DE1143566B - Schutzvorrichtung an gegenlaeufigen Walzen von Druckmaschinen, Kalandern u. dgl. - Google Patents
Schutzvorrichtung an gegenlaeufigen Walzen von Druckmaschinen, Kalandern u. dgl.Info
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- D21G—CALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
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- D21G5/005—Safety devices for calenders
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- B41F33/00—Indicating, counting, warning, control or safety devices
- B41F33/0018—Protection means against injury to the operator
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
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Description
- Schutzvorrichtung an gegenläufigen Walzen von Pruckmaschinen, Kalandern u. dgl. Die, Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung an gegenläufigen Walzen von Druckmaschinen u. dgl. mit im Gefahrenbereich parallel zu den Walzenachsen angeordneten Schaltkörpem, bei deren Betätigung die Stromzuführung zu den Antriebsmotoren unterbrochen wird.
- Es sind bereits eine Reihe von Sicherheitsvorrichtungen bekannt, die Unfälle an gegenläufig rotierenden Walzen verhindern sollen. So hat man beispielsweise schon vorgeschlagen, einer in einer Wirklage durch Rasten gehaltenen, schwenkbar gelagerten Schutzstange die Form eines leicht zu bewegenden Auslösekörpers zu geben, der einem Unterbrecherschalter derart zugeordnet ist, daß beim Verschwenken des Auslösekörpers eine Bewegung des Schalterstößels und damit das Ausschalten der Stromzuführung bewirkt wird. Bei dieser Sicherheitsvorrichtung sind jedoch, insbesondere wenn die Abschaltstange nach oben bewegt werden muß, erhebliche Massen zu verschwenken, wodurch naturgemäß die Empfindlichkeit und Ansprechgenauigkeit leidet. Wird die Schaltstange dagegen leichter ausgeführt, dann kann bei der einseitigen Anbringung des Schalters die Gefahr des Verwindens auftreten, d. h., die Vorrichtung spricht über den ganzen Schutzbereich nicht gleichmäßig an. Ein weiterer Nachteil der be- kannten Einrichtung ist darin zu sehen, daß die Sicherheitsvorrichtung nach dem Abschalten erst wieder von Hand in die Betriebsstellung gebracht werden muß. Außerdern besteht der Nachteil, daß sie den Zugang zu der von Zeit zu Zeit zu inspizierenden und bei der Walzeneinstellung zu beobachtenden Berührungsstelle der beiden Walzen sperrt. Schließlich ist noch hervorzuheben, daß jedu Schaltmechanik mittels Hebeln eine Schältverzögerung aufweist, weil der Kontaktschluß erst nach überwindung eines bestimmten Schwenkbereiches zustande kommt.
- Die vorliegende Erfindung geht von der überlegung aus, daß eine Schutzvorrichtung für die hier in Betracht gezogenen Maschinen, die lediglich das Ab- schalten der Antriebsmotorgn der mit hoher Massenträgheit behaftetenWalzen bewirkt, keinen ausreichenden Schutz gewährleistet. Es muß vielmehr, sobald der an den Wälzen tätige Arbeiter mit seiner Hand in den Bereich höchster Gefahr gelangt, momentan die Abschaltung der Maschine erfolgen, d. h., der Kornmandogeber muß möglichst zeitlos arbeiten. Gleichzeitig soll die natürliche, vom Gefahrenherd wegstrebende Reflexbewegung unterstützt werden. Dies kann nur gelingen, wenn unmittelbar am Gefahrenherd die Auslösung des Schutzkontaktes erfolgL Demgemäß besteht die vorliegende Erfindung darin, daß die stangenfönnigen Schaltkörper selbst über ihre ganze Länge als Kontaktgeber nach Art eines an sich bekannten Kontaktkabels ausgebildet und mit Tragschienen fest verbunden sind, welche, mittels Schwenkhebeln oder in Parallelführungen nachgiebig gelagert sind. Zweckmäßigerweise sind dabei von jeder Ge- fahrenstelle in der Nähe der Zylindermantelflächen zwei Kontaktgeber angeordnet, um auch auf aus nahezu entgegengesetzten Richtungen kommende Drücke ansprechön zu können.
- Durch diese Maßnahme kann die Schutzvorrichtung schon zu Beginn der den Abstand von der Schaltstange zur Walze vergrößernden Bewegung die Antriebsmotoren abschalten, so daß die Walzen zum Stillstand kommen, ehe sich die besondere Gefahren bildenden Graben gegenüber stehen. Zudem wird mit der Erfindung nicht nur die Schaltverzögerung beseitigt, sondern auch die Empfindlichkeit gegenüber bekannten Sicherheitsvorricht:ungen wesentlich erhöht und über die ganze Maschinenbreite gleichmäßig verteilt In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dei Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. 1 einen Querschnitt durch zwei gegenläufige Walzen mit der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung, Fig. 2 eine Einzelheit einer anderen Ausführung, Fig. 3 einen teilweisen Längsschnitt durch das Ende des Schaltkörpers, Fig. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV der Fig. 3. Vor der Berührungs-stelle der beiden ge-genläufigen Walzen 1, 2 sind vorzugsweise zwei Schaltkörper 3, 4 angeordnet. Diese bestehen, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, aus einem von Isolierkörpern 5 gefaßten Metallrohr 6, welches seinerseits wiederum von einem in einen Isolierschlauch, 7 eingezogenen schraubenförmig gewundenen Draht 8 unischlossen. und.zweckmäßigerweise mit einer Tragschiene 9 fest verbunden ist. Letztere dient dabei vorrielimlich dazu, ein Durchhängen der Über de ganze Maschinenbreite reichenden Schaltkörper zu verhindern, die aus Gründen des leichten Anspredwns leicht gebaut sein sollen. Drahtspirale 8 und Metall, rohr 6 sind in einem Niederspannungssteuerkreis 10 geschaltet, bei dessen Schließen der Hauptstromkreis 11 für den Antriebsmotor mittels eines Relais 12 unterbrochen wird. In den Steuerstromkreis sind feiner ein Signal. 23 und eine Kontrollampe. 24 geschaltet.
- Der Kontaktgebeer kann jedoch auch als Kurzschlußschalter im Stromkreis des Antriebsmotors angeordnet sein. Um die Kontakte vor Abbrand zu schützen kann für diesen Zweck der Hohlraum zwischen Schlauch 7 und Metallrohr 6 mit einem Löschmittel gefüllt -sein..
- Bei unbeabsichtigter Berührung des Schlauches 7 wird dieser mitsamt der Spirale verformt, gegen das Metallrohr 6 gedrückt und damit der Steuerstromkreis geschlossen. Dieser Vorgang spielt sich bereits bei der leisesten BerN:irung ab. Um nun darüber hinaus für den Fall, daß im Augenblick des Abschaltens die beiden Graben 13, 14 einander gegenüberstehen (Fig. 1) und infolge, des unvermeidbaren Nachlaufens der Walzen die Gefahr von Verletzungen besonders groß ist, eine zusätzliche Sicherheit zu schaffen, sind die Kontaktgeber auf Schwenkhebeln 15, 16 nachgiebig gelagert. Durch Druckfedern 17 werden diese während des Normalbetriebes gegen feste Anschläge 18, 19 gedrückt.
- In Fig. 2 ist eine andere Ausführung gezeigt, bei der an den Enden der Schaltstangen 20 Gleitsteine 21 angebracht sind, die in Kulissen 22 geführt sind. Die Gleitsteine 21 sind nachgiebig, beispielsweise mittels Federn, hydraulischer bzw. pneumatischer Stoßdämpfer u. dgl., gelagert. Die Füdern bzw. Stoßdämpfer sind dabei so abgestimmt, daß erst nach dem elektrischen Ausschalten ein Verschieben der Kontaktgeber eintritt. Auf diese Weise wird das Einklemmen der Finger zwischen Schaltkörper und Gruben verhindert. Die Empfindlichkeit der Kontaktgeber kann gege,benenfalls durch Auffüllen des Raumes zwischen Schlauch und Rohr mit einem inerten Gas verändert werden. An Stelle einer Drahtspirale kann auch ein aus Drahtlitzen und Textilfäden gemischtes Gewebe verwendet werden. Selbstverständlich kann statt der gezeigten zwei auch nur ein einziger Schaltkörper vor der Gefahrenzone angeordnet sein, wie im übrigen die Erflndung nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt ist.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Schutzvorrichtung an gegenläufigen Walzen von Druckmaschien, Kalandern u. dgl. mit im Gefahrenbewich parallel zu den Walzenachsen angeordneten Schaltkorpern, bei deren Betätigung die Stronmuführung zu den Antriebsmotoren unterbrochen wird, dadurch gekennzeichne4 daß die stangenförmigen Schaltkörper (3, 4) selbst über ihre ganze Länge als Kontaktgeber nach Art eines an sich bekannten Kontakthebels ausgebildet und mit Tragschienen (9) fest verbunden sirg welche mittels. Schwenkhebeln (15, 16) oder in Parallelführungen (20) nachgiebig gelagert sind.
- 2. Schutzvoirichtung nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor jeder Gefahrenstelle zwei Kontaktgeber (3, 4) angeordnet sind. 3. Schutzvorrichtung nach einem der Anspräche 1 und 2, dadurch gekennzeichpet, daß die Kontaktgeber aus einem von Iselierkörpern (5) gefaßten MetaHrohr (6), das. von einem in einen Isolierschlauch. (7) eingezogenen, schraubenförmig gewundenen Draht (8) umschlossen ist, bestehen. 4. Schutzvorrichtung nach einem der Anspräche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktgeber (3, 4) in einem Niederspannungssteuerkreis geschaltet ist, bei dessen Schließung der Hauptstromkreis mittels Relais (12) unterbrochen wird. 5. Schutzvorrichtung nach einem der Anspräche 1 bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung des Kmtaktgebers als Kurzschlußschalter im Stromkreis des Antriebsmotors. In Betracht gezogen-, Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 456 105.
Priority Applications (4)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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