DE1142917B - Verfahren und Anordnung zum frequenzspektralen Umsetzen einer amplituden- und phasenmodulierten elektrischen Schwingung - Google Patents
Verfahren und Anordnung zum frequenzspektralen Umsetzen einer amplituden- und phasenmodulierten elektrischen SchwingungInfo
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Description
C19124IXd/21a4
BEKANNTMACHUNG DER ANMELDUNG UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFT: 31. JANUAR 1963
Verfahren und Anordnung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum frequenz- zum frequenzspektralen Umsetzen
spektralen Umsetzen einer amplituden- und phasen- n r
modulierten elektrischen Schwingung der Form einer amplituden- und phasenmodulierten
a(t)cos[cot + f(t)] 5 elektrischen Schwingung
sowie eine Anordnung zur Durchführung dieses Ver-
fahrens.
Ein wichtiges Anwendungsgebiet für ein solches
Verfahren ist der Empfang von Einseitenbandsignalen Anmelder:
mit unterdrückter Trägerwelle Es ist bekannt daß bei " C ie Generale de Telegraphie sans FiI,
den üblichen Empfangsverfahren zur Demodulation r ° .
eines solchen Empfangssignals die Trägerwelle emp- Paris
fangsseitig wiederhergestellt wird, was voraussetzt,
daß ihre Frequenz genau bekannt ist. Wenn man Vertreter: Dipl.-Ing. E. Prinz
unterstellt, daß eine Verschiebung von 50 Hz nicht 15 und Dr. rer. nat. G. Hauser, Patentanwälte,
überschritten werden darf, muß bei einer Betriebs- München-Pasing, Bodenseestr. 3 a
frequenz von beispielsweise 50 MHz in jedem Steuersender eine Stabilität von 5 · 10~7 gewährleistet sein. Beanspruchte Priorität:
Wie schwierig dies ist, erkennt man daraus, daß im Frankreich vom 5. Juni 1958 (Nr. 767 216)
Flugverkehr durch den Dopplereffekt bei einer Ge- 20
schwindigkeit von 500 km/Std. und einer Betriebsfrequenz von 50 M Hz bereits eine scheinbare Frequenz-
schwindigkeit von 500 km/Std. und einer Betriebsfrequenz von 50 M Hz bereits eine scheinbare Frequenz-
änderung der Trägerwelle um 50 Hz hervorgerufen Eugene Oger, Paris,
wird. Neuerdings werden überdies für Einseitenband- ist als Erfinder genannt worden
verbindungen nach dem Coquelet-System Stabilitäten 25
von 3 Hz verlangt.
von 3 Hz verlangt.
Zur Lösung dieser Probleme werden bisher Norm- 2
frequenzen mit einer sehr großen Kanalzahl, z. B.
20000, von einem Präzisionsquarz abgeleitet. Dies Größe amplitudenmoduliert wird, derart, daß eine
erfordert eine komplizierte, teure und umfangreiche 30 Schwingung von der Form Ausrüstung. .. r ,.,
Das Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Ver- a(t)cos [wot + φ(ί)\
fahrens, das mit geringem schaltungstechnischem Auf- erreicht wird.
wand eine frequenzspektrale Umsetzung einer ampli- Da die Kreisfrequenz ω0 willkürlich wählbar ist,
tuden-und phasenmodulierten elektrischen Schwingung, 35 kann sie beispielsweise empfangsseitig erzeugt werden,
beispielsweise eines ohne Trägerwelle empfangenen Das umgesetzte Signal kann dann mit der gleichen
Einseitenbandes, in der Weise ermöglicht, daß die Kreisfrequenz, die mit dem künstlich erzeugten »Träger«
umgesetzte Schwingung die gleiche Form völlig identisch ist, ohne Schwierigkeit demoduliert
ö(/)cos[w0i + <j9(0] werden.
