DE1159991B - Schmierpolster fuer Achslager, insbesondere von Schienenfahrzeugen - Google Patents
Schmierpolster fuer Achslager, insbesondere von SchienenfahrzeugenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
JÜLk
Die Erfindung betrifft ein Schmierpolster für Achslager, insbesondere von Schienenfahrzeugen, das aus
einer schlauchförmigen äußeren Hülle aus saugfähigem Gewebe und aus einem ebenfalls schlauchförmigen,
elastisch federnden inneren Tragkörper besteht und im zusammengedrückten Zustand in der
Längsrichtung unter den Achsschenkel in das Achslagergehäuse einschiebbar ist und auf dessen Boden
aufliegt.
Bei einer bekannten Achslagerschmiereinrichtung für Schienenfahrzeuge ist eine flächenhaft ausgebildete
saugfähige Gewebelage auf einer mit Durchtrittslöchern
für Saugfädenbündel versehenen ölbeständigen Kunstgummiplatte angeordnet. Diese wird von
quer zum Achsschenkel an einem metallischen Rahmen oder an einem metallischen Gestell gespannten
Schlauchfedern getragen und mit der die Schmierilüssigkeit
aufnehmenden Gewebelage gegen die Achsschenkelunterseite angedrückt, wobei der Rahmen
in feste Führungen des Achslagergehäuses einschiebbar bzw. das in der Längsrichtung biegsame
metallische Gestell unter den Achsschenkel auf den Boden des Achslagergehäuses lose aufschiebbar ist.
Der metallische Rahmen bzw. das metallische Gestell machen diese Schmiereinrichtung verhältnismäßig
teuer und sind in der Wirkungsweise insofern unvorteilhaft, als die Spannfedern die Schmiergewebelage
nicht mit ihrer gesamten Oberfläche, sondern nur mit dem mittleren Zonenstreifen der Oberfläche und nicht
an allen Stellen der wirksamen Oberfläche gleich- 3«
mäßig fest gegen den Achsschenkel andrücken. Außerdem bedarf es eines nicht unerheblichen Kraftaufwandes,
die Schmiereinrichtung unter Dehnung der querliegenden Spannfedern von einer hochgelegenen
Zugangsöffnung des Achslagergehäuses unter den Achsschenkel einzuschieben. Das Einsetzen der
Schmiereinrichtung in das Achslagergehäuse und das Wiederherausziehen aus dem Achslagergehäuse kann
daher nicht so rasch und bequem erfolgen, wie es für den Eisenbahnbetrieb erwünscht ist.
Bekannt ist ferner eine Achslagerschmiereinrichtung für Schienenfahrzeuge mit zwei parallel zueinander
und parallel zur Längsmittellinie des Achsschenkels liegenden schlauchförmigen Schmierpolstern,
die je aus einer schlauchförmigen Gewebelage gebildet und auf einer gemeinsamen metallischen
Tragplatte angeordnet sind. Durch an der Tragplatte angreifende Schlauchfedern, die an ösenförmigen
Haltegliedern an den Innenwandungen des Achslagergehäuses aufgehängt sind, werden die Gewebeschläuche
im zusammengedrückten Zustand gegen die Achsschenkelunterseite angepreßt. Bei dieser
Schmierpolster für Achslager,
insbesondere von Schienenfahrzeugen
insbesondere von Schienenfahrzeugen
Anmelder:
Etablissement Rugero Company,
Vaduz (Liechtenstein)
Vaduz (Liechtenstein)
Vertreter: Dipl.-Ing. K. Meyer, Patentanwalt,
Hannover, Bahnhofstr. 2
Hannover, Bahnhofstr. 2
Ernst Henniges, Hannover-Waldheim,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Achslagerschmiereinrichtung ist es nicht möglich, sie von der Zugangsöffnung des Achslagergehäuses her
unter den Achsschenkel einzuschieben bzw. sie durch die Zugangsöffnung aus dem Achslagergehäuse wieder
herauszuziehen. Für das Auswechseln des Schmierpolsters muß das Achslagergehäuse vom
Achsschenkel abgehoben werden, was nur in einer Reparaturwerkstatt durchgeführt werden kann und
mit erheblichem Zeitaufwand verbunden ist.
Zum Stande der Technik gehört ferner eine Achslagerschmiereinrichtung,
bei der zwischen zwei muldenförmig gebogenen steifen Platten Lagen aus saugfähigem
Material angeordnet sind. Die flächenhaft ausgebildeten, mit ihren nach unten umgebogenen
Randkantenabschnitten in den Ölsumpf hinabreichenden saugfähigen Lagen sind an einem Stahlblechstreifen
befestigt und werden durch Kegelfedern gegen den Achsschenkel elastisch angedrückt. Die mit
Löchern für den Öldurchtritt versehenen steifen Platten müssen aus einzelnen Plattenteilen zusammengesetzt
werden, weil sie sonst ein Biegen in der Längsrichtung beim Einschieben der Schmiereinrichtung
unter den Achsschenkel nicht zulassen würden. Diese bekannte Achslagerschmiereinrichtung erfüllt hinsichtlich
der Einfachheit der konstruktiven Ausbildung und der Möglichkeit eines raschen, bequemen
Einschiebens unter den Achsschenkel sowie des Wiederherausziehens aus dem Achslagergehäuse
ebenfalls nicht die zu stellenden Anforderungen.
