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Schaltungsanordnung zum quantitativen Lesen bei magnetischen Speicherkernen
Gegenstand der Patentanmeldung S 60452 IXc/42m ist eine Schaltungsanordnung zum
quantitativen Lesen des Informationsinhaltes eines magnetischen Speicherkerns, der
durch dessen magnetischen Zustand dargestellt wird. Es handelt sich dabei um Speicherkerne,
die verschiedene Magnetisierungsstufen einnehmen können. Das Verfahren liefert aus
mehreren Zeichenelementen bestehende Kodezeichen, und zwar Binärkodezeichen, die
jeweils den ermittelten Magnetisierungsstufen entsprechen. Das in der erwähnten
Patentanmeldung angegebene Verfahren hat den Vorzug, unmittelbar beim Ablauf seiner
Verfahrensschritte nacheinander sehr schnell die einzelnen Zeichenelemente des sich
ergebenden Kodezeichens zu liefern, welche sofort nach ihrer Ermittlung in anderen
Einrichtungen weiterverarbeitet werden können.
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Der Grundgedanke dieses Verfahrens ist darin zu sehen, daß zur Ermittlung
und kodierten Darstellung des magnetischen Zustandes eines Speicherkerns diesem
nacheinander verschieden große Ummagnetisierungsimpulse zugeführt werden, die jeweils
Ummagnetisierungen um so viele Stufenanzahlen zur Folge haben, wie sie dem größten,
dem zweitgrößten usw. bis zu dem kleinsten Stellenwert der vorgesehenen kodierten
Darstellung zugeordnet sind, daß ferner, falls der Urnmagnetisierungsimpuls für
eine Ummagnetisierung bis zum Sättigungszustand oder weniger ausreicht, die seiner
Größe zugeordnete Kodezeichenstelle in einer Ausgabeeinrichtung markiert wird und
daß jeweils bei einem Größersein des Ummagnetisierungsimpulses die vor der Ummagnetisierung
im Speicherkern vorvorhandene Information infolge der Ausspeicherung in weitere
magnetische Hilfskerne zur weiteren Abfrage erhalten bleibt. Handelt es sich hierbei
um die binär kodierte Darstellung des magnetischen Zustandes, so gehört zum kleinsten
Stellenwert eine Ummagnetisierung um eine Stufe, zum nächstgrößeren eine Ummagnetisierung
um zwei Stufen, zum dazu nächstgrößeren eine Ummagnetisierung um vier Stufen usw.
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Durch die Erfindung ergibt sich nun eine Variante und zugleich eine
weitere Ausbildung dieses Verfahrens. Vielfach ist es erwünscht, beim Lesen des
gesuchten Informationsinhaltes unmittelbar ein Kodezeichen in einer Darstellungsweise
zu erhalten, bei der auch eine Überwachungsmöglichkeit auf die Richtigkeit des erhaltenen
Zeichens besteht. Für diesen Zweck empfiehlt es sich z. B., Kodezeichen nach dem
Kode »2 von 5« zu verwenden. Die dazugehörigen Kodezeichen haben stets fünf Zeichenelemente.
Die Zeichenelemente können hier jeweils einen von zwei verschiedenen Zuständen bezeichnen,
also z. B. ob eine Markierung vorgenommen worden ist oder nicht. Wenn. das Kodezeichen
»2 von 5« richtig ist, enthält es z. B. gerade zwei Zeichenelemente, die eine Markierung
bezeichnen, während die anderen drei Zeichenelemente das Fehlen einer Markierung
bezeichnen. Enthält es mehr oder weniger als zwei Zeichenelemente, die eine Markierung
bezeichnen, so ist das Zeichen sicher falsch. Es gibt insgesamt zehn verschiedene
derartige Kodezeichen nach dem Kode »2 von 5«.
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Durch die erfindungsgemäße weitere Ausbildung des in der Hauptpatentanmeldung
angegebenen Leseverfahrens ergeben sich beim Lesen an Stelle von Kodezeichen nach
dem Binärkode Kodezeichen nach dem beschriebenen Kode »2 von 5«, und zwar werden
auch in diesem Fall unmittelbar beim Ablauf der einzelnen Verfahrensschritte sehr
schnell die einzelnen Zeichenelemente geliefert.
