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Photographischer Objektivverschluß Die Erfindung bezieht sich auf
einen photographischen Objektivverschluß mit Verschlußblättern und in geschlossenem
Zustand des Verschlusses in Schließstellung befindlichen Blendenlamellen, welche
mittels eines Stellringes bewegbar sind und welche vor dem Öffnen der Verschlußblätter
auf einen vorgewählten Blendenwert geöffnet und nach erfolgtem Belichtungsablauf
wieder geschlossen werden.
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Bei einem an sich bekannten Verschluß dieser Art geschieht die Blendenbetätigung
und -steuerung in der Weise, daß ein Blendenbetätigungsring mit einer Antriebsfeder
verbunden ist, welche die Blende in Offen-Stellung zu führen sucht. Diese Feder
wird in Abhängigkeit von der Betätigung des Verschluß- bzw. Kameraauslösers freigegeben,
wonach sich der Blendenbetätigungsring bis zum Auftreffen auf einen verstellbaren,
gegenüber einer Blendenskala einstellbaren Anschlag im Öffnungssinn bewegt. Andererseits
wird das Schließen der Blende nach erfolgter Aufnahme in Abhängigkeit vom Loslassen
des Verschlußauslösers dadurch bewirkt, daß eine den Verschluß- bzw. Kameraauslöser
in Ruhestellung führende Feder die Antriebsfeder des Blendenbetätigungsrings überwindet
und diesen in Schließstellung führt. Die Rückführfeder für den Auslöser muß auf
Grund vorbeschriebener Wirkungsweise verhältnismäßig stark sein. Da diese Feder
beim Auslösen des Verschlusses überwunden werden muß, besitzt ein Verschluß der
beschriebenen Art eine --harte« Auslösung, was leicht zu einem Verwackeln der Aufnahme
führt. Ein weiterer Nachteil des bekannten Verschlusses besteht darin, daß bereits
in Abhängigkeit vom Loslassen des Verschlußauslösers die Schließbewegung der Blende
erfolgt. Damit ist bei einem solchen Verschluß die Durchführung von Vorlaufwerkaufnahmen,
bei denen der Auslöser unmittelbar nach dem Auslösen des Vorlaufwerks, also vor
dem Öffnen des Verschlusses, wieder losgelassen wird, überhaupt nicht durchführbar.
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Zur Vermeidung der diesem Verschluß anhaftenden Mängel ist es bereits
bekannt, die Blendenlamellen in an sich bekannter Weise an zwei gleichachsig zur
Verschlußachse gelagerte, um diese und gegeneinander drehbaren Ringen anzuordnen.
Zur Vorwahl des gewünschten Blendenwertes ist der erste Ring durch einen von Hand
betätigbaren Einsteller verstellbar, wobei der zweite Ring über eine ihm mit dem
ersten Ring verbindende Mitnahmevorrichtung eine Drehung im gleichen Sinn und um
den gleichen Betrag wie der erste Ring ausführt. Weiterhin ist eine vor dem Auslösen
des Verschlusses spannbare und in Abhängigkeit von der Betätigung des Verschlußauslösers
auslösbare Antriebsvorrichtung angeordnet, mittels weleher der zweite Ring zum Zweck
des Öffnens der Blende auf den vorgewählten Wert relativ zum ersten Ring bewegbar
ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen V erschluß der eingangs
bezeichneten Art, bei welchem die Blendenlamellen mittels eines einzigen Stellrings
bewegbar sind, so auszubilden, daß unter Gewährleistung eines unverwickelten Aufbaus
sowie einer sicheren Arbeitsweise der Einrichtung zum Betätigen des Verschlußauslösers
kein größerer Kraftaufwand erforderlich ist als bei an sich bekannten üblichen Verschlüssen
und daß das Schließen der Blende erst erfolgt, wenn der Belichtungsablauf des Verschlusses
beendet ist.
