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DE1156010B - Gipshaltige Spachtelmasse - Google Patents

Gipshaltige Spachtelmasse

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Publication number
DE1156010B
DE1156010B DEF28290A DEF0028290A DE1156010B DE 1156010 B DE1156010 B DE 1156010B DE F28290 A DEF28290 A DE F28290A DE F0028290 A DEF0028290 A DE F0028290A DE 1156010 B DE1156010 B DE 1156010B
Authority
DE
Germany
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plaster
cellulose
asbestos
filler
carboxycellulose
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF28290A
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MOLTOFILL GES MIT BESCHRAENKTE
Original Assignee
MOLTOFILL GES MIT BESCHRAENKTE
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Publication date
Application filed by MOLTOFILL GES MIT BESCHRAENKTE filed Critical MOLTOFILL GES MIT BESCHRAENKTE
Priority to DEF28290A priority Critical patent/DE1156010B/de
Publication of DE1156010B publication Critical patent/DE1156010B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/14Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing calcium sulfate cements

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

  • Gipshaltige Spachtelmasse Die Erfindung betrifft eine gipshaltige Spachtelmasse mit geringem Gehalt an wasserlöslichen celluloseartigen Bindemitteln und Asbest.
  • Zur Vorbehandlung von Wandflächen für das Aufbringen von Tapeten oder Anstrichen werden seit einiger Zeit an Stelle des groben, sandhaltigen und schlecht trocknenden Kalkmörtelputzes oder statt des teuren Lackspachtels spachtelfähige Massen aus Gips mit einem Gehalt an celluloseartigem Bindemittel verwendet, wie sie z. B. in der deutschen Patentschrift 694 037 beschrieben sind. Reiner Gips ist für Spachtelmassen meist ungeeignet, da er zu schnell abbindet, beim Trocknen schwindet und Risse, bildet; außerdem läßt die Haftfestigkeit zu wünschen übrig. Ähnliches gilt für die Gipsspachtelmassen gemäß der erwähnten deutschen Patentschrift 694 037, welche zwar eine gewisse Haftung zeigen, aber nicht lange genug »teigig« bleiben und schnell spröde werden. Ähnliches gilt für die Putzmörtel- und Spachitelmasse gemäß deutscher Patentschrift 868 572, die als Bindemittel weniger als 29/o wasserlösliche Cellulosehydrate und als anorganische Füllstoffe immer abgestuftes Sandmaterial neben anderen Stoffen, wie z. B. Schlämmkreide, Bimsstein oder Kreide, enthält. Derartige sandhaltige Mischungen, die als Putzmörtelmassen angesehen werden müssen, zeigen jedoch die bereits oben erwähnten Nachteile, nämlich grobe Oberfläche, könige oder rissige Struktur und Volumenminderung beim Trocknen. Ein weiterer Nachteil dieser sandhaltigen Putzmörtelmassen ist das bei der Herstellung von Putzwänden ungünstig große Verhältnis von Lohnanteil zu Materialpreis von etwa 8:2, da große Materialmengen auf die Wand aufgebracht, mit einem gewissen Kraftaufwand angeworfen und langwierig geglättet werden müssen. Schließlich sind die bisher bekannten Putzmörtelmassen und Spachtelmassen auch noch deswegen ungeeignet, weil sie beim Verstreichen »wegrollen«, d. h., die glattgestrichenen Bereiche lösen sich durch das Weiterstreichen auf Grund der Kompaktheit des Materials wieder ab. Die Haftfähigkeit der bisher bekannten Materialien schwankt stark und ist auch vom Untergrund abhängig; während sich Leichtbauplatten mit rauher Oberfläche leicht verputzen lassen, sind glattere Bauelemente, wie z. B. Keramik, Porzellan und Schaumglas, nur sehr schwer zu verputzen. Insbesondere ließ sich auf Schaumglas bisher noch kein Putz haftend auftragen. Ferner sind z. B. gemäß USA.-Patentschriften 1607 325 und 1736 294 Dämmgipse bekannt, die zu etwas mehr als 500/a aus Gips, 15 bis 259/o Asbest und 30 bis 15% anderen Zuschlagstoffen, wie Kalk, Sägemehl usw., bestehen. Die Haftfähigkeit dieser Massen ist schlecht, so daß sie nicht als Spachtelmassen verwendet werden können.
