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DE1156730B - Gesteins- und sonstige Drehbohrmaschine - Google Patents

Gesteins- und sonstige Drehbohrmaschine

Info

Publication number
DE1156730B
DE1156730B DES48419A DES0048419A DE1156730B DE 1156730 B DE1156730 B DE 1156730B DE S48419 A DES48419 A DE S48419A DE S0048419 A DES0048419 A DE S0048419A DE 1156730 B DE1156730 B DE 1156730B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spindle
gear
drilling
shaft
rock
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES48419A
Other languages
English (en)
Inventor
Bruno Stuhl
Dr-Ing Karlheinz Bretthauer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES48419A priority Critical patent/DE1156730B/de
Publication of DE1156730B publication Critical patent/DE1156730B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B19/00Handling rods, casings, tubes or the like outside the borehole, e.g. in the derrick; Apparatus for feeding the rods or cables
    • E21B19/08Apparatus for feeding the rods or cables; Apparatus for increasing or decreasing the pressure on the drilling tool; Apparatus for counterbalancing the weight of the rods
    • E21B19/081Screw-and-nut feed mechanisms

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Drilling And Boring (AREA)

Description

  • Gesteins- und sonstige Drehbohrmaschine Die neue Einrichtung betrifft eine Gesteins- und sonstige Drehbohrmaschine, bei der parallel zur Bohrwelle eine Antriebsspindel sich im Gestänge abstützt und den Vorschub der Bohrwelle bestimmt. Antriebsspindel und Bohrwelle stehen in einem Antriebskopf über Stirnräder miteinander in Verbindung, die teils längsverschiebbar, teils drehbar und teils über Spindelmuttern auf Antriebsspindel und Bdhrwelle angeordnet sind.
  • Bei derartigen Bohrmaschinen wird die Antriebsspindel beim Rücklauf der Bohrwelle (Umkehr der Drehrichtung) auf Druck, d. h. entsprechend dem relativ großen Verhältnis von Spindellänge zu Spindeldurchmesser vor allem auf Knickung beansprucht. Während diese Belastung von der Antriebsspindel und deren Lagern bei ungehindertem Rücklauf ohne weiteres aufgenommen wird, ist die Gefahr einer Beschädigung bei gehemmtem Rücklauf - etwa durch Klemmen der Bohrwelle im Bohrloch - sehr groß. Einer unzulässigen Belastung könnte zwar durch eine überdimensionierung begegnet werden, doch würden Gesteinsbohrinaschinen der hier betrachteten Art dadurch bedeutend aufwendiger und vor allem schwerer.
  • Die neue Gesteins- und sonstige Drehbohrmaschine vermeidet diesen Nachteil. Die Lösung besteht darin, daß zwischen einem auf der Antriebsspindel längs verschiebbaren Stimrad, das mit einem Stimrad der Bohrwelle im Eingriff steht, und einem auf der Antriebsspindel längs verschiebbar angeordneten Stimrad, das mit einem ebenfalls über eine Spindelmutter versehenen Stirnrad auf der Bohrwelle im Eingriff steht, eine durch Federkraft auskuppelbare Lamellenkupplung eingefügt ist.
  • Die Verwendung von Lamellenkupplungen ist an sich bei derartigen Bohrmaschinen bekannt. Doch ist bei diesen bekannten Bohrmaschinen die Kupplung zwischen zwei Stimrädem auf der Behrwelle angeordnet und dient dazu, bei unzulässig hoher Andruckkraft einen Schlupf zwischen der Bohrwelle und der einen Getriebestufe zu erlauben.
  • Die bei der neuen Bohrmaschine vorgesehene Lamellenkupplung wirkt dagegen nicht nach Art einer Rutschkupplung, sondem ist vielmehr im normalen Bohrbetrieb ausgekuppelt. Erst bei gehemmtem Bohrerrücklauf wird die Lamellenkupplung eingekuppelt, wodurch einmal die Rücklaufgeschwindigkeit der Bohrwelle herabgesetzt und zum anderen das Drehmoment zur Linksdrehung der Bohrwelle, also zur Drehung in entgegengesetzter Richtung erhöht wird.
