DE1148801B - Kurstand fuer Rindvieh-Staelle mit einem Fressgitter, das verstellbare Schlitze zum Festlegen der Tiere aufweist - Google Patents
Kurstand fuer Rindvieh-Staelle mit einem Fressgitter, das verstellbare Schlitze zum Festlegen der Tiere aufweistInfo
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- A01K—ANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
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- A01K1/06—Devices for fastening animals, e.g. halters, toggles, neck-bars or chain fastenings
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Description
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 16. MAI 1963
Je nach den betriebswirtschaftlichen Voraussetzungen oder auch nach den örtlichen Gewohnheiten
sind in der Hauptsache bekanntlich zwei Aufstellungsarten für das Rind- bzw. Milchvieh gebräuchlich,
nämlich der Mittellangstand und der Kurzstand. Außer durch ihre unterschiedliche Standlänge
unterscheiden sich diese beiden Arten von Viehständen insbesondere auch dadurch voneinander,
daß der Mittellangstand grundsätzlich mit einem Freßgitter versehen ist, der Kurzstand dagegen grundsätzlich
ohne Freßgitter ausgeführt wird.
Obwohl nach allgemeiner Auffassung die Vorteile des Kurzstandes überwiegen, hat dieser durch das
Fehlen eines Freßgitters gegenüber dem Mittellangstand jedoch auch Nachteile, insbesondere den, daß
die Tiere vor allem beim Füttern und Melken nicht in einer bestimmten Stellung festgelegt und ruhig
gehalten sind. Dadurch werden diese Arbeiten aber erheblich gestört und — ebenso wie das Abbinden
der Tiere — auch wesentlich erschwert. Ein weiterer wesentlicher Nachteil ist darin zu sehen, daß die
Tiere während der gesamten Dauer ihrer Aufstellung im Stall mittels eines Halsrahmens oder mittels
Pfostenanbindung verhältnismäßig kurz angebunden sein müssen, da sie bei Fehlen einer solchen Anbindevorrichtung
oder auch bei einer zu langen Anbindung sowohl nach vorn über die Futterkrippe als auch
nach hinten über die Kotstufe hinaustreten könnten und damit die Vorteile des Kurzstandes gegenüber
dem Mittellangstand zu einem großen Teil verlorengingen. Dadurch ist aber die Bewegungsfreiheit der
Tiere — trotz des Bestrebens, eine solche in größtmöglichem Maße zuzulassen — in so erheblichem
Maße beschränkt, daß in vielen Fällen, insbesondere da wo die Tiere ganzjährig oder doch überwiegend
im Stall gehalten werden, auf die Einführung des Kurzstandes verzichtet wird und lieber die Nachteile
des Mittellangstandes in Kauf genommen werden.
Zwecks Vermeidung der vorerwähnten Nachteile schlägt die Erfindung für einen Kurzstand für Rindvieh-Ställe
vor, diesen mit einem an sich bekannten 'Freßgitter zu versehen und dieses um eine etwa
vertikal über dem dem Stand- und Liegeplatz der Tiere zugewandten Rand der Futterkrippe, vorzugsweise
in Höhe der Stalldecke angeordnete, horizontal verlaufende Schwenkachse in Längsrichtung der Tiere
verschwenkbar aufzuhängen. Durch ein solches Freßgitter ist es beim erfindungsgemäßen Kurzstand möglich,
die Tiere bei eingeschwenktem Freßgitter während des Fütterns, Melkens usw. in gleicher Weise
wie beim Mittellangstand in einer bestimmten Stellung festzulegen und in Ruhe zu halten, ihnen bei aus-Kurzstand
für Rindvieh-Ställe mit einem
Freßgitter, das verstellbare Schlitze
zum Festlegen der Tiere aufweist
Anmelder:
Friedrich Burr,
Herbrechtingen (Kr. Heidenheim/Brenz),
Hof Aspach
Hof Aspach
Friedrich Burr,
Herbrechtingen (Kr. Heidenheim/Brenz),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
geschwenktem Freßgitter während der gesamten übrigen Zeit aber ebensoviel Bewegungsfreiheit wie
beim Mittellangstand und sehr viel mehr Bewegungsfreiheit als beim Kurzstand mit Halsrahmen und/oder
Pfostenanbindung zu geben, wobei die Tiere wie bei letzterem die in der Futterkrippe liegen gebliebenen
Futterreste zwanglos verbrauchen können. Durch die Verschwenkbarkeit des Freßgitters, welches verhindert,
daß die Tiere trotz ihrer größeren Bewegungsfreiheit nach vorn über die Futterkrippe hinaustreten,
brauchen die Tiere dabei im Gegensatz zum Mittellangstand nicht genötigt werden, zur Futterkrippe
hin- und von dieser wegzulaufen. Da im übrigen alle Vorteile des Kurzstandes gegenüber dem Mittellangstand,
insbesondere die wesentlich geringere Verschmutzung infolge der geringeren Standlänge, erhalten
bleiben, vereinigt der erfindungsgemäße Kurzstand somit die Vorteile von Kurz- und Mittellangstand,
ohne jedoch deren Nachteile aufzuweisen.
In weiterer Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, das Freßgitter mittels seitlicher Tragarme,
Streben od. dgl. an Konsolen durch Bolzen, Drehzapfen od. dgl. aufzuhängen. Der Verschwenkwinkel
des Freßgitters wird zweckmäßig auf ein solches Maß begrenzt, daß das untere Ende desselben sich in den
beiden Endstellungen gerade etwa über dem einen bzw. anderen Rand der Futterkrippe befindet. Ein
solcher Verschwenkbereich ist einerseits völlig aus-
5c reichend, um sowohl bei eingeschwenktem Freßgitter
das Einbringen des Futters in die Futterkrippe als auch bei ausgeschwenktem Freßgitter den Tieren den
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Zugang zu dem gesamten in die Krippe eingebrachten Futter zu ermöglichen, während andererseits ein so
bemessener Verschwenkbereich einen geringstmöglichen Aufwand bei der Verschwenkung erfordert, die
nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung von Hand oder mittels einer besonderen Verschwenkeinrichtung
erfolgt. Bei Vorsehen einer solchen besonderen Verschwenkeinrichtung, beispielsweise einer
mittels Handkurbel oder auch etwa mittels eines Elektromotors betätigbaren Triebstockverzahnung
od. dgl., wird deren Betätigungsvorrichtung zweckmäßig an einem der beiden seitlichen Enden des
Viehstandes bzw. der Futterkrippe angeordnet. Um das Freßgitter wenigstens in seinen beiden Endstellungen
festhalten zu können, schlägt die Erfindung weiterhin vor, dieses arretierbar auszubilden. Bei Verwendung
einer besonderen Verschwenkeinrichtung kann dies in einfacher Weise dadurch erreicht werden,
daß die Verschwenkeinrichtung selbstsperrend ausgebildet wird, wodurch das Freßgitter in vorteilhafter
Weise auch in jeder gewünschten Zwischenstellung festgehalten werden kann.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt und wird an Hand dieses noch näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 den erfindungsgemäßen Kurzstand in einem Längsschnitt,
Fig. 2 eine Ansicht des Kurzstandes gemäß Fig. 1, und zwar vom futterkrippenseitigen Ende her in
Längsrichtung der Tiere gesehen, und
Fig. 3 einen Teil des Freßgitter in einer Draufsicht.
In Fig. 1 bezeichnet 1 den Stand- und Liegeplatz, 2 die Futterkrippe, 3 den Futtertisch und 4 die Kotplatte des Kurzstandes. Über dem dem Stand- und
Liegeplatz 1 zugewandten Rand 5 der Futterkrippe 2 ist das Freßgitter 7 mittels der Traganne 8, der
Bolzen 9 und der Konsolen 10 an der Stalldecke 6 verschwenkbar aufgehängt. Selbstverständlich könnte
die Aufhängung aber auch an einem in geringerer Höhe angeordneten Querbalken od. dgl. erfolgen.
11 und 12 bezeichnen das Zahnrad und die Zahnstange einer Triebstockverzahnung zum Verschwenken
des Freßgitters 7. Der Antrieb der Triebstockverzahnung erfolgt durch die mittels der strichpunktierten
Linien schematisch dargestellten Teile 13,13 a und 14 eines Kettentriebs mit Handkurbel über die Antriebswelle
15, die in der Konsole 16 drehbar gelagert und auf welcher das Zahnrad 11 starr befestigt ist. Entsprechend
der Länge der Zahnstange 12 kann das mit dieser durch die Lasche 17 gelenkig verbundene
Freßgitter 7 bis zu der strichpunktiert dargestellten Lage, also bis zum anderen Rand 18 der Futterkrippe
2, ausgeschwenkt werden.
