DE1143675B - Verstelleinrichtung fuer den Spritzbeginn bei Einspritzpumpen - Google Patents
Verstelleinrichtung fuer den Spritzbeginn bei EinspritzpumpenInfo
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Description
- Verstelleinrichtung für den Spritzbeginn bei Einspritzpumpen Die Erfindung betrifft eine Verstelleinrichtung für den Spritzbeginn bei Einspritzpumpen, insbesondere bei solchen, die einen die Förderbewegungen erzeugenden Nockenantrieb haben, dessen im Pumpengehäuse gelagerter Teil zwecks Spritzbeginnverstellung relativ gegen seinen umlaufenden Teil verstellbar ist, mit zwei Verstellkolben, einem äußeren und einem in diesem verschiebbar geführten inneren, an denen der drehzahlabhängige Förderdruck einer Kraftstoffzubringerpumpe angreift, sowie mit zwei Federn, von denen die erste sich an beiden Verstellkolben abstützt und bestrebt ist, die Kolben in entgegengesetzter Richtung zu verschieben, während die zweite sich am äußeren Kolben abstützt und bestrebt ist, diesen entgegen dem Förderdruck der Kraftstoffzubringerpumpe zu verschieben.
- Einer bekannten Verstelleinrichtung dieser Bauart, die für eine Kraftstoffeinspritzpumpe mit Fördermengenregelung durch eine im Pumpeneinlaßkanal angeordnete Drosselvorrichtung bestimmt ist, liegt die Aufgabe zugrunde, die von der Fördermenge abhängige unerwünschte Änderung des Spritzbeginns auszugleichen und außerdem mit steigender Drehzahl den Spritzbeginn vorzuverlegen. Zur Lösung dieser Aufgabe ist vorgesehen, daß außer den beiden Verstellkolbenarbeitsräumen, welche die sich an beiden Verstellkolben abstützende erste Feder zu verringern bestrebt ist, auch noch die diese Feder enthaltende Kammer durch Kanäle mit der Förderleitung der Zubringerpumpe in Verbindung steht, wobei in dem Kanal, der zu dem genannten Arbeitsraum des inneren Verstellkolbens führt, eine Drosselstelle angeordnet ist.
- Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, zusätzlich zu dieser den Spritzbeginn mit steigender Drehzahl vorverlegenden Verstellung auch im Bereich der Startdrehzahl, also bei einer niedrigeren Drehzahl als der niedersten Betriebsdrehzahl, eine Vorverlegung des Spritzbeginns zu erhalten. Es hat sich nämlich gezeigt, daß manche Brennkraftmaschinen besser in Gang zu setzen sind, wenn der Spritzbeginn beim Andrehvorgang früher liegt als bei der niedersten Betriebsdrehzahl.
- Diese Aufgabe ist zwar bei einer anderen, ebenfalls bekannten Verstelleinrichtung mit zwei gleichachsig angeordneten Verstellkolben schon gelöst worden. Bei dieser bekannten Einrichtung werden jedoch zusätzlich zwei Ventile benötigt, weshalb diese Lösung verhältnismäßig störanfällig ist.
- Gemäß der Erfindung wird die genannte Aufgabe bei einer Verstelleinrichtung der eingangs beschriebenen Bauart dadurch gelöst, daß nur die beiden Verstellkolbenarbeitsräume, welche die sich an beiden Verstellkolben abstützende Feder zu verringern bestrebt ist, durch Kanäle mit der Förderleitung der Zubringerpumpe in Verbindung stehen.
- Diese erfindungsgemäße Lösung hat gegenüber der obenerwähnten bekannten Lösung den Vorteil, keine zusätzlichen Ventile zu benötigen. Somit ergibt sich ein einfacherer Aufbau.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig.l einen Längsschnitt durch eine Verstelleinrichtung und einen Querschnitt durch die dazugehörige Einspritzpumpe, Fig. 2 eine schaubildliche Darstellung der Verstellung des Spritzbeginns in Abhängigkeit von der Drehzahl der Brennkraftmaschine.
