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DE1141240B - Verfahren und Einrichtung zum Begrenzen der Hoechst-Durchgangsdrehzahl bei doppeltregulierten Kaplan-Turbinen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Begrenzen der Hoechst-Durchgangsdrehzahl bei doppeltregulierten Kaplan-Turbinen

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Publication number
DE1141240B
DE1141240B DEV14610A DEV0014610A DE1141240B DE 1141240 B DE1141240 B DE 1141240B DE V14610 A DEV14610 A DE V14610A DE V0014610 A DEV0014610 A DE V0014610A DE 1141240 B DE1141240 B DE 1141240B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
impeller
opening
stator
movement
cam
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV14610A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Werner Thuss
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JM Voith GmbH
Original Assignee
JM Voith GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JM Voith GmbH filed Critical JM Voith GmbH
Priority to DEV14610A priority Critical patent/DE1141240B/de
Priority to CH7486159A priority patent/CH378822A/de
Publication of DE1141240B publication Critical patent/DE1141240B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F03MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F03BMACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS
    • F03B15/00Controlling
    • F03B15/02Controlling by varying liquid flow
    • F03B15/04Controlling by varying liquid flow of turbines
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F03MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • F03B15/00Controlling
    • F03B15/02Controlling by varying liquid flow
    • F03B15/04Controlling by varying liquid flow of turbines
    • F03B15/06Regulating, i.e. acting automatically
    • F03B15/08Regulating, i.e. acting automatically by speed, e.g. by measuring electric frequency or liquid flow
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E10/00Energy generation through renewable energy sources
    • Y02E10/20Hydro energy

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Water Turbines (AREA)
  • Control Of Turbines (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zum Begrenzen der Höchst-Durchgangsdrehzahl bei doppeltregulierten Kaplan-Turbinen Wird eine Wasserturbine völlig entlastet, so erhöht sich ihre Drehzahl so lange, bis praktisch die gesamte, mit der antreibenden Flüssigkeit zugeführte Energie innerhalb der Turbine durch Reibungs- und Umsetzungsverluste vernichtet ist. Es stellt sich dabei im Beharrungszustand die sogenannte Durchgangsdrehzahl ein. In diesem Zustand wird affso nach außen kein nutzbares Moment abgegeben. Es wird nur ein vernachlässigbar kleiner Teil der Energie der Antriebsflüssigkeit zur überwindung der äußeren Verluste, wie Lagerreibungsverluste, Ventilationsverluste, gegebenenfalls Getriebeverluste usw., umgesetzt.
  • Die Verluste innerhalb einer Kaplan-Turbine und damit die Durchgangsdrehzahl einer solchen hängen bei gegebener Fall- und Saughöhe sehr stark von der jeweiligen öffnung, des Leitapparates und des Laufrades ab. Die maximale Durchgangsdrehzahl, die dabei überhaupt auftreten kann, stellt sich demzufolge bei einer bestimmten Kombination zwischen Leit- und Laufradöffnung ein. Diese gehört normalerweise nie zu den Zuordnungen zwischen Leit- und Laufradöffnung, die eingehalten werden müssen, um die Turbine im normalen Betriebsgebiet stets mit dem bestmöglichen Wirkungsgrad zu betreiben. Bei Einhaltung dieser »normalen« Abhängigkeit zwischen Leit- und Laufradöffnung bleibt die Durchgangsdrehzahl immer unter dem höchstmöglichen Wert. Da aber die Koppelung zwischen Leit- und Laufradöffnung nicht starr und zwangläufig ist, kann sich unter Umständen auch jede andere Kombination einstellen, also auch diejenige, bei der die Durchgangsdrehzahl ihren maximalen Wert erreicht. Mit Rücksicht auf die Folgen ist es daher allgemein üblich, die Turbine und vor allem den Generator konstruktiv für den Betrieb bei höchstmöglicher Durchgangsdrehzahl auszubilden. Da die maximale Durchgangsdrehzahl einer Kaplan-Turbine aber bis zum Dreifachen der Betriebsdrehzahl und sogar darüber ansteigen kann, hat dies den Nachteil, daß dadurch in den meisten Fäglen erhebliche Mehrkosten entstehen. Darum ist es das Bestreben, die der Berechnung von Turbine und Generator zugrunde zu legende Durchgangsdrebzahl mittels geeigneter Maßnahmen herabzusetzen. Hierfür gibt es neben der Entwicklung geeigneter Kaplanbeschaufelungen, bei denen - unter Erfüllung der im normalen Betriebsgebiet an sie gestellten Forderungen -die »maximale Durchgangsdrehzahl« möglichst niedrig, hegt, eine Reihe bekannter Maßnahmen.
  • So ist es z. B. bekannt, Elemente vorzusehen, die bei »Durchgang« der Turbine so in die Strömung eingeführt werden, daß sie zusätzlich deren Energie vernichten, so daß der Beharrungszustand schon bei niedrigeren Durchgangszahlen erreicht wird. Hierzu gibt es eine Reihe von Vorschlägen. Der Einsatz dieser Zusatzeinrichtungen, z. B. Bremsflügel, wird von dem mit steigender Drehzahl eintretenden Zuwachs der Fliehkraft gesteuert.
  • Ebenso ist es bekannt, den Generator bei Lastabfall durch Einschalten eines zusätzlichen Wasserwiderstandes zu belasten, bevor die höchste Drehzahl erreicht ist.
