[go: up one dir, main page]

DE1160282B - Verfahren zur Verbesserung der Haltbarkeit verpackten, pasteurisierten Sauerkrauts in kleinen Einheiten - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Haltbarkeit verpackten, pasteurisierten Sauerkrauts in kleinen Einheiten

Info

Publication number
DE1160282B
DE1160282B DEN18691A DEN0018691A DE1160282B DE 1160282 B DE1160282 B DE 1160282B DE N18691 A DEN18691 A DE N18691A DE N0018691 A DEN0018691 A DE N0018691A DE 1160282 B DE1160282 B DE 1160282B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sauerkraut
brine
shelf life
packaged
pasteurized
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN18691A
Other languages
English (en)
Inventor
Otto John Wouters
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Metaal Van Breugel Serco N V
Original Assignee
Metaal Van Breugel Serco N V
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Metaal Van Breugel Serco N V filed Critical Metaal Van Breugel Serco N V
Publication of DE1160282B publication Critical patent/DE1160282B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B7/00Preservation of fruit or vegetables; Chemical ripening of fruit or vegetables
    • A23B7/10Preserving with acids; Acid fermentation
    • A23B7/105Leaf vegetables, e.g. sauerkraut

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Seasonings (AREA)

Description

Die heutige Entwicklung der Lebensmittelverteilungstechnik verlangt in zunehmendem Maße Portionspackungen. Auch Sauerkraut wird ständig mehr in Haushalteinheiten vertrieben.
Es ist notwendig, das Sauerkraut zuerst zu pasteurisieren, hernach kann Aufteilung in Portionen und Verpackung stattfinden.
Ein großer Nachteil ist bisher die beschränkte Haltbarkeit.
Falls Sauerkraut pasteurisiert und verpackt werden soll., verlangt diese Behandlung eine solche Ausstattung, daß nur größere Betriebe für diese Bearbeitung in Frage kommen können. Anschließend folgt dann Vertrieb über größere Entfernungen, wobei das verpackte Sauerkraut einige Wochen unterwegs sein kann. Bei den bisher ausgeübten Verfahren stößt man auf die Schwierigkeit, daß im allgemeinen die Haltbarkeit verpackten Sauerkrauts 7 bis 10 Tage kaum überschreitet.
Die Portionierung des zu verpackenden Sauerkrauts erfolgt meistens in ausgepreßtem Zustand. Vor dem Verschluß der Verpackung kann wieder Lake zugesetzt werden. Nach der französischen Patentschrift 1 037 965 kann man die Haltbarkeit erhöhen, indem man zu Beginn der Gärung dem Kraut 3 bis 4% Zucker zusetzt nebst milchsäurebildenden Mikroorganismen; dem ausgepreßten Sauerkraut kann man außerdem noch eine konzentrierte Lake zusetzen. Weiter wird in der deutschen Patentschrift 698 540 ein Verfahren beschrieben, wonach dem ausgepreßten Sauerkraut eine konzentrierte Lösung von Kochsalz und Milchsäure, gegebenenfalls mit Askorbinsäure in solchen Mengen zugesetzt wird, daß alle mit der Lake ausgepreßte Milchsäure wieder ersetzt worden ist.
Die Haltbarkeit verpackten Sauerkrauts ist nämlich in erster Linie abhängig vom pH des Produkts und vom Gehalt reduzierender Zucker. Wenn das pn einen Wert unter 3,5 erreicht und der Glukosegehalt auf weniger als 4 g/l gelangt ist, kann eine für die Praxis annehmbare Haltbarkeit erwartet werden.
Obwohl diese genannten Maßnahmen an sich wirksam sind, haben sie öfters keine günstige Wirkung auf den Geschmack des Sauerkrauts, vielfach stößt auch die Verwendung des Chemikalienzusatzes auf Widerstand oder widerspricht gesetzlichen Vorschriften.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Verfahren ergibt sich aus der Tatsache, daß an der Sauerkrautgärung eine Anzahl verschiedener Bakteriengattungen teil hat. Neben homofermentativen treten ebenfalls heterofermentative Milchsäurebakterien auf, die nicht nur für die Bildung von Milchsäure, sondern auch
Verfahren zur Verbesserung der Haltbarkeit verpackten, pasteurisierten Sauerkrauts
