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Register für Bücher mit Grob- und Feinfindemitteln Durch die Hauptpatentanmeldung
G 22990 VlIb/ 11 d ist ein Register für Bücher bekanntgeworden, das
aus Mitteln zum Grob- und FeinImden besteht, wobei am Rand je einer Blättergruppe
die Grobfindemittel und ihnen gegenüber die Feinfindemittel in Kolonnen angeordnet
sind. Hierbei überqueren die nur den Buchbogen zugeordneten Grobfindemittel in an
sich bekannter Weise den vorderen Schnitt des Buches längs einer oder mehreren geraden
Linien in schräger Richtung. Die Fein- und die Grobfindemittel sind vom vorderen
Schnitt des ganz oder teilweise geöffneten Buches her greifbar, wobei die Feinfindemittel
in bezug auf das zugeordnete Grobfindemittel am räumlich gegenüberliegenden Rand
des Buches angeordnet sind.
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Es hat sich nunmehrg gezeigt, daß das Aufschlagen einer bestimmten
Seite dann wesentlich erleichtert wird, wenn erfindungsgemäß jeder Buchdeckel
mindestens aus zwei in Längsrichtung scharnierartig miteinander verbundenen Teilen
zusammengesetzt und auf dem vorderen und/oder hinteren Deckel oder einer Seite des
Buches eine im Schema die Grobfindemittel sowie gegebenenfalls die Feinfindemittel
zeigende Tabelle angeordnet ist.
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Weitere Einzelheiten des Registers ergeben sich aus der Zeichnung,
die verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung darstellt.
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Fig. 1 zeigt im Schaubild ein Wörterbuch, das zum Aufschlagen
einer beliebigen Seite mit Grobfindemitteln und Feinfindemitteln ausgestattet ist,
Fig. 2 ein einzelnes Blatt des Buches im Bereich des das Grobfindemittel darstellenden
Ausschnittes, Fig. 3 eine Variante zu Fig. 2, Fig. 4 den vorderen Teil eines
Buchbogens, Fig. 5 einen Teil des vorderen Schnitts des Buches mit der als
Grobfindemittel dienenden Rille, Fig. 6 eine Variante zu Fig. 5,
Fig.
7 einen Schnitt durch einen Buchdeckel und Fig. 8 die rechte untere
Ecke dreier Buchbögen. Bei dem dargestellten Wörterbuch dienen als Grobfindernittel
Rillen, Ausstanzungen oder Einfräsungen 1, 2 und 3, die den vorderen
Schnitt 4' des Buches in gerader Linie schräg überqueren. Die Rillen können sich
über die ganze Länge oder nur über einen Teil des Buches erstrecken und gegebenenfalls
unterbrochen sein. Die Neigung der Rillen richtet sich nach der Anzahl der Blätter,
die von einer Rille überquert werden soll. Zum Herstellen der Rillen oder Einfräsungen
wird entweder der geschlossene Buchblock an einem umlaufenden Fräser vorbeigeführt,
oder es werden die Ränder 5 jedes Blattes mit einem Ausschnitt versehen,
wobei darauf zu achten ist, daß der Ausschnitt eines Blattes gegenüber dem Ausschnitt
des nächsten Blattes versetzt ist. Das Anbringen der Ausschnitte erfolgt zweckmäßigerweise
gleich beim Ausstanzen der Druckbogen. Die Ausschnitte können die Form eines Rechtecks
7 (Fig. 3 und 4) oder eines Trapezes 6 (Fig. 2) haben oder
beliebig ausgebildet sein.
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Zum Grobfinden einer bestimmten Seite sind den Rillen 1, 2
und 3 Hinweiszeichen 8 und parallele Linien 9 zugeordnet, die
auf dem vorderen Schnitt 4 des Buches neben den Rillen aufgedruckt sind (Fig.
5).
Hierbei können die parallelen Linien zur besseren Unterscheidung in einer
beliebigen Reihenfolge ge-
strichelt oder punktiert sein oder dünnere Linien
und stärkere Linien 10 (Fig. 1) einander folgen.
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Um die Stellen an den Rillen, auf denen der erste Handgriff ausgeführt
werden soll, noch genauer zu bestimmen, können gemäß Fig. 6 die Rillen
1 an einer Flanke oder an beiden Flanken in Stufen IN 1
unterteilt
sein ' wobei jeder Stufe ein Hinweiszeichen 12 für den Anfang der Blättergruppe
und ein Hinweiszeichen 13 für das Ende der Blättergruppe zu geordnet werden.
Die den Fingern ausgesetzte Seite der Stufen kann in beliebiger Weise verstärkt
sein. Zum
Beispiel kann auf dem jeweils ersten Blatt jeder Stufe
eine über den vorderen Schnitt herausragende Zunge 14 bzw. 15 mit abgerundeter,
einen Faden enthaltender Stimkante so angeklebt werden, daß sich die einzelnen Zungen
etwas überlappen. Dergestalt wirkt sich z. B. ein mit dem Finger auf die Zunge 14
ausgeübter Druck auf die Zunge 15 und die Zungen der folgenden Stufen aug,'was
zur Schonung der Blattränder wesentlich beiträgt. Bei- der geschilderten Anordnung
von Zungen können die, Rillen unter Umständen völlig weggelassen werden.
