DE1160944B - Schutzvorrichtung fuer elektrische Bauteile - Google Patents
Schutzvorrichtung fuer elektrische BauteileInfo
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Description
- Schutzvorrichtung für elektrische Bauteile Es ist bekannt, elektrische Bauteile, z. B. spulenart,ge Gebilde, durch allseitIges Umgießen mit Gießharz od. dgl. gegen äußere Einwirkungen, wie z. B. Feuchtigkeit oder Staub, zu schützen. Derartige überzüge haben jedoch den Nachteil, daß die auf diese Weise in Isolierstoff eingebetteten Bauteile vielfach relativ große Außenabmessungen erreichen und die Verwendung hochwertiger Isolierstoffe erforderlich machen. Bei Bauteilen, welche hochfrequenten Wechselfeldem ausgesetzt sind, wie z. B. Hochfrequenzspulen, macht -sich selbst bei Verwendung hochwertiger Isoliermaterialien die Dämpfung und die damit verbundene Wärmeentwicklung störend bemerkbar. Es ist auch bekannt, z. B. Anpassungsübertrager für Fernsehempfangsantennen in ein aus zwei Schalenhälften bestehendes starres Gehäuse aus Isolierstoff einzubauen, wobei jedoch die Gefahr der Bildung von Kondenswasser nicht völlig beseitigt werden kann.
- Es ist bekannt, ein wasserdicht abgeschlossenes elektrisches Gerät durch einen elastischen Beutel abzuschließen, wobei die Anschlußleitungen über einen Flansch durch die Umhüllung geführt werden. Hierbei besteht jedoch die Gefahr, daß im Lauf der Zeit der innere überdruck in dem Beutel verlorengeht, obwohl für die Abdichtung ein relativ hoher Aufwand erforderlich wird.
- Der Erfindung liegt vor allem die Aufgabe zugrunde, bei einer Schutzvorrichtung für elektrische Bauteile die Durchtrittsstellen der Anschlußleitungen durch die das Bauteil umschließende Hülle in einfacherer Weise und mit größerer Sicherheit abzudichten. Die Erfindung bezieht sich auf eine Schutzvorrichtung für elektrische Bauteile, insbesondere Hochfrequenzspulen, bestehend aus einer das Bauteil luftdicht umschließenden Hülle aus einer dünnen elastischen Kunststoffohe, die mit einem Gas gefüllt und durch inneren überdruck in einem bestimmten Abstand von dem eigentlichen Bauteil gehalten ist. Die Abdichtung wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Durchtrittsstellen der mit Isoliermaterial überzogenen Anschlußleitungen im Bereich der durch Kunststoffschweißung, insbesondere Hochfrequenzschweißung, miteinander verbundenen Ränder der Umhüllung liegen und daß das Isoliermaterial der Anschlußleitungen bei der Kunststoffschweißung mit der Umhüllung verschmolzen ist. Somit ist zugleich mit dem Abschluß der Umhüllung auch die Abdichtung der Durchtrittsstellen vorgenommen, wobei infolge der Verschmelzung des Isoliermaterials der Leitungen mit der Umhüllung eine einwandfreie Ab- dichtung auch über größere Zeiträume gewährleistet ist. Bei der Hochfrequenzschweißung ergeben sich an den Durchtrittsstellen durch die Isolierstoffohe besonders starke Erwärmungen der metallischen Leiter, wodurch bei entsprechenden äußerem Druck ein luftdichter Abschluß der Austrittsste.Ile erreicht wird. Es ist vorteilhaft, - wenn die Isolierstoffolie und das Isoliermaterial für die Anschlußleitungen aus gleichen oder verwandten Kunststoffen bestehen, wobei insbesondere die Verwendung von Polyvinylchlorid günstig ist.