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Da beim Kode »2 von 5« zehn verschiedene Kodezeichen zur Verfügung
stehen, kann das erfindungsgemäße Verfahren zum Lesen von zehn Magnetisierungsstufen
verwendet werden. Es ist dadurch gekennzeichnet, daß zur Gewinnung von Kodezeichen
nach dem Kode »2 von 5«, die diesen zehn Magnetisierungsstufen zugeordnet sind,
in fünf aufeinanderfolgenden Lesetakten um sieben, vier, drei, zwei Stufen und zuletzt
um eine Stufe ummagnetisiert wird und daß außerdem am Ende des ersten oder zweiten
Lesetaktes, je nachdem, bei welchem dieser beiden Lesetakte
als
erstem die Ummagnetisierung den Sättigungszustand nicht überschritt, oder sofern
der Sättigungszustand bereits bei den ersten beiden Lesetakten überschritten wurde,
am Ende der Lesetakte zwei und drei dem als nächsten umzumagnetisierenden Magnetkern
ein einer Magnetisierungsstufe entsprechender Zusatzimpuls, welcher den Ummagnetisierungsimpulsen
entgegengerichtet ist, zugeführt wird.
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Die Fig. 1 zeigt eine Schaltungsanordnung, mit der das erfindungsgemäße
Verfahren abgewickelt werden kann. Die Fig. 2.1 bis 2.10 zeigen Tabellen, in denen
die aufeinanderfolgenden Verfahrensschritte angegeben sind, die sich ergeben, wenn
die verschiedenen Informationsinhalte gelesen werden.
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Zunächst wird an Hand der in Fig. 1 dargestellten Schaltungsanordnung
die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung im einzelnen erläutert. Es sei bemerkt,
daß diese Schaltungsanordnung völlig der in Fig. 1 der Hauptpatentanmeldung dargestellten
entspricht. Sie ist jedoch für die durch sie auszuführende Funktion etwas weiter
ausgestaltet. Der AbfragekernA besitzt hier außer den Wicklungen I und II noch die
Wicklung III. Ferner weist die Wicklung II eine zusätzliche Unterteilung auf. Da
hier Kodezeichen mit fünf Zeichenelementen zu liefern sind, hat schließlich noch
die Ausgabeeinrichtung hier fünf anstatt vier Klemmen.
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Als eigentlicher Informationsspeicher dient hier wie bei der in der
Hauptpatentanmeldung dargestellten Schaltungsanordnung der Speicher D. Er besitzt
die Eingabewicklung I, die Abfragewicklung II und die Ausgabewicklung III. Als Quelle
für die einzuspeichernden Impulse dient der Impulsgenerator PG. Wenn er über den
Kontaktp an die Eingabewicklung I angeschaltet ist, so werden Impulse eingespeist.
Zu Beginn des Einspeichervorganges muß sich der Speicherkern D in dem einen magnetischen
Sättigungszustand befinden. Wenn mehrere unter sich gleiche Impulse zugeführt werden,
so wird der Magnetisierungszustand in Stufen entsprechend der Zahl dieser Impulse
verändert. Da nur zehn Magnetisierungsstufen vorgesehen sind, werden höchstens zehn
Impulse zugeführt. Es könnte auch an Stelle von mehreren Impulsen jeweils ein einziger
in solcher Größe zugeführt werden, daß eine gleich große Ummagnetisierung erreicht
wird.
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Außer dem Speicherkern D sind noch die Hilfskerne Hl, H2 und H3 vorgesehen.
Die Eingabewicklung I des Hilfskerns Hl kann über den Arbeitskontakt s13 an die
Ausgabewicklung III des Speicherkerns D angeschlossen werden. Über den Kontakt s14
kann die Eingabewicklung I an die Spannung U1 gelegt werden, wodurch der Hilfskern
in den einen magnetischen Sättigungszustand gebracht wird. Der Hilfskern Hl hat
außerdem noch die Abfragewicklung II und die Ausgabewicklung III. In der gleichen
Weise wie der Hilfskern Hl dem Speicherkern D ist der Hilfskern H2 dem Hilfskern
Hl zugeordnet und über einen Kontakt, hier den Arbeitskontakt n31, an den Hilfskern
Hl anschaltbar. Der Hilfskern H3 ist in der gleichen Weise dem Hilfskern H2 zugeordnet.
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Außerdem ist noch der bereits erwähnte Abfragekern A vorhanden. Er
dient zur Erzeugung von Abfrageimpulsen in der benötigten größenmäßigen Abstufung.
