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Verfahren zur Herstellung von Thiazolidin-4-on-Derivaten Die Erfindung
betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer, substituierter Thiazolidin-4-on-Derivate
der allgemeinen Formel
in der Ri ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-oder Arylrest oder einen Rest der
allgemeinen Formel - (CH2), - R4, worin n für eine Zahl von
1 bis 3
und R4 für eine Dialkylamino-, Aryl- oder Carbalkoxygruppe
steht, R2 eine Cyangruppe oder einen Rest der allgemeinen Formel - CO - l#-5,
worin R5 für einen Dialkylamino-, Alkoxy-, Aryl-, Alkylsulfonyl- oder Arylsulfonylgruppe
steht, und R3 ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe bedeutet, und wobei. alle
gerad- oder verzweigtkettigen Alkylreste niederinolekular sind, d. h.
1 bis 6 Kohlenstoffatome enthalten.
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Die Verfahrensprodukte sind pharmakologisch wirksam als Analgetika,
Sedativa, Entzündungshemmittel und gallentreibende Mittel. Sie können für den praktischen
Gebrauch mit üblichen, pharmazeutischen Trägern zu Tabletten, Kapseln, Lösungen,
Suspensionen, Suppositorien u. dgl. verarbeitet werden. Die erfindungsgemäß hergestellten
Verbindungen stellen fernerhin wertvolle Zwischenprodukte für die Gewinnung weiterer,
neuartiger Thiazolidin-4-on-Derivate mit pharmazeutischer Wirksamkeit dar.
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Die neuen Verbindungen werden erfindungsgemäß nach folgendem Reaktionsschema
hergestellt.
wobei Ri, R2 und R3 die oben angegebene Bedeutung besitzen und R' eine niedennolekulare
Alkylgruppe darstellt.
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Diese Umsetzung wird in einem wasserfreien Medium, das einen aliphatischen
Alkohol mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, z. B. Äthanol, Methanol, tertiär-Butanol
enthält, in Gegenwart eines Alkalimetalls, z. B. Natrium oder Kalium, oder eines
Amins, z. B. Piperidin, bei einer Temperatur zwischen 25'C und dem Siedepunkt des
als Lösungsmittel verwendeten Alkohols durchgeführt, wobei die Umsetzungszeit zwischen
etwa 1/2, und 8 Stunden liegen kann. Vor der Eingabe der Reaktionsteilnehmer
wird das Reaktionsgefäß vorzugsweise durch Ausspülen mittels Neutralgas, beispielsweise
Stickstoff, sauerstofffrei gemacht.
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Das Produkt fällt als Alkalimetall- oder Aminsalz aus, das anschließend
durch Säurebehandlung in das Produkt der allgemeinen Formel 1 bzw. deren
Säureadditionssalze umgewandelt wird.
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Die nachstehenden Beispiele sollen zur Erläuterung der Erfindung dienen.
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Beispiel 1
2-Cyanmethylen-thiazolidin-4-on Eine Mischung aus
6,6 g (0, 1 Mol) Malodinitril und 12 g (0, 1 Mol) Mercaptoessigsäureäthylester
wird schnell und unter Umrühren in eine Lösung von 2,3 g (0,1 Mol) Natrium
in 150 ccm absolutem Äthanol eingetropft. Die verwendete Apparatur
war
zuvor mit Stickstoff ausgespült worden. Die Abscheidung des Natriumsalzes setzt
unter starker Wärineentwicklung ein. Nach einer weiteren Stunde wird der Niederschlag
abgesaugt, mit etwas Icaltem, absolutem Äthanol und anschließend mit Äther gewaschen
und an der Luft getrocknet. Die Ausbeute ist quantitativ und beträgt 16g
Natriumsalz des 2-Cyanmethylen-thiazolidin-4-ons in Form farbloser und stark wasserlöslicher
Kristalle. Eine wäßrige Lösung des Natriumsalzes wird stark angesäuert und der sich
bildende Niederschlag abfiltriert, mit Wasser, Äthanol und Äther gewaschen und an
der Luft getrocknet. In quantitativer Ausbeute werden 14g 2-Cyanmethylen-thiazolidin-4on
in Form farbloser Nadeln nach Umkristallisieren aus Wasser, wäßrigem Äthanol oder
Dimethylformamid-Wasser-(1: 1)-Mischung erhalten, die unter Zersetzung bei 187'C
schmelzen.
