[go: up one dir, main page]

DE1160743B - Arbeitszylinder fuer Druckluftanlagen, insbesondere Druckluftbremsanlagen in Kraftfahrzeugen - Google Patents

Arbeitszylinder fuer Druckluftanlagen, insbesondere Druckluftbremsanlagen in Kraftfahrzeugen

Info

Publication number
DE1160743B
DE1160743B DEB52860A DEB0052860A DE1160743B DE 1160743 B DE1160743 B DE 1160743B DE B52860 A DEB52860 A DE B52860A DE B0052860 A DEB0052860 A DE B0052860A DE 1160743 B DE1160743 B DE 1160743B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
working
piston
cylinder
space
compressed air
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB52860A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Robert Bosch GmbH filed Critical Robert Bosch GmbH
Priority to DEB52860A priority Critical patent/DE1160743B/de
Priority to CH360760A priority patent/CH383185A/de
Publication of DE1160743B publication Critical patent/DE1160743B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T17/00Component parts, details, or accessories of power brake systems not covered by groups B60T8/00, B60T13/00 or B60T15/00, or presenting other characteristic features
    • B60T17/08Brake cylinders other than ultimate actuators

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Systems And Boosters (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Arbeitszylinder für Druckluftanlagen, insbesondere Druckluftbremsanlagen in Kraftfahrzeugen Die Erfindung bezieht sich auf einen Arbeitszylinder für Druckluftanlagen, insbesondere Druckluftbremsanlagen in Kraftfahrzeugen, der durch zwei hintereinander angeordnete und entgegen einer gemeinsamen Rückführfeder auf ein gemeinsames übertragungsmittel wirkende Arbeitskolben in zwei Druckräume unterteilt ist, die aus voneinander getrennten Leitungskreisen gespeist werden und von denen der erste zwischen dem Zylinderboden und dem nächstliegenden Arbeitskolben und der andere zwischen den beiden Arbeitskolben liegt.
  • Es sind schon Zweikreisbremsanlagen mit einem zwei Kolben aufweisenden Bremszylinder der erwähnten Art bekannt. Dort ist aber der Zylinder umständlich aufgebaut und so eingerichtet, daß die beiden Druckluftzuleitungen von verschiedenen Enden des Zylinders her in zwei getrennte Arbeitsräume münden. Das hat den Nachteil, daß die Luftführungen im Zylinder nicht mehr zu überwachen sind und mindestens eine Zuleitung beweglich, z. B. ein Schlauch sein muß.
  • Es ist auch schon ein Zweikolben-Bremszylinder für Zweikreisbremsanlagen bekannt, der zwei feststehende Anschlüsse trägt. Der eine Anschluß ist zu diesem Zweck als Rohr ausgebildet und nimmt einen kolbenförmigen Schieber mit einer Dichtung auf, die sich zusammen mit dem Hauptbremskolben hin und her bewegen. Der dadurch erreichte Vorteil der Unbeweglichkeit des einen Luftanschlusses ist also erkauft durch einen zusätzlichen Rohrzylinder mit einem Kolben und einer Dichtung und durch einen schwer einzubauenden, um etwa die Hälfte längeren Bremszylinder.
  • Eine andere bekannte Einrichtung weist einen Bremszylinder mit einem einzigen Luftleitungsanschluß und zwei Kolben auf, von denen der eine zum Anlegen der Bremsen und zum Betätigen der Nachstelleinrichtung und der andere zum eigentlichen Bremsen dient. In einer durch Widerlager am Zylinderboden und die Rückholfeder bestimmten Ruhelage des ersten Kolbens ist der erste Arbeitsraum in zwei Teilräume unterteilt. Die dem Bremszylinder zugeführte Druckluft gelangt daher zunächst über den feststehenden Anschluß vor den einen Teil des Bremskolbens und den Kolben der Anlege- und Nachstelleinrichtung. Dabei ist die Luftführung derart, daß zunächst der Anlege- und Nachstellkolben bewegt wird und daß sich nach dem Anlegen der Bremsbacken ein Ventil öffnet. Erst dann beginnt der Hub des auf seiner ganzen Fläche beaufschlagten Bremskolbens zum eigentlichen Bremsen.