Außerdem liefert er gegebenenfalls die Zusatzimpulse. Der Abfragekern besitzt die
Wicklungen I, Il und 111. Die Wicklung I kann über die Kontakte s01 und s02
an die Spannungen UI oder Um
gelegt werden. Wird er abwechselnd an diese beiden
Spannungen gelegt, so wird er jedesmal von dem einen magnetischen Sättigungszustand
in den jeweils anderen gebracht. Die gesamte Wicklung II, welche als Ausgabewicklung
dient, liefert daher jedesmal, wenn die Wicklung I z. B. an die Spannung
Um gelegt wird, einen Impuls mit bestimmter Größe und Richtung. Schwankungen
der Spannung Um haben dabei, sofern die Spannung Um überhaupt so groß
ist, daß eine vollständige Ummagnetisierung bewirkt wird, auf den gelieferten Impuls
insofern keinen Einfluß, als dabei in jedem Fall an der Sekundärseite das Integral
von Impulsamplitude über die Impulsdauer konstant bleibt. Für die Impulsgröße ist
dieses Integral maßgebend. Die Ausgabewicklung II hat mehrere Anzapfungen. An diesen
kann man Impulse entnehmen, die kleiner sind als der von der gesamten Ausgabewicklung
gelieferte Impuls. Durch geeignete Wahl dieser Anzapfungen kann man diesen kleineren
Impulsen die gewünschte Größe geben. Über die Kontakte s12, s22, s32, s42
und s52 können jeweils bestimmte Abschnitte der Ausgabewicklung an die Verteilerleitung
v gelegt werden. Die Abschnitte der Ausgabewicklung sind so groß gemacht worden,
daß sie Abfrageimpulse der vorgesehenen Größe liefern können. Über den Kontakt s12
werden gegebenenfalls Abfrageimpulse geliefert, die eine Ummagnetisierung um sieben
Magnetisierungsstufen hervorrufen. Über den Kontakt s22 werden gegebenenfalls Abfrageimpulse
geliefert, die eine Ummagnetisierung um vier Magnetisierungsstufen hervorrufen.
In entsprechender Weise werden über die Kontakte s32, s42 und s52 Abfrageimpulse
geliefert, die eine Ummagnetisierung um drei, zwei Magnetisierungsstufen bzw. eine
Magnetisierungsstufe hervorrufen. Über die Kontakte s11, s21, s31 und s41 können
an die Verteilerleitung v in beliebiger Weise die Abfragewicklungen der anderen
Kerne, also der Kerne D, Hl, H2 und H3, angeschlossen werden. Durch Betätigung
dieser Kontakte s12 ... s52 und s11 ... s41 ist also eine beliebige Zuteilung
von Abfrageimpulsen gewünschter Größe an die Kerne D, Hl, H2 und H3 möglich.
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In den Stromkreis, in dem die Wicklung Il des Abfragekerns A liegt,
ist auch ein Relais R der Steuereinrichtung N eingefügt. Seine Aufgabe wird im folgenden
beschrieben: Nach Verbindung der Wicklung 1I des Abfragekerns A mit der Wicklung
Il des Speicherkerns D oder einer Wicklung II der Hilfskerne HI bis H3 wird, wie
bereits erwähnt, dem betreffenden Kern zur Ummagnetisierung ein Ummagnetisierungsimpuls
vom Abfragekern A zugeführt. Für den Ablauf der Ummagnetisierung selbst gibt es
nun zwei verschiedene Möglichkeiten. In dem ersten Betriebsfall reicht der Ummagnetisierungsimpuls
für eine vollkommene, bis in den Sättigungszustand gehende Ummagnetisierung des
Speicherkerns bzw. Hilfskerns nicht aus. In diesem Fall ist während der gesamten
Dauer des Ummagnetisierungsimpulses in dem von ihm durchlaufenen Stromkreis die
Induktivität des Speicher- bzw. Hilfskerns wirksam und verhindert, daß die Amplitude
des Ummagnetisierungsstroms eine bestimmte Höhe überschreitet. In dem zweiten Betriebsfall
ist der Ummagnetisierungsimpuls größer, als zum Erreichen des Sättigungszustandes
erforderlich wäre, so daß nach der erreichten vollkommenen Ummagnetisierung des
Speicher- bzw. Hilfskerns der Ummagnetisierungsimpuls immer noch weiter ansteigt.
