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DE1150441B - Elektrodynamischer Schrittmotor - Google Patents

Elektrodynamischer Schrittmotor

Info

Publication number
DE1150441B
DE1150441B DES77158A DES0077158A DE1150441B DE 1150441 B DE1150441 B DE 1150441B DE S77158 A DES77158 A DE S77158A DE S0077158 A DES0077158 A DE S0077158A DE 1150441 B DE1150441 B DE 1150441B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stator
winding
motor according
rotor
excitation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES77158A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Erich Krestel
Dr Fritz Gann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES77158A priority Critical patent/DE1150441B/de
Publication of DE1150441B publication Critical patent/DE1150441B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P8/00Arrangements for controlling dynamo-electric motors rotating step by step
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K37/00Motors with rotor rotating step by step and without interrupter or commutator driven by the rotor, e.g. stepping motors
    • H02K37/02Motors with rotor rotating step by step and without interrupter or commutator driven by the rotor, e.g. stepping motors of variable reluctance type
    • H02K37/04Motors with rotor rotating step by step and without interrupter or commutator driven by the rotor, e.g. stepping motors of variable reluctance type with rotors situated within the stators

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Stepping Motors (AREA)

Description

  • Elektrodynamischer Schrittmotor Bei vielen Steuer- und Regelproblemen ergibt sich die Aufgabe, mit Hilfe eines Schrittmotors definierte Bewegungen herbeizuführen. Es sind bereits verschiedene Ausführungsformen bekanntgeworden, die je- doch sämtlich eine Sonderbauart von Motoren erforderlich machen und daher relativ hohen Aufwand bedingen. Außerdem ist das erzielbare Drehmoment klein.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden und einen einfachen, auf einem neuartigen Funktionsprinzip beruhenden Schrittmotor zu schaffen.
  • Der elektrodynamische Schrittmotor nach der Erfindung ist gekennzeichnet durch ein Erregungssystem im Ständer, das permanentmagnetisch oder mittels einer gleichstromgespeisten Wicklung ein Erregeffeld erzeugt, durch ein Beschleunigungssystem in Form einer gegen das Erregerfeld am Ständerumfang versetzten, impulsweise erregbaren Wicklung und durch ein Rastsystem, das den Läufer in definierten aufeinanderfolgenden Stellungen festhält.
  • Die Funktion des Schrittmotors nach der Erfindung beruht darauf, daß einem Läufer, der sich im dauererregten Magnetfeld des Ständers befindet, induktiv Stromstöße so zugeführt werden, daß der Läuferstrombelag die richtige räumliche Lage zum Ständermagnetfeld hat. Dann erzeugt jeder Stromimpuls einen entsprechenden Drehmomenthnpuls auf den Läufer, der dazu dient, den Läufer um eine Raste des Rastsystems weiterzudrehen.
  • Der grundsätzliche Vorteil des Schrittmotors nach der Erfindung besteht darin, daß durch das Zusammenwirken von Strom und Magnetfeld, also elektrodynamisch, wesentlich größere Stellkräfte erzeugt werden können als durch die bei Schrittmotoren übliche magnetische Anziehung ferromagnetischer Bauteile allein.
  • Grundsätzlich könnte das Rastsystem auch außerhalb des Motors angeordnet sein, etwa in Form eines Klinkensperrwerks. Es ist jedoch vorteilhaft, Erregungs- und Rastsystem in einer Maschine zu vereinigen. Dies ist dadurch erreichbar, daß Ständer und Läufer mit Nuten versehen sind, so daß das Erregungssystem zugleich als Rastsystem dient. Wie bereits erwähnt, kann das Erregungssystem aus einem Permanentmagneten -bestehen. Günstiger ist es, das Erregerfeld mittels einer gleichstromgespeisten Wicklung zu erzeugen, die gegebenenfalls in den Ständernuten verteilt oder auf ausgeprägten Polen angeordnet sein kann.
  • Man kann einen zweiphasig gewickelten Ständer heranziehen, wobei die zwei Ständerwicklungen um 900 gegeneinander versetzt sind. Liegt ein dreiphasiger Käfigläufermotor vor, so ist es möglich, zwei Phasenwicklungen einer dreiphasigen Ständerwicklung derart zu schalten und mit Strom zu speisen, daß ein um 900 gegen das Feld der dritten Phasenwicklung versetztes Feld entsteht. Hierzu muß bekanntlich im Phasendiagramm die Richtung einer Wicklung vertauscht werden. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn man den Motor nach Umschaltung auch als normalen SteRmotor verwenden will. Zu diesem Zweck werden die drei Phasenwicklungen unmittelbar an ein Drehstromnetz angeschlossen.
  • Versieht man also den Läufer eines Induktionsmotors mit Nuten, so kann er mit kombiniertem Erregungs- und Rastsystem gemäß der Erfindung als Schrittmotor betrieben werden. Andere Änderungen im inneren Aufbau des Motors sind nicht erforderlich. Im Interesse einer hohen Schrittfolge ist es allerdings zweckmäßig, einen Motor mit kleinem Schwungmoment, d. h. geringem Läuferdurchmesser, zu wählen.