  • Abgesehen von der andersartigen Aufgabe dieser bekannten Einrichtung arbeitet dabei jeder Kolben in einem eigenen Zylinder, und der eine Kolben hat einen anderen Verwendungszweck als der andere; der Zylinder trägt also nichts zur Sicherheit des Bremsens bei.
  • All diese Nachteile sind gemäß der Erfindung dadurch behoben, daß beide Leitungskreise an voneinander getrennten Stellen der Zylinderwand in den ersten Druckraum hinter dem Zylinderkolben münden, daß in der durch Widerlager am Zylinderboden und die Rückführfeder bestimmten Ruhelage des ersten Arbeitskolbens der erste Arbeitsraum in zwei Teilräume unterteilt und dadurch der erste Arbeitskolben zu Beginn einer Druckbeaufschlagung nur auf einem ersten Teil seiner Fläche einer Druckänderung aus dem ersten Leitungskreis ausgesetzt ist, während Druckluft aus dem zweiten Leitungskreis in den anderen (zweiten) Teilraum und über eine Durchtrittsstelle im ersten Arbeitskolben in den zweiten Arbeitsraum gelangt, wo sie am zweiten Arbeitskolben in Richtung des Arbeitshubes und auf der Rückseite des ersten Arbeitskolbens entgegengesetzt dazu wirksam wird, und daß von der Stellung des ersten Arbeitskolbens abhängige Steuerglieder vorgesehen sind, die die Verbindung zwischen dem zweiten Leitungskreis und dem zweiten Teilraum des ersten Arbeitsraumes unterbrechen, sobald der erste Arbeitskolben einen bestimmten Hub ausgeführt hat.
  • Dieser Aufbau ist bei von einem gemeinsamen Bedienungshebel aus steuerbaren Zweikreisanlagen vorteilhaft und kann auch in Fällen nützlich sein, in denen die einzelnen Leitungskreise von verschiedenen Stellen, bei Bremsanlagen beispielsweise von einem Fußbremsventil und einem davon getrennten Handbremsventil, aus versorgt werden. Die Erfindung bietet darüber hinaus noch den Vorteil, daß die Anlage nicht nur bei entstehendem Schaden am einen oder anderen Zuleitungskreis, sondern auch bei Ausfall einer Kolbendichtung im Arbeitszylinder selbst noch voll wirksam bleibt.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung an Hand einer Druckluftbremsanlage mit Zweikreis-Trittplattenbremsventil dargestellt, und zwar zeigt F i g. 1 eine Skizze der Gesamtbremsanlage, F i g. 2 einen der Arbeitszylinder dieser Druckluft-Zweikreisbremsanlage im Schnitt, F i g. 3 eine Einzelheit des Arbeitszylinders in F i g. `' in vergrößertem Maßstab, F i g. 4 eine weitere Einzelheit des Arbeitszylinders in F i g. 2 in vegrößertem Maßstab.
  • In einer Druckluftanlage sind an einen Verdichter 1 über eine Leitung 2 eine Reifenfüllflasche 3, ein Druckregler 4 und ein Zweiwegeventil 5 angeschlossen. Über dieses Zweiwegeventil und zwei daran angeschlossene Leitungen 6 und 7 werden zwei Luftbehälter 8 und 9 einer Zweikreisbremsanlage vom Verdichter 1 aus aufgefüllt. Die beiden Luftbehälter sind über Leitungen 10 und 11 an ein Zweikreisbremsventil12 mit einer Betätigungsstange und zwei getrennten gleichartigen Steuerventilen angeschlossen. Die konstruktiven Einzelheiten dieses Zweikreisbremsv entils sind nicht gezeichnet. Das Zweikreisbremsventil 12 läßt beim Bremsen über die Leitungen 13, 14 und 15, 16 Druckluft aus den beiden Luftbehältern 8, 9 in den beiden Arbeitszylindern 17, 18 wirksam werden. Dabei werden über die Gestänge 19, 20 die Bremsen eines nicht dargestellten Fahrzeugs betätigt. Einer dieser Arbeitszylinder 17 ist im Schnitt in F i g. 2 dargestellt, und in dieser Figur ist zu erkennen, daß das Bremsgestänge 19 an eine Kolbenstange 21 angeschlossen ist und von ihr betätigt wird. Die Kolbenstange ist von einem Kolbenrohr 22 umgeben, das in einem Zylinderdeckel 23 geführt ist, an dem sich auch die Rückführfeder 24 abstützt. Auf der dem Deckel 23 gegenüberliegenden Seite ist der Arbeitszylinder durch einen Boden 25 geschlossen, der mit der Wand des Zylinders 17 aus einem Stück hergestellt ist. In den Boden 25 ist