keratinhaltiges Material gegen Schädlinge dadurch zu schützen, daß man es mit Zinnverbindungen behandelt, die mehrere mittels Kohlenstoff ans Zinn gebundene organische Gruppen enthalten.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahren zum Schutz von keratinhaltigem Material gegen Schädlinge, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man das Material mit einer Verbindung der Formel in der X Halogen, eine Cyan-, Rhodanid- oder OH-Gruppe bedeutet, behandelt.
  • Die erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen wirken z. B. gegen Motten sowie gegen Anthrenus-und Attagenuslarven. Zu diesem Zweck können sie zum Schutz von Wolle, Pelzwerk und ähnlichem Material im Färbeband oder aber bemerkenswerterweise auch in der chemischen Wäsche eingesetzt werden.
  • Beispiel 1 3 bis 5 g Tri-(4-chlorphenyl)-zinnchlorid werden unter Zusatz eines handelsüblichen Emulgators in mit Wasser mischbaren Lösungsmitteln gelöst, und die Lösung wird zu 40 1 einer beliebigen Färbeflotte hinzufügt. In diesem Bad wird 1 kg Wolle bei Kochtemperatur behandelt. Die so ausgerüstete Keratinfaser ist gegen Motten-, Anthrenus- und Attagenusfraß geschützt. Der Schutzeffekt widersteht mehrerenWäschen.
  • Beispiel 2 Erzeugnisse aus Woll- und Wollmischgespinsten werden nach Art der chemischen Wäsche in organischen Lösungsmitteln, die 0,1 bis 0,2°/o Tri- (4-chlorphenyl)-zinnchlorid (bezogen auf das Warengewicht) enthalten, behandelt. Das Material, das auch Fell- oder Pelzwerk sein kann, ist gegen Zerstörung durch Keratinschädlinge, wie Motten, Attagenus- und Anthrenuslarven, geschützt.
  • Beispiel 3 Garne aus Wolle werden im Färbebad mit 0,2°/o Tri-(4-chlorphenyl)-zinnhydroxyd (bezogen auf das Wollgewicht) behandelt. Dabei löst man die nicht wasserlösliche Zinnverbindung unter Zusatz eines handelsüblichen, nichtionogenen Emulgators in einem in Wasser löslichen Lösungsmittel und setzt diese Emulsion dem noch kalten Farbbad zu. Das Bad kann je nach Färbeverfahren auf einen pR-Wert von 7 bis 3 eingestellt werden. Die Färbung der Garne erfolgt wie üblich. In dieser Weise behandelte Fasern sind gegen den Fraß von Mottenlarven geschützt.
  • Mit gleichem Erfolg kann es an Stelle der obengenannten Verbindung auch das Tri-(4-chlorphenyl)-zinnbromid verwendet werden.
  • Beispiel 4 Woll- bzw. wollhaltige Textilien werden nach Art des in der Chemischreinigung üblichen Imprägnierungsverfahrens in organischen Lösungsmitteln, die im Liter 1 bis 2 g Tri-(4-chlorphenyl)-zinncyanaid enthalten, behandelt. Das so ausgerüstete Textilgut wird von Mottenlarven nicht angegriffen.
  • Beispiel 5 Man behandelt bereits gefärbte Woll- oder Wollmischgewebe auf einer in der Textilindustrie üblichen Waschmaschine im Anschluß an den Waschprozeß auf frischer Flotte mit 0,3 0/o Tri-(4-chlorphenyl)-zinnrhodanid (bezogen auf das Gewicht des Textilgutes) im essigsauren Bad bei 35 bis 40"C. Die Zubereitung der Wirkstofflösung erfolgt dabei in der im Beispiel 3 angegebenen Weise. Nach 1/2stündiger Ausrüstung wird die Ware wie üblich fertiggestellt.
  • Die behandelten Gewebe sind gegen den Fraß von Motten-, Anthrenus- und Attagenuslarven geschützt.
