DE1158142B - Maschine zum Aufwickeln von Kabeln, Seilen od. dgl. Stranggut auf eine mit Endflanschen versehene Trommel - Google Patents
Maschine zum Aufwickeln von Kabeln, Seilen od. dgl. Stranggut auf eine mit Endflanschen versehene TrommelInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
S 71608 Vmd/21c
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 28. NOVEMBER 1963
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 28. NOVEMBER 1963
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Aufwickeln von Kabeln od. dgl. auf eine mit Endflanschen
versehene Trommel, die motorisch angetrieben ist und die zwischen zwei vertikalen Rahmenteilen
auf durch kraftbetätigte Vorrichtungen zueinander und auseinander beweglichen und in der Höhe verstellbaren,
in mittlere Öffnungen der Trommel eingreifenden Aufnahmespindel aufgenommen ist.
Beim Aufwickeln großer Längen von Stranggütern, beispielsweise von elektrischen Kabeln, Seilen für
Hebezeuge od. dgl., treten ganz besondere Probleme auf, weil das aufzuwickelnde Kabel, Seil od. dgl., das
meistens unmittelbar von der Herstellungsmaschine kommt, vom Beginn des Wickeins bis zur Beendigung
unter stets gleichbleibender, jedoch veränderlicher Spannung auf die Trommel gewickelt werden muß.
Schon die leeren Trommeln für große Kabellängen sind sperrig und schwer zu handhaben. Dies wird
natürlich noch schwieriger, wenn die Trommeln voll bewickelt sind und dann oft Gewichte von 201 und
mehr haben. Es ist daher außerdem erforderlich, geeignete Mittel zum Anheben und Einsetzen der
leeren Trommeln in die Maschine, zum einfachen Kuppeln zwischen der Trommel und dem Antriebsmotor
sowie zum Absetzen der fertigbewickelten Trommeln und deren Entfernen aus der Maschine
vorzusehen.
Während des Aufwickelbetriebes kommt es häufig vor, daß der Wickelvorgang unterbrochen werden
muß. Beim Wiederanfahren sind dann zur Überwindung der Kraftreibung, die infolge der großen Massen
erheblich über der Gleitreibung während des Laufes liegt, und zur Beschleunigung der Trommel
auf die gewünschte Drehzahl sehr große Drehmomente erforderlich. Da diese erhöhten Drehmomente
nur beim Anfahren der Maschine benötigt werden, ist zur Beschränkung des Antriebsmotors auf die
normale Antriebsleistung eine Vorrichtung zweckmäßig, welche beim Anfahren der Maschine kurzzeitig
ein zusätzliches Drehmoment für die Trommel liefert. Diese Beschleunigungsvorrichtung soll so ausgebildet
sein, daß jeglicher Durchhang des Kabels, Seils od. dgl. zwischen der Trommel und der Herstellungsmaschine,
der vor dem Anfahren der Wikkelmaschine vorhanden sein sollte, ausgeschaltet wird,
um sicherzustellen, daß die Schlaffe nicht ruckartig aufgenommen wird, weil hierdurch Beschädigungen
auftreten könnten.
Mit der eingangs beschriebenen Maschine, von der die Erfindung ausgeht, sind die vorstehend angegebenen
Probleme nicht zu lösen. Die Spindeln zur Aufnahme der Trommel sind bei dieser bekannten
Maschine zum Aufwickeln von Kabeln,
Seilen od. dgl. Stranggut auf eine mit
Endflanschen versehene Trommel
Anmelder:
Syncro Machine Company,
Perth Amboy, Middlesex, N. J. (V. St. A.)
Perth Amboy, Middlesex, N. J. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. K. Boehmert
und Dipl.-Ing. A. Boehmert, Patentanwälte,
Bremen 1, Feldstr. 24
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 28. März 1960 (Nr. 18 166)
V. St. v. Amerika vom 28. März 1960 (Nr. 18 166)
Carl Otto Bruestle, Metuchen, Middlesex, N. J.
(V. St. Α.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Maschine in den Rahmenteilen der Maschine gelagert, die relativ zu- und auseinander beweglich angeordnet
sind. Diese Anordnung setzt ein gemeinsames Bett mit Führungen für die Rahmenteile voraus, was
einen erheblichen Bearbeitungsaufwand erforderlich macht. Wenn man die großen, von den beweglichen
Rahmenteilen drehbar aufzunehmenden Gewichte berücksichtigt, so wird klar, daß diese Ausbildung zur
Lösung der vorliegenden Aufgabe der Erfindung schlecht geeignet ist. Hinzu kommt, daß die Höhenverstellung
der die Trommeln aufnehmenden Spindein durch Verschieben der Lagerköpfe entlang vertikaler
Führungsbahnen erfolgt, was wiederum den Bearbeitungsaufwand erheblich erhöht. Eine zwangläufige
Triebverbindung zwischen der treibenden Spindel und der Trommel sowie eine Vorrichtung zur
Bestimmung der Spannung im aufzuwickelnden Kabel besitzt diese bekannte Maschine ebensowenig wie eine
Vorrichtung zum kraftbetätigten Anheben und Senken der Trommel.