ein Ringwulst 26 eingeprägt. Dieser Zylinderteil ist noch einmal in F i g. 3 in vergrößertem Maßstab dargestellt. Dort ist zu erkennen, daß der Ringwulst 26 verhältnismäßig breit ist und zwei Nasen 27, 28 hat, die mit einer Weichdichtung zusammenarbeiten, wie es später näher beschrieben werden soll. Innerhalb des Ringwulstes 26 ist eine Öffnung im Zylinderboden 25 vorgesehen, die als Ventilsitz 29 ausgebildet ist. Eine andere Öffnung 30 ist als Anschluß für den Leitungskreis I bestimmt. Ein zweiter Anschluß 31 ist rohrförmig ausgebildet, über den Ventilsitz 29 gestülpt und am Zylinderboden 25 innerhalb des Ringwulstes 26 durch Schweißen oder Hartlöten befestigt. Dieser Anschluß 31 ist für den Leitungskreis 1I bestimmt. Die Achsen der Anschlüsse 30 und 31 liegen parallel zueinander.
  • In dem Arbeitszylinder sind hintereinander zwei Kalben 32 und 33 angeordnet, von denen der erste, 32, dem Zylinderboden 25 unmittelbar gegenüberliegt und einen Arbeitsraum 35 zwischen sich und dem Zylinderboden einschließt. Auf der diesem Raum 35 zugekehrten Seite des Kolbens 32 ist gegenüber dem Ringwulst 26 eine Weichdichtung 34 anvulkanisiert oder anderweitig befestigt, die mit dem Ringwulst zusammenwirkt und den Raum 35 in zwei Teilräume un verteilt. Der Kolben 32 trägt außerdem, wie besonders in F i g. 4 zu erkennen, an seinem Außendurchmesser eine Kolbendichtung 36 - vorzugsweise einen O-Ring -, die zwischen zwei Flanschen 37 und 38 in einer Kolbennut 32' angeordnet ist. Diese Flansche 37, 38 sind verhältnismäßig breit, und der Kolben 32 ist dadurch vor jedem Kippen und Verklemmen geschützt. Des weiteren ist in der Mitte des Kolbens 32 ein Stößel 39 über einen spinneuartigen Teil 40 befestigt. Hinter diesem Kolben 32 liegt der zweite Kolben 33 und begrenzt einen zweiten Arbeitsraum 41. Der Kolben 33 trägt an seinem Außendurchmesser eine dem Zylinderboden 25 zugekehrte Lippendichtung 42 und außerdem eine mittig auf ihm angeordnete und dem Kolben 32 zugekehrte Ringdichtung 43. Er ist mit dem Kolbenrohr 22 fest verbunden und wird durch die Kraft der Rückführfeder 24 mit seiner Ringdichtung 43 dichtend oder zumindest drosselnd gegen den Kolben 32 gedrückt, wobei der letztere sich mit seiner Weichdichtung 34 an dem Ringwulst 26 des Zylinderbodens 25 anlegt. Die Ringdichtung 43 und die Weichdichtung 34 sind in ihren Durchmessern derart aufeinander abgestimmt, daß die Ringfläche des äußeren Teils des Arbeitsraumes 35 größer ist als die wirksame Fläche des inneren Teils des Arbeitsraums 41.
  • In der Ruhestellung hebt der Stößel 39 des Kolbens 32 einen Ventilteller 44 entgegen der Kraft einer im Vergleich zur Rückführfeder 24 schwachen Feder 45 von seinem Sitz 29 ab. Dabei wird die Weichdichtung verhältnismäßig stark zusammengepreßt, und zwar ist das Maß, um das sich die Weichdichtung 34 zusammendrücken läßt, größer als der Hub des vom Stößel 39 bewegten Ventiltellers. Dadurch ist erreicht, daß beim Einwirken von Druckluft von den Druckluftkreisen I und 11 das Ventil 29, 44 schließt, bevor die Weichdichtung 34 sich von dem Ringwulst 26 trennt. Der Hub, den der Kolben 32 von seiner Ruhestellung bis zum Abheben der Weichdichtung 34 ausführt, ist im folgenden kurz »Steuerhub« genannt.
  • Die beschriebene Einrichtung wirkt wie folgt: Sind beide Druckkreise I und 11 in Ordnung, so wird die Druckluft zuerst vom Druckkreis I her im äußeren Teil des Ringraumes 35 und vom Druckkreis Il her im inneren Teil der Räume 35 und 41 wirksam. Die Ringdichtung 43 wirkt mit dem Kolben 32 derart zusammen, daß sie in der Ausgangsstellung der Kolben 32 und 33 die Verbindung der beiden Teilräume des Arbeitsraumes 41 nur drosselt. Dadurch ist erreicht, daß kurz nach dem Einsteuern der Druckluft vom Bremsventil her auch der äußere Teilraum des Arbeitsraumes unter Einfluß der Druckluft gelangt und dadurch die