  • Zur näheren Erläuterung sei auf die Zeichnung Bezug genommen, in der ein Ausführungsbeispiel der neuen Bohrmaschine dargestellt ist; es zeigt Fig. 1 eine Gesamtdarstellung in Seitenansicht, Fig. 2 einen Querschnitt der Fig. 1 nach der Linie II-II, Fig. 3 einen Schnitt durch den Antriebskopf und die die Kräfte übertagenden Bauelemente, Fig. 4 eine Einzeldarstellung und Fig. 5 eine schematische Darstellung der Lamellenkupplung nach Fig. 3.
  • Das Grundgestell der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Bohrmaschine umfaßt als wesentlichen Teil ein Führungsbett; es ist aus zwei U-Schienen 1 und 2 zusammengesetzt, die durch mehrere Stege 3 zu einer Einheit zusammengefaßt sind. Das aus den Teilen 1 bis 3 bestehende Grundgestell kann von einem beliebigen Halter getragen sein. Im Ausführungsbeispiel ist eine Halterung nach Art einer Parallelführung angenommen. Von ihr sind in Fig. 1 der mit dem Grundgestell 1, 2, 3 verbundene Tragkopf 4 und die beiden Stangen 5 der Parallelogrammführung sichtbar. Die Stangen 5 führen zu einem Haltekopf, der in an sich bekannter Weise an einem Ständer oder einem Wagen, dem sogenannten Bohrwagen, befestigt ist.
  • Die U-Schienen 1 und 2 sind vom mit einem Endstück 6 verbunden, das seinerseits einen Abstützkopf 7 und ferner ein Lager 8 für die Bohrstange 9 trägt. Auf das vordere Ende der Bohrstange 9 ist die Bohrschneide 10 aufgeschraubt. Mit ihrem rückwärtigen Ende ist die Bohrstange 9 über die, Kupplung 11 mit der Bohrwelle 12 verbunden. Diese ist innerhalb des Antriebskopfes 13 gelagert. An dem aus den Teilen 1 bis 3 bestehenden Grundgestell ist drehbar, aber nicht längsverschiebbar die Gewindespindel 14 gelagert; sie wird vorzugsweise unter Zwischenschaltung eines Getriebes 15 üb-.r eine Gelenkwelle 16 von einem Motor 1.7 angetrieben. Dieser Motor 17 ist vorzuasweise leicht lösbar an dem Traggestell 1 bis 3 unbeweglich gehaltert. Das Getriebe 15 bewirkt lediglich eine über- bzw. Untersetzung zwischen der Welle 16 und der Spindel 14. Der Antriebskopf 13 ist, wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, an den U-förrnigen Schienen 1 und 2 geführt. Der Vorschub des Antriebskopfes 13 und der über ihn angetriebenen Bohrstange 9 erfolgt durch Drehen der Spindel 14. Im einzelnen geht das noch aus der folgenden Beschreibung der Fig. 3 hervor.
  • Das Gehäuse des Antriebskopfes 13 nach Fig. 1 ist in Fig. 3 mit 18 bezeichnet. An diesem Gehäuse 18 stützt sich die Bohrwelle 12 mit dem Drucklager 20 ab. Durch einen Bund 34 wird die Welle 12 innerhalb des Gehäuses gegen Längsverschiebungen P er -rt. Wesentliche Belastungen sind am Bund 34 siche nicht zu erwarten, da der Andruck vom Drucklager 20 aufgenommen wird. Die vom Bund 34 aufzunehmenden Belastungen bei gehemmtem Rücklauf sind demgegenüber verhältnismäßig klein. Der über die Bohrstange 9 und die Bohrwelle 12 auf das Gehäuse 18 ausgeübte Druck wird von der Spindel 14 aufgefangen, die ihrerseits mit dem Drhcklager j6 sich am Endstück 6 des Grundgestells 1, 2, 3 abstützt. Das Gehäuse 18 hält sich gleichsam über die noch zu beschreibenden Getriebeteile an der Spindel 14 fest und diese wiederum an dem Endstück 6, so daß also die auf die Bohrschneide 10 wirkende Andruckkraft schließlich von dem Drucklager36 aufgenommen wird. Hierbei wird der mit dem Drucklager 36 verbundene vordere Teil der Spinde114 auf Zug beansprucht, und zwar lediglich auf Zug.
