DE1158520B - Verfahren zur Herstellung der Hydrohalogenide von Halogeniden der Lysergsaeure- und Dihydrolysergsaeure-Reihe - Google Patents
Verfahren zur Herstellung der Hydrohalogenide von Halogeniden der Lysergsaeure- und Dihydrolysergsaeure-ReiheInfo
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- DE1158520B DE1158520B DES76127A DES0076127A DE1158520B DE 1158520 B DE1158520 B DE 1158520B DE S76127 A DES76127 A DE S76127A DE S0076127 A DES0076127 A DE S0076127A DE 1158520 B DE1158520 B DE 1158520B
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C231/00—Preparation of carboxylic acid amides
- C07C231/12—Preparation of carboxylic acid amides by reactions not involving the formation of carboxamide groups
Landscapes
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
S76127IVd/12p
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFT: 5. DEZEMBER 1963
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFT: 5. DEZEMBER 1963
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung der Hydrohalogenide von Halogeniden der
Lysergsäure- und Dihydrolysergsäure-Reihe der allgemeinen Formel
CO-Hai
N-CH3
worin Ri ein Wasserstoffatom, eine Alkyl- oder Aralkylgruppe bedeutet,iTy^für die Gruppierung
-CH = C oder -CH2-CH
und Hai für ein Chlor- oder Bromatom steht, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man eine Lysergsäure
oder Dihydrolysergsäure der allgemeinen Formel
Verfahren zur Herstellung
der Hydrohalogenide von Halogeniden
der Lysergsäure- und Dihydrolysergsäure-Reihe
der Hydrohalogenide von Halogeniden
der Lysergsäure- und Dihydrolysergsäure-Reihe
Anmelder:
Sandoz A. G., Basel (Schweiz)
Sandoz A. G., Basel (Schweiz)
Vertreter: Dr. W.-Schalk, Dipl.-Ing. P. Wirth,
Dipl.-Ing. G. E. M. Dannenberg
und Dr. V. Schmied-Kowarzik, Patentanwälte,
Frankfurt/M., Große Eschenheimer Str. 39
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 4. Oktober 1960 und 16. August 1961
(Nr. 11 132 und Nr. 9548)
(Nr. 11 132 und Nr. 9548)
Dr. Albert Frey, Riehen (Schweiz),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
COOH
N-CH3
II
Ri-N-
bei einer Temperatur zwischen —10 und +1200C
in Gegenwart von Phosphoroxychlorid oder einem inerten Lösungsmittel mit einem Phosphorhalogenid
der allgemeinen Formel PHaU, worin η die Zahl 3 oder 5 bedeutet, oder mit einem Thionylhalogenid
der allgemeinen Formel SOHaIo umsetzt.
Als Phosphorhalogenid der allgemeinen Formel PHaIn können beispielsweise Phosphorpentachlorid,
Phosphorpentabromid oder Phosphortrichlorid und als Thionylhalogenid der allgemeinen Formel SOHafe
Thionylchlorid verwendet werden. Als inerte Lösungsmittel werden z. B. Acetonitril, Schwefelkohlenstoff,
Chloroform oder Dimethylformamid verwendet.
Das neue Verfahren wird beispielsweise so durchgeführt, daß man eine Lysergsäure oder Dihydrolysergsäure
der allgemeinen Formel II in Phosphoroxychlorid oder einem inerten Lösungsmittel
aufschlämmt und die Mischung mit einer äquivalenten Menge oder einem Überschuß eines der
genannten Halogenierungsmittel versetzt und bei Temperaturen von —10 bis 120° C reagieren läßt. Die
Hydrohalogenide der Säurehalogenide werden durch Abdampfen des Lösungsmittels im Vakuum oder
durch Verdünnen des Reaktionsgemisches mit Petroläther oder Hexan isoliert, wobei die Säurehalogenide
als Hydrohalogenide ausfallen und abfiltriert werden können. Diese werden als hellgraue,
mitunter hygroskopische Kristallpulver erhalten.
Das Halogenatom der Lysergsäure und Dihydrolysergsäure-Verbindungen
der allgemeinen Formel I zeichnet sich durch große Beweglichkeit aus; es ist leicht durch die verschiedenartigsten Atomgruppen
ersetzbar. Darauf beruht die Bedeutung der erfindungsgemäß hergestellten Verbindung als wertvolle
309 767/399
Zwischenprodukte. Die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen dienen z. B. als Ausgangsmaterialien
zur Herstellung von Verbindungen vom Typus der peptidartigen Mutterkornalkaloide und von anderen
physiologisch hochwirksamen Amiden der Lysergsäure und Dihydrolysergsäure-Reihe.