  • Beispiel 6 Erzeugnisse aus Wolle werden in der im Beispiel 3 beschriebenen Weise in wäßrigen Färbeflotten mit 0,5 0/o Tri-(4-chlorphenyl)-zinnfluorid (bezogen auf das Gewicht der Wollfaser) behandelt. Die so ausgerüstete Ware ist gegen den Befall von Textilschädlingen geschützt.
  • Aus der nachfolgenden Tabelle ist ersichtlich, daß die erfindungsgemäß zu verwendenden Zinnverbindungen vergleichbaren bekannten Zinnverbindungen bei der Prüfung gegen den Larvenfraß der Kleidermotte in der Schutzwirkung beträchtlich überlegen sind.
    Verbindung Beurteilung
    Triäthylzinnfluorid ................. mangelhaft
    Diphenylzinnoxyd .................... ungenügend
    Diphenylzinndichlorid ............... ungenügend
    Dibenzylzinndichlorid ............... ungenügend
    Tribenzylzinnchlorid ................ ungenügend
    Tri-(4-chlorphenyl)-zinnhydroxyd..... gut
    Tri-(4-chlorphenyl)-zinnchlorid ...... gut
    Tri-(4-chlorphenyl)-zinnfluorid ...... gut
    Tri-(4-chlorphenyl)-zinncyanid....... gut
    Tri-(4-chlorphenyl)-zinnrhodanid .... gut
    Die Beurteilung erfolgte entsprechend den Richtlinien von Frey im »Nachrichtenblatt des Deutschen Pflanzenschutzdienstesa, 10. Jahrgang, 1958, S. 181 bis 188, an Wollgeweben, die jeweils mit 0,025 01o Zinnverbindung (angewandt in einer Mischung aus gleichen Teilen Aceton und Benzol) imprägniert waren.
  • Die Verbindungen, die der angeführten Formel entsprechen, wenn X für Halogen steht, lassen sich durch Einwirkung von Zinn-tetra-halogeniden auf p-Chlorphenyl-Magnesiumbromid und anschließende Umsetzung der gebildeten Zilmverbindungen der Formel -(Cl- )4Sn mit Zinn-trea-halogeniden herstellen (vgl. hierzu z. B.
  • K r a u s e-von G r o s s e, »Die Chemie der metallorganischen Verbindungen« S. 345 bis 348); aus diesen Verbindungen können dann die Verbindungen, die der angeführten Formel entsprechen, wenn X für eine Cyan-, Rhodanid- oder OH-Gruppe steht, durch Umsetzung mit Alkalicyaniden, Alkalirhodaniden oder Alkalihydroxyden gewonnen werden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zum Schutz von keratinhaltigem Material gegenSchädlinge mit Hilfe von organischen Zinnverbindungen, d a d u r c h g e k e n n z e i c hn e t, daß das Material mit einer Verbindung der Formel (Cl- )3SnX in der X Halogen, eine Cyan-, Rhodanid- oder OH-Gruppe bedeutet behandelt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 485 646, 950 970; USA.-Patentschrift Nr. 1 744 633.
DEF32003A 1960-08-30 1960-08-30 Verfahren zum Schutz von keratinhaltigem Material gegen Schaedlinge Pending DE1161076B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0049643A3 (en) * 1980-10-08 1982-06-23 M & T Chemicals, Inc. Improvements in or relating to bis(substituted phenyl) alkyltin compounds

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE485646C (de) * 1925-11-28 1929-11-08 I G Farbenindustrie Akt Ges Mottenschutzmittel
US1744633A (en) * 1925-11-27 1930-01-21 Ig Farbenindustrie Ag Process for protecting wool, fur, rugs, and the like against the attack of moths and products thereof
DE950970C (de) * 1951-06-09 1956-10-18 Cyril James Faulkner Bekaempfung von Mikroorganismen, wie Fungi, Bakterien, Protozoen

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