  • Auch das komplizierte und maßgerechte Anmischen mehrerer Komponenten (Sand, Gips, Leim) oder die mangelnde Lagerfähigkeit bereits gemischter Produkte sowie die Härteeigenschaften, Feuchtigkeitsaufnahme, Dampfdiffusion, Verhalten gegenüber Spritzwasser, Haftfestigkeit, Klebkraft, Abbindezeit waren sowohl bei den bisherigen Spachtelmassen wie bei den immer Sand enthaltenden Mörtelmassen nicht zufriedenstellend. Eine Verbesserung der einen Eigenschaft ging immer auf Kosten einer anderen, gleich wichtigen Eigenschaft, so daß für bestimmte Verwendungszwecke gesonderte Mischungsverhältnisse oder bestimmte Komponenten ausgewählt werden mußten.
  • Es wurde nun festgestellt, daß ausgezeichnete Spachtelmassen erhalten werden, wenn man einmal ein Gemisch verwendet, das im wesentlichen aus Gips, an sich als Bindemittel bekannten Cellulosederivaten und einem an sich bekannten Asbestzusatz besteht und bei welchem zum anderen das erwähnte Bindemittel aus einer Mischung von Methylcellulose und Natriumcarboxycellulose besteht, wobei diese Masse frei von Sand oder anderen Füllstoffen ist. Die vorliegende Erfindung beziehst sich demzufolge auf eine gipshaltige spachtelförmige Masse mit geringem Gehalt an wasserlöslichen celluloseartigen Bindemitteln und Asbest, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie aus Gips (CaS04 - 1,'2H.0) und, bezogen auf die Gesamtmenge, aus bis zu 8 Gewichtsprozent Asbest und etwa 0,07 bis 5,0 Gewichtsprozent einer Mischung aus Methylcellulose und Natriumcarboxycellulose, vorzugsweise im Verhältnis von 4: 1 bis 2: 1, besteht. Vorzugsweise enthält die Spacht-eImasse noch 0,04 bis 1% eines Silicons. Der Zusatz dieser ganz bestimmten kombinierten Mischung verschiedener Cellulosederivate ist wesentlich, da der Celluloseanteil zwar die Klebkraft bestimmt, jedoch ein zu großer Anteil hiervon die Härte des Putzes negativ beeinflußt. Durch Versuche wurde das unerwartete Ergebnis gefunden, daß die Verwendung eines Gemisches von Methyl- bzw. Äthylcellulose einerseits und Alkalisalzen der Carboxycellulosen andererseits besonders vorteilhaft ist. Während beispielsweise Methylcellulose im wesent-Maße die Klebkraft erzeugt, wirkt das Natriumsalz der Carboxycellulose im wesentlichen auf die Abbindezeit ein. Ein Verhältnis von Carboxycellulose zu Methylcellulose von 1: 2 bis 1: 4 hat sich nach langen Versuchen als am besten geeignet erwiesen. Die Verwendung von Natriumcarboxycellulose hat gegenüber anderen Abbindeverzöge.rern, wie Borax od. dgl., den Vorteil, daß kein fremdes Material in die Mischung eingebracht wird; es behält über die Verzögerungswirkung hinaus noch die den Cellulosederivaten eigene Klebkraft bei und erhöht somit die Gesamtklebkraft.
  • Der.Asbest, dessen Zusatz zu Putzmörteln in Verbindung mit Sand oder anderen Füllstoffen schon vorgeschlagen wurde, dient als Auflockerungsmittel, wobei Anteile von 0,5 bis 8,0% am besten sind. Zuviel Asbest erzeugt eine zu grobe. Oberfläche und zeigt beim Versstreichen und Glätten unerwünschte Markierungen. Durch den Asbestzusatz wird die Trockenzeit verkürzt und die Atmungsfähigkeit des Putzes verbessert, da er die Spachtelmasse auflockert.