  • Der Antrieb für die Vorschubbewegung und für die Drehbewegung der Teile 12 und 9 erfolgt über die vom hinteren Ende aus (vgl. Fig. 1) angetriebene Spindel 14. Mit der Spindel 14 ist hinsichtlich ihrer Drehbewegung das Zahnrad 21 gekuppelt. Erfindungsgemäß ist zwischen diesem und der Spindelmutter 25 eine das Drehmoment des Stimrades 21 auf die Spindelmutter 25 übertragende Lamellenkupplung 40 zur Entlastung der Spindel eingefügt. Dabei ist das Zahnrad 21 mit dem Außenlamellenträger 40a der Lamellenkupplung 40 verbunden. Zwischen Außenlamellenträger 40a und Innenlainellenträger40b ist eine Tellerfeder41 als Vorspannfeder eingefügt. Sie ist am Getriebegehäuse 18 derart befestigt, daß ihre Vorspannung auf die Lamellenkupplung durch einen ständig in eine Ringnut der Lamellenkupplung eingreifenden Gabelzapfen übertragbar ist. Das Zahnrad 21 ist über zwei Paßfedern 21a, die in zwei entsprechenden Längsnuten 14 a der Spindel 14 eingreifen, mit dieser gekuppelt und in der Längsrichtung zur Spindel 14 verschiebbar. Das Zahnrad 21 steht in ständigem Eingriff mit dem Zahnrad 22 -, das lose drehbar auf der Bohrwelle 12 aufgebracht ist. Die Bohrwelle 12 trägt auf dem Teil ihrer Länge, der mit einem nicht selbstsperrenden, z. B. mehrgängigen Linksgewinde versehen ist, eine Kupplungsmutter 31 und ein Zahnrad 24, die je mit entsprechendem Innengewinde versehen sind.
  • Die Kupplungsmutter 31 ist in ihrem hinteren Teil (in der Zeichnung rechts) zur Reibungskupplung 32, z. B. Kegelkupplung, ausgebildet und hat am vorde-en Ende einen Bund 35. Eine rechtsgewundene Torsionsfeder 30 ist mit ihrem einen Ende an der Kupplungsmutter 31 befestigt und stützt sich mit ihrem anderen Ende gegen ein starr mit der Bohrwelle verbundenes Widerlager 33 ab. Das Zahnrad.24 trägt an seiner hinteren Seitenfläche eine Mitnehmerhülse 19. Die Funktion dieser Mitnehmerhülse 19 wird im folgenden noch beschrieben. Die Drehbewegung der Spindel 14 wird im übersetzungsverhältnis der Zahnräder 21 und 22 auf die Bohrwelle 12 lauiend übertragen. Die kraftschlüssige Verbindung des Zahnrades 22 mit der Bohrwelle 12 wird über die Reibungskupplung 32 und das Linksgewinde zwischen Kupplungsmutter 31 und Bohrwelle 12 hergestellt.
  • Zur Durchführung der Vorschubbewegung dient die Spindelmutter 25. Sie ist an ihrem vorderen Ende als Zahnrad 23 ausgebildet und trägt vorzugsweise auf ihrer ganzen Länge ein Innengewinde, mit dem sie in die Spindel 14 eingreift. Mit dem hinteren Ende der Spindelmutter 25 ist der Innenlamellenträger 40 b verbunden. Das Zahnrad 23 steht im Eingriff mit dem auf der Bohrwelle 12 sitzenden Zahnrad 24.
  • Es kann zunächst angenommen werden, daß das Zahnrad 24 starr mit der Bohrwelle 12 verbunden sei. Am vorderen Ende der Bohrwelle 12 ist die Gesperrescheibe 26 aufgebracht und starr mit dieser verbunden. Eine Rollenmitnehmerscheibe 28 sitzt lose drehbar auf der Bohrwelle 12 und trägt drehbar gelagerte Rollen 27, die bei Linksdrehung der Bohrwelle 12 so auf die Sperrflanken 26a auflaufen, daß sie zwischen diesen und dem fest mit Gehäuse 18 verbundenen Gesperrering 29 eine starre Verbindung herstellen und eine Blockierung der Bohrwelle 12 hervorrufen. Die Wirkungsweise dieses Freilaufes kann auch aus der Fig. 4 ersehen werden. Wie aus dieser Figur hervorgeht, werden die Rollen 27 durch eine Feder 37, die den Rollenträger 28 und die Gesperrescheibe 26 verbindet, in die Sperrstellung des Freilaufes hineingezogen. Die nachfolgenden Angaben über Drehrichtungen sind in Bohrrichtung gesehen zu verstehen.
