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DE1152256B - Verwendung von Amiden zum Erhoehen der Kerbschlagzaehigkeit in Massen aus hochmolekularen Polyoxymethylenen - Google Patents

Verwendung von Amiden zum Erhoehen der Kerbschlagzaehigkeit in Massen aus hochmolekularen Polyoxymethylenen

Info

Publication number
DE1152256B
DE1152256B DED34061A DED0034061A DE1152256B DE 1152256 B DE1152256 B DE 1152256B DE D34061 A DED34061 A DE D34061A DE D0034061 A DED0034061 A DE D0034061A DE 1152256 B DE1152256 B DE 1152256B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
amides
impact strength
increase
masses
molecular weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED34061A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Wilhelm Querfurth
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to NL268406D priority Critical patent/NL268406A/xx
Application filed by Degussa GmbH filed Critical Degussa GmbH
Priority to DED34061A priority patent/DE1152256B/de
Priority to GB2974661A priority patent/GB957846A/en
Priority to FR871268A priority patent/FR1306658A/fr
Publication of DE1152256B publication Critical patent/DE1152256B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/16Nitrogen-containing compounds
    • C08K5/20Carboxylic acid amides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

DEUTSCHES
PATENTAMT
D 34061IV c/39 b
ANMELDETAG: 20. AUGUST 1960
BEKANNTMACHUN G
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 1. AUGUST 1963
Kunststoffe haben in vielen Zweigen der Industrie Eingang gefunden, vor allem wegen ihrer hervorstechendsten Eigenschaften des geringen spezifischen Gewichtes und der Korrosionsfestigkeit, wodurch sie die herkömmlichen Werkstoffe, insbesondere Metalle, verdrängen können. Ihre mechanische Beanspruchbarkeit schränkt jedoch die allgemeine Verwendung ein.
Die Polyoxymethylene haben zum Teil bereits hervorragende Stoffeigenschaften. Sie eignen sich jedoch noch nicht für Verwendungszwecke, die eine hohe Kerbschlagzähigkeit erfordern.
Es wurde nun gefunden, daß durch Verwenden von Amiden der allgemeinen Formel
I!
Ri-C —N(
-R2
Verwendung von Amiden zum Erhöhen der Kerbschlagzähigkeit in Massen aus
hochmolekularen Polyoxymethylenen
Anmelder:
Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt vormals Roessler, Frankfurt/M.,
Weißfrauenstr. 9
Dipl.-Chem. Wilhelm Querfurth,
Oberursel (Taunus),
ist als Erfinder genannt worden
worin Ri, R2 und R3 Wasserstoff oder aliphatische Reste mit bis zu 10 C-Atomen bedeuten und wobei die aliphatischen Reste Ri, R2 und R3 auch verzweigt oder zu Ringen geschlossen sein oder aus ungesättigten Resten bestehen können, die in Mengen von 0,1 bis 5 Gewichtsprozent — bezogen auf die Gesamtmasse —■ hochmolekularen Polyoxymethylenen zugesetzt werden, warmverformbare Massen erhalten werden, die nach dem Verpressen in der Wärme Formkörper mit erheblich verbesserter Kerbschlagzähigkeit ergeben. Die Polyoxymethylene können gegebenenfalls verestert oder veräthert sein.
Es ist von Vorteil, solche Polyoxymethylene zu verwenden, deren Molekulargewicht mindestens 10 000 beträgt. Für die Herstellung der warmverformbaren Massen kann sowohl anionisch als auch kationisch oder radikalisch polymerisierter Formaldehyd Verwendung finden. Es ist auch ohne Bedeutung, ob die verwendeten Polyoxymethylene aus monomerem Formaldehyd oder aus Trioxan hergestellt wurden. In allen Fällen wird durch den erfindungsgemäßen Zusatz der gegebenenfalls substituierten Amide eine beachtliche Erhöhung der Kerbschlagzähigkeit erreicht.