  • Die erfindungsgemäße Spachtelmasse läßt sich leicht und mit geringem Arbeitsaufwand verarbeiten, sie rollt auch beim Verstreichen nicht weg, zeigt eine gute Lagerfähigkeit und läßt sich leicht und ohne komplizierte Mischvorgänge herstellen. Das fertige, gut lagerfähige pulvrige Gemisch wird mit Wasser zu einer spachtelfähigen Konsistenz angerührt, wobei gerade bei Erreichung dieser Konsistenz das richtige Mischungsverhältnis gegeben ist und ein lästiges Anmischen entfällt. Darüber hinaus zeigt diese Spachtelmasse selbst auf Bauteilen aus aufgeschäumtem Glas eine ausgezeichnete Haftfähigkeit. Wegen ihrer guten Geschmeidigkeit und ihrer Klebeigenschaften kann sie als Putz sogar in einer Stärke von nur 1 bis 5 mm und in einem Arbeitsgang aufgetragen werden; es lassen sich Keramik, Porzellan, Holzfaserplatten und fast sämtliche Materialien verlegen, verputzen und ausfugen. Die Wärmeisolierfähigkeit ist ausgezeichnet, so daß mit der neuen Spachtelmasse verputzte Glasfaserplatten auch nicht sintern, wenn die Außentemperatur mehr als 600° C beträgt. Als weiterer Vorteil hat sich gezeigt, daß bei einem derartigen Spachtelputz die Tapete fast unmittelbar nach dem Verputzen aufgeklebt werden kann, so daß Makulatur und Zeit eingespart werden. Die Haftung und Elastizität läßt auch bei tiefen Temperaturen bis zu -30° C nicht nach. Der Arbeitsaufwand beim Verputzen liegt bei etwa 0,07 Std./m2 gegenüber 0,19 Std./m2 bei Wasserglasspachtel (z. B. gemäß deutscher Patentschrift 943 693) und 0,35 Std./m2 bei normalem Putzmörtel.
  • Um die Feuchtigkeitsempfindlichkeit der Spachtelmasse zu verringern, kann Leinöl zugesetzt werden. Dieses hat jedoch manchmal den Nachteil, daß nicht getrocknetes Leinöl durchschlägt, was Farbänderungen im späteren Anstrich hervorrufen und die Atmungsfähigkeit des Gipsputzes, die für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt im Putz vorteilhaft ist, abschwächen kann. In solchen Fällen hat sich nun ein ganz oder teilweiser Ersatz des Leinöls durch monomere Siliconverbindungen in Mengen von 0,01 0,1% (bezogen auf die Spachtelmasse) als besonders vorteilhaft erwiesen. Dadurch werden die Spachtelmassen zwar wassexabweisend, behalten jedoch ihre Atmungsfähigkeit bei. Das schon vorher der Spachtelmasse zugesetzte monomere Silikon, beispielsweise Natriummethylsiliconat, wird nach der Verarbeitung unter dem Einfluß von Feuchtigkeit und Kohlendioxyd in ein hochvernetztes Siliconharz umgewandelt.