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Analyse: Berechnet ... C 42,83, H 2,88, N 20,00, S 22,85%; gefunden
... C 42,93, H 2,98, N 20,44, S 22,490/0. Beispiel 2 2-Cyanmethylen-5-methyl-thiazolidin-4-on
Eine Mischung aus 6,6 g (0,1 Mol) Malodinitril, 12 g (0, 1 Mol) a-Mercaptopropionsäuremethylester
und 20ccm absolutem Alkohol wird schnell und unter Umrühren zu einer Lösung von
4 g (0, 1 Mol) Kalium in 130cem absolutem Äthanol gegeben. Die Reaktion verläuft
unter starker Wärmeentwicklung. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur und 10Minuten langem
Stehen wird das ausgefallene Kaliumsalz des 2-Cyanmethylen-5-methyl-thiazolidin-4-ons
abfiltriert, mit Alkohol und Äther gewaschen und in Wasser gelöst. Die Lösung wird
mit Salzsäure auf den pH-Wert2 angesäuert. Der hierbei entstehende Niederschlag
wird abfiltriert, nüt Wasser und Äthanol gewaschen und getrocknet. Die (quantitative)
Ausbeute beträgt 15g 2-Cyanmethylen-5-methyl-thiazolidin-4-on in Form farbloser
Kristalle (aus wäßrigem Alkohol). Schmelzpunkt: 142 bis 143'C. Analyse: Berechnet
... C 46,73, H 3,92, N 18, 17, S 20,79 0/0, gefunden ... C 46,89,
H 3,83, N 18,46, S 20,38 0/0. Beispiel 3
2-(N,N-Dirnethylcarbamoylmethylen)-thiazolidin-4on
Eine Mischung aus 11,2 g (0,1 Mol) N,N-Dimethylcyanacetanüd und 12
g (0, 1 Mol) Mercaptoessigsäureäthylester wird gemäß Beispie12 mit Kaliumäthylat
kondensiert und die Reaktionsmischung 1/2 Stunde unter Rückfluß gekocht. Beim Abkühlen
fällt das Kaliumsalz aus und wird abgetrennt und gemäß Beispie12 angesäuert. Die
Ausbeute besteht aus 9 g (50%) 2-(N,N-Dimethylcarbamoyhnethylen)-thiazolidin-4-on
in Form gelber Kristalle (aus 70%igem Alkohol), die unter Zersetzung bei 206 bis
208'C schmelzen.
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Analyse: Berechnet ... C 45,15, H 5,42, N 15,04,
S 17,22()/o; gefunden ... C 45,38, H 5,49, N 15,06, S 17,00%. Beispiel 4
2-Benzoylmethylen-thiazolidin-4-on Eine Mischung aus 15 g (0,1 Mol) Cyanacetophenon
und 12 g (0, 1 Mol) Mercaptoessigsäureäthylester wird gemäß Beispiel 2 mit
Kaliumäthylat kondensiert. Die Reaktionsmischung wird 3 Stunden lang unter
Rückfluß gekocht und dann abgekühlt. Das sich abscheidende Kaliumsalz wird gemäß
Beispiel 2 angesäuert. Die Ausbeute besteht aus 15 g (70%) 2-Benzoylmethylen-4-thiazolidinon
in Form gelber Kristalle (aus Essigsäure) mit einem Schmelzpunkt von 212 bis 214'C.
