DE1159191B - Markierungsschnur - Google Patents
MarkierungsschnurInfo
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Description
- Markierungsschnur Die Erfindung betrifft eine Markierungsschnur zur Veranschaulichung von graphischen Darstellungen, gebildet aus kleinen, durch unmagnetische Zwischenglieder zu einer Kette verbundenen Dauermagneten, nach Patent 1136 515.
- Gegenstand des Hauptpatentes ist eine derartige Kette, bei der die einzelnen Magnete in an sich bekannter Weise an ihren Enden mit Polschuhen aus weichem Eisen ausgestattet sind und deren Schenkel Bohrungen für eine Schnur aufweisen, auf welche wechselweise zwei Magnete und mindestens ein Zwischenglied z. B. aus Glas oder Kunststoff aufreihbar sind.
- Bei einer, dem Anmeldungsgegenstand artähnlichen Einrichtung ist es bekannt, Dauermagnete in kappenartig ausgebildeten Behältern aus nichtmagnetischem Material einzusetzen und durch Zwischenglieder zu einer Kette zu verbinden. Derart beschaffene Ketten werden beim Einsatz als Markierungsschnur insbesondere bei der Darstellung statistischer Linien und Kurven in einer vom jeweiligen Zweck bestimmten Länge benötigt. Ein Abschneiden der Ketten nach Bedarf führt aber zu erheblicher Vergeudung des relativ kostspieligen Magnetmaterials. Ein gegebenenfalls vorzunehmendes Aneinanderreihen abgeschnittener Längen zwecks nachträglicher Verlängerung der Linien und Kurven kann zu Irrtümern und fehlerhafter Darstellung führen.
- Es ist nun Aufgabe der Erfindung, die Kette so zu gestalten, daß sie an jeder beliebigen Stelle mit einfachen Handgriffen getrennt und in gleicher Weise wieder zusammengesetzt werden kann. Überdies ist das Kettengelenk so zu gestalten, daß zwischengeschaltete unmagnetische Glieder nicht durchhängen können, indem sie sich nur in einer. ihrer Auflagefläche parallelen Ebene verstellen lassen. Diese Aufgabe ist dadurch gelöst, daß die Dauermagnete in bekannter Weis-, in kappenartig ausgebildete, unmagnetische Kettenglieder eingesetzt sind.
- Zur Verweadung gelangen kleine Dauermagnete hoher Koerzitivkraft in Form kurzer Stäbe mit vorzugsweise quadratischem Querschnitt, die in kappenartig g°formie Ket:erg!iedizr aus Leichtmetall oder Kunststoff eingebettet sind, derart, daß sie nur mit der zum Haften an der eisernen Grundplatte bestimmter. Fläche wanz wenig aus der Kappe herausragen. Die Haftfläche kann zwecks besserer Auflage auf der Grundplatte plan geschliffen sein. Dieselben Kappenglieder - jedoch leer, ohne Magnet - können zweckmäßigerweise als unmagnetische Glieder verwendet werden. Die gelenkartige Verbindung zwischen zwei Gliedern wird durch ein kurzes Gelenkstück, hergestellt, das beiderseits zwischen Spitzen gelagert ist. Diese sind an den Kappengliedern derart angebracht, daß die Gelenkachse senkrecht zur Ebene der Magnethaftfläche bzw. Kappengrundfläche steht und daß die Spitzen durch einen gewissen Federdruck an ihr Widerlager im Gelenkstück gepreßt werden. Dadurch wird erreicht, daß sich das Gelenk nur parallel zur Magnethaftfläche bzw. Kappengrundfläche verstellen läßt und daß - selbst wenn mehrere unmagnetische Glieder aufeinanderfolgen - diese in der ihnen einmal gegebenen Lage verbleiben. Die Möglichkeit, die Kette aus mehr unmagnetischen als magnetischen Gliedern zusammenzustellen, ist im Hinblick auf das relativ kostspielige Magnetmaterial von besonderer Bedeutung. Durch Einschalten des kurzen Gelenkstückes läßt sich ein Verstellen des einzelnen Gliedes um +180' erreichen, so daß, auch wenn die Länge der Kappenglieder so kurz gehalten ist, wie es die Länge der Magnete zuläßt, eine gute Anschmiegsamkeit der Kette an Kurven und krumme Linien gewährleistet kt. Die beschriebene Art der Gelenklagerung zwischen durch Federdruck angepreßten Spitzengestattet es, die Kette an jeder beliebigen Stelle durch seitliches Herausziehen des Gelenkstückes zu trennen und durch Einschieben desselben auch wieder zusammenzufügen.
