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DE1148665B - Flutvorrichtung fuer den Sicherheitsbehaelter eines Schiffs-Kernreaktors - Google Patents

Flutvorrichtung fuer den Sicherheitsbehaelter eines Schiffs-Kernreaktors

Info

Publication number
DE1148665B
DE1148665B DEG33496A DEG0033496A DE1148665B DE 1148665 B DE1148665 B DE 1148665B DE G33496 A DEG33496 A DE G33496A DE G0033496 A DEG0033496 A DE G0033496A DE 1148665 B DE1148665 B DE 1148665B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
flood
ship
containment
flooding device
openings
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG33496A
Other languages
English (en)
Inventor
Gerhard Woisin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KERNENERGIEVERWERT GES fur
Schiffahrt M B H
Original Assignee
KERNENERGIEVERWERT GES fur
Schiffahrt M B H
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KERNENERGIEVERWERT GES fur, Schiffahrt M B H filed Critical KERNENERGIEVERWERT GES fur
Priority to DEG33496A priority Critical patent/DE1148665B/de
Publication of DE1148665B publication Critical patent/DE1148665B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21CNUCLEAR REACTORS
    • G21C9/00Emergency protection arrangements structurally associated with the reactor, e.g. safety valves provided with pressure equalisation devices
    • G21C9/004Pressure suppression
    • G21C9/012Pressure suppression by thermal accumulation or by steam condensation, e.g. ice condensers
    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21CNUCLEAR REACTORS
    • G21C15/00Cooling arrangements within the pressure vessel containing the core; Selection of specific coolants
    • G21C15/18Emergency cooling arrangements; Removing shut-down heat
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E30/00Energy generation of nuclear origin
    • Y02E30/30Nuclear fission reactors

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Structure Of Emergency Protection For Nuclear Reactors (AREA)