  • Eine weitere bekannte Maßnahme besteht darin-, zwischen Turbine und Generator eine Kupplung an-, zuordnen, die bei überdrehzahl automatisch gelöst wird, um dadurch den Generator abzukuppeln. Diese Maßnahme geht von der überlegung aus, daß bei Berücksichtigung der maximalen Durchgangsdrehzahl die höchsten zusätzlichen Kosten beim Generator auftreten.
  • AN diesen Maßnahmen haftet der wesentliche Mangel an, daß sie im gegebenen Augenblick versagen können. Aus diesem Grunde haben sie bisher keine große praktische Bedeutung gewinnen können.
  • Es ist daher zweifellos günstiger, zum Begrenzen der Durchgangsdrehzahl die hydraulischen Vorgänge in der Turbine selbst heranzuziehen. Wird in einem Schaubild bei gegebener Fall- und Saughöhe die Durchgangsdrebzahl in Abhängigkeit von der Leitradöffnung a, und von der Laufradöffnung 99 aufgetragen, so ist zu erkennen, daß in einem weiten Bereich der Leitradöffnung oberhalb eines Grenzwertes die Höhe der Durchgangsdrebzahl praktisch nur von der Laufradöffnung abhängL Die Durchgangsdrehzahl ist bei geschlossenem Laufrad verhältnismäßig niedrig, steigt aber mit wachsender Laufradöffnung sehr schnell zu einem Höchstwert an und fällt dann wieder ab. Der Höchstwert wird bei einem Laufradwinkel erreicht ' der im normalen Betriebsbereich zu einer Turbinenleistung gehört, die - von den jeweiligen Bedingungen abhängig - mehr oder weniger -unter der halben Volleistung, also schon im Teillastbereich liegt. Von dieser Tatsache wird zur Herabsetzung der maximal möglichen Durchgangsdrehzahl bereits in der Weise Gebrauch gemacht, daß die Laufradöffnung nach unten begrenzt, d. h. die kleinste einstellbare Laufradöffnung größer gewählt wird als die zur maximal möglichen Durchgangsdrehzahl gehörige Laufradöffnung. Je größer hierbei die Differenz ist, desto stärker wird die maximale Durcligangsdrehzahl herabgesetzt. Dabei ist aber in Kauf zu nehmen, daß der für Kaplan-Turbinen bezeichnende flache, Teillastwirkungsgrad:verlauf nur bis zu der gewählten kleinsten Laufradöffnung herab ausgenutzt werden kann und daß dann bei weiterer Lastsenkung längs der Propellerkurve dieser kleinsten Öffnung zu fahren ist, wodurch in diesem Bereich der Wirkungsgrad sehr stark abfällt, nämlich auf die für einfach geregelte Propellerturbinen gültigen Werte.
  • Dieser Weg zur Vermeidung der maximalen Durch-Crangsdre-lizahl ist vor Dem dann vertretbar, wenn in der Turbinenanlage mehrere Maschinen arbeiten, da sich dann der erwähnte Nachteil nur wenig auswirkt, weil in einem weiten Bereich eine, Anpassung an die anfallende Wassermenge durch Zu- und Abschalten einzelner Maschinen möglich ist.
  • In vielen Fällen ist dieser Weg aber nicht gangbar, z. B. dann, wenn nur eine oder zwei Türbinen vorhanden sind oder wenn aus irgendwelchen Gründen auf die bestmögliche Verarbeitung auch kleiner Wassermengen Wert gelegt wird. Auch weitere Fragen, wie z. B. die nach der Leerlaufwasse-rinenge, Synchronisation, Notschlußsteuerung usw., spielen eine Rolle.
  • Bei einer anderen bekannten Einrichtung soll eine zu starke Abweichung von der günstigsten ao,99-Zuordnung im Sinne einer zu großen Leitradöffnung oder einer zu großen Laufradöffnung zwecks Vermeidung instabiler Regelvorgänge unterbunden werden, die dadurch bedingt sind, daß die Leistung bei erheblichen Abweichungen im beschriebenen Sinn trotz weiteren Öffnens des Leitrades oder des Laufrades absinkt, weil der Wirkungsgrad infolge der ungünstigen a0,#p-Einstellung stärker absinkt, als der Durchfluß zunimmt. Bei dieser Einrichtung wird das öffnen des Leitrades nicht von der Bewegung der Laufradverstelleinrichtung selbst, sondern nur von der Stellung des zugehörigen Steuerkolbens abgeleitet. Diese Einrichtung ist daher nicht geeignet, das öffnen des Leitrades in Abhängigkeit von der jeweiligen Laufradöffnung auf einen eindeutigen Wert und mit genügender Zuverlässigkeit zu begrenzen (beispielsweise bei Undichtheit im Sperrventil bei einer hydraulisch betätigten Begrenzungseinrichtung), zumal die Begrenzung der Leitradöffnung zum Teil auch von der Schnelligkeit des eingeleiteten, direkt auf die Leitradverstollung wirkenden Regelvorganges abhängt. Bei den in der bekannten Einrichtung gezeigten Anordnungen kann außerdem durch Abheben der einseitig, auf einer Kurvenbahn geführten Rolle - sei es absichtlich oder durch Verklemmungen im Gestänge -, über die der Steuerkolben des Laufradstellmotors betätigt wird, jede beliebig große Leitradöffnung unabhängig von der jeweiligen Laufradöffnung eingestellt werden.