Einfacher in der Ausführung und in der Handhabung sind in sich federnde rahmenlose Schmierpolster,
die in verschiedenen Ausführungen bekannt sind, beispielsweise in der Form eines Hohlzylinders,
der aus mehreren Lagen eines durch besondere Be-
309 770/82
handlung verdichteten und verfilzten Gewebes aus Baumwollfäden hergestellt ist. Ein solches Schmierpolster
hat zwar eine gewisse Steifigkeit, aber nur eine geringe Elastizität, die nicht ausreicht, das Schmierpolster
mit einem breiten Streifen der es eng umschließenden
Gewebehülle mit allen Flächenabschnitten, die mit dem Achsschenkel Berührung haben, gleichmäßig
fest und mit ständig gleichbleibendem, auch bei Dauerbeanspruchung nicht nachlassendem An-
körper durch Zusammenrollen und Zusammenschließen der Randkanten einer bei flächenhaft ausgebildeten
Schmierpolstern bekannten Tragunterlage gebildet wird, die in bekannter Weise mit einer Vielzahl
von Öldurchtrittslöchern versehen ist und aus einer Platte mit federnd biegsamem, nicht saugfähigem,
ölbeständigem Werkstoff besteht und an der Innenfläche auf der ganzen Länge durch mehrere
Schlauchfederringe oder durch eine wendeiförmige
hülle mit dochtartigen Kernfäden und mit um diese herumgesponnenen Fäden aus einem Material von
großer Bauschelastizität hergestellt ist.
Bei einem in der angegebenen Weise ohne metallischen Rahmen bzw. Traggestell und ohne frei
liegenden Andrückfedern ausgeführten Schmierpolster verleiht der innere hohle Tragkörper, der vorteilhaft
aus einer zusammengerollten Werkstoffplatte
preßdruck gegen die Unterseite des Achsschenkels io Schlauchfeder versteift ist und die in bekannter Weise
anzudrücken. als Florschlingengewebe ausgeführte äußere Gewebe-
Die gleichen Mängel in der Wirkungsweise infolge unzureichender Federungseigenschaft sind bei einem
bekannten Schmierpolster vorhanden, bei dem eine Filzplatte in Rollenform zusammengenäht und mit
einer Innenversteifung dadurch versehen ist, daß entweder über die Nähstelle vorstehende Kantenabschnitte
der Filzplatte in das Innere des schlauchförmigen Schmierpolsters hineinreichen oder im Inneren
des schlauchförmigen Schmierpolsters ein U-förmig 20 aus Kunstgummi bestehen kann, in Verbindung mit
gebogener Filzstreifen bzw. ein besonderer Einlege- den Schlauchfederringen bzw. Schlauchfederwindunschlauch
aus Filz angebracht ist. Wenn die Filz- bzw. gen dem Schmierpolster die Eigenschaft der ungehin-Gewebefasern
dieser schlauchförmigen Schmierkissen derten elastischen Verformbarkeit nach allen Seiten
bei deren Einschieben unter den Achsschenkel bis hin, wie sie für den leichten Ein- und Ausbau des
zum Zustande der Dauerverformung gedehnt werden, 25 Polsters und für das gleichmäßige Anschmiegen des
was bei dem notwendigen starken Zusammendrücken nach oben gekehrten Flächenabschnittes des Polsters
und dem gleichzeitigen Biegen des schlauchförmigen gegen den Achsschenkel notwendig ist. Gleichwohl
Schmierpolsters in der Längsrichtung kaum zu ver- erhält das Schmierpolster durch den inneren Tragmeiden
ist, dann geht die ursprünglich vorhandene körper in der Längsrichtung die für das Hindurchgeringe
Federungseigenschaft des schlauchförmigen 30 schieben durch die engste Stelle des Achslagerge-
Schmierpolsters, durch welche dieses mit seiner nach oben gekehrten Oberfläche an allen Stellen gleichmäßig
fest gegen die Achsschenkelunterseite angedrückt werden soll, ganz oder jedenfalls zum größten
Teil verloren.
Die Schwierigkeit der Ausbildung und Anwendung von schlauchförmigen Schmierpolstern besteht darin,
daß das Schmierpolster einerseits zwar weich-elastisch sein, aber trotzdem eine gewisse Biegesteifigkeit auf-
häuses erforderliche Biegesteifigkeit. Die Anwendbarkeit des Schmierpolsters ist nicht davon abhängig,
daß es den Abmessungen des Achslagergehäuses genau angepaßt ist.
Das Gewebe der Polsterhülle ist in bekannter Weise aus verhältnismäßig dicken Kettfäden bekannter
Ausführung hergestellt, bei denen der dochtartig wirkende Kernfaden eine vorzügliche Saugfähigkeit
und der weniger gut saugfähige Umspinnungsfaden
weisen muß, damit es von der hochgelegenen Zu- 40 die für die Stand- und Verschleißfestigkeit des Gegangsöffnung
des Achslagergehäuses her am Achs- webes notwendige Sprödigkeit und Bauschelastizität
schenkelbund vorbei auf den Boden des Achslagergehäuses unter den Achsschenkel eingeschoben wer
den kann, während andererseits die elastische Ver-
auf, so daß der gegen die Achsschenkelunterseite anliegende Flächenabschnitt der Gewebehülle ständig
gut mit Schmieröl durchtränkt ist und demzufolge
aufweist. Die den inneren Tragkörper umgebende Gewebehülle saugt ohne Saugfädenbündel, deren
Wirkungsweise bei Frostwetter beeinträchtigt werden formbarkeit sich auch im Dauerbetrieb nicht verän- 45 kann, durch die Löcher der Werkstoffplatte hindurch
dem darf und eine sichere Gewähr dafür bieten muß, die im Kissenhohlraum befindliche Schmierflüssigkeit
daß das Schmierpolster in der Einbaustellung sich
wieder aufrichtet und sich an allen Stellen gleichmäßig
fest von unten her gegen den Achsschenkel anschmiegt. Hinzu kommt die sehr wesentliche weitere 50 dem Achsschenkel bei der Umlaufbewegung immer Forderung, daß das Schmierpolstermaterial eine dau- Schmierflüssigkeit in ausreichender Menge zugeernd einwandfreie Saugfähigkeit haben muß und in führt wird. Damit die Ölförderung durch die Kettder Heranführung des Schmieröles an den Achs- fäden bzw. deren Kernfäden an keiner Stelle Unterschenkel weder durch Verschmutzung oder Verwässe- brachen wird, sieht die Erfindung vor, die die rung des Öles noch durch Hitze-oder chemische Ein- 55 plüschartige Gewebelage zu einer schlauchförmigen Wirkungen eine Störung eintreten darf. Hülle vereinigende Längsnaht längs der oberen bzw.
