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Verfahren und Anordnung zur Speicherung digitaler Informationen auf
Magnetbändern Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Speicherung digitaler Informationen
auf Magnetbändern, bei dem die einzelnen Informationskanäle auf mehreren neberfeinanderliegenderf
Spuren des Magnetbaildes aufgezeichnet werden.
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Bei solchem Verfahren ist es bekannt, in mindestens einer parallel
zu den Spuren der Informationskanäle verlaufenden Spur Steuersignale aufzuzeichnen,
deren Impulse die Grundfrequenz der Informationskanäle aufweisen. Die Aufzeichnung
solcher Steuersignale ist, für das Ablesen der einzelnen Infonnationskanäle, notwendig,
da diese durch das Verkanten des Magnetbandes beim Aufzeichnen und Ablesen gegenseitige
Phasenverschiebungen erleiden können. Diese können durch geeignete Mittel, z. B.
steuerbare Laufzeitketten, in Abhängigkeit von der Phasenverschiebung der Steuersignale
ausgeglichen werden. Bei bekannten Verfahren zur Speicherung digitaler Informationen
werden die Impulse einesSynchronisierkanals ohne Phasenverschiebung zu den Impulsen
der Informationskanäle aufgezeichnet. Beim Ablesen des in vorgegebener Richtung
laufenden Bandes erteilt man den Synchronisiersignalen zunächst eine voreilende
Phasenverschiebung gegenüber den Impulsen der Informationskanäle, und zwar um den
Betrag einer halben Impulsdauer. Aus den Flanken der Synchronisierimpulse abgeleitete
Nadelimpulse fallen dann etwa in die Mitte der Informationsimpulse und können zur
Abtastung derselben ausgenutzt werden. Bei Schräglauf des Magnetbandes durch Verkanten
kann so die ursprüngliche, gegenseitige Zeitlage der Impulse in den einzelnen Infonnationskanälen
dadurch wiederhergestellt werden. Bei der entgegengesetzten Bewegungsrichtung des
Magnetbandes, d. h. bei dessen Rückwärtslauf, würden die aus den Synchronisierimpulsen
abgeleiteten Nadelimpulse eine Phasenverschiebung in entgegengesetzter Richtung
der Zeitachse erhalten. Dadurch werden die Zeitpunkte der Abtastung- in der Weise
verschoben, daß sich der von den abgetasteten Kanälen abgeleitete Informationsinhalt
ändern kann. Das beschriebene Verfahren hat daher den Nachteil, daß die Magnetbänder
nur in der einen Bewegungsrichtung abgelesen werden können.
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Es besteht aber der Wunsch, bei auf Magnetbändern gespeicherten Informationen
zur Verringerung der Zugriffszeit in beiden Bewegungsrichtungen ablesen zu können.
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Synchronisierimpulse,um
eine halbe Impulsperiode verschoben, zu den Impulsen der I.nformationskanäle auf
dem Magnetband aufgezeichnet werden. Es entfällt dann die Notwendigkeit der zeitlichen
Verschiebung der Synchronisierimpulse um eine halbe Impulsbreite, so daß die Abtastung
von der Bewegungsrichtung unabhängig wird.
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An Hand der Figuren sollen die Verhältnisse beim bekannten Verfahren
und bei der Erfindung zur näheren Erläuterung miteinander verglichen werden.
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Die Fig. 1 und 2 zeigen die Verhältnisse bei dem geschilderten
bekannten Verfahren zur Speicherung von digitalen Informationen auf einem Magnetband.
In Fig. 1 ist die magnetische Aufzeichnung M der Informationskanäle Ki, K2
und des Synchronisierkanals T dargestellt, d. h., die gegenseitige Lage der
Impulse der einzelnen Kanäle erscheint so, wie sie längs der Banderstreckung
S gespeichert werden. Der Informationsinhalt der Nachrichtenkanäle Ki,
K2 besteht aus Impulsgruppen, die in kodierter Form z. B. aus 6 Bits
zusammengesetzt sind und deren Impulse aus einem Taktgenerator abgeleitet werden.
