[go: up one dir, main page]

DE1160295B - Photographischer Objektivverschluss mit hin- und herschwingenden Verschlussblaettern - Google Patents

Photographischer Objektivverschluss mit hin- und herschwingenden Verschlussblaettern

Info

Publication number
DE1160295B
DE1160295B DEG33647A DEG0033647A DE1160295B DE 1160295 B DE1160295 B DE 1160295B DE G33647 A DEG33647 A DE G33647A DE G0033647 A DEG0033647 A DE G0033647A DE 1160295 B DE1160295 B DE 1160295B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shutter
movement
lever
drive
actuating member
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG33647A
Other languages
English (en)
Inventor
Waldemar Rentschler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hittech Prontor GmbH
Original Assignee
Alfred Gauthier GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alfred Gauthier GmbH filed Critical Alfred Gauthier GmbH
Priority to DEG33647A priority Critical patent/DE1160295B/de
Publication of DE1160295B publication Critical patent/DE1160295B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/08Shutters
    • G03B9/10Blade or disc rotating or pivoting about axis normal to its plane
    • G03B9/18More than two members
    • G03B9/22More than two members each moving in one direction to open and then in opposite direction to close, e.g. iris type

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Shutters For Cameras (AREA)

Description

  • Photographischer Objektivverschluß mit hin- und herschwingenden Verschlußblättern Die Erfindung betrifft einen photographischen Objektivverschluß mit hin- und herschwingenden Verschlußblättern, deren Betätigungsorgan mit dem Verschlußantriebsteil mittels einer Treibklinke verbunden ist, wobei die Treibklinke in ihrem Bewegungsablauf durch einen mittels des Belichtungszeiteinstellers wahlweise in ihre Bewegungsbahn schaltbaren Hebel beeinflußbar, das freie Ende der Treibklinke radial abgesehrägt und ferner an dem schaltbaren Hebel ein im Bewegungsbereich des abgeschrägten Teils der Treibklinke befindlicher Abweisstift angeordnet ist, derart, daß die Treibklinke in der Endphase der öffnungsbewegung auf den Stift aufläuft und durch Ablenkung mit dem Betätigungsorgan der Verschlußblätter außer Eingriff kommt.
  • Es ist bereits ein photographischer Objektivverschluß mit hin- und herschwingenden Verschlußblättern sowie einer die Verbindung zwischen Verschlußblätterbetätigungsorgan und Verschlußantriebsteil herstellenden Treibklinke bekanntgeworden, bei dem ein mittels des Belichtungszeiteinstellers wahlweise in die Bewegungsbahn der Treibklinke schaltbarer Hebel dazu dient, die Treibklinke vom Anfang ihrer Bewegung bis zum Umkehrpunkt so zu führen, daß sie nicht mit dem Treibstift des Verschlußblätterbetätigungsorgans in Eingriff kommen kann. An Stelle der Treibklinke liegt in der öffnungsphase des Verschlusses an dem genannten Treibstift ein Zwischenhebel an, der seinerseits wieder vom Verschlußantriebsteil angestoßen wird. Vom Umkehrpunkt an erfaßt die Treibklinke den Treibstift und schließt die Verschlußblätter in üblicher Weise. Bei kurzen Belichtungszeiten macht sich jedoch die Reibung zwischen der Treibklinke und dem in ihre Bewegungsbahn schaltbaren Hebel störend bemerkbar. Auch ergeben sich bei der bekannten Verschlußanordnung kritische und unübersichtliche Verhältnisse dadurch, daß die in Bewegung befindliche Treibklinke während des Verschlußablaufs in der Phase der Bewegungsumkehr mit dem Treibstift in Eingriff gebracht werden muß.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, unter gleichzeitiger Vermeidung der dem bekannten Verschlußantrieb anhaftenden Mängel einen Objektivverschluß vorstehender Gattung bei geringstmöglichern zusätzlichem baulichem Aufwand sowie unter Gewährleistune, einer übersichtlichen und funktionssicheren Arbeitsweise so auszubilden, daß ohne Erhöhung des maximalen Spannmoments eine Belichtungszeit von extrem kurzer Dauer erzielbar ist.
  • Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß dem Betätigungsorgan ein mit dem Verschlußantriebsteil in Treibverbindung bringbarer übertragungsteil zugeordnet ist, welcher bei in Wirkstellung befindlichem Abweiser in Abhängigkeit von der Einstellung des Belichtungszeiteinstellers eine solche Lage einnimmt, daß der Verschlußantriebsteil im Verlauf seiner Ablaufbewegung, und zwar nach Erreichen der maximalen öffnungsweite der Verschlußblätter, auf den übertragungsteil einwirkend das Betätigungsorgan in die Ausgangslage zurückschlägt. Auf diese Weise sind mit einfachsten Mitteln und unter Gewährleistung eines Höchstmaßes an Funktionssicherheit bei einem Verschluß der konventionellen Bauweise die Voraussetzungen dafür geschaffen worden, die es ermöglichen, bei gleichbleibendem Spannmoment, d. h. unter Vermeidung einer Verstärkung der Verschlußantriebsfeder, zusätzlich zu den mit dem Treibklinkenantrieb erzielbaren Belichtungszeiten eine extrem kurze Belichtungszeit zu erzielen, die sich im wesentlichen nur aus der öffnuna,s- und Schließzeit zusammensetzt. Ein C Höchstmaß an Funktionssicherheit der erfindungsgemäß ausgebildeten Verschlußanordnung ist hierbei dadurch gewährleistet, daß das Betätigungsorgan der Verschlußblätter sowohl in der einen Drehrichtung als auch nach dem Auswerfen der Treibklinke in der anderen Drehrichtung zwangläufig bewegt wird.
  • Eine vorteilhafte, sowohl in baulicher als auch in funktioneller Hinsicht einfache Lagerung und Ausbildung des zusätzlichen übertragungsteils. ist dadurch erreichbar, daß dieser als Hebel ausgebildet und am freien Ende eines in seiner Einstellage durch den Belichtungszeiteinsteller beeinflußbaren Stellhebels gelenkig angeordnet ist und daß das freie Ende des übertragungsfeils einerseits mit dem Verschlußantriebsteil, andererseits mit dem Betätigungsorgan der Verschlußblätter zusammenarbeitet.
  • Um eine freiziigige sowie eine einen möglichsl geringen Kraftaufwand erfordernde Einstellung dei Belichtungszeit auch bei abgelaufenem Verschluß erzielen zu können, wird ferner vorgeschlagen, daß der Stellhebel mit einer Steuerkurve des Belichtungszeiteinstellers in kraftschlüssiger Verbindung steht. Hierdurch ist erreicht, daß der Belichtungszeiteinsteller ohne Einflußnahnie auf den übertragungsteil in eine neue Einstellage übergeführt werden kann, auch dann, wenn am Ende der Verschlußablaufbewegung der übertragungsteil zwischen die beiden an ihm zur Anlage kommenden Mitnehmerstifte des Verschlußantriebsteils und des Betätigungsorgans unter der Einwirkung der Hauptantriebsfeder eingeklemmt is.t.
  • In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Verschlußanordnung sieht die Erfindung ferner vor, daß der übertragungshebel einen Anschlaglappen aufweist, der in Abhängigkeit von der Bewegung des Stellhebels wahlweise in die Bewegungsbahn eines am Verschlußantriebsteil befindlichen Mitnehmers hinein-oder aus dieser herausbewegbar ist. Durch diese Anordnung läßt sich der Stellweg, der dazu erforderlich ist, den Übertragungsteil in bzw. außer Wirkstellung zu bringen, auf ein Minimum begrenzen. Ein weiterer, sich aus dem geringen Bewegungsweg des übertragungsteils ergebender Vorteil besteht darin, daß die übrigen Bauteile des Verschlusses keiner Beschränkung hinsichtlich ihrer Anordnung bzw. ihrer Bewegungsfreiheit unterworfen zu werden brauchen.
  • - Schließlich kann nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung dem Betätigungsorgan der Verschlußblätter ein als Reflektor dienender, bei Erreichen der größten Ausschwingweite der Verschlußblätter wirksam werdender ortsfester Anschlag zugeordnet sein, wodurch die Antriebsteile des Verschlusses eine wirksame Entlastung erfahren insofern, als durch den Reflektor das Betätigungsorgan mit der in ihm aufgespeicherten kinetischen Energie zurückgeworfen wird.