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Eine weitere Maßnahme zum genaueren Bestimmen einzelner Blättergruppen
sind - Farb- oder andere Merkzeichen 38, die auf den Flanken der Rillen
aufgedruckt werden (Fig. 5).
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Zum Erleichtern des Grobfindens einer beliebigen Seite sind die auf
dem vorderen Schnitt vorgesehenen Grobfindemittel auf einer Tabelle 16 wiederholt,
die auf dem voderen und bzw. oder hinteren Deckel oder einer Buchseite
17 aufgedruckt ist. Die Tabelle enthält somit die Rillen in Form von Linien
r, 2' und X, die Hinweiszeichen 8' für die Blättergruppen und die
parallelen Linien 9' bzw. 10'.
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Die Tabelle 16 macht gegebenenfalls den Aufdruck von Hinweiszeichen
8 auf dem vorderen Schnitt 4 des Buches entbehrlich, da der erste Handgriff
an den Rillen mit Hilfe der Tabelle und den parallelen Linien 9 bzw.
10 eindeutig zu bestimmen ist.
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Um das Aufschlagen einer beliebigen Seite bei nur etwas geöffnetem
Buch zu erleichtern, wird jeder Buchdeckel aus zwei oder mehreren Teilen hergestellt,
die so miteinander verbunden werden, daß sie sich scharnierartig gegeneinander bewegen
lassen. Zu diesem Zweck werden gemäß Fig. 7 die Deckeltelle 18 und
19 auf der einen Seite mit einem knickbaren Werkstoff 20, z. B. Leinen, und
auf der anderen Seite mit einem dehnbaren Werkstoff 21, z. B. Gummi, miteinander
verbunden, Ein üblicher Deckeleinband 22 schließt sich dann an die Streifen 20 bzw.
21 an.
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Als Feinfindemittel dient oder dienen bei dem Register nach Fig.
1 eine oder zwei Stufenskalen 23
bzw. 24, die in bekannter Weise durch
stufenförmiges Ausschneiden der Ränder 5 der Blätter hergestellt werden.
Jeder Blättergruppe ist mindestens eine Stufenskala zugeordnet, die wahlweise auf
der gleichen Seite (Stufenskala 24) des zugehörigen Grobfindemittels oder auf der
räumlich gegenüberliegenden Seite (Stufenskala 23) angeordnet ist. Die Anzahl
der einzelnen Stufen kann beliebig sein, jedoch ist es zweckmäßig, die Zahl so zu
wählen, daß jeder Druckbogen nach dem Falzen eine eigene Skala bildet. Es kann somit
das Ausschneiden von Stufenskalen auf einer größeren Anzahl von Druckbögen noch
vor dem Falzen ermöglicht werden. Fig. 4 zeigt einen gefalzten Druckbogen von acht
Blättern mit zwei sich gegenüberliegenden Skalen 23 und 24 und Ausschnitten
7, die einen Teil einer Rille 1, 2 oder 3 darstellen.
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Zum Erzielen eines geschlossenen Eindrucks des Buches werden die die
Stufenskalen 23 bzw. 24 abdeckenden Blätter im Bereich der Skalen mit einer
Keilverstärkung 25 bzw. 26 ausgestattet (Fig. 1, 4 und
8), die beispielsweise aus einzelnen, stufenförmig zusammengeklebten Papierstreifen
zusammengesetzt sein kann.
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Auf jeder Stufe der Stufenskalen sind Kennzeichen 25 (Fig.
8) für den Beginn der zugehörigen benach-,barten Seiten mehrfach übereinander
aufgedruckt. Diese Maßnahme bezweckt, daß bei ungenauem Ausschneiden oder Falzen
zumindest ein Kennzeichen unbeschädigt bleibt. Ferner sind an den Rändern Kennzeichen
26' (Fig. 2) für das Ende der zugehörigen Seite, zweckmäßig über den Ausschnitten
6, in nebeneinanderliegenden Kolonnen aufgedruckt. Auch hierbei wird beim
ungenauen Schnitt des Buches erreicht, daß zumindest ein Kennzeichen unbeschädigt
bleibt.
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Auf der letzten Stufe jeder Stufenskala kann weiterhin ein Kennzeichen
für den Beginn der nächsten Blättergruppe - gegebenenfalls in einer anderen
Farbe - aufgedruckt sein, Suchvorgang Wird die Seite gesucht, die das Wort
»direkt« enthält, so stellt man zunächst entweder auf der Skala 16 oder auf
dem vorderen Schnitt des Buches die der zugehörigen Blättergruppe entsprechende
Rille und die die Blättergruppe begrenzenden parallelen Linien 9 bzw.
10 fest. Anschließend greift man mit dem Daumen der rechten Hand in die Rille
links von dem Hinweiszeichen »DE« ein und öffnet das Buch. Auf den Stufenskalen
23 bzw. 24 findet man nun Worte mit den Anfangsbuchstaben »DE« bis
»DI«. Durch weiteres Betätigen der Stufenskala 23 mit dem Daumen der linken
Hand bzw. der Stufenskala 24 mit dem Daumen der rechten Hand kann sofort die richtige
Seite aufgeschlagen werden. Das Wort »direkt« ist dann aufgeschlagen, wenn gemäß
Fig. 8 die oberste Stufe der Stufenskala das Kennzeichen »DIPL« für den Beginn
der linken Seite und gemäß Fig. 1 die Margine das Kennzeichen »DIRT« für
das Ende der rechten Seite zeigt.