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Eine Lösung dieser Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch erzielt,
daß zum Einstellen der Blende und zum Auslösen des Verschlusses eine Einstell- und
Betätigungsbrücke angeordnet ist, die einenends am Blendenstellring und anderenends
an einem den Spann-und Antriebsteil des Verschlusses in gespannter Stellung festhaltenden
Sperrteil angreift, und daß der Einstell- und Betätigungsbrücke ein Antriebsteil
zugeordnet ist, welcher in Abhängigkeit vom Betätigen des Verschlußauslösers zum
Ablauf freigegeben wird und unter dessen Wirkung die Einstell- und Betätigungsbrücke
eine Schwenkbewegung um ihren Angriffspunkt am Sperrteil als Achse ausführt, bei
welcher der Blendenstellring mitgenommen wird, bis ein seine Öffnungsbewegung begrenzender,
verstellbarer Anschlag einer Blendenvorwahleinrichtung zur Wirkung kommt, und daß
nach erfolgter Anlage des Blendenstellrings die Einstell- und Betätigungsbrücke
unter dem Einftuß des Antriebsteils eine Schwenkbewegung um ihren dem Blendenstellring
zugeordneten Angriffspunkt als Achse ausführt, bei welcher der
Sperrteil
außer Eingriff mit dem Spann- und Antriebsteil des Verschlusses gebracht wird und
letzteren zum Ablauf freigibt, und daß der Spann- und Antriebsteil am Ende seines
Ablaufs, nach erfolgtem Wiederschließen der Verschlußblätter, die Einstell- und
Betätigungsbrücke in eine Lage bewegt, in welcher sie dem Blendenstellring die Rückkehr
in seine der Geschlossenstellung der Blende entsprechende Ausgangslage gestattet.
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Bei einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Einrichtung dient der
Verschlußauslöser somit nicht nur zur Betätigung der Blende selbst, sondern lediglich
zur Auslösung eines die Einstellung der Blende und sodann die Auslösung des Verschlusses
bewirkenden Antriebsteils. Hierdurch ist erreicht, daß zur Betätigung des Verschlußauslösers
nur eine verhältnismäßig geringe Kraft erforderlich ist, was sich auf eine ruhige
Kamerahaltung während des Belichtungsablaufs günstig auswirkt. Darüber hinaus besitzt
der erfindungsgemäße Verschluß den Vorteil, daß die Rückkehr der Blende in ihre
Geschlossenstellung unabhängig vom Loslassen des Auslösers erst dann erfolgen kann,
wenn der Belichtungsablauf beendet ist. Dies ist insbesondere von Bedeutung bei
Aufnahmen mit Vorlaufwerk, bei denen der Verschlußauslöser bereits vor Beginn der
Belichtung wieder losgelassen wird.
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Zur Erzielung eines freizügigen Aufbaus des Verschlusses kann ein
schwenkbarer Übertragungsteil angeordnet sein, an dem die Einstell- und Betätigungsbrücke
angreift und der mit dem Blendenstellring in Antriebsverbindung steht.
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Weiterhin läßt sich eine leichte Anpaßbarkeit der Einrichtung an den
jeweiligen Verschlußaufbau dadurch erreichen, daß der Übertragungsteil aus zwei
parallelen, an einer gemeinsamen Achse mit Abstand voneinander drehfest angeordneten
Hebeln besteht, von denen der eine mit der Einstell- und Betätigungsbrücke und der
andere mit dem Blendenstellring zusammenarbeitet.
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Ein großer Bewegungsweg der Blendenvorwahleinrichtung und damit eine
weitgedehnte, eine übersichtliche Einstellung gewährleistende Anordnung der Einstellskala
für die Blende ist dadurch erreichbar, daß als verstellbarer Anschlag für den Blendenstellring
eine Steuerkurve dient, an welche der eine der beiden Hebel, beispielsweise der
dem Blendenstellring zugeordnete Hebel, zur Anlage kommt.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung läßt sich eine Rückführung der
Blende in ihre Geschlossenstellung nach erfolgtem Belichtungsablauf in unver- ;
wickelter und sicherer Weise dadurch erzielen, daß die Einstell- und Betätigungsbrücke
an dem einen Hebel des Übertragungsteils sowie am Sperrteil dreh-und längsverschiebbar
gelagert ist und eine mit dem Antriebsteil zusammenarbeitende Angriffskante aufweist,
der sich eine Aussparung anschließt, in welche der Antriebsteil nach erfolgter,
durch den Spann- und Antriebsteil am Ende seines Ablaufs herbeigeführter Längsverschiebung
der Einstell- und Betätigungsbrücke einfällt und welche der Brücke eine zum Schließen
der Blende führende Bewegung gestattet.