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Die Fig. 2 zeigt den zeitlichen Verlauf der Spannung U beim
Ablesen des Magnetbandes. Dabei ist den Impulsen des Synchronisierkanals T eine
Phasenverschiebung -
der halben Impulsdauer -r erteilt worden, damit durch die Flanken der Synchronisierimpulse
die »Bits« der Kanäle Ki und K2 im richtigen Zeitmaßstab wiederhergestellt werden.
Es besteht nämlich die Möglichkeit, daß beim Abspielen des
Bandes
dieses verkantet wird" wodurch die Impulse der Kanäle K, und K2 ihre gegenseitige
Lage verändern. Dadurch ändert sich auch der dem Band entnommene Informationsinhalt,
weil die Bitfolge nicht in der ursprünglichen Form erscheint.
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Die Phasenverschiebung des in Fig. 2 dargestellten, für die Abtastung
vorgesehenen Synchronisierkanals T hat zweckmäßig den Wert
wodurch die Flanken des Mäanders in die Mitte der Informationsimpulse fallen. Dadurch
werden diese Impulse auch bei einer etwa auftretenden Phasenverschiebung mit größtmöglicher
Sicherheit von den Flanken des Mäanders abgetastet.
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Die Abtastung ergibt sich durch den Mäander T der Fig. 2, von dessen
Flanken zu den Impulsen der in Fig. 1 dargestellten Kanäle strichpunktierte
Liniengezogen sind. An den Punkten al bzw. a2 bisfi bzw. f2 werden diese
Kanäle abgetastet. Das Ergebnis dieser Abtastung erscheint in Fig. 2, wodurch die
Punkte al bzw. a2 bis fi bzw. f2 die Kanäle Ki und K2 in vollkommener Ubereinstimmung
mit der ursprünglichen Phasenbedingung abgelesen werden.
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Man erkennt ohne weiteres, daß dies nur bei Ab-
lesen in der
einen Laufrichtung des Bandes gilt. Bei »Rückwärtslauf« des Bandes würde hingegen
die Zeitachse t in Fig. 2 die umgekehrte" Richtung besitzen und der Mäander T daher
durch die Phasenverschiebung um die Zeit -c weiter nach links gegenüber den
Signalen K, und K2 verschoben erscheinen. Der Abtastzeitpunkt al, a2 würde
daher ins Leere fallen, und der Abtastpunkt-fi,f2 würde das fünfte Bit ablesen,
während das sechste verlorengeht. Es besteht daher der Nachteil, daß das Band nicht
in beliebiger Laufrichtung ablesbar ist.
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Fig. 3 zeigt die Verhältnisse entsprechend Fig. 1
bei
einer Aufzeichnung gemäß der Erfindung. Der Informationsinhalt des Magnetbandes
kann sowohl in der Laufrichtung »vorwärts« als auch »rückwärts« abgelesen werden,
da die Synchronisierimpulse bereits auf dem Band um eine halbe Impulsbreite verschoben
aufgezeichnet sind. Zu diesem Zweck erfolgt die Phasenverschiebung des Synchronisierkanals
T bereits bei der Aufzeichnung der Kanäle, wodurch die Phasenverschiebung beira
Ablesen des Bandes entfällt. Zur Durchführqng des Verfahrens kann ein Multivibrator
vorgesehen sein, der Taktimpulse G von der halben Impulsdauer
erzeugt. Aus den Vorderflanken 1, 3, 5 usw--dieser Taktimpulse werden durch
bistabile Schalteinrichtungen die »Bits« der Informationskanäle K, und K2 abgeleitet,
während aus den Rückflanken 2, 4 usw. der Taktimpulse der Mäander des Synchronisierkanals
T erzeugt wird. Damit haben die Impulse des Synchronisierkanals T gegenüber den
»Bits« der Nachrichtenkanäle eine Phasenverschiebung im Betrag der halben Impulsdauer
die unabhängig ist von der Bewegungsrichtung des Bandes. Dieses kann daher in der
Laufrichtung »vorwärts« und »rückwärts« abgelesen werden.