Der Zusatz von Amiden zu Polyoxymethylenen ist aus der USA.-Patentschrift 2 296 249 bekannt. Danach werden Amide, und zwar vorzugsweise solche mit aromatischen Resten, als Akzeptoren für monomeren Formaldehyd empfohlen. Wie Vergleichsversuche ergeben haben, führen mehrere der hier genannten Amide beim Zusatz zu Polyoxymethylenen eine Verschlechterung der Kerbschlagzähigkeit herbei. Ähnliches trifft auch auf die deutschen Auslegeschriften 1 066 739 und 1 104 695 zu; die Amide dienen hier als Wärmestabilisatoren. In einem Falle wird sogar besonders erwähnt, daß bei einem Polyamidzusatz von 5% oder weniger zum Polyformaldehyd keine bemerkenswerte Änderung der mechanischen Eigenschaften des Polyoxymethylene auftritt. Es war überraschend, daß die erfindungsgemäße Verwendung der beanspruchten Amide Formkörper mit hoher Kerbschlagzähigkeit ergeben.
Die gemäß der deutschen Auslegeschrift 1 083 048 zu Stabilisierungszwecken verwendeten mehrbasischen aromatischen Sulfonsäureamide zeigen nach dem Einmischen in Polyoxymethylene und anschließendem Verpressen keine Erhöhung der Kerbschlagzähigkeit.
Die erfindungsgemäß zuzusetzenden Amide werden dem Polyoxymethylen, wie es bei der Polymerisation anfällt, in trockenem Zustand in einer geeigneten Mischvorrichtung, vorzugsweise in einem Turbomischer mit hoher Tourenzahl, zugemischt. Die Menge der zuzusetzenden Amide beträgt 0,1 bis 5 Gewichtsprozent, vorzugsweise wird 1 % der Amide verwendet.
Als Beispiele für die verwendbaren Amide seien genannt: Acetamid, Ν,Ν-Dimethylacetamid, N5N-Dimethylformamid, Ν,Ν-Di-n-hexylformamid, N-Methylformamid, N,N-Di-n-butylacetamid, Caprylsäureamid, n-Capronsäureamid, Propionsäureamid, Va-
309 649/290
leriansäureamid, n-Buttersäureamid, Methylacrylsäureamid.
Die bei der erfindungsgemäßen Verwendung der genannten Amide erhaltenen Polymerisate sind wie üblich in der Wärme verformbar und können in entsprechenden Vorrichtungen, wie Spritzgußmaschinen, verarbeitet werden. Man kann den Massen auch noch Stabilisatoren, Lichtschutzmittel, Alterungsschutzmittel, Gleitmittel, Pigmente oder Füllstoffe hinzufügen. Es ist ferner möglich, diese verformbaren Massen mit anderen pulverförmigen Polymeren zu vermischen, z. B. mit Kondensationsprodukten aus Formaldehyd mit Phenol oder Harnstoff. Es ist aber auch möglich, sie gemeinsam mit anderen monomeren oder polymeren Vinyl- oder Allylverbindungen oder· umgewandelten Naturprodukten, wie Gelatine, Casein od. dgl., zu verarbeiten.
In der folgenden Tabelle sind die mit und ohne Amidzusatz erzielten Kerbschlagzähigkeiten und die prozentuale Zunahme der Kerbschlagzähigkeit bei jeweils l°/oigem Zusatz der Amide enthalten. Als Ausgangsmaterial diente ein Polyoxymethylen mit einem Molekulargewicht von 100 000, das aus gasförmigem Formaldehyd in trockenem Benzin vom Siedepunkt 100 bis 1400C durch Polymerisation mit Redoxkatalysatoren bei Zimmertemperatur erhalten worden ist. Als Redoxkatalysator wurde Di-tert.-butylperoxyd/Tributylamin unter Zusatz von einem Zehntel der Katalysatormenge an Calciumnaphthenat verwendet. Dem pulverförmig anfallenden Polymerisat wurde in einem Turbomischer mit etwa 6000 Touren das trockene Amid zugemischt.
Anschließend wurde das trockene Pulver bei 1900C 10 Minuten bei 100 kg/cm2 verpreßt. Die Kerbschlagzähigkeit wurde mit einem Dynstatgerät nach DIN 53453 gemessen. Hierfür wurden sogenannte DIN-Stab-Prüfkörper (3 mm dicke Platten) eingesetzt.
Versuch
Zugesetztes Amid
(1 Gewichtsprozent)
Acetamid
ohne Zusatz
Ν,Ν-Dimethylacet-
amid
ohne Zusatz
Kerb/tnlag-
zähigkeit
(cm · kg/cm2)
19,0
12,9
29,1
24,3
Steigerung der Kerbschlagzähigkeit
in 0/0
45
47
20
Ver
such
Zugesetztes Amid
(1 Gewichtsprozent)
Kerbschlag
zähigkeit
(cm · kg/cm2^
Steigerung der
Kerbschlag
zähigkeit
in°/o
3a
3b
N,N-Dimethyl-
formamid
ohne Zusatz
39,8
32,4
} Ώ
4a
4b
N,N-Di-n-hexyl-
formamid
ohne Zusatz
37,6
32,4
} 16
5a
5b
N-Methylformamid
ohne Zusatz
34,9
22,3
j 57
6a
6b
N,N-Di-n-butyl-
acetamid
ohne Zusatz
33,5
30,6
} »
7a
7b
n-Capronsäureamid
ohne Zusatz
24,9
17,0
[ 46
8a
8b
Propionsäureamid
ohne Zusatz
31,3
17,0
► 84
VO VO
er ρ
Valeriansäureamid
ohne Zusatz
19,9
17,0
• 17
10 a
10 b
n-Buttersäureamid
ohne Zusatz
27,9
17,0
- 64
11a
11b
Methacrylsäureamid
ohne Zusatz
33,2
28,6
16