Eine andere bekannte Kabeltrommel mit motorischem Antrieb weist auf einer horizontalen Achse
schwenkbar angeordnete Hebel auf, die zur Lagerung der Trommel dienen. Die in parallelem Abstand an-
309 750/336
geordneten Hebel sind in Ständern vertikal geführt und durch in den Ständern angeordneten Gewindespindern
höhenverstellbar. Auf den Hebeln sind Lager zur Aufnahme einer Welle vorgesehen, die von
einer Seite der Trommel durch diese hindurchgeführt ist. Auf der Welle ist ein Arm befestigt, der einen in
einer Öffnung des Trommelflansches eingreifenden Mitnehmer trägt. Eine Verstellung des Abstandes
zwischen den die Welle tragenden Hebeln ist nicht
Es zeigt sich sogleich, daß die erfindungsgemäß ausgebildete Maschine nicht nur baulich sehr einfach
und wirtschaftlich herstellbar ist, sondern daß sie auch die beim Bewickeln sehr großer Trommeln auftretenden
Probleme in überraschend einfacher, jedoch wirksamer Weise löst. Das gilt für das leichte Einbringen
der Trommel, für die einfache Herstellung ihrer Antriebsverbindung, für die automatische Konstanthaltung
der Spannung des Kabels od. dgl. beim
vorgesehen, so daß nur Trommeln gleicher Breite io Wickelvorgang und für die leichte, schnelle Verstell
aufgenommen werden können. Das Einführen der Welle in die Trommel ist von Hand nur bei verhältnismäßig
kleinen Trommeln möglich; bei großen Trommeln, wie sie erfindungsgemäß verwendet wer-
barkeit der Maschine zur Aufnahme verschieden breiter und im Durchmesser verschieden großer
Trommeln. Außerdem bietet die erfindungsgemäße Maschine die Möglichkeit, eine Bedienungsperson
den, wäre ein Kran erforderlich. Ferner ist keine 15 mehrere Wickelmaschinen überwachen zu lassen.
Gewähr dafür gegeben, daß bei einer Höhenverstel- In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist
lung der Hebel, die mit Hilfe der handbetätigten Gewindespindeln erfolgt, die Lager der Trommelwelle
fluchten. Eine Vorrichtung zur Regelung der Span-
Zur Veranschaulichung der Erfindung wird ein Ausführungsbeispiel an Hand der Zeichnungen näher
beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht der Aufwickelvorrichtung gemäß der Erfindung, wobei Teile nach der Linie 1-1
der Fig. 2 geschnitten sind,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt in der Ebene der Linie 2-2 der Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht des Seilkupplungsantriebs der Vorrichtung von rechts gesehen, wie in Fig. 1
durch die Linien 3-3 angedeutet ist,
Fig. 4 einen Querschnitt des Seilkupplungsantriebs in der Ebene 4-4 der Fig. 3,
Fig. 5 einen Schaltplan der pneumatischen Steuerung für die Vorrichtung zum Instellungbringen und
Anheben der Trommelarme sowie für den Hilfsmotor.
Wie insbesondere aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, sind die Maschinenelemente an zwei Seitenrahmen 10 abeine
Vorrichtung vorgesehen, mit der auf den Mitnehmer von einer zusätzlichen Quelle während eines
kurzen Intervalls Kraft ausgeübt werden kann, wenn
nung des aufzuwickelnden Kabels ist ebenfalls nicht 20 die Drehung des Mitnehmers und der Trommel einvorhanden.
Zur Lösung des Erfindungsproblems ist geleitet wird,
somit auch diese Kabeltrommel nicht geeignet.
Um die Spannung des aufzuwickelnden Kabels,
Seils od. dgl. zu regeln und um die ruhende Reibung
beim Anfahren der Maschine zu überwinden, hatte 25
man bisher eine verstellbare Reibungskupplung vorgesehen, deren Spannung beim Anfahren der Maschine, insbesondere bei unterbrochenem Wickelbetrieb, zunächst erhöht und dann wieder vermindert
werden mußte. Während des Laufs der Maschine 30
mußte diese Kupplung infolge des sich vergrößernden
Wickeldurchmessers und der sich dadurch ändernden
Spannung des Kabels od. dgl. ständig verstellt werden.
Dies ist naturgemäß nicht erwünscht, weil dies eine
erfahrene Bedienungsperson erforderlich macht, die 35
die Maschine laufend überwacht. Außerdem mußte
bei dieser Anordnung der Antriebsmotor für die
Höchstlast, d. h. für die Überwindung der ruhenden
Reibung und die Beschleunigung der Trommel auf
die gewünschte Drehzahl ausgelegt sein, was erfin- 40 gestützt. Zwischen diesen Rahmen ist eine Hohlwelle dungsgemäß vermieden werden soll, um die Er- 11 angeordnet, auf welcher zwei Trommelstützarme stellung und den Betrieb der Maschine wirtschaft- 12 und 13 gleitend angebracht sind, licher zu gestalten. Zwei Verankerungsarme 14 und 15 sind verstellbar
Seils od. dgl. zu regeln und um die ruhende Reibung
beim Anfahren der Maschine zu überwinden, hatte 25
man bisher eine verstellbare Reibungskupplung vorgesehen, deren Spannung beim Anfahren der Maschine, insbesondere bei unterbrochenem Wickelbetrieb, zunächst erhöht und dann wieder vermindert
werden mußte. Während des Laufs der Maschine 30
mußte diese Kupplung infolge des sich vergrößernden
Wickeldurchmessers und der sich dadurch ändernden
Spannung des Kabels od. dgl. ständig verstellt werden.