  • In der nachstehenden Beschreibung und der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung-veranschaulicht. Es zeigt Fig. 1 eine teilweise Darstellung des sich in Spannstellung befindlichen Objektivverschlusses in Draufsieht, wobei der Verschluß auf kürzeste Belichtungszeit eingestellt ist und alle zum Verständnis der Erfindung unwesentlichen Teile des Verschlusses der Einfachheit und der übersicht wegen weggelassen worden sind, Fig. 2 den Objektivverschluß nach seiner Auslösung während des Bewegungsablaufes, und zwar in dem Augenblick, in dem das Betätigungsorgan der Verschlußblätter seinen Umkehrpunkt erreicht hat, . Fig. 3 den Verschluß in abgelaufenem Zustand, wobei der Verschlußantriebsteil wieder in der Ausgangslage angelangt ist, in der auch die Verschlußblätter wieder ihre Schließstellung einnehmen, Fig. 4 den Verschluß in Gespanntlage, jedoch auf eine Belichtungszeit von längerer Dauer eingestellt, bei der sich sowohl der Abweiser als auch der ihm zugeordnete, mit dem Verschlußantriebsteil zusammenwirkende übertragungsteil in der unwirksamen Stellung befinden, Fig. 5 den Verschluß bei gleicher Belichtungszeiteinstellung in abgelaufenem Zustand, wobei sich die Verschlußblätter wieder in Schließstellung befinden, Fig. 6 ein öffnungsflächen-Zeit-Diagramm der Verschlußblätterbewegung, Fig. 7 ein weiteres Schaubild über die Zusammensetzung der Gesamtoffenzeit des Verschlusses bei dem konventionellen Treibklinkenantrieb, Fig. 8 ein Schaubild, das die Zusammensetzung der bei Wirksamwerden des übertragungsteils erzielbaren Gesamtoffenzeit des Verschlusses erkennen läßt.
  • In der Zeichnung ist mit 1 das Verschlußgehäuse und mit 2 die in diesem befestigte Grundplatte bezeichnet. Das Verschlußgehäuse 1 ist mit einem zylindrischen Rohrstutzen 4 versehen. Auf diesem ist ein als Antriebsring ausgebildetes Betätigungsorgan 5 drehbar gelagert, welches zur Hin- und Herbewegung der Verschlußblätter 6 dient. Von diesen ist in der Zeichnung der Einfachheit halber nur eines angedeutet. Die Verschlußblätter 6 sind in an sich bekannter Weise, einenends mittels eines Stiftes 6a am Betätigungsorgan 5 gelenkig angeschlossen und zugleich durch eine Stift-Schlitz-Verbindung 2 a, 6 b an der Grundplatte 2 relativ zu dieser beweglich geführt. Im Verschlußgehäuse 1 ist eine Welle 7 drehbar gelagert, auf der einenends ein in der üblichen Weise als Scheibe ausgebildeter Antriebsteil 8 drehfest angeordnet ist. Zum Spannen des Verschlusses ist das andere Ende der Welle 7 aus dem Verschlußgehäuse 1 herausgeführt und, wie ebenfalls an sich bekannt, mit einer in der Zeichnung nicht dargestellten Betätigungseinrichtung, beispielsweise mit der Filmtransporteinrichtung der Kamera, in Verbindung gebracht. Der Verschlußantriebsteil 8 steht unter der Wirkung einer um die Welle 7 herumgeführten Windungsfeder 9. Diese dem Verschlußantrieb dienende Feder ist einenends an der zylindrischen Innenwand des Verschlußgehäuses 1, anderenends an einen Stift 8a des Verschlußantriebsteils 8 abgestützt, auf den sie stets ein im Uhrzeigersinn gerichtetes Drehmoment ausübt. Um den Verschlußantriebsteil 8 in der in Fig. 1 und 4 veranschaulichten Gespanntlage zu halten, ist diesem ein auf einer Achse 10 drehbar gelagerter Sperrhebel 11 zugeordnet. Dieser wiederum ist an seinem dem Verschlußantriebsteil 8 zugekehrten Ende mit einem abgebogenen Lappen lla versehen, welcher in die Bewegungsbahn eines Vorsprungs 8b des Antriebsteils hineinragt. Anderenends arbeitet der Sperrhebel 11 mit einem auf einer Achse 12 schwenkbar gelagerten Auslösehebel 13 zusammen. Zu diesem Zweck weist dieser an seinem dem Sperrhebel 11 zugekehrten Hebelarm 13 a einen Mitnehmerstift 13 b auf. Der Auslösehebel 13 seinerseits ist mit einer Abbiegung 13 c versehen, auf die der in der Zeichnung nicht dargestellte Kameraauslöser einwirkt. Außerdem steht der Auslösehebel 13 unter dem Einfluß einer Windungsfeder 14, die ihn im Uhrzeigersinn um seine Achse 12 zu drehen sucht. Auch am Sperrhebel 11 greift eine Windungsfeder 15 an, die sich mit ihrem anderen Ende an einem Stift 15a abstützt und daher auf den Hebel stets ein entgegen dem Uhrzeigersinn gerichtetes Drehmoment ausübt.
  • Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist auf einem Zapfen 8 c des Verschlußantriebsteils 8 eine Treibklinke 16 gelenkig gelagert. Diese wiederum ist an ihrem freien Ende in der üblichen Weise mit einem Kupplungsmaul 16 a versehen, das einen am Betätigungsorgan 5 der Verschlußblätter 6 angeordneten Stift 5 b mit halbkreisförmigem Querschnitt umgreift. Hierzu ist der Stift5b durch eine Aussparung2b der Grundplatte2 hindurchgeführt. Um die Treibklinke16 mit dem Stift5b in formschlüssiger Verbindung zu halten, ist der Gelenkzapfen 8 c mit einer Windungsfeder17 versehen. Diese greift einenends an einem Stift8d des Verschlußantriebsteils8, anderenends an einem Stift16b der Treibklinke 16 an.
  • Zur Erzielung einer extrem kurzen Belichtungszeit, und zwar einer solchen, die, wie aus Fig. 8 ersichtlich, effektiv nur aus der durch den Bewegungsvorgang der Verschlußblätter 6 bedingten Öffnungszeit a und der Schließzeit -y gebildet wird, ist der Objektivverschluß mit einem Abweiser 20 versehen. Dieser kann beispielsweise rechtwinklige Form haben und einenends auf einem ortsfesten Zapfen 19 der Grundplatte 2 schwenkbar gelagert sein. Zur Zusammenarbeit mit der Treibklinke 16 ist der als Hebel ausgebildete Abweiser 20 anderenends zweckmäßig mit einem Abweisstift 20 a versehen. Außerdem trägt der Abweiser 20 noch einen Steuerstift 20 b. Dieser liegt unter dem Einfluß einer auf den Abweiser 20 einwirkenden Feder 21 an der Steuerkante22a eines in der Zeichnung mit gestrichelten Linien angedeuteten Belichtungszeiteinstellers 22 an. Dabei ist die Ausbildung der Steuerkante 22a so getroffen, daß sich der Abweisstift 20 a in einer der Erzielung einer extrem kurzen Belichtungszeit dienenden Einstellage innerhalb der Bewegungsbahn der Treibklinke 16, in den übrigen, zu längeren Belichtungszeiten führenden Einstellagen dagegen außerhalb der Bewegungsbahn der Klinke befindet. Die Treibklinke 16 wiederum ist an ihrem freien Ende mit einer schrägen Abweiskante 16c versehen. Diese hat einen solchen Verlauf, daß sie beim Auflaufen auf den Abweisstift 20a die Treibklinke 16 aus ihrer eigentlichen Bewegungsbahn derart ablenkt, daß diese bei Erreichen ihres Umkehr- bzw. Totpunktes am Mitnehmerstift 5d des Verschlußblätterbetätigungsorgans 5, wie in Fig. 2 gezeigt, mit Sicherheit außer Eingriff ist.