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verwendung von Amiden der allgemeinen Formel ~
    Il /R2
    Ri-C —n(
    worin Ri, R2 und R3 Wasserstoff oder aliphatische Reste mit bis zu 10 C-Atomen bedeuten und wobei die aliphatischen Reste Ri, R2 und R3 auch verzweigt oder zu Ringen geschlossen sein oder aus ungesättigten Resten bestehen können — in Mengen von 0,1 bis 5 Gewichtsprozent — bezogen auf die Gesamtmasse — zum Erhöhen der Kerbschlagzähigkeit in Massen, die, gegebenenfalls veresterte oder verätherte, makromolekulare Polyoxymethylene enthalten.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Auslegeschriften Nr. 1 066 739,
    695;
    USA.-Patentschrift Nr. 2 296 249.
    © 309 649/290 7.63
DED34061A 1960-08-20 1960-08-20 Verwendung von Amiden zum Erhoehen der Kerbschlagzaehigkeit in Massen aus hochmolekularen Polyoxymethylenen Pending DE1152256B (de)

Priority Applications (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL268406D NL268406A (de) 1960-08-20
DED34061A DE1152256B (de) 1960-08-20 1960-08-20 Verwendung von Amiden zum Erhoehen der Kerbschlagzaehigkeit in Massen aus hochmolekularen Polyoxymethylenen
GB2974661A GB957846A (en) 1960-08-20 1961-08-17 Heat-deformable polyoxymethylene compositions
FR871268A FR1306658A (fr) 1960-08-20 1961-08-19 Masses malléables à chaud à base de polyoxyméthylène macromoléculaire pour pièces moulées à grande résistance au choc sur barreau entaillé

Applications Claiming Priority (1)

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DED34061A DE1152256B (de) 1960-08-20 1960-08-20 Verwendung von Amiden zum Erhoehen der Kerbschlagzaehigkeit in Massen aus hochmolekularen Polyoxymethylenen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1152256B true DE1152256B (de) 1963-08-01

Family

ID=7042029

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED34061A Pending DE1152256B (de) 1960-08-20 1960-08-20 Verwendung von Amiden zum Erhoehen der Kerbschlagzaehigkeit in Massen aus hochmolekularen Polyoxymethylenen

Country Status (3)

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DE (1) DE1152256B (de)
GB (1) GB957846A (de)
NL (1) NL268406A (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2296249A (en) * 1940-08-26 1942-09-22 Du Pont Polymers of formaldehyde
DE1066739B (de) * 1956-07-26 1959-10-08 E. I. Du Pont De Nemours And Company, Wilmington, Del. (V. St. A.) Thermoplastische Formmasse auf Grundlage von Polyoxymerhylen
DE1104695B (de) * 1958-11-03 1961-04-13 Hoechst Ag Verfahren zum Stabilisieren von Polymeren des Formaldehyds

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2296249A (en) * 1940-08-26 1942-09-22 Du Pont Polymers of formaldehyde
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DE1104695B (de) * 1958-11-03 1961-04-13 Hoechst Ag Verfahren zum Stabilisieren von Polymeren des Formaldehyds

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GB957846A (en) 1964-05-13
NL268406A (de)

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