Description

  • Flutvorrichtung für den Sicherheitsbehälter eines Schiffs-Kernreaktors Die Erfindung betrifft eine Flutvorrichtung für den Sicherheitsbehälter eines Schiffs-Kernreaktors mit Flutöffnungen, welche bei einer zuvor festgelegten Druckdifferenz zwischen Außenwasser und Behälterinnenraum bis zum Erreichen des Druckausgleiches öffnen. Solche Flutvorrichtungen haben die Aufgabe, eine Beschädigung des Sicherheitsbehälters im Falle eines Schiffsunterganges in größere Meerestiefen durch den äußeren Wasserdruck zu verhindern, damit nicht radioaktive Substanzen aus ihm heraustreten können. Wenn die Flutöffnungen nach erfolgtem Druckausgleich wieder schließen, wird mit Sicherheit verhindert, daß auch über einen längeren Zeitraum keine Umschichtung des Wassers im Behälter mit dem Außenwasser erfolgen kann.
  • Die Größe der erforderlichen Flutquerschnitte ist außer von der Festigkeit des Behälters auch von der Sinkgeschwindigkeit des Schiffes abhängig und diese wiederum vom Schiff, seinem Belastungszustand und der Art der Havarie, die zum Untergang führt. Eine überschlagsrechnung ergibt, daß bei Beginn der Flutung in einer Wassertiefe von 35 m unter dem vollen Außendruck ein Strömungsquerschnitt von etwa 0,5 m2 erforderlich wird. Flutungen bei Wassertiefen von weniger als 35 m sind unerwünscht, da in diesen Tiefen im allgemeinen eine Bergung durch Taucher möglich ist und man die Bergung nicht durch einen vollgelaufenen Sicherheitsbehälter erschweren will. Der vorerwähnte erforderliche Strömungsquerschnitt von 0,5 m2 setzt voraus, daß der volle Außendruck auf die Flutöffnungen einwirkt, und zwar entweder durch bis dahin vollständige Flutung des umgebenden Reaktorraumes oder mittels direkter Verbindung zum Außenwasser.
  • Bei der starken und vielschichtigen Umwandung des Reaktorraumes durch eventuell noch mit einem Zwischenboden versehenen Doppelboden, durch mit besonderem Kollisionsschutz verstärkte Außenhaut, durch mit 0,5 m starkem Beton-Sekundärschutz versehene Seitenlängsschotte, durch lange Querkofferdämme an den Enden der Abteilung, durch Haupt-und Poopdeck nach oben hin ist es höchst unwahrscheinlich, daß die Umwandung bei 35 m Wasserdruck derart - wenn überhaupt - zerstört ist, daß der Raum bereits ganz voll Wasser laufen könnte. Im Normalfall ist daher eine relativ langsame Flutung zu erwarten. Solche langsamen Flutungen sind aber aus naheliegenden Gründen äußerst unerwünscht.
  • Um trotz der starken und vielschichtigen Umwandung des Reaktorraumes eine schnelle Flutung zu ermöglichen, ist bereits der Vorschlag gemacht worden, in diesen Wandungen besondere Sollbruchstellen vorzusehen. Insbesondere wurde daran gedacht, die Decksluke mit einer solchen Sollbruchstelle zu versehen. Jede Sollbruchstelle im Schiffskörper beeinträchtigt aber die Sicherheit des Schiffes.
  • Wollte man daher die Lukenabdeckung so ausbilden, daß sie bei 30 m Wassertiefe mit Sicherheit total zusammenbricht, müßte man sie schwächer als üblich ausführen, so daß gegebenenfalls auch damit gerechnet werden muß, daß die Luke der dynamischen Belastung durch den Seeschlag nicht mehr standhält. In Dingen der Sicherheit des Schiffes sollte man aber besonders bei kernenergiegetriebenen Schiffen höchste Ansprüche erfüllen.
  • Eine weitere Schwierigkeit, den Reaktorraum »vorzufluten«, besteht auch noch darin, daß das Flutwasser (sofern es nicht von unten her eindringen kann) auch noch besondere Öffnungen oder Sollbruchstellen im Sekundärschutz erfordert.
  • Eine direkte Flutung des Sicherheitsbehälters durch eine Verbindung zum Außenwasser erschien bisher ebenfalls nicht praktikabel, weil die Flutkanäle den Strahlenschutzschild und auch die Wände des umgebenden Reaktorraumes durchqueren müssen, sofern man diese Flutkanäle nicht unten anbringt und zum Schiffsdoppelboden führt.
  • Der hierbei auftretende entscheidende Nachteil liegt darin, daß eine feste Verbindung vom Sicherheitsbehälter zum strandungsgefährdeten Schiffsboden geschaffen wird, durch die der Behälter bei Bodenhavarie in Mitleidenschaft gezogen werden könnte.
  • Das Ziel der Erfindung ist es, die vorerwähnten Nachteile auszuschalten und eine Flutvorrichtung zu schaffen, die im Falle eines Schiffsunterganges in größere Meerestiefen sicher und schnell zur Flutung des Sicherheitsbehälters führt und so ausgebildet ist, daß es weder zu einer Schwächung der Schiffskonstruktion noch zu einer Schwächung des Strahlenschutzschildes oder einer Gefährdung der Festigkeit und Dichtigkeit des Sicherheitsbehälters bei Grundberührung kommt.
  • Zur Lösung der vorstehenden Aufgaben dienen erfindungsgemäß die in den Sicherheitsbehälter führenden Zu- und Abluftkanäle einer strömungsmäßig völlig vom Sicherheitsbehälterinnenraum getrennten Reaktorhilfskühlung als Flutkanäle zwischen Außenwasser und Behälterinnenraum und weisen zu diesem Zweck innerhalb des Sicherheitsbehälters in ihren Wandungen Flutöffnungen auf, die unter zuvor festgelegten Druckbedingungen selbsttätig öffnen und schließen. Es kann z. B. der Fall vorliegen, daß bei einem Schiffsreaktor mittlerer Größe der Strahlenschutzschild von vier Rohren von 500 mm Durchmesser durchquert wird, um ausreichende Luftmengen zur Hilfskühlung des Reaktors zu- und abzuführen. Diese Rohre werden innerhalb des Sicherheitsbehälters wie ein Teil der Wandung des Behälters betrachtet und entsprechend stark bemessen. Bei der Größe dieser Zu- und Abluftkanäle bereitet es keine Schwierigkeiten, Flutöffnungen in erforderlicher Größe von beispielsweise viermal je etwa 0,25 m2 anzuordnen.