- Im folgenden soll an Hand einer Zeichnung ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes näher erläutert werden. Es zeigt Abb. 1 ein Stück Kette in .Seitenansicht (vergrößert), Abb. 2 eine Darstellung des zu erreichenden Ver= stellwinkels, Abb. 3 ein Kappenglied in geänderter Ausführung, Abb.4 eine durch die magnetische Kette dargestellte Kurve.
- In dem in Abb. 1 gezeigten Beispiel ist in ein aus diamagnetischem Werkstoff - Leichtmetall oder plastischen Kunststoff -bestehendes, kappenartig geformtes Kettenglied 1 ein Dauermagnet 2 mit vorzugsweise quadratischem Querschnitt eingefaßt und mit einer geeigneten Kittmasse 3 vergossen. Der Magnet ragt unten aus der ihn umfassenden Kappe mit seiner Grundfläche ein wenig heraus, mit welcher er auf der eisernen Grundplatte 4 aufliegt und an derselben haftet. Das gleiche kappenförmige Kettenglied, jedoch ohne Bestückung durch einen Magnet, findet als urmagnetisches Glied la Verwendung. Dadurch erhält die Kette ein gleichmäßiges Aussehen in allen Einzelgliedern. Untereinander werden die einzelnen Glieder durch ein kurzes Gelenkstück 5 zur Kette verbunden. Erfindungsgemäß ist das Gelenkstück beiderseits zwischen Spitzen 6 gelagert, die an den federartigen Verlängerungen 7 der Kappe 1 so angebracht sind, daß die Spitzen mit einigem Druck gegen das im Gelenkstück 5 befindliche Widerlager 8 angepreßt werden, derart, daß ein Durchhängen einzelner urmagnetischer Glieder bzw. eine Selbstverstellung des Gelenkes verhindert wird.
- Diese Art des Gelenkes, dessen Achse senkrecht zur Grundplatte 4 steht, läßt die Drehbewegung des Gelenkes nur in einer der Grundplatte 4 parallelen Ebene zu, so daß die Grundfläche auch des leeren Kappenghedes stets plan über der Grundplatte zu liegen kommt. überdies gestattet ein derartiges Gelenk, die Kette an beliebiger Stelle, z. B. bei 9, durch seitliches Herausziehen des Gelenkstückes 5 zu trennen oder durch Einschieben desselben zwischen die Spitzen 6 wieder zusammenzufügen. Das Gelenkstück 5 ist so bemessen, daß sich zwei durch ein solches verbundene benachbarte Glieder bis zu einer Abweichung von -18ü° gegen die gerade Fortsetzung des vorhergehenden Gliedes verstellen lassen, d. h. bis die benachbarten Glieder parallel aneinanderliegen, wie es Abb. 2 darstellt.
- Ein anderes Ausführungsbeispiel ist in Abb. 3 gezeigt. Das kappenartige Glied 1 umfaßt den Magnet 2, wie oben beschrieben. Die Gelenklagerung ist hier nicht zwischen Verlängerungen der Kappe 1, sondern auf dieser Kappe angeordnet. Es kann dabei zweckmäßig sein, das Gelenkstück mit den Spitzen 6 zu versehen und die Widerlager 8 an dem Kappenaufsatz und an der Kappe selbst anzubringen, wiederum derart, daß ein federnder Druck auf die Spitzenlagerung ausgeübt wird. Ohne hinsichtlich der Verstellmöglichkeit der in Abb. 1 gezeigten Anordnung nachzustehen, trägt die nach Abb. 3 getroffene Maßrahme, die Entfernung zwischen den zwei Gelenken zu verkürzen, dazu bei, die Anpassungsfähigkeit einer solchen Kette, bei der die gleiche, jedoch leere Kappe wieder als urmagnetisches Glied dient, wesentlich zu verbessern. Abb. 4 zeigt etwa in natürlicher Größe, wie sich eine derartige, magnetische Gelenkkette einer komplizierten Kurve mit kleinen Krümmungsradien und unstetigem Verlauf gut anpassen läßt. Die Zeichnung läßt erkennen, daß auf jedes magnetische Glied 1 zwei urmagnetische Glieder 1 a folgen. Die infolge auch nur geringem Federdruck in den Gelenken bewirkte Reibung genügt völlig, um ein Durchhängen oder Selbstverstellen der urmagnetischen Glieder auch bei senkrecht stehender Grundplatte zu verhindern. Da bei einer solchen Anordnung nur jedes dritte Glied mit einem Magnet bestückt ist, werden die Herstellungskosten der Kette erheblich vermindert, ohne daß ihre Verwendungsfähigkeit darunter leidet.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Markierungsschnur zur Veranschaulichung von graphischen Darstellungen, gebildet aus kleinen, durch urmagnetische Zwischenglieder zu einer Kette verbundenen Dauermagneten, nach Patent 1136 515, dadurch gekennzeichnet daß die Dauermagnete (2) in bekannter Weise in kappenartig ausgebildete, urmagnetische Kettenglieder (1) eingesetzt sind.
