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DE1158881B - Einrichtung und Verfahren zur Echolotung, insbesondere fuer Zwecke der Tiefseeforschung - Google Patents

Einrichtung und Verfahren zur Echolotung, insbesondere fuer Zwecke der Tiefseeforschung

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Publication number
DE1158881B
DE1158881B DEF28897A DEF0028897A DE1158881B DE 1158881 B DE1158881 B DE 1158881B DE F28897 A DEF28897 A DE F28897A DE F0028897 A DEF0028897 A DE F0028897A DE 1158881 B DE1158881 B DE 1158881B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
container
ship
echo
echo sounding
distance
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF28897A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Phil Nat Siegfr Fahrentholz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PHIL NAT SIEGFRIED FAHRENTHOLZ
Original Assignee
PHIL NAT SIEGFRIED FAHRENTHOLZ
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by PHIL NAT SIEGFRIED FAHRENTHOLZ filed Critical PHIL NAT SIEGFRIED FAHRENTHOLZ
Priority to DEF28897A priority Critical patent/DE1158881B/de
Publication of DE1158881B publication Critical patent/DE1158881B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S15/00Systems using the reflection or reradiation of acoustic waves, e.g. sonar systems
    • G01S15/87Combinations of sonar systems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Velocity Or Position Using Acoustic Or Ultrasonic Waves (AREA)

Description

  • Einrichtung und Verfahren zur Echolotung, insbesondere für Zwecke der Tiefseeforschung Bei größeren Meerestiefen von beispielsweise mehr als 1000 m ist die Auskunft, welche ein registrierendes Echolot über die Beschaffenheit des Meeresbodens liefert, für viele Zwecke unzureichend. Dies liegt im wesentlichen daran, daß die ausgestrahlte akustische Energie nicht genügend scharf gebündelt werden kann, und die Lotfolge wegen des zu großen Meßbereiches viel zu klein ist, eine Abbildung des Bodens zu ermöglichen. Bei einer Bündelschärfe von beispielsweise 100, die schon verhältnismäßig schwierig zu erreichen ist, und einer Tiefe von 1000 m, erfaßt der Lotstrahl bereits eine Fläche mit einem Durchmesser von 170 m gleichzeitig. Die Detailstruktur des Bodens kann daher nicht mehr genau wiedergegeben werden. Die Lotfolge im 1000-m-Meßbereich ist kleiner als einmal in der Sekunde, im 15-m-Meßbereich hingegen 50 Lotungen je Sekunde. Ein weiterer Nachteil bei der Tiefseelotung ist der, daß schwächere Echos, wie sie beispielsweise von Fischen in der Nähe des Meeresbodens erzeugt werden, infolge der großen Entfernung zum Schiff verlorengehen bzw. im Störpegel untertauchen.
  • Es ist bereits bekannt, vom Schiff aus einen unbemannten Behälter an einer besonderen Leine oder an der Kurrleine eines Fischnetzes unter Wasser nachzuschleppen, der die Schwinger einer Echolotanlage enthält, deren zugehöriges Anzeige- oder Registriergerät sich an Bord des Schiffes befindet.
  • Dabei können die Schwinger für eine Vertikallotung oder für eine Horizontallotung bestimmt sein, wobei im letzteren Falle die Richtung auch zyklisch selbsttätig geändert werden kann, so daß eine radarartige Abtastung des Horizontes, beispielsweise zum Aufsuchen von U-Booten, zustande kommt. In einem anderen bekannten Falle ist der Behälter mit einem eigenen Antrieb ausgestattet, so daß er dem Schiff an der Leine vorausläuft. Der Antrieb kann dabei aus im Behälter mitgeführten elektrischen Batterien gespeist werden. In einem weiteren bekannten Falle enthält ein in der Tiefe nachgeschleppter Behälter Horchgeräte, um auf diese Weise aus dem Störgeräusch des Schiffes herauszukommen. Bei allen diesen bekannten Anordnungen erfolgt aber die Feststellung der Echolot- oder Horchergebnisse an Bord des Schiffes. Dort befinden sich die entsprechenden Anzeige-, Registrier- oder akustischen Wiedergabegeräte sowie die zugehörigen Verstärker. Der Behälter ist also jeweils über ein elektrisches Kabel mit dem Überwasserschiff verbunden. Ein solches Kabel ist bei größeren Tiefen unbequem und schwierig zu handhaben, da es gegen mechanische Beschädigungen empfindlich ist und bei größeren Tiefen mit einer besonderen Zugentlastung ausgestattet werden muß, um das Eigengewicht des Kabels aufzufangen.
  • Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Echo lotung, bei welcher ein zur Echolotung dienender, mit Echolotschwingern ausgerüsteter Behälter in so großen Tiefen von einem Schiff nachgeschleppt wird, daß der restliche Abstand vom Behälter bis zum Meeresboden kleiner ist als der Abstand vom Schiff bis zum Behälter. Sie zeichnet sich dadurch aus, daß dieser Behälter nicht nur in an sich bekannter Weise eine eigene Stromversorgung, sondern auch eine Registriereinrichtung zur Aufzeichnung der Echolotergebnisse enthält, so daß keine elektrischen Leitungen von dem Behälter zum Schiff erforderlich sind, und daß das Schiff eine Einrichtung besitzt, mit welcher Zeitmarken in Form akustischer Signale zu dem Behälter übermittelt werden, welche von dem Registriergerät mit aufgezeichnet werden.
  • Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß es nicht in allen Fällen erforderlich ist, daß das Lotergebnis schon während der Lotung an Bord des Schiffes sichtbar gemacht und ausgewertet werden muß. Dies gilt vor allem für Vermessungs- und Forschungsarbeiten, wo es nicht auf eine unmittelbare wIrtschaftliche oder strategische Nutzbarmachung der Lotergebnisse ankommt. Um die richtige Auswertung der Lotergebnisse zu ermöglichen, werden daher die Zeitmarken übermittelt. Voraussetzung hierfür ist natürlich ein geeignetes Ortungsverfahren für das Überwasserschiff und eine Beziehung zwischen dem Schiffs ort und den eingetasteten Zeitmarken. Die erfindungsgemäße Einrichtung ist nicht nur von Vorteil, wenn der Behälter in sehr großen Tiefen nachgeschleppt wird, so daß eine elektrische Leitung sehr lang wird, sondern auch dann, wenn bei geringen Tiefen sehr viele Leitungen zwischen dem Behälter und dem Uberwasserschiff erforderlich sind. Dies ist z. B. der Fail bei einer Unterwasser-Flächenlotung, bei der eine Plattform unter Wasser nachgeschleppt wird, welche eine Vielzahl von Echolot-Sende- und Empfangsschwingern enthält, so daß bis zu 50 Leitungen zwischen dieser Plattform und dem Überwasserschiff erforderlich sind.
  • Die Gesamttiefe setzt sich zusammen aus der Länge der Schleppleine, die beispielsweise an der Haspel abgelesen werden kann, und der auf dem Registrierpapier in dem Behälter aufgezeichneten Entfernung vom Behälter bis zum Meeresboden. Da die Leine nicht senkrecht nach unten hängt, sondern infolge der Fahrt des Schiffes und des Strömungswiderstandes des Behälters und der Leine selbst einen nach rückwärts gerichteten Bogen beschreibt, bedarf der erstere Wert noch einer Korrektur. Diese kann aus einer Tabelle oder einer Kurvenschar entnommen werden, welche die wirkliche Tiefe als Funktion der Länge der Leine und der Geschwindigkeit des Schiffes angibt. Diese Kurven können z. B. dadurch gewonnen werden, daß man den Behälter bei verschiedenen Fahrtstufen und bei verschiedenen Längen der Leine jeweils von oben anlotet oder umgekehrt die Meeresoberfläche vom Behälter anlotet und die Ergebnisse im Behälter registriert.