Beim Erreichen des magnetischen Sättigungszustandes des Speicher-bzw. Hilfskerns
hört die Änderung des Magnetflusses
auf, und die vorher induzierte
Gegenspannung in der Wicklung II des Speicher- bzw. Hilfskerns verschwindet. Infolgedessen
nimmt die Stromstärke des Ummagnetisierungsimpulses nun einen wesentlich größeren
Wert an. Dieser Umstand kann dazu ausgenutzt werden, um ein in diesen Stromkreis
eingefügtes Schaltmittel zum Ansprechen zu bringen. In der Schaltung gemäß Fig.
1 ist dies das zur Steuereinrichtung N gehörende Relais R. In dem zuerst betrachteten
Betriebsfall bekommt das Relais R Fehlstrom und im zweiten Betriebsfall Ansprechstrom.
An Stelle eines Relais kann auch ein anderes, entsprechend wirkendes und geeignetes
Schaltmittel verwendet werden. Der Abfragekern weist noch die Ausgabewicklung III
auf, welche zur Lieferung von Zusatzimpulsen dient. Diese Impulse können dieser
Wicklung entnommen werden, wenn die Wicklung I über den Kontakt s01 an die Spannung
U1 gelegt wird. Wenn gleichzeitig der Kontakt s03 geschlossen ist, so gelangen die
von Wicklung III gelieferten Zusatzimpulse auf die Verteilerleitung v.
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Durch die Steuereinrichtung N werden im Verlauf eines Lesevorganges,
abhängig von den aus den Kernen abgelesenen Informationen, jeweils zwei der zu ihr
gehörenden Kontakte n1, n2, n33, n43 und n 5
betätigt, wodurch
also bei Anlegen einer Spannung an diese Kontakte an den Klemmen 7, 4, 3,
2, 1 der Ausgabeeinrichtung jeweils zwei der fünf Zeichenelemente nach dem
Kode »2 von 5« markiert sind. Über die Kontakte n1, n2, n33, n43 und n5 wird im
gegebenen Fall die Spannung n an die betreffenden Klemmen angelegt. Ist die betreffende
Klemme potentialfrei, so möge dies das Zeichenelement 0 bedeuten, und weist sie
- die Spannung U auf, so möge dies das Zeichenelement L bedeuten. Das Zeichenelement
L
möge einer Markierung der betreffenden Klemme entsprechen. Wie bereits erwähnt,
müssen daher jeweils zwei Zeichenelemente L auftreten. Zur Steuereinrichtung N gehören
außerdem noch die Kontakte n31, n32, n41 und n42. Ihre Bedeutung
wird bei der Beschreibung der Funktion der Leseeinrichtung angegeben. Auch die Kontakte
s01, s02, s03, s11... s41, s12 ... s42, s13 und s14
werden durch die Steuereinrichtung N betätigt und dienen dazu, den Funktionsablauf
in der Leseeinrichtung zu steuern.
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Nunmehr wird der Funktionsablauf bei einem Lesevorgang beschrieben.
Es möge in dem Speicherkern D eine Einspeicherung vorgenommen sein, die z. B. zehn
Nummernscheibenimpulsen entspricht. Es hat daher im Speicherkern D eine Ummagnetisierung
von dem einen magnetischen Sättigungszustand aus um zehn Magnetisierungsstufen stattgefunden.
Dieser Informationsinhalt ist nun aus dem Speicherkern abzulesen und in Form eines
Kodezeichens »2 von 5« durch entsprechende Markierung der Klemmen 7, 4,
3,
2 und 1 der Ausgabeeinrichtung darzustellen. Zu diesem Zweck sind
durch die Steuereinrichtung N die bei der Leseeinrichtung vorhandenen Kontakte in
der richtigen Reihenfolge zu betätigen.
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Der Lesevorgang findet in mehreren Takten statt. Zu Beginn des Lesevorganges
mögen sich der Abfragekern A und die Hilfskerne Hl bis H3 in dem magnetischen Sättigungszustand
befinden, der durch Anlegen der Spannung U1 über die Kontakte s01, s14, n32 und
n42 hergestellt werden kann. Beim ersten Takt wird im Verlauf des Lesens
dem Speicherkern D zunächst ein Ummagnetisierungsimpuls zugeführt, der eine Ummagnetisierung
um sieben Stufen vornehmen kann. Dazu werden die Kontakte s11, s12 und s02 geschlossen.