gesamte Kolbenfläche des Kolbens 33 wirksam wird. Die Kraft der Rückführfeder wird überwunden, und der Kolben 33 beginnt seinen Hub, wobei ihm der Kolben 32 unter der Wirkung des Druckes im äußeren Ringraum 35 sofort folgt. Trotzdem bleibt aber die Weichdichtung 34 während dieses ersten Teils des Steuerhubes des Kolbens 32 geschlossen. Der Ventilteller 44 bewegt sich in Richtung auf seinen Sitz und schließt den Leitungskreis II vom Arbeitszylinder ab. Dann trennt sich die Weichdichtung 34 von dem Ringwulst 26 am Boden des Zylinders und läßt Luft von dem Leitungskreis I über die nun miteinander verbundenen zwei Teilräume des Arbeitsraumes 35 in den Arbeitsraum 41 vor den Kolben 43 gelangen. Der Kolben 32 hat damit seinen Steuerhub beendet und bleibt in dieser Lage stehen. Der Kolben 33 löst sich von dem Kolben 32 und macht den übrigen Teil seines Hubes allein.
  • Fällt der Leitungskreis I aus, so bleibt der Kolben 32 in Ruhelage am Zylinderboden 25, weil die wirksame Fläche des Kolbens 32 im inneren Teil des Arbeitsraumes 35 klein ist und der Druck auf seine entgegengerichtete, den Arbeitsraum 41 begrenzende größere Kolbenfläche ihn am Zylinderboden festhält. Der ausgefallene Leitungskreis I ist dabei durch die Weichdichtung 34 vom Leitungskreis II abgeschlossen. Zum Betätigen des Bremsgestänges löst sich dann der Kolben 33 von dem Kolben 32 und macht den gesamten Hub allein.
  • Fällt der Leitungskreis 1I aus, so steigt der Druck im äußeren Teil des Arbeitsraumes 35 und verschiebt beide Kolben 32 und 33 gemeinsam. Das Ventil 44, 29 schließt den ausgefallenen Leitungskreis 1I ab. Danach hebt sich der Kolben 32 mit seiner Weichdichtung 34 vom Ringwulst 26 ab und öffnet den Luftdurchgang in den Arbeitsraum 41. Nach diesem Steuerhub bleibt der Kolben 32 stehen. Der Kolben 33 löst sich dann von dem Kolben 32 und macht den übrigen Teil des Hubes allein.
  • Fällt die Dichtung 42 des Kolbens 33 aus, so bewegen sich zuerst beide Kolben gemeinsam, weil der Druck in dem äußeren Teilraum des Arbeitsraumes 35 größer ist als der im inneren Teil des Arbeitsraumes 41. Das Ventil 44 geht auf seinen Sitz 29 und schließt den Leitungskreis 1I ab. Danach öffnet die Weichdichtung 34, und der Kolben 32 legt sich fest und dichtend an die Ringdichtung 43 an. Beide Kolben machen ihren Hub gemeinsam.
  • Fällt die Dichtung 36 des Kolbens 32 aus, gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Strömt viel Luft über die zerstörte Dichtung 36 des Kolbens 32, so macht der Kolben 33 seinen gesamten Hub allein, ohne daß das Ventil 44, 29 schließt.
  • 2. Strömt wenig Luft über die zerstörte Dichtung 36 des Kolbens 32, so führt der Kolben 32 seinen Steuerhub aus, das Ventil 44, 29 schließt, und dann löst sich der Kolben 33 von dem Kolben 32 und macht seinen Hub allein. Wenn es der Einbau des Zylinders erfordert, kann der Arbeitszylinder auch derart ausgeführt sein, daß einer der Anschlüsse 30 oder 31 oder auch beide an irgendeiner Stelle der Zylinderwand des Arbeitszylinders 17 außerhalb des Zylinderbodens 25 anangeordnet sind. Durch Leitungen oder Kanäle muß nur dafür gesorgt werden, daß die Druckluft von beiden Anschlüssen 30 und 31 in den Arbeitsraum 35 vor den Kolben 32 gelangt.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Arbeitszylinder für Druckluftanlagen, insbesondere Druckluftbremsanlagen in Kraftfahrzeugen, der durch zwei hintereinander angeordnete und entgegen einer gemeinsamen Rückführfeder auf ein gemeinsames Übertragungsmittel wirkende Arbeitskolben in zwei Druckräume unterteilt ist, die aus voneinander getrennten Leitungskreisen gespeist werden und von denen der erste zwischen dem Zylinderboden und dem nächstliegenden Arbeitskolben und der andere zwischen den beiden Arbeitskolben liegt, d a -durch gekennzeichnet, daß beide Leitungskreise (I und 1I) an voneinander