  • Dem Betätigungsorgan 5 ist ein mit dem Verschlußantriebsteil 8 in Treibverbindung bringbarer übertragungsteil 24 zugeordnet, welcher bei in Wirkstellung befindlichern, Abweiser in Abhängigkeit von der Einstellage des Belichtungszeiteinstellers 22 eine solche Lage zum Verschlußantriebsteil einnehmen kann, daß der Verschlußantriebsteil im Verlaufe seiner Ablaufbewegung, und zwar nach Erreichen der maximalen öffnungsweite der Verschlußblätter 6, auf den übertragungsteil einwirkend das Betätigungsorgan 5 in die Ausgangslage, zurückschlägt. Zur beweglichen Lagerung des vorzugsweise als Hebel ausgebildeten übeeragungsteils 24 dient ein Stellhebel 25, der aus Gründen baulicher Einfachheit auf der Achse 10 des Sperrhebels 11 schwenkbar gelagert ist. Der Stellhebel 25 wiederum trägt an seinem freien Ende einen Gelenkzapfen 25 a, auf dem der Übertragungsteil 24 drehbeweglich lagert. Auf der Schwenkachse 10 des Stellhebels 25 sitzt außer der Windungsfeder 15 eine weitere Windungsfeder 26, die sich einenends an einen ortsfesten Stift 26a der Grundplatte 2, anderenends an einen Stift 25 b des Stellhebels abstützt und somit auf diesen Hebel ein dem Uhrzeigersinn entgegengerichtetes Drehmornent ausübt. Aufgenommen wird dieses Moment von einer Steuerkante 22b des Belichtungszeiteinstellers 22, gegen die sich der Stellhebel 25 mittels des Gelenkzapfens 25 a kraftschlüssig anlegt.
  • Um dem übertragungsteil 24 eine kraftschlüssige Anlage am Stellhebel 25 zu vermitteln, ist auf dem Gelenkzapfen 25 a eine Windungsfeder 27 angeordnet, die einenends an einem Stift 25 c des Stellhebels, anderenends an einem Stift 24a des übertragungsteils angreift. Zu dem gleichen Zweck ist der Übertragungsteil24 außerdem mit einer Nase 24b versehen, mit deren Hilfe er sich unter dem Einfluß der auf ihn einwirkenden Windungsfeder 27 am Stift 25 c des Stellhebels 25 abstützt. An der Außenkante des Verschlußantriebsteils8 ist ein Mitnehmer8e angeordnet der mit einem am Übutragungsteil 24 seitlich vorgesehenen Anschlag24c zusammenwirkt. Dabei ist die Anordnung des Anschlags24c am übertragungsteil 24 so getroffen, daß dieser nur bei Einstelllage des Belichtungszeiteinstellers 22 auf die extrem kurze Belichtungszeit indie Bewegungsbahn des Mitnehmers 8 e zu liegen kommt, wie dies in den Fig. 1 bis 3 veranschaulicht ist. Durch eine entsprechende Formgebung der Steuerkurve 22b des Belichtungszeitstellers 22 kann der Stellhebel 25 eine weitere Einstellage einnehmen, in der sich der Anschlag 24 c des übertragungstells 24 außerhalb der Bewegungsbahn des Mitnehmers 8 e befindet.
  • Wie aus der Zeichnung ferner ersichtlich, ist im Schwenkbereich des übertragungsteils 24 die Grundplatte 2 mit einer kreisbogenförTnigen Aussparung 2 c versehen, durch die ein Stift 5 c des Betätigungsorgans 5 so weit hindurchgeführt ist, daß er in die Bewegungsebene des Übertragungsteils 24 hineinragt. Die Grundplatte 2 weist außerdem eine weitere Ausnehmung 2d auf, die einen auf dem Betätigungsorgan 5 angeordneten Stift 5 d in sich aufnimmt. Diesem Stift 5d wiederum ist ein die Bewegungsumkehr des Betätigungsorgans 5 herbeiführender und zugleich als Reflektor wirksam werdender ortsfester Anschlag 28 zugeordnet, welcher beispielsweise mittels einer Schraube 28a auf der Grundplatte 2 lösbar und einstellbar befestigt sein kann.