' v 40 Eine bevorzugte Anordnung zur Durchfuhrung
wie die ursprüngliche Schwingung hat, wobei aber der dieses Verfahrens kennzeichnet sich nach der Erfindung
Wert co0 völlig unabhängig vom ursprünglichen Wert ω dadurch, daß zwei Kanäle parallel an einen gemein-
und willkürlich wählbar ist. samen Eingang angeschlossen sind, dem die umzu-
N ach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß setzende Schwingung zugeführt wird, daß dei erste
eine erste elektrische Größe abgeleitet wird, die 45 Kanal Einrichtungen zur Erzeugung der ersten
proportional der zeitlichen Ableitung ■ - der Phasen- elektrischen Größe ~und einer mit dieser ersten
modulation ist, daß eine zweite elektrische Größe Größe frequenzmodulierten Schwingung enthält, daß
abgeleitet wird, die proportional der Amplitude [</(/)] der zweite Kanal Einrichtungen zur Erzeugung der
ist, und daß eine beliebige Frequenz (Träger) von der 50 zweiten elektrischen Größe [a{t)\ enthält und daß an
Kreisfrequenz CO0 mit der ersten elektrischen Größe die Ausgänge der beiden Kanäle ein Amplituden-
frequenzmoduliert und mit der zweiten elektrischen modulator in der Weise angeschlossen ist, daß darin
die im ersten Kanal gebildete frequenzmodulierte Schwingung durch die zweite elektrische Größe [α(ή]
amplitudenmoduliert wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnung erläutert. Diese zeigt das Blockschaltbild
einer zur Durchführung des Verfahrens geeigneten Anordnung.
Das in der Zeichnung dargestellte Blockschaltbild weist zwei parallele Kanäle auf. Im ersten Kanal sind
hintereinanderangeordnet: eine Amplitudenbegrenzer 1, eine Frequenzdiskriminator 2, ein Hochpaßfilter 3,
eine Frequenzmodulator 4, z. B. eine Blindwiderstandsröhre und ein Oszillator 5. Der zweite Kanal
enthält einen Amplitudendemodulator 7 und eine Korrekturschaltung 8. Die beiden Kanäle sind an
einen gemeinsamen Eingang 9 angeschlossen, dem die umzusetzende Schwingung zugeführt wird. Die Ausgänge
der beiden Kanäle sind mit den beiden Eingängen eines Amplitudenmodulators 6 verbunden.
Es sei angenommen, daß die Anordnung in einem : Empfänger zum Empfang von Einseitenbandsignalen
mit unterdrückter Trägerwelle verwendet wird und daß die Sendung unter folgenden Bedingungen stattfindet
:
Bedingungen erhält man am Ausgang des Oszillators 5 ein Signal folgender Form:
F6 = A2 cos [ω0 / + A-j k2 ψU)],
wobei A2, A1 und A2 Konstanten sind, die von den
Eigenschaften der Elemente abhängen, aus denen die verschiedenen Schaltungen aufgebaut sind. Man
wählt diese Konstanten so, daß A1 A2= 1, wobei diese
Bedingung nicht mit sehr großer Genauigkeit einge-
o halten werden muß. Dann erhält man am Eingang des Amplitudenmodulators 6 folgendes Signal:
F6 = ,4.COs
ψ U)].
Das Spektrum des Signals F3 ist also auf eine neue
Trägerwelle ω0 umgesetzt worden, die von ω unabhängig
und bekannt ist. Diese Trägerwelle steht im Belieben des Operators auf der Empfangsseite. Es
besteht kein Hindernis, daß sie sehr viel niedriger als die Trägerwelle ω gewählt wird, etwa in der Größen-Ordnung
von 100 kHz. Hierdurch werden die Bedingungen der relativen Stabilität der Empfangsanlage
im Verhältnis «/«„ herabgesetzt, so daß der Empfänger
verhältnismäßig einfach aufgebaut werden kann, da
Ein die Nachricht enthaltendes Niederfrequenz- as diese Wahl den Grundresonanzfrequenzen der piezosignal,
das übertragen werden soll, läßt sich stets in elektrischen Quarze entsprechen kann.
folgender Form schreiben:
V1 = a(t) cos φ(J),
wobeia(/) die Amplitude und ψ U)
Niederfrequenzsignals bedeutet.