Über die Kontakte s11 und s12 ist die Abfragewicklung 1I des Speicherkerns D an
die gesamte Wicklung II des Abfragekerns A angeschlossen. Diese gesamte Wicklung
1I liefert beim Schließen des Kontaktes s02 einen Abfrageimpuls, der sieben Ummagnetisierungsstufen
entspricht. Durch das Schließen des Kontaktes s02 wird die Wicklung I des Abfragekerns
A an die Spannung Um gelegt, wodurch der Abfragekern ummagnetisiert
wird. Der dabei entstehende Abfrageimpuls beeinflußt den Speicherkern D und nähert
dessen magnetischen Zustand um sieben Magnetisierungsstufen dem einen Sättigungszustand,
der aber in diesem angenommenen Beispiel nicht erreicht wird, da vorher eine Ummagnetisierung
um zehn Magnetisierungsstufen vorgenommen worden war. Der magnetische Zustand des
Speicherkerns D ist also noch um drei Magnetisierungsstufen von diesem Sättigungszustand
entfernt. Das Relais R der Steuereinrichtung N erhält daher Fehlstrom und spricht
nicht an. Die dem ersten Lesetakt zugeordnete, mit der Ziffer 7 bezeichnete Klemme
wird daher in der Ausgabeeinrichtung mit Hilfe des Kontaktes n1, der infolge des
Nichtansprechens des Relais R, gesteuert von nicht näher zu erläuternden Schaltvorgängen
in der Steuereinrichtung N, in Arbeitsstellung geht, an die Spannung U gelegt und
damit markiert. Damit ist das erste Zeichenelement des gesuchten Kodezeichens ermittelt.
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Vor dem eben beschriebenen Abfragevorgang für den Speicherkern D wurde
von der SteuereinrichtungN über den Kontakt s13 eine Verbindung zwischen seiner
Ausgabewicklung III und der Eingabewicklung I des Hilfskerns Hl hergestellt. Wenn
bei der Übertragung von Magnetisierungsimpulsen von einem Speicherkern zu einem
anderen keine Verluste auftreten würden, könnte man die Speicherkerne sowie ihre
einander entsprechenden Wicklungen unter sich gleichmachen. Zur Berücksichtigung
der in Wirklichkeit vorhandenen Verluste hat man gewisse Abweichungen vorzusehen.
Beim Ummagnetisieren des Speicherkerns D wurde zugleich der Hilfskern Hl mit ummagnetisiert,
und zwar um genau so viele Magnetisierungsstufen wie der Speicherkern D. Da bei
dem vorstehend beschriebenen ersten Takt des Lesevorganges der dem Speicherkern
D zugeführte Ummagnetisierungsimpuls nicht größer war, als er zum Erreichen des
magnetischen Sättigungszustandes sein müßte, was von der Steuerrichtung N infolge
des Nichtabfalls des Relais R festgestellt werden konnte, wird die bei der Ummagnetisierung
des Speicherkerns D in den Hilfskern Hl gleichzeitig eingegebene Information für
das weitere Leseverfahren nicht mehr benötigt. Der Kontakt s13 wird daher von der
Steuereinrichtung wieder geöffnet, und durch vorübergehendes Schließen des Kontaktes
s14 wird die Spannung U1 vorübergehend an die Wicklung 1 des Hilfskerns Hl gelegt,
wodurch dieser wieder in seinen ursprünglichen Sättigungszustand zurückversetzt
wird. Durch vorübergehendes Schließen des Kontaktes s01 wird dann auch der Abfragekern
A wieder in seinen ursprünglichen magnetischen Sättigungszustand zurückversetzt.
Da bei der vorher im Verlauf des Lesens stattgefundenen Ummagnetisierung der Sättigungswert
nicht überschritten wurde, ist ein Zusatzimpuls, der genau einer Magnetisierungsstufe
der Speicherkerne entspricht, zu liefern, und zwar dem Magnetkern, dem der nächste
Abfrageimpuls zuzuführen ist. Da sich
der beim nächsten Takt des
Lesevorganges zu lesende Informationsrest im Speicherkern D befindet, ist dieser
Zusatzimpuls dem Speicherkern D zuzuführen. Dies geschieht dadurch, daß während
der Zurücksetzung des Abfragekerns A in seinen ursprünglichen magnetischen Sättigungszustand
die Kontakte s03 und s11 geschlossen sind. Die Wicklung III des Abfragekerns liefert
während dieses Vorganges den benötigten Zusatzimpuls. Der magnetische Zustand des
Speicherkerns D ist danach statt um drei nunmehr um vier Magnetisierungsstufen von
seinem in Frage kommenden Sättigungszustand entfernt.