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Eine in wirkungsmäßiger sowie räumlicher Hinsicht günstige Ausgestaltung
sowie eine hohe Bedienungseinfachheit und -sicherheit läßt sich dadurch erreichen,
daß der Antriebsteil als zweiarmiger Hebel ausgebildet ist, welcher gleichzeitig
mit dem Spannen des Verschlusses in Spannstellung führbar ist und dessen einer Arm
mit dem Spann- und Antriebsteil des Verschlusses zusammenarbeitet, während sein
anderer Arm auf die Einstell- und Betätigungsbrücke einwirkt: Die Erfindung ist
an Hand der nachstehenden Beschreibung und Zeichnung erläutert, die ein Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Objektivverschlusses in verschiedenen Stellungen veranschaulicht,
wobei alle für die Erfindung unwesentlichen Bauteile des Verschlusses der besseren
Übersichtlichkeit wegen fortgelassen sind. Es zeigt Fig. 1 eine teilweise Draufsicht
des in Spannstellung befindlichen Objektivverschlusses bei abgenommener Deckplatte
und in Schließstellung befindlichen Blendenlamellen und Verschlußblättern, Fig.
2 denselben Objektivverschluß in einer Stellung, in der die Blendenlamellen auf
den vorgewählten Wert geöffnet, die Verschlußblätter dagegen noch geschlossen sind,
Fig. 3 den Objektivverschluß in einer Stellung bei geöffneter Blende und gerade
freigegebenem Verschlußantrieb, Fig. 4 den Verschluß nach erfolgtem Belichtungsablauf,
wobei sich sowohl die Verschlußblätter als auch die Blendenlamellen wieder in Schließstellung
befinden.
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In der Zeichnung ist mit 1 das Gehäuse eines photographischen Objektivverschlusses
bezeichnet, das zur Lagerung der Einzelteile des Verschlusses mit einer Grundplatte
2 versehen ist. An letzterer ist um eine Achse 3 eine Spann- und Antriebsscheibe
4 gelagert, mit deren Hilfe in Verbindung mit einer in der Zeichnung nicht dargestellten
Spannvorrichtung die Verschlußantriebsfeder 5 unter Spannung gesetzt werden kann.
Zweckmäßig ist hierbei die Verschlußantriebsfeder 5 als Windungsfeder ausgebildet
und einenends an der Innenwand des Gehäuses 1, anderenends an einem Stift 4 a der
Spann- und Antriebsscheibe 4 abgestützt. An letzterer ist ferner um einen Zapfen
4 b drehbar eine Klinke 6 angelenkt, die mit ihrem Maul 7 einen Stift 9 umgreift,
der an einem an der Rückseite der Grundplatte 2 drehbar angeordneten Verschlußblätterring
10 befestigt ist. Dieser in an sich bekannter Weise zum Betätigen der Verschlußblätter
10 a dienende Ring 10 ist aus Gründen der Übersichtlichkeit in der Zeichnung lediglich
angedeutet.
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Um die Spann- und Antriebsscheibe 4 in der Spannstellung gemäß Fig.
1 und 2 zu halten, ist an der Verschlußgrundplatte 2 um eine Achse 11 ein unter
Wirkung einer Windungsfeder 12 stehender zweiarmiger Sperrteil 13 gelagert, dessen
einer Arm 13 a mit einer Nase 4 c der Spann- und Antriebsscheibe 4 zusammenarbeitet,
während sein zweiter Arm 13 b über eine nachstehend noch näher erläuterte Einrichtung
mit dem Auslösehebe114 des Verschlusses zusammenwirkt.
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Wie aus der Zeichnung weiter ersichtlich, sind beim Ausführungsbeispiel
die Blendenlamellen 15, von denen aus Gründen der Übersichtlichkeit nur eine dargestellt
ist, an Zapfen 16 eines ortsfesten Ringes 17 schwenkbar gelagert. Das überstehende
Ende 15 a der Blendenlamellen 15 weist einen Schlitz 15 b auf, in
den ein Zapfen 18 eines relativ zum Ring 17 drehbaren Blendenstellrings 19 eingreift.
