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DE1151060B - Differentialschutz - Google Patents

Differentialschutz

Info

Publication number
DE1151060B
DE1151060B DEA39309A DEA0039309A DE1151060B DE 1151060 B DE1151060 B DE 1151060B DE A39309 A DEA39309 A DE A39309A DE A0039309 A DEA0039309 A DE A0039309A DE 1151060 B DE1151060 B DE 1151060B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
zener diode
current
differential protection
holding current
relay
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA39309A
Other languages
English (en)
Inventor
Roland Braun
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BBC BROWN BOVERI and CIE
BBC Brown Boveri AG Germany
Original Assignee
BBC BROWN BOVERI and CIE
Brown Boveri und Cie AG Germany
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BBC BROWN BOVERI and CIE, Brown Boveri und Cie AG Germany filed Critical BBC BROWN BOVERI and CIE
Publication of DE1151060B publication Critical patent/DE1151060B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H7/00Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
    • H02H7/04Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for transformers
    • H02H7/045Differential protection of transformers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

  • Differentialschutz Die Erfindung betrifft einen Differentialschutz, dessen Ansprechwert durch einen Haltestrom erhöht wird, in Gleichrichter-Brückenschaltung mit Zwischenwandlern, durch die der Differenzstrom und der Haltestrom über gesonderte Gleichrichter einer Relaiswicklung zugeführt werden.
  • Solche Schutzeinrichtungen sind unter dem Namen Differentialschutz mit Haltekreis oder Prozentdifferentialschutz bekanntgeworden. Sie haben die Aufgabe, den Ansprechstrom der Einrichtung in dem Falle zu erhöhen, wenn ein Haltestrom, d. h. ein großer Durchgangsstrom, durch das zu schützende Gerät hindurchfließt. Der Vorteil ist, insbesondere bei Transformatoren mit Anzapfungen, daß der Einstellwert des Differentialschutzes unabhängig von den gewählten Anzapfungen gemacht werden kann. Die durch den Haltestrom bewirkte Erhöhung des Ansprechwertes muß gerade so groß sein, daß die durch die Wandler und durch die verschiedenen Anzapfungen bei großen Durchgangsströmen entstehenden Fehlerströme nicht zu einer Auslösung des Schutzes führen können, denn bei außenliegenden Fehlern darf der Differentialschutz nicht ansprechen.
  • Der Schutz ist so geschaltet, daß der Differenzstrom zwischen den Strömen auf beiden Seiten des zu schützenden Gerätes, beispielsweise eines Transformators, gegebenenfalls über Zwischenglieder einer Relaiswicklung zugeführt wird. Dieser Strom bewirkt ein Ansprechen des Relais von einem bestimmten Ansprechwert an. Zugleich wird aber diesem Relais auch der durch den Transformator hindurchgehende Strom zugeführt, welcher aber der Auslösung entgegenwirkt. Hierdurch erhöht sich bei großen Durchgangsströmen der Ansprechwert. In Fig. 1 ist eine solche Kennlinie (a) dargestellt. Auf der Abszisse ist der Haltestrom 1l,, auf der Ordinate der Differenzstrom 1A dargestellt, bei dem der Schutz ansprechen soll. Man erkennt, daß mit steigendem Haltestrom der Ansprechwert proportional größer wird.
  • Es hat sich nun herausgestellt, daß solche geraden Kennlinien nicht zweckmäßig sind. Wegen der mit steigenden Durchgangsströmen eventuell stark wachsenden Wandlerfehler (Sättigung) muß nämlich die Steilheit der Kennlinie a groß gewählt werden. Die Erhöhung des Ansprechwertes tritt aber auch dann ein, wenn ein Fehler im Transformator selbst vorliegt, wodurch die Empfindlichkeit des Schutzes unnötigerweise herabgesetzt wird. Um dies zu vermeiden, hat man versucht, eine geknickte Kennlinie, wie sie ebenfalls in der Fig. 1 dargestellt ist (Kurve b), zu erhalten. Man kann diese geknickte Linie dadurch erreichen, daß man schon bei geringen Strömen gesättigte Stromwandler verwendet. Und zwar kann man hierzu den Stromwandler wählen, der den Differenzstrom liefert. Dieser Strom wächst dann mit größerem Strom nicht mehr an, und der Haltestrom wirkt bei großen Strömen stärker hemmend, so daß die Kennlinie steiler wird. Man kann auch Hilfswandler oder Drosselspulen in den Haltekreis legen, die von einer bestimmten Stromhöhe an sich sättigen. Diese lassen bei höheren Strömen verhältnismäßig mehr Strom hindurch als bei unter dem Sättigungswert liegenden Strömen, so daß die Wirkung des Haltestromes von einem bestimmten Punkt an erhöht wird. Auch diese Ausführungen haben Nachteile, da eine Einstellung der Kennlinie nicht möglich ist. Man kann den Knick nicht beliebig wählen, man kann ihn auch nicht verschieden formen, und man kann daher den Schutz nicht allen möglichen verschiedenen Betriebsverhältnissen in leichter Weise anpassen.