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Nun wird der zweite Takt des Lesevorganges abgewickelt. Diesmal werden
zunächst die Kontakte s11, s22, s13 geschlossen. Danach wird der Kontakt s02 geschlossen.
Der diesmal dem Speicherkern D zugeführte Abfrageimpuls ist, da er nur von einem
Teil der Wicklung II des Abfragekerns A geliefert wird, kleiner als beim ersten
Takt, und zwar entspricht er diesmal vier Ummagnetisierungsstufen. Da der Speicherkern
D nur noch eine Ummagnetisierung in Höhe von vier Ummagnetisierungsstufen benötigt,
um den magnetischen Sättigungszustand zu erreichen, tritt kein überschüssiger Ummagnetisierungskern
auf, da ja der von der Wicklung III des Abfragekerns A gelieferte Impuls gerade
mit dem Erreichen des Sättigungszustandes sein Ende erreicht. Das Relais R der Steuereinrichtung
N erhält daher nur Fehlstrom und spricht daher auch bei diesem zweiten Takt des
Lesevorganges nicht an. Die Klemme, die mit Ziffer 4 bezeichnet ist, wird daher
in der Ausgabeeinrichtung mit Hilfe des Kontaktes n2 an die Spannung
U gelegt und damit markiert. Der Kontakt s22 wird wieder geöffnet und ebenso
der Kontakt s02. Auch während des Abfragevorganges für den Speicherkern D war dessen
Ausgabewicklung III über den Kontakt s13 mit der Eingabewicklung I des Hilfskerns
Hl verbunden, so daß sein Informationsinhalt dorthin übertragen wurde. Es war jedoch
auch diesmal der Ummagnetisierungsimpuls nicht größer als die vor diesem Impuls
vorhandene Information. Es wird daher auch diesmal die in den Hilfskern Hl übertragene
Information nicht mehr benötigt. Er wird daher nach Öffnen des Kontaktes s13 durch
vorübergehendes Schließen des Kontaktes s14 wieder in seinen ursprünglichen magnetischen
Sättigungszustand zurückversetzt. Auch beim nächsten Abfragevorgang ist daher der
Speicherkern D abzufragen. Ein Zusatzimpuls ist nicht zu liefern.
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Dieser Abfragevorgang erfolgt im Verlauf des dritten Taktes des Lesevorganges.
Zunächst werden die Kontakte s11, s13 und s32 geschlossen. Beim Schließen des Kontaktes
s02 wird dem Speicherkern D ein Abfrageimpuls zugeführt, der drei Ummagnetisierungsstufen
entspricht. Der Speicherkern D ist nun aber bereits bis zur Sättigung ummagnetisiert.
In diesem Fall ist daher der Abfrageimpuls größer, als es notwendig wäre, diesen
Sättigungszustand zu erreichen. Es spricht daher das Relais R an, weshalb der Kontakt
n33 nicht geschlossen wird. Es wird daher die Klemme 3 nicht markiert. Da beim Abfragen
der Magnetisierungszustand des Speicherkerns D nicht verändert wurde, bleibt auch
der Magnetisierungszustand des Hilfskerns H1, dessen Wicklung I mit der Wicklung
III des Speicherkerns D während des Abfragens über den Kontakt s13 verbunden war,
unverändert. Da während dieses Taktes das Relais R angesprochen hatte, wird der
Kontakts 14 nicht vorübergehend geschlossen. Ein Zusatzimpuls ist diesmal
nicht zu liefern.
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Beim nächsten Takt des Lesevorganges ist daher der Hilfskern Hl abzufragen.