  • An Hand von einigen Beispielen und graphischen Darstellungen soll das Wesen der Erfindung und insbesondere die durch langwierige Versuche festgestellte Wirkung der einzelnen Komponenten des Mehrstoffgemisches erläutert werden. Es zeigt Fig. 1 eine graphische Darstellung der Abhängigkeit von Abbindezeit und Klebkraft bei verschiedenen Verhältnissen von Carboxyme-thylcellulose zu Methylcellulose, Fig. 2 eine graphische. Darstellung der Abhängigkeit von Härte und Klebkraft gegenüber verschiedenem Gesamtcellulosegehalt, Fig. 3 eine graphische Darstellung der Abbindezeit in Abhängigkeit vom Gehalt an Natriumcarboxycellulose, Fig. 4 eine graphische Darstellung der Netzfähigkeit bei verschiedenen Zusätzen an netzhemmenden Stoffen. Beispiel 1 Ein Gemisch von 93 Teilen Gips und 4 Teilen kurzfaserigem Asbest wurde in verschiedenen Versuchsgefäßen mit 3 Teilen Cellulosederivaten gemischt, wobei der Anteil von Methylcellulose gegenüber dem Natriumsalz der Carboxycellulose entsprechend verändert wurde. Die einzelnen Proben wurden nach genügender Durchmischung bis zur spachtelfähigen Konsistenz mit Wasser angeteigt und auf je einen Probekörper aus Beton aufgebracht. Nach 2 Wochen wurde mit einem Kernbohrer der Probekörper angefräst, so daß nur noch ein kreisrunder Bereich des Putzes am Mauerwerk haftete. An dieser Fläche wurde eine Metallplatte aufgeklebt, die nach Antrocknen des Kittes mit verschiedener Belastung einer ansteigenden Zugspannung unterwerfen wurde, indem der ständige Zulauf von Schrotkörnern beim Überschreiten des Haftfestigkeitswertes unterbrochen wurde. Gleiche Versuche wurden mit eine Ytong-Wand durchgeführt. Außerdem wurden noch vergleichsweise die Haftfestigkeitswerte der obenerwähnten Wasserglasspachtelmasse und der sandhaltigen Putzmörtelmasse herangezogen.
  • Die in Fig. 1 gezeigte Kurve A gibt die gemessenen Werte der Haftfestigkeit in kg/cm2 auf Beton und die Kurve B die Werte auf einer Ytong-Platte wieder. Wie sich aus den Kurven A und B ergibt, nimmt die Klebkraft mit steigendem Gehalt an Natriumcarboxycellulose erst langsam und dann immer stärker ab. Die Werte liegen. jedoch noch höher als die des Wasserglasspachtels (Punkt C) und des sandhaltigen Putzmörtels mit Methylcellulose (Punkt D).
  • Die weiterhin in Fig. 1 aufgetragenen Abbindezeiten werden durch die Kurve E wiedergegeben. Während ein reiner Methylcellulosezusatz Abbindezeiten aufweist, die etwas über den Werten des reinen Gipses liegen, wird durch Vergrößerung des Anteiles an Carboxycellulose die zu schnelle Abbindezeit verlangsamt. Dadurch wird die Entstehung von Rissen oder Sprüngen verhindert. Außerdem läßt sich bei der Herstellung des Produktes das Mischen vereinfachen, da durch Zusatz von Carboxycellulose das Cellulosegemisch weniger zähflüssig ist. Bei zu großem Carboxycellulosegehalt steigt jedoch die Abbindezeit so stark an, daß keine arbeitsfähige Spachtelmasse mehr erhalten wird.
  • Aus der Kurve ergibt sich deutlich, daß ein Mischungsverhältnis zwischen Methylcellulose und Natriumcarboxycellulose in der Größenordnung von 4 : 1 bis 2 : 1 am zweckmäßigsten ist. Beispiel 2 Es wurden verschiedene Mischungen einer Spachtelmasse hergestellt, die 5,5 Teile Asbest und steigende Mengen an Üellulose enthielten, wobei jedoch das Verhältnis von Carboxycellulose zu Äthylcellulose konstant blieb. Die Klebkraft wurde, wie im Beispiel 1 beschrieben, gemessen.
  • Die Härte wurde nach 6 Tagen als Kugeldruckhärte mittels Kugelschlaghämmern mit einer konstanten Schlagkraft von etwa 12 kg nach den gemessenen Kugeleindruckdurchmessern in Millimetern bestimmt.
  • Fig. 2 zeigt die Haftfestigkeit und die Härte in Abhängigkeit von Gesamtcellulosegehalt.
  • Kurve A gibt die Haftfestigkeit wieder, die mit steigendem Cellulosegehalt ansteigt, während Kurve B die Härte veranschaulicht, die mit steigendem Cellulosegehalt abnimmt. Wie sich aus der Darstellung ergibt, sind 0,05 bis 5,01/o Gesamtcellulosegehalt am vorteilhaftesten, jedoch muß hier bemerkt werden, daß die Cellulose wesentlich für den Endpreis des Produktes bestimmend ist. Beispiel 3 Es wurden mehrere Spachtehnassen mit 2 Teilen Asbest, 2 Teilen Äthylcellulose und 95 Teilen Gips bereitet, denen 0,1 bis 1,0 Teile Natriumsalz der Carboxycellulose zugesetzt wurden. Nach dem Anteigen wurde die Abbindezeit in Minuten gemessen.
