DE1149581B - Fluessigkeitsfeder mit einem fluessigkeitsgefuellten Zylinder - Google Patents
Fluessigkeitsfeder mit einem fluessigkeitsgefuellten ZylinderInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Flüssigkeitsfeder mit einem flüssigkeitsgefüllten Zylinder, der mit dem
einen der beiden abzufedernden Teile verbunden ist und in den ein Kolben einfährt.
Die hier in Vorschlag gebrachte neuartige Flüssigkeitsfeder findet insbesondere Anwendung bei der
Abfederung der Landegestelle von Flugzeugen sowie der Abfederung von Kraftfahrzeugen. In dieser
Flüssigkeitsfeder findet eine kompressive Flüssigkeit Anwendung.
Es sind bisher verschiedene Flüssigkeitsfedern bekanntgeworden, die eine Hochdruckkammer und eine
Niederdruckkammer aufweisen, die beide mit Flüssigkeit gefüllt sind und in denen ein Kolben verschiebbar
angeordnet ist.
Gegenüber dieser bekannten Ausführungsform ist die neuartige Flüssigkeitsfeder dadurch gekennzeichnet,
daß der in den flüssigkeitsgefüllten Zylinder einfahrende Kolben hohl ist und in seinem Inneren
eine zweite Flüssigkeitsfeder enthält, die mittels eines zweiten Kolbens komprimiert ist, der mit dem anderen
abzufedernden Teil verbunden ist.
Weitere erfindungsgemäße Kennzeichen bestehen darin, daß die untere Arbeitskammer der zweiten
Flüssigkeitsfeder durch eine Verlängerung des Zylinders der ersten Flüssigkeitsfeder begrenzt wird sowie
durch einen Boden am Ende der Zylinderverlängerung und durch einen mit Außendichtungen versehenen
Flansch am unteren Ende des hohlen Kolbens.
Die neuartige Flüssigkeitsfeder zeigt weitere Merkmale dahingehend, daß der zweite Kolben am Außenumfang
mit Durchlässen für die Flüssigkeit versehen ist und eine im Durchmesser kleinere Kolbenstange
vorgesehen ist sowie der Raum zwischen dem Flansch des hohlen Kolbens und dem Boden der
ersten Flüssigkeitsfeder mit Druckluft gefüllt ist.
Bei Flugzeugen und Kraftfahrzeugen sind bisher Ölstoßdämpfer in Anwendung gebracht worden, bei
denen ein Öl ein Gas zusammendrückt, und durch eine Öffnung Öl zur Stoßdämpfung abgegeben wird.
Bei Flugzeugen sind derartige Ölstoßdämpfer in einigen Fällen durch eine wirksamere Flüssigkeitsfeder
ersetzt worden, die eine kombinierte Flüssigkeitsfeder mit Stoßdämpfer aufweist, wobei die gesamte Flüssigkeit
in der Flüssigkeitsfeder zum Stoßdämpfen durch eine Öffnung gedrückt wird.
Der hydropneumatische Ölstoßdämpfer weist ein schlankes und teleskopartig ineinander verschiebliches
röhrenförmiges Bauteil auf. Dieser Ölstoßdämpfer hat auf Grund seines Luftkopfes kleine
Federkonstanten und zeigt ein hydraulisches Dämpfen übermäßiger Einfederung oder übermäßigen Rück-Flüssigkeitsfeder
mit einem flüssigkeitsgefüllten Zylinder
mit einem flüssigkeitsgefüllten Zylinder
Anmelder:
Paul Hollis Taylor,
North Tonawanda, N. Y. (V. St. A.)
North Tonawanda, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. W. Meissner, Berlin 33, Herbertstr. 22,
und Dipl.-Ing. H. Tischer, München 2, Patentanwälte
und Dipl.-Ing. H. Tischer, München 2, Patentanwälte
Paul Hollis Taylor, North Tonawanda, N. Y.
(V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
pralls. Zu den Nachteilen eines derartigen Ölstoßdämpfers gehören Veränderungen der Federkonstanten
auf Grund eines Vermischens von Öl und Luft, hohe Vorbelastungen, ziemlich großes Gewicht und
Reibungsdämpfung. Auf Grund eines Gasaustritts müssen derartige Stoßdämpfer sehr oft gewartet werden.