wieder aufrichtet und sich an allen Stellen gleichmäßig
fest von unten her gegen den Achsschenkel anschmiegt. Hinzu kommt die sehr wesentliche weitere 50 dem Achsschenkel bei der Umlaufbewegung immer Forderung, daß das Schmierpolstermaterial eine dau- Schmierflüssigkeit in ausreichender Menge zugeernd einwandfreie Saugfähigkeit haben muß und in führt wird. Damit die Ölförderung durch die Kettder Heranführung des Schmieröles an den Achs- fäden bzw. deren Kernfäden an keiner Stelle Unterschenkel weder durch Verschmutzung oder Verwässe- brachen wird, sieht die Erfindung vor, die die rung des Öles noch durch Hitze-oder chemische Ein- 55 plüschartige Gewebelage zu einer schlauchförmigen Wirkungen eine Störung eintreten darf. Hülle vereinigende Längsnaht längs der oberen bzw.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den der unteren Scheitellinie des im Querschnitt runden
dargelegten Mängeln und Nachteilen der bisher be- Schmierpolsters anzubringen.
kannten Ausführungsformen von schlauchförmigen Die Schmierung kann nach einem weiteren Vor-
Schmierpolstern abzuhelfen und ein serienmäßig ein- 60 schlag der Erfindung noch dadurch verbessert
fach herstellbares, preiswertes Schmierpolster zu werden, daß in der Gewebelage aus den Kettfäden
schaffen, welches hinsichtlich der elastischen Ver- Florschlingen in solcher Anordnung gebildet werden,
formbarkeit, hinsichtlich des ständig gleichmäßigen daß bei der schlauchförmigen Gewebehülle nur
festen Andrückens gegen den Achsschenkel, hinsieht- deren oberer und unterer Flächenabschnitt Noppen
lieh der Schmierwirkung und hinsichtlich der Dauer- 65 aufweist. Die seitlichen Flächenabschnitte sind abhaftigkeit
allen Anforderungen des Eisenbahnbetrie- sichtlich ohne Noppen belassen, weil diese hier die
bes entspricht. Diese Aufgabe wird nach der Erfin- Aufwärtsförderung des Öles durch die Kettfäden bedung
dadurch gelöst, daß der hohlzylindrische Trag- einträchtigen würden.
Vorteilhaft wird der eine Noppen-Flächenabschnitt der Gewebehülle bei der fabrikmäßigen Herstellung
des Schmierpolsters durch eine an den Rändern der Gewebelage aufgenähte, abreißbare Schutzfolie abgedeckt.
Die Schutzfolie dient dazu, den einen der beiden Noppen-Flächenabschnitte des Schmierpolsters,
der beim Einschieben des Polsters in das Achslagergehäuse gegen den Gehäuseboden zur Anlage
kommt, gegen Verschleiß zu sichern, damit nach Abnutzung des anfänglich nach oben gekehrten
Noppen-Flächenabschnittes der Gewebehülle das Schmierpolster aus dem Achslagergehäuse herausgezogen
und nach Abreißen der Schutzfolie in einer um 180° um die geometrische Längsmittelachse des inneren
Tragkörpers gedrehten Lage mit dem noch nicht abgenutzten Noppen-Flächenabschnitt gegen die
Achsschenkelunterseite anliegend in das Achslagergehäuse wieder eingeschoben werden kann. Auf diese
Weise wird die Lebensdauer des Schmierpolsters auf das Doppelte verlängert und somit die Wirtschaftlichkeit
des billig herstellbaren Schmierpolsters noch erhöht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das Schmierpolster an den beiden Enden durch auf die
Gewebekanten und die Randkanten der inneren Werkstoffplatte aufgenähte Böden abgeschlossen und
durch die Böden zu einem Hohlkörper von elliptischer Querschnittsform zusammengehalten. Zweckmäßigerweise
kann dabei der Boden an dem in der Einschieberichtung des Polsters hinten liegenden Ende
aus ölaufsaugendem und öldurchlässigem, aber wasserabweisendem Filterstoff gefertigt und der
Stoffboden am anderen Kissenende innenseitig mit einer öl- und wasserundurchlässigen Folienlage bedeckt
werden, die mit dem Stoffboden an der Gewebekante der äußeren Gewebehülle und an der Randkante
der inneren Werkstoffplatte angenäht wird. Mit einer solchen Anordnung und Ausbildung der Böden
des Polsters wird erreicht, daß in das Innere des Schmierpolsters stets nur gefiltertes, nicht durch
Wasser verdünntes Schmieröl hineingelangt und nur einwandfreies Öl an die Lauffläche gefördert wird,
während andererseits Schmierölverluste durch Überschwappen in die dem Achslagerraum benachbarte
Staubring-Taschenkammer durch den mit der flüssigkeitsundurchlässigen Folienlage bedeckten Stoffboden
weitgehend vermieden werden.