Dies ist naturgemäß nicht erwünscht, weil dies eine
erfahrene Bedienungsperson erforderlich macht, die 35
die Maschine laufend überwacht. Außerdem mußte
bei dieser Anordnung der Antriebsmotor für die
Höchstlast, d. h. für die Überwindung der ruhenden
Reibung und die Beschleunigung der Trommel auf
die gewünschte Drehzahl ausgelegt sein, was erfin- 40 gestützt. Zwischen diesen Rahmen ist eine Hohlwelle dungsgemäß vermieden werden soll, um die Er- 11 angeordnet, auf welcher zwei Trommelstützarme stellung und den Betrieb der Maschine wirtschaft- 12 und 13 gleitend angebracht sind, licher zu gestalten. Zwei Verankerungsarme 14 und 15 sind verstellbar
Es ist schließlich bei Tiefladern zum Transport auf der Welle 11 befestigt. Zwischen jedem der
von Kabel- oder Seiltrommeln an sich bekannt, die 45 Arme 14 und 15 und Verlängerungen 16 bzw. 17 der
Tragarme der Trommeln mittels einer hydraulischen Arme 12 und 13 sind hydraulische Zylinder 18 und
19 angeordnet, die getrennt steuerbar sind, um den entsprechenden Trommelarm in beiden Richtungen
zu bewegen und dabei den Abstand zwischen diesen Armen zu vergrößern oder zu verringern.
Sowohl die Trommelarme 12 und 13 als auch die Arme 14 und 15 sind auf die Welle 11 aufgekeilt, die
sich daher mit den Trommelarmen drehen.
Wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich, ist an
zwei sich mit dieser verschwenkende, durch druck- 55 jedem Trommelarm, von denen in Fig. 2 nur der
mittelbetätigte Vorrichtungen axial verschiebbare Arm 13 gezeigt ist, eine Hebevorrichtung angebracht.
Arme angeordnet sind, in welchen die Spindeln ge- Die Hebevorrichtung besteht aus einem hydraulischen
lagert sind, daß ein die Drehkraft auf die Trommel Zylinder für jeden Trommelarm, wobei der linke
übertragender Mitnehmer zusammen mit einer der Zylinder mit 20 und der rechte mit 21 bezeichnet ist.
Spindeln in eine radial von der Spindel versetzte 60 Diese Zylinder sind mit den üblichen Zugstangen 22
Öffnung der Trommel einführbar und über eine die und 23 und Kolbenstangen 24 und 25 ausgerüstet.
Spannung des aufzuwickelnden Kabels regelnde Vor- Blöcke 26 und 27 sind fest mit den Zugstangen 22
richtung angetrieben ist und daß zum Bewegen der bzw. 23 und den Zylindern 20 bzw. 21 verbunden.
Spindeln in einer im wesentlichen vertikalen Rieh- Die Blöcke 26 bzw. 27 sind gelenkig in den Betätitung
druckmittelbetätigte Einrichtungen vorgesehen 65 gungsgliedern 28 bzw. 29 gelagert, welche an den
sind, die sich zwischen den Trommelarmen und einer entsprechenden Armen 12 bzw. 13 befestigt sind.
Fläche des Maschinengestells in an sich bekannter Am unteren Ende einer jeden Kolbenstange 24
Weise abstützen. bzw. 25 der Zylinder 20 bzw. 21 sind Rollen 30 bzw.
Einrichtung zu heben bzw. zu senken, die sich zwischen den Tragarmen und dem Gestell abstützt. Eine
ähnliche Einrichtung wird erfindungsgemäß zum Heben und Senken der Trommel angewendet.
Gegenüber allen bekannten Vorrichtungen zeichnet sich die Erfindung, die deren Mangel und Nachteile
überwinden soll, dadurch aus, daß auf einer hin- und herdrehbar in den Rahmenteilen gelagerten Welle
31 vorgesehen, welche eine Umfangsnut aufweisen,
mit der sie auf einer Schiene 32 laufen, welche an einer Grundschiene 33 befestigt ist, welche sich längs
zwischen den Rahmen 10 erstreckt. Es ist ersichtlich, daß die Zylinder 20 bzw. 21 bei ihrer Betätigung
bewirken, daß die entsprechenden Arme angehoben werden, wobei sie um die Lager, in welchen die Welle
11 gelagert ist, verschwenkt werden. Wie später noch ersichtlich werden wird, erfolgt die Zuführung
hydraulischer Flüssigkeit zu den Zylindern 20 bzw. 21 gleichzeitig, so daß die Arme 12 sich synchron
bei ihrer Schwenkbewegung bewegen.
Am rechten Ende der Welle 11 ist ein Arm 34 befestigt. Nahe dem unteren Ende dieses Armes ist ein
Lager 35 angeordnet, wobei an diesem Lager und an einem Lager 36 am Trommelarm 13 eine Welle 37
gelagert ist. Hieraus ist ersichtlich, daß sich die Welle 37 beim Verschwenken der Trommelarme ebenfalls
um die Achse der Welle 11 verdreht. Der rechte Rahmen 10 ist mit einem gekrümmten Schlitz 38
versehen, durch welchen sich die WeUe 37 erstreckt. Da die Welle 37 als Keilwelle ausgebildet ist und mit
einer als Keilwellenbohrung ausgebildeten Nabe eines Kettenrades 86 zusammenwirkt, dürfte klar sein, daß
sich der Trommelarm 13 axial bewegen kann, während das Zahnrad 40 mit einem Zahnrad 41 im Eingriff
bleibt. Gleichzeitig bleibt das Kettenrad 86 in ausgerichteter Stellung zu dem mit ihm zusammenwirkenden,
später noch zu beschreibenden Kettenrad.
Am rechten Ende der Welle 37 ist ein Zahnrad 40 fest angeordnet, welches mit einem Zahnrad 41 im
Eingriff steht, das drehbar auf einer Welle 42 angeordnet ist, die ihrerseits konzentrisch zur Welle 11 im
Arm 34 angeordnet ist. Mit ihrem gegenüberliegenden oder rechten Ende ist die Welle 42 drehbar in
einer Buchse 43 gelagert, welche ihrerseits in einer Buchse 44 angeordnet ist, welche auf einem Stützbock
45 befestigt ist (s. Fig. 3).