  • Wie jedes andere Echolotgerät, so ist auch das in dem Behälter untergebrachte Gerät für einen bestimmten Meßbereich ausgelegt, der beispielsweise 0 bis 200 m betragen möge. Wird dieser Bereich infolge Anwachsens der Meerestiefe überschritten, so muß sich das Gerät durch Vorverlegung des Auslösezeitpunktes selbsttätig auf den nächsten Bereich von beispielsweise 100 bis 300m umschalten. Derartige selbsttätige Einrichtungen sind bekannt. Es ist aber auch möglich, diese Umschaltung vom Schiff aus durch Abstrahlung akustischer Steuersignale auszulösen, die von einem oder mehreren zusätzlichen Empfangsschwingern an der Oberseite des Behälters aufgenommen werden. Hierzu ist natürlich erforderlich, daß der Abstand des Behälters vom Meeresboden auf dem Schiff wenigstens annähernd bekannt ist. Das Schiff kann zu diesem Zweck selbst eine registrierende Echoloteinrichtung aufweisen, welche den Meeresboden unmittelbar anlotet. Diese Lotung sei im Folgenden als Bordlotung und die Lotung im Behälter zum Unterschied davon als Schleppiotung bezeichnet. Aus der Differenz des Ergebnisses der Bordleitung und der von der korrigierten Länge der Leine abgelesenen Tiefe des Behälters ergibt sich dann die Höhe des Behälters über dem Meeresboden, so daß das Bedienungspersonal erkennen kann, wann eine Bereichumschaltung notwendig ist. Im übrigen kann die Bordlotung auch so ausgebildet sein, daß der Behälter durch die Lotung miterfaßt wird, so daß er im Echogramm an Bord des Schiffes erkennbar ist, und dabei auch sein Abstand vom Meeresboden abgelesen werden kann.
  • Anstatt den Meßbereich des Registriergerätes im Behälter selbsttätig oder durch Fernsteuerung umzuschalten, kann man auch auf jede Bereichumschaltung verzichten und stattdessen bei Anderung der Meerestiefe den Behälter vom Schiff aus durch Ablassen der Leine tiefer herunterlassen oder umgekehrt, so daß ein Abstand vom Meeresboden von beispielsweise 200 m nicht überschritten wird und andererseits eine Bodenberührung vermieden wird.
  • Diese von Zeit zu Zeit vorgenommenen Veränderungen der Länge der Leine stellen sich im Registrierergebnis auf dem Papier des Behälters als Sprungstellen der Bodenkurve dar, was bei der Auswertung des Echogramms zu beachten ist. Es ist jedoch möglich, sowohl auf die vorstehend geschilderte Tiefennachführung des Behälters als auch auf eine Bereichumschaltung seines Lotgerätes zu verzichten, wenn man sich auf den Standpunkt stellt, daß die Schlepplotung nur Aufschluß über die Struktur des Bodens geben soll, während eine eindeutige Auskunft über den Abstand vom Behälter bis zum Meeresboden nicht erforderlich ist, nachdem die Gesamttiefe ohnehin vom Schiff aus gemessen wird. Die Anforderung an das Lotgerät kann also dahingehend vereinfacht werden, daß die aufzuzeichnenden Tiefenkurven keine eindeutige Beziehung zu der Null-Linie auf dem Registrierpapier zu haben brauchen. Andererseits muß natürlich dafür Sorge getragen werden, daß die aufzuzeichnende Bodenkurve nicht aus dem Bereich des Registrierpapiers herauswandert. Gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung wird daher folgendermaßen verfahren: Während eines Umlaufs der Schreibfeder wird eine Vielzahl von Sendeimpulsen gesendet, die einen konstanten zeitlichen Abstand voneinander aufweisen, der kleiner ist als die Zeitdauer, welche die Schreibfeder für das Überfahren der Papierhöhe benötigt. Auf diese Weise wird erreicht, daß bei Herauswandern der registrierten Kurve über den oberen oder unteren Papierrand hinaus eine zweite, parallel versetzte und kongruente Kurve von unten bzw. oben in das Papier hineinwandert. Die beiden Kurven stammen von Sendeimpulsen, die um gleiche Beträge gegenüber den zugehörigen beiden Null-Linien versetzt sind. Um welche Stufe diese Impulse vorverlegt sind, ist aus den Kurven jedoch nicht ersichtlich, so daß eine absolute Tiefenbestimmung nicht möglich ist, während jedoch Anderungen der Tiefe einwandfrei ablesbar sind.