Die Schlauchfedern bzw. die Schlauchfederringe werden an der Innenfläche der zusammengerollten
Werkstoffplatte vorteilhaft durch längslaufende Gewebestreifen festgelegt, die durch Flachkopfniete mit
zwei ineinandergreifenden, unlösbar vereinigten Hälften an der Werkstoffplatte befestigt werden.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß an einer oder an zwei Stellen des Polsters, beispielsweise
an dem in der Einschieberichtung des Polsters hintenliegenden Abschlußboden in mittlerer
Höhe desselben durch Anbringen von Ösen Durchtrittslöcher geschaffen sind, durch welche die Schmierflüssigkeit
aus dem Inneren des Schmierpolsters abfließen kann, mit welcher das Polster vor Ingebrauchnahme
durchtränkt werden muß.
In den Zeichnungen ist das erfindungsgemäße Schmierpolster an einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Es zeigt
Fig. 1 die schaubildliche Ansicht des Schmierpolsters, am oberen Abschnitt der Gewebehülle teilweise
aufgebrochen, ohne den hinteren Abschlußboden, welcher dem Polster eine flachelliptische
Querschnittsform gemäß Fig. 3 gibt,
Fig. 2 einen vertikalen Längsschnitt nach der Linie H-II der Fig. 4,
Fig. 3 die Stirnansicht des Schmierpolsters in Richtung auf den in der Einschieberichtung des Polsters
hintenliegenden, teilweise weggebrochenen Stoffboden,
Fig. 4 einen vertikalen Querschnitt nach der Linie
ίο IV-IV der Fig. 2,
Fig. 5 in größerem Maßstabe einen Teilabschnitt des Polsters in Seitenansicht,
Fig. 6 einen vertikalen Querschnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 5 und
Fig. 7 die Innenansicht eines mittleren Teilabschnittes des Polsters.
Für die Herstellung des Schmierpolsters wird eine Gewebelage 1 verwendet, bei der ein aus Fäden geringerer
Stärke in Kette und Schuß gefertigtes Grundgewebe im Mittelteil bis auf die beiden Gewebekanten
1„ und lb mit besonders kräftigen Kettfäden
2, 3 durchsetzt ist. Jeder Kettfaden besteht aus einem sehr saugfähigen, dochtartig wirkenden Kernfaden
2 aus Baumwolle, der mit Wollfäden 3 umspönnen ist. Beim Weben der Gewebelage 1 werden
aus den Kettfaden 2, 3 in solcher Anordnung Florschlingen 4 gebildet, daß die zu einer geschlossenen
Hülle zusammengerollte Gewebelage 1 an zwei einander gegenüberliegenden Flächenabschnitten A1 und
A2 Noppen aufweist.
An den ungenoppten beiden Flächenabschnitten sind im dargestellten Ausführungsbeispiel aus jedem
zweiten Kettfaden Schlingen 4 gebildet, wodurch auf jedem dieser beiden seitlichen Flächenabschnitte
zwei Schlingenreihen B1 und B2 entstehen. Vor Einschießen
des Schußfadens wird in jede dieser Schlingenreihen B1 bzw. B2 ein elastisch biegsamer
Röhrenkörper 18, z. B. eine Schlauchfeder, eingelegt, so daß nach Fertigstellung der Gewebelage 1 in
diese vier biegsame Röhrenkörper 18 fest eingewebt sind. Die Längsnähte 5, mit welchen die Querkanten der
Gewebelage 1 zusammengenäht sind, verlaufen mitten durch den einen in Fig. 1 bis 3 nach unten gekehrten
Noppen-Flächenabschnitt A2 der Gewebehülle 1, 2, 3.
Bei dem fertigen Schmierpolster verlaufen die Schlingenreihen B1 und B2 mit den eingewebten
Röhrenkörpern 18 parallel zur Längsmittelachse des Polsters und liegen in gleichmäßigen Abständen beiderseits
der horizontalen Symmetrieebene des PoI-sters. Die von den Florschlingen 4 der Schlingenreihe
B1 bzw. B2 umgebenen und festgehaltenen Röhrenkörper
18 bilden Kanäle zum Einstecken von Stangen 19. Die außerhalb der Röhrenkörper 18 liegenden
hinteren Enden der z. B. aus federndem Stahldraht gefertigten Stangen 19 sind im ersten Abschnitt
19 a zunächst ein Stück nach unten und dann im frei
liegenden Abschnitt 19,, wieder nach oben abgebogen
und können an mittlerer Stelle des Abschnittes 19& eine Windung 19C erhalten. Die Enden der Stangenabschnitte
19& werden unter Biegespannung der frei liegenden Stangenabschnitte 19a, 196 und gegebenenfalls
19,. hinter einer nach unten vorstehenden Querrippe an der Decke des Achslagergehäuses festgelegt,
wie es zur Sicherung von mit federnden Traggestellen ausgeführten Achslagerschmiereinrichtungen
gegen radiales und axiales Verschieben auf dem Boden des Achslagergehäuses an sich bekannt
ist.