Die Halogenide der Lysergsäure- und Dihydrolysergsäure-Reihe waren bisher nicht bekannt, weil
die Säuren der allgemeinen Formel II für so säureempfindlich gehalten wurden, daß sie sich unter den
benötigten sauren Reaktionsbedingungen zersetzen, und die Säurehalogenide der Lysergsäure- und Dihydrolysergsäure-Reihe
aus diesem Grunde nicht faßbar sein sollten.
Unerwarteterweise wurde nun aber gefunden, daß sich unter verschiedensten Bedingungen die Hydrohalogenide
der Verbindungen der allgemeinen Formel I herstellen und sogar isolieren und aufbewahren
lassen.
Die Ausdrücke »Lysergsäure« und »Dihydrolysergsäure«, wie sie in der Beschreibung dieses
Verfahrens angewendet werden, gelten für alle möglichen Stereoisomeren der Lysergsäure- bzw. der
Dihydrolysergsäure-Reihe.
In den nachfolgenden Beispielen, welche die Ausführung des Verfahrens erläutern, wurden kolorimetrisch
als 95%ig befundene, trockene Lysergsäure oder deren Derivate eingesetzt. Die Temperaturen
sind in Celsiusgraden angegeben. Die Schmelzpunkte sind unkorrigiert.
D-Lysergsäure-chlorid-hydrochlorid
35
536 mg D-Lysergsäure werden in 10 ecm frisch
destilliertem Phosphoroxychlorid fein suspendiert und unter Rühren mit 416 mg feinpulverisiertem,
frisch sublimiertem Phosphorpentachlorid versetzt. Das Reaktionsgemisch wird nun 2 Minuten bei
Zimmertemperatur geschüttelt, hierauf auf 90° aufgeheizt und 2 Minuten bei dieser Temperatur belassen.
Darauf wird das Phosphoroxychlorid im Wasserstrahlvakuum abgedampft und das zurückbleibende
graue Pulver mit Hexan zweimal gewaschen. Das als hellgraues Kristallpulver vorliegende D-Lysergsäurechlorid-hydrochlorid
hat einen Schmelzpunkt von 310 bis 315° im evakuierten Röhrchen; Ausbeute: 45%.
50 Beispiel 2
D-Lysergsäure-chlorid-hydrochlorid
268 mg D-Lysergsäure werden in 3 ecm Phosphoroxychlorid
aufgeschlämmt, mit 120 mg Thionylchlorid versetzt und die Mischung 3 Minuten auf 90° erhitzt.
Nach Abdampfen der leichtflüchtigen Anteile im Vakuum hinterbleibt das Hydrochlorid des Säurechlorids
als grüngraues Pulver; Ausbeute: 50%.
Beispiel 3
D-Lysergsäure-chlorid-hydrochlorid
D-Lysergsäure-chlorid-hydrochlorid
268 mg D-Lysergsäure werden, wie im Beispiel 2 beschrieben, mit Phosphorpentachlorid in Phosphoroxychlorid
umgesetzt. Anstatt aber das Phosphoroxy-Chlorid im Vakuum zur Trockne einzudampfen, wird
das Reaktionsgemisch mit der fünffachen Menge η-Hexan verdünnt, wobei das D-Lysergsäure-chloridhydrochlorid
als graues Pulver ausfällt. Man filtriert und wäscht den Filterkuchen mit η-Hexan gut nach,
so daß die letzten Reste von Phosphoroxychlorid, das in Hexan sehr gut löslich ist, herausgewaschen werden.
Das Säurechlorid-hydrochlorid wird im Hochvakuum getrocknet und kann im Dunkeln gut aufbewahrt
werden; Ausbeute: 48%.
Beispiel 4 D-Dihydrolysergsäure-chlorid-hydrochlorid
270 mg D-Dihydrolysergsäure werden in 5 ecm
Phosphoroxychlorid fein suspendiert und unter Rühren mit 208 mg Phosphorpentachlorid versetzt.