  • In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Ein Überwasserschiff 1 zieht an einer Leine 2 den Behälter 3, welcher eine selbständige und mit Stromversorgungseinrichtungen ausgestattete Echolotapparatur mit sich führt, die ein Längsprofil des überfahrenden Meeresgrundes aufzeichnet. Die Lotwege sind dabei durch Pfeile 4 und 5 angedeutet.
  • Das Schiff besitzt seinerseits ebenfalls eine Echolotapparatur, mit welcher der Boden von oben angelotet wird. Diese Bordlotung, deren Lotwege mit 6 und 7 bezeichnet sind, liefert die absolute Tiefe des Meeresbodens, während die Schlepplotung in erster Linie die Aufgabe hat, über die Struktur des Bodens Auskunft zu geben. An dem Behälter sind unten die beiden Schwinger 8 und 9 für die Sendung und den Empfang der Lotimpulse dargestellt. Ein weiterer Schwinger 10 an der Oberseite des Körpers kann dazu dienen, vom Schiff aus Zeitmarken oder Steuersignale zu empfangen. Bezüglich der Zeitmarken wird noch bemerkt, daß die Eintastung der Marken im Registriergerät des Behälters mit einer Zeitverzögerung erfolgen muß, entsprechend der Zeitdifferenz, mit der Schiff und Behälter ein und denselben Punkt des Meeresbodens überlaufen. Der Behälter hat zweckmäßig stromlinienförmige Gestalt, damit er einen möglichst geringen Wasserwiderstand aufweist. Legt man durch die Längsachse des Körpers eine Ebene, welche auch die an der Unterseite des Körpers angebrachten Schwinger enthält, so muß zur Erzielung einer senkrechten Lotung dafür gesorgt werden, daß diese Ebene auf der Meeresoberfläche senkrecht steht und gleichzeitig die Längsachse des Behälters parallel zur Meeresoberfläche verläuft. Ersteres kann durch geeignete Tieflegung des Schwerpunktes des Behälters und letzteres beispielsweise durch Anordnung horizontaler Leitflächen 12 am Ende des Körpers erfolgen, die einen von einem Seilzug abhängigen Winkel einnehmen.
  • Fig. 2 zeigt das Prinzip des für die Schlepplotnng als besonders geeignet beschriebenen Lotgerätes. Auf dem umlaufenden Band 20 sind eine Feder 21 sowie eine Anzahl von Nocken 22, 23, 24, 25 und 26 angebracht, welche bei Überlaufen des ortsfesten Kontaktes 27 jeweils einen Sendeimpuls auslösen. Der Abstand der Nocken ist konstant und kleiner als die Papierhöhe. Echoimpulse, die von zwei zeitlich aufeinanderfolgenden Sendeimpulsen herrühren, müssen auch in dem gleichen Zeitabstand an der Feder 21 eintreffen, d. h., sie werden auf dem Papier in einem Abstand aufgezeichnet, der kleiner ist als die Papierhöhe, so daß, wenn die Kurve 29 aus dem Papier herauswandert, die Kurve 30 dafür in das Papier hineinwandert. Da die Kurven keine eindeutige Beziehung zu den beiden Nullinien 31 und 32 haben, können diese auch mit bekannten Mitteln unterdrückt werden. Ein geeigneter Aufzeichnungsmaßstab beträgt z. B. 0,5 cm/m, so daß einer Papierbreite von 20 cm einer Tiefenänderung von 40 m entspricht.