  • Ein weiterer bekannter Vorschlag betrifft eine Regeleinrichtung mit zwei vom Regler parallel betätigten Stellgliedern zur direkten Steuerung des Leitrad- und des Laufradstellmotors. Diese Regeleinrichtung bezweckt, höhere Durchgangsdrehzahlen, als sie bei normalem a"q)-Zusanimenhang zwischen den Stellungen des Leitapparates und des Laufrades auftreten, gänzlich zu vermeiden. Dies wird vorschlagsgemäß dadurch erreicht, daß Sperrvorrichtungen vorgesehen sind, die bei vorgegebener Stellung des Leitapparates ein weiteres Schließen des Laufrades und bei vorgegebener Stellung des Laufrades ein weiteres Öffnen des Leitapparates als bis zu der dem normalen ao,q#-Zusamme#nhang entsprechenden Stellung verhindern.
  • Nachteilig an dieser Einrichtung ist, daß die vorgeschrieben,en a,),99-Kurve, besten Wirkungsgrades nirgends überschritten werden kann, auch da nicht, wo es im Hinblick auf die Durchgangsdrehzahl zulässig bzw. wo es sogar erwünscht ist, z. B. beim Anfahren der Turbine oder bei Leistungsmessungen.
  • Zum Begrenzen der Höchst-Durchgangsdrehzahl bei doppeltregulierten Kaplan-Turbinen mit einem Regler, dessen Stellglied direkt nur auf die Steuerung des einen der beiden Stellmotoren für die Lauf- und Leitschaufelverstellung wirkt und wobei die Verstel-#ung des anderen Stellmotors von der Verstellbewegang des direkt gesteuertenTeils abgeleitet ist, schlägt nun die Erfindung vor, daß bei Erreichen vorgegebener, höchstens aber der Höchst-Durchgangsdrehzahl entsprechender Zuordnungen zwischen der Leitradöffnung und der Laufradöffnung infolge zu starken Voreilens der Leitrad-öffnungsbewegung bzw. der Laufrad-Schließbewegung das weitere öffnen bzw. Schließen zunächst verhindert wird und dann das weitere öffnen bezw. Schließen in Abhängigkeit von der nacheilenden Verstellbewegung des abhängig gesteuerten Stellmotors so lange auf vorgegebene, höchstens der Höchst-Durchgangsdrebzahl entsprechende Zuordnungen begrenzt wird, bis das Voreilen der Öffnungs- bzw. der Schließbewegung wieder ein zulässiges Maß angenommen hat.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zum Begrenzen der Höchst-Durchgangsdrehzahl hat insbesondere den Vorteil, daß die a0,99-Kurve besten Wirkungsgrades in begrenztem Maße über-schritten werden kann, was z. B. bei Leistungsmessungen und beim Anfahren der Turbine erwünscht ist. Gleichzeitig ist aber sicher gewährleistet, daß höhere Durchgangsdrehzahlen, als sie einem bestimmten, im voraus festgelegten Punkt entsprechen, nicht auftreten können. Durch einige Bemerkungen an Hand der Fig. 1 soll dies näher erläutert werden.
  • In Fig. 1 ist in einem Schaubild für eine bestimmte gegebene Fallhöhe in der üblichen Weise die Zuordnung von Laufradöffnung q-, und Leitradöffnung ao aufgetragen (Kurve 1), die im Beharrungszustand einzuhalten ist, um mit jeweils bestmöglichem Wirkungsgrad zu arbeiten. Ferner sind in diesem Schaubilld Linien konstanter Durchgangsdrehzahl (Kurven 11) eingetragen, wobei die Indizes 1, 2 ... an den einzelnen Kurven 11 das Verhältnis zur größtmöglichen Durchgangsdrebzahl, die mit wachsender Indexziffer abnimmt, kennzeichnen. Die größtmögliche Durchgangsdrehzahl nd".,# tritt bei der zum Punkt A gehörigen Kombination von Lauf- und Leitradöffnung auf, die zwar weit außerhalb der normalen Zuordnungen gemäß der Kurve 1 liegt, mit deren Vorkommen aber im allgemeinen gerechnet werden muß. Längs der Kurve 1 ändert sich die Durchgangsdrehzahl und erreicht im Punkt N ihren höchsten Wert. Wird die der Kurve I entsprechende a",#ü-Zuordnung nach der anschraffiierten Seite hin verlassen (unterschritteen), so erniedrigt sich die Durchgangsdrehzahl, wird sie nach der anderen Seite hin verlassen (Überschritten), so erhöht sich die Durchgangsdrehzahl.
  • Zur Vereinfachung wird im weiteren Verlauf mit Fall A bezeichnet, wenn der Regler direkt auf die Steuerung des Leitapparates wirkt und die Steuerung des Laufrades von der Verstellbewügung des Leitapparates abgeleitet wird, mit Fall B, wenn der Regler direkt auf die Steuerung des Laufrades wirkt und die Steuerung des Leitapparates von der Verstellbewegung des Laufrades abgeleitet wird.