getrennten Stellen (30 und 31) der Zylinderwand in den ersten Druckraum (35) hinter dem Zylinderboden (25) münden, daß in der durch Widerlager am Zylinderboden (25) und die Rückführfeder (24) bestimmten Ruhelage des ersten Arbeitskolbens (32) der erste Arbeitsraum (35) in zwei Teilräume unterteilt und dadurch der erste Arbeitskolben (32) zu Beginn einer Druckbeaufschlagung nur auf einem ersten Teil seiner Fläche einer Druckänderung aus dem ersten Leitungskreis (I) ausgesetzt ist, während Druckluft aus dem zweiten Leitungskreis (II) in den anderen (zweiten) Teilraum und über eine Durchtrittsstelle (40) im ersten Arbeitskolben (32) in den zweiten Arbeitsraum (41) gelangt, wo sie am zweiten Arbeitskolben (33) in Richtung des Arbeitshubes und auf der Rückseite des ersten Arbeitskolbens (32) entgegengesetzt dazu wirksam wird, und daß von der Stellung des ersten Arbeitskolbens (32) abhängige Steuerglieder (39, 44, 29) vorgesehen sind, die die Verbindung zwischen dem zweiten Leitungskreis (II) und dem zweiten Teilraum des ersten Arbeitsraumes (35) unterbrechen, sobald der erste Arbeitskolben einen bestimmten Hub ausgeführt hat.
  2. 2. Arbeitszylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Arbeitskolben (32) einen Stößel (39) trägt, der in der Ruhelage des Kolbens (32) am Zylinderboden (25) einen Ventilteller (44) gegen die Wirkung einer Feder (45) von seinem am Zylinderboden (25) angeforrnten Sitz (29) entfernt hält, wodurch eine Druckänderung im zweiten Leitungskreis (II) ungehindert im zweiten Arbeitsraum (41) wirksam wird, und daß er in dieser Kolbenendstellung mittels einer Dichtung (34) dichtend an einem Ringwulst (26) am Zylinderboden (25) anliegt.
  3. 3. Arbeitszylinder nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Arbeitskolben (33) mit einer sich axial gegen den ersten Arbeitskolben (32) erstreckenden Ringdichtung (43) versehen ist, die vom zweiten Arbeitsraum (41) einen inneren Teilraum mit einer Kreisfläche abschließt, die kleiner ist als die äußere Ringfläche des ersten Arbeitsraumes (35), und die derart mit dem ersten Kolben (32) zusammenwirkt, daß sie den Luftdurchlaß vom inneren Teilraum des zweiten Arbeitsraumes (41) zum äußeren mindestens drosselt.
  4. 4. Arbeitszylinder nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die den ersten Arbeitsraum (35) in zwei Teilräume trennende Dichtung (34) eine Weichdichtung mit verhältnismäßig breiter Stirnfläche ist, die in Dichtungsstellung am Ringwulst (26) anliegt und dem ersten Arbeitskolben einen kleinen Hub gestattet, der so bemessen ist, daß der zweite Leitungskreis (II) vom Arbeitszylinder (17) durch den mit seinem Sitz (29) zusammenwirkenden Ventilteller (44) getrennt wird, bevor der erste Arbeitskolben (32) mit seiner Weichdichtung (34) sich von dem Ringwulst (26) trennt und Druckluft aus dem ersten Leitungskreis (I) zum zweiten Arbeitsraum (41) durchläßt.
  5. 5. Arbeitszylinder nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Arbeitskolben (32) in axialer Richtung einen verhältnismäßig breiten, mit der inneren Zylinderwand des Arbeitszylinders (17) zusammenwirkenden Rand (37, 38) hat, der etwa symmetrisch zur Kolbenebene liegt und am Kolbenaußendurchmesser eine Nut (32') hat, die zur Aufnahme einer Ringdichtung (36) dient. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1120 263; französische Zusatzpatentschrift Nr. 40 235; britische Patentschrift Nr. 810 901.
DEB52860A 1959-04-16 1959-04-16 Arbeitszylinder fuer Druckluftanlagen, insbesondere Druckluftbremsanlagen in Kraftfahrzeugen Pending DE1160743B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB52860A DE1160743B (de) 1959-04-16 1959-04-16 Arbeitszylinder fuer Druckluftanlagen, insbesondere Druckluftbremsanlagen in Kraftfahrzeugen
CH360760A CH383185A (de) 1959-04-16 1960-03-31 Druckluftbremsanlage für Kraftfahrzeuge

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB52860A DE1160743B (de) 1959-04-16 1959-04-16 Arbeitszylinder fuer Druckluftanlagen, insbesondere Druckluftbremsanlagen in Kraftfahrzeugen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1160743B true DE1160743B (de) 1964-01-02

Family

ID=6970049

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB52860A Pending DE1160743B (de) 1959-04-16 1959-04-16 Arbeitszylinder fuer Druckluftanlagen, insbesondere Druckluftbremsanlagen in Kraftfahrzeugen

Country Status (2)

Country Link
CH (1) CH383185A (de)
DE (1) DE1160743B (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR40235E (fr) * 1931-03-03 1932-06-07 Dispositif de commande de frein à rattrapage automatique de jeu
FR1120263A (fr) * 1955-01-22 1956-07-03 Westinghouse Freins & Signaux Perfectionnements aux équipements de freinage pour véhicules sur rail ou sur route
GB810901A (en) * 1956-03-30 1959-03-25 Westinghouse Freins & Signaux Improvements in fluid pressure braking equipment for vehicles

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR40235E (fr) * 1931-03-03 1932-06-07 Dispositif de commande de frein à rattrapage automatique de jeu
FR1120263A (fr) * 1955-01-22 1956-07-03 Westinghouse Freins & Signaux Perfectionnements aux équipements de freinage pour véhicules sur rail ou sur route
GB810901A (en) * 1956-03-30 1959-03-25 Westinghouse Freins & Signaux Improvements in fluid pressure braking equipment for vehicles

Also Published As

Publication number Publication date
CH383185A (de) 1964-10-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1111967B (de) Hilfskraftvorrichtung fuer mit und ohne Hilfskraft arbeitsfaehige hydraulische Drucksysteme, insbesondere zum Betaetigen von Kraftfahrzeugbremsen
DE3343172C2 (de)
DE1655066C3 (de) Druckmindervorrichtung für ein Hydrauliksystem, insbesondere ein hydraulisches Kraftfahrzeug-Bremssystem
DE2647283A1 (de) Bremsbeschleuniger fuer druckluftbremsen, insbesondere fuer schienenfahrzeuge
DE2323753C3 (de) Über zwei Kreise ansteuerbares Anhängersteuerventil, insbesondere für Druckluftbremsanlagen an Kraftfahrzeugen
DE2539985C3 (de) Bistabile Schnappeinrichtung
DE2838885A1 (de) Luftsteuerventil
DE1160743B (de) Arbeitszylinder fuer Druckluftanlagen, insbesondere Druckluftbremsanlagen in Kraftfahrzeugen
AT220971B (de) Arbeitszylinder für Druckluftanlagen, insbesondere Druckluftbremsanlagen in Kraftfahrzeugen
EP0000794B1 (de) Zweikreis-Steuerventil
DE966212C (de) Motorbremse
DE2317312C2 (de) Drucksteuerventil, insbesondere Bremsventil
DE2812484A1 (de) Sicherheitsabsperrventil
DE4328741C1 (de) Pneumatikantrieb, insbesondere für die Betätigung von Schweißelektroden
DE2654964A1 (de) Kraftbegrenzungsvorrichtung fuer eine feststellbremsbetaetigungseinrichtung
DE2245419C2 (de)
DE2536784C3 (de) Hydraulische Ventileinrichtung zur Wegesteuerung des Arbeitsdruckmittels für einen hydraulischen Servomotor
DE1028404B (de) Doppelrueckschlagventil
DE821366C (de) Einrichtung an Druckzylindern, insbesondere Pressluftzylindern fuer Druckluftbremsen
DE858919C (de) Sicherheitsventil
DE1453786A1 (de) Freilaufrueckschlagventil
DE322153C (de) Steuerventil fuer Einkammer-Druckluftbremsen
DE3000983C2 (de)
DE1426495C (de) Vorrichtung zum Begrenzen des Betriebsdrucks in pneumatischen Servo Steuerungen, insbesondere fur Bremsen
DE181398C (de)