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Die Bohrmaschine wird gemäß Fig. 1 angesetzt. Darauf wird der Motor 17 eingeschaltet. Die Spindel 14 beginnt sich nach links zu drehen und nimmt das Zahnrad 21 mit. Linksdrehung in Bohrrichtung gesehen, ist Drehung im Gegenuhrzeigersinn. Das Zahnrad21 dreht das Zahnrad 22 im Verhältnis der übersetzung beider Zahnräder nach rechts. Durch die Reibungskupplung 32 wird die Bohrwelle 12 und das Zahnrad 24 mitgenommen. Das Zahnrad 24 greift in das Zahnrad 23 ein und dreht es zusammen mit der Spindehnutter 25 nach links. Da das übersetzungsverhältnis der Getriebestufe 23-24 kleiner als das der Getriebestufe 21-22 ist, dreht sich das Zahnrad 23 langsamer als die Spindel 14. Dadurch wird die Spindelmutter 25 nach vom, in der Zeichnung nach links, verschoben und nimmt bei seinem Vorschub über das Drucklager 38 das Gehäuse 18 mit. Der Vorschub ergibt sich also aus der Steigung der Spindel 14 und der relativen Drehzahl zwischen dieser Spindel und der Spindelmutter 25. Die Getriebestufe 21-22 hat dabei die Aufgabe, die Relativdrehung zwischen Spindel 14 und Spindelmutter 25 zu bewirken. Obwohl dadurch ein Schnellvorschub des Bohrers nicht eintritt, erfolgt der Vorschub infolge der verhältnismäßig hohen Leerlaufdrehzahl des Antriebsmotors ausreichend schnell. Die Lamellenkupplung 40 ist bei diesen Vorgängen geöffnet.
  • Beim Ansetzen des Bohrers an die Gesteinswand muß im Grenzfall, auch ohne daß eine Drehmomentenabgabe erfolgt, eine Mindestandruckkraft vorhanden sein, die ein sicheres Angreifen der Schneide gewährleistet. Diese Mindestandruckkraft hängt von der Vorspannung der Torsionsfeder 30 ab.
  • Überschreitet, z. B. bei stark stumpfer Schneide, während des Bohrens die erforderliche Andruckkraft das Maß, das dem an die Bohrwelle abgegebenen Moment entspricht, so schlüpft die Reibungskupplung 32 gegenüber dem Zahnrad 22 und verringert den Vorschub. Dieser geringere Vorschub je Umdrehung erfordert dementsprechend auch nur die geringe Andruckkraft, die die Getriebemechanik bei dem abgegebenen Drehmoment aufzubringen in der Lage ist.
  • Nach Beendigung des Bohrvorganges wird der Motor 17 in der entgegengesetzten Drehrichtung angelassen. über die Spindel 14 und das Zahnrad 21 wird das Zahnrad 22 nach links gedreht, es nimmt die Bohrwelle 12 mit. Dabei blockiert der Freilauf 26, 27, 28, 29 die Bohrwelle 12. Das im ersten Augenblick noch rechtsdrehende Zahnrad23 dreht das Zahnrad24 nach links und zwingt es, sich auf der stillstehenden Bohrwelle12 infolge ihres Linksgewindes nach vorn, in der Zeichnung nach links, zu verschieben, bis die Mitnehmerhülse19 an dem Bund35 anliegt. Das nun stillstehende Zahnrad24 blockiert das Zahnrad23 mit dessen Kupplungshälfte und bewirkt den Rücklauf des Antriebskopfes 13, wobei die stillstehende Spindelmutter 25 nur eine Translationsbewegung mitmacht. Die Rücklaufgeschwindigkeit ist somit durch die Seigung der Spindel 14 und ihre Drehzahl gegeben.
  • Da das Zahnrad 24 mit der Mitnebmerhülse 19 und der Kegelkupplung 32 stillsteht, schlüpft das Zahnrad 22 gegenüber der Kegelkupplung. Die beim Schlüpfen auftretende, mitnehmende Reibungskraft bewirkt eine geringfügige Verdrehung und damit eine Verschiebung der Kupplungsmutter 31 nach vom, in der Zeichnung nach links, wodurch die Kuppelkraft an der Kupplungsfläche 32 so weit herabgesetzt wird, daß das durch die mitnehmende Reibung auf die Kupplungsmutter 31 wirkende Drehmoment im Gleichgewicht steht mit dem von der Torsionsfeder 30 erzeugten Rückstellmoment.