in kleinen Einheiten
Anmelder:
Metaal van Breugel-Serco N. V.,
Utrecht (Niederlande)
Vertreter: Dipl.-Ing. R. Amthor, Patentanwalt,
Frankfurt/M., Eysseneckstr. 36
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 6. Juli 1960 (Nr. 253 469)
Otto John Wouters, Bussum (Niederlande),
ist als Erfinder genannt worden
von Essigsäure und gasförmigen Abbauprodukten verantwortlich sind. Die Gasbildung ist aber eine unerwünschte Komplikation bei der Verpackung.
Ferner treten in einem größeren Sauerkrautbehälter örtlich erhebliche Unterschiede in den Konzentrationen der Säure, der Glukose und des Kochsalzes auf. Es ist nun gefunden worden, daß man den sich hieraus ergebenden Nachteilen für die Haltbarkeit und den Geschmack wirksam entgegentreten kann; die Erfindung ist demgemäß dadurch gekennzeichnet, daß man der ausgepreßten Sauerkrautmasse eine Lake zusetzt, die eine unabhängige eigene Gärung durchlaufen hat. Zu dem Zweck kann man einen Kohlextrakt mit einem Zusatz von höchstens 5%, vorzugsweise von etwa 1% Glukose, mit einem homofermentativen, thermophilen Milchsäurebakterium, beispielsweise Lactobacillus delbrückii oder lactobacillus bulgaricus vergären. Nach einer anderen Ausführung wird die von dem Sauerkraut abgeschiedene Lake, gegebenenfalls nach Zusatz von etwa 1 % Glukose, einer Gärung mit einem thermophilen homofermentativen Milchsäurebildner, z. B. L. delbrückii oder L. bulgaricus, unterworfen.
Nach Pasteurisation, gegebenenfalls von einer Filtration gefolgt, bekommt man eine klare und sehr schmackhafte Lake mit einem pH von 3,2 bis 3,0 und
309 770/121
einem sehr niedrigen Glukosegehalt, die, in passender Menge dem Sauerkraut zugesetzt, eine Haltbarkeit von 4 bis 6 Wochen ermöglicht.
Ausführungsbeispiel 1
In einem Behälter, dear z. B. mittels einer Doppelwand erwärmt werden kann, stellt man eine Abkochung von 100 kg Kraut in 10001 Wasser her. Man fügt 20 kg Kochsalz und 10 kg Glukose zu und impft die auf 45° C abgekühlte Masse mit einer Reinkultur von Lactobacillus delbrückii. Falls nach 24 Stunden der Säuregrad nicht mehr zunimmt, pasteurisiert man die Flüssigkeit, filtriert, wenn notwendig, und setzt sie dem zu verpackenden Sauerkraut als Lake zu, z. B. in einer Menge von 100 g Lake je 300 g ausgepreßtem Sauerkraut.
Ausführungsbeispiel 2
In ein thermostatisch regelbares Gefäß pumpt man 10001 Lake aus einem oder mehreren Sauerkrautbehaltern. Je nach dem Zuckergehalt der Flüssigkeit setzt man bis zu 1% Glukose zu, berechnet auf das Gewicht der Flüssigkeit und erhitzt auf etwa 850C. Nachdem die Flüssigkeit bis auf 43° C heruntergekühlt ist, impft man mit einer Reinkultur von Lactobacillus bulgaricus. Falls nach etwa 24 Stunden der Säuregrad nicht mehr zugenommen hat, setzt man die pasteurisierte und wenn nötig filtrierte Flüssigkeit als Lake dem zu verpackenden Sauerkraut zu.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Verbesserung der Haltbarkeit und des Geschmacks von in kleinen Einheiten verpacktem, pasteurisiertem Sauerkraut unter Zusatz einer milchsauren Lake zu dem abgepreßten Sauerkraut, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstellung dieser Lake durch gesonderte Vergärung eines Krautextraktes oder abgepreßter Sauerkrautlake mit Reinkulturen von homofermentativen, thermophilen Milchsäurebakterien erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergärung der zu verwendenden Lake unter Einsatz von maximal 5°/o und vorzugsweise von etwa 1 % vergärbaren Zuckers erfolgt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 527 868, 698 540.
© 309 770/121 12.63
DEN18691A 1960-07-06 1960-07-27 Verfahren zur Verbesserung der Haltbarkeit verpackten, pasteurisierten Sauerkrauts in kleinen Einheiten Pending DE1160282B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL1160282X 1960-07-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1160282B true DE1160282B (de) 1963-12-27