An Stelle von zwei Röhrenkörpern 18 an jeder Seit© des Schmierpolsters kann an jeder Polsterseite
auch nur eine einzelne Einsteckröhre vorgesehen werden, wobei die Röhrenkörper 18 auf beiden
Seiten in diesem Falle genau in der horizontalen Symmetrieebene des Schmierpolsters anzubringen
sind. Die Anordnung von zwei Röhrenkörpern 18 an den beiden Außenflächen des Schmierpolsters ist insofern
günstig, als vier elastisch biegsame Röhrenkörper 18, die statt aus Schlauchfedern beispielsweise
auch aus elastisch biegsamem Kunststoff hergestellt werden können, dem fertigen Schmierpolster eine
noch größere Biegesteifigkeit geben als nur zwei biegsame Röhrenkörper 18.
Für ein müheloses Einführen der Stangen 19 in die Röhrenkörper 18 nach dem Einschieben des
Schmierpolsters unter den Achsschenkel sind in die Einstecköffnung der Schlauchfedern bzw. der
elastisch biegsamen Kunststoffröhren schwach konische Buchsen 20 eingepreßt. Nach außen umgebörtelte
Randkantenabschnitte 2O0 der Buchsen 20 legen sich gegen die benachbarte erste Florschlinge 4
an und verhindern zuverlässig ein Verschieben der Röhrenkörper 18 in den Schlingenreihen B1 bzw. B2,
wenn die Stangen 19 beim Einschieben in die Röhrenkörper dadurch an den Kanalwandungen
Widerstand finden, daß sie in einer schräg zu den Einsteckkanälen gehaltenen Lage in die Kanäle
hineingeführt werden.
In die Gewebehülle 1, 2, 3 ist eine zu einer Röhre zusammengerollte Platte 6 aus federnd biegsamem,
ölbeständigem, nicht saugfähigem Werkstoff, wie z. B. Kunstgummi, eingeschoben. Die im ausgebreiteten
Zustand eine rechteckige Form aufweisende Werkstoffplatte 6 ist so bemessen, daß sie im zusammengerollten
Zustand mit einander überlappenden Längsrändern 6a und 6b gerade in die Gewebehülle
1, 2, 3 hineinpaßt und die Außenmantelfläche dieser Rolle gegen die Innenfläche der Gewebehülle 1,
2, 3 eng anliegt. Die überstehenden Gewebekanten I0
und I6 der Gewebelage 1 der Gewebehülle sind über
die Ränder der Rolle hinweg in das Rolleninnere hinein umgefaltet (Fig. 2). Die Werkstoffplatte 6 ist
mit einer Vielzahl von kreisrunden Durchtrittslöchern 21 versehen.
An der Innenmantelfläche der Rone sind in regelmäßiger
Teilung mehrere, beispielsweise fünf in sich ringförmig geschlossene Schlauchfedern 7 angebracht.
Jede Schlauchfeder 7, deren Windungen lückenlos gegeneinanderliegen, ist dadurch zu einem Federring
zusammengeschlossen, daß das eine Federende 70 leicht konisch verjüngt ausgeführt und in das andere
Federende 76 hineingesteckt ist und dann die Windungen beider Federenden durch Gegeneinanderverdrehen
zusammengeschraubt sind.
Zur Festlegung der Schlauchfederringe 7 an der Innenmantelfiäche der Werkstoffplattenrolle 6 dienen
mehrere in regelmäßiger Teilung von beispielsweise 90° angeordnete längslaufende, doppelt gelegte Gewebestreif
en 8, die beiderseits jeder Schlauchfeder 7 durch Nähte 9 zusammengenäht sind. Die Gewebestreifen
8 sind mittels zweiteiliger flachköpfiger Niete 10, 11, deren beide Hälften 10 und 11 im eingedrückten
Zustand unlösbar miteinander verbunden sind, an der zusammengerollten Werkstoffplatte 6 befestigt.
Die Niete 10, 11 sind zwischen den einzelnen Schlauchfederringen 7 angebracht, und die Flachköpfe
der außenseitigen Nietteile liegen zwischen der Werkstoffplattenrolle 6 und der Gewebehülle 1, 2, 3.
Mit der einen Längsreihe der Niete 10, 11 sind zugleich die einander überlappenden Längsränder 6a
und 6& der Werkstoffplatte 6 fest vereinigt.
Zwei an diametral einander gegenüberliegenden Stellen der Werkstoffplattenrolle 6 befindliche Gewebestreifen 8 sind über die Rolle hinaus verlängert und wieder zurückgeführt. Die aus dem Schmierpolster herausragenden Abschnitte der Gewebestreio fen 8 bilden die Schlaufen 80 für ein müheloses Herausziehen des Schmierpolsters aus dem Achslagergehäuse.
Zwei an diametral einander gegenüberliegenden Stellen der Werkstoffplattenrolle 6 befindliche Gewebestreifen 8 sind über die Rolle hinaus verlängert und wieder zurückgeführt. Die aus dem Schmierpolster herausragenden Abschnitte der Gewebestreio fen 8 bilden die Schlaufen 80 für ein müheloses Herausziehen des Schmierpolsters aus dem Achslagergehäuse.