  • Tritt eine Verhinderung des Schnellrücklaufes ein, z. B. nach Erreichen der Endlage oder durch klemmende Gesteinsbrocken im Bohrloch oder durch andere Umstände, so muß die Blockierung der Bohrwelle 12 aufgehoben und der Getriebekreis 21 bis 24 geöffnet werden. Sobald das Gehäuse 18 aus den obengenannten Gründen festgesetzt wird, darf die Spindelmutter 25 mit ihrem Zahnrad 23 keine Drehbewegung relativ zur Spindel 14 ausführen. Das hätte nämlich eine Verschiebung des Gehäuses 18 zur Folge. Solange aber das Zahnrad 24 gebremst bleibt, befindet sich auch die Spindelmutter 25 in bezug auf Drehung in Ruhe. Sie wird aber mit ihrer ruhenden Kupplungshälfte von derSpinde114 auf das mit seiner Kupplungshälfte umlaufende Zahnrad 21 gezogen. Sobald die durch die Tellerfede 41 aufgebrachte Vorspannung von den Kupplungshälften überwunden ist, tritt durch die Reibung an den Lamellen eine kraftschlüssige Drehverbindung von Zahnrad 21 und Spindelmutter 25 mit dem Zahnrad 23 ein. Dann wird die Drehbewegung auf das Zahnrad 24 übertragen. Das Zahnrad 24 verdreht sich auf der noch ruhenden Bohrwelle 12 und wandert längs des Gewindes nach vorn, in der Zeichnung nach li nk-s. Mit ihm wird die Mitnehmerhülse 19 nach vomgezogen und nimmt über den Bund 35 die Kupplungsmutter 31 mit. Somit wird gegen die Federkraft der Torsionsfeder 30 die Reibungskupplung 32 vom Zahnrad 22 gelöst und der Getriebekreis 21 bis 24 geöffnet. Ferner wird bei der Linksdrehung des Zahnrades 24 die vorher stillstehende Rollenmitnehmerscheibe 28 durch den Mitnehmer 39 mit nach links herumgedreht, so daß die Rollen 27 in den tieferen Teil der Nockenscheibe 26 einlaufen und die Blockierung der Bohrwelle 12 aufheben.
  • Nach Aufhebung der Blockierung werden die Bohrwelle 12 und die Bohrstange 9 mit voller Maschinenkraft linksdrehend angetrieben. Mit Hilfe eines Schlüssels, der mit einem Ansatz der Bohrschneide bzw. Bohrstange in Eingriff gebracht wird und sich gegebenenfalls an einem Anschlag abstützt, ist dann ein maschinelles Loslösen der Bohrstange möglich.
  • Es besteht die Gefahr, daß schon beim normalen Rück-lauf ein Drehmoment über die Lamellenkupplung 40 auf die Spindelmutter 25 übertragen wird. Aus diesem Grunde ist zwischen den Kupplungshälften eine Vorspannfeder, insbesondere Tellerfeder 41, eingefügt, so daß die Kupplung erst nach überwinden derVorspannung voll wirksam wird. Abweichend von dieser Anordnung ist es möglich, die Vorspannfeder auch im Getriebegehäuse anzuordnen. Ihre Vorspannung kann dann auf die Lamellenkupplung durch einen Gabelzapfen übertragen werden, der ständig mit einer Ringnut im Eingriff steht, die in eine der beiden Kupplungshälften eingefräst ist.
  • An Hand der Fig. 5 soll die an sich bekannte Lamellenkupplung noch kurz beschrieben werden. Die rein mechanisch arbeitende Kupplung nach Fig. 5 besteht aus den Lamellenträgem 40 a und 40 b, mit denen kreisringfönnige Lamellen 42 verbunden sind. Bei dem beschriebenen Getriebekopf 13 dient die Spindelmutter 25 gleichzeitig als Lamellentragkörper 40b. Die kraftschlüssige Verbindung der Kupplungshälften kommt dadurch zustande, daß eine der Kupplungshälften gegen die andere bis zur Drehmitnahme bewegt wird. Bei der Anordnung nach den Fig. 3, 4 geschieht dies in der Weise, daß die sich translatorisch auf die rechte, umlaufende Kupplungshälfte40a zu bewegende Spindelmutter 25 mit dem Lamellenträger 40b bei Berührung der Kupplungshälften41 mitgenommen wird.