Der Ring 17 ist hierbei koaxial zum Blendenstellring 19 angeordnet. Sobald letzterer
eine Drehung im Uhrzeigerdrehsinn erfährt, schwenken die Blendenlamellen 15 in radialer
Richtung aus, d. h., die Blende öffnet sich.
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Zur Vorwahl der Blende auf einen gewünschten Wert dient gemäß der
Erfindung eine koaxial zur Verschlußachse
angeordnete verstellbare
Steuerscheibe 20, die an ihrer Außenkante einen kurvenartigen Anschlag 20 a aufweist.
Hierbei kann die Anordnung so getroffen sein, daß der Anschlag 20 a bei Drehung
der Steuerscheibe 20 im Uhrzeigerdrehsinn über einen gewissen Winkelbereich von
einem Maximalwert stetig abfällt. Außerdem kann der Anschlag 20 a zur Erzielung
der gewünschten Blendenwerte entweder mit einer Stufung versehen oder aber als stufenlos
verlaufende Kante ausgebildet sein.
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Mit dem Anschlag 20 a der Steuerscheibe 20 arbeitet ein dem Antrieb
des Blendenstellrings 19 dienender Übertragungsteil zusammen. Dieser kann aus zwei
parallelen, mit Abstand nebeneinanderliegenden Hebeln 21 und 22 gebildet sein, die
beide drehfest auf einer gemeinsamen an der Grundplatte 2 des Verschlußgehäuses
drehbar gelagerten Achse 23 sitzen. Der eine Hebel 21 des Übertragungsteils 21,
22 ist beim Ausführungsbeispiel zweckmäßig als dreieckförmige Platte ausgebildet
und hat mit dem Blendenstellring 19 eine Stift-Schhtz-Verbindung 20b, 21a. Außerdem
trägt der Hebe121 an seinem weiteren, noch freien Ende einen Stift 21 b, der gleichachsig
zum Stift 22 a des anderen, in Blickrichtung vorliegenden Hebels 22 des Übertragungsteils
21, 22 liegt, was jedoch nicht Voraussetzung für die Funktion des übertragungsteils
ist. Der Übertragungsteil 21, 22 steht indessen unter der Wirkung einer Windungsfeder
24, die ihn stets im Uhrzeigerdrehsinn zu drehen sucht. Während der Stift 21 b am
Hebel 21 der Abstützung des Übertragungsteils 21, 22 auf dem Anschlag 20 a der Steuerscheibe
20 dient, greift der Stift 22 a des Hebels 22 in den Führungsschlitz 25 einer zum
Einstellen der Blende und zum Auslösen des Verschlusses vorgesehenen Brücke 26 ein,
die den Übertragungsteil 21, 22 mit dem Arm 13 b des Sperrteils 13 wirkungsmäßig
in Verbindung bringt. Zu diesem Zweck besitzt die Einstell- und Betätigungsbrücke
26 an ihrem dem Sperrteil 13 zugekehrten Ende einen Stift 26a, der in einen Schlitz
13 c des einen Arms 13 b des Sperrteils 13 eingreift. Um die Einstell- und Betätigungsbrücke
26 in der in Fig. 1 bis 3 gezeigten Endlage zu halten, ist eine Zugfeder 27 angeordnet.
Diese kann einenends am Arm 13 b des Sperrteils 13, anderenends am Stift 26a der
Einstell- und Betätigungsbrücke angreifen.
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Mit dem unter Wirkung einer Feder 14 a stehenden Auslösehebel14 des
Verschlusses arbeitet ein Arretierhebel 30 zusammen. Derselbe ist auf einer ortsfesten
Achse 31 der Grundplatte 2 drehbar gelagert und als Winkelhebel ausgebildet. Einer
seiner beiden ; Arme 30 a und 30 b, und zwar der Arm 30 a, stützt sich unter dem
Einfluß einer Windungsfeder 32, welche ihn entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn zu verdrehen
sucht, auf den Arm 14 b des Auslösehebels 14 ab, dessen äußeres Ende zu diesem Zweck
abgebogen ist. Der andere, etwa rechtwinklig zu dem Arm 30 a verlaufende Arm 30b
des Arretierhebels ist radial gerichtet und weist an seinem äußeren Ende eine Stützkante
30 c auf.