  • Die Wirkungs- und Bedienungsweise der vorbeschriebenen Verschlußordnung ist folgende: Will man mit dem erfindungsgemäßen Objektivverschluß eine extrem kurze Belichtungszeit erzielen, die sich, wie aus dem Schaubild in Fig. 8 ersichtlich, im wesentlichen nur aus der öffnungszeit a und der Schließzeit,( zusammensetzt, so muß der Belichtungszeiteinsteller 22 hierzu in die Einstellage bewegt werden, bei der sowohl der Abweiser 20 als auch der übertragungsteil 24 die in den Fig. 1 bis 3 veranschaulichte Einstellage einnimmt. Wird hierbei durch Betätigen des Verschlußauslösers 13 über den Sperrhebel 11 der Verschlußantriebsteil 8 zum Ablauf freigegeben, so bewegt dieser zunächst über die Treibklinke 16 und den Mitnehmer 5 b das Betätigungsorgan 5 der Verschlußblätter 6 in der üblichen Weise im Uhrzeigersinn um die Objektivachse. Kurz vor Beendigung dieser Bewegungsphase der Treibklinke 16 trifft deren schräge Auflaufkante 16 c auf den Stift 20 a des Abweisers 20 auf, der die Klinke ablenkt und infolgedessen die formschlüssige Verbindung zwischen dem Stift 5 d und der Treibklinke bis zum Erreichen des Umkehrpunktes des Betätigungsorgans 5 aufhebt. Am Ende dieses Bewegungsvorganges haben die Verschlußblätter 6 ihre volle öffnungsweite erreicht, verharren jedoch nicht in dieser Einstellage, sondern werden unverzüglich wieder in Schließstellung übergeführt. Dies ist dadurch erreicht, daß das Betätigungsorgan 5 am Ende der ersten Bewegungsphase mit seinem Stift 5 d auf den Reflektor 28 auftrifft, der seinerseits an diesem abprallt und infolgedessen das Betätigungsorgan mit der ihm innewohnenden Bewegungsenergie in der entgegengesetzten Bewegungsrichtung wieder beschleunigt.
  • Im Verlaufe der vorstehend geschilderten Bewegungsvorgänge hat sich der Verschlußantriebsteil 8 so weit gedreht, daß der an ihm vorgesehene Nfitnehmer 8 e, wie in Fig. 2 dargestellt, am Anschlag 24 c des Treibhebels 24 zur Anlage gekommen ist. Dieser Mitnehmer wirkt nun seinerseits auf den Treibhebel 24 ein und schlägt das Betätigungsorgan 5 mit der der Hauptantriebsfeder 9 noch innewohnenden potentiellen Energie, unterstützt durch die kinetische Energie des Verschlußantriebsteils 8, in die Ausgangslage zurück. Diese ist dann erreicht, wenn der Stift 5c, wie in Fig. 3 dargestellt, wieder an der linken Begrenzungskante der Aussparung 2c anliegt, wobei auch die Verschlußblätter 6 wieder die Schließstellung einnehmen. Die Darstellung in Fig. 3 gibt ferner zu erkennen, daß der Verschlußantriebsteil 8 bei diesem soeben beschriebenen Bewegungsablauf des Objektivverschlusses keine volle Drehbewegung ausführt, sondern zum Stillstand gekommen ist, nachdem die Treibklinke 16 gerade die Totpunktlage überwunden hat. Wie sowohl aus dem öffnungsflächen-Zeitdiagramm der Fig. 6 als auch aus dem Schaubild der Fig. 8 ersichtlich, ist die extrem kurze Belichtungszeit ohne Erhöhung des Spannmomentes des Verschlusses auf unverwickelte und funktionssichere Weise dadurch erreichbar, daß die Verschlußblätter 6 gemäß Fig. 6 im Anschluß an die öffnungsbewegung A-B unter Vermeidung einer die übliche Offenzeit bedingende Verzögerung unverzüglich wieder in die Schließbewegung B-C übergeführt werden, so daß also im Endeffekt die Gesamtoffenzeit des Verschlusses, wie aus dem Schaubild der Fig. 8 ersichtlich, sich ausschließlich aus der öffnungszeit a und der Schließzeit y zusammensetzt.
