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Vorrichtung zum Ermitteln und Kennzeichnen der genauen Lage einer
Skibindung auf einem Ski Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Ermitteln
und Kennzeichnen der genauen Lage einer Skibindung auf einem Ski.
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Das Ermitteln der genauen Lage der Skibindung erfolgte bisher auf
Grund der Erfahrung des Bindungsmonteurs. Hilfsvorrichtungen. wurden dazu keine
benützt. Es war daher unvermeidlich, daß häufig die Bindungen zu weit vorne bzw.
zu weit hinten auf dem Ski angebracht wurden. Dies macht sich beim Fahr-en sehr
störend bemerkbar.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache Vorrichtung
zu schaffen, mit der die richtige Lage der Bindung auf dem Ski ermittelt und gekennzeichnet
werden kann. Zu diesem Zweck wurden tausende von Messungen an Skiern, deren Bindung
nach Angabe der Fahrer - meist Rennläufer oder andere Skiexperten
- an der richtigen Stelle lagen, durchgeführt. Aus diesen Messungen hat sich
ergeben, daß eine richtig montierte Bindung sich immer an einer ganz bestimmten
Stelle auf dem Ski befindet. Man kann daher eine Regel für die Bindungsmontage aufstellen,
die unter allen Umständen stimmt. Danach muß die Vorderkarite des Schuhes um
1 cm gegenüber der halben Skihöhe nach hinten versetzt zu liegen kommen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Ermitteln und Kennzeichnen der genauen Lage
der Skibindung auf dem Ski basiert auf dieser Regel und ist gekennzeichnet durch
eine an einer lotrechten Fläche zu befestigende Meßeinrichtung mit zwei in der Höhe
gegeneinander verstellbaren Schiebern, von denen der obere eine Anschlagplatte zur
Auflage auf die Skispitze aufweist, während der andere im Abstand darunter eine
waagerechte Anreißschiene besitzt, die vor dem an die lotrechte Fläche gestellten
Ski liegt, wobei eine bestimmte Stellung der Anreißschiene des unteren Schiebers
der halben Höhe zwischen Skiunterkante und der Anschlagplatte des oberen Schiebers,
jedoch noch um 1 cm nach unten versetzt, entspricht. Zwischen dem oberen
und dem unteren Schieber kann eine mechanische Verbindung vorgesehen sein, die so
gestaltet ist, daß eine Bewegung des oberen eine gleichsinnige, jedoch im Verhältnis
2 - luntersetzte Bewegung des unteren bewirkt.
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Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es möglich, die richtige
Lage der Skibindung auf dem Ski rasch zu ermitteln, ohne daß ein Irrtum auftreten
kann. Dies -stellt eine bedeutende Erleichterung bei der Bindungsmontage dar.
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In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen
Vorrichtung dargestellt. Es zeigt Fig. 1 eine Gesamtansicht einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung, bei der oberer und unterer Schieber mechanisch verbunden sind, Fig.
2 eine Draufsicht auf Teile der Vorrichtung nach Fig. 1 in vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 einen horizontalen Querschnitt durch die Vorrichtung entlang der Linie
111-III in F!-. 2, Fig. 4 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 2, wobei
jedoch ein Teil der Haltestücke des Führungsrahmens und ein Teil des unteren Schiebers
weggeschnitten wurden, Fig. 5 einen horizontalen Querschnitt durch die Vorrichtung
entlang der Linie V-V in Fig. 4, Fig. 6 einen vertikalen Querschnitt durch
einen Teil der Vorrichtung entlang der Linie VI-VI in Fig. 4, Fig. 7 eine
andere Ausführungsform der Erfindung, bei der keine mechanische Verbindung zwischen
oberem und unterem Schieber besteht, Fig. 8 eine Draufsicht auf einen den
unteren Schieber enthaltenden Ausschnitt VIII der Vorrichtung nach Fig.
7,
Fig. 9 einen horizontalen Querschnitt durch die Vorrichtung entlang
der Linie IX-IX in Fig. 8,
Fig. 10 eine Ansicht des oberen Schiebers
senkrecht von oben in Fig. 7,
Fig. 11 eine Seitenansicht des auf die
Skispitze gelegten oberen Schiebers.