Diesmal wird über den Kontakt s21 die Wicklung II des Hilfskerns Hl an die Verteilerleitung
v gelegt. Außerdem wird über den Kontakt n31 seine Wicklung III mit der Wicklung
II des Hilfskerns H2 verbunden. Der Abfrageimpuls wird diesmal über den Kontakt
s42 geliefert und ist so groß, daß er eine Ummagnetisierung um zwei Magnetisierungsstufen
hervorrufen kann. Da aber der Hilfskern Hl noch in seinem ursprünglichen Sättigungszustand
ist, tritt keine Änderung seines Magnetisierungszustandes ein. Das Relais R spricht
daher auch bei diesem Takt an. Die Klemme 2 der Ausgabeeinrichtung wird nicht markiert.
Ein Zusatzimpuls ist diesmal nicht zu liefern.
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Beim nächsten und letzten Takt des Lesevorganges ist der Hilfskern
H2 abzufragen. Es wird daher über den Kontakt s31 die Wicklung 1I dieses Hilfskerns
an die Verteilerleitung v gelegt. Da es sich um den letzten Takt handelt, ist es
nicht notwendig, die Wicklung I des Hilfskerns H3 an die Wicklung III des Hilfskerns
H2 anzuschließen, auch ein Zusatzimpuls ist nicht zu liefern. Der Abfrageimpuls
wird diesmal über den Kontakt s52 geliefert und ist so groß, daß er eine Ummagnetisierungum
eine Ummagnetisierungsstufe hervorrufen kann. Da der Hilfskern H2 ebenfalls noch
in seinem ursprünglichen Sättigungszustand ist, trittkeine Änderung seines Magnetisierungszustandes
ein. Das Relais R spricht daher auch bei diesem Takt nicht an. Die Klemme
1 der Ausgabeeinrichtung wird nicht markiert.
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Bei diesem Beispiel für einen Lesevorgang entsprach der in einem Hilfskern
zeitweilig zu speichernde Informationsinhalt gerade null Magnetisierungsstufen.
Bei anderen Beispielen wird dies nicht der Fall sein, woraus die Notwendigkeit des
Vorhandenseins dieser Hilfskerne hervorgerufen wird. Beim nächsten Beispiel wird
von einer Ummagnetisierung im Speicherkern D ausgegangen, die die Größe von neuen
Magnetisierungsstufen hat.
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Der erste Takt wickelt sich genauso ab wie beim vorher betrachteten
Beispiel für einen Lesevorgang. Am Ende dieses Taktes wird dem Speicherkern D daher
ebenfalls ein Zusatzimpuls zugeführt. Er weist dann eine resultierende Ummagnetisierung
auf, die drei Magnetisierungsstufen entspricht. Die Klemme 7 wird im Verlauf dieses
Taktes markiert.
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Der zweite Takt liefert dagegen ein anderes Ergebnis als beim vorher
betrachteten Beispiel. Zunächst werden Kontakte s11, s13, s22 und s02 geschlossen.
Damit wird dem Speicherkern D ein Abfrageimpuls zugeführt, der eine Ummagnetisierung
um vier Magnetisierungsstufen vornehmen kann. Dieser Ummagnetisierungsimpuls ist
demnach größer, als er zu sein brauchte, um eine Ummagnetisierung bis zum Sättigungszustand
zu erzielen. Es spricht daher bei diesem Takt das Relais R an. Die Klemme 4 wird
daher diesmal nicht markiert. Ein Zusatzimpuls ist auch diesmal beim zweiten Takt
nicht zuzuführen. Nach Abschluß dieses Taktes befindet sich in dem Hilfskern Hl
die vorher im Speicherkern D vorhanden gewesene Information. Der Kontakt s14 wurde
im Verlauf dieses Taktes nicht geschlossen.
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Beim dritten Takt ist der Hilfskern Hl abzufragen. Es werden die Kontakte
s21, n31 und s02 geschlossen, so daß der Hilfskern Hl einen Abfrageimpuls um
drei
Magnetisierungsstufen bewirken kann. Der Hilfskern Hl weist nun gerade eine Magnetisierung
von drei Stufen auf .Daher reicht diesmal der zugeführte Abfrageimpuls nur für eine
Ummagnetisierung bis zum ursprünglichen Sättigungszustand aus. Das Relais R erhält
lediglich Fehlstrom und spricht demnach nicht an. Die Klemme 3 der Ausgabeeinrichtung
wird markiert. Die während der Ummagnetisierung in den Hilfskern H2 übertragene
Information wird durch vorübergehendes Schließen des Kontaktes n32 wieder gelöscht.
Ein Zusatzimpuls wird während dieses Taktes nicht geliefert.