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Analyse: Berechnet ... C 60,25, H 4,14, N 6,40, S 14,62%, gefunden
... C 60,12, H 4,18, N 6,38, S 14,23/o. Beispiel 5
2-Carbäthoxymethylen-thiazolidin-4-on
Eine Mischung aus 11,3 g (0,1 Mol) Cyanessigsäureäthylester und 12
g (0, 1 Mol) Mercaptoessigsäureäthylester wird gemäß Beispiel
1 mit Natriumäthylat kondensiert. Die Reaktionsmischung wird 1 Stunde
lang auf 60'C gehalten, dann auf Raumtemperatur abgekühlt, mit 2Volumen Wasser
verdünnt und mit Salzsäure auf den pH-Wert2 angesäuert. Der sich bildende Niederschlag
wird abfiltriert, mit Wasser und Äthanol gewaschen und getrocknet. Die Ausbeute
ist quantitativ und besteht aus 18 g 2-Carbäthoxymethylen-thiazolidin-4-on
in Form farbloser Plättchen (aus wäßrigem Alkohol). Schmelzpunkt. 145 bis 147'C.
Analyse: Berechnet... C 44,90, H 4,85, N 7,48, S 17,13 %; gefunden ... C
45,22, H 5,13, N 7,36, S 17,18 0/0.
Beispiel 6
2-Carbäthoxymethylen-5-methyl-thiazolidin-4-on
Eine Mischung aus 12 g (0,1 Mol) Cyanessigsäureäthylester und 12
g (0,1 Mol) a-Mercaptopropionsäuremethylester wird gemäß Beispiel
1 mit Natriumäthylat kondensiert. Die Reaktionsmischung wird 2 Stunden lang
unter Rückfluß gekocht und dann gemäß Beispiel 5 weiterverarbeitet. Die (quantitative)
Ausbeute besteht aus 20 g 2-Carbäthoxyinethylen-5-methyl-thiazolidin-4-on
in Form farbloser Kristalle (aus Wasser). Schmelzpunkt: 119'C.
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Analyse: Berechnet ... C 47,74, H 5,5 1, N 6,96, S 15,93 %; gefunden
... C 47,5 1, H 5,53, N 7,0 1, S 15,71 %. Beispiel
7
2-[(Methylsulfonyl)-methylen]-thiazolidin-4-on Eine Mischung aus 4
g (0, 1 Mol) Kalium und 12 g (0,1 Mol) Mercaptoessigsäureäthylester
in 150ccm absolutem Äthanol wird schnell zu einer Lösung von 12g (0,1 Mol)
Methylsulfonylacetonitril in 150 ccm Äthanol hinzugegeben. Die Mischung wird
1 Stunde lang auf Raumtemperatur gehalten. Das ausgefallene Kaliumsalz wird
abgetrennt und gemäß Beispiel 2 angesäuert. Die Ausbeute beträgt 630/0 und besteht
aus 12 g 2-[Methylsulfonyl)-methylen
]-thiazolidin-4-on in
Form hellgelber Kristalle (aus Wasser). Schmelzpunkt: 163 bis 164'C. Analyse:
Berechnet ... C31,07, 113,66, N7,25, S33,19/o; gefunden ... C31,01,
H3,84, N7,31, S32,66()/o. Beispiel 8
2-[(Phenylsulfonyl)-methylen]-thiazolidin-4-on
Eine Mischung aus 18,1 g (0,1 Mol) Phenylsulfonylacetonitril und 12
g (0, 1 Mol) Mercaptoessigsäureäthylester läßt man gemäß Beispiel
7 in Gegenwart von Kaliumäthylat 2Stunden lang bei Raumtemperatur ausreagieren.
Das ausfallende Kaliumsalz wird abgeschieden und gemäß Beispiel 2 angesäuert. Die
Ausbeute beträgt 80% und besteht aus 20 g 2-[(Phenylsulfonyl)-methylen]-thiazolidin-4-on
in Form hellgelber Kristalle (aus Chloroform). Schmelzpunkt: 127'C. 2c Analyse:
Berechnet ... C47,04, H3,56, N5,49, S25,120/0; gefunden ... C46,99,
H3,56, N5,55, S24,67%. Beispiel 9
2-[(Phenylsulfonyl)-methylen]-5-methylthiazolidin-4-on
Man läßt eine Mischung aus 18,1 g (0, 1 Mol) Phenylsulfonylacetonitril und
12 g (0, 1 Mol) a-Mercaptopropionsäuremethylester ausreagieren. Das
gemäß Beispiel 8 aus der Reaktionsmischung abgeschiedene Reaktionsprodukt
besteht aus 2-[(Phenylsulfonyl)-methylen]-5-methyl-thiazolidin-4-on mit einem Schmelzpunkt
von 143 bis 145'C.
