DE1149079B - Elektrischer Aufnahmekontakt - Google Patents
Elektrischer AufnahmekontaktInfo
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Classifications
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H1/00—Contacts
- H01H1/12—Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage
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Description
- Elektrischer Aufnahmekontakt Die Erfindung betrifft einen elektrischen Aufnahmekontakt mit in sich starren, federnd beweglichen Kontaktelementen, wie er für flache Gegenkontakte bei Hoch- und Niederspannungsschaltgeräten wie auch bei Sicherungstrennem und -unterteilen verwendet wird. Es ist bekannt, solche Kontakte aus Kupfer-bzw. Messingblech oder -band herzustellen. Sie werden ausgestanzt und anschließend in eine zur Aufnahme des Gegenkontaktes zweckmäßige Form, z. B. zur Lyraform gebogen. Für die übertragung geringer Ströme genügt im allgemeinen ein federnder Werkstoff, um den nötigen Kontaktdruck zu erhalten. Bei hohen Stromstärken jedoch, insbesondere bei Niederspannungsschaltgeräten, erfordern diese Aufnahmekontakte die zusätzliche Anordnung von Federn. Der Kontaktaufbau wird dadurch oft vielteilig und beansprucht einen verhältnismäßig großen Raum zur Unterbringung. Die Gestaltung der Aufnahmekontakte wie auch die Anordnung der zusätzlichen Federn erfordern zur wirksamen Ableitung der entstehenden Kontaktwärme besondere Vorkehrungen. Vor allem bei den zur Aufnahme von Schmelzsicherungen verwendeten Aufnahmekontakten verlangt die Ableitung der durch die Sicherungen selbst erzeugten Wärme Beachtung. Es ist daher auch anzustreben, daß die zusätzlichen Federmittel möglichst nicht vom Strom durchflossen werden, um die Erhaltung der Federkraft nicht durch dauernde Wärmeeinwirkung zu gefährden. Es sind Aufnahmekontakte bekanntgeworden, bei denen die Federmittel nicht von Strom durchflossen werden; z. B. durch die USA.-Patentschrift 2 029 028 für flache und durch die französische Patentschrift 744 510 für runde Gegenkontakte. Der Aufbau dieser Aufnahmekontakte besteht aus einer größeren Anzahl beweglich aufgehängter Finger-bzw. Hebelkontakte, die auf Kugeln oder Bolzen gelagert und mittels Schrauben und Federn unter Druck gehalten werden. Dieser Aufbau bedarf - wie oben bereits angeführt - sehr vieler Einzelteile und ist dadurch unwirtschaftlich aufwendig. Schließlich ist der Raumbedarf durch die von außen angreifenden Schrauben und Federn erheblich, was sich besonders bei dreipoligen Schaltgeräten sehr ungünstig auswirkt.
- Die Erfindung bezweckt einen Aufnahmekontakt, der bei einfachem Aufbau die Vorteile guter Kontaktgabe, sicherer Wärmeableitung und geringer Betätigungskraft verbindet. Außerdem soll unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit die Anzahl der Bauteile herabgesetzt werden. Um einen Aufnahmekontakt mit diesen Eigenschaften zu erhalten, sind erfindungsgemäß bei einem Aufnahmekontakt der eingangs beschriebenen Art zwei in sich starre, winklig gestalteten Kontaktklemmbacken aus Profilwerkstoff, die gemeinsam durch eine zwischen ihnen angeordnete, unter Federkraft stehende Stellschraube gehalten sind, angeordnet. Die Klemmbacken haben etwa die Form eines ungleichschenkligen Winkels, wobei der lange Schenkel den Kontakt zum einzuschiebenden Gegenkontakt herstellt und der kurze Schenkel der Verbindung mit der Anschlußachse dient. Der Querschnitt des Profils nimmt gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung von der Kontaktstelle zur Anschlußlasche hin stetig zu, so daß eine wirksame Wärmeableitung von der kontaktgebenden Zone zur Anschlußlasche gegeben ist.
- Von außerhalb des Stromweges angeordneten Blatt- oder Tellerfedern wird die Federkraft über eine Stellschraube auf die kurzen Schenkel der Klemmbacken übertragen, wodurch der Kontaktdruck zwischen Klemmbacken und eingeschobenem Gegenkontakt und zugleich auch zwischen Klemmbacken und Anschlußlasche erzeugt wird. Die Höhe des Kontaktdruckes kann mittels der Stellschraube jederzeit variiert und auf ein bestimmtes Maß eingestellt werden.
- In den Zeichnungen sind in mehreren Ausführungsbeispielen weitere Merkmale der Erfindung wiedergegeben. Es zeigt Bild 1 einen Aufnahmekontakt in Seitenansicht, Bild 2 denselben im Schnitt.
- Mit 1 ist ein Isoliersockel bezeichnet, auf dem mit Schrauben 2 die Anschlußlasche 3 befestigt ist, an der mit der Schraube 4 die StromTtfi;hn,ngskabel angeklemmt werden. Die Lasche weist außer dem Durchgangsloch 5 beispielsweise zwei parallel geführte Nuten 6 auf. Die ähnlich einem ungleichschenkligen Winkel geformten Kontaktklemmbacken 7 greifen mit der Rippe 8 in die Nut 6 der Anschlußlasche. Die frei stehenden Schenkel, deren Querschnitt von der Spitze her stetig zunimmt, bilden die Aufnahmeöffnung für den einzuschiebenden Gegenkontakt 9 (Kontaktmesser).
- Die kontaktgebenden Zonen sind mit 10 bezeichnet. In Bild 3 ist eine Klemmbacke im Grund- und Aufriß einzeln. dargestellt. Die äußere Seite kann zur Vergrößerung der wärmeabstrahlenden Fläche auch mit Erhöhung 11 bzw. Vertiefungen profiliert sein. Außerdem ist es möglich, die Schenkel gemäß der (hier übertrieben gezeichneten) Linie 12 leicht ballig zu formen, um z. B. bei Verwendung des Kontaktes für Schmelzsicherungen mit nicht genau fluchtenden Kontaktmessern auf jeden Fall eine sichere Kontaktgabe zu erzielen. Der kurze Schenkel weist eine Ausnehmung 13 für den Durchtritt der Stellschraube 14 auf und trägt die Rippe 8 zum Eingriff in die Nut 6 der Anschlußlasche. Die untere Fläche 16 ist beispielsweise kreisbogenförmig gewölbt, so daß sich die frei beweglich eingesetzten Klemmbacken leicht auf der ebenen Fläche der Anschlußlasche abrollen können. Die Länge des kurzen Schenkels ist so bemessen, daß sich im eingesetzten Zustand beide Schenkel mit der Fläche 15 berühren und damit die Bewegungsfreiheit der Klemmbacken begrenzen. Die Stellschraube 14 überträgt die Kraft der in einer Ausnehmung 17 untergebrachten Blatt- oder Tellerfedern 18 auf die Klemmbacken, wodurch eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Klemmbacken und Anschlußlasche und infolge der Hebelwirkung der frei stehenden Schenkel auch der erforderliche Kontaktdruck zwischen Klemmbacken und eingeschobenem Gegenkontakt 9 erzeugt wird. Die Federn 18 bestehen aus nichtrostendem, unmagnetischem Werkstoff und , können in beliebiger Zahl zu einem Paket geschichtet eingesetzt werden. Mit der mit einer Mutter 19 versehenen Stellschraube 14 aus NE-Metall läßt sich die Preßkraft der Federn auf eine bestimmte Größe einstellen. Die Mutter ist gegen Lockern gesichert.
- Kontaktklemmbacken undAnschlußlasche bestehen vorzugsweise aus Kupfer und sind allseitig mit einer Silberplattierung bzw. mit einer galvanischen Silberauflage versehen, um die Übergangswiderstände zwischen den einzelnen Teilen niedrig zu halten. Die Stellschraube tritt durch die kurzen Schenkel hindurch und verhindert auf diese Weise ein Verschieben der Klemmbacken längs der Nut 6.
- Es ist auch möglich, besonders bei Verwendung für hohe Stromstärken, den Kontakt mit zwei Stellschrauben und Blattfederpaketen nebeneinander anzuordnen oder auch zwei schmalere komplette Kontaktklemmbackenpaare auf einer Anschlußlasche dicht nebeneinander als Doppelkontakt anzuordnen, wodurch die übertragung hoher Ströme noch günstiger wird. Gemäß Bild 4 kann der erfindungsgemäße Kontakt auch für die Aufnahme eines runden Gegenkontaktes eingerichtet sein; Aufbau und Wirkungsweise sind dabei die gleichen. Lediglich die frei stehenden Schenkel 20 sind für die Aufnahme des Rundkontaktes 21 zweckentsprechend gestaltet. Durch die Ansätze 22 ergeben sich vier über die ganze Kontaktbreite laufende Kontaktbahnen, die den Rundkontakt beim Einsetzen zentrieren und umfassen. Die Aufteilung der Klemmbacken zu einem Doppelkontakt ist, wie oben beschrieben, ebenfalls ohne weiteres möglich.
- Die Bilder 1, 2 und 4 zeigen den Kontakt für vorderseitigen Anschluß,_ bei dem das Zuführungskabel mit der Schraube 4 angeklemmt wird. Bild 5 dagegen zeigt den Kontakt mit rückseitigem Kabelanschluß. Der Isoliersockel 23 hat eine Öffnung für den rückseitigen Anschlußbolzen 24, an dem mittels Muttern 25 die Kabel angeklemmt werden. Der Sockel 23 wird beispielsweise auf einer Blechtafel 26 befestigt und ist zur Isolierung des Bolzens mit einem diese Tafel durchdringenden Kragen 27 versehen. Der Bolzen ist mit dem Metallstück 28 fest verbunden und beide Teile im Isoliersockel beispielsweise mit Gießharz 29 eingegossen. Nach dem Zusammenbau der Kontaktklemmbacken30 mit Stellschraube31, Federpaket 32 und der mit Nuten versehenen Anschlußlasche 33 wird diese durch Schrauben oder Löten mit dem Metallstück 28 fest verbunden, wobei durch die geeignete Formgebung34 die Stellschraubenmutter35 gegen Verdrehen gesichert ist.
Claims (9)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Elektrischer Aufnahmekontakt mit in sich starren, federnd beweglichen Kontaktelementen, dadurch gekennzeichnet, daß zwei winklig gestaltete Kontaktklemmbacken (7) aus Profilmaterial angeordnet sind, die gemeinsam durch eine zwischen ihnen angeordnete, unter Federkraft stehende Stellschraube (14) gehalten sind.
- 2. Aufnahmekontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Kontaktklemmbacken (7) von der Kontaktstelle zu einer Anschlußlasche hin stetig zunimmt.
- 3. Aufnahmekontakt nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenseiten der Kontaktklemmbacken profilierte Erhöhungen (11) bzw. Vertiefungen aufweisen.
- 4. Aufnahmekontakt nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die untere, mit der Anschlußlasche in Berührung stehende Fläche (16) der Kontaktklemmbacken kreisbogenförmig gewölbst ist.
- 5. Aufnahmekontakt nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Blatt- oder Tellerfedernpaket (18, 32) in einer Ausnehmung (17) unterhalb der Anschlußlasche angeordnet ist, dessen Federkraft durch eine Stellschraube auf beide Kontaktklemmbacken übertragen wird.
- 6. Aufnahmekontakt nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Federn und Stellschraube aus unmagnetischem und nichtrostendem Werkstoff bestehen.
- 7. Aufnahmekontakt nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Stellschraube übertragene Federwirkung der kraftschlüssigen Verbindung zwischen Kontaktklemmbacken und Anschlußlasche wie auch zugleich der Erzeugung der Kontaktkraft zwischen den Kontaktklemmbacken dient. B.
- Aufnahmekontakt nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß beiAnordnung eines rückseitigen Anschlusses ein Anschlußbolzen (24) in einem Isoliersockel (23) mit Gießharz (29) eingegossen ist.
- 9. Aufnahmekontakt nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß beiAnordnung eines rückseitigen Anschlusses der Isoliersockel (23) mit einem eine Befestigungstafel (26) durchdringenden Kragen (27) versehen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 744 510; USA.-Patentschrift Nr. 2 029 028.
Priority Applications (1)
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| DEW27901A DE1149079B (de) | 1960-05-23 | 1960-05-23 | Elektrischer Aufnahmekontakt |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1983000246A1 (en) * | 1981-07-06 | 1983-01-20 | Jorgensen, Poul, Richter | Alarm system for safeguarding against the breakthrough of a surface |
| WO2001059796A1 (de) * | 2000-02-08 | 2001-08-16 | Siemens Aktiengesellschaft | Kontaktanordnung für einen erdungsschalter in schaltanlagen der energieversorgung und -verteilung |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR744510A (de) * | 1931-12-01 | 1933-04-21 | ||
| US2029028A (en) * | 1934-02-15 | 1936-01-28 | Ite Circuit Breaker Ltd | Electric circuit interrupter and separable contacts therefor |
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1960
- 1960-05-23 DE DEW27901A patent/DE1149079B/de active Pending
Patent Citations (2)
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