Family

ID=19870627

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEN18691A Pending DE1160282B (de) 1960-07-06 1960-07-27 Verfahren zur Verbesserung der Haltbarkeit verpackten, pasteurisierten Sauerkrauts in kleinen Einheiten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1160282B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0484991A3 (en) * 1990-09-13 1992-05-27 Johma Nederland B.V. Method for preserving foodstuffs and foodstuffs obtained using this method

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE527868C (de) * 1928-12-22 1931-06-22 C H Boehringer Sohn A G Verfahren zur Herstellung von Sauergemuese-Konserven
DE698540C (de) * 1939-03-05 1940-11-12 Boehringer Sohn Ingelheim Verfahren zur Herstellung von Sauerkrautkonserven

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE527868C (de) * 1928-12-22 1931-06-22 C H Boehringer Sohn A G Verfahren zur Herstellung von Sauergemuese-Konserven
DE698540C (de) * 1939-03-05 1940-11-12 Boehringer Sohn Ingelheim Verfahren zur Herstellung von Sauerkrautkonserven

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0484991A3 (en) * 1990-09-13 1992-05-27 Johma Nederland B.V. Method for preserving foodstuffs and foodstuffs obtained using this method

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69621121T2 (de) Yoghurt
DE2412915C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Steril- Joghurt
DE3734025C3 (de) Verfahren zur Entkeimung von flüssiger Volleimasse
DE2952059C2 (de)
DE1226745B (de) Konservierungs- und Desinfektionsmittel
DE2001874A1 (de) Milchsaeurehaltige Gemuese- oder Fruchtsaefte
DE467710C (de) Verfahren zur Herstellung einer aromatischen Yoghurtdickmilch
DE1160282B (de) Verfahren zur Verbesserung der Haltbarkeit verpackten, pasteurisierten Sauerkrauts in kleinen Einheiten
EP4250953A1 (de) Verfahren zur sterilisierung und konservierung von getränken
DE3008681C2 (de)
EP0220548A2 (de) Verfahren zum Aufbereiten von Lebensmitteln und Präparat zum Schützen von zur Lebensmittelaufbereitung dienenden Mikroorganismen
CH498587A (de) Verfahren zur Verbesserung der organoleptischen Beständigkeit von Nahrungsmitteln
DE1517080C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Sauerkraut
DE534663C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuhmilch mit weitgehend abgebautem Kasein fuer therapeutische Zwecke
DE961856C (de) Verfahren zur Herstellung von haltbaren Sauermilchgetraenken
DE855934C (de) Verfahren zum Leichtsalzen von Heringen
AT160654B (de) Verfahren zum Frischhalten von Milch und andern Molkereierzeugnissen.
DE571937C (de) Verfahren zur Verhuetung und Beseitigung oeliger oder talgiger Geschmacksveraenderungen der Milch, Milchprodukte und Milchkonserven
DE535808C (de) Verfahren zur Herstellung von esterreichen, leicht resorbierbaren, diaetetischen fluessigen Nahrungs- und Futtermitteln
DE613322C (de) Verfahren zur Verbesserung des Aromas von Margarine
DE3326347C2 (de) Verfahren zum Herstellen von Trinkmolke
DE698540C (de) Verfahren zur Herstellung von Sauerkrautkonserven
DE1492715A1 (de) Verfahren zur Erhoehung der Haltbarkeit von kaltkonservierten bzw. halbkonservierten,proteinreichen Lebensmitteln
DE661676C (de) Verfahren zur Haltbarmachung von Schmelzkaese
AT134111B (de) Verfahren zum Haltbarmachen von Fruchtmaischen oder Obstsäften ohne Erhitzen.