  • Nähere Einzelheitdn des Erfindungsgegenstandes sollen im folgenden an Hand der Zeichnung beschrieben werden, in der ein Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt ist.
  • Die Zeichnung zeigt einen Induktionsmotor mit einem zweiphasig geschalteten Ständer 1 mit Nuten und einem Läufer 2 gleicher Nutenzahl. Die eine Ständerwicklung, die mit E bezeichnet ist und als Erregungs- und Rastsystem dient, wird aus einer bei 3 angedeuteten Gleichspannungsquelle dauernd erregt. Sie erzeugt ein Feld 0,p in der angedeuteten Richtung. Dieses Feld könnte statt durch die Wicklung E auch permanentmagnetisch erzeugt werden.
  • Die zweite Wicklung, die mit B bezeichnet ist und als Beschleunigungssystem dient, ist über ein Halbleiterstromtor S, an eine weitere Gleichspannungsquelle 4 angeschlossen. Ihr Feld OB steht senkrecht zum Erregerfeld. Das Halbleiterstrorator Si wird aus einem geeigneten Impulserzeuger 5 über einen Impulstransformator 6 im Takt der gewünschten Schritte gezündet.
  • Bei jeder Zündung wird in der Wicklung B ein Magnetfeld aufgebaut. Die Flußänderung induziert im, Käfigläufer eine Spannung, welche Ströme durch die Stäbe des Käfigläufers zur Folge hat. Diese Ströme sind in der Figur angedeutet. Im Zusammenwirken mit dem Erregerfeld OE greifen an den stromdurch-:flossenen Stäben Kräfte p an, die den Läufer drehen.
  • Das Erregerfeld läuft über den Weg mit geringstem magnetischem Widerstand, d. h., es erzwingt eine solche Lage des Läufers, daß Ständer- und Läufernuten einander gegenüberstehen. Das Erregerfeld wirkt somit auch, und zwar mit hohem Drehmoment, einrastend. Damit jedoch die Bewegung des Läufers jeweils nur eine Schrittlänge beträgt, darf die Beschleunigung eine bestimmte Größe, nicht überschreiten. Daher muß auch der Impulsstrom durch die Wicklung B zeitlich begrenzt werden.
  • Zu diesem Zweck ist in den Stromkreis der Wicklung B ein kleiner ohmscher Widerstand 7 geschaltet, an dem bei Stromfluß ein Spannungsabfall entsteht. Dieser Spannungsabfall steuert einen Transistor 8, der Über einen einstellbaren Widerstand 9 an eine Gleichspannungsquelle 10 angeschlossen ist. Sobald der Transistor 8 geöffnet wird, wird ein Verzögerungsglied, bestehend aus Widerstand 9 und Kondensator 12, an Spannung gelegt, und der Kondensator lädt sich auf. Nach Erreichen einer bestimmten Ladespannung schlägt eine Zenerdiode 13 durch, so daß ein Zündimpuls an das Löschstromtor S, gelangt. Dadurch wird der Kondensator C, der bisher auf die Spannung der Gleichspannungsquelle 14 aufgeladen war, schlagartig entladen und die Spannung am Strorator S, umgekehrt. Dieses Stromtor erlischt somit nach einer Verzögerungszeit, die am Widerstand 9 einstellbar ist. Sie wird so gewählt, daß der Läufer jeweils nur eine Schrittlänge zurücklegt.
  • Um das Löschstromtor S, selbst zu löschen, ist ein Reihenschwingkreis aus Drossel 15 und Kondensator 16 vorgesehen. Beim Zünden des Stromtores S, wird dieser Schwingkreis zu einer Schwingung angeregt, die in der darauffolgenden Halbwelle das Löschen des Stromtores S herbeiführt.
  • In der Zeichnung sind ferner noch Schaltungselemente zur Verbesserung der Betriebsfunktiön angedeutet. Parallel zur Wicklung B liegt eine als Nullanode wirkende Diode 17. Beide Stromtore sind mit Schutzdioden 18 bzw. 19 versehen.
  • Die Wirkungsweise. des Schrittmotors nach der Erfmdung ergibt sich wie folgt: Die vom Impulsgeber 5 gelieferten Impulse bewirken jeweils eine Zündung des Stromtores S, und damit eine Erregung der Wicklung B und eine Bewegung des Läufers um einen Schritt. Nach der eingestellten Zeitverzögerung, die kürzer als die Halbperiodendauer des Impulsgebers sein kann, wird das StromtorS, wieder gelöscht. Beim Ausschalten des Stromes wird der Läufer abgebremst, da das sich abbauende Feld OB entgegengesetzt wirkende Kräfte zur Folge hat. Der Läufer wird dann durch das Erregungs- und Bremssystem in der neuen Lage festgehalten, bis der nächste Steuerimpuls das Stromtor Si wieder zündet.
  • Als Impulsgeber kann man einen Rechteckoszillator oder beliebige andere Geräte verwenden. Beispielsweise kann man ein mit magnetischen Marken versehenes Band mit Hilfe eines bekannten Wiedergabekopfes abtasten und die so gewonnenen Impulse zur Steuerung des Schrittmotors heranziehen.
  • Abweichend von den Einzelheiten des Ausführungsbeispiels läßt die Erfindung noch viele andere Bauformen zu. Insbesondere ist die Bauart des verwendeten Motors beliebig. Es kann sich auch um einen Motor mit Schleifringläufer handeln. An Stelle der Halbleiterstromtore können bei entsprechender Schaltungsabwandlung auch normale Stromtore, Transistoren oder mechanische Schalter verwendet werden.