Die beiden Enden des hohlen Schmierpolsters sind durch Stoffböden 12 und 13 von elliptischer
Form abgeschlossen. Der Stoffboden 12 an dem die Schlaufen 8a aufweisenden Schmierpolsterende, das
beim Einschieben des Schmierpolsters in das Achslagergehäuse hinten liegt, besteht aus Filterstoff,
welcher ölaufsaugend und öldurchlässig ist, aber
ao Wasser nicht durchtreten läßt. Gegen den Stoffboden 13 am anderen Schmierpolsterende ist innenseitig
eine öl- und wasserundurchlässige Folienlage 14 angesetzt. Beide Stoffböden 12 und 13 sind mit ihren
Rändern an den einwärts umgebogenen Gewebekanten I0 bzw. I6 der Gewebelage 1 der Gewebehülle
und an den von den Säumen der Gewebekanten I0
bzw. I0 überdeckten Randkanten der zusammengerollten
Werkstoffplatte 6 durch Nahtstiche 15 befestigt. Mit dem Stoffboden 13 ist durch die Naht 15
zugleich auch die Folienlage 14 an der Gewebehülle festgelegt. Durch die elliptischen Stoffböden 12 und
13 erhält das Schmierpolster eine flachelliptische Querschnittsform. Die Noppen-Flächenabschnitte A1
und A2 der Gewebehülle liegen symmetrisch zu beiden Seiten der kurzen Achse des elliptischen
Querschnitts.
Über den einen Noppen-Flächenabschnitt A2 der
Gewebehülle 1, 2, 3 ist eine dünne Schützfolie 16 gespannt, die alle Florschlingen 4 des Gewebeabschnittest»
überdeckt und die Florschlingen ein wenig zusammengedrückt hält. Die Schutzfolie 16 ist
an den außenliegenden Gewebekanten I0 und I6 des
Grundgewebes durch Nahtstiche 17 aufgeheftet und dient dazu, die unter ihr befindlichen Florschlingen 4
gegen Verschleiß zu schützen, wenn das Schmierpolster mit dem frei liegenden Noppen-Flächenabschnitt
A1 nach oben gekehrt unter den Achsschenkel auf den Boden des Achslagergehäuses aufgeschoben
ist. Sind die Florschlingen 4 des oberen Noppen-Flächenabschnittes A1 nach längerem Gebrauch abgenutzt,
dann wird das Schmierpolster aus dem Achslagergehäuse herausgezogen und nach Abreißen
der Schutzfolie 16 in einer um 180° um seine Längsachse gedrehten Stellung wieder in das Achslagergehäuse
eingeschoben. Die jetzt obenliegenden unabgenutzten Florschlingen 4 des Noppen-Flächenabschnittes
A2 ermöglichen dann einen weiteren vollwertigen Gebrauch des Schmierpolsters.
An jeder mittleren Stelle der beiden ungenoppten Seitenflächenabschnitte der Polsterhülle, im dargestellten
Beispiel im freien Raum zwischen den die elastisch biegsamen Röhrenkörper 18 für die Stangen
19 umschließenden Schlingenreihen B1 und B2
(Fig. 5), ist je eine Öse 22 eingedrückt. In dem Mnter dieser Öse befindlichen Abschnitt der Kunstgummiplatte
6 ist ein Langloch 24 ausgespart. Das Langloch ist, wie aus Fig. 7 erkennbar ist, so bemessen,
daß seine Breite größer ist als der Durchmesser der
vor ihm an der Innenfläche der Werkstoffplatte 6 angebrachten Schlauchfeder 7, die den mittleren
Schlauchfederring des Schmierpolsters darstellt. Andererseits ist die Länge des Langloches 24 größer
als die Breite des in mittlerer Höhe des Schmierpolsters an der Innenseite der zusammengerollten
Kunstgummiplatte 6 längslaufenden Gewebestreifens 8. Über das Langloch 24 der Kunstgummiplatte 6
besteht also eine unmittelbare Verbindung des Innenraumes des Schmierpolsters zu den Löchern 23
in den ösen 22. Die Löcher 23 dienen als Abflußlöcher für das Schmieröl, mit welchem das Schmierpolster
vor der erstmaligen Ingebrauchnahme gründlich durchtränkt werden muß. Für das Abfließen des
Tränköles aus dem Polsterinnern wird das Schmierpolster so aufgehängt, daß von den an den beiden
Seitenflächen des Schmierpolsters befindlichen, diametral einander gegenüberliegenden Löchern 23 das
eine nach oben und das andere nach unten gekehrt ist.
Es ist auch möglich, statt eines einzelnen Abflußloches 23 an jeder der beiden Seitenflächen des
Schmierpolsters zwei oder mehrere Abflußöffnungen in symmetrischer Anordnung zur vertikalen Querschnittsmittelebene
des Schmierpolsters anzubringen. Die Anbringung von zwei Abflußöffnungen an jeder
Seite des Schmierpolsters kommt insbesondere für diejenige Ausführungsform von Schmierpolster in
Betracht, bei der an jeder Schmierpolsterseite nur eine Schlingenreihe B mit eingewebtem elastischem
Röhrenkörper 18 vorhanden ist. Dabei können die beiden Abflußlöcher 23 vorteilhaft beiderseits dieser
Schlingenreihe B in der Quermittelebene des Schmierpolsters angebracht werden.
Das Schmierpolster ist zufolge der mit der Werk-Stoffplattenrolle 6 und den Schlauchfederringen 7
erzielten weichen Elastizität nach allen Seiten hin elastisch verformbar und kann ohne jede Schwierigkeiten
am Achsschenkelbund vorbei auf den Boden des Achslagergehäuses eingeschoben und ebenso einfach
wieder aus dem Achslagergehäuse hervorgezogen werden. In der Einbaustellung richtet sich das
beim Einschieben zusammengedrückte Schmierpolster wieder auf und schmiegt sich mit einem der genoppten
Flächenabschnitte A1 bzw. A2 der Gewebehülle 1,
2, 3 innig an die Unterseite des Achsschenkels an.