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Beim vierten Takt ist der Abfrageimpuls wieder dem Hilfskern H1 zuzuführen.
Diesmal werden die Kontakte s21, s42, n31 und s02 geschlossen. Der Abfrageimpuls
kann diesmal eine Ummagnetisierung um zwei Magnetisierungsstufen hervorrufen. Der
Hilfskern H1 war nun beim vorhergehenden Takt bereits in seinen ursprünglichen Sättigungszustand
versetzt worden. Daher kommt diesmal das Relais R zum Ansprechen. Die Klemme 2 wird
daher nicht markiert. Auch diesmal wird kein Zusatzimpuls geliefert. Der Magnetisierungszustand
des Hilfskerns H2 wird beim Abfragen des Hilfskerns H1 nicht verändert.
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Beim fünften und letzten Takt wird der Hilfskern H2 abgefragt. Dieser
Takt läuft genauso ab wie der fünfte Takt beim ersten Beispiel für einen Lesevorgang.
Die Klemme 1 wird daher auch diesmal nicht markiert.
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In den Tabellen gemäß Fig.2.10 und 2.9 sind schematisch die bei den
vorstehend beschriebenen Lesebeispielen ablaufenden Takte aufgezeichnet. Es ist
jeweils angegeben, welcher Kern bei dem jeweiligen Takt abgefragt wird, wie groß
zunächst sein Informationsinhalt ist, für wieviel Ummagnetisierungsstufen der zugeführte
Abfrageimpuls ausreicht, ob und bei welchem Lesetakt ein Zusatzimpuls zu liefern
ist und ob eine und welche Klemme der Ausgabeeinrichtung markiert wird. In den Fig.
2.8 bis 2.1 ist in der gleichen Weise angegeben, wie das Leseverfahren bei den einzelnen
Takten abläuft, wenn der anfängliche Informationsinhalt des Speicherkerns D acht
oder sieben oder sechs ... oder einer Magnetisierungsstufe entspricht.
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Es wird nun noch kurz der Ablauf der Takte nach der Tabelle gemäß
Fig. 2.1 beschrieben. Es handelt sich hier um das Lesebeispiel, welches vorliegt,
wenn in dem Speicherkern D der einer Magnetisierungsstufe entsprechende Informationsinhalt
enthalten ist.
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Beim ersten Takt werden die Kontakte s11, s12, s13 und s02 geschlossen.
Der zugeführte Abfrageimpuls entspricht sieben Magnetisierungsstufen und ist größer,
als es notwendig wäre, um den Speicherkern D bis zur Sättigung umzumagnetisieren.
Daher spricht das Relais R an. Die Klemme 7 -der Ausgabeeinrichtung wird nicht markiert.
Ein Zusatzimpuls wird nicht geliefert. Der in den Hilfskern Hl eingespeicherte Informationsinhalt,
der einer Magnetisierungsstufe entspricht, wird nicht gelöscht. Beim zweiten Takt
werden die Kontakte s21, s22, n31
und s02 geschlossen. Diesmal entspricht
der zugeführte Abfrageimpuls vier Magnetisierungsstufen und ist daher wieder größer,
als notwendig wäre, um bis zum Sättigungszustand umzumagnetisieren. Daher spricht
auch diesmal das Relais R an. Die Klemme 4 der Ausgabeeinrichtung wird nicht markiert.
Der in den Hilfskern H2 während dieses Taktes eingespeicherte Informationsinhalt
wird nicht gelöscht. Da beim vorhergehenden ersten Lesetakt und beim soeben beendeten
zweiten Lesetakt der Sättigungswert jeweils überschritten wurde, ist nun am Ende
dieses und des folgenden dritten Taktes ein Zusatzimpuls zu liefern. Die Ummagretisierung
um drei Stufen steht für den nächsten Takt bevor. Daher wird während des zweiten
Taktes noch der Zusatzimpuls geliefert, indem die Wicklung III des Abfragekerns
A über die Kontakte s03 und s31 an die Wicklung II des Hilfskerns H2 angeschlossen
wird, wenn die vorherige Ummagnetisierung des Abfragekerns mit Hilfe des Kontaktes
s02 rückgängig gemacht wird. Am Ende des zweiten Taktes weist daher der Hilfskern
H2 eine Ummagnetisierung auf, die zwei Magnetisierungsstufen entspricht.
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Es folