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DE1150929B - Verfahren zur Sicherung gleitgefaehrdeter Bergmassen - Google Patents

Verfahren zur Sicherung gleitgefaehrdeter Bergmassen

Info

Publication number
DE1150929B
DE1150929B DEM42427A DEM0042427A DE1150929B DE 1150929 B DE1150929 B DE 1150929B DE M42427 A DEM42427 A DE M42427A DE M0042427 A DEM0042427 A DE M0042427A DE 1150929 B DE1150929 B DE 1150929B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
securing
sliding
masses
procedure
cables
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM42427A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Leopold Mueller
Dr-Ing Franz Rinagl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FRANZ RINAGL DR ING
LEOPOLD MUELLER DR ING
Original Assignee
FRANZ RINAGL DR ING
LEOPOLD MUELLER DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FRANZ RINAGL DR ING, LEOPOLD MUELLER DR ING filed Critical FRANZ RINAGL DR ING
Priority to DEM42427A priority Critical patent/DE1150929B/de
Publication of DE1150929B publication Critical patent/DE1150929B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D17/00Excavations; Bordering of excavations; Making embankments
    • E02D17/20Securing of slopes or inclines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Paleontology (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Piles And Underground Anchors (AREA)
  • Devices Affording Protection Of Roads Or Walls For Sound Insulation (AREA)

Description

  • Verfahren zur Sicherung gleitgefährdeter Bergmassen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Sicherung gleit- oder absturzgefährdeter Bergmassen (Erd- oder Felsmassen, Eis und Schnee) mit Hilfe vorgespannter Kabel, die einerseits am Gleitkeil und andererseits hinter der zu erwartenden Gleitfläche verankert sind.
  • Bekannt sind Verankerungen aus stählernen Zuggliedern, welche in Bohrlöcher eingebaut und als Dübel vergossen oder als Zugverankerungen eingeschraubt oder injiziert und vorgespannt werden. Solche Verankerungen erreichen im allgemeinen die angestrebte Wirkung durch Erhöhung der Kluftreibung und des Scherwiderstandes entlang der zu erwartenden Gleitfläche, übernehmen aber nur einen Teil der abschiebenden Gewichtskomponente.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Aufwand für die Sicherung durch Einsparung der tiefen, in das Gebirge gerichteten Bohrlöcher und der Einpreßarbeiten zu verringern.
  • Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Kabel etwa in Richtung der Fallinien auf der Böschung verlegt und die oberen Kabelenden im standfesten Gelände in üblicher Weise gehalten werden, die Verankerung der unteren Kabelteile aber an mehreren Stellen an der Oberfläche des Gleitkeils mittels Haftkörper wie Ketten, Netze od. dgl. erfolgt, die durch Beton oder Spritzbeton am Hang befestigt werden. In besonderen Fällen können die Seile teilweise oder ganz in steilgerichteten Bohrlöchern oder Schlitzen geführt werden. Die Kraftübertragung vom Rutschkörper auf die zweckmäßig gespannten Seile erfolgt durch Seilreibung am Gestein bzw. durch mehrere über die Seillänge verteilte einfache Verankerungen.
  • Durch eine solche Art der Bergsicherung können gegenüber den bisher üblichen Arten unter geeigneten Bedingungen folgende Vorteile erzielt werden: Die Sicherung kann wesentlich rascher aufgebracht werden, da das Bohren von Bohrlöchern und das Injizieren von Ankern im allgemeinen entfallen. Dies ist nicht nur für Provisorien, sondern auch im Falle akuter Absturzgefahr wertvoll.
  • Jedes montierte Zugglied vergrößert sofort die im Augenblick vorhandene Gleitsicherheit, während bei den bisherigen Ausführungsarten der Felssicherung im allgemeinen erst alle Bohrarbeiten eines Abschnittes beendet sein mußten, ehe mit dem Einbau, V erpressen und Spannen der Felsanker begonnen werden konnte. Dadurch wird die Gefährdung der Arbeitsmannschaften bedeutend vermindert.
  • Es können als Zugglieder gebrauchte und daher billigere Stahlseile u. dgl. verwendet werden, was sich bei Bohrlochverankerungen als unzweckmäßig erwiesen hat.
  • Im Falle erforderlicher nachträglicher Verstärkungen der Sicherung können solche in Form vermehrter Zugglieder ebenso einfach und rasch und ohne nennenswerte Vorbereitungen aufgebracht werden wie die erste Sicherung.
  • Alle Bauteile der Sicherung bleiben zugänglich und können laufend auf Funktion, Spannung und Rostgefahr überprüft werden. Beschädigte oder verrostete Teile können ohne besondere Mühe ausgewechselt werden.
  • Wo nur vorübergehender Halt und späteres Ablassen von Bergmassen erwünscht ist, kann der Zeitpunkt dieses Ablassens durch einfaches Kappen der Seile gewählt werden.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Verfahrens gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 einen Querschnitt durch die Böschung, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Kabelanordnung. Über die Oberfläche des vermutlichen Gleitkeiles werden mehrere Kabel 2 nebeneinander von oberen Ankerkörpern 3 nach abwärts verlegt und an Rosten 4 oder Fußknaggen S oder an beiden festgemacht. Das Spannen der Kabel 2 erfolgt vorzugsweise bei dem oberen Ankerkörper 3, zweckmäßig aber auch an einer oder mehreren Stoßstellen G der Kabel.
  • Zur Verankerung der Seile können auch Verteilernetze 7, Kettenzüge od. dgl. dienen, die durch Beton oder Spritzbeton mit dem Gebirge verzahnt oder haftfähig verbunden sind, wodurch insbesondere bei brüchigem Gestein, aufgeweichten Erdmassen, Schnee und Eis, eine besonders gute Verteilung der eingeleiteten Kräfte in einem größeren Bereich erzielt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Sicherung gleitgefährdeter Bergmassen mit Hilfe vorgespannter Kabel, die einerseits am Gleitkeil und andererseits hinter der zu erwartenden Gleitfläche verankert werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabel (2) etwa in Richtung der Fallinien auf der Böschung verlegt und die oberen Kabelenden im standfesten Gelände in üblicher Weise gehalten werden, die Verankerung der unteren Kabelteile aber an mehreren Stellen an der Oberfläche des Gleitkeiles (1) mtitels Haftkörper (4, 5, 7), wie Ketten, Netze od. dgl., erfolgt, die durch Beton oder Spritzbeton am Hang befestigt werden. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1116176.
DEM42427A 1959-08-12 1959-08-12 Verfahren zur Sicherung gleitgefaehrdeter Bergmassen Pending DE1150929B (de)

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Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1150929B true DE1150929B (de) 1963-06-27

Family

ID=7304335

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DE (1) DE1150929B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1116176B (de) 1959-03-10 1961-11-02 Dipl Berging Oskar Eckert Doppelanker

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1116176B (de) 1959-03-10 1961-11-02 Dipl Berging Oskar Eckert Doppelanker

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