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Analyse: Berechnet... C49,04, H4,12, N5,21, S23,81%; gefunden ...
C49,16, H4,20, N5,18, S23,77%. Beispiel 10
2-(a-Carbäthoxyäthyliden)-thiazolidin-4-on
Eine Mischung aus 12,7 g (0, 1 Mol) a-Cyanpropionsäureäthylester und 12
g (0, 1 Mol) Mercaptoessigsäureäthylester wird gemäß Beispie12 mit Kaliumäthylat
kondensiert. Die Reaktionsmischung wird 11/2 Stunden lang unter Rückfluß gekocht
und dann über Nacht bei Raumtemperatur stehengelassen. Das ausgefallene Kaliumsalz
wird abgetrennt und gemäß Beispie12 angesäuert. Die Ausbeute beträgt 50% und besteht
aus lOg 2-(a-Carbäthoxyäthyliden)-thiazolidin-4-on in Form farbloser Kristalle (aus
Methanol-Dioxan-(3 : 1)-Mischung). Schmelzpunkt: 161 bis 162'C. Analyse:
Berechnet ... C 47,74, H 5,5 1, N 6,96, S 15,93 %, gefunden ... C 48,08,
H 5,47, N 7,02, S 15,45 %. Beispiel 11
2-(a-Carbäthoxyäthyliden)-5-methylthiazolidin-4-on
Eine Mischung aus 12,7 g (0, 1 Mol) a-Cyanpropionsäureäthylester und
12g ffl ' 1 Mol) a-Mereaptopropionsäuremethylester läßt man ausreagieren.
Das Reaktionsprodukt, nämlich 2-(a-Carbäthoxyäthyliden)-5-meihyl-thiazolidin-4-on,
wird gemäß Beispiel 10 abgeschieden. Schmelzpunkt: 149 bis 150'C.
Analyse:
Berechnet ... C 50,20, H 6,09, N 6,5 1, S 14,89 %; gefunden ... C 49,96, H 5,99,
N 6,76, S 14,64%. Beispiel 12 2-(a-Carbäthoxypropyliden)-thiazolidin-4-on Eine Mischung
aus 14 g (0, 1 Mol) a-Cyanbuttersäureäthylester und 12 g (0, 1 Mol)
Mercaptoessigsäureäthylester wird gemäß Beispie12 mit Kaliumäthylat kondensiert.
Die Reaktionsmischung wird 5 Stunden lang auf 80'C gehalten und danach
das Äthanol mit Unterdruck abdestilliert. Der Rückstand wird in destilliertem Wasser
aufgenommen und mit Salzsäure auf den PH-Wert 2 angesäuert. Der sich bildende Niederschlag
wird abfiltriert, mit Äthanol und Wasser gewaschcn und getrocknet. Die Ausbeute
beträgt 5001## upd besteht aus 11 g 2-(a-Carbäthoxypropyliden)-thiazolidin-4-on
in Form farbloser Kristalle (aus Äthanol-Wasser-(1 : 1)-Mischung).
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Analyse: Berechnet ... C 50,21, H 6,09, N 6,51, S 14,90%; gefunden
... C 50,5 1, H 6,14, N 6,58, S 14,66%. Beispiel 13
2-(a-Carbäthoxypropyliden)-5-methylthiazolidin-4-on
Eine Mischung aus 14 g (0,1 Mol) a-Cyanbuttersäureäthylester und 12
g (0, 1 Mol) a-Mereaptopropionsäuremethylester wird umgesetzt und das Reaktionsprodukt
gemäß Beispiel 12 zu 2-(a-Carbäthoxypropyhden)-5-methyl-thiazolidin-4-on aufgearbeitet.