Nach Umsetzung in dem Einseitenbandsender mit unterdrückter Trägerwelle erhält man das Signal
V2 = a(t) cos [cot + <p(t)],
wobei ω die Kreisfrequenz der Trägerwelle ist und auf der Empfangsseite möglicherweise nicht bekannt oder
nicht vollkommen bekannt ist. Es findet eine reine und einfache Verschiebung des Niederfrequenzsignals in das
Frequenzspektrum der Größe ω statt.
Dieses Signal wird in der Hochfrequenzstufe des Empfängers empfangen. Diese Stufe ist nicht dargestellt,
da sie in üblicher Weise ohne Besonderheiten ausgeführt ist. Am Ausgang dieser Stufe wird das
Es ist dann möglich, das Spektrum des Signals V2,
das das modulierte Einseitenbandsignal darstellt, wiederherzustellen, indem in dem Amplitudenmodudie
Phase des 3° lator 6 das Signal F6 mit Komponenten des Ampli-
tudenmodulationsspektrums a{i), die mittels des Amplitudendemodulators
7 abgetrennt worden sind, erneut moduliert wird. Eine Korrekturschaltung 8 ermöglicht
es, dieses Spektrum in die richtige Phase zu bringen. Wenn die relativen Phasen der Komponenten der
Spektren, die auf den beiden Kanälen erscheinen, beachtet werden, ergibt der Amplitudenmodulator 6
schließlich ein Signal
F7 = a U) cos [CO0/ + <pU)],
dessen Form derjenigen von F2 vergleichbar ist, jedoch
einer unterdrückten Welle mit der Kreisfrequenz co0
statt «j entspricht. Dieses Signal kann dann nach den
üblichen Verfahren leicht demoduliert werden, da es
Signal, das noch die Form F2 hat, in der Stufe 1 be- 45 vollständig bekannt ist.
grenzt. Es nimmt dann die folgende Form an: Es ist zu bemerken, daß sich die beschriebene An
grenzt. Es nimmt dann die folgende Form an: Es ist zu bemerken, daß sich die beschriebene An
ordnung für die frequenzspektrale Umsetzung jeder
V3 = A1COS[Wt + φ(ή],
wobei A1 eine Konstante ist. Man hat also die Amplitudenmodulation
unterdrückt. Dieses Signal wird dem Frequenzdiskriminator 2 zugeführt. An dessen Ausgang
hat es die Form
amplituden- und phasenmodulierten Welle der Form
a(t) cos[ojt + φ U)]
eignet, unabhängig von der Art und Weise, in der die
Man erkennt, daß F4 einen konstanten Ausdruck
Zc1CO enthält, den man mittels des Hochpaßfilters 3
unterdrückt. Am Ausgang dieses Filters erhält man daher eine Nachrichtenkomponente der Form
F -k άψ
Vb~kl "df"'
das vollkommen unabhängig von der Kreisfrequenz ω
der ursprünglichen Trägerwelle ist. Dieses Signal wird einer Anordnung zugeführt, die aus einem Frequenzmodulator
4 und einem damit gekoppelten Oszillator 5, dessen Ruhefrequenz <o0 ist, besteht. Unter diesen
Welle gebildet worden ist, und unabhängig von der Bedeutung der Ausdrücke a{t) und φ{ί)· Insbesondere
eignet sie sich zum Empfang von Signalen in Übertragungssystemen, in denen unabhängige Seitenbänder
mit Unterdrückung der Trägerwelle übertragen werden. Die Anordnung eignet sich auch zur Anwendung auf
der Sendeseite, da kein Hindernis besteht, a>0
> ω zu wählen.