  • Bei einer Regelung nach Fall A oder Fall B ist während der Regelungsvergänge ein kurzzeitiges Über- oder Unterschreiten der Kurve 1, in Fig. 1 durch die Kurven ap b, (Fall A) und a., b" (Fall B) angedeutet, nicht zu vermeiden. Die in Fig. 1 eingezeichnete Kurve Ill' stelle die obere Grenze dar, bis zu der die Kurve I bei Regelvorgängen normalerweise überschritten wird. Die maximale Durchgangsdrehzahl, die längs der Kurve III' auftritt, wird im Punkt P erreicht, dem Berührungspunkt der Kurve Ill' mit einer der Kurven konstanter Durchgangsdrehzahl der Kurvenschar 11, nämlich der Kurve 1111 Unterschreitungen der Kurve 1 führen zu Kombinationen zwischen (p und ao mit niedrigeren Durchgangsdrehzahlen und können daher unberücksichtigt bleiben.
  • Zweck der Erfindung ist es nun, bei einer Regelung nach Fall A oder Fall B solche Zuordnungen von Leit- und Laufradöffnung auszuschließen, die eine höhere Durchgangsdrehzahl ergeben, als sie dem Punkt P in Fig. 1 entspricht. Das wird erfindungsgemäß durch eine Begrenzungseinrichtung erreicht, die so ausgebildet ist, daß zu einer gegebenen Laufradöffnung das Leitrad nicht weiter geöffnet oder zu einer gegebenen Leitradöffnun"o", das Laufrad nicht weiter geschlossen werden kann als bis zu einer Grenzkurve 111 in Fig. 1. Diese Grenzkurve 111 muß den gemeinsamen Berührungspunkt P der Kurven 11, und Ill' enthalten und kann im übrigen zwischen den Verräufen nach den Kurven 11 und Ill' beliebig ge wählt werden, wobei die Kurve 113/ mit der Kurve 111, in einem weiten Bereich identisch ist und nur gemäß der horizontalen und vertikalen Tangente davon abweicht. Bei einer Begrenzung nach Kurve 11 3 ist die Durchgangsdrehzahl in einem großen Bereich, konstant gleich dem höchsten zulässigen Wert gemäß PunktP. Je stärker sich die Kurvelll dem Verlauf der Kurve Ill' annähert, desto kleiner wird der a.,rp-Bereich, in dem die höchste zulässige Durchgangsdrehzahl auftreten kann.
  • Wie schon erwähnt, ist der Mindestabstand zwischen den Kurven 1 und 111 bei der gewählten Regelungsart aus regeltechnischen Gründen gegeben. Zur Nachprüfung der Wirkungsgradgewährleistungen und des günstigsten Verlaufes der Kurve 1 werden häufig Messungen an der Turbine durchgeführt. Dazu ist es notwendig, daß die Kurve 1 der a"(P-Zuordnung besten Wirkungsgrades bei festgehaltener Laufradöffnung in gewissen Grenzen im Sinne größerer Leitradöffnungen überschritten wird. Diese Bedingung ist durch die Begrenzung nach Kurve III' erfüllt. In noch weiterem Maße kann ihr entsprochen werden, indem die tatsächliche Begrenzung in geeigneter Weise nach Kurve III gewählt wird. Auch für die Erfüllung der Bedingungen beim Anfahren ist bei der Wahl des Kurvenverlaufes 111 ausreichend Spielraum vorhanden.
  • Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens schlägt die Erfindung in zweckmäßiger Ausbildung eine Begrenzungseinrichtung vor, die zwei im Lauf- bzw. Leitradrückführgestänge angeordnete Kurvenscheiben und zwei am Steuergestänge für den Leit- bzw. Laufradstellmotor angelenkte, Stangen mit Rollen aufweist, von denen je eine Kurvenscheibe und eine Stange mit Rolle einander zugeordnet sind. Dabei wird nach einem weiteren Vorschlag die eine Stange mit dein Kolben des Leit- bzw. Laufradstellmotors unmittelbar verbunden und in diese Stange eine Druckfeder eingeschaltet, deren Nachgiebigkeit eine Übertragung zu großer Kräfte vom Stellkolben auf die Kurvenscheibe verhindert und eine solche Bewegun.o, zuläßt, die den Steuerkolben des Leit-bzw. Laufradstellmotors über einen Hebel im Sinne einer entlastenden Bewegung des Stellkolbens in Richtung auf seine Ruhelage steuert.
  • In weiterer zweckmäßiger Ausbildung sieht die Erfindung vor, die Begrenzungseinrichtung so au#szubilden, daß der abhängig gesteuerte Stellmotor über einen Hebel vom direkt gesteuerten Stellmotor gesteuert wird. Dieser Hebel ist mit dem Steuerkolben des abhängig gesteuerten Stellmotors verbunden und wird über zwei Rollen auf den Kurvenbahnen zweier Kurvenscheiben geführt, von denen die eine Kurvenscheibe im Steuergestänge des direkt gesteuerten Stellmotors an,- geordnet ist und in Abhängigkeit vom direkt gesteuerten Stelilmotor gesteuert wird, während die andere Kurvenscheibe in der Rückführung des abhängig gesteuerten Stellmotors angeordnet ist und in Abhängigkeit vom abhängig gesteuerten Stellinotor gesteuert wird. Dadurch, daß die Kurvenscheiben auf entgegengesetzten Seiten des Hebels angeordnet werden, wird erreicht, daß ein von der jeweiligen Zuordnung der Kurvenscheiben unabhängiges Verschwenken des Hebels nur in einer der beiden Drehrichtungen möglich ist. Dabei ist es zweckmäßig, die Rollen der Begrenzungseinrichtung mittels je einer Stange am Hebel anzulenken und sie durch die Kraft von am Hebel angreifenden Druckfedern mit den Kurvenscheiben in ständiger Wirkverbindung zu halten.
  • Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung wird die Anordnung der Kurvenbahnen so getroffen, daß durch ein Abheben der Rollen immer nur eine öff- nende Bewegung des Laufrades bzw. eine schließende Bewegung des Leitrades erfolgt. Dadurch ist in jedem Fall eine zwangläufige Begrenzung der aO'(P-Zuordnung und somit auch die Begrenzung der Durchgangsdrehzahl bis zu einer höchst zugelassenen Durchgangsdrehzahl sicher gewährleistet.
  • Nach einem anderen Vorschlag der Erfindung wird die Anordnung der Kurvenbahnen so getroffen, daß durch ein Abheben der Rollen immer nur eine schließende Bewegung des Laufrades bzw. eine öff- nende Bewegung des Leitrades erfolgt und daß ein Abheben der Rollen von den zugehörigen Kurvenbahnen nur bis zu weiteren zugeordneten Kurvenbahnen möglich ist, derart, daß eine, begrenzt schließende Bewegung des Laufrades bzw. begrenzt öffnende Bewegung des Leitrades zwar möglich, das Vorkommen einer zu kleinen Laufradöffnung bzw. zu großen Leitradöffnung aber dennoch sicher verhindert ist.
  • Arbeitet die Turbine in einem Bereich mit einer Leitradöffnung, die größer ist, als sie der horizontalen Tangente der Kurve II',/ in Fig. 1 entspricht, und ist der Leitapparat aus irgendwelchen Gründen nicht zu schließen, so erweist es sich als besonders zweckmäßig, eine geeignete Einrichtung vorzusehen, die gestattet, die Durchgangsdrehzahl wenigstens vorübergehend unabhängig von der Begrenzungseinrichtung auf den maximal zulässigen, dem Punkt P auf Kurve III in Fig. 1 entsprechenden oder einen niedrigeren Wert herabzusetzen.
  • Günstig ist z. B. die Anordnung an sich bekannter Einrichtungen wie Störflügel od. dgL, die ün Bedarfsfalle in die Strömung eingeschwenkt werden, oder das Einführen von Luft vor oder hinter dem Laufrad. Dadurch wird es möglich, die Begrenzungseinrichtung vorübergehend auszuschalten, dann das Laufrad zu schließen und damit die, Durchgangsdrehzahl unter gleichzeitiger starker Verringerung des Wasserdurchflusses wesentlich, nämlich bis etwa auf Betriebsdrehzahl, herabzusetzen.
  • Die Erfindung , ist in Ausführungsbeispielen in den Fig. 2a, 2b und 3 schematisch dargestellt und wird im folgenden an Hand der Figuren im einzelnen näher erläutert.
  • Fig. 2a zeigt das Schema eines Ausführungsbeispieles nach Fall A; Fig. 2b zeigt ein solches nach Fall B; Fig. 3 zeigt eine Variante zu Fig. 2 a und 2 b, wobei die eingezeichneten Pfeile für den Fall A die »Auf«-Bewegungsrichtung und für den Fall B die »Zu«-Bewegungsrichtung angeben.
  • In Fig. 2 a (Fall A) greift der Regler 1 über einen drehbar gelagerten Hebel 2 und eine Stange 3 im Punkt 4 des Hebels 5 an und wirkt über diesen auf den Steuerkolben 6 des Leitradstellmotors 7, der den Leitradregelring über die Kolbenstange 8 verstellt. An den Hebel 5 ist im Punkt 9 die Rückführstange 10 angelenkt. Die Kraftübertragung zwischen dem Steuerkolben 6 und dem LeitradsteHmotor 7 erfolgt hydraulisch über die Druckleitungen 11 und 12.
  • Von der Kolbenstange 8 des Leitradstellmotors 7 wird die 1.p-itradbewegung über den drehbar gelagerten Winkelhebel 13, die Stange 14 und die an ihr befestigte Kurvenscheibe 15 auf die Rolle 16 mit Stange 17 und von hier weiter auf den angelenkten Hebel 18 übertragen, der über eine Stange 19 mit dem Steuerkolben 20 des Laufradstellmotors 21 in Verbindung steht und diesen verstellt. Die Rückführung erfolgt über die Stange 22, den Winkelhebel 23, die Stange 24 und die an ihr befestigte Kurvenscheibe 25, die ihrerseits über die Rolle 26 und die Stange 27 am Gelenkpunkt 28 auf den Hebel 18 einwirkt. Die Kurvenbahnen 15 a und 25 a der Kurvenscheiben 15 und 25 sind so ausgebildet, daß der jeweilige Beharrungspunk#t mit der ao,99-Zuordnung gemäß der Kurve 1 (Fig. 1) übereinstimmt (der Einfachheit halber sind die Kurvenbahnen in den Schemata stets durch gerade Linien ersetzt).
  • Die bis hierher beschriebenen Teile entsprechen einer bekannten üblichen Regeleinrichtung, bei der die Laufradverstellung je nach der Geschwindigkeit, mit der die Leitradverstellung -eingeleitet wird, mehr oder weniger nacheilt, d. h. der Verstellvorgang a, (Fi,c, 1) mehr oder weniger von der Beharrungskurve 1 in Fig. 1 abweicht.
  • Zur Begrenzung dieser Abweichung sind nun gemäß der Erfindung an geeigneter steile der Laufradrückführung der beschriebenen Einrichtung, beispielsweise an der Stange 24, die Kurvensäheiben 29 und 30 angebracht. Diese sind so ausgebildet, daß sie über die Rollen 31 und 32 und die Stangen 33 und 34 die Bewegungsfreiheit des Hebels 5 so einschränken, daß bei der jeweiligen Laufradstellung durch den Regler keine größere Leitradöffnung bewirkt werden kann, als sie der vorgegebenen Kurve 111 in Fig. 1 entspricht.
  • Da die Begrenzung der Bewegungsfreiheit des Hebels 5 nur im Falle einer Steuerbewegung des Reglers im Sinne einer Öffnung des Leitapparates wirksam sein muß, wird im folgenden ein solcher Steuervorgang an Hand der Fig. 2 a beschrieben.
  • Bei Absinken der Drehzahl infolge Anstieges der Turbinenbelastung bewegt sich der Punkt 4 des Hebels 5 unter dem Einfluß des Reglers 1 in der durch den Pfeil angedeuteten Richtung nach oben. Dadurch schwenkt der Hebel 5 um den zunächst feststehenden Punkt 9 und bewegt den Steuerkolben 6 in Pfeilrichtung nach unten. Dieser gibt die Leitung 12 frei, und es fließt Drucköl auf die untere Seite des Kolbens des Leitradstellmotors 7, der über die Kolbenstange 8 das Leitrad in öffnendem Sinne verstellt. Mit der Bewegung des Leitrades wird über die Rückführstange 10 zugleich eine Aufwärtsbewegung (Pfeilrichtung) des Gelenkpunktes 9 eingeleitet, die über den Hebel 5 auf den Steuerkolben 6 übertragen wird und diesen in seine Ausgangs- bzw. Ruhestellung zurückführt. Die Einleitung des Steuervorganges durch den Hebel 5 kann zunächst nur so weit erfolgen, bis die Rolle 32 die Kurvenscheibe 30 berührt. Der Steuervorgang selbst dauert nur so lange, bis die Aufwärtsbewegung des Punktes 9 durch Berührung der Rolle 31 mit der Kurvenscheibe 29 begrenzt wird, wobei vorausgesetzt ist, daß die Steuerung des Leitrades so schnell erfolgt, daß beide Rollen 31 und 32 zum Anliegen an die Kurvenscheiben 29 und 30 kommen, ehe sich das Laufrad und somit auch die Kurvenscheiben 29 und 30 bewegt haben. In diesem Falle hat im Augenblick des Anliegens der beiden Rollen 31 und 32 an den Kurvenscheiben 29 und 30 der Hebel 5 auf Grund der Form der Kurvenscheiben 29 und 30 eine solche Lage, daß der Steuerkolben 6 in Ruhelage ist. Das Leitrad wird also nicht weiter geöffnet. Die seiner augenblicklichen Stellung zugehörige öffnung entspricht dem Wert, der sich für die Ausgangs-Laufradöffnung auf der Begrenzungskurve III in Fig. 1 ergibt. Ein überschreiten ist nicht möglich.
  • in Abhängigkeit von dem vorstehend beschriebenen Steuervorgang wird normalerweise inzwischen auch die, Verstellung des Laufrades eingeleitet sein. Dieser Vorgang geht in folgender Weise vor sich: Durch die öffnungsbewegung des Leitrades wird über den an der Kolbenstange 8 des Leitradstellmotors 7 angelenkten Winkelhebel 13 und die Stange 14 die Kurvenscheibe, 15 mit der Kurvenbahn 15 a nach rechts verschoben. Dadurch wird über die Rolle 16 die Stange 17 nach oben bewegt. Infolgedessen dreht sich der mit der Stange 17 verbundene Hebel 18 um den zunächst feststehenden Drehpunkt 28 und bewegt über die Stange 19 den Steuerkolben 20 in Pfeilrichtung abwärts, der damit den Zufluß des Drucköles zur Unterseite des Kolbens des Laufradstellmotors, 21 freigibt. Der Kolben des Laufradstellmotors 21 bewegt sich in Pfeilrichtung nach oben und öffnet über die Kolbenstange das Laufrad. Gleichzeitig bewegt der Kolben des Laufradstellmotors, 21 über die Stange 22 und den Winkelhebel 23 die Stange 24 und damit die an ihr befestigte Kurvenscheibe 25 mit der Kurvenbahn 25 a nach rechts. In Abhängigkeit von der jeweiligen Stellung und der Form der Kurvenscheibe 25 bzw. der Kurvenbahn 25 a wird über die Rolle 26 und die Stange 27 der Drehpunkt 28 der Stange 18 nach oben bewegt, wodurch über den Hebel 18 und die Stange 19 der Steuerkolben 20 des Laufradstellmotors 21 in. Richtung auf seine Ruhelage zu bewegt wird. Gleichzeitig mit der Stange 24 bewegen sich die an ihr angebrachten Kurvenscheiben 29, 30 nach rechts und verändern die Begrenzung der Leitradöffnung auf den Wert, der auf der Kurve 111 in Fig. 1 zu der veränderten Laufradstellung gehört.
  • Die Begrenzungseinrichtung 29, 30, 31, 32, 33, 34 verhindert somit einwandfrei, daß eine Kombination von Leitrad- und Laufradöffnung eingestellt werden kann, die nicht auf der anschraffierten Seite der Kurve 111 in Fig. 1 liegt. Die maximale, Durchgangsdrehzahl kann daher nicht höher sein, als dem Punkt P auf der Kurve 111 in Fig. 1 entspricht.
  • Zur Vermeidung der übertragung zu großer Kräfte durch die Rolle 31 auf die Kurvenscheibe 29 bei Steuerbewegungen in öffnendem Sinne des Leitrades ist in die Stange 33 der Begrenzungseinrichtung in zweckmäßiger Weise die Druckfeder 33a eingeschaltet, die gegebenenfalls auch eine solche Beweau , ng des Kolbens des Leitradstellmotors 7 zuläßt, durch die über den Hebel 5 der Steuerkolben 6 so bewegt wird, daß eine entlastende Bewegung des Kolbens des Stellmotors 7 in Richtung auf seine Ruhelage eingeleitet wird.
  • Die Lage des Hebels 18 im Steuergestänge für die Laufradverstellung ist dadurch festgelegt, daß die Rollen 16 und 26 durch die Druckfedern. 17 a bzw. 27a an die Kurvenbahnen 15a bzw. 25a der Kurvenscheiben 15 bzw. 25 angedrückt werden. Da- durch ist der Hebel 18 aber nur einseitig geführt, weshalb er durch einen Eingriff von außen oder durch Festsitzen einer der Führungen oder Gelenke in eine solche Lage gebracht werden kann, daß eine oder beide Rollen 16, 26 von den Kurvenbahnen 15 a, 25a der Kurvenscheiben 15, 25 abgehoben und dadurch -eine gesonderte Steuerbewegung des Laufrades hervorrufen wird. Eine solche darf aber keine überschreitung der Kurve 111 in Fig. 1 zur Folge haben, da dies eine höhere maximale Drehzahl zufieße, als sie dem Punkt P der Kurve 111 in Fig. 1 entspricht. In Fig. 2 a ist ein überschreiten der Kurve Ill dadurch ausgeschlossen, daß durch die geeignete Ausbildung der Steuerung ein Abheben der Rollen 16 und/oder 26 eine Steuerbewegung des Laufrades nur in öff- nendem Sinne hervorrufen kann.
  • Bei der für den Fall B geltenden schematisch dargestellten Ausführung nach Fig. 2b ist irn Unterschied zu Fig. 2 a der Hebel 5 direkt am Regler 1 angelenkt, wobei die Stangen 2 und 3 entfernt sind. Dies hat zur Folge, daß gleichgerichtet-- Bewegungen der Regler 1 in Fig. 2 a und 2 b einander entgegengesetzte Bewegungen der durch sie betätigten Steuergestänge bewirken. Im Gegensatz zu Fall A (Fig. 2 a) mit direkter Steuerung des Leitradstellmotors erfordert die Ausführung nach Fall B (Fig. 2 b) mit direkter Steuerung des Laufradstellmotors eine Begrenzung dann, wenn der Regler die Turbine schließen will. Die genau gleiche Anordnung und Ausführung sämtlicher Teile der Begrenzungseinrichtung in den Fig. 2 a und 2 b setzt für ein Wirksamwerden der Begrenzungseinrichtung in beiden Fällen gleiche Bewegungsrichtung des Steuergestänges bei entgegengesetzter Reglerbewegung voraus. Diese Voraussetzung ist durch vorstehend beschriebene direkte Anlenkung des Hebels 5 am Regler 1 in Fig. 2b im Unterschied zur Ausführung nach Fig. 2 a erfüllt. Eine Bewegungsrichtung des Steuergestänges in öffnendem Sinne nach Fig. 2 a entspricht somit einer Bewegungsrichtung des Steuergestänges in schließendem Sinne nach Fig. 2b. Die vorhergehende Beschreibung de-, Vorganges für Fall A nach Fig. 2 a gilt nunmehr sinngemäß auch für den Vorgang nach Fig. 2 b (Fall B). Dies bezieht sich auch auf das Steuergestänge für den indirekt gesteuerten Teil, hier also des Leitrades, wobei jetzt aber im Falle eines Abhebens der Rollen 16 und/oder 26 eine zusätzliche öffnende Bewegung des Leitrades vermieden bzw. begrenzt werden muß.