Das Zahnrad 41 ist nicht unmittelbar auf der Welle 42 angebracht, sondern an der Buchse 46 befestigt,
welche drehbar auf der Welle 42 gelagert ist. An der Buchse 46 ist weiterhin · ein sich nach beiden Seiten
erstreckender Arm 47 befestigt (s. Fig. 3), der an seinen äußeren Enden Stütz- und Zugglieder 48 bzw.
50 für die Seiltriebelemente 51 bzw. 52 trägt. Die Seiltriebe 51 und 52 wirken mit einer Trommel 53
zusammen, wobei die Trommel eine Nabe aufweist, die drehbar auf der Buchse 46 gelagert ist. Auf der
Nabe 54 ist ein Kettenrad 55 befestigt, welches durch eine Kette von einer Kraftquelle angetrieben wird,
wobei diese Kraftquelle die gleiche sein kann wie die der Kabelherstellungsmaschine.
Aus vorstehendem ist ersichtlich, daß sich die Trommel 53 dauernd mit einer bestimmten Geschwindigkeit
dreht, wenn die Maschine im Betrieb ist. Durch Verstärken oder Nachlassen des Zuges an
den Seilen 51 und 52 wird sich der Doppelarm 47 mit einer schnelleren oder langsameren Geschwindigkeit
bewegen, die jedoch immer eine lineare Geschwindigkeit aufweist, welche größer ist als die der Kabelherstellung.
Da die tatsächliche lineare Geschwindigkeit notwendigerweise die der Kabelherstellung ist,
wird infolgedessen die Spannung im Kabel eingestellt.
Die Vorrichtung zur Verstellung der Seilspannung während des Aufwickelvorganges ist am besten aus
den Fig. 3 und 4 ersichtlich. Wie schon erwähnt, ist an jedem Ende des Doppelarmes 47 eine Seilbefestigung
und Vorrichtung zur Verstellung der Seilspannung vorgesehen, die im ganzen mit 48 bzw. 50 bezeichnet
sind. Die Vorrichtung 48 soll im einzelnen beschrieben werden, wobei darauf hingewiesen wird,
daß die Vorrichtung 50 identisch ausgebildet ist.
Die Vorrichtung 48 weist eine Welle 56 auf, die drehbar in einer am einen Ende des Doppelarmes 47 befestigten Nabe 57 gelagert ist. Am einen Ende der Welle 56 ist eine Seilscheibe 58 befestigt, während am gegenüberliegenden Ende eine Seilklemmenstütze
Die Vorrichtung 48 weist eine Welle 56 auf, die drehbar in einer am einen Ende des Doppelarmes 47 befestigten Nabe 57 gelagert ist. Am einen Ende der Welle 56 ist eine Seilscheibe 58 befestigt, während am gegenüberliegenden Ende eine Seilklemmenstütze
ίο 60 angebracht ist. Die Seilklemmenstütze 60 weist
Öffnungen auf, die sich durch ihr oberes Ende erstrecken, während ihr unteres Ende als Haken 61
ausgebildet ist. Das Seil 51 ist in einer der beiden Öffnungen mittels der Seilklemme 62 befestigt. Das
Seil erstreckt sich dann zur Trommel 53 hin und um dieselbe, wobei es in mit Rillen versehenen Abschnitten
der Trommel liegt. Das Seil ist dann um den Haken 61 geschlungen und in einer zweiten Rille
der Trommel zurückgeführt, wobei es sich durch die zweite Öffnung der Klemme 60 erstreckt und darin
durch eine weitere Seilklemme 62 in Stellung gehalten wird.
Von der rechten Seite des Doppelarmes 47 erstrecken sich Rippen nach außen, an denen zwei
Führungsrollen 63 und 64 angeordnet sind. Ein Seil ist an der Seilscheibe 58 einer jeden Verstellvorrichtung
48 bzw. 50 befestigt, wobei diese Seile mit 65 und 66 bezeichnet sind. Die Seile 65 und 66 erstrecken
sich dann um die entsprechenden Führungsrollen 63 bzw. 64 und sind an einer Buchse 67 befestigt,
welche drehbar auf einem Lager 68 angeordnet ist. Das Lager 68 ist auf einer Buchse 70
angeordnet, welche mit Gewinde auf der Buchse 43 angebracht ist.
Am äußersten Ende der Buchse 43 ist ein Handrad 71 angeordnet. Es ist ersichtlich, daß beim
Drehen des Handrades 71 die Buchse 70 als Mutter wirkt, um sich axial auf der Welle 42 zu bewegen.
Die Mutter oder Buchse 70 wird mittels eines daran befestigten Stiftes, der gleitend in eine Öffnung des
Lagers 44 eingreift, an einer Verdrehung gehindert. Wenn sich daher die Mutter axial bewegt und dabei
die Buchse 67 mitnimmt, bewirken die Seile 65 und 66 eine Verdrehung der Wellen 56, so daß die
Klemmen 60 verdreht und dabei die Spannung in den Seilen 51 und 52 vergrößert bzw. verringert wird.
Aus Fig. 1 ist ersichtlich, daß jeder der Arme 12
bzw. 13 mit einer Spindel 74 bzw. 75 versehen ist.
Die Spindeln 74 bzw. 75 greifen in die mittlere Öffnung der Trommel ein, die in strichpunktierten
Linien gezeichnet und mit 76 bezeichnet ist, und bilden so die Aufnahmezapfen für die Trommel.