In Fig. 2 sind die mit der Fig. 1 übereinstimmenden Teile mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
Wie aus der Figur ersichtlich, ist das hier aus dem durch die Querbalken 20 und 21 sowie den Streben
gebildeten starren Rahmen und den beweglichen Querbalken 23 und Streben 24 bestehende, aber auch
in anderer Weise ausführbare Freßgitter 7 mittels der an seinen beiden Enden angeordneten Tragarme 8
aufgehängt. Zwecks Erzielung einer gleichmäßigen Verschwenkung des Freßgitters 7 ist im Bereich jedes
seiner beiden Enden eine Triebstockverzahnung 11,12 vorgesehen. Der Antrieb der Triebstockverzahnung
erfolgt über die gemeinsame Antriebswelle 15 durch den im Pfosten 25 angeordneten Kettentrieb 13,13 α
mit Handkurbel 14, wodurch ein völliger Gleichlauf der beiden Triebstockverzahnungen gewährleistet ist.
Das Öffnen des Freßgitters 7 wird durch Verdrehen des im Querbalken 20 des starren Freßgitterrahmens
gelagerten Hebels 26 bewirkt, wodurch — wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich — über die Lasche
und die beiden Halterungen 28 die beweglichen Querbalken 23 horizontal gegeneinander verschoben
und dadurch die beweglichen Streben 24 so, wie in Fig. 2 strichpunktiert dargestellt, winklig zueinander
auseinandergeschwenkt werden. Das Schließen des Freßgitterahmens erfolgt entsprechend durch Zurückdrehen
des Hebels 26 in seine Ausgangsstellung.
Claims (5)
1. Kurzstand für Rindvieh-Ställe mit einem Freßgitter, das verstellbare Schlitze zum Festlegen
der Tiere aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Freßgitter (7) um eine etwa vertikal über dem
dem Stand- und Liegeplatz (1) der Tiere zugewandten Rand (5) der Futterkrippe (2), nahe der
Stalldecke (6), angeordnete, horizontal verlaufende Schwenkachse in Längsrichtung der Tiere verschwenkbar
aufgehängt ist.
2. Kurzstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Freßgitter (7) mittels seitlicher
Tragarme, Streben (8) od. dgl. an Konsolen (10) mittels Bolzen, Drehzapfen (9) od. dgl. aufgehängt
ist.
3. Kurzstand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Freßgitter (7) um einen
solchen Winkel verschwenkbar ausgebildet ist, daß sich sein unteres Ende (21) in den beiden
Endstellungen etwa vertikal über dem einen bzw. anderen Rand (5 bzw. 18) der Futterkrippe (2)
befindet.
4. Kurzstand nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Freßgitter (7)
von Hand oder mittels einer von einem der beiden seitlichen Enden des Kurzstandes aus betätigbaren
Verschwenkeinrichtung, mittels einer Triebstockverzahnung (11, 12) od. dgl., verschwenkbar ist.
5. Kurzstand nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Freßgitter (7)
wenigstens in seinen beiden Endstellungen arretierbar ausgebildet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 309 580/20 5.63
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB66223A DE1148801B (de) | 1962-03-05 | 1962-03-05 | Kurstand fuer Rindvieh-Staelle mit einem Fressgitter, das verstellbare Schlitze zum Festlegen der Tiere aufweist |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB66223A DE1148801B (de) | 1962-03-05 | 1962-03-05 | Kurstand fuer Rindvieh-Staelle mit einem Fressgitter, das verstellbare Schlitze zum Festlegen der Tiere aufweist |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1148801B true DE1148801B (de) | 1963-05-16 |
Family
ID=6975052
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB66223A Pending DE1148801B (de) | 1962-03-05 | 1962-03-05 | Kurstand fuer Rindvieh-Staelle mit einem Fressgitter, das verstellbare Schlitze zum Festlegen der Tiere aufweist |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1148801B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1285245B (de) * | 1964-04-18 | 1968-12-12 | Brunner Peter | Schiebe-Vorrats-Fressgitter |
| DE1607345B1 (de) * | 1967-04-20 | 1971-05-19 | Helmut Rupp | Fressgitter,das von einem Zeitschaltwerk automatisch gesteuert ist |
| DE3125857A1 (de) * | 1981-07-01 | 1983-01-20 | Georg 8800 Ansbach Neumeier | Schwenkgitter fuer kurzstand-rindviehstaelle |
-
1962
- 1962-03-05 DE DEB66223A patent/DE1148801B/de active Pending
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1285245B (de) * | 1964-04-18 | 1968-12-12 | Brunner Peter | Schiebe-Vorrats-Fressgitter |
| DE1607345B1 (de) * | 1967-04-20 | 1971-05-19 | Helmut Rupp | Fressgitter,das von einem Zeitschaltwerk automatisch gesteuert ist |
| DE3125857A1 (de) * | 1981-07-01 | 1983-01-20 | Georg 8800 Ansbach Neumeier | Schwenkgitter fuer kurzstand-rindviehstaelle |
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