  • Geknickte Kennlinien kann man ferner noch dadurch erhalten. daß zwischen der Relaiswicklung und den Hilfswandlern für den Haltestrom nichtlineare Widerstände eingeschaltet werden. Aber auch hierdurch ist der Knick selbst nicht einstellbar zu machen.
  • Es ist nun weiter bekanntgeworden, in Differentialschutzschaltungen Spannungsteiler mit regelbaren Widerständen und Zenerdioden zu verwenden. Solche Zenerdioden können Widerständen parallel geschaltet werden, wodurch nichtlineare Charakteristiken entstehen. Hierdurch werden die Hilfsspannungen stabilisiert oder der Abgleich der Wandlerbürde verbessert. Man hat damit auch die Möglichkeit, von einem bestimmten überstrom ab den Sperranteil abzuschneiden, welcher zur Verhinderung von Falschauslösungen bei Einschaltströmen eingeführt worden ist.
  • Es stellt sich also die Aufgabe, einen Differentialschutz mit Haltekreis zu finden, bei dem die Lage des Knickpunktes in beliebiger Weise und einfach eingestellt werden kann, wobei die Wahl der Steilheit und des Ansprechwertes bei fehlendem Haltestrom selbst nicht beeinträchtigt werden darf.
  • Erfindungsgemäß wird daher vorgeschlagen, daß zwischen der Relaiswicklung und dem Hilfswandler für den Haltestrom einstellbare Widerstände vorgesehen sind, die durch mindestens eine Zenerdiode überbrückt werden derart, daß die Größe des auf das Relais wirkenden Haltestromes vor dem Öffnen der Zenerdiode in der Sperrichtung und das Öffnen der Zenerdiode selbst unabhängig voneinander eingestellt werden können.
  • Diese Widerstände können wenigstens zum Teil einstellbar sein. Hierdurch wird erreicht, daß durch die Einstellbarkeit der Widerstände der Knickpunkt verlegt werden kann. Der Knickpunkt entsteht durch die Zenerdiode, welche ja bekanntlich bei Auftreten einer Spannung in Sperrichtung von einer bestimmten Höhe an ebenfalls leitend wird.
  • Die Anordnung wird genauer in der Fig. 2 beschrieben. Dort ist das Schaltbild für einen Transformator-Differentialschutz mit Haltekreis beschrieben. Der Transformator ist mit 1 bezeichnet, er besitzt auf beiden Seiten die Stromwandler 2 und 3. Diese sind in bekannter Weise zusammengeschaltet und über den Hilfsstromwandler 4 verbunden. In dem Hilfsstromwandler fließt die Differenz der Ströme in den Stromwandlern 2 und 3. Diese Differenz wird über die Gleichrichteranordnung 5 dem Relais 6 zugeführt. Dieser Strom wirkt auslösend. Der Auslösekontakt des Relais, welcher nicht dargestellt ist, löst im allgemeinen den oder die Schalter des Transformators aus. Ferner ist noch der Zwischenwandler 7 vorgesehen. Durch diesen fließt die Summe der Ströme 2 und 3 hindurch. Dieser Strom wird nun in der Gleichrichteranordnung 8 ebenfalls gleichgerichtet und dem Relais 6 zugeführt. Zwischen dieser Gleichrichteranordnung und dem Relais ist nun die Einrichtung eingeschaltet, welche gestattet, den Knickpunkt der Kennlinie einstellbar zu machen. Diese Einrichtung besteht aus den beiden veränderlichen Widerständen 9 und 10, dem festen Widerstand 11 und der Zenerdiode 12. Außerdem ist noch der Gleichrichter 13 vorgesehen. Bis zu einer bestimmten Höhe des Stromes und damit der an den Widerständen 9 und 11 liegenden Spannung sperrt die Diode 12. Der Hauptteil des Haltestromes fließt dann über die Widerstände 9 und 10 und nur ein geringer Teil über den Widerstand 11 und das Relais 6. Die Haltewirkung ist sehr gering und daher die Kennlinie am Anfang sehr flach. Wird aber der Strom in den Widerständen 9 und 10 und damit die Spannung an der Zenerdiode 12 höher, so wird die Diode 12 leitend und schließt die Widerstände 9 und 11 kurz. Auf diese Weise kann nun ein zusätzlicher hoher Anteil Haltestrom auf das Relais 6 wirken und erhöht dann in rascher Weise die Steilheit der Auslösekennlinie. Der Knickpunkt der Kennlinie wird also durch die Diode 12 bewirkt.
  • Je nach der Einstellung des Widerstandes 9 nun kann dieser Knickpunkt verschoben werden; denn maßgebend für das Überschreiten der Sperrgrenze ist die Spannung, die durch den Widerstand 9 entsprechend dem durchfließenden Strom eingestellt wird. Der vor Erreichen des Knickpunktes durch das Relais fließende Strom kann durch den Widerstand 10 eingestellt werden. Mit dem Widerstand 10 wird also das Halteverhältnis des Schutzes bis zum Knickpunkt eingestellt. Macht man den Widerstand 9 im Verhältnis zu den Widerständen 10 und 11 groß, so bestimmt dieser praktisch allein die Lage des Knickpunktes. Eine Änderung des Halteverhältnisses durch den Widerstand 10 hat also praktisch keinen Einfluß auf die Lage des Knickpunktes.
  • Gemäß Fig. 3 kann man die Anordnung noch anders gestalten. Man kann der Zenerdiode 12 einen weiteren Widerstand 14 vorschalten. Dadurch kann die Steilheit der Kennlinie nach dem Knick geändert werden. Der Widerstand 14 kann hierbei auch einstellbar gemacht werden, um die Steilheit der Kennlinie nach dem Knick zu beeinflussen. Ferner kann man dem Widerstand 14 eine weitere Zenerdiode 15 parallel schalten, wodurch ein zweiter Knickpunkt entsteht und erst im letzten Teil die Kennlinie ihre volle Steilheit erreicht, während sie zwischen den beiden Knickpunkten etwas flacher, aber doch steiler als am Anfang bleibt. Man kann durch eine beliebige Anzahl von Zenerdioden hierbei erreichen, daß praktisch gar kein Knickpunkt mehr auftritt, sondern daß die Kennlinie abgerundet wird. Es sind natürlich noch weitere Kombinationen möglich; welche eine weitgehende Anpassung der Kennlinien ermöglichen. An Stelle von Widerstand und Zenerdiode kann auch ein spannungsabhängiger Widerstand verwendet werden. Die abgerundete Kennlinie ist als Kurve c in Fig. 1 eingezeichnet.
  • Aus der Anordnung ergibt sich der technische Vorteil, daß die Kennlinien des Differentialschutzes beliebig eingestellt werden können. Man hat dadurch die Möglichkeit, seine Empfindlichkeit bei inneren Fehlern wesentlich zu erhöhen, ohne dabei Gefahr laufen zu müssen, daß bei außenliegenden Fehlern der Schutz unberechtigterweise anspricht. Der Aufwand für die verschiedensten Einstellmöglichkeiten ist verhältnismäßig gering; es genügen veränderliche Widerstände und Zenerdioden, welche wenig Raum beanspruchen und leicht zu erhalten sind.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Differentialschutz, dessen Ansprechwert durch einen Haltestrom erhöht wird in Gleichrichter-Brückenschaltung mit Zwischenwandlern, durch die der Differenzstrom und der Haltestrom über gesonderte Gleichrichter einer Relaiswicklung zugeführt werden und wobei zwischen der Relaiswicklung und den Hilfswandlern für den Haltestrom nichtlineare Widerstandskombinationen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Relaiswicklung und dem Hilfswandler für den Haltestrom einstellbare Widerstände vorgesehen sind, die durch mindestens eine Zenerdiode überbrückt werden derart, daß die Größe des auf das Relais wirkenden Haltestromes vor dem Öffnen der Zenerdiode in der Sperrichtung und das Öffnen der Zenerdiode selbst unabhängig voneinander eingestellt werden können.
  2. 2. Differentialschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zenerdiode ein weiterer Widerstand vorgeschaltet ist.
  3. 3. Differentialschutz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem der Zenerdiode vorgeschalteten Widerstand eine weitere Zenerdiode parallel geschaltet ist.
  4. 4. Differentialschutz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß weitere Widerstände und Zenerdioden in gleicher Weise vorgesehen sind. In. Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1023 127, 9.117 720; österreichische Patentschrift Nr. 202 215; Siemens-Zeitschrift, Juli 1952 (Heft 5), S. 223.
DEA39309A 1962-01-11 1962-01-27 Differentialschutz Pending DE1151060B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1151060X 1962-01-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1151060B true DE1151060B (de) 1963-07-04

Family

ID=4560177

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA39309A Pending DE1151060B (de) 1962-01-11 1962-01-27 Differentialschutz

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1151060B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2411499A1 (fr) * 1977-12-08 1979-07-06 Westinghouse Electric Corp Reseau de protection differentielle pour circuit a courant alternatif comportant des generateurs en parallele, notamment pour avions
EP0378786A3 (de) * 1989-01-18 1991-10-30 Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha Differentialschutzrelais

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1023127B (de) * 1955-03-04 1958-01-23 Siemens Ag Differentialschutzanordnung mit Widerstandsstabilisierung
AT202215B (de) * 1949-09-29 1959-02-10 Siemens Schuckertwerke Gmbh Differenzialschutzeinrichtung für elektrische Anlageteile.
DE1117720B (de) * 1960-03-31 1961-11-23 Siemens Ag Differentialschutzschaltung

Patent Citations (3)

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