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Zum Antrieb der vorbeschriebenen Einrichtung ist auf der Grundplatte
2 ferner um eine Achse 34 ein zweiarmiger Hebel 35 drehbar angeordnet; dessen
einer Arm, wie in Fig. 1 bis 3 gezeigt, in der Spannstellung sich mit einem seitlich
abgebogenen Lappen auf die Stützkante 30 c des Arretierhebels 30 auflegt. Damit
soll erreicht werden, daß der unter dem Einfluß einer Windungsfeder 36 stehende
Antriebsteil 35 erst nach Freigabe durch Betätigen des Auslösehebels 14 auf die
Einstell- und Betätigungsbrücke 26 einwirken kann. Ebenso wie der Arretierhebe130
hat auch die Einstell- und Betätigungsbrücke 26 in ihrem Mittelteil einen in der
Bewegungsbahn des Antriebsteils 35 liegende Angriffskante 26 c, die, wie aus der
Zeichnung ersichtlich, in eine Aussparung 26d übergeht.
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Um gleichzeitig mit dem Spannvorgang des Verschlusses auch den Antriebsteil
35 unter Spannung zu setzen, ist an diesem ein Arm 35 a ausgebildet, der
mit einem seitlich an der Spann- und Antriebsscheibe 4 des Verschlusses angeordneten
Stift 37 zusammenwirkt. Dieser Stift weist stirnseitig eine schräge Auflauffläche
37a auf, die den beim Verschlußablauf in seiner Bewegungsbahn liegenden Arm 35 a
seitlich abweist, beim Spannvorgang dagegen mitnimmt. Hierzu ist der Arm
35 a des Antriebsteils 35 quer zu seiner Bewegungsebene federnd nachgiebig,
durch seine Formgebung überdies jedoch so ausgebildet, daß er das Drehmoment, das
beim Spannvorgang der Spann-und Antriebsscheibe 4 in der Feder 36 des Antriebsteils
35 gespeichert wird, aufzunehmen vermag.
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Die Wirkungsweise des vorbeschriebenen Verschlusses ist folgendermaßen:
a) Einstellen der Blende Zur Vorwahl eines bestimmten Blendenwertes wird ein in
der Zeichnung nicht weiter dargestelltes, mit der Steuerscheibe 20 mittel- oder
unmittelbar in drehfester Verbindung stehendes Organ so verstellt, bis der in üblicher
Weise mit der Blendenskala des Verschlusses zusammenarbeitende -Zeiger mit dem gewünschten
Blendenwert in Übereinstimmung gebracht ist. In Abhängigkeit von dieser Einstellbewegung
wird der Anschlag 20 a der Steuerscheibe 20 in eine bestimmte Relativlage zu dem
Stift 21 b des übertragungsteils 21, 22 gebracht und damit dessen Schwenkbereich
fixiert. Je weiter die Steuerscheibe 20, beispielsweise von der in Fig. 1 gezeigten
Stellung, im Uhrzeigersinn verstellt wird, um so weiter kann der Übertragungsteil
ausschwingen, bis er am Anschlag 20a zur Anlage kommt. Abhängig davon ist analog
die Öffnung der Blende, deren Lamellen 15 durch den mit dem Übertragungsteil 21,
22 in Stift-Schlitz-Verbindung 20 b, 21 a stehenden Blendenstellring 19 in Bewegung
versetzt werden. b) Spannen des Verschlusses Dieser Vorgang geschieht in an sich
bekannter Weise durch Betätigen der in der Zeichnung nicht dargestellten Spannvorrichtung.
Hierbei wird die Spann-und Antriebsscheibe 4 entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn verdreht
und deren Feder sowie diejenige des Antriebsteils 35 unter Spannung gesetzt, wobei
die einzelnen Bauteile des Verschlusses die in Fig. 1 veranschaulichte Stellung
einnehmen.
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c) Auslösen des Verschlusses Eingeleitet wird der Auslösevorgang in
üblicher Weise durch Betätigen des Verschlußauslösehebels 1.4, der im Ausführungsbeispiel
zu diesem Zweck entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn verschwenkt wird. Diese Bewegung
des Auslösehebels 14 vermittelt dem Arretierhebe130 eine entgegengesetzt gerichtete
Drehbewegung um seine Achse 31. Noch stützt sich der unter Federspannung stehende
Antriebsteil 35 hierbei in der ersten Bewegungsphase des Arretierhebels 30
auf dessen Stützkante 30 c ab. Sobald der Arm 30 b des
Arretierhebels
30 aber aus dem Wirkungsbereich des Antriebsteils 35 herausbewegt ist, legt sich
letzterer auf die Angriffskante 26c der Einstell- und Betätigungsbrücke 26 auf und
drückt diese um ihre Achse 26 a am Sperrteil 13 entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn weg.
Durch die Stift-Schlitz-Verbindung zwischen der Einstell- und Betätigungsbrücke
26 und dem übertragungsteil21, 22 muß auch letzterer an dieser Bewegung zwangläufig
teilnehmen und verdreht hierbei den Blendenstellring 19 im Uhrzeigerdrehsinn. Diese
Drehbewegung des Blendenstellrings 19 hat ein Ausschwingen der am ortsfesten Ring
17 gelagerten Blendenlamellen 15 zur Folge. Dabei ist die Amplitude der Blendenlamellen
15 jeweils abhängig von dem Weg, den der llbertragungsteil 21, 22 bis zur Anlage
seines Stiftes 21 b am Anschlag 20 a der Steuerscheibe 20 zurücklegt.
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Nachdem die Einstell- und Betätigungsbrücke 26 durch Anlage des übertragungsteils
21, 22 am Anschlag 20 a der Steuerscheibe 20 eine feste Abstützung erhalten hat,
wirkt sich der anhaltende Druck des Antriebsteils 35 dahingehend aus, daß die Einstell-
und Betätigungsbrücke 26 im folgenden um den Stift 22 a des übertragungsteils 21,
22 im Uhrzeigerdrehsinn bewegt wird. An dieser Bewegung muß auf Grund der Stift-Schlitz-Verbindung
zwischen der Einstell- und Betätigungsbrücke 26 und dem Sperrteil 13 letzterer teilnehmen,
der dabei eine Drehung um seine Achse 11 im Uhrzeigerdrehsinn erfährt und, wie aus
Fig. 3 ersichtlich, den Belichtungsablauf freigibt.
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Unter gleichzeitigem Öffnen und Schließen der Verschlußblätter 10a
läuft nun die Spann- und Antriebsscheibe 4 unter der Wirkung ihrer Feder 5 im Uhrzeigerdrehsinn
ab und hakt in der Endphase ihrer Drehbewegung mit ihrer Nase 4 c am Stift 26 a
der Einstell- und Betätigungsbrücke 26 ein. Im weiteren Verlauf der Drehbewegung
der Spann- und Antriebsscheibe 4 wird die in den Schlitzen 25 und 13 c geführte
Brücke 26 sodann, in ihrer Längsrichtung sieh bewegend, mitgenommen, und zwar so
weit, bis der , Antriebsteil 35 über die Angriffskante 26 c der Brücke 26 hinaus
in den Bereich ihrer nebenliegenden Aussparung 26 d gelangt. In dieser Lage der
Einstell- und Betätigungsbrücke 26 ist der Übertragungsteil 21, 22 wieder frei und
kann unter dem Einfiuß der auf ihn einwirkenden Feder 24 im Uhrzeigerdrehsinn zurückschwingen.
Dadurch wiederum wird auch der Blendenstellring 19 in die Ausgangslage bzw. die
Blendenlamellen 15 selbsttätig wieder in die Schließstellung zurückgeführt--(Fig.-4).
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Beim nachfolgenden Spannen des Verschlusses legt sich der Stift 37
der Spann- und Antriebsscheibe 4 von oben auf den Arm 35a des Antriebsteils
35 auf und nimmt diesen im Uhrzeigerdrehsinn verschwenkend mit. Sobald dann der
Antriebsteil 35 über die Angriffskante 26c der Einstell- und Betätigungsbrücke
26 sowie die Stützkante 30 c des Arretierhebels 30 hinaus angehoben ist, können
die Brücke 26 und der Arretierhebel 30 unter dem Einfluß ihrer Federn 27 bzw. 32
in die Ausgangsstellung zurückkehren, wobei sich der Antriebsteil 35 erneut auf
die Stützkante 30 c des Arretierhebels 30 auflegt, während dessen Arm 30a am Auslösehebel
14 wieder zur Anlage kommt.