  • Die erfindungsgemäße Einrichtung kann verschiedene Abwandlungen erfahren, ohne daß der Rahmen der Erfindung überschritten wird. So kann z. B. der nach dem oben beschriebenen Verfahren ohne eine eindeutige Beziehung zur Null-Linie empfangene Echoimpuls außer zur Registrierung dazu benutzt werden, in einer Einrichtung des Behälters einen neuen, auf das Schiff zu gerichteten Sendeimpuls, vorzugsweise auf einer abweichenden Frequenz auszulösen, der auf dem Schiff empfangen und dort registriert wird, so daß auch auf dem Schiff eine Kurve des Meeresbodens zur Verfügung steht, welche allerdings weniger Details aufweist, da die schwachen Echos fehlen, welche nicht imstande sind, einen neuen Sendeimpuls in der Einrichtung des Behälters auszulösen. Das für die Aufzeichnung dieser vom Behälter abgestrahlten Impulse an Bord des Schiffes benötigte Registriergerät, das also keine Sendeimpulsauslösung besitzt, bedarf an sich keiner Synchronisierung. Jedoch kann man aus der mittleren Frequenz der empfangenen Impulse eine Regelspannung ableiten, welche die Umlaufzahi des registrierenden Organs mit der des umlaufenden Organs im Behälter wenigstens einigermaßen in Tritt hält, um so ein allzu häufiges Auswandern der Kurven aus dem Papier zu vermeiden.
  • Für Untersuchungen der Bodenbeschaffenheit, z. B. der Formen der Riffelbildungen auf dem Meeresboden von Geschiebewanderungen, ist die Anwendung einer Ausführungsform nach Fig. 3 besonders zweckmäßig. Ein druckdichter Behälter 40 enthält ein Echolot mit einem sehr kleinen Meßbereich und eine Registrierung in besonders großem Maßstab.
  • Der Meßbereich von z. B. 15 m gestattet die Registrierung mit 50 Lotungen je Sekunde und bei Verwendung einer Registrierpapierbreite von 10 bis 20 cm eine Registrierung im Maßstab 1: 20, d. h. 1 cm auf dem Papier sind 20 cm Tiefe. Der druckdichte Be- hälter ist auf einem Schlitten 41 montiert, dessen Abstand der Kufen groß genug ist, um eine scharfgerichtete Echolotung vorzugsweise mit Ultraschall hoher Frequenz durchzuführen. Die Kufen des Schlittens mögen 5 bis 10 m hoch sein. Außer dem druckdichten Behälter für die Aufnahme der Registrierapparatur hat der Schlitten zweckmäßig weitere Behälter 42 und 43, die geflutet und auch mittels Preßluft entleert werden können, damit der Schlitten auch an der Wasseroberfläche hinter einem Meßschiff hergeschleppt werden kann. Die Kufen können auch mit Rädern oder kettenartigen Einrichtungen versehen sein, mit denen der Schlitten auf dem Boden leichter vorwärtsbewegt werden kann. In den Schlitten eingebaute Preßluftfiaschen und ein über ein Kabel oder drahtlos mittels Unterwasserschall betätigbares Ventil kann dafür sorgen, daß beim Anfahren gegen ein Hindernis auf dem Boden die Wassertanks entleert werden, so daß der Schlitten sich selbsttätig befreit und an die Oberfläche aufschwimmt. Ein Registriergerät zeichnet selbsttätig mit hoher Impulsfolge in Form einer wirklichen Abbildung der Bodenform nur den Grund auf. Steht der Schlitten still, so hat man ein Grundgestell, das über längere Zeit zur automatischen Registrierung von über dem Boden hinweggleitenden Geschiebe dient. Zieht man ihn langsam auf dem Boden weiter, so können alle Bodenunebenheiten infolge der großen Lotfolge und des großen Aufzeichnungsmaßstabes gut erkannt werden, worin ein Fortschritt für die Ozeanographie oder die Untersuchung von Sandwanderungen und Riffelbildungen in Küstennähe liegt.