Diese Stoßdämpfer sind durch Flüssigkeitsfedern bei einer Reihe von Flugzeugen ersetzt worden, da
derartige Flüssigkeitsfedern bei gleichem Gewicht und gleicher Raumbeanspruchung einen höheren Wirkungsgrad
bei großen Federkonstanten für eine gegebene Energieabsorption zeigen. Bei Flüssigkeitsfedern müssen jedoch Federkonstanten von über
360 kg/cm Durchfederung angewandt werden.
Kleinere Flugzeuge und Kraftfahrzeuge bedürfen im allgemeinen nur einer maximalen statischen Belastung
von 340 kg pro Rad und etwa der fünffachen Schwerkraft oder 1700 kg bei einer Durchfederung
von etwa 13 cm, wodurch sich eine Federkonstante von nur 130 kg/cm ergibt. Flüssigkeitsfedern können
in derartigen Flugzeugen oder Fahrzeugen nur durch eine erhebliche Übersetzung oder Vergrößerung der
Durchfederung der Federn angewandt werden, so daß die entsprechenden Bauelemente massiv ausgeführt
sein müssen. Insbesondere ist eine derartige Übersetzung mittels Hebelanordnung zu beanstanden, da
hierdurch eine Vergrößerung des Gewichtes, Raumbedarf und Kosten erfolgen und die Anordnung
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sich weiterhin schwer befestigen, entfernen und unterbringen läßt. Weiterhin kann eine mit mechanischen
Hebeln arbeitende Übersetzung nicht austauschbar mit vorhandenen hydropneuniatischen Ölstoßdämpfern
oder Aufhängungssystemen von Fahrzeugen angewandt werden, da hierbei unterschiedliche Bedingungen
bezüglich der Befestigung und Unterbringung vorliegen. Das Vergrößern der Innendämpfung der
Feder bedingt eine Erhöhung des Innendruckes in einer bereits stark belasteten Federanordnung.
Alle derzeitig bekannten Flüssigkeitsfedern sind kritisch bezüglich der Temperaturanforderungen, wie
sie bei Flugzeugen auftreten, und zwar im Temperaturbereich von — 54 bis + 74° C, sowie der Temperaturunterschiede,
die bei Kraftfahrzeugen auftreten. Diese Temperaturunterschiede führen zu einem Zusammenziehen oder Ausdehnen der Flüssigkeiten
in der Feder, wodurch die Länge der Feder verändert wird. Hierdurch ergeben sich entsprechend
vergrößerte Veränderungen in dem Hub. Bei kombinierten Flüssigkeitsfeder-Dämpfungsanordnungen ergeben
sich Schwierigkeiten beim Anwenden der wirksameren stark kompressiven Flüssigkeiten, da bei dem
Zusammendrücken einer Flüssigkeit deren Viskosität erhöht wird, wodurch die Öffnungscharakteristiken
und der Dämpfungseffekt schwanken. Die kompressiven Flüssigkeiten sind außerordentlich leicht, und
dieser Effekt ist bei stark kompressiven Flüssigkeiten wesentlich größer, und dies trifft ebenfalls für diejenigen
Flüssigkeiten zu, die unter Druck eine Strukturänderung erleiden oder in feste Stoffe übergeführt
werden können. Auf Grund der in Anwendung kommenden hohen Drücke in der Flüssigkeitsfeder sind
die Kolbenflächen und Pleuel mit sehr kleinem Durchmesser ausgeführt, und jede Bewegung in der
Größenordnung von mehr als etwa 2,5 cm bedingt, daß die Säulenlänge des Kolbens kritisch ist. Deshalb
müssen die derzeitigen Flüssigkeitsfedern als ein Kompromiß zwischen Flüssigkeitsfedern hohen Wirkungsgrades
bezüglich der Federkonstante unter kurzem Arbeitshub und langhubigen Anordnungen
kleiner Federkonstante betrachtet werden. Selbst bei kurzen Säulen führt die Durchfederung der Kolben
in dem stark belasteten Kolbenpleuel zu Undichtigkeiten in der bogenförmigen, nicht elastischen Abdichtung
der Hochdruckkammer. Weitere Schwierigkeiten sind bei der Hochdruckabdichtung zu erwarten,
da dieselbe Umweltseinflüssen, wie der Einwirkung von schleifendem Staub u. dgl., unterworfen
ist. Da ein Kompromiß dahingehend bei dieser Anordnung vorliegt, daß lange Hubwege in Anwendung
kommen, hat die Abdichtung nur kurze Lebenszeit, da dieselbe proportional dem linearen Abdichtungsweg ist.
