DE1160282B - Verfahren zur Verbesserung der Haltbarkeit verpackten, pasteurisierten Sauerkrauts in kleinen Einheiten - Google Patents
Verfahren zur Verbesserung der Haltbarkeit verpackten, pasteurisierten Sauerkrauts in kleinen EinheitenInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
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Description
Die heutige Entwicklung der Lebensmittelverteilungstechnik verlangt in zunehmendem Maße Portionspackungen.
Auch Sauerkraut wird ständig mehr in Haushalteinheiten vertrieben.
Es ist notwendig, das Sauerkraut zuerst zu pasteurisieren, hernach kann Aufteilung in Portionen und
Verpackung stattfinden.
Ein großer Nachteil ist bisher die beschränkte Haltbarkeit.
Falls Sauerkraut pasteurisiert und verpackt werden soll., verlangt diese Behandlung eine solche Ausstattung,
daß nur größere Betriebe für diese Bearbeitung in Frage kommen können. Anschließend folgt dann
Vertrieb über größere Entfernungen, wobei das verpackte Sauerkraut einige Wochen unterwegs sein
kann. Bei den bisher ausgeübten Verfahren stößt man auf die Schwierigkeit, daß im allgemeinen die Haltbarkeit
verpackten Sauerkrauts 7 bis 10 Tage kaum überschreitet.
Die Portionierung des zu verpackenden Sauerkrauts erfolgt meistens in ausgepreßtem Zustand. Vor
dem Verschluß der Verpackung kann wieder Lake zugesetzt werden. Nach der französischen Patentschrift
1 037 965 kann man die Haltbarkeit erhöhen, indem man zu Beginn der Gärung dem Kraut 3 bis
4% Zucker zusetzt nebst milchsäurebildenden Mikroorganismen; dem ausgepreßten Sauerkraut kann man
außerdem noch eine konzentrierte Lake zusetzen. Weiter wird in der deutschen Patentschrift 698 540
ein Verfahren beschrieben, wonach dem ausgepreßten Sauerkraut eine konzentrierte Lösung von Kochsalz
und Milchsäure, gegebenenfalls mit Askorbinsäure in solchen Mengen zugesetzt wird, daß alle mit der Lake
ausgepreßte Milchsäure wieder ersetzt worden ist.
Die Haltbarkeit verpackten Sauerkrauts ist nämlich in erster Linie abhängig vom pH des Produkts
und vom Gehalt reduzierender Zucker. Wenn das pn einen Wert unter 3,5 erreicht und der Glukosegehalt
auf weniger als 4 g/l gelangt ist, kann eine für die Praxis annehmbare Haltbarkeit erwartet werden.
Obwohl diese genannten Maßnahmen an sich wirksam sind, haben sie öfters keine günstige Wirkung
auf den Geschmack des Sauerkrauts, vielfach stößt auch die Verwendung des Chemikalienzusatzes
auf Widerstand oder widerspricht gesetzlichen Vorschriften.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Verfahren ergibt sich aus der Tatsache, daß an der Sauerkrautgärung
eine Anzahl verschiedener Bakteriengattungen teil hat. Neben homofermentativen treten ebenfalls
heterofermentative Milchsäurebakterien auf, die nicht nur für die Bildung von Milchsäure, sondern auch
Verfahren zur Verbesserung der Haltbarkeit verpackten, pasteurisierten Sauerkrauts
in kleinen Einheiten
Anmelder:
Metaal van Breugel-Serco N. V.,
Utrecht (Niederlande)
Utrecht (Niederlande)
Vertreter: Dipl.-Ing. R. Amthor, Patentanwalt,
Frankfurt/M., Eysseneckstr. 36
Frankfurt/M., Eysseneckstr. 36
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 6. Juli 1960 (Nr. 253 469)
Niederlande vom 6. Juli 1960 (Nr. 253 469)
Otto John Wouters, Bussum (Niederlande),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
von Essigsäure und gasförmigen Abbauprodukten verantwortlich sind. Die Gasbildung ist aber eine unerwünschte
Komplikation bei der Verpackung.
Ferner treten in einem größeren Sauerkrautbehälter örtlich erhebliche Unterschiede in den Konzentrationen
der Säure, der Glukose und des Kochsalzes auf. Es ist nun gefunden worden, daß man den sich
hieraus ergebenden Nachteilen für die Haltbarkeit und den Geschmack wirksam entgegentreten kann;
die Erfindung ist demgemäß dadurch gekennzeichnet, daß man der ausgepreßten Sauerkrautmasse eine
Lake zusetzt, die eine unabhängige eigene Gärung durchlaufen hat. Zu dem Zweck kann man einen
Kohlextrakt mit einem Zusatz von höchstens 5%, vorzugsweise von etwa 1% Glukose, mit einem
homofermentativen, thermophilen Milchsäurebakterium, beispielsweise Lactobacillus delbrückii oder
lactobacillus bulgaricus vergären. Nach einer anderen Ausführung wird die von dem Sauerkraut abgeschiedene
Lake, gegebenenfalls nach Zusatz von etwa 1 % Glukose, einer Gärung mit einem thermophilen
homofermentativen Milchsäurebildner, z. B. L. delbrückii oder L. bulgaricus, unterworfen.