- Die Anschlußstellen der Bauteile, z. B. die Zuleitungen einer Hochfrequenzspule oder Lötleisten, werden zweckmäßig so ausgelegt, daß sie als Träger für die Schutzhülle und für die Bauteile wirken, sofern das Bauteil frei auf einem Chassis od. dgl. angeordnet werden soll. Die Anordnung der Bauteile kann jedoch auch so erfolgen, daß das Bauteil samt Umhüllung in eine Vertiefung od. dgl. eingelassen wird, wobei sich die äußere Form der Hülle den vorgegebenen Abmessungen der Kammer anpaßt. Solche Anwendungsfälle ergeben sich z. B. für Symmetrierübertrager beim Einbau in die Anschlußkästchen von Fernsehenipfangsantennen. Für die Herstellung der Umhüllung eignen sich besonders tüten- oder schlauchförmige Folien als Ausgangsmaterial, in die die Bauteile eingelegt und anschließend durch Verschweißen der öffnungen abgedichtet werden. Bei der Herstellung großer Stückzahlen ist es zweckmäßig, in einer schlauchförmigen Isolierstoffolie die Bauteile in bestimmtem Abstand voneinander anzubringen und den an einem Ende verschlossenen Kunststoffschlauch durch Einpressen von Luft- oder Schutzgas unter Cberdruck zu setzen, worauf durch Kunststoffschweißung jeweils Abschnitte mit je einem Bauteil oder einer Baueinheit abgetrennt werden, die dann durch einen Schnitt quer zur Längsachse des Kunststoffschlauches aufgetrennt werden können. Der überdruck braucht nicht besonders hoch gewählt zu werden und kann um so kleiner sein, je steifer die als UmhüHung dienende Isolierstoffolie ausgebildet ist. Auf der Umhüllung werden zweckmäßigerweise die zur Kennzeichnung der Bauteile notwendigen Bezeichnungen angebracht. Es ist ferner zweckmäßig, bei Bauteilen, die eine äußere metallische Ab- schirmung benötigen, auch diese Abschirmung mit auf die Kunststoffolie aufzubringen.
- Neben einzelnen Bauteilen, wie z. B. Spulen oder Kondensatoren, können im Sinne der Erfindung auch ganze Baugruppen, wie etwa Bandfilter od. dgl., innerhalb einer unter überdruck stehenden Umhüllung angeordnet werden.
- Weitere Einzelheiten der Erfindung sind an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert, bei dem die Umhüllung eines übertragers für Hochfrequenz mit einer Isolierstoffolie dargestellt ist.
- F i g. 1 zeigt den Aufbau des übertrages in Seitenansicht, der in F i g. 2 von vom gesehen dargestellt ist. Auf einem Spulenkem 1, der mit oder ohne Hochfrequenzeisen ausgebildet sein kann, sind die Leiter 2 und 3 angebracht, die bifilar ineinandergewickelt sind und deren Enden an gegenüberliegenden Stellen herausgeführt werden. Die die Leiter 2 und 3 der Hochfrequenzspule bildenden Drähte sind mit einem Isoliermaterial überzogen, wozu besonders elastische Kunststoffe geeignet sind.
- Da bei derartigen elektrischen Bauteilen während des Betriebes Feuchtigkeitsniederschläge oder Staub-ansammlungen. sowie Korrosionen durch Gase möglich sind, wird eine Umhüllung des eigentlichen Bauteiles, im vorliegenden Falle also des Hochfrequenzübertrages, vorgenommen. Hierzu wird eine aus elastischem Kunststoff be'stchcnde Kunststoffolie vorgesehen, die über das Bauteil geschoben werden kann. Eine derartige Kunststoffolie in Form eines kurzen Schlauchstückes 4 ist in F i g. 3 in Seitenansicht und in F i g. 4 von vom gesehen dargestellt. An der schlauchartig. ausgebildeten Folie 4 sind dementsprechend zwei Offnungen vorhanden, aus denen nachdem Einstecken des in F i g. 1 und 2 dargestellten Übertragers die Leiter Z und 3 herausgeführt werden können. Nach dem Einstecken des übertragers müssen die beiden offenen Seiten der Folie abgeschlossen werden, wobei vorher durch Einpressen eines Gases ein innerer überdruck erzeugt wird, der die Folie in einem bestimmten Abstand von den Windungen hält.
- Der Aufbau eines derartigen übertragers nach Umhüllung mit der dünnen elastischen Kunststoffohe 4 ergibt sich aus den F i g. 5 bis 7, welche den übertrager in Seitenansicht, von vom und in Richtung auf die Anschlußstellen gesehen zeigen. Die Kunststofffolie 4 ist an den Durchtriftsstellen der Leiter 2 und 3 durch übereinanderpressen und Abdichten mittels Kunststoffschweißen dicht nach außen abgeschlossen. Sie steht unter innerem überdruck, der entsprechend der gewünschten Formgebung für die isolierende Außenhülle gewählt ist. Der Bereich, in dem der obere und der untere Teil der Folie aufeinandergelegt und durch Kunststoffschweiflung verbunden sind, ist mit 5 und 6 bezeichnet. Dabei tritt an diesen Stellen auch eine Verformung des die Leiter 2 und 3 umschließenden Isohermaterials ein. Eine besonders enge Verbindung zwischen dem Isohermaterial der Leiter und der äußeren Folie 4 wird dann erreicht, wenn beide beim Schweißvorgang miteinander verschmeizen,'was dann in einfacher Weise möglich ist, wenn für beide Teile gleiche oder miteinander verwandte Kunststoffe verwendet sind. Die nach außen geführten Leiter 2 und 3 bilden den äußeren Träger sowohl für die eigentliche Spule als auch deren Umhüllungund bestimmen zugleich auch die Lage zwischen der Umhüllung 4,und dem Bauteil. Der überdruck im Innern der Kunststoffolie und die Elastizität des für sie verwendeten Materials werden zweckmäßig so aufeinander abgestimmt, daß das Bauteil in vorgeformte GehäuseeinschnitteoderVertiefuggen eingelegtwp-rden kann. Ein derartiges Bauteil kann dann z. B. vorteilhaft als Antennenübertrager für den übergang von symmetrischen auf unsymmetrische Antennenleitungen verwendet werden, weil ein Einpressen in das Innere von Anschlußkästen von Empfangsantennen ohne Schwierigkeiten möglich ist und die elektrischen Kennwerte des auf diese Weise geschützten übertragers während des gesamten Betriebes praktisch gleichbleiben, weil keine Störungen infolge Feuchtigkeitsniederschlages oder sonstiger Umwelteinflüsse auftreten können.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Schutzvorrichtung für elektrische Bauteile, insbesondere Hochfrequenzspulen, bestehend aus einer das Bauteil luftdicht umschließenden Hülle aus einer dünnen elastischen Kunststoffolie, die mit einem Gas gefüllt und durch inneren überdruck in einem bestimmten Abstand von dem eigentlichen Bauteil gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsstellen der mit Isoliermaterial überzogenen Anschlußleitungen im Bereich der durch Kunststoffschweißung, insbesondere Hochfrequenzschweißung, miteinander verbundenen Ränder der Umhüllung liegen und daß das Isoliermaterial der Anschlußleitungen bei der Kunststoffschweißung mit der Umhüllung verschmolzen ist.
- 2. SchutzvorrichtungnachAnspruchl,dadurch gekennzeichnet, daß die herausgeführten Anschlußstellen des Bautelles als Träger für die Schutzhülle und/oder das Bauteil selbst wirken und dadurch die Lage zwischen dem Bauteil und der Umhüllung festlegen. 3. Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Elastizität der äußeren Hülle und der überdruck so gewählt sind, daß die Umhüllung ohne Beschädigung in vorgeformte Gehäuse, Einschnitte, Vertiefungen od. dgl. eindrückbar ist. 4. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die das Bauteil umschließende Hülle vor dem Einbringen des Bauteiles tätenförmig ausgebildet und nuran einer Seite offen ist. 5. Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle für jedes der Bauteile aus einem Teil einer schlauchförmig ausgebildeten Kunststoffolie besteht, von der einzelne Teilstücke mit den Ab- messungen eines Bauteiles abgetrennt sind. 6. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Umhüllung der Anschlußleitungen dienende Isoliermaterial und die die Umhüllung bildende Kunststoffolie aus gleichen oder verwandten Materialien, insbesondere Polyvinylchlorid, bestehen. 7. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die das Bauteil umhüllende Kunststoffolie mit der Abschirmung dienenden Überzügen versehen ist. 8. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Bauteil als Symmetrierübertrager ausgebildet und im Inneren des Anschlußkästchens einer Empfangsantenne angeordnet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1084 345.
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| DE1160944B true DE1160944B (de) | 1964-01-09 |
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| DE1084345B (de) * | 1956-02-23 | 1960-06-30 | Busch Jaeger Duerener Metall | Wasserdicht abgeschlossenes elektrisches Geraet |
-
1962
- 1962-04-13 DE DES78987A patent/DE1160944B/de active Pending
Patent Citations (1)
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