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Aus mehreren teleskopartig ausziehbaren Elementen bestehende Antenne
und Verfahren zu deren Herstellung Die Erfindung betrifft eine aus mehreren teleskopartig
ausziehbaren stab- bzw. rohrförmigenElementen bestehende Antenne, insbesondere Fahrzeugantenne,
bei der zur Führung eines inneren Elementes in einem äußeren Element im äußeren
Element eine das innere, Element umfassende Hülse angeordnet ist. Gegenstand der
Erfindung ist ferner ein Verfahren zur HeT-stellung einer solchen Antenne.
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Bei zwei teleskopartig ausziehbaren Elementen, von denen das äußere
ein Rohr und das innere ein Stab oder auch ein Rohr ist, kann man ein vollständiges
Auseinanderziehen der beiden Elemente dadurch verhindern, daß man das äußere Rohr
an seinem Ende durch Umbördeln od. dgl. verengt und auf der Außenseite des inneren
Elementes einen Anschlag vorsieht. Das Vorhandensein dieses Anschlages bedingt,
daß zwischen äußerem und innerem Element über deren ganze Länge hinweg ein Zwischenraum
gehalten werden muß, in dem der Anschlag beim Zusammenschieben der beiden Elemente
Platz findet.
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Im ausgezogenen Zustand muß das innere Element in derselben Richtung
stehen wie das äußere; eine Schrägstellung des inneren zum äußeren Element würde
besonders bei einer größeren Anzahl von Elementen sehr häßlich aussehen. Selbst
wenn man üb-
licherweise in der Auszugsstellung das innere Element noch eine
gewisse Länge in dem äußeren Element verbleiben läßt, muß man wegen des vorgenannten
Zwischensaumes zwischen innerem und äußerem Element zusätzliche Maßnahmen ergreifen,
um die Richtung des ausgezogen-en Elementes zu fixieren. Es ist bekannt, im Kopfteil
des äußeren Elementes eine das innere Element umfassende und in dem Zwischenraum
zwischen beiden Elementen untergebrachte Hülse anzuordnen, die genau genug in ihrem
Innen-und Außendurchmesser hergestellt werden kann, um in Verbindung mit dem ebenfalls
in engen Toleranzen lieferbaren Grundmaterial für die Elemente eine genügend gute
Führung des inneren in dem äußeren Element zu gewährleisten.
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Dabei sitzt die Hülse unverrückbar fest im Kopfteil des äußeren Elementes.
Die Teile einer derartigen Antenne sind in Fig. 1 gezeichnet, wobei
1 das innere und 2 das äußere Teleskopelement darstellt, während
3 die fest in dem äußeren Rohr sitzende Hülse ist. Bei derartigen Antennen
muß aber in der Innenwandung des äußeren Rohres eine Ausnehmung für die Aufnahme
der Hülse ausgedreht werden, was sehr exakt arbeitende Maschinen erfordert und daher
sehr teuer ist.
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Ferner ist es ein großer Nachteil, daß erst nach dem Einsetzen der
Hülse in die Ausnehmung das Ende des äußeren Rohres umgebördelt werden
kann. Diese Umbördelung verursacht erfahrungsgemäß einen sehr hohen Ausschuß,
weil die Oberfläche des Rohres vor dem Einsetzen der Hülse durch chemische Behandlung
veredelt, z. B. verchromt, werden muß und weil selbst bei äußerst sorgfältiger Verchromung
sowie bei exakt durchgeführter Umbördelung verhältnismäßig oft die Chromschicht
beim Bördelvorgang abplatzt und dadurch das bereits mehrfach bearbeitete Rohr wertlos
wird. Eine umgekehrte Reihenfolge, in der Bearbeitung, nämlich zuerst die Hülse
einsetzen sowie das Rohr umbördeln und dann erst verchromen, ist nicht möglich,
weil sich die während des Verchromens in die winzigen Hohlräume zwischen Hülse und
äußerem Rohr eingedrungene sehr aggressive Flüssigkeit nicht mehr herausspülen läßt
und eine vorzeitige, Korrosion der Antenne verursachen würde.