Kurze Bewegungsstrecken sind somit zweckmäßig, um eine lange Lebensdauer zu erzielen. Weiterhin
wird die Reibung der Dichtung bei Zunahme des Innendruckes erhöht, und bei einer Kompromißlösung
unter Anwendung einer Hebelanordnung müssen die Drücke höher sein, so daß eine Zunahme
der Dichtungsreibung und Reibungsdämpfung erfolgt. Die Hebelanordnung in einem Fahrzeug bedingt,
daß die Feder in der Nähe der Mittellinie des Fahrzeugs zu liegen kommt, wodurch das Rollmoment
des Fahrzeugs vergrößert wird, und die kurzhubige Dämpfung bedingt einen Wärmeaufbau und
eine nicht vorausbestimmbare Arbeitsleistung der Feder. Bekannte derartige Flüssigkeitsfedern und
Aufhängungssysteme sind mit dem Nachteil behaftet, daß dieselben nicht zwischen einem Fallen in ein
Loch, h. h. Wegfallen des Rades von dem Chassis, und einem Rückprallen des Chassis von dem Rad
unterscheiden können. In dem ersten Fall ist ein Dämpfen nicht erwünscht, während dies bei dem
zweiten Fall erwünscht ist.
Diese arteigenen Schwierigkeiten, die mit den derzeitigen Flüssigkeitsfedern oder anderen Aufhängungso
systemen verbunden sind, sind bei Flugzeugen trotz der relativ kurzzeitigen Anwendung einer derartigen
Anordnung bei Flugzeugen kritisch. Die gleichen Überlegungen treffen auf Landfahrzeuge zu.
Beim Gegenstand der Erfindung werden diese mit den bekannten Flüssigkeitsfedern verbundenen Nachteile
überwunden und wird eine Feder geschaffen, die bei kleinstem Platzbedarf zwei hintereinandergeschaltete
Flüssigkeitsfedern enthält.
Die neuartige Flüssigkeitsfeder wird im folgenden beispielsweise unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
erläutert.
Fig. 1 ist ein senkrechter Schnitt durch die Flüssigkeitsfeder;
Fig. 2 ist ein waagerechter Schnitt durch die Feder; Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt durch die Feder
ähnlich demjenigen nach Fig. 1, wobei hier der zweite Kolben in der eingefahrenen Lage gezeigt ist;
Fig. 4 zeigt Federkennlinien;
Fig. 5 bis 11 zeigen schaubildlich die verschiedenen Bedingungen und die relativen Lagen der Federanordnung unter diesen Bedingungen; Fig. 5 zeigt die Feder im unbelasteten Zustand; Fig. 6 zeigt die Feder unter der statischen Belastung des abzufedernden Flugzeugs oder Kraftfahrzeugs;
Fig. 5 bis 11 zeigen schaubildlich die verschiedenen Bedingungen und die relativen Lagen der Federanordnung unter diesen Bedingungen; Fig. 5 zeigt die Feder im unbelasteten Zustand; Fig. 6 zeigt die Feder unter der statischen Belastung des abzufedernden Flugzeugs oder Kraftfahrzeugs;
Fig. 7 zeigt die Feder, die durch eine kleine Straßenunebenheit beaufschlagt wird;
Fig. 8 zeigt die Feder unter einer langsam beaufschlagten maximalen Belastung;
Fig. 9 zeigt die Feder, die nach einer schnellen Stoßbelastung wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückkehrt;
Fig. 10 zeigt die Wirkung eines schnellen Zurückspringens auf die Feder;
Fig. 11 zeigt die Feder bei dem Durchfahren eines Straßenlochs;
Fig. 12 ist ein Schnitt durch einen abgewandelten Kolbenkopf mit einem Dämpfungsventil;
Fig. 13 ist eine Draufsicht der Anordnung nach Fig. 12.
