DE1159340B - Verfahren zum Absaugen ueberschuessiger Luft aus gefuellten Schlauchbeutelpackungen und Verpackungsmaschine zur Herstellung von Schlauchbeutelpackungen unter Benutzung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Absaugen ueberschuessiger Luft aus gefuellten Schlauchbeutelpackungen und Verpackungsmaschine zur Herstellung von Schlauchbeutelpackungen unter Benutzung dieses VerfahrensInfo
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- B65B31/00—Packaging articles or materials under special atmospheric or gaseous conditions; Adding propellants to aerosol containers
- B65B31/04—Evacuating, pressurising or gasifying filled containers or wrappers by means of nozzles through which air or other gas, e.g. an inert gas, is withdrawn or supplied
- B65B31/044—Evacuating, pressurising or gasifying filled containers or wrappers by means of nozzles through which air or other gas, e.g. an inert gas, is withdrawn or supplied the nozzles being combined with a filling device
- B65B31/045—Evacuating, pressurising or gasifying filled containers or wrappers by means of nozzles through which air or other gas, e.g. an inert gas, is withdrawn or supplied the nozzles being combined with a filling device of Vertical Form-Fill-Seal [VFFS] machines
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Description
- Verfahren zum Absaugen überschüssiger Luft aus gefüllten Schlauchbeutelpackungen und Verpackungsmaschine zur Herstellung von Schiauchb eutelpackiingen unter Benutzung dieses Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Absaugen überschüssiger Luft aus gefüllten, durch Unterteilen eines Schlauches gebildeten Schlauchbeutelpackungen sowie Verpackungsmaschinen zur Herstellung von Schlauchbeutelpackungen unter Benutzung dieses Verfahrens, bei der der Verpackungsschlauch über ein Füllrohr abgezogen wird. Eine besondere Ausführungsform der Erfindung betrifft Verpackungsmaschinen der oben beschriebenen Art mit einer pneumatisch betätigten Längssiegelbacke zum Herstellen der Längsnaht des Verpackungsschlauches.
- Bei der Herstellung von Schlauchbeutelpackungen verfährt man allgemein so, daß auf der Verpackungsmaschine aus der Verpackungsmaterialbahn ein Schlauch geformt wird, in den eine Füllvorrichtung hineinragt, durch die hindurch das Füllgut in einzelne Beutel gefördert wird, die von Quersiegelbacken verschlossen werden; dabei schließen sich die Quersiegelbacken über dem in den Beutel geförderten Füllgut, erzeugen eine Quersiegelnaht - die gleichzeitig den Boden für den nächsten Beutel bildet -und bewegen sich nach unten, wobei eine weitere Beutellänge vom Füllrohr abgezogen wird. Bei diesem Vorgang wird regelmäßig außer dem Verpakkungsgut ein gewisses Luftvolumen in den einzelnen Beutel mit eingesiegelt. Dies ist ein ausgesprochener Nachteil, da - insbesondere wenn die fertigen Schlauchbeutelpackungen in größeren Stückzahlen nochmals zu einer Verpackungseinheit, z. B. einem großen Karton, zusammengefaßt werden - viel Verpackungsraum verlorengeht; außerdem sind oft die in einem solchen Verpackungskarton untenliegenden Schlauchbeutelpackungen dem auf ihnen lastenden Druck nicht gewachsen, so daß entweder die in sie eingeschlossene Luft langsam entweicht - in welchem Falle der Karton nach einiger Zeit nur noch teilweise gefüllt erscheint - oder die untenliegenden Schlauchbeutelpackungen platzen sogar, insbesondere im Bereich der Nähte.
- Obwohl dieser Nachteil seit langem bekannt ist, hat man bisher keine Möglichkeit gefunden, auf einfache Weise die überschüssige Luft aus solchen Schlauchbeutelpackungen zu entfernen. Es ist zwar bekannt, Schlauchbeutel regelrecht zu evakuieren.
- Die dazu erforderlichen Vorrichtungen sind jedoch sehr kompliziert, aufwendig und bei bereits bestehenden Maschinen nicht anwendbar.
