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DE1141799B - Piezoelektrischer Tonabnehmer zum Abtasten von zwei in einer Rille einer Schallplatte enthaltenen Aufzeichnungen - Google Patents

Piezoelektrischer Tonabnehmer zum Abtasten von zwei in einer Rille einer Schallplatte enthaltenen Aufzeichnungen

Info

Publication number
DE1141799B
DE1141799B DESCH25735A DESC025735A DE1141799B DE 1141799 B DE1141799 B DE 1141799B DE SCH25735 A DESCH25735 A DE SCH25735A DE SC025735 A DESC025735 A DE SC025735A DE 1141799 B DE1141799 B DE 1141799B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
elements
working
piezoelectric
piezoelectric pickup
groove
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DESCH25735A
Other languages
English (en)
Other versions
DE1801588U (de
Inventor
Friedrich Schumann
Lothar P Sengewitz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
F & H Schumann Ges Mit Beschra
Original Assignee
F & H Schumann Ges Mit Beschra
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by F & H Schumann Ges Mit Beschra filed Critical F & H Schumann Ges Mit Beschra
Priority to DESCH25735A priority Critical patent/DE1141799B/de
Publication of DE1141799B publication Critical patent/DE1141799B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; DEAF-AID SETS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
    • H04R17/00Piezoelectric transducers; Electrostrictive transducers
    • H04R17/04Gramophone pick-ups using a stylus; Recorders using a stylus
    • H04R17/08Gramophone pick-ups using a stylus; Recorders using a stylus signals being recorded or played back by vibration of a stylus in two orthogonal directions simultaneously

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Piezo-Electric Transducers For Audible Bands (AREA)

Description

  • Piezoelektrischer Tonabnehmer zum Abtasten von zwei in einer Rille einer Schallplatte enthaltenen Aufzeichnungen Für die Autwichnung von zwei Tonspuren in einer Schallplattenrille sind dynamische und magnetische Schneidgeräte bekanntgeworden, bei denen zur gegenseitigen Stabilisierung der Bewegungsrichtungen elektrische Gegenkopplungen angewandt werden. Man erreicht dadurch eine starke Dämpfung des unerwünschten übersprechens.
  • Es ist auch bekannt, eine solche elektrische Gegenkopplung für Tonabnehmer zur Verbesserung der Übersprechdämpfung zu verwenden. Für dynamische und magnetische Tonabnehmer bietet die Gegenkopplung keine besonderen Schwierigkeiten, da hier die aus dem Aufbau dynamischer Schneidgeräte ge- wonnenen Erkenntnisse anwendbar sind, bei piezoelektrischen Tonabnehmern muß man jedoch andere Wege gehen.
  • Die Erfindung betrifft einen piezoelektrischen Tonabnehmer zum Abtasten von zwei in einer Rille einer Schallplatte enthaltenen Aufzeichnungen unter Verwendung mechanischer und elektrischer Mittel zur Verbesserung der Übersprechdämpfung. Durch die elektrischen Mittel soll die restliche Miterregung der piezoelektrischen Elemente durch die ihnen nicht zugeordneten Schallaufzeichnungen kompensiert werden, die durch mechanische Mittel nicht mehr zu beherrschen sind.
  • Neben den gebräuchlichen stereophomischen Tonabnehmern mit elastischen Kopplungsgliedern richtungsabhängiger Nachgiebigkeit ist ein piezoelektrischer Abtaster bekanntgeworden, der bezüglich der Trennung der Schallaufzeichnungen als ein elektrisch arbeitendes System bezeichnet werden kann. Die Wirkungsweise dieses Tonabnehmers beruht auf der besonderen Schaltung und Aufteilung der leitenden Beläge der zu einer Einheit fest zusammengefügten piezoelektrischen Elemente, die eine Summen- oder Differenzbildung der erzeugten Wechselspannungen ermöglichen, so daß auf diese Weise der den übertragungskanälen nichtzugeordnete Spannungsanteil gelöscht worden kann. Diesem Tonabnehmer haftet jedoch der große Nachteil an, daß seine Arbeitsweise eine völlig starre Verbindung zwischen den Elementen selbst sowie zwischen den Elementen und der Abtastnadel verlangt, wodurch erhebliche Rückstellkräfte, auftreten können, die den sicheren Sitz der Abtastnadel in der Tonrille gefährden und zudem die Regulierung des Frequenzganges sehr erschweren.
  • Der erfindungsgemäße Tonabnehmer vermeidet die Nachteile, die anderen Systemen mit ausschließlich mechanischer oder elektrischer Trennuno, der Schallaufzeichnungen anhaften. Die Erfindung besteht darin, daß außer den Arbeitselementen zusätzliche piezoelektrische Elemente vorgesehen sind, deren geometrische Längsachsen parallel zu denen der Arbeitselemente liegen, und daß jedes der Dämpfungselementee einem Arbeitselement durch Lagerung in einer gemeinsamen Halterung mechanisch zugeordnet, elektrisch jedoch mit dem anderen Arbeitselement verbunden ist.
  • Die Erfindung wird nachstehend an Hand von Zeichnungen näher erläutert, von denen Fig. 1 a bis 1 c verschiedene bisher bekanntgewordene Ausführungsformen stereophonischer Tonabnehmer und Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Tonabnehmers mit vier Kristallelementen zeigen; Fig. 3 ist -eine schematische Darstellung der Gegenphasenschaltung der Kristallelemente, und Fig. 4 zeigt ein Doppeklement mit zwei Sätzen leitender Beläge.
  • Für die Abtastung von einspurigen, zweikanalig geschnittenen Schallplatten sind Kristalltonabnehmer bekanntgeworden, bei denen zwei parallel zueinander ausgerichtete Torsionsbieger 1, 2 durch ein Kopplungsglied 3 aus Kunststoff großer innerer Dämpfung nach Fig. 1 a im Rhythmus der den Kristalleleinenten jeweils zugeordneten Flankenschrift der Tonspur tordiert werden. Man kennt ferner für das Abtasten von zweikanalig geschnittenen Tonspuren Tonabnehmer, bei denen zwei dachförmig, rechtwinklig zueinanderstehende Längsbieger 4, 5 ausgelenkt werden. Das Kopplungsglied 6 besteht hier gleichfalls aus Kunststoff oder Gummi großer innerer Dämpfung (Fig. 1 b) oder aus einem festen Winkelstück 7 (Fig. 1 c), in dem die Biegeelemente unter Zwischenschaltung von dämpfenden Lagerteilen 8, 9 gelagert sind.
  • Da ein zusammenhängendes, aus stabfönnigen Abschnitten gebildetes elastisches Kopplungsglied, wie z. B. Teil 3 nach Fig. 1 a, bei seiner durch die Tonspur erzwungenen Auslenkung selbst unter günstigsten Voraussetzungen in Formgebung, Nachgiebigkeit, Gelenkwirkung der Stoßstellen der stabförmigen Abschnitte u. a. nicht in der Lage ist, die Miterregung des nicht beaufschlagten Elements restlos zu verhindern, ist der Möglichkeit einer Verbesserung der übersprechdämpfung mit mechanischen Mitteln eine Grenze gesetzt. Das liegt letzten Endes darin begründet, daß es weder stofflich noch gestaltungsmäßig gelingen kann, einen Körper herzustellen, der in. einer Richtung völlig starr ist, in der Richtung senkrecht dazu jedoch sozusagen eine absolute Nachgiebigkeit besitzt.
  • Zur einwandfreien Lokalisierung von Schallquellen, z. B. von Instrumenten in einem Orchester, sollte zwischen den beiden Kanälen eine Übersprechdämpfung von 20 dB vorhanden sein. Das ist allerdings eine Forderung, die sich, insbesondere ausgedehnt über den ganzen Übertragungsbereich, mit mechanischen Mitteln selbst unter Inkaufnahme eines schlechten Wirkungsgrades nur sehr schwer erfüllen läßt.
  • Um diese Grenze, der die mechanische Trennung zweier Schwingungskomponenten unterliegt, überspringen zu können, ist der erfindungsgemäße Tonabnehmer zur Neutralisierung der restlichen Fehlerregung der piezoelektrischen Elemente mit einer elektrischen Dämpfung versehen worden. Diese Dämpfung beruht darauf, daß das Zusammenschalten mechanisch gegenphasig, aber amplitudengleich und frequenzgleich erregter, gleichartiger piezoelektrischer Elemente zu einem Auslöschen der abgegebenen Spannungen führt.
  • Zwecks Nutzung dieses Effektes für die Veriesserung der übersprechdämpfung ist der Tonabnehmer, wie in Fig. 2 gezeigt ist, zusätzlich zu den Arbeitselementen 10, 12 mit zwei weiteren Dämpfungselementen 11, 13 ausgestattet, die, in Doppelrahmen bildende Halterungsabschnitte des Kopplungsgliedes 14 eingeschoben, derart paarweise zusammengefaßt sind, daß jedes Arbeitselement mit dem Dämpfungselement des anderen Arbeitselementes, also Element 10 mit 11 und Element 12 mit 13 mechanisch gekoppelt ist. Nun ist in der konstruktiven Gesaintausbildung des Tonabnehmers dafür gesorg daß sich die Drehpunkte 15,16, um welche die Halterungen der Elemente durch eine Auslenkung der Abtastnadel geschwenkt werden, zwischen den miteinander verkoppelten Elementen befinden, so daß die in den Halterungen zusanunengefaßten Elemente durch die Schwingungen der Abtastnadel gegenphasig ausgelenkt, und, da sie mit ihren anderen Enden fest im Tonabnehmergehäuse eingespannt sind, auch im umgekehrten Sinne verformt werden. Durch Wahl der Größe der Beläge hat man es in der Hand, die von den Dämpfungselementen abgegebene Spannung festzulegen. Schaltet man die Arbeitselemente und ihre Dämpfungselemente nach Fig. 3 elektrisch zusanunen, so daß Element 10 mit 13 und Element 12 mit 11 leitend verbunden ist, heben sich bei richtiger Bemessung der Beläge auf den Dämpfungselementen die gegenphasigen Wechselspannungen gegenseitig auf. Wird beispielsweise das Element 10 von der Abtastnadel ausgelenkt, so wird die unerwünschte Spannung des Elements 12, das über das Kopplungsglied erregt wird, durch das Dämpfungselement 11, das zusammen mit dem Element 10 schwing kompensiert. Die Nutzspannung des jeweiligen Arbeitselementes wird durch das entgegengeschaltete Dämpfungselernent unwesentlich geschwächt, weil dieses nur eine sehr geringfügige Verformung erfährt. Somit sind durch den erfindungsgemäßen Tonabnehmer die Voraussetzungen dafür gegeben, auch das durch mechanische Mittel nicht mehr zu beeinflussende Übersprechen auf elektrischem Wege weiter zu verringern, wodurch eine hohe übersprechdämpfung erzielt wird.
  • Aus räumlichen Gründen ist es zweckmäßig, die jeweils in einer gemeinsamen Halterung gelagerten piezoelektrischen Elemente zu einem Doppelelement zu vereinigen. Eine solche Anordnung ist in Fig. 4 für Torsionselemente gezeigt. Dabei ist der Belag 17 des Arbeitselementes größer ausgeführt als der Belag 18 des Dämpfungselementes.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Piezoelektrischer Tonabnehmer zum Ab- tasten von zwei in einer Rille einer Schallplatte enthaltenen Aufzeichnungen unter Verwendung mechanischer und elektrischer Mittel zur Verbesserung der übersprechdämpfung, dadurch gekennzeichnet, daß außer den Arbeitselementen zusätzliche piezoelektrische Elemente vorgesehen sind, deren geometrische Längsachsen parallel zu denen der Arbeitselemente liegen, und daß jedes der Dämpfungselemente einem Arbeitselement durch Lagerung in einer gemeinsamen Halterung mechanisch zujcordne-t, elektrisch jedoch mit dem anderen Arbeitselement verbunden ist.
  2. 2. Piezoelektrischer Tonabnehmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils durch eine gemeinsame Halterung miteinander gekoppelten Arbeits- und Dämpfungselemente beim Abtastvorgang gegenphasig verformbar sind. 3. Piezoelektrischer Tonabnehmer nach einem der Ansprüche, 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils in einer gemeinsamen Halterung gelagerten piezoelektrischen Elemente zu einem Doppelelement vereinigt sind. 4. Piezoelektrischer Tonabnehmer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei den piezoelektrischen Elementen die Be-läge der Arbeits- und Dämpfungselemente verschieden groß ausgeführt sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1073 762; »Telefunken-Zeitung«, Juni 1958, S. 75 bis 81. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1089 984.
DESCH25735A 1959-03-17 1959-03-17 Piezoelektrischer Tonabnehmer zum Abtasten von zwei in einer Rille einer Schallplatte enthaltenen Aufzeichnungen Pending DE1141799B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1073762B (de) * 1957-07-15 1960-01-21 Deutsche Grammophon Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg Tonabnehmer nach dem piezoelektrischen Prinzip zur gleichzeitigen Abtastung von Seiten- und Tiefenschrift
DE1089984B (de) 1957-11-13 1960-09-29 Electroacustic Gmbh Vorrichtung zur gleichzeitigen Aufzeichnung oder Abtastung zweier Tonspuren

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1073762B (de) * 1957-07-15 1960-01-21 Deutsche Grammophon Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg Tonabnehmer nach dem piezoelektrischen Prinzip zur gleichzeitigen Abtastung von Seiten- und Tiefenschrift
DE1089984B (de) 1957-11-13 1960-09-29 Electroacustic Gmbh Vorrichtung zur gleichzeitigen Aufzeichnung oder Abtastung zweier Tonspuren

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