Die rechte Spindel 75 ist an einer Welle 77 angeordnet, welche in geeigneten Lagern 78 in einer
Öffnung 80 des Armes 13 gelagert ist. Auf das linke Ende der Welle 77 ist eine Mitnehmerscheibe 81
aufgekeilt, welche einen Mitnehmerstift 82 trägt, der in eine Öffnung des Trommelflansches eingreift. Auf
dem rechten Ende der Welle 77 ist ein Ratschenrad 83 aufgekeilt. Mit den Zähnen des Ratschenrades 83
wirken Sperrklinken 84 (s. Fig. 2) zusammen, welche schwenkbar an einer Seite eines Kettenrades 85 befestigt
sind, welches drehbar auf der Welle 77 angeordnet ist. Auf diese Weise kann die Mitnehmerscheibe
81 mit ihrem Mitnehmer 82 von Hand so verstellt werden, daß der Mitnehmerstift genau zur
Mitnehmeröffnung im Trommelflansch ausgerichtet ist, ohne den Antriebsmechanismus betätigen zu
müssen, da die Ratschenanordnung diese Verstellung gestattet.
Das Kettenrad 85 wird von der Welle 37 her über das auf dieser Welle befestigte Kettenrad 86 und die
Kette 87 angetrieben.
Am Ratschenrad 83 ist ein Kettenrad 88 befestigt, welches mittels einer Kette 90 durch ein Kettenrad
91 angetrieben wird, welch letzteres auf der Welle einer Überholkupplung 89 befestigt ist, die von einem
hydraulisch oder pneumatisch betätigten Hilfsmotor
92 angetrieben wird (s. Fig. 2). Der Hilfsmotor 92 ist auf dem rechten Trommelarm 13 angeordnet.
Der Motor 92 kann ein hydraulischer Motor sein, bei dem ein Flügelrad drehbar innerhalb des Zylinders
angeordnet und so einstellbar ist, daß es weniger als eine vollständige Umdrehung macht. Dieser Motor
wird so gesteuert, daß er jedesmal betätigt wird, wenn die Aufwickelvorrichtung in Gang gesetzt wird,
wobei der Motor 92 der Trommelwelle 77 beim Anlaufen einen Stoß erteilt, um die ruhende Reibung
zu überwinden. Außerdem sind, wie noch ersichtlich werden wird, Vorkehrungen getroffen, um den Motor
92, falls erforderlich, wiederholt zu betätigen, um Schlaffheit des Seiles zwischen der letzten Winde der
Kabelmaschine und der Trommel aufzunehmen.
In Fig. 5 ist eine pneumatische Einrichtung zur Betätigung der verschiedenen zuvor beschriebenen
Vorrichtungen gezeigt, die mit einer hydraulischen Einrichtung vergleichbar, jedoch insofern einfacher
zu beschreiben ist, als keine Rückführleitungen zu einem gemeinsamen Behälter benötigt werden. Die
Betätigung dieser Steuerungen und der verschiedenen zuvor beschriebenen Vorrichtungen soll in Verbindung
mit den dem Anbringen einer Trommel in der Maschine folgenden Vorgängen, wie das Anbringen
des Kabels an der Trommel, das Entfernen von Schlaffheit des Kabels, die Einstellung der
Kabelspannung, die Betätigung zur vollständigen Bewicklung der Trommel und die Entfernung der vollen
Trommel aus der Maschine, betrachtet werden.
Zunächst bringt die Bedienungsperson eine Trommel auf den Fußboden mit ihren mittleren Öffnungen
in vertikale Ausrichtung mit den Spindeln 74 und 75, wobei die Mitnehmeröffnung zur Aufnahme des Mitnehmerstiftes
in irgendeiner Winkelstellung liegen kann. Hierauf betätigt er das Steuerventil 93 in der
richtigen Richtung, um die Trommelarme 12 und 13 anzuheben oder herabzulassen, bis die Spindeln 74
und 75 horizontal mit der Trommelachse ausgerichtet sind.
Die Bedienungsperson verdreht nunmehr die Mitnehmerscheibe 81 (im Gegenuhrzeigersinne, wenn
man Fig. 2 betrachtet), um den Mitnehmer 82 in seiner Winkelstellung mit der Mitnehmeröffnung im
Trommelflansch auszurichten, wobei dies durch die Anordnung der Überholkupplung, bestehend aus dem
Ratschenrad 83 und den Sperrklinken 84, möglich ist.
Als nächstes betätigt die Bedienungsperson eines der Steuerventile 94 bzw. 95, um der unken Seite des
Zylinders 18 oder der rechten Seite des Zylinders 19 Druckmittel zuzuführen. Durch diese Betätigung wird
eine der Spindeln 74 bzw. 75 in ihre Stellung in die axiale Trommelöffnung bewegt.
Hierauf wird das nicht betätigte Steuerventil der beiden Ventile 94 bzw. 95 betätigt, um die andere
Spindel in ihre Stellung in ihre Trommelöffnung zu bewegen. Bei der Bewegung der Spindel 75 wird
natürlich auch der Mitnehmer 82 bewegt, der ebenfalls in die Mitnehmeröffnung im Trommelflansch
eingreift.
