DE1152975B - Verhakungsteil fuer einen Flaechenreissverschluss - Google Patents
Verhakungsteil fuer einen FlaechenreissverschlussInfo
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Description
sy. J.
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFT: 22. AUGUST 1963
Die Erfindung betrifft einen Verhakungsteil für einen Flächenreißverschluß, bei welchem in ein
Grundgewebe eingebundene und mit Verhakungsmitteln versehenen Fäden in Form von Florfäden aus
dem Grundgewebe emporstehen.
Es sind bereits Verbindungsvorrichtungen in Form von Flächenreißverschlüssen bekannt, bei denen zwei
Träger in Form von Gewebestücken nach Art des Hakensamtes verwendet werden, von denen jedes
auf mindestens einer seiner Oberflächen eine Mehrzahl von Verhakungsorganen trägt. Diese Verhakungsorgane
bestehen aus Noppen bzw. aus Haken, die durch Aufschneiden eines Schenkels einer Noppe
gebildet sind. Beim Aneinanderdrücken zweier derartiger Gewebe greifen die Haken und Noppen ineinander,
so daß die beiden Gewebestücke miteinander verhakt bleiben. Ihre Trennung erfordert die Aufwendung
einer gewissen Kraft, die auf beide Gewebestücke ausgeübt werden muß, um sie voneinander zu
entfernen. Man kann diese Art von Verhakungs- oder Verbindungsvorrichtungen als Kleiderverschlüsse, als
Verschlüsse für Vorhänge od. dgl. verwenden, indem man sie an die Stelle von Reißverschlüssen, Knopfverschlüssen
und von anderen Verschlüssen einschlägiger Art setzt, und zwar überall dort, wo ein
biegsamer, unsichtbarer und leicht zu öffnender Verschluß von Vorteil ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Flächenreißverschlüsse der geschilderten Art zu vereinfachen.
Ausgehend von einem Verhakungsteil für einen Flächenreißverschluß, bei welchem in ein Grundgewebe
eingebundene und mit Verhakungsmitteln versehene Fäden in Form von Florfäden aus dem
Grundgewebe emporstehen, besteht die Erfindung darin, daß die Verhakungsfäden in einem Winkel
zwischen 0 und etwa 45° schräg aus dem Grundgewebe vorstehen. Ein derartiger Verhakungsteil ist
wesentlich einfacher herzustellen als ein solcher, bei dem die Florfäden mit Haken versehen sind. Bei den
bekannten Geweben werden zunächst die Noppen hergestellt, die anschließend mit SpezialVorrichtungen
durchgeschnitten werden müssen. Bei dem erfindungsgemäßen Gewebe kann man so verfahren, daß
man wie üblich zunächst ein Gewebe mit abstehenden Fäden herstellt, z. B. dadurch, daß zwei im Abstand
voneinander angeordnete Gewebe erzeugt werden, die durch Fäden miteinander verbunden sind, welche
etwa in der Mitte durchgeschnitten werden. Die abstehenden Fäden brauchen dann lediglich
auf das Grundgewebe gepreßt und so fixiert zu werden.
Verhakungsteil für einen Flächenreißverschluß
Anmelder:
VELCRO S.A.,
Lenzerheide, Graubünden (Schweiz)
Vertreter: Dr.-Ing. F. Mayer, Patentanwalt, Berlin 33, Hüttenweg 15
Beanspruchte Priorität: Schweiz vom 23. Juni 1960 (Nr. 7258)
George de Mestral, Commugny, Waadt (Schweiz), ist als Erfinder genannt worden
Die Erfindung betrifft zugleich ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Verbindungsvorrichtung.
Das neue Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß in bekannter Weise die aus thermoplastischem Material
bestehenden Verhakungsfäden in ihrer Sollage fixiert werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend an Hand von schematischen Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Querschnitts parallel zu den Kettenfäden durch ein Gewebe
nach Art eines Noppengewebes, Florgewebes oder Samtes während der Herstellung,
Fig. 2 die Darstellung eines Verfahrensschrittes zur Herstellung der Verhakungsteile,
Fig. 3 einen schematischen Querschnitt, der erkennen läßt, wie die Verhakungsvorrichtungen der
beiden Gewebestücke ineinandergreifen,
Fig. 4 eine Draufsicht auf ein Gewebestück mit den umgelegten Verhakungsfäden,
Fig. 5 die Darstellung einer abgeänderten Ausführungsform des Verfahrens nach Fig. 2,
Fig. 6 einen Querschnitt, aus dem man ersieht, wie die Verhakungsfäden ineinandergreifen, bei einer
anderen Ausführungsform,
Fig. 7 eine Draufsicht auf einen Verhakungsteil gemäß Fig. 6, bei dem die Verhakungsfäden umgelegt
sind,
Fig. 8 einen Querschnitt durch eine andere Ausführungsform.