Claims (7)
1. Verfahren zum frequenzspektralen Umsetzen einer amplituden- und phasenmodulierten elektrischen
Schwingung der Form
aU)cos[oj t + φ(ή],
dadurch gekennzeichnet, daß eine erste elektrische
Größe abgeleitet wird, die proportional der zeitlichen Ableitung (τ9-) der Phasenmodulation ist.
daß eine zweite elektrische Größe abgeleitet wird, die proportional der Amplitude [a(t)] ist, und daß
eine beliebige Frequenz (Träger) von der Kreisfrequenz (co0) mit der ersten elektrischen Größe
frequenzmoduliert und mit der zweiteh elektischen Größe amplitudenmoduliert wird, derart, daß eine
Schwingung von der Form
a(?)cos [ω0/ + q (t)]
erreicht wird.
erreicht wird.
2. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zwei Kanäle parallel an einen gemeinsamen Eingang (9) angeschlossen sind, dem die umzusetzende
Schwingung zugeführt wird, daß der erste Kanal Einrichtungen zur Erzeugung der ersten elektrischen
Größe (-.—) und einer mit dieser ersten Größe
frequenzmodulierten Schwingung enthält, daß der zweite Kanal Einrichtungen zur Erzeugung der
zweiten elektrischen Größe [α(ή] enthält und daß
an die Ausgänge der beiden Kanäle ein Ampitudenmodulator (6) in der Weise angeschlossen ist, daß
darin die im ersten Kanal gebildete frequenzmodulierte Schwingung durch die zweite elektrische
Größe [a(t)] amplitudenmoduliert wird.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Kanal der Reihe nach einen
Amplitudenbegrenzer (1), einen Frequenzdiskriminator (2), ein Hochpaßfilter (3), einen Frequenzmodulator
(4) und einen Oszillator (5) enthält und daß der zweite Kanal einen Amplitudendemodulator
(7) und eine Korrekturschaltung (8) enthält.
4. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie in einem Empfänger verwendet
ist.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie zum Empfang von Einseitenbandsignalen
oder von unabhängigen Seitenbändern mit unterdrückter Trägerfrequenz verwendet ist.
6. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie in einem Sender verwendet
ist.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einer beliebigen
der gewöhnlich angewendeten Modulationsformen betrieben ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 633 203, 740 120;
USA.-Patentschriften Nr. 1 942 561, 1 946 582.
Deutsche Patentschriften Nr. 633 203, 740 120;
USA.-Patentschriften Nr. 1 942 561, 1 946 582.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
309 507/224 1.63
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR1142917X | 1958-06-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1142917B true DE1142917B (de) | 1963-01-31 |
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ID=9643604
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC19124A Pending DE1142917B (de) | 1958-06-05 | 1959-06-04 | Verfahren und Anordnung zum frequenzspektralen Umsetzen einer amplituden- und phasenmodulierten elektrischen Schwingung |
Country Status (3)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1142917B (de) |
| FR (1) | FR1198177A (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1942561A (en) * | 1927-11-09 | 1934-01-09 | Rca Corp | Radio signaling system |
| US1946582A (en) * | 1932-02-10 | 1934-02-13 | Wired Radio Inc | Radio receiving system |
| DE633203C (de) * | 1933-02-03 | 1936-07-22 | Radio Electr Soc Fr | Empfangsanordnung fuer drahtlose Signale |
| DE740120C (de) * | 1940-05-27 | 1943-10-13 | Telefunken Gmbh | Anordnung zum wahlweisen Empfang amplitudenmodulierter bzw. frequenzmodulierter Schwingungen |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2784311A (en) * | 1952-03-21 | 1957-03-05 | Crosby Lab Inc | Suppressed-carrier reception |
| US2793349A (en) * | 1953-08-11 | 1957-05-21 | Murray G Crosby | Sideband transmitter |
| NL191812A (de) * | 1954-10-25 | |||
| NL191811A (de) * | 1954-10-25 | |||
| NL191810A (de) * | 1954-10-25 |
-
1958
- 1958-06-05 FR FR1198177D patent/FR1198177A/fr not_active Expired
-
1959
- 1959-05-21 US US814910A patent/US3046395A/en not_active Expired - Lifetime
- 1959-06-04 DE DEC19124A patent/DE1142917B/de active Pending
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1198177A (fr) | 1959-12-04 |
| US3046395A (en) | 1962-07-24 |
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