Die Bedienungsperson betätigt nun wieder das Ventil 93 in Anheberichtung, wobei die Trommel von
ihrer Stütze am Fußboden oder dergleichen Fläche in eine gewünschte Stellung zum Aufwickeln des
Kabels angehoben wird. Das Kabel wird jetzt an der Trommel in bekannter Weise angebracht, und
die Bedienungsperson kann durch Betätigung eines
ίο Druckknopfes 96 einen Stromkreis schließen, in dem
ein solenoidbetätigtes Ventil 97 liegt, um dadurch den Motor 92 zu betätigen und die Trommel um
einen kleinen Winkelbetrag zur Aufnahme der Schlaffheit im Kabel zu bewegen. Der Druckknopf
96 kann so oft betätigt werden, wie es notwendig ist, um jegliche Schlaffheit aus dem Kabel zu entfernen.
Als nächstes schließt die Bedienungsperson den
Stromkreis, in welchem das Ventil 97 liegt, indem er den elektrischen Kontakt 98 schließt. Dieser Kontakt
98 liegt im Stromkreis des Antriebsmotors der Kabelmaschine und bleibt normalerweise geschlossen.
Infolge des Anlaufens der Hauptkabelmaschine wird das Kettenrad 55 angetrieben und über dieses die
in Triebverbindung stehenden, bereits beschriebenen Vorrichtungen, einschließlich der Seilkupplung und
des Überholgetriebes, wobei die Trommel in der Aufwickelrichtung gedreht wird. Die Spannung an
der Seilkupplung wird mittels des Handrades 71, wie zuvor beschrieben, verstellt, um das Kabel gespannt
zuhalten und die vorschriftsmäßige Zusammenwirkung mit der letzten Winde der Hauptkabelmaschine
vorzusehen, während außerdem das Kabel mit der richtigen Spannung auf die Trommel gewickelt
wird. Wie schon zuvor bemerkt, kann die Spannung der Seilkupplung während des Betriebes
der Maschine verstellt werden, um dadurch den Veränderungen der Kabelspannung Rechnung zu tragen,
welche durch Faktoren, wie den sich ständig vergrößernden Durchmesser der Kabellagen beim Aufwickeln
auf die Trommeln, erzeugt werden.
Wie ersichtlich, wird beim Schließen des Kontaktes 98 ebenfalls das Ventil 97 betätigt, was eine
Betätigung des Hilfsmotors 92 zur Folge hat, der über die Überholkupplung 89 der Trommel einen
Stoß erteilt, welcher die ruhende Reibung überwindet, so daß der Hauptantrieb den Antrieb über
die Ratschenüberholkupplung, wie zuvor beschrieben, übernehmen kann. Wenn die Hauptmaschine aus
irgendeinem Grunde zum Stillstand kommt, wird der Kontakt 98 geöffnet, wobei dann Druckmittel der
gegenüberliegenden Seite des Hilfsmotors zugeführt wird, um ihn in seine Ausgangsstellung zurückzubewegen,
so daß er wieder für eine Anstoßbetätigung bereit ist, wenn die Maschine durch Schließen des Kontaktes 98 in der zuvor beschriebenen
Weise wieder in Gang gesetzt wird.
Wenn die Trommel voll bewickelt ist, betätigt die Bedienungsperson das Ventil 93, um die Zylinder 20
und 21 über Drosselöffnungen mit der Atmosphäre zu verbinden. Hierdurch wird die Abwärtsbewegung
der vollen Trommel verzögert, so daß sie sanft auf den Fußboden oder einer anderen Stützfläche abgesetzt
werden kann. Hierauf betätigt die Bedienungsperson die Steuerventile 94 und 95, um der
rechten Seite des Zylinders 18 und der linken Seite des Zylinders 19 Druckmittel zuzuführen, so daß der
Abstand zwischen den Spindeln 74 und 75 vergrößert und gleichzeitig der Mitnehmer aus der Mitnehmer-
öffnung des Trommelflansches entfernt wird. Hierdurch
wird ein Aufwickelvorgang vervollständigt, und die bewickelte Trommel kann nun aus der
Maschine entfernt werden.
Aus Fig. 5 und der vorstehenden Beschreibung kann entnommen werden, daß die Zylinder 18 und
doppeltwirkend sind und daß die Steuerventile 94 und 95 so angeordnet sind, daß sie Druckluft oder
ein anderes Druckmittel beim Betätigen des Handgriffes nach links der linken Seite und beim Betätigen
des Handgriffes nach rechts der rechten Seite zuführen. Die Zylinder 20 und 21 sind jedoch einfach
wirkend, wobei das Steuerventil 93 nur drei Stellungen aufweist und in einer derselben Druckmittel
den Zylindern zuführt, während in einer zweiten oder mittleren Stellung das Druckmittel in den Zylindern
gehalten und in einer dritten Stellung das Druckmittel aus den Zylindern ausgelassen wird.
Eine weitere Beschreibung des in Fig. 5 gezeigten Schaltschemas dürfte sich erübrigen, wobei jedoch
noch erwähnt werden soll, daß ein Druckmittelbehälter mit 100 bezeichnet ist, welcher über die
verschiedenen Rohrleitungen 101 mit den Steuerventilen 93, 94, 95, 97 und den druckmittelbetätigten
Zylindern verbunden ist.
Während ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes beschrieben worden ist, soll
die Erfindung keineswegs hierauf beschränkt sein, da Änderungen, ohne vom Erfindungsgedanken abzuweichen,
möglich sind.