309 668/25
Wie man aus Fig. 1 ersieht, besteht der Verhakungsteil nach Art eines Samtes oder Florgewebes
aus einem Grundgewebe mit mehreren Schußfäden 1 und mehreren Kettenfäden 2. Die Verhakungsfäden 3
dieses Gewebes werden mit HiKe von zusätzlichen Kettenfäden 4 gebildet, die zu diesem Zweck bei der
Herstellung über lanzettenförmige, in der Zeichnung nicht dargestellte Metallschienen laufen. Die Noppen
werden anschließend aufgeschnitten, so daß jeweils zwei Verhakungsfäden 3 entstehen.
Eine andere Möglichkeit zur Herstellung eines Polgewebes der in Fig. 1 dargestellten Art bestünde
darin, daß man gleichzeitig zwei Gewebestücke webt, von denen jedes aus einem Grundgewebe mit meh-
dargestellt ist, kann daher nur auf ganz bestimmten Spezialgebieten Anwendung finden, bei denen die
größtmögliche Haltekraft bzw. die Trennkraft für die beiden Flächenverschlußteile in einer bestimmten
Richtung verläuft.
Es ist aber auch möglich, einen Verhakungsteil nach Art des in Fig. 2 dargestellten Gewebes herzustellen,
welcher einen erheblich größeren Widerstand gegen das Lösen der Verschlußteile als der zuvor
ίο beschriebene bietet. Fig. 5 zeigt eine abgeänderte
Ausführungsform des Verhakungsteiles. Hierbei werden die Verhakungsfäden 3, anstatt alle in der gleichen
Richtung umgelegt zu werden, in verschiedenen Richtungen umgelegt. Auch in diesem Falle genügt
reren Schußfäden 1 und Kettenfäden 2 besteht, wobei 15 es, eine ebene Platte 10 gegen die Verhakungsfäden
zusätzliche Kettenfäden im Laufe ein und derselben zu drücken und diese Platte gegebenenfalls auch noch
Verfahrensstufe des Webens zwischen die beiden hin und her zu bewegen, um eine Verteilung der
Bahnen oder Bänder eingebracht werden, so daß die Verhakungsfäden 3 in sämtlichen Richtungen zu beBahnen
miteinander verbunden werden. Ist dieser kommen. Wendet man hierauf auch noch die ther-Webvorgang
beendet, so genügt es, die zusätzlichen 20 mische Behandlung auf das Grundgewebe an, dann
Kettenfäden, die praktisch senkrecht zum Grund- behalten die Verhakungsfäden 3 ihre Form und Stelgewebe
verlaufen, durchzuschneiden, um zwei von- lung so, wie sie umgelegt worden sind, bei. Das Geeinander
unabhängige Gewebebahnen zu erhalten, webe kann dann wiederum einer Imprägnierung
von denen jede Verhakungsfäden 3 aufweist. unterzogen werden, um die Zuverlässigkeit der Ver-
Vorzugsweise bestehen die zusätzlichen Ketten- 25 ankerung der Verhakungsfäden 3 in dem Grundfäden
4 aus Kunststoff, beispielsweise aus thermo- gewebe zu verbessern.
Fig. 6 zeigt, wie die Verhakungsfäden 3 des Gewebes
bei dieser Ausführungsform in die kleinen Noppen 7 eines Noppengewebes 6 eingreifen. Man
sieht deutlich, daß die gewählte Art der Verbindung einer Trennung der beiden Verschlußteile einen beträchtlichen
Widerstand entgegensetzt, in welcher Richtung auch immer die Kräfte wirken.
Fig. 7 zeigt schematisch und in Draufsicht, wie ein
werden, daß man eine ebene Platte 10 auf die Ver- 35 Verhakungsteil aussieht, der nach dem zweitgenannhakungsfäden
3 des Gewebes zu bewegt, um sie um- ten Verfahren hergestellt worden ist. zulegen, beispielsweise die Gesamtheit aller Ver- Fig. 8 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der
hakungsfäden einer Seite gleichzeitig, wie dies in die zusätzlichen Kettenfäden 4, welche die Ver-Fig.
2 dargestellt ist. hakungsfäden 3 bilden, aus Fäden eines thermo-
Damit dann die Verhakungsfäden 3, nachdem sie 4° plastischen Materials bestehen und Kerben 11 aufeinmal
umgelegt sind, ihre Lage beibehalten, kann weisen, die kleine Haken bilden. Die zusätzlichen
man das Grundgewebe auf der Rückseite einer ther- Kettenfäden 4 werden vor dem eigentlichen Webmischen
Behandlung unterwerfen, beispielsweise mit Vorgang mit diesen Kerben 11 versehen, welche die
HiMe von Infrarotstrahlern oder mittels eines Dampf- Festigkeit gegen Trennung der Verhakung beträchtstromes
oder eines Heißluftstromes in Richtung der 45 lieh vergrößern.
Pfeile 5 in Fig. 2. Auf diese Weise nimmt der Fußteil Auch hierher wird das Gewebe mit den umgelegten
jedes Verhakungsfadens die in der Zeichnung wieder- Verhakungsfäden 3 gemäß der Ausführungsform
gegebene Form an und behält diese nach erfolgter nach Fig. 8 durch dieselben Verfahrensschritte geAbkühlung
und Polymerisation des Materials, aus Wonnen, die oben unter Bezugnahme auf die Fig. 2
welchem der Verhakungsfäden hergestellt ist. Zur 50 und 5 erläutert worden sind.
Vergrößerung der Festigkeit gegen das Herausreißen Selbstverständlich können die Kerben 11 jede be-
von Verhakungsfäden 3 aus dem Grundgewebe kann liebige Form haben, z. B. die Form von Sägezähnen
man letzteres beispielsweise mit Klebstoffen imprä- oder gegebenenfalls auch die Form von Einsenkungnieren,
gen, deren Ränder zwei entgegengesetzt gerichtete
Wird nun ein Gewebe der in Fig. 2 dargestellten 55 Zähne bilden. Art, bei dem sämtliche Verhakungsfäden 3 nach der- In Abwandlung der Ausführungsform nach Fig. 8
plastischem Material, so daß sie nach einer thermischen Behandlung die Form behalten, die man ihnen
gegeben hat. Die zusätzlichen Kettenfäden 4 können einfädig oder mehrfädig ausgeführt sein.
Die nun folgende Stufe der Herstellung besteht darin, daß die Verhakungsfäden 3 in Richtung auf
die entsprechende Oberfläche des Grundgewebes umgelegt werden. Dieser Vorgang kann so durchgeführt
selben Seite umgelegt sind, gegen eine Gewebebahn 6 nach Art eines Noppengewebes gedrückt, welches auf
einer seiner Oberflächen eine Vielzahl kleiner
könnten die Kerben 11 auch auf den hochgerichteten Verhakungsfäden nach dem Webvorgang hergestellt
werden, worauf dann natürlich die Verhakungsfäden
Noppen 7 aufweist, dann greifen die Verhakungs- 60 auf das Grundgewebe umgelegt bzw. zurück-
f äden 3 in die kleinen Noppen 7 ein und ergeben eine
große Anpreßkraft bei Bewegung im Sinne der Pfeile 8 und 9 der Fig. 3. In entgegengesetzter Richtung
dagegen ist der Widerstand praktisch gleich
geschlagen werden müssen.
Bei den oben beschriebenen Ausführungsformen des Verhakungsteiles war immer davon ausgegangen,
daß das Grundgewebe, welches die Verhakungs-
NuIl. Eine Trennung des Noppengewebes 6 von dem 65 fäden 3 trägt, durch einen Webvorgang gewonnen
Verhakungsteil in der Querrichtung zu diesen beiden ist. Es versteht sich aber von selbst, daß man als
Geweben erfordert einen verhältnismäßig kleinen Grundlage für die Verhakungsfäden auch irgendeine
Kraftaufwand. Ein Verhakungsteil, wie er in Fig. 2 andere Bahn oder Platte, beispielsweise eine solche
aus plastischem Material, verwenden könnte, auf welche die Verhakungsfäden durch elektrostatische
Dispersion und Klebung aufgebracht werden. Auch könnte man die hochgerichteten Verhakungsf äden 3
aus einem Stück mit der Grundplatte durch Extrusion eines plastischen Materials durch ein Gitter beim
Gießen der Grundplatte herstellen. Dies ist jedoch nicht Gegenstand der Erfindung.
Claims (6)
1. Verhakungsteil für einen Flächenreißverschluß, bei welchem in ein Grundgewebe eingebundene
und mit Verhakungsmitteln versehene Fäden in Form von Florfaden aus dem Grundgewebe
emporstehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Verhakungsfäden (3) in einem Winkel
zwischen 0 und etwa 45° schräg aus dem Grundgewebe vorstehen.
2. Verhakungsteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verhakungsfäden (3) auf
ihrer ganzen Länge verteilte, zur Verhakung dienende Querschnittsänderungen (11) aufweisen.
3. Verhakungsteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in bekannter Weise
die Austrittsrichtung der Verhakungsfäden (3) aus dem Grundgewebe dieselbe ist.
4. Verhakungsteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verhakungsfäden
(3) in bekannter Weise jeweils in verschiedener Richtung aus dem Grundgewebe emporstehen.
5. Verhakungsteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils aus einer
Florschleife entstandenen Verhakungsfäden (3) in derselben Richtung aus dem Grundgewebe austreten.
6. Verfahren zur Herstellung eines Verhakungsteiles nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in bekannter Weise die aus thermoplastischem
Material bestehenden Verhakungsfäden (3) in ihrer Sollage fixiert werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 958 100, 963 599;
österreichische Patentschrift Nr. 199 156.
Deutsche Patentschriften Nr. 958 100, 963 599;
österreichische Patentschrift Nr. 199 156.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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1961
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