Durch das Einschieben der Stangen 19 in die elastisch biegsamen Röhrenkörper 18 bekommt das
Schmierpolster eine gewisse Biegesteifigkeit, die ein gleichmäßig festes Anpressen aller Stellen des nach
oben gekehrten Noppen-Flächenabschnittes A1 bzw.
A 2 gegen die Achsschenkelunterseite gewährleistet.
Zugleich bewirken die beiden hinter einer Querrippe des Achslagergehäuses unter Biegespannung festgelegten,
hochlaufenden hinteren Abschnitte 196 die Lagensicherung des Schmierpolsters im Achslagergehäuse.
Der Anspruch 1 erstreckt sich nur auf die Gesamtkombination der in diesem Anspruch enthaltenen
Merkmale. Die Ansprüche 2 bis 18 sind echte Unteransprüche, die nur in Verbindung mit dem Anspruch
1 gelten.
Claims (18)
1. Schmierpolster für Achslager, insbesondere von Schienenfahrzeugen, das aus einer schlauchförmigen
äußeren Hülle aus saugfähigem Gewebe und aus einem ebenfalls schlauchförmigen, elastisch federnden inneren Tragkörper besteht
und im zusammengedrückten Zustand in der Längsrichtung unter den Achsschenkel in das
Achslagergehäuse einschiebbar ist und auf dessen Boden aufliegt, dadurch gekennzeichnet, daß
der hohlzylindrische Tragkörper durch Zusammenrollen und Zusammenschließen der Randkanten
einer bei flächenhaft ausgebildeten Schmierpolstern bekannten Tragunterlage gebildet
wird, die in bekannter Weise mit einer Vielzahl von Öldurchtrittslöchern (21) versehen ist und
aus einer Platte (6) aus federnd biegsamem, nicht saugfähigem, ölbeständigem Werkstoff besteht
und an der Innenfläche auf der ganzen Länge durch mehrere Schlauchfederringe (7) oder
durch eine wendeiförmige Schlauchfeder versteift ist, und die in bekannter Weise als Florschlingengewebe
ausgeführte äußere Gewebehülle (1, 2, 3) mit dochtartigen Kernfäden (2) und mit um diese
herumgesponnenen Fäden (3) aus einem Material von großer Bauschelastizität hergestellt ist.
2. Schmierpolster nach Atispruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Tragkörper aus
Kunstgummi besteht.
3. Schmierpolster nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden
(7a und 76) jeder Schlauchfeder (7) durch Ineinanderschrauben
miteinander verbunden sind.
4. Schmierpolster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die plüschartige Gewebelage
(1, 2, 3) zu einer schlauehförmigen Hülle vereinigenden Längsnähte (5) längs der oberen
bzw. der unteren Scheitellinie des im Querschnitt runden Schmierpolsters angebracht sind.
5. Schmierpolster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Gewebelage (1) aus
den Kettfäden (2, 3) Florschlingen (4) in solcher Anordnung gebildet sind, daß bei der schlauchförmigen
Gewebehülle deren oberer und unterer Flächenabschnitt (A1, A.J Noppen aufweist.
6. Schmierpolster nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem
der beiden ungenoppten Seitenflächenabschnitte der Gewebehülle (1, 2, 3) mindestens ein zur
Längsmittelachse des Schmierpolsters parallellaufender biegsamer Röhrenkörper (18) zur Aufnahme
einer Stange (19) angeordnet ist, deren aufwärts verlaufender frei liegender hinterer
Abschnitt (19& und 19C) zur Sicherung der Lage
des Schmierpolsters im Achslagergehäuse in bekannter Weise unter Spannung hinter einer Querrippe
des Achslagergehäuses festlegbar ist.
7. Schmierpolster nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder
Seite der Gewebehülle (1, 2, 3) in gleichen Anständen von der horizontalen Symmetrieebene
des Polsters zwei Röhrenkörper (18) für je eine Drahtstange (19) vorgesehen sind (Fig. 6).
8. Schmierpolster nach den Ansprüchen 1, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Röhrenkörper
(18) aus biegsamen metallischen Schlauchfedern hergestellt sind, welche in den Schlingen
(4) an den ungenoppten Seitenflächen der Gewebehülle (1, 2, 3) festgehalten sind.
9. Schmierpolster nach den Ansprüchen 1 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß für das Einweben
der biegsamen Röhrenkörper (18) in die Gewebehülle jeweils nur bei jedem zweiten oder
309 770/S2
dritten Kettfaden des Gewebes eine Schlinge (4)
gebildet ist.
10. Schmierpolster nach den Ansprüchen 1 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß an dem
Ende jedes Röhrenkörpers (18) eine konische Buchse (20) für ein müheloses Einführen der
Drahtstange (19) in den Röhrenkörper angeordnet ist.
11. Schmierpolster nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der eine
Noppen-Flächenabschnitt (A2) der Gewebehülle (1, 2, 3) durch eine an den Rändern des Gewebes
aufgenähte, abreißbare Schutzfolie (16) abgedeckt und dadurch gegen Verschleiß in derjenigen
Einbaustellung des Schmierpolsters gesichert ist, in welcher der abgedeckte Noppen-Flächenabschnitt
(A2) gegen den Boden des Achslagergehäuses anliegt, so daß bei Abnutzung
des gegenüberliegenden Noppen-Flächenabschnittes (A1) nach Abreißen der Schutzfolie (16) das
um 180° um die Längsmittelachse gedrehte und wieder in das Achslagergehäuse eingeschobene
Schmierpolster mit dem dann nach oben gekehrten unabgenutzten Noppen-Flächenabschnitt (A2)
weiter verwendbar ist.