- In dem Gehäuse 1 einer Kraftstoffeinspritzpumpe ist ein Nockenring 2 drehverstellbar gelagert, der an seiner inneren Lauffläche vier Nockenhöcker 3 hat. Dieser Ring bildet den einen zwecks Spritzbeginnverstellung verstellbaren Teil eines die Förderbewegungen erzeugenden Nockenantriebs der Einspritzpumpe. Der andere, umlaufende Teil des Nockenantriebs ist mit 4 bezeichnet; er dient zur Führung von Stößeln 5, mit deren Rollen 6 die Lauffläche des Nockenrings 2 zusammenwirkt. Die Stößel 5 betätigen Pumpenkolben 7, die in einer Zylinderbohrung im Teil 4 geführt sind, deren zwischen den beiden Pumpenkolben 7 liegender Abschnitt den Pumpenarbeitsraum 8 bildet.
- An das Pumpengehäuse 1 ist ein Verstellergehäuse 10 angegossen, in dem sich zwei gleichachsig ineinandergesteckte Verstellkolben 11 und 12 befinden. Der in dem äußeren Verstellkolben 12 längsverschiebbar geführte innere Verstellkolben 11 greift über ein Zylindergelenkstück 13 an einem am Nockenring 2 befestigten hebelartigen Stift 14 an. Der äußere Verstellkolben 12 ist im Gehäuse 10 längsverschiebbar geführt. Eine Feder 15, die sich einerseits innen am Boden 16 des hohlen Verstellkolbens 12 und andererseits an einer Schulter 17 des inneren Verstellkolbens 11 abstützt, ist bestrebt, die beiden Verstellkolben in entgegengesetzter Richtung zu bewegen. In der gezeichneten Stellung liegt der Verstellkolben 11 unter der Wirkung dieser Feder an einem Stopfen 18 an, der die Führungsbohrung für den Verstellkolben 11 im Verstellkolben 12 verschließt. Eine zweite Feder 19 stützt sich einerseits an einem die Führungsbohrung für den Verstellkolben 12 im Gehäuse 10 verschließenden Stopfen 20 ab und andererseits an einer Schulter 22 des Verstellkolbens 12. In der gezeichneten Stellung drückt die Feder 19 den Verstellkolben 12 gegen den Boden 23 des Gehäuses 10.
- Durch den Boden 23 führt eine Rohrleitung 24, die an die Förderleitung einer nicht dargestellten Kraftstoffzubringerpumpe angeschlossen ist und in den Arbeitsraum 25 des Verstellkolbens 12 mündet. Von diesem Arbeitsraum geht ein Kanal 26 im Verstellkolben 12 aus. Dieser Kanal mündet in eine Längsnut 27 im Verstellkolben 11, die durch eine radiale Bohrung 28 mit einer axialen Bohrung 29 verbunden ist. Die axiale Bohrung 29 mündet in den Arbeitsraum 30 des Verstellkolbens 11. Die Arbeitsräume 25 und 30 stehen also mit der Förderleitung der Kraftstoffzubringerpumpe in ständiger Verbindung. Die Kraftstoffzubringerpumpe wird ebenso wie die Einspritzpumpe von einer nicht dargestellten Brennkraftmaschine angetrieben.
- Das vom Arbeitsraum 25 abgewandte Ende des Verstellkolbens 1.2 ragt in eine Kammer 31 hinein, in der auch die Feder 19 untergebracht ist. Diese Kammer ist durch eine Nut 32 mit einer schlitzartigen Ausnehmung 33 im Verstellkolben 12 verbunden, durch die der Stift 14 hindurchragt. Das vom Arbeitsraum 30 abgekehrte Ende des inneren Verstellkolbens 11 ragt in eine Kammer 34 hinein, in der die Feder 15 untergebracht ist und die durch eine Nut 35 ebenfalls mit der Ausnehmung 33 im Verstellkalben 12 in Verbindung steht. Die Ausnehmung 33 ist an den Innenraum 36 des Pumpengehäuses 1 angeschlossen, der mit Kraftstoff gefüllt und in nicht dargestellter Weise durch eine Kraftstoffrückleitung an einen Kraftstoffbehälter angeschlossen ist.