- 2. Markierungsschnur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kettenglied (1) so ausgebildet ist, daß es ohne Bestückung mit einem Magnet in gleicher Weise als urmagnetisches Glied (1 a) Verwendung finden kann.
- 3. Markierungsschnur nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das kappenartig ausgebildete Kettenglied an seinen beiderseitigen Enden federnde Zungenpaare (7) aufweist, zwischen denen ein jeweils zwei Kettenglieder verbindendes kurzes Gelenkstück (5) auf Spitzen (6) drehbar gelagert ist, derart, daß die Gelenkachse senkrecht zur Magnethaftfläche steht.
- 4. Markierungsschnur nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die federnden Zungen (7) auf die am Gelenkstück (5) befindlichen Gegenlager (8) ausgeübte Druck nur so weit wirksam ist, daß das Gelenkstück (5) aus der Spitzenlagerung seitlich herausziehbar bzw. wiedereinschiebbar ist.
- 5. Markierungsschnur nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gelenkstück (5) so bemessen ist, daß benachbarte Kettenglieder (1) um ± 180° gegeneinander verstellbar sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1738 032.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH28155A DE1159191B (de) | 1960-07-13 | 1960-07-13 | Markierungsschnur |
Applications Claiming Priority (1)
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| DESCH28155A DE1159191B (de) | 1960-07-13 | 1960-07-13 | Markierungsschnur |
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| DE1159191B true DE1159191B (de) | 1963-12-12 |
Family
ID=7431030
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| DESCH28155A Pending DE1159191B (de) | 1960-07-13 | 1960-07-13 | Markierungsschnur |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1159191B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3342061A1 (de) * | 1982-12-01 | 1984-06-07 | Robert 8640 Rapperswil Helbling | Verfahren zur ausfuehrung von planungen, wie von auftraegen, arbeitsauslastungen, lieferterminen etc. und einrichtung zur ausuebung desselben |
| CN102642136A (zh) * | 2011-02-18 | 2012-08-22 | J.施迈茨有限公司 | 工件支座 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1738032U (de) * | 1956-11-15 | 1957-01-17 | Hermann Holtz | Statistik-tafel. |
-
1960
- 1960-07-13 DE DESCH28155A patent/DE1159191B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1738032U (de) * | 1956-11-15 | 1957-01-17 | Hermann Holtz | Statistik-tafel. |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3342061A1 (de) * | 1982-12-01 | 1984-06-07 | Robert 8640 Rapperswil Helbling | Verfahren zur ausfuehrung von planungen, wie von auftraegen, arbeitsauslastungen, lieferterminen etc. und einrichtung zur ausuebung desselben |
| CN102642136A (zh) * | 2011-02-18 | 2012-08-22 | J.施迈茨有限公司 | 工件支座 |
| DE102011004354A1 (de) * | 2011-02-18 | 2012-08-23 | J. Schmalz Gmbh | Werkstückauflage |
| DE102011004354B4 (de) * | 2011-02-18 | 2015-02-19 | J. Schmalz Gmbh | Zumindest abschnittsweise magnetische Werkstückauflage mit Vorwölbungen und dazu passgenauen Ausnehmungen |
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