Claims (2)

  1. PATENTANISPRÜCHE: 1. Elektrodynamischer Schrittmotor, gekennzeichnet durch ein Erregungssystern im Ständer, das permanentmagnetisch oder mittels einer gleichstromgespeisten Wicklung ein Erregerfeld erzeugt, durch ein Beschleunigungssystem in Form einer gegen das Erregerfeld am Ständerumfang versetzten, impulsweise erregbaren Wicklung und durch ein Rastsystem, das den Läufer in definierten aufeinanderfolgenden Stellungen festhält.
  2. 2. Schrittmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl Ständer als auch Läufer mit Nuten versehen sind, so daß das Erregungssystem zugleich als Rastsystem dient. 3. Schrittmotor nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Ständerwicklungen um 901 gegeneinander versetzt sind. 4. Schrittmotor nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine dreiphasige Ständerwicklung, wobei zwei Phasenwicklungen derart geschaltet und mit Strom gespeist sind, daß ein um 900 gegen das Feld der dritten Phasenwicklung versetztes Feld entsteht. 5. Schrittmotor nach Ansprach 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Beschleunigungssystem bei jeder Steuerimpulsfrequenz mit Impulsen solcher konstanter Breite gespeist ist, daß die Läuferbewegung auf eine Schrittlänge begrenzt ist. 6. Schrittmotor nach Ansprach 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Speisung des Beschleunigungssystems über ein Halbleiterstromtor erfolg das durch die Steuerimpulse gezündet und nach vorwählbarer Zeitverzögerung gelöscht wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentanmeldung T 9135 VIH d/83 b (bekanntgemacht am 15. 11. 1956); deutsche Auslegeschrift Nr. 1001191.
DES77158A 1961-12-16 1961-12-16 Elektrodynamischer Schrittmotor Pending DE1150441B (de)

Priority Applications (1)

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DES77158A DE1150441B (de) 1961-12-16 1961-12-16 Elektrodynamischer Schrittmotor

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DES77158A DE1150441B (de) 1961-12-16 1961-12-16 Elektrodynamischer Schrittmotor

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1150441B true DE1150441B (de) 1963-06-20

Family

ID=7506625

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DES77158A Pending DE1150441B (de) 1961-12-16 1961-12-16 Elektrodynamischer Schrittmotor

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DE (1) DE1150441B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1223039B (de) * 1964-12-18 1966-08-18 Licentia Gmbh Anordnung zur UEbergabe von Antriebsimpulsen aus einem Impulsspeicher auf einen Schrittmotor

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1001191B (de) * 1954-12-02 1957-01-17 Telefonbau & Normalzeit Gmbh Elektromagnetisch angetriebenes, polarisiertes Schrittschaltwerk

Patent Citations (1)

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