- Die beschriebene Einrichtung wirkt in folgender Weise: Die beweglichen Teile der Verstelleinrichtung sind in der Lage gezeichnet, die sie bei Stillstand und beim Andrehen der Brennkraftmaschine mit einer unterhalb der Leerlaufdrehzahl liegenden Startdrehzahl einnehmen. Der Nockenring 2 befindet sich dabei in einer Stellung, in welcher der Spritzbeginn um den Winkel a (Fug. 2) vor dem oberen Totpunkt (0T) des zugehörigen Brennkraftmaschinenkolbens erfolgt. Sobald jedoch die Brennkraftmaschine angelaufen ist, steigt der Druck in der Förderleitung der Kraftstofzubringerpumpe und damit der Druck in. den Arbeitsräumen 25 und 30 derart an, daß bei Steigerung der Drehzahl von n1 bis n2 der Druck im Arbeitsraum 30 die Kraft der Feder 15 zu überwinden vermag, so daß sich der Verstellkolben 11 um den Weg a (Fug. 1) nach links bewegt, bis er am Boden 16 des Verstellkolbens 12 anstößt. Dabei wird der Nockenring 2 in der durch einen Pfeil I angedeuteten Drehrichtung des Teils 4 verdreht und der Spritzbeginn auf 0T zurückgestellt. Diese Spritzbeginneinstellung bleibt bis zur Drehzahl n3 erhalten. Erst bei weiterer Steigerung der Drehzahl von n3 bis n4 steigt der Druck in den Arbeitsräumen 25 und 30 so weit an, daß er ausreicht, den Kolben 12 zusammen mit dem an seinem Boden 16 anliegenden Kolben 11 entgegen der Kraft der vorgespannten Feder 19 bis zum Anschlagen des Stopfens 18 am Stopfen 20 um den Weg b nach rechts zu verschieben. Dabei wird der Nockenring 2 entgegen der Drehrichtung des Teils 4 verdreht und der Spritzbeginn um den Winkel ß vorgelegt.
- Bei sinkender Drehzahl wird der Spritzbeginn bei Erreichen der Drehzahl n3 auf 0T zurückgestellt und anschließend bei Erreichen der Drehzahl n1 um den Winkel a vorgelegt. Diese Spritzbeginneinstellung bleibt auch beim Stillstand der Maschine und bei einem nachfolgenden Startvorgang bestehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verstelleinrichtung für den Spritzbeginn bei Einspritzpumpen, insbesondere bei solchen, die einen die Förderbewegungen erzeugenden Nokkenantrieb haben, dessen im Pumpengehäuse gelagerter Teil zwecks Spritzbeginnverstellung relativ gegen seinen umlaufenden Teil verstellbar ist, mit zwei Verstellkolben, einem äußeren und einem in diesem verschiebbar geführten inneren, an denen der drehzahlabhängige Förderdruck einer Kraftstoffzubringerpumpe angreift, sowie mit zwei Federn, von denen die erste sich an beiden Verstellkolben abstützt und bestrebt ist, die Kolben in entgegengesetzter Richtung zu verschieben, während die zweite sich am äußeren Kolben abstützt und bestrebt ist, diesen entgegen dem Förderdruck der Kraftstoffzubringerpumpe zu verschieben, dadurch gekennzeichnet, daß nur die beiden Verstellkolbenarbeitsräume (25, 30), welche die sich an beiden Verstellkolben (11,12) abstützende erste Feder (15) zu verringern bestrebt ist, durch Kanäle (24, 26 bis 29) mit der Förderleitung der Zubringerpumpe unter Umgehung der diese erste Feder (15) enthaltenden Kammer (34) in Verbindung stehen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1094 047, 1094527.
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