  • Eine Möglichkeit, das Abheben der Rollen 16 und/oder 26 von den Kurvenbahnen 15 a bzw. 25 a der Kurverischeiben 15 bzw. 25 zu verhindern oder wenigstens auf einen kleinen Wert zu begrenzen, ist in Fig. 3 gezeigt, wo die Kurvenscheiben 15' und 25' in entsprechender Weise mit Kurvenbahnen 15 a' und 15b" bzw. 25a' und 25b' versehen sind. Diese Ausführung der Kurvenscheiben 15' und 25' kann sowohl für den Fall A als auch für den Fall B Anwendung finden. Vorzuziehen ist jedoch die Lösung nach Fig. 2a und 2b, weil bei ihr die Möglichkeit vorhanden ist, durch einen gesonderten Eingriff jede Kombinationa, und 99 auf der anschraffierten Seite der KurveIll zu verwirklichen, was für besondere Betriebszustände (z.B. Schwallsteuerung) unter Umständen von Vorteil oder sogar notwendig ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPROCHE- 1. Verfahren zum Begrenzen der Höchst-Durchgangsdrehzahl bei doppeltregulierten Kaplan-Turbinen mit einem Regler, dessen Stellglied direkt nur auf die Steuerung des einen der beiden Stellmotoren für die Lauf- und Leitradschaufelverstellung wirkt und wobei die Verstellung des anderen Stellmotors von der Verstellbewegung des direktgesteuerten Teiles abgeleitet ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei Erreichen vorgegebener, höchstens aber der Höchst-Durchgangsdrehzahl entsprechender Zuordnungen zwischen der Leitradöffnung (a.) und der Laufradöffnung (q» infolge zu starken Voreilens der Leitrad-Öff nungsbewegung bzw. der Lauf rad-Schließbewegung das weitere öffnen bzw. Schließen zunächst #Ühindert wird und dann das weitere öffnen bzw. Schließen in Abhängigkeit von der nacheilenden Verstellbewegung des abhängig gesteuerten Stellmotors, so lange auf vorgegebene, höchstens der Höchst-Durchgangsdrehzahl entsprechende Zuordnungen begrenzt wird, bis das Voreilen der Öffnungs- bzw. der Schließbewegung wieder ein zulässiges Maß angenommen hat. 2. Begrenzungseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach An-sprach 1, gekennzeichnet durch zwei im Lauf- bzw. Leitradrückführgestänge angeordnete Kurvenscheiben (29, 30) und zwei am Steuergestänge für den Leit- bzw. Laufradstellmotor (7 bzw. 21) angelenkte Stangen (33, 34) mit Rollen (31, 32), von denen je eine Kurvenscheibe und -eine Stange mit Rolle einander zugeordnet sind. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Stange (33) mit dem Kolben des Leit- bzw. Laufradstea, Motors (7 bzw. 21) unmittelbar verbunden und in dieser Stange eine Druckfeder (33 a) eingeschaltet ist, die durch ihre Nachgiebigkeit eine übertragung zu großer Kräfte vom Stellkolben auf die Kurvenscheibe (29) verhindert und gegebenenfalls eine solche Bewegung des Stellkelbens zuläßt, die über einen Hebel (5) den Steuerkolben (6 bzw. 20) des Leit-bzw. Laufradstellmotors (7 bzw. 21) im Sinne einer entlastenden Bewegung des Stelilkolbens in Richtung auf seine Ruhelage, steuert. 4. Einrichtung nach einem der Ansprüche, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der abhängig gesteuerte Stellmotor (21) vom direkt gesteuerten Stellmotor (7) über einen Hebel (18) gesteuert wird, der mit dem Steuerkolben (20 bzw. 6) des abhängig gesteuerten Stellmotors (21 bzw. 7) verbunden und über zwei Rollen (16, 26) auf den Kurvenbahnen (15a, 25a) zweier Kurverischeiben. (15, 25) geführt ist, von welchen die eine Kurvenscheibe (15) im Steuergestänge des direkt gesteuerten Stellmotors (7) angeordnet und in Abhängigkeit vom direkt gesteuerten Stellmotor gesteuert, die andere (25) in der Rückführung des abhängig gesteuerten Stellmotors (21) angeordnet und in Abhängigkeit vom abhängig gesteuerten Stellmotor (21) gesteuert ist, und welche auf entgegengesetzten Seiten des Hebels (18) angeordnet sind, so daß ein von der jeweiligen Zuordnung der Kurvenscheiben (15, 25) unabhängiges Verschwenken des Hebels (18) nur in einer Drehrichtung möglich ist. 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (16, 26) mittels je einer Stange (17, 27) am Hebel (18) angelenkt und durch die Kraft von am Hebel (18) angreifenden Druckfedern (17a, 27a) mit den Kurvenscheiben (15, 25) in ständiger Wirkverbindung gehalten sind. 6. Einrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenbahnen (15a, 25a) so angeordnet sind, daß ein Abheben wenigstens einer der Rcillen (16, 26) immer eine öffnende Bewegung des Laufrades bzw. eine schließende Bewegung des Leitrades steuert. 7. Einrichtung nach Ansprach 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvonbahnen (15 a', 25 a') so angeordnet sind, daß ein Ab- heben wenigstens einer der Rollen (16, 26) immer eine schließende Bewegung des Laufrades bzw. eine öffnende Bewegung des Leitrades steuert und daß das Abheben durch je eine weitere Kurvenbahn (15 b', 25 b') so begrenzt ist, daß eine zu kleine Laufradöffnung bzw. zu große Leitradöffnung sicher verhindert ist. 8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, gekennzeichnet durch eine an sich bekannte zusätzliche Einrichtung, wie z. B. einen Störflügel, eine Vorrichtung zum Zuführen von Luft od. dgl., die beim Ausschalten der Begrenzungseinrichtung die Durchgangsdrehzahl so weit herabsetzt, daß höhere Durchgangsdrehzahlen über einen vorgegebenen Wert sicher verhindert sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 345 042; deutsche Auslegeschrift, Nr. 1027 989. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1048 839.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE345042C (de) *
DE1027989B (de) * 1955-07-15 1958-04-10 Escher Wyss Gmbh Regeleinrichtung an einer Kaplanturbine
DE1048839B (de) 1957-03-21 1959-01-15 Voith Gmbh J M Einrichtung zur Begrenzung der Drehzahlsteigerung bei ploetzlicher Abnahme der Belastung von Stroemungsmaschinen, insbesondere von Kaplan-Turbinen

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