Das Reaktionsgemisch wird auf 90° erhitzt und 2 Minuten bei dieser Temperatur belassen. Jetzt wird
das Phosphoroxychlorid im Wasserstrahlvakuum abgedampft und das zurückbleibende farblose Pulver
mit Hexan zweimal gewaschen. Das Hydrochlorid des D-Dihydrolysergsäurechlorids schmilzt über 300°;
Ausbeute: 52%.
Beispiel 5 l-Methyl-D-lysergsäure-chlorid-hydrochlorid
564 mg 1-Methyl-D-lysergsäure (F. 239 bis 240°;
[a]l° = +116° [c = 0,5 in n/10-Methansulfosäure])
werden in 8 ecm Petroläther und 2 ecm Äther aufgeschlämmt
und die Mischung bei —10 bis —5° mit einem Gemisch von 10 ecm Petroläther und 8 ecm
Phosphoroxychlorid versetzt. Nun gibt man bei derselben Temperatur 457 mg Phosphorpentachlorid zu
und läßt 2 Stunden weiterrühren. Hierauf wird das Reaktionsgemisch mit 80 ecm Petroläther verdünnt
und das als graues Pulver ausgefallene Hydrochlorid des Säurechlorids abfiltriert und im Vakuum von
11 mm bei 40° getrocknet; F. 265° (Zersetzung im evakuierten Röhrchen); Ausbeute: 39%.
Die als Ausgangsmaterial verwendete 1-Methyl-D-lysergsäure wird wie folgt hergestellt:
5 g 1-Methyl-ergotamin (F. 185°; [a]l° = -170°
[c — 1 in CHC^]) werden unter Stickstoff in einer Aufschlämmung
von 12,5 g kristallisiertem Bariumhydroxyd in 40 ecm einer Mischung aus gleichen
Teilen Wasser und Alkohol V-k Stunden unter Rückfluß
gekocht. Die Lösung wird auf Zimmertemperatur abgekühlt, mit 5 ecm konzentrierter Ammoniaklösung
versetzt und das Barium als Bariumsulfat durch Zusetzen von 40,5 ecm 2 η-Schwefelsäure gefällt.
Die Lösung wird nun filtriert, der Filterkuchen mit fünfmal 40 ecm einer lnormalen Lösung von
Ammoniak in 50%igem Alkohol nachgewaschen und die klare Lösung im Vakuum eingeengt. Beim Einengen
kristallisiert die 1-Methyl-D-lysergsäure aus der Lösung aus, in feinen gelblichen Kristallen (F. 239
bis 240°; [α]!?= +116° [c = 0,5 in n/10-Methansulfosäure]).
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zur Herstellung der Hydrohalogenide von Halogeniden der Lysergsäure- und Dihydro-lysergsäure-Reihe der allgemeinen Formel CO-HaiRi-NN-CH310worin Ri ein Wasserstoffatom, eine Alkyl- oder Aralkylgruppe bedeute^iTy^für die Gruppierung-CH = C oder -CH2-CHund Hai für ein Chlor- oder Bromatom steht, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Lysergsäure oder Dihydrolysergsäure der allgemeinen Formel COOHRi-Nbei einer Temperatur zwischen —10 und + 1200C in Gegenwart von Phosphoroxychlofid oder einem inerten Lösungsmittel mit einem Phosphorhalogenid der allgemeinen Formel PHalra, worin η die Zahl 3 oder 5 bedeutet, oder mit einem Thionylhalogenid der allgemeinen Formel SOHaI2 umsetzt.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 659 085.© 309 767/399 11.63
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1158520X | 1960-10-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1158520B true DE1158520B (de) | 1963-12-05 |
Family
ID=4560565
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES76127A Pending DE1158520B (de) | 1960-10-04 | 1961-10-03 | Verfahren zur Herstellung der Hydrohalogenide von Halogeniden der Lysergsaeure- und Dihydrolysergsaeure-Reihe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1158520B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE659085C (de) * | 1936-06-20 | 1938-04-28 | Chem Fab Vormals Sandoz | Verfahren zur Darstellung von Verbindungen von der Art der Mutterkornalkaloide |
-
1961
- 1961-10-03 DE DES76127A patent/DE1158520B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE659085C (de) * | 1936-06-20 | 1938-04-28 | Chem Fab Vormals Sandoz | Verfahren zur Darstellung von Verbindungen von der Art der Mutterkornalkaloide |
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