  • Die Ergebnisse sind in Fig. 3 aufgetragen, aus welcher deutlich die gewünschte verzögernde Wirkung der Abbindezeit erkennbar ist. Bei größeren Zusätzen über 1% hört dieser Effekt jedoch wieder auf. Da auch die Klebkraft (s. Fig. 1) absinkt, erscheinen höhere Zusätze an Natriumcarboxycellulose also wenig vorteilhaft.
  • Beispiel 4 Eine Spachtelmasse aus 3% Methylcellulose, 111/o Natriumcarboxycellulose, 7% Asbest und Rest Gips wurde mit verschiedenen Mengen eines Silicons. (Pulver) imprägniert und Netzversuchen unterworfen. Gleich große Würfel wurden in Wasser getaucht, wobei die Zeit bestimmt wurde, in welcher sich die Würfel mit Wasser vollsaugten und untergingen.
  • Wie Fig. 4 zeigt, ist ein Zusatz von 0,4 bis 1,0 0/0 völlig ausreichend für eine gute Netzverhinderung; erstaunlicherweise wird sogar durch größeren Zusatz der günstige Effekt wiederaufgehoben.
  • Vergleichsversuche mit Leinölfirnis und nicht behandeltem Produkt zeigten weitaus geringere Werte, die in der Größenordnung von Sekunden und Minuten lagen. Außerdem waren die Probekörper völlig durchweicht oder in kleine Stücke zerfallen. Bei den mit Siliconzusatz hergestellten Proben war dagegen nur die Oberfläche etwas schmierig, der Kern jedoch völlig hart.
  • Selbstverständlich werden die einzelnen Eigenschaften der erfindungsgemäßen Spachtelmassen noch gering von der Art des verwendeten Gipses beeinflußt, was jedoch das Wesen der vorliegenden Erfindung nicht verändert. An Stelle der genannten Cellulosearten können auch ähnliche andere Derivate verwendet werden. So ist beispielsweise der Ersatz von Äthylcellulose durch Methyläthylcellulose kaum von Einfluß. Versuche mit asbestähnlichen Auflockerungsmitteln, wie z. B. mit Holzmehl, zeigten meist schlechtere Werte und ergaben zu feste Spachtelmassen mit geringem Atmungsvermögen. Jedoch können in Einzelfällen Kieselgur, leichtes Magnesiumcarbonat od. dgl. verwendet werden.
  • Selbstverständlich können der erfindungsgemäßen Spachtelmasse noch Farben, beispielsweise Farbmehle, Emulsionsfarben sowie solche auf Kunststoff-oder Ölbasis, zugesetzt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Gipshaltige, spachtelförmige Masse: mit geringem Gehalt an wasserlöslichen celluloseartigen Bindemitteln und Asbest, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus Gips (CaS04 - 1/2 H20) und, bezogen auf die Gesamtmenge, aus bis zu 8 Gewichtsprozent Asbest und etwa 0,07 bis 5,0 Gewichtsprozent einer Mischung aus Methylcellulose und Natriumcarboxycellulose, vorzugsweise im Verhältnis von 4: 1 bis 2: 1, besteht.
  2. 2. Spachtelmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie 0,04 bis 1% eines Silicons enthält. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 694 037; USA.-Patentschriften Nr. 1736 294, 1607 325.
DEF28290A 1959-04-23 1959-04-23 Gipshaltige Spachtelmasse Pending DE1156010B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1607325A (en) * 1922-09-25 1926-11-16 Standard Plastering System Adhesive plastic composition
US1736294A (en) * 1923-06-16 1929-11-19 Frederick M Venzie Plaster composition
DE694037C (de) * 1938-11-18 1940-07-24 Henkel & Cie Gmbh Verfahren zur Herstellung gipshaltiger Massen

Patent Citations (3)

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