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Bei einer anderen bekannten Ausbildungsform. der Antenne soll eine
Führung des inneren Elementes in dem äußeren Rohr entsprechend der Fig. 2 dieser
Erfindung dadurch erwirkt werden, daß statt einer Hülse eine zur Führung des inneren
Elementes 4 dienende zweite Lagerstelle in einer gewissen Entfernung vom umgebördelten
Ende des äußeren Rohres 5 in Form einer umlaufenden Sicke 6 auf dem
äußeren Rohr angebracht ist, die das Rohr an dieser Stelle etwa auf denselben Durchmesser
vereng wie es bei dem Umbördeln des Rohrendes geschieht. Diese Ausbildungsform gestattet
zwar ein Verchromen des äußeren Rohres nach dem Umbördeln und Sicken, erfüllt aber
den beabsichtigten Zweck, nämlich das
innere Element in dem äußeren
Rohr sauber zu füh-
ren, nur unvollkommen, weil weder die Umbordelung am Ende
des Rohres noch die umlaufende Sicke eine Verengung des Innendurchmessers auf ein
genügend genaues Maß ergibt. Je nach Härte des Materials für das Rohr wird
die erzielte Verengung des Innendurchinessers schwanken.
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Außerdem ist es bei der letztgenannten Ausführungsforin sehr ungünstig,
daß der auf der Außenseit-- des inneren Elementes, angebrachte, nicht weiter gezeichnete
Anschlag bei ruckhaftem Herausziehen des inneren Eleinentes auf die, nach innen
gerichtete schräge Wandung 7 der umlaufenden Sicke aufläuft und
beide Elemente sich verklemmen. Ein Verklemmen kann bei Anordnung einer Hülste
nicht eintreten, weil ja deren Stimeeiten ohne weiteres senkrecht zur Achse der
Hülse liegen. Jedoch hatten die bisher bekanntgewordenen Antennen mit Hülsen erhebliche
Nachteile, wie bereits weiter oben geschildert.
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Eine Antenne, bei der zur Führung eines inneren Eleinentes in einem
äußeren Element im äußeren Element eine das innere Element umfassende Hülse angeordnet
ist, wird erfindungsgemäß dadurch verbessert, daß die sonst im Innern des äußeren
Elementes in dessen Axialrichtung frei verschiebbaxe Hülse im ausgezogenen Zustand
der Antenne zwischen einer Umbördelung am oberen Rand des äußeren Eleinentes und
einem Anschlag auf der Außenseite des inneren Elementes festgehalten wird. Die Hülse,
die im übrigen aus Metall oder einem geeigneten Kunststoff sein kann, wird also
im Gegensatz zu den bekannten Antennen, bei denen sie unverrückbar fest im Kopfteil
des äußeren Rohres sitzt, nicht in jeder Phase beim Ausziehen bzw. Zusammenschieben
der beiden Teleskopelemente im Kopfteil des äußeren Rohres festgehalten, sondern
sie ist in axialer Richtung frei verschiebbar. Es kann daher nach einem Merkmal
der Erfindung die Innenwandung des äußeren Rohres bis auf die Umbördelung
am oberen Rand glatt sein. Man kann also ohne weiteres bei der Herstellung der Antenne
die Hülsr, von unten her in das äußere Rohr einsetzen, welches an seinem oberen
Rand bereits gebördelt und natürlich auch verchromt ist.
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Aus diesem Grund ermöglicht die Erfindung auch ein neuartiges Verfahren
zur Herstellung der Antenne, das sehr einfach ist und einen sehr geringen Ausschuß
ergibt. Das Merkmal des Verfahrens besteht darin, daß man zunächst das als äußeres
Teleskopelement dienende Rohr an seinem einen Ende durch Bördeln, Stauchen, Einziehen
oder Umbiegen bis auf einen ungefähr dem Durchmesser des inneren Eleinentes entsprechenden
Durchmesser verengt, darauf das. Rohr einer Oberflächenbeliandlung unterzieht, dann
die Hülse in das andere Ende des Rohres einsteckt und schließlich ebenfalls vom
anderen Ende des Rohres das nilt dem Anschlag versehene innere Element in das Rohr
bzw. die darin steckende Hülse einführt. Bei Benutzung dieses neuen Verfahrens braucht
man also an dem bereits verchromten Rohr keine, mechanische Bearbeitung mehr vorzunehmen
und läuft nicht Gefahr, daß dabei die Chromschicht abplatzt und Materialwert sowie
Aufwand für die mechanische> Bearbeitung und für die Verchromung urmütz vertan ist.