Die Fig. 1 zeigt die erfindungsgemäße Flüssigkeitsfeder
20, die bei 29 an dem einen abzufedernden Teil und bei 69 an dem Rad eines Flugzeugs oder Kraftfahrzeugs
befestigt wird, das hierdurch abgefedert wird. Durch diese Feder werden die bereits bekannten
hydropneumatischen Ölstoßdämpfer oder lange weiche Fahrzeugfedern ersetzt. Die Feder kann somit
benachbart zu einem Fahrzeugrad angeordnet werden, wodurch die Rollwirkung vermindert wird. Es
sind eine Hochdruckstufe 30 und eine Niederdruckstufe 40 vorgesehen. Die Hochdruckstufe 30 besteht
aus einer Hochdruckkammer 31 in dem Zylinder 21, der eine kompressive Flüssigkeit 32, wie z. B.
Dimethylsiloxan, enthält, das bei einem Druck von 1400 kg/cm2 eine Volumenveränderung von 5,5%
zeigt. Weiterhin liegt in der Hochdruckstufe ein Hochdruckkolben 33 vor. Der Hochdruckkolben 33
bildet einen Teil eines kappenförmigen Gliedes 50,
das eine Außenwand 51 und eine Bohrung 52 zur Aufnahme und zum Führen des Kolbens 61 aufweist.
Der Flansch 54 und die Dichtung 55 des Gliedes 50 begrenzen die durch die Bohrung 52 gebildete Niederdruckkammer
40, in der eine kompressive Flüssigkeit 41 vorliegt, die bei einem maximalen Druck in der
Niederdruckstufe von 280 kg/cm2 sich um etwa 3% ihres Volumens zusammendrücken läßt. Die Kammer
40 unterteilt sich in die Kammer 40 a über und die Kammer 40 b unter dem Kolben 61. Die Kammern
40 stehen im wesentlichen unter dem Druck der Kolbenstange 60, die mittels der Dichtungen 63 und
64 abgedichtet ist. Die Verschlußkappen 27 und 24 des Zylinders halten zusammen mit dem Führungsstöpsel 22 und den Dichtungen 28 und 23 die kompressive
Flüssigkeit in den Kammern 30 bzw. 40 eingeschlossen. Der Boden 25 mit Dichtung 26 bildet
das andere Ende der Hochdruckkammer 30 und die Führung für den Kolben 51.
Im Prinzip besteht die neuartige Flüssigkeitsfeder aus einer Hochdruckfeder, die in der Kammer 30 die
kompressive Flüssigkeit 32 enthält, sowie dem Kolben 33, der diese Flüssigkeit unter Druck setzt.
Ein kleiner Kolben 61 wirkt über die kompressive Flüssigkeit 41 gegen den Flansch 54 des Kolbens 33.
Auf Grund der Durchlässe 62 in dem Kolben 61 ergibt sich eine Stoßdämpfung. Der Hochdruckkolben
33 wird durch den Boden 25, die Dichtung 26 und den Flansch 54 geführt, und auf Grund des kurzen
Hubes ergibt sich eine lange Lebensdauer der Abdichtung sowie kein Auftreten seitlicher Belastungen
auf das zähe, harte und wenig elastische Abdichtungsmaterial.
Eine Kammer 70 wird durch den Boden 25 und den Flansch 54 gebildet, die mittels des Rohrs 81
von einer Druckquelle, wie den hydraulischen Luftsystemen des Motors, aus unter Druck gesetzt werden
kann, wodurch dem Flansch 54 ein zusätzlicher Druck zum Kompensieren unterschiedlicher Gewichte
vermittelt wird, wodurch sich gleichmäßige Fahreigenschaften ergeben. Da die Kolbenstange 60 in
entsprechender Weise gedrungen ausgeführt werden kann, kann die Feder leicht gegen vorhandene Federn
ausgetauscht werden.
An Hand der Fig. 5 bis 11 wird die Verhaltensweise der neuartigen Flüssigkeitsfeder unter den
üblicherweise auftretenden Fahrbedingungen erläutert. Die Fig. 5 zeigt die Lage der Bauelemente, wie
sie in der Fig. 1 gezeigt sind, d. h., die Feder steht nicht unter Belastung und entspricht somit einem Zustand,
wenn das Fahrzeug aufgebockt oder die Feder nicht eingebaut ist. Die Fig. 6 zeigt die Feder unter
einer normalen statischen Belastung, wie es das Gewicht des Flugzeugs oder Kraftfahrzeugs darstellt,
wobei durch die kleinen χ angezeigt wird, daß die Flüssigkeit sich bereits im beginnenden Zustand des
Zusammendrückens befindet, wie es dem Punkt P der Kennlinien nach Fig. 4 entspricht. Die Feder 20 kann
auf den Punkt P mittels des von außen der Kammer 70 in der oben beschriebenen Weise beaufschlagten
Druckes eingestellt werden.