  • Die Wirkungsweise des Getriebes gemäß der Patentschrift 90-1803 bleibt zwar bestehen, jedoch ergeben sich durch den Einbau der Lamellenkupplung 40 erhebliche Vorteile.
  • Es sei hierzu nochmals der Vorgang vor Lösen der Blockierung der Bohrwelle 12 betrachtet. Wäre keine Kupplung zwischen den Zahnrädern 23, 21 vorhanden, so entstünden in den der Spindelmutter 25 benachbarten Teilen der Spindel 14 beim Festziehen der Spindelmutter 25 auf das Zahnrad 21 starke Längskräfte. Das hätte eine übermäßige Beanspruchung des zwischen Antriebskopf 13 und Getriebe 15 befindlichen Teiles der Spindel 14 zur Folge. Dies ist bedingt durch die überlagerung der Torsionskräfte im Bereich des Zahnrades 21 mit den genannten Längskräften. Diese Längskräfte werden aber durch die Lamellenkupplung 40 zum größten Teil vermieden, da sich der Anpreßdruck der Kupplungshälften sofort in Drehkräfte umsetzt. Die Spindel 14 wird daher im wesentlichen nur auf Torsion beansprucht, und das Lager 36 wird von zusätzlichem Zug entlastet.
  • Die Einfügung der Lamellenkupplung in den Getriebekreis gemäß der Erfindung ist nicht auf die beschriebene Anordnung beschränkt. Sie kann auch in das Getriebe von Bohrmaschinen sinngemäß eingefügt werden, die bereits eine Lamehenkupplung enthalten. Eine bekannte Anordnung dieser Art ist in Patent 938 603 beschrieben, bei der zwischen die auf der Bohrwelle sitzenden beiden Stimräder eine Lamellenkupplung eingefügt ist.
  • In diesem Falle vereinigt die Bohrmaschine die Vorteile in sich, die sich aus der Verwendung der beiden LameHenkupplungen ergeben.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Gesteins- und sonstige Drehbohrmaschine mit gegenüber einem Antriebskopf nicht verschiebbarer Bohrwelle und einer dazu parallelen, denVorschub bestimmenden, sich am zu bohrenden Gestein abstützenden Antriebsspindel, mit Stillsetzung der Bohrwelle bei Rücklauf des Antriebskopfes und Linksdrehung der Bohrwelle bei Behinderung oder Blockierung des Rücklaufes durch miteinander im Eingriff stehende und teils über Spindelmuttern auf Bohrwelle und Antriebsspindel angeordnete Stimräder, dadurch gekenn. zeichnet, daß zwischen einem auf der Antriebsspindel (14) längs verschiebbaren Stimrad (23), das mit einem Stimrad (24) der Bahrwelle im Eingriff steht, und einem auf der Antriebsspindel (14) längs verschiebbar angeordneten Stirnrad (21), das mit einem ebenfalls über eine Spindelmutter (25) verschenen Stirnrad (22) auf der Bohrwelle (12) im Eingriff steht, eine durch Federkraft auskuppelbare Lamellenkupplung eingefügt ist.
  2. 2. Gesteinsbohrmaschine nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Lamellenkupplungshälften eine Vorspannfeder, insbesondere Tellerfeder (41), angeordnet ist. 3. Gesteinsbohrmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannfeder am Getriebegehäuse (18) derart angeordnet ist, daß ihre Vorspannung auf die Lamellenkupplung durch einen ständig in eine Ringnut der Lamellenkupplung eingreifenden Gabelzapfen übertragbar ist.
  3. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 938 6033 903 803.
DES48419A 1956-04-21 1956-04-21 Gesteins- und sonstige Drehbohrmaschine Pending DE1156730B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE903803C (de) * 1951-11-25 1954-02-11 Siemens Ag Drehbohrmaschine, insbesondere Gesteinsdrehbohrmaschine
DE938603C (de) * 1954-03-14 1956-02-02 Siemens Ag Drehbohrmaschine, insbesondere Gesteinsdrehbohrmaschine

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