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Damit die Führung des inneren Teleskopeleinentes in dem äußeren Rohr
besonders gut ist, besteht die, Hülse nach einem weiteren Merkmal der Erfindung
aus federndem Material und ist in an sich bekannter Weise längsgeschlitzt. Die Hülse
ist derart gebogen, daß in entspanntem Zustand ihr Außendurchmesser etwas größer
ist als der Innendurchmesser des äußeren Teleskoprohres. Die geschlitzte Hülse kann
an auch so herstellen, daß ein rechteckiges Stück Blech mit einer Länge, die etwas
geringer als der innere Umfang des äußeren Elementes ist, bis auf das nötige Maß
rund gebogen wird. Dadurch wird die Hülse besonders billig, und die Dicke des, Bleches
kann man mit geringerem Aufwand enger tolerieren als die Abmaße einer gedrehten
oder gar gezogenen Hülse.
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Will man eine- noch bessere Führung zwischen den beiden Teleskopelementen
erzielen, so kann man beispielsweise eine Hülse benutzen, deren Querschnitt einen
leicht gewellten Rand hat. Eine derartige Hülse wird bis zu einem gewissen Grad
die Toleranzen im Durchmesser der Teleskopeleinente ausgleichen. Natürlich kann
man bei Herstellung der Hülse aus einem Stück Blech bereits gewelltes Material nehmen.
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Es ist sehr zweckmäßig und bedeutet ein weiteres Merkmal der Erflndung,
wenn der Anschlag am inneren Teleskopeleinent durch einen federnden Drahtring gebildet
wird, der in einer Ringnut dieses Eltmentes liegt. Dabei sind die Abmaße der Nut
und des Drahtringes so zu dimensionieren, daß im eingerasteten Zustand der äußere
Durchmesser des Drahtringes nurein wenig kleiner ist als der Innendurchinesser des
äußeren Rohres, damit der Drahtring nicht etwa beim heftigen Anschlagen gegen die,
Hülse aus der Nut herausspringt.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung seien an Hand der Fig.
3 bis 6 erläutert, die in vergrößertem Maßstab ein Ausführungsbeispiel
der rieuen Antenne bnngen.
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Fig. 3 gibt im Schnitt die Lage der Hülse bei ausgezogenen
Teleskopeleinenten wieder; Fig. 4 erklärt, wie man die Hülse und das innere Teleskopeleinent
von unten her in das äußere Rohr einschiebt; Fig. 5 bringt eine perspektivische,
Ansicht der geschlitzten Hülse mit glatter Wandung; Fig. 6 zeigt perspektivisch
-eine Hülse mit gewelltor Wandung.
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Wie aus der die neue Antenne darstellenden Fig. 3
zu ersehen
ist, ist das innere Element 8 mit -einer ringförmigen Nut 12 versehen, in
die der federnde rahtring 11 eingerastet ist Die Innenwandung des äußeren
Elementes 9 ist bis auf die Umbördelung am oberen Rand glatt. Daher ist die
Hülse 10 frei verschiebbar innerhalb des äußeren Rohres. Die Hülse
3
der in Fig. 1 gezeichneten bekannen Antenne sitzt dagegen unveTrückbar
fest in dem mit einer Ausnehmung versehenen äußeren Rohr 2.
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Aus Fig. 4 ist ersichtlich, wie bei der neuen Antenne die von unten
her in das äußere Rohr 9 eingesetzte Hülse 10 mittels des auf dem
inneren Teleskopeleinent 8 sitzenden Drahtringes 11 beim ebenfalls
von unten her stattfindenden Einschieben des inneren Elementes. 8 nach oben
mitgenommen wird, bis sie ffire in Fig. 3 gezeichnete endgültige Lage erreicht
Dann wird der in Fig. 3 gezeichnete, aus Metall oder Kunststoff bestehende
Prasselschutzknopf 13 auf dem inneren Element 8 durch geeignete, Mittel,
z. B. durch Kleben, befestigt.
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in Fig. 5 ist die glatte, längsgeschlitzte Hülse
10
und in Fig. 6 eine Hülse 14 mit gewellter Wandung dargestellt.