  • Wenn man die Flutöffnungen der Luftkanäle vor und hinter dem Wärmeaustauscher der Hilfskühlung anordnet, braucht dieser Wärmeaustauscher bei einer Flutung nicht durchflossen zu werden, so daß Strömungswiderstände nur in den gebräuchlichen Elementender Rohrleitungen auftreten.
  • Es sei noch darauf hingewiesen, daß die Hilfskühlung, die bei Ausfall der gesamten elektrischen Energieversorgung noch durch natürliche Belüftung wirken soll, bei Schräglage des Schiffes ohnehin einen natürlichen Wasserumlauf ermöglichen kann, sobald nämlich die Hilfskühlkreise samt ihren COffnungen unter die Wasseroberfläche geraten. Eine Flutung der beiden Mlfskühlkreise ist somit für den Fall eines Schiffsunterganges auf jeden Fall gewährleistet.
  • Die so ausgebildete Flutvorrichtung ist selbst dann ein Vorteil, wenn eine spezielle Rechnung ergibt, daß die erforderlichen Flutwassermengen nicht von normal ausgebildeten Zu- und Abluftkanälen geführt werden können. In einem solchen Falle könnte man die Zu- und Abluftkanäle geringfügig überdimensionieren. Eine solche überdimensionierung der Zu- und Abluftkanäle hat auf die Reaktorhilfskühlung keinen nachteiligen Einfluß, sondern ist sogar noch dazu angetan, die Kühlwirkung zu verbessern. Der geringfügig vergrößerte bauliche Aufwand ist aber noch immer als minimal zu betrachten, verglichen mit der einleitend besprochenen nachteiligen Anordnung besonderer Flutöffnungen im Sicherheitsbehälter.
  • Es ist besonders vorteilhaft, die Rohrwandstärken der Zu- und Abluftkanäle der Reaktorhilfskühlung außerhalb des Sicherheitsbehälters so zu wählen, daß ein Bruch unter etwa 60 m Wassersäule nicht zu befürchten ist. Ein solcher Bruch könnte sonst dazu führen, daß statt des Sicherheitsbehälters der Reaktorrauen geflutet wird. Wenn hier von einem Maximaldruck von 60 m Wassersäule gesprochen wird, so ist hierbei zugrunde gelegt, daß voraussichtlich ab 50 m Wassertiefe der Reaktorraum ebenfalls volläuft, da einige seiner Wände diesem Druck nicht mehr standhalten können.
  • Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung, deren einzige Figur einen schematischen Querschnitt einer Schiffsseite im Bereich des Kernreaktors darstellt, beispielsweise erläutert.
  • In der Zeichnung ist 1 die Außenhaut des Schiffes, 2 der Außenboden, 3 der Innenboden, 4 das Wetterdeck. Im Innern des Schiffes befindet sich über dem Innenboden 3 der eigentliche Sicherheitsbehälter 5 mit einem starken Strahlenschutzschild 6. Nähere Einzelheiten des Reaktors sind nicht dargestellt, wohl aber einer der beiden Hilfskühlkreise, zu dem ein Wärmeaustauscher 7, ein Zuluftkanal 8, ein Abluftkanal 9 und ein Lüfterkopf 10 und ein Ventilator 11 gehören. Die Zu- und Abluftkanäle 8 und 9 sind über Rohrkrümmer durch den Strahlenschutzschild 6 und die Wandung des Sicherheitsbehälters 5 hindurchgeführt. Eine Verbindung zwischen dem Inneren des Kühlluftkreises und dem Innenraum des Sicherheitsbehälters 5 besteht im Normalzustand nicht. Vor bzw. hinter dem Wärmeaustauscher 7 innerhalb des Sicherheitsbehälters 5 werden in der Wand des Zuluftkanals 8 und in der Wand des Abluftkanals 9 Flutöffnungen 12 und 13 vorgesehen, die in an sich bekannter Weise so ausgebildet sind, daß sie bei einer zuvor festgelegten Druckdifferenz öffnen und bei Druckausgleich wieder selbsttätig schließen. Die Flutöffnungen 12 und 13 können beispielsweise so dimensioniert sein, daß sie in einer Wassertiefe von etwa 35 m öffnen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Flutvorrichtung für den Sicherheitsbehälter eines Schiffs-Kernreaktors mit Flutöffnungen, welche bei einer zuvor festgelegten Druckdifferenz zwischen Außenwasser und Behälterinnenraum bis zum Erreichen des Druckausgleiches öffnen, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Sicherheitsbehälter (5) führenden Zu- und Abluftkanäle (8, 9) einer strömungsmäßig völlig vom Sicherheitsbehälterinnenraum getrennten Reaktorhilfskühlung als Flutkanäle zwischen Außenwasser und Behälterinnenraum dienen und zu diesem Zweck innerhalb des Sicherheitsbehälters (5) in ihren Wandungen Flutöffnungen (12, 13) aufweisen, die unter zuvor festgelegten Druckbedingungen selbsttätig öffnen und schließen.
  2. 2. Flutvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flutöffnungen (12, 13) der Luftkanäle (8, 9) vor und hinter dem Wärmeaustauscher (7) der Hilfskühlung angeordnet sind.
  3. 3. Flutvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen der Kühlluftkanäle (8, 9) außerhalb des Sicherheitsbehälters (5) stärker dimensioniert sind als im inneren.
DEG33496A 1961-11-02 1961-11-02 Flutvorrichtung fuer den Sicherheitsbehaelter eines Schiffs-Kernreaktors Pending DE1148665B (de)

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DE1148665B true DE1148665B (de) 1963-05-16

Family

ID=7124713

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DEG33496A Pending DE1148665B (de) 1961-11-02 1961-11-02 Flutvorrichtung fuer den Sicherheitsbehaelter eines Schiffs-Kernreaktors

Country Status (1)

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DE (1) DE1148665B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3528884A (en) * 1967-09-28 1970-09-15 Westinghouse Electric Corp Safety cooling system for a nuclear reactor

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3528884A (en) * 1967-09-28 1970-09-15 Westinghouse Electric Corp Safety cooling system for a nuclear reactor

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