12. Schmierpolster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schmierpolster an den
beiden Enden durch auf die Gewebekanten (la und lb) und die Randkanten der inneren Werkstoffplatte
(6) aufgenähte Stoffböden (12 und 13) abgeschlossen und durch die Böden zu einem
Hohlkörper von elliptischer Querschnittsform zusammengehalten ist.
13. Schmierpolster nach den Ansprüchen 1 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden
(12) an dem in der Einschieberichtung des Polsters hintenliegenden Ende aus ölaufsaugendem
und öldurchlässigem, aber wasserabweisendem Filterstoff besteht.
14. Schmierpolster nach den Ansprüchen 1 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffboden
(13) an dem in der Einschieberichtung des Polsters vornliegenden Ende innenseitig mit einer
öl- und wasserundurchlässigen Folienlage (14) bedeckt ist, die mit dem Stoffboden (13) an der
Gewebekante (la) der äußeren Gewebehülle (1, 2, 3) und an der Randkante der inneren Werkstoffplatte
(6) angenäht ist.
15. Schmierpolster nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Windungen
der Schlauchfeder bzw. die einzelnen Schlauchfederringe (7) an der Innenfläche der zusammengerollten
Werkstoffplatte (6) durch längslaufende doppellagige Gewebestreifen (8) festgelegt
sind, die durch Flachkopfniete mit zwei ineinandergreifenden, unlösbar vereinigten Hälften
(10 und 11) an der Werkstoffplatte befestigt sind, wobei die Flachköpfe der einen Hälfte der Niete
zwischen der Werkstoffplatte (6) und der äußeren Gewebehülle (1, 2, 3) liegen.
16. Schmierpolster nach den Ansprüchen 1, 12 und 15, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks
Bildung von Schlaufen (8ß) für das Herausziehen des Schmierpolsters aus dem Achslagergehäuse
die an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen des schlauchförmigen Schmierpolsters angebrachten
Gewebelängsstreifen (8) an dem in der Einschieberichtung des Polsters hintenliegenden
Ende am Abschlußboden (12) vorbei nach außen heraus und wieder zurückgeführt sind.
17. Schmierpolster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens zwei diametral
einander gegenüberliegenden Stellen des Polsters durch Anbringen von ösen (22) Löcher (23) für
den Abfluß der Schmierflüssigkeit aus dem Innern des Schmierpolsters geschaffen sind, mit welcher
das Polster vor Ingebrauchnahme durchtränkt wird.
18. Schmierpolster nach den Ansprüchen 1 und 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Ösen
(22) an oder in der Nähe der Mitten der beiden ungenoppten Seitenflächenabschnitte der Gewebehülle (1, 2, 3) zwischen den beiden Röhrenkörpern
(18) jeder Polsterseite bzw. beiderseits des Röhrenkörpers jeder Polsterseite angeordnet
sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 948 698;
britische Patentschrift Nr. 543 115;
USA.-Patentschriften Nr. 2079734, 2213 001, 2350245.
Deutsche Patentschrift Nr. 948 698;
britische Patentschrift Nr. 543 115;
USA.-Patentschriften Nr. 2079734, 2213 001, 2350245.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 964 872.
Deutsches Patent Nr. 964 872.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 309 770/82 12.63
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER19618A DE1159991B (de) | 1956-09-10 | 1956-09-10 | Schmierpolster fuer Achslager, insbesondere von Schienenfahrzeugen |
| US682963A US2928699A (en) | 1956-09-10 | 1957-09-09 | Lubricator pad for axle bearings especially of rail vehicles |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER19618A DE1159991B (de) | 1956-09-10 | 1956-09-10 | Schmierpolster fuer Achslager, insbesondere von Schienenfahrzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1159991B true DE1159991B (de) | 1963-12-27 |
Family
ID=7400496
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER19618A Pending DE1159991B (de) | 1956-09-10 | 1956-09-10 | Schmierpolster fuer Achslager, insbesondere von Schienenfahrzeugen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2928699A (de) |
| DE (1) | DE1159991B (de) |
Citations (6)
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| US2079734A (en) * | 1935-04-26 | 1937-05-11 | George W Ditmore | Journal box lubricating pad |
| US2213001A (en) * | 1939-05-26 | 1940-08-27 | Gundel George Luther | Lubricating device |
| GB543115A (en) * | 1941-04-18 | 1942-02-10 | George Kitchen Steer | Improvements in pedestals for pit tubs and similar vehicles |
| US2350245A (en) * | 1941-12-18 | 1944-05-30 | Frederick W Martin | Journal lubricator |
| DE948698C (de) * | 1954-02-14 | 1956-09-06 | Ernst Henniges | Schmierpolster fuer Achslager, insbesondere von Schienenfahrzeugen |
| DE964872C (de) * | 1954-02-13 | 1957-05-29 | Ernst Henniges | Schmierpolster fuer Achslager, insbesondere von Schienenfahrzeugen |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US538553A (en) * | 1895-04-30 | Schmidt | ||
| FR654759A (fr) * | 1927-05-06 | 1929-04-10 | Manuf D App Graisseurs | Tampon graisseur pour boîte à huile des essieux de roues |
| US2762665A (en) * | 1953-04-06 | 1956-09-11 | Rudolph W Miller | Journal lubricator |
-
1956
- 1956-09-10 DE DER19618A patent/DE1159991B/de active Pending
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1957
- 1957-09-09 US US682963A patent/US2928699A/en not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US2928699A (en) | 1960-03-15 |
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