- Es wurde nun gefunden, daß man auf verblüffend einfache Weise die überschüssige Luft aus solchen Schlauchbeutelpackungen dadurch absaugen kann, daß im Schlauch während des Querverschließens eines gefüllten Schlauchabschnittes oder unmittelbar vor der Beendigung des Verschließvorganges, wie an sich zur Unterdruckerzeugung bekannt, ein oberhalb der Verschlußstelle beginnender Druckluftstrahl in Richtung der aus dem Beutel abzusaugenden Luft erzeugt wird.
- Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich auf besonders einfache Weise so durchführen, daß ein kleines Druckluftvolumen stoßweise in den Schlauch injiziert wird. Die Benutzung dieses Verfahrens kann bei Verpackungsmaschinen der beschriebenen Art durch eine an der Innenwand des Füllrohres in Längsrichtung desselben angeordnete Druckluftleitung erfolgen, die am unteren Ende des Füllrohres endet und in den Innenraum des Füllrohres endet und in den Innenraum des Füllrohres so einmündet, daß die Druckluft in der dem jeweils in Fertigung befindlichen Beutel entgegengesetzt liegenden Richtung austritt.
- Die Erfindung wird an einem speziellen Ausführungsbeispiel erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist; in der Zeichnung zeigt Fig. 1 schematisch die wesentlichen Teile einer Schlauchbeutelverpackungsmaschine vor der Querversiegelung des gefüllten Schlauchbeutels, Fig. 2 die Maschine nach Fig. 1 während derQuerversiegelung, Fig. 3 eine Einzelheit aus Fig. 1 in vergrößertem Maßstab, Fig. 4 im Vergleich zu Fig. 2 einen Schlauchbeutel mit eingeschlossenem Luftvolumen.
- In den Fig. 1 und 2 ist dargestellt, wie mit Hilfe eines Formschuhs 1 eine Verpackungsmaterialbahn 2 zu einem Schlauch 3 geformt wird, der über ein Füllrohr 4 gezogen wird; das Füllrohr 4 steht oben mit einer (nicht dargestellten) Dosiervorrichtung in Verbindung, und das Füllgut wird durch das Füllrohr 4 hindurch in den jeweils herzustellenden Schlauchbeutel eingefüllt. Zur Versiegelung der Längsnaht des Verpackungsschlauches ist eine Längssiegelbacke 5 vorgesehen. Die Erzeugung der Querverschlüsse wird von Quersiegelbacken 6 besorgt, die in bekannter Weise eine auf- und abgehende Bewegung durchführen, wobei die Quersiegelbacken 6 sich während ihrer Aufwärtsbewegung öffnen, sich über dem gefüllten, aber noch offenen Beutel (s. Fig. 1) schließen und anschließend während ihrer Abwärtsbewegung eine weitere Beutellänge abziehen; das Bewegungsschema der Quersiegelbacken 6 ist in Fig. 2 durch Pfeile angedeutet.
- Die Längssiegelbacke 5 ist an der Kolbenstange 7 eines Kolbens 8 befestigt, der in einem maschinenfesten Zylinder 9 gleitend gelagert ist. Der Kolben 8 steht an seiner einen Seite unter der Wirkung einer Druckfeder 10. An der anderen Seite des Kolbens 8 ist der Zylinder 9 an eine Rohrleitung 11 angeschlossen, die von einem Dreiwege-Maguetventll 12 ausgeht; von diesem Ventil 12 geht eine Druckluftleitung 13 aus, die in das Füllrohr 4 hineingeführt und an dessen Innenwand bis an das untere Ende des Füllrohrs 4 verlegt ist. Dort ist die Leitung 13 so ausgestaltet, daß sie in der dem jeweils in Fertigung befindlichen Beutel entgegengesetzt liegenden Richtung in den Innenraum des Füllrohres 4 einmündet.
- ZumVentil 12 führt außerdem eine Preßluftleitung 14.