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In Fig. 1 bis 6 ist ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung
gemäß der Erfindung gezeigt, die einen oberen Schieber 1 mit einer auf die
Spitze eines an die Wand gelehnten Skis 3 auflegbaren Anschlagplatte 2 und
einen untelen Schieber 4, der eine waagerechte Anreißschiene 5 zur Kennzeichnung
der Lage der vorderen Schuhkante auf dem Ski 3 besitzt, aufweist. Der obere
Schieber 1 ist als Teil einer Zahiistange 6
ausgebildet,
die in einem Führungsrahmen 7 senkrecht verschiebbar ist. Dieser Führungsrahmen
7 ist mit Hilfe der Haltestücke 8 und 9 und der Schrauben
10
und 11 senkrecht an der Wand befestigt. Die Führung der Zahnstange
6 wird durch nach innen gebogene Blechlappen 15 und 15' des
Führungsrahmens 7 gewährleistet. Im Führungsrahmen 7 ist parallel
zu der Zahnstange 6 und in einem gewissen Abstand von ihr eine weitere Zahnstange
12 fest angeordnet. Sie, wird durch die Haltestücke 8 und 9 an einer
senkrechten Bewegung und durch die nach innen gebogenen Blechlappen 16 und
16' des Führungsrahmens an einer horizontalen, Bewegung gehindert. Zwischen
den Zahnstangen 6 und 12 ist ein mit beiden in Eingriff befindliches Zahnritzel
13 angeordnet. Die Achse 14 dieses Ritzels ist fest verbunden mit dem unteren
Schieber 4, der auf dem Führungsrahmen 7 gleitet. Die Achse 14 des Ritzels
13 ragt durch den Längsspalt 17 im Führungsrahmen 7 heraus,
womit eine Bewegung des Ritzels parallel zu den Zahnstangen ermöglicht wird. Die
Lage des Ritzels 13 ist dabei so gewählt, daß die obere Kante der Anreißschiene
5 des unteren Schiebers 4 um 1 cm gegenüber der halben Höhe der Anschlagplatte
2 des oberen Schiebers 1
nach unten versetzt zu liegen kommt. Eine Verschiebung
des oberen Schiebers hat bei dieser Anordnung eine gleichsinräge, jedoch im Verhältnis
2:1 untersetzte Bewegung des unteren Schiebers zur Folge. Bei Auflage der Anschlagplatte
2 des oberen Schiebers 1 auf dieSpitze eines Skis beliebiger Länge wird daher
der untere Schieber 4 mit der Kante seiner Anreißschiene 5 immer um
1 cm gegenüber der halben Skihöhe nach unten versetzt zu liegen kommen und
damit eine Kennzeichnung der richtigen Lage der Schuhvorderkante auf dem Ski ermöglichen.
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In Fig. 7 bis 11 ist eine andere Ausführungsform der
Erfindung gezeigt, bei der keine mechanische Verbindung zwischen dem oberen Schieber
18 und dem unteren Schieber 19 besteht. Die Meßeinrichtung der Vorrichtung
besteht hier aus einer an die Wand anschraubbaren Holzleiste 20, die in ihren Seitenflächen
Nuten 21 zur Führung der beiden Schieber aufweist. Auf der Holzleiste ist eine obere
Skala 22 und eine untere Skala 23 angebracht, wobei die untere in halber
Höhe der oberen, jedoch noch um 1 cm nach unten verschoben angeordnet und
ihre Teilung halb so groß wie die der oberen ist. Derobere Schieber besitzt eine
Anschlagplatte 24, die auf die Spitze des an die Wand gestellten Skis
3 aufgelegt wird und der untere Schieber eine Anreißschiene 25, die
vor dem Ski 3
liegt. Werden oberer und unterer Schieber auf den gleichen Skalenwert
eingestellt, dann ermöglicht die Anreißschiene 25 die Kennzeichnung der richtigen
Lage der Schuhvorderkante auf dem Ski 3.