Nach Pasteurisation, gegebenenfalls von einer Filtration gefolgt, bekommt man eine klare und sehr
schmackhafte Lake mit einem pH von 3,2 bis 3,0 und
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einem sehr niedrigen Glukosegehalt, die, in passender
Menge dem Sauerkraut zugesetzt, eine Haltbarkeit von 4 bis 6 Wochen ermöglicht.
Ausführungsbeispiel 1
In einem Behälter, dear z. B. mittels einer Doppelwand erwärmt werden kann, stellt man eine Abkochung
von 100 kg Kraut in 10001 Wasser her. Man fügt 20 kg Kochsalz und 10 kg Glukose zu und impft
die auf 45° C abgekühlte Masse mit einer Reinkultur von Lactobacillus delbrückii. Falls nach 24 Stunden
der Säuregrad nicht mehr zunimmt, pasteurisiert man die Flüssigkeit, filtriert, wenn notwendig, und setzt
sie dem zu verpackenden Sauerkraut als Lake zu, z. B. in einer Menge von 100 g Lake je 300 g ausgepreßtem
Sauerkraut.
Ausführungsbeispiel 2
In ein thermostatisch regelbares Gefäß pumpt man 10001 Lake aus einem oder mehreren Sauerkrautbehaltern.
Je nach dem Zuckergehalt der Flüssigkeit setzt man bis zu 1% Glukose zu, berechnet auf das
Gewicht der Flüssigkeit und erhitzt auf etwa 850C.
Nachdem die Flüssigkeit bis auf 43° C heruntergekühlt ist, impft man mit einer Reinkultur von Lactobacillus
bulgaricus. Falls nach etwa 24 Stunden der Säuregrad nicht mehr zugenommen hat, setzt man
die pasteurisierte und wenn nötig filtrierte Flüssigkeit als Lake dem zu verpackenden Sauerkraut zu.
Claims (2)
1. Verfahren zur Verbesserung der Haltbarkeit und des Geschmacks von in kleinen Einheiten
verpacktem, pasteurisiertem Sauerkraut unter Zusatz einer milchsauren Lake zu dem abgepreßten
Sauerkraut, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstellung dieser Lake durch gesonderte Vergärung
eines Krautextraktes oder abgepreßter Sauerkrautlake mit Reinkulturen von homofermentativen,
thermophilen Milchsäurebakterien erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergärung der zu verwendenden
Lake unter Einsatz von maximal 5°/o und vorzugsweise von etwa 1 % vergärbaren
Zuckers erfolgt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 527 868, 698 540.
Deutsche Patentschriften Nr. 527 868, 698 540.
© 309 770/121 12.63
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL1160282X | 1960-07-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1160282B true DE1160282B (de) | 1963-12-27 |
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ID=19870627
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN18691A Pending DE1160282B (de) | 1960-07-06 | 1960-07-27 | Verfahren zur Verbesserung der Haltbarkeit verpackten, pasteurisierten Sauerkrauts in kleinen Einheiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1160282B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0484991A3 (en) * | 1990-09-13 | 1992-05-27 | Johma Nederland B.V. | Method for preserving foodstuffs and foodstuffs obtained using this method |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE527868C (de) * | 1928-12-22 | 1931-06-22 | C H Boehringer Sohn A G | Verfahren zur Herstellung von Sauergemuese-Konserven |
| DE698540C (de) * | 1939-03-05 | 1940-11-12 | Boehringer Sohn Ingelheim | Verfahren zur Herstellung von Sauerkrautkonserven |
-
1960
- 1960-07-27 DE DEN18691A patent/DE1160282B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE527868C (de) * | 1928-12-22 | 1931-06-22 | C H Boehringer Sohn A G | Verfahren zur Herstellung von Sauergemuese-Konserven |
| DE698540C (de) * | 1939-03-05 | 1940-11-12 | Boehringer Sohn Ingelheim | Verfahren zur Herstellung von Sauerkrautkonserven |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0484991A3 (en) * | 1990-09-13 | 1992-05-27 | Johma Nederland B.V. | Method for preserving foodstuffs and foodstuffs obtained using this method |
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