- Die Vorrichtung arbeitet wie folgt: Die Umsteuerung des Magnetventils 12 und die Bewegung der Quersiegelbacken 6 sind so aufeinander abgestimmt, daß immer dann, wenn die Quersiegelbacken 6 sich geöffnet haben und sich nach oben bewegen, Preßluft aus der Preßluftleitung 14 in die Rohrleitung 11 und zum Kolben 8 strömt, so daß die Längssiegelbacke 5 gegen die Wirkung der Feder 10 vorgeschoben wird. Im Zusammenwirken mit dem Füllrohr 4 schließt die Längssiegelbacke 5 die Längsnaht des zwischen ihr und dem Füllrohr liegenden bzw. verlaufenden Schlauchs 3. Kurz bevor die Quersiegelbacken 6 sich über dem im Beutel liegenden Füllgut schließen, wird das Ventil 12 so umgesteuert, daß die Verbindung zwischen der Preßluftleitung 14 und der Rohrleitung 11 unterbrochen und statt dessen eine Verbindung der Rohrleitung 11 mit der Druckluftleitungl3 hergestellt wird. Dies hat zur Folge, daß die Feder 10 sich ausdehnen kann, dabei den Kolben 8 in die in Fig. 2 gezeigte Stellung zurückdrückt, so daß sich die Längssiegelbacke vom Füllrohr abhebt. Der durch die Rückbewegung des Kolbens 8 sowie durch die Expansion des im Zylinder 9 und in der Rohrleitung 11 befindlichen Luftvolumens sich ausbildende Druckluftstoß wird durch die Druckluftleitung 13 in das Füllrohr geführt und tritt an dessen unterem Ende infolge der oben beschriebenen Ausgestaltung der Druckluftleitung 13 an dieser Stelle, in der dem jeweils in Fertigung befindlichen Beutel entgegengesetzt liegenden Richtung in den Innenraum des Füllrohres 4, und damit des Schlauchs 3, ein. Dadurch wird das Luftvolumen, das außer dem Füllgut die in Fertigung befindliche Beutelpackung ausfüllt, nach oben gerissen, so daß die Beutelwan- dungen sich eng an das Füllgut anschmiegen, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist.
- Es hat sich gezeigt, daß es zweckmäßig ist, den Druckluftstoß aus der Druckluftleitung 13 dann in das Füllrohr 4 zu injizieren, wenn sich die Quersiegelbacken 6 schon weitgehend einander genähert haben und nur noch einen verhältnismäßig engen Spalt zwischen dem fast verschlossenen Beutel und dem sich nach oben anschließenden Verpackungsschlauch 3 frei lassen.
- Während der sich anschließenden Abzugsbewegung der Quersiegelbacken 6 bleibt die Längssiegelbacke 5 in der in Fig. 2 gezeigten, abgehobenen Stellung.
- Wenn diese Abzugsbewegung beendet ist, wird das Ventill2 erneut so umgesteuert, daß die Preßluftleitung 14 mit der Rohrleitung 11 in Verbindung gebracht wird, so daß die Längssiegelbacke wieder nach vorn geschoben wird, woraufhin der geschilderte Arbeitsablauf sich wiederholt.
- Die Erfindung wurde vorstehend am Ausführungsbeispiel einer Verpackungsmaschine erläutert, bei der die Bewegung der Längssiegelbacke pneumatisch gesteuert ist und die bei der Entlüftung des pneumatischen Systems frei werdende Druckluft zur Erzeugung des Druckluftstoßes in den Verpackungsschlauch hinein ausgenutzt werden kann. Damit ist die Erfindung jedoch keineswegs auf pneumatisch gesteuerte Verpackungsmaschinen beschränkt; bei Verpackungsmaschinen mit nichtpneumatischer Steuerung kann die Druckluftleitung 13 statt mit einem Dreiwegventil mit einer kleinen, im Rhythmus der Verpackungsmaschine arbeitenden Luftpumpe verbunden sein, welche - entweder kontinuierlich oder stoßweise - die zum Absaugen der überschüssigen Luft aus dem jeweils zu verschließenden Beutel erforderliche Druckluft erzeugt.