Die Fig. 20 zeigt die Wirkung von kleineren Stoßen, die durch Straßenunebenheiten bewirkt werden,
wobei die Flüssigkeit 32 nicht, jedoch die Flüssigkeit 41 zusammengedrückt wird, die die Bewegung
aufnimmt, wobei gegebenenfalls eine Stoßdämpfung mittels der Durchlässe 62 des Kolbens 61
erfolgt.
Die Fig. 8 zeigt einen Zustand, wie er ebenfalls in den Fig. 3 und 4 durch die Kurve a2 wiedergegeben
ist. In diesem Zustand ist die Flüssigkeit 32 vollständig zusammengedrückt, und die weitere Bewegung
führt sodann zu den hohen Federkonstanten der Linie ög nach Fig. 4, wobei nun die geringfügige Kompressibilität
der Flüssigkeit nach deren Volumenverringerung zu einer starken Stoßdämpfung führt.
Die Fig. 9 zeigt eine mit hoher Geschwindigkeit
Die Fig. 9 zeigt eine mit hoher Geschwindigkeit
ίο erfolgte Stoßbelastung, wobei nur eine geringfügige
Dämpfung auf Grund der Volumenverringerung der Flüssigkeit auf Grund der Durchlässe 62 des Kolbens
61 erfolgt, so daß der Kammer 40 a hohe Drücke vermittelt werden. Hierdurch wird der Druck direkt auf
den Hochdruckkolben 33 und die Flüssigkeit 32 übertragen, wodurch der Stoßwiderstand sehr stark
vergrößert wird. Dieser Vorgang ist durch die Kurve C1 in der Fig. 4 wiedergegeben. Eine dazwischenliegende
Stoßbelastung entsprechender Geschwindigkeit würde zu der Kurve ^1 nach der Fig. 4
führen.
Die Fig. 10 zeigt das schnelle Zurückspringen aus der Lage nach Fig. 9, wobei der in der Kammer 40 b
vorliegende Druck plötzlich erhöht wird, so daß der Druck plötzlich auf die Flüssigkeit 32 durch den
Flansch 54 wirkt. Hierdurch ergibt sich eine entsprechende prozentual größere Volumenverringerung der
Flüssigkeit 32, wodurch der Rückprall aufgenommen wird, und zwar entsprechend der Kurve ci der Fig. 4.
Da die Zeitspanne der Volumenveränderung direkt derjenigen der Druckbeaufschlagung proportional ist,
ergibt sich eine Volumenveränderung in dem gleichen Maß, wie der Druck wirkt. Gegenüber einer einfach
wirkenden Feder führt dies nun zu einer doppelten Stoßdämpfung, wie durch die Kurven bv a4 in der
Fig. 4 gezeigt.
Die Fig. 11 zeigt einen Zustand, der dann auftritt,
wenn das Rad des abzufedernden Fahrzeugs in ein Straßenloch fällt. Da die hierbei auftretenden Druckbedingungen
nicht zu einer Volumenveränderung der Flüssigkeit führen, kann sich das Rad leicht und
schnell nach außen bewegen. Es ergibt sich somit, daß die erfindungsgemäße Flüssigkeitsfeder den
Unterschied zwischen einem schnellen Zurückfedern aus einem zusammengedrückten Zustand und einem
Fallen in ein Straßenloch unterscheiden kann.
In dem letzteren Fall wird eine gewisse Bewegung des Flansches 54 nach oben eintreten, wodurch sich
auf Grund der im Zusammenhang mit der Fig. 10 erläuterten Überlegungen ein geringer Stoßwiderstand
auf die nach außen gerichtete Bewegung ergibt, und es erfolgt schließlich ein Anschlagen gegen den
Nylonblock 64.