Schmelzpunkt: 148 bis 149'C.
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Analyse: Berechnet... C 52,38. H 6,59, N 6,12, S 13,99%, gefunden
. . . C 52,20, H 6,42, N 6,30, S 13,57 %. Beispiel 14 2-(a-Carbäthoxypentyliden)-thiazolidin-4-on
Eine Mischung aus 16,6 g (0, 1 Mol) a-(n-Butyl)-cyanessigsäureäthylester
und 12 g (0, 1 Mol) Mercaptoessigsäureäthylester wird gemäß Beispie12 mit
Kaliumäthylat kondensiert. Die Reaktionsmischung wird 3 Stunden lang auf
80'C gehalten, danach auf Raumtemperatur abgekühlt, mit dem gleichen Volumen
Wasser verdünnt und mit Salzsäure auf den pü-Wert 2 angesäuert. Der entstehende
Niederschlag wird abfiltriert, mit Äthanol und Wasser gewaschen und getrocknet.
Die Ausbeute beträgt 420/0 und besteht aus 10 g 2-(a-Carbäthoxypentyliden)-thiazolidin-4-on
in Form hellgelber Nadeln (aus wäßrigem Äthanol). Schmelzpunkt: 138'C. Analyse:
Berechnet... C 54,30, H 7,04, N 5,76, S 13,18 %; gefunden . . . C
54,24, H 7,16, N 5,46, S 13,14 %.
Beispiel
15
2-(a-Carbäthoxypentyliden)-5-methylthiazolidin-4-on Eine Mischung aus
17 g (0,1 Mol) a-(n-Butyl)-cyanessigsäureä-thylester und 12 g (0, 1
Mol) a-Mercaptopropionsäuremethylester wird gemäß Beispiel 2 mit Kaliumäthylat kondensiert.
Die Reaktionsmischung wird 11/2 Stunden unter Rückfluß gekocht und dann auf Raumtemperatur
abgekühlt. Das ausfallende Kaliumsalz wird abgetrennt und angesäuert und das dabei
anfallende Produkt gemäß Beispiel 2 gereinigt. Die Ausbeute beträgt 60% und besteht
aus 15 g 2-(a-Carbäthoxypentyliden)-5-methyl-thiazolidin-4-on in Form farbloser
Kristalle aus wäßrigem Alkohol. Schmelzpunkt: 133 bis 134'C. Analyse: Berechnet
... C 56,01, H 7,44, N 5,44, S 12,46%, gefunden ... C 56,12, H 7,47, N 5,3 1, S
12,25%. Beispiel 16
2-(a-Carbäthoxybenzyliden)-thiazolidin-4-on Eine Mischung
aus 18 g (0, 1 Mol) Phenylcyanessigsäureäthylester und 12
g (0, 1 Mol) Mercaptoessigsäureäthylester wird gemäß Beispie12 kondensiert.
Die Reaktionsmischung wird 4 Stunden lang auf 80'C gehalten und danach auf
Raumtemperatur abgekühlt. Das ausfallende Kaliumsalz wird abgetrennt und angesäuert,
und das dabei entstehende Produkt wird gemäß Beispie12 gereinigt. Es entstehen mit
70% Ausbeute 18 g 2-(a-Carbäthoxybenzyliden)-thiazolidin-4-on in Form farbloser
Kristalle (aus 80%igem Methanol oder Benzol-Petroläther). Schmelzpunkt: 125'C.