- Die Erfindung ist auch nicht unmittelbar auf »Schlauchbeutelpackungen« beschränkt; sie ist vielmehr auch bei dem unter der Bezeichnung »Vierseitenversiegelung« bekannten Verfahren zur Herstellung von Packungen aus zwei zusammengelegten Folienstreifen anwendbar.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Absaugen überschüssiger Luft aus gefüllten, durch Unterteilen eines Schlauchs gebildeten Schlauchbeutelp ackungen, dadurch gekennzeiclmet, daß im Schlauch während des Querverschließens eines gefüllten Schlauchabschnitts oder unmittelbar vor der Be endigung des Verschließvorgangs, wie an sich zur Unterdruckerzeugung bekannt, ein oberhalb der Verschlußstelle beginnender Druckluftstrahl in Richtung der aus dem Beutel abzusaugenden Luft erzeugt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein kleines Druckluftvolumen stoßweise in den Schlauch eingeführt wird.
- 3. Verpackungsmaschine zur Herstellung von Schlauchbeutelpackungen unter Benutzung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, bei der der Verpackungsschlauch über ein Füllrohr abgezogen wird, gekennzeichnet durch eine an der Innenwand des Füllrohres (4) in Längsrichtung desselben angeordnete Druckluftleitung (13), die am unteren Ende des Füllrohres (4) endet und in den Innenraum des Füllrohres (4) so einmündet, daß die Druckluft in der dem jeweils in Fertigung befindlichen Beutel entgegengesetzt liegenden Richtung austritt.
- 4. Verpackungsmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftleitung (13) an eine Luftpumpe angeschlossen ist, die von der Verpackungsmaschine während des Schließens eines gefüllten Schlauchbeutels oder unmittelbar vor Beendigung des Verschließvorganges angetrieben wird.
- 5. Verpackungsmaschine nach Anspruch 3 mit einer pneumatisch betätigten Längssiegelbacke zum Herstellen der Längsnaht des Verpackungsschlauches, dadurch gekennzeichnet, daß die Längssiegelbacke (5) an der Kolbenstange (7) eines mittels einer Druckfeder (10) in Öffnungsstellung bewegten, in einem maschinenfesten Zylinder (9) angeordneten Kolben (8) befestigt ist, daß der Zylinder (9) über eine Leitung (11) an ein Dreiwegeventil (12) angeschlossen ist, daß das Dreiwegeventil (12) außerdem an eine Preßluftleitung (14) und die Druckluftleitung (13) angeschlossen ist, und daß das Dreiwegeventil (12) zur Herstellung der Längssiegelnaht die Preßluftleitung (14) mit der zum Zylinder (9) führenden Leitung(11) verbindet und während des Schließens eines gefüllten Schlauchbeutels oder unmittelbar vor Beendigung des Verschlußvorganges die von Zylinder (9) kommende Leitung (11) mit der Druckluftleitung (13) verbindet.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 634; USA.-Patentschriften Nr. 2385 897, 2899 875.
Priority Applications (4)
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| DEH43892A DE1159340B (de) | 1961-10-14 | 1961-10-14 | Verfahren zum Absaugen ueberschuessiger Luft aus gefuellten Schlauchbeutelpackungen und Verpackungsmaschine zur Herstellung von Schlauchbeutelpackungen unter Benutzung dieses Verfahrens |
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| BE613340A BE613340A (fr) | 1961-10-14 | 1962-01-31 | Procédé et dispositif pour l'aspiration d'air excédentaire hors de sachets d'emballage en boyau |
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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Families Citing this family (3)
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| DE1084634B (de) * | 1958-12-12 | 1960-06-30 | Karlsruhe Augsburg Iweka | Einrichtung zur Entnahme von Hohlkoerpern aus einem Behaelter od. dgl. |
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1961
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1962
- 1962-01-31 BE BE613340A patent/BE613340A/fr unknown
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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