Claims (17)
1. Maschine zum Aufwickeln von Kabeln od. dgl. auf eine mit Endflanschen versehene
Trommel, die motorisch angetrieben ist und die zwischen zwei vertikalen Rahmenteilen auf durch
kraftbetätigte Vorrichtungen zueinander und auseinander beweglichen und in der Höhe verstellbaren,
in mittlere Öffnungen der Trommel eingreifende Aufnahmespindeln aufgenommen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß auf einer hin- und herdrehbar in den Rahmenteilen gelagerten Welle
(11) zwei sich mit dieser verschwenkende, durch druckmittelbetätigte Vorrichtungen (18, 19) axial
verschiebbare Arme (12, 13) angeordnet sind, in welchen die Spindeln (74, 75) gelagert sind, daß
ein die Drehkraft auf die Trommel (76) übertragender Mitnehmer (82) zusammen mit einer
der Spindeln in eine radial von der Spindel versetzte Öffnung der Trommel einführbar und über
eine die Spannung des aufzuwickelnden Kabels regelnde Vorrichtung (47 bis 53) angetrieben ist
und daß zum Bewegen der Spindeln (74, 75) in einer im wesentlichen vertikalen Richtung druckmittelbetätigte
Einrichtungen (20, 21) vorgesehen sind, die sich zwischen den Trommelarmen (12, 13) und einer Fläche (32) des Maschinengestelles
in an sich bekannter Weise abstützen.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung (83, 84) vorgesehen
ist, welche eine Verdrehung des Mitnehmers (82) gegenüber den kraftbetätigten Mitteln (85) von Hand gestattet, so daß der Mitnehmer
in seiner Winkelstellung zur Flanschöffnung der Trommel (76) ausgerichtet werden
kann.
3. Maschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung
(92) vorgesehen ist, mit der auf den Mitnehmer
(82) Kraft von einer zusätzlichen Quelle während eines kurzen Intervalls ausgeübt werden kann,
wenn die Drehung des Mitnehmers und der Trommel (76) eingeleitet wird.
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Vorkehrungen (83, 84) vorgesehen
sind, die eine manuelle Verdrehung des Mitnehmers (82) um die Spindelachse unabhängig
von den Kraftmitteln gestatten, welche eine Ratsche (83) und eine Sperrklinkenanordnung
(84) aufweist, die zwischen den Antriebsmitteln
(85) und dem Mitnehmer (82) angeordnet sind.
5. Maschine nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ratschenanordnung
(83, 84) ein in fester Drehverbindung mit dem Mitnehmer (82) stehendes Ratschenrad (83),
erne konzentrisch zum Ratschenrad, jedoch unabhängig davon verdrehbare Scheibe (85)
und Sperrklinken (84) aufweist, welch letztere schwenkbar an der Scheibe (85) gelagert und
durch Federn gegen die Zähne des Ratschenrades
(83) gedrückt sind.
6. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellvorrrichtung (47
bis 53) der Kraftübertragung eine Rutschkupplung (51 bis 53) aufweist.
7. Maschine nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rutschkupplung
(51 bis 53) eine durch die Kraftmittel (55) angetriebene Trommel (53), einen Doppelarm
(47), der koaxial mit der Trommel (53) und unabhängig davon verdrehbar ist, Vorkehrungen
(48, 50) an dem Doppelarm (47), welche um die Trommel (53) geschlungene Seile (51, 52) halten,
und Vorrichtungen (43) aufweist, die axial beweglich zur Trommel (53) und dem Doppelarm (47)
angeordnet sind, um die Seilhaltevorrichtungen (48, 50) so zu betätigen, daß der Druck der Seile
(51, 52) auf die Trommel (53) verändert wird.
8. Maschine nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Kraftquelle
(92) eine druckmittelbetätigte Einrichtung aufweist, die mit dem Mitnehmer (82) über die
Überholkupplung (83, 84) in Triebverbindung steht.
9. Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die druckmittelbetätigte Einrichtung
(92) einen Hub aufweist, welcher nur einen Bruchteil einer vollständigen Umdrehung des
Mitnehmers (82) beträgt.
10. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Rutschkupplung
(47 bis 53) koaxial zu der hin- und herdrehbaren Welle (11) nahe einem Ende derselben
angeordnet ist und daß zwei Zahnräder (40, 41) vorgesehen sind, von denen eines (41) koaxial
ausgerichtet zu der hin- und herdrehbaren Welle (11) und das andere (40) an einem der Trommelarme (13) angeordnet ist, um die Kraft von der
Rutschkupplung (47 bis 53) auf den Mitnehmer (82) in jeder Stellung der Trommelarme (12, 13)
relativ zum Maschinenbett zu übertragen.
11. Maschine nach den Ansprüchen 1 bis 10, gekennzeichnet durch eine Rutschkupplung (47
bis 53), die als Seilkupplung ausgebildet ist, be-
309 750/336
stehend aus einer Welle (42), einer drehbar auf der Welle (42) angeordneten Trommel (53), die
von einer Kraftquelle angetrieben ist, einen sich diametral in entgegengesetzten Richtungen erstreckenden
Doppelarm (47), der drehbar auf der Welle (42) angeordnet ist, und einer Seilhalte-
und Klemmvorrichtung (48, 50), welche an jedem Ende des Doppelarmes (47) angeordnet ist und
die im wesentlichen axial ausgerichtet zum Umfang der Trommel (53) ist, wobei jede Seilklemmvorrichtung
(48, 50) eine drehbar im Doppelarm (47) gelagerte Welle (56), sich radial auswärts
von der Welle erstreckende Seilklemmteile (60, 62) und einen sich radial einwärts von der Welle
erstreckenden Haken (61) aufweist, und daß in dem Klemmteil (60, 62) ein Seil (51, 52) eingespannt
ist, welches um den Umfang der Trommel (53), dann um den Haken (61) herum und wieder
über den Umfang der Trommel zurückgeführt ist, wobei das gegenüberliegende Ende in der Klemmvorrichtung
(60, 62) festgeklemmt ist, wobei Mittel (58) vorgesehen sind, um die Welle (56) gleichzeitig zu verdrehen und dadurch die Spannung
der Seile (51, 52) zu verstellen, wobei ferner am Doppelarm (47) Mittel befestigt sind, um sich
mit demselben zu drehen und dabei Kraft von der Kupplung zu übertragen.
12. Maschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß auf jeder der hin- und herdrehbaren
Wellen (56) eine Seilscheibe (58) befestigt ist, an denen je ein Seil (65, 66) fest angeordnet
ist, daß die Seile (65,66) über Führungsmittel (63, 64) geführt sind, so daß sich ihre
Enden parallel zur Kupplungswelle (42) erstrecken, daß manuell betätigte Mittel (71) vorgesehen
sind, um die Stellung der Seile (65, 66) axial zur Welle (42) zu verstellen, um dadurch
eine Verdrehung der hin- und herdrehbaren Wellen (56) und der Seilklemmvorrichtungen (48,
50) zu bewirken, um die Spannung der Seile (51, 52) auf der Trommel (53) zu verstellen, und daß
ferner am Doppelarm (47) Mittel befestigt sind, die sich mit demselben drehen und Kraft von der
Kupplung übertragen.
13. Maschine nach den Ansprüchen 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß Stützteile vorgesehen
sind, welche sich axial auswärts vom Doppelarm (47) nahe der Mitte desselben erstrecken, an
welchen Seilrollen (63, 64) drehbar gelagert sind, daß eine mit Gewinde versehene Buchse (43) auf
der Kupplungswelle (42) drehbar gelagert und mit einem Handrad (71) verbunden ist, daß auf der
mit Gewinde versehenen Buchse (43) eine Mutter (70) angeordnet ist, wobei Mittel (72) vorgesehen
sind, um die Mutter (70) gegen Drehung zu sichern und dadurch eine Axialbewegung derselben
zu bewirken, wenn das Handrad (71) und die Buchse (43) gedreht werden, daß auf der Mutter
(70) eine Seilklemmvorrichtung drehbar angeordnet ist und Mittel aufweist, um die Seile (65, 66)
mit der Klemmvorrichtung zu verbinden, so daß eine Bewegung des Handrades (71) eine Drehung
der hin- und herdrehbaren Wellen (56) und der ihnen zugeordneten Seilklemmvorrichtungen (48,
50) zur Verstellung der Spannung der Seile (51,
52) auf der Trommel (53) zu bewirken, während sich die Kupplung dreht.
14. Maschine nach den Ansprüchen 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel (53)
mit Umfangsrillen versehen ist, in denen die Seile (51, 52) liegen, wobei die Seilstränge, die in der
einen Klemmvorrichtung (60, 62) befestigt und in dem Haken (61) derselben aufgenommen sind,
umgekehrt angeordnet sind wie die Seilenden, die in den zweiten Klemmteil befestigt und im Haken
desselben aufgenommen sind.
15. Maschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine zusätzliche Kraftquelle
(92) vorgesehen ist, welche einen druckmittelbetätigten Motor aufweist, der auf einem der
Trommelarme (13) angeordnet ist, und daß die Schlupfkupplung eine Überholkupplung (83, 84)
ist, die mit dem Motor (92) in Triebverbindung steht, wobei die Kupplung unmittelbar mit dem
Mitnehmer (82) verbunden ist.
16. Maschine nach den Ansprüchen 1 bis 15, welche das Kabel unmittelbar von einer Kabelherstellungsmaschine
übernimmt und bei der die Kraftquelle die gleiche wie die für die Kabelherstellungsmaschine
ist, dadurch gekennzeichnet, daß von der Kraftquelle der Kabelherstellungsmaschine
eine verstellbare Kupplung (47 bis 53) angetrieben ist, welche den Mitnehmer (82) antreibt,
daß die Hilfskraftquelle einen Motor (92) mit kurzem Hub aufweist, daß ferner die Überholkupplung
(83, 84) unmittelbar mit dem Mitnehmer (82) verbunden ist und daß manuell betätigbare Mittel (97) vorgesehen sind, um die
Hilfskraftquelle (92) zu betätigen und dabei den Mitnehmer (82) und die Trommel (76) in kleinen
Winkelverdrehungen vorzuschieben, um die Kabellänge zwischen der Herstellungsmaschine
und der Trommel in einem gewünschten Ausmaß zu spannen, daß ferner Mittel (97, 98) vorgesehen
sind, die bei der Einschaltung der Kraftquelle der Kabelherstellungsmaschine wirksam werden, um
die Hilfskraftquelle (92) einzuschalten und dabei einen Vorschub des Mitnehmers (82) um einen
kleinen Winkelbetrag zu bewirken, um die ruhende Reibung der Teile und die Trägheit der
Trommel (76) bei Inbetriebsetzung der Kabelherstellungsmaschine und des Mitnehmers zu
überwinden.
17. Maschine nach den Ansprüchen 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß eine sich in Längsrichtung
zwischen den Rahmenteilen erstreckende Schiene (32, 33) vorgesehen ist, auf denen an den
druckmittelbetätigten Vorrichtungen angeordnete Rollen (31) kufen, daß manuell betätigte Mittel
(93) vorgesehen sind, um die druckmittelbetätigten Vorrichtungen (20, 21) zum Anheben der
Trommelarme (12, 13) zu betätigen, und daß die Hilfsquelle (92) in ihre normale, nicht erregte
Stellung zurückgeführt wird, wenn die Kraftquelle der Kabelformmaschine abgeschaltet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 1038144, 1013 344;
französische Patentschrift Nr. 1126 871.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
® 309 750/336 11.63
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ID=21786593
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