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Analyse: Berechnet... C 59,30, H 4,98, N 5,33, S
12,18 0/0; gefunden ... C 59,22, H 5,15, N 5,32, S 11,74%. Beispiel
17
2-(a-Carbäthoxy-y-diäthylaniinopropyliden)-thiazolidin-4-on-hydrochlorid
Eine Mischung aus 20 g (0, 1 Mol) a-Cyan-y-diäthylaminobuttersäureäthylester
und 12 g (0,1 Mol) Mercaptoessigsäureäthylester wird gemäß Beispie12 mit
Kaliumäthylat kondensiert. Die Reaktionsdauer bei Rückflußtemperatur beträgt
1 Stunde. Die Mischung wird dann auf Raumtemperatur abgekühlt und mit Äther
versetzt, wodurch das Kaliumsalz ausgefällt wird. Die abfiltrierten Niederschläge
werden mit 50ccm 12%iger Salzsäure behandelt. Beim Abkühlen fällt das reine Hydrochlorid
des 2-(a-Carbäthoxy-y-diäthylaminopropyliden)-thiazolidin-4-ons aus. Schmelzpunkt:
209 bis 210'C. Hellgelbe Kristalle (aus 90%igem Alkohol).
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Analyse: -Eierechnet: C 48,36, H 7,18, N 8,67, S 9,93, Cl 10,98%,
gefunden: C 48,40, H 7,00, N 8,70, S 9,74, Cl 10,87%. Beispiel 18
2-(a-CarbäthOxY-7-dimethylaminopropyliden)-thiazolidin-4-on-hydrochlorid
a-Cyan-y-dimethylaminobuttersäureäthylester und Mercaptoessigsäureäthylester werden
in äquimolaren Mengen miteinander umgesetzt. Die Reaktionsmischung wird gemäß Beispiel
17 aufgearbeitet und liefert das reine Hydrochlorid des 2-(a-Carbäthoxyy-dimethylaminopropyliden)-thiazolidin-4-ons,
das bei 229'C unter Zersetzung schmilzt. Analyse: Berechnet: C 44,79, H 6,49, N
9,50, S 10,87, Cl 12,02%, gefunden: C 44,76, H 6,53, N 9,75, S 10,66, Cl 11,53%.
Beispiel 19
2-(a-Carbäthoxy-ö-diäthylaminobutyliden)-thiazolidin-4-on-hydrochlorid
a-Cyan-b-diäthylaminovaleriansäureäthylester und Mercaptoessigsäureäthylester werden
in äquimolaren Mengen miteinander umgesetzt. Die Reaktionsmischung wird gemäß Beispiel
17 aufgearbeitet und liefert das reine Hydrochlorid des 2-(a-Carbäthoxyb-diäthylaminobutyliden)-thiazolidin-4-ons
mit dem Schmelzpunkt 191 bis 193'C. Analyse: Berechnet: C 46,67, H 6,85,
N 9,07, S 10,38, Cl 11,48%; gefunden: C 46,54, H 6,76, N 8,79, S 9,81,
Cl 11,57/o. Beispiel 20 2-(a-Carbäthoxy-ß-phenyläthyliden)-thiazolidin-4-on
Eine Mischung aus 21 g (0,1 Mol) a-Cyanfl-phenylpropionsäureäthylester und
12 g (0, 1 Mol) Mereaptoessigsäureäthylester wird gemäß Beispiel 2 mit Kaliumäthylat
kondensiert. Die Reaktionsmischung wird 1/2 Stunde lang unter Rückfluß gekocht und
dann abgekühlt. Das sich hierbei abscheidende Kaliumsalz wird angesäuert und das
so entstehende Produkt gemäß Beispiel 2 gereinigt. Es besteht aus 2-(a-Carbäthoxy-fl-phenyläthyliden)-thiazolidin-4-on.
Schmelzpunkt: 155 bis 156'C. Gelbe Nadeln (aus Äthanol-Dioxan-(4: 1)-Mischung).
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Analyse: Berechnet ... C 60,63, H 5,45, N 5,06, S 11,55%; gefunden
... C 60,89, H 5,47, N 5,16, S 10,91 %. Beispiel 21 2-(a-Carbäthoxy-fl-phenyläthyliden)-5-methyl-thiazolidin-4-on
a-Cyan-fl-phenylpropionsäureäthylester und a-Mercaptopropionsäuremethylester werden
in äquimolaren Mengen miteinander umgesetzt. Die Reaktionsmischung wird gemäß Beispiel
20 aufgearbeitet und liefert 2-(a-Carbäthoxy-ß-phenyläthyliden)-5-methylthiazolidin
-4-on
mit dem Schmelzpunkt 137 bis 1390C.
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Analyse: Berechnet ... C 61,83, H 5,88, N 4,81,
S 11,01 O/o; gefunden ... C 61,95, H 6,01, N 4,89, S 10,68%.
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Beispiel 22 2-(a,ß-Dicarbäthoxyäthyliden)-thiazolidin-4-on Eine Mischung
aus 20 g (0,1 Mol) Cyanbernsteinsäurediäthylester und 12 g (0,1 Mol)
Mercaptoessigsäureäthylester wird gemäß Beispiel 2 mit Kaliumäthylat kondensiert.
Die Reaktionsbedingungen waren 1 Stunde Reaktionszeit und Raumtemperatur.
Das ausgefallene Kaliumsalz wird angesäuert, und das dabei entstehende Produkt gibt
nach Reinigung gemäß Beispiel 2 2-(a,fl-Dicarbäthoxyäthyliden)-thiazolidin-4-on.
Schmelzpunkt: 98 bis 100'C. Farblose Kristalle (aus 400joigem wäßrigem Äthanol).
Analyse: Berechnet ... C 48,34, H 5,53, N 5,13, S 11,73%, gefunden ... C
48,26, H 5,83, N 5,08, S 11,71 %. Beispiel 23
2-(a,ß-Dicarbäthoxyäthyliden)-5-methylthiazolidin-4-on
Cyanbernsteinsäurediäthylester und a-Mercaptopropionsäuremethylester werden in äquimolaren
Mengen miteinander umgesetzt. Das abgeschiedene Reaktionsprodukt wird gemäß Beispiel
2 aufgearbeitet und liefert so 2-(a,ß-Dicarbäthoxyäthyliden)-5-methyl-thiazolidin-4-on
mit dem Schmelzpunkt 102 bis 103'C.
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Analyse: Berechnet ... C 50,17, H 5,97, N 4,87, S 11, 16%; gefunden
... C 49,99, H 5,94, N 5,07, S 11, 16%. Beispiel 24 2-(a,ß-Diearbäthoxypropyliden)-thiazolidin-4-on
Eine Mischung aus 21 g (0,1 Mol a-Cyanglutarsäurediäthylester und 12
g (0,1 Mol) Mercaptoessigsäureäthylester wird gemäß Beispiel 1 mit
Natriumäthylat kondensiert. Die Reaktionsmischung wird 1 Stunde lang unter
Rückfluß gekocht und dann abgekühlt. Beim Verdünnen mit dem gleichen Volumen Wasser
fällt das Natriumsalz aus, das beim Ansäuern ein Produkt liefert, das gemäß Beispiel
1 gereinigt wird. Die Ausbeute beträgt 80% und besteht aus 24 g 2-(a.-,-Dicarbäthoxypropyliden)-thiazolidin-4-on.
Schmelzpunkt: 122 bis 123'C. Farblose Kristalle (aus Benzol-Petroläther).
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Analyse: Berechnet ... C 50,17, H 5,96, N 4,88, S 11,
16()/o, gefunden ... C 50,17, H 6,03, N 4,96, S 10,87'/o.
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Beispiel 25
2-(a"y-Dicarbäthoxypropyliden)-5-methylthiazolidin-4-on
a-Cyanglutarsäurediäthylester und a-Mercaptopropionsäuremethylester werden in äquimolaren
Mengen miteinander umgesetzt, und das abgeschiedene Reaktionsprodukt wird gemäß
Beispiel 1
gereinigt und liefert 2-(a,y-Dicarbäthoxypropyliden)-5-methyl-thiazolidon-4-on
mit dem Schmelzpunkt 112 bis 113'C.
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Analyse: Berechnet ... C 51,80, H 6,35, N 4,65, S 10,64%; gefunden
... C 52, 10, H 6,27, N 4,8 1, S 10,28 %.