  • Will man nun mit dem Objektivverschluß Belichtungszeiten von längerer Dauer erzielen, so ist hierzu zunächst der Belichtungszeiteinsteller 22 auf die erwünschte Belichtungszeit einzustellen, wozu dieser in bezug auf die in den Fig. 1 bis 3 veranschaulichte, Einstellage eine Drehung im Uhrzeigersinn um die Objektivachse erfahren muß. Hierdurch gelangt sowohl der Stift 20 b des Abweisers 20 als auch der Gelenkzapfen 25 a des Stellhebels 25 in einen Bereich der Steuerkanten 22 a und 22 b des Belichtungszeiteinstellers 22, der sowohl dem Abweiser als auch dem übertragungsteil 24 ein Zurückweichen in radialer Richtung nach außen ermöglicht. Dies wiederum bedeutet, daß sowohl der Abweisstift 20 als auch der Anschlag 24 c des übertragungsteils 24 außerhalb der Bewegungsbahn der mit diesen Organen in der vorbeschriebenen Weise zusammenwirkenden beweglichen Teile 16 und 24 des Objektivverschlusses zu liegen kommen, wie dies in den Fig. 4 und 5 dargestellt ist.
  • Wird nun in einer solchen Einstellage des Belichtungszeiteinstellers 22 der Verschlußantriebsteil 8 durch Betätigen des Auslösehebels 13 zum Ablauf freigegeben, so führt die Treibklinke 16 die übliche Antriebsbewegung aus, wobei ihr Kupplungsmaul 16a in jeder Bewegungsphase, d. h. sowohl bei der hin- als auch bei der hergehenden Drehbewegung des Betätigungsorgans5 am Stift5b im Eingriff bleibt. Dabei ergibt sich ein öffnungsflächen-Zeitdiagramm, wie es in Fig. 6 durch die Buchstaben A, B,D,E umrissen ist, wobei die durch die Buchstaben B und D begrenzte absolute Offenzeit jeweils von der Beeinflussung des Verschlußantriebsteils8 durch das in den Verschluß eingebaute, jedoch nicht näher dargestellte Hemmwerk bestimmt wird. Die Gesamtoffenzeit wird bei einer derartigen Einstellung des Objektivverschlusses der Darstellung gemäß Fig. 7 zufolge aus der öffnungszeit a', der Offenzeit ß und der Schließzeit -y' gebildet. Bemerkenswert ist dabei noch, daß der Verschlußantriebsteil 8 in diesem Falle, wie aus Fig. 4 ersichtlich, eine volle Drehung ausführt, da sich der Anschlaglappen 24c des Übertragungsteils 24 außerhalb der Bewegungsbahn des NEtnehmers Se befindet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Photographischer Objektivverschluß mit hin- und herschwingenden Verschlußblättern, deren Betätigungsorgan mit dem Verschlußantriebsteil mittels einer Treibklinke verbunden ist, wobei die Treibklinke in ihrem Bewegungsablauf durch einen mittels des Belichtungszeiteinstellers wahlweise in ihre Bewegungsbahn schaltbaren Hebel beeinflußbar, das freie Ende der Treibklinke radial abgeschrägt und ferner an dem schaltbaren Hebel ein im Bewegungsbereich des abgeschrägten Teils der Treibklinke befindlicher Abweisstift angeordnet ist, derart, daß die Treibklinke in der Endphase der öffnungsbewegung auf den Stift aufläuft und durch Ab- lenkung mit dem Betätigungsorgan der Verschlußblätter außer Eingriff kommt, dadurch gekennzeichnet, daß dem Betätigungsorgan (5) ein mit dem Verschlußantriebsteil (8) in Treibverbindung bringbarer übertragungsteil(24) zugeordnet ist, welcher bei in Wirkstellung befindlichem Abweiser(20) in Abhängigkeit von der Einstellage des Belichtungszeiteinstellers (22) eine solche Lage einnimmt, daß der Verschlußantriebsteil im Verlaufe seiner Ablaufbewegung, und zwar nach Erreichen der maximalen öff- nungsweite der Verschlußblätter(6), auf den übertragungsteil einwirkend das Betätigungsorgan in die Ausgangslage zurückschlägt.
  2. 2. Photographischer Objektivverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der übertragungsteil(24) als Hebel ausgebildet und am freien Ende eines in seiner Einstellage durch den Behchtungszeiteinsteller(22) beeinflußbaren Stellhebels (25) gelenkig angeordnet ist und daß das freie Ende des übertragungsteils einerseits mit dem Verschlußantriebsteil (8), andererseits mit dem Betätigungsorgan (5) zusammenarbeitet. 3. Photographischer Objektivverschluß nach Ansprach 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellhebel (25) mit der Steuerkurve (22a) des Belichtungszeiteinstellers (22) in kraftschlüssiger Verbindung steht. 4. Photographischer Objektivverschluß nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der übertragungshebel (24) einen Anschlaglappen (24 c) aufweist, der in Abhängigkeit von der Bewegung des Stellhebels (25) wahlweise in die Bewegungsbahn eines am Verschlußantriebsteil (8) befindlichen Mitnehmers (80 hinein-oder aus dieser herausbewegbar ist. 5. Photographischer Objektivverschluß nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem Betätigungsorgan (5) der Verschlußblätter (6) ein als Reffektor dienender, bei Erreichen der größten Ausschwingweite der Verschlußblätter wirksam werdender ortsfester Anschlag (28) zugeordnet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 950 105.
DEG33647A 1961-11-22 1961-11-22 Photographischer Objektivverschluss mit hin- und herschwingenden Verschlussblaettern Pending DE1160295B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG33647A DE1160295B (de) 1961-11-22 1961-11-22 Photographischer Objektivverschluss mit hin- und herschwingenden Verschlussblaettern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG33647A DE1160295B (de) 1961-11-22 1961-11-22 Photographischer Objektivverschluss mit hin- und herschwingenden Verschlussblaettern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1160295B true DE1160295B (de) 1963-12-27

Family

ID=7124745

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG33647A Pending DE1160295B (de) 1961-11-22 1961-11-22 Photographischer Objektivverschluss mit hin- und herschwingenden Verschlussblaettern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1160295B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE950105C (de) * 1953-03-19 1956-10-04 Gauthier Gmbh A Photographischer Objektivverschluss mit hin- und herschwingenden Sektoren

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE950105C (de) * 1953-03-19 1956-10-04 Gauthier Gmbh A Photographischer Objektivverschluss mit hin- und herschwingenden Sektoren

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2553501B2 (de) Filmtransport- und VerschluBspanneinrichtung für photographische Kamera
DE1160295B (de) Photographischer Objektivverschluss mit hin- und herschwingenden Verschlussblaettern
AT231269B (de) Photographischer Objektivverschluß mit hin- und herschwingenden Verschlußblättern
DE362422C (de) Photographischer Lamellenverschluss
DE894196C (de) Photographische Kamera mit Schieberschlitzverschluss und Federwerkantrieb
DE963922C (de) Filmschalt- und Sperreinrichtung an photographischen Apparaten
AT203363B (de) Photographischer Objektivverschluß
AT223025B (de) Photographischer Objektivverschluß
AT228051B (de) Photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung
AT237436B (de) Selbstspannverschluß
DE1153239B (de) Photographischer Objektivverschluss mit Treibklinkenantrieb
AT215288B (de) Räderhemmwerk für photographische Zentralverschlüsse
AT228628B (de) Vorlaufwerk für photographische Zentralverschlüsse
AT252027B (de) Photographischer Verschluß mit Durchschwingsektoren, insbesondere Selbstspannverschluß
AT218860B (de) Photographischer Verschluß
AT224436B (de) Kamera mit einer selbsttätigen, abschaltbaren Belichtungsregelvorrichtung
DE2362501C3 (de) Photographischer Selbstspannverschluß
AT204388B (de) Objektivverschluß mit hin- und herschwingenden Lamellen
AT233373B (de) Zentralverschluß für photographische Kameras
DE1214532B (de) Photographischer Verschluss mit einem Hauptantriebsglied, welches wahlweise durch eine mittels eines Hauptspanngliedes spannbare Hauptfeder oder durch diese und eine Zusatzfeder antreibbar ist
DE1168245B (de) Photographischer Objektivverschluss mit Vorlaufwerk
DE1182056B (de) Photographischer Objektivverschluss, insbesondere fuer einaeugige Spiegelreflexkameras, mit zwei drehbaren, dem Antrieb sowie der Lagerung der Verschlussblaetter dienenden Ringen
DE1101951B (de) Photographischer Objektivverschluss
DE1840276U (de) Vorrichtung zur ausloeseverzoegerung fuer selbstaufnahmen an fotografischen zentralverschluessen.
DE1130691B (de) Photographischer Objektivverschluss