  • Gemäß einer anderen Weiterbildung der Einrichtung kann an Stelle eines einfachen Körpers mit nur einem Schwingerpaar ein floßartiger Körper von der Gestalt oder wenigstens von dem Profil eines Flugzeugflügels nachgeschleppt werden, welcher eine größere Breite aufweist und mit einer Vielzahl von Schwingerpaaren in gleichmäßigen Abständen besetzt ist. Mit einer solchen oder ähnlich ausgebildeten Einrichtung kann eine Vielzahl von Längsprofilkurven gleichzeitig auf einer gemeinsamen Papierfläche geschrieben werden. Der Körper braucht dabei nicht im ganzen druckfest ausgebildet zu sein, sondern es genügt, wenn die Kammer, welche die elektrische Ausrüstung aufnimmt, wie in Fig. 3, druckfest ausgebildet ist, während die übrigen Teile geflutet werden können. Insbesondere in dieser Form ist das Verfahren nach der Erfindung auch zum Aufsuchen von verborgenen oder verlorengegangenen Gegenständen geeignet. Voraussetzung hierfür ist natürlich ein geeignetes Ortungsverfahren für das Schiff und eine Beziehung zwischen dem Ort des Schiffes und dem in das Registriergerät eingetasteten Zeitmarken.

Claims (8)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zur Echolotung, bei welcher ein zur Echolotung dienender, mit Echolotschwingern ausgerüsteter Behälter in so großen Tiefen von einem Schiff nachgeschleppt wird, daß der restliche Abstand vom Behälter bis zum Meeresboden kleiner ist als der Abstand vom Schiff bis zum Behälter, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Behälter nicht nur in an sich bekannter Weise eine eigene Stromversorgung, sondern auch eine Registriereinrichtung zur Aufzeichnung des Echolotergebnisses enthält, so daß keine elektrischen Leitungen von dem Behälter zum Schiff benötigt werden, und daß das Schiff eine Einrichtung besitzt, mit welcher Zeitmarken in Form akustischer Signale zu dem Behälter übermittelt werden, welche von dem Registriergerät mitaufgezeichnet werden.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter als breites Unterwasserfloß ausgebildet ist, der in Richtung quer zur Schlepprichtung mit einer Vielzahl von Sender-Empfänger-Paaren in gleichmäßigem Abstand besetzt ist, und daß in dem Registriergerät des Behälters gleichzeitig eine Vielzahl von Längsprofilkurven aufgezeichnet werden.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter als Schlitten ausgebildet ist, der auf Kufen über den Boden des Gewässers gezogen wird.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3 mit Meß bereichumschaltung der Registriereinrichtung im Behälter, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßbereich selbsttätig oder vom Schiff aus durch akustische Steuersignale umschaltbar ist, wenn der Abstand des Behälters zum Meeresboden einen vorgegebenen Wert über- oder unterschreitet.
  5. 5. Verfahren zur Echolotung mit einer Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3 ohne Meßbereichumschaltung der Registriereinrichtung im Behälter, dadurch gekennzeichnet, daß die in regel- mäßigen Abständen ausgestrahlten Sendeimpulse des Lotgerätes einen zeitlichen Abstand voneinander haben, der kleiner ist als die Zeit, welche das Registrierorgan zum Überfahren des Re gist rierpapiers benötigt.
  6. 6. Verfahren zur Echolotung auf einem Schiff mit Echoloteinrichtung und mit einer Einrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig vom Schiff aus, vorzugsweise auf einer anderen Frequenz, der Meeresboden unmittelbar angelotet wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in die beiden Registriergeräte Zeitmarken eingetastet werden, weiche eine zeitliche Beziehung zwischen den beiden Registnerungen herstellen.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die empfangenen Bodenechos in einer Einrichtung des Behälters einen neuen, nach oben gerichteten Sendeimpuls auslösen, der im Schiff empfangen und dort registriert wird.
    In Betracht gezogene Druck schriften: Deutsche Patentschriften Nr. 463 043, 916242; deutsche Auslegeschriften Nr. 1029713, 1036120, 1045860; französische Patentschrift Nr. 1 123 640; USA.-Patentschriften Nr. 2418 846, 2576 155, 1487138.
DEF28897A 1959-07-10 1959-07-10 Einrichtung und Verfahren zur Echolotung, insbesondere fuer Zwecke der Tiefseeforschung Pending DE1158881B (de)

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