Die Fig. 12 zeigt einen abgewandelten Kolbenkopf 161, der ein einstellbares Ventil 162 für die Steuerung
eines konstanten nebengeleiteten Flüssigkeitsfiusses aufweist. Entsprechend der Einstellung der
Einstellschraube 166 verschließt das Klappenventil 163 teilweise den Kanal 164, wenn die Kolbenstange
60 einfährt, das Klappenventil verschließt den Kanal 165 vollständig bei dem Zughub, so daß nur das
einen konstanten Fluß abgebende Ventil 162 arbeitet.
In der Niederdruckkammer 40 kann ein Silikon
oder ein Fluorkohlenwasserstoff Anwendung finden, der bei einem Druck von 280 kg/cm2 eine Volumenveränderung
von 31Vo erfährt, wobei auf Grund dieses Druckes nur eine geringfügige Viskositätsveränderung
eintritt. Es stehen verschiedene Viskositäten der-
artiger Produkte zur Verfügung und können in der Kammer 40 in Abhängigkeit von der gewünschten
Dämpfung angewandt werden. Die Flüssigkeiten können zwecks Anpassen auf verschiedene Fahrzeuggewichte
oder bei Auftreten von extremen Temperaturwerten ausgewechselt werden.
Die veränderlichen Federkonstanten und die absorbierte Energie für gegebene Wege und Geschwindigkeiten
der Kolbenstange 60 sind in der Fig. 4 gezeigt, die Kennlinien für die Belastung von 700 kg/cm2 pro
Rad eines durchschnittlichen Jagdflugzeugs oder Lastwagens zeigt. Die physikalischen Eigenschaften
dieser Flüssigkeitsfeder können für verschiedene Gewichte und Bedingungen geändert werden, indem die
Flüssigkeiten in entsprechender Weise ausgetauscht werden.
Die Flüssigkeitsfeder kann auch der Anwendung bei Werkzeugmaschinen leicht angepaßt werden, bei
denen Federn mit längeren Wegen notwendig sind.
Claims (4)
1. Flüssigkeitsfeder mit einem flüssigkeitsgefüllten Zylinder, der mit dem einen der abzufedernden
Teile verbunden ist, in den ein Kolben einfährt, dadurch gekennzeichnet, daß der KoI-ben
(51) hohl ist und in seinem Inneren eine zweite Flüssigkeitsfeder (41) enthält, die durch
einen zweiten Kolben (60, 61) beaufschlagt ist, der mit dem anderen abzufedernden Teil verbunden
ist.
%l.) Flüssigkeitsfeder nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die untere Arbeitskammer (40) der zweiten Flüssigkeitsfeder (41) begrenzt
ist durch eine Verlängerung des Zylinders (21) der ersten Feder (30), durch einen Boden (22) am
Ende der Verlängerung und einen mit Außendichtung (55) versehenen Flansch (54) am unteren
Ende des Hohlkolbens (51).
3. Flüssigkeitsfeder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Kolben
(61) am Außenumfang mit Durchlässen (62) für die Flüssigkeit versehen ist und in eine im Durchmesser
kleinere Kolbenstange (60) eingreift.
4. Flüssigkeitsfeder nach irgendeinem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Raum (70) zwischen dem Flansch (54) des hohlen Kolbens (51) und dem Boden (25) der
ersten Flüssigkeitsfeder (30) mit Druckluft gefüllt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 005 268;
britische Patentschrift Nr. 629 565;
USA.-Patentschrift Nr. 2 460 116.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 005 268;
britische Patentschrift Nr. 629 565;
USA.-Patentschrift Nr. 2 460 116.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 309 598/152 5.63
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET16289A DE1149581B (de) | 1959-02-13 | 1959-02-16 | Fluessigkeitsfeder mit einem fluessigkeitsgefuellten Zylinder |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH6953559A CH371693A (de) | 1959-02-13 | 1959-02-13 | Abfederung |
| DET16289A DE1149581B (de) | 1959-02-13 | 1959-02-16 | Fluessigkeitsfeder mit einem fluessigkeitsgefuellten Zylinder |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1149581B true DE1149581B (de) | 1963-05-30 |
Family
ID=25737992
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET16289A Pending DE1149581B (de) | 1959-02-13 | 1959-02-16 | Fluessigkeitsfeder mit einem fluessigkeitsgefuellten Zylinder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1149581B (de) |
Cited By (1)
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-
1959
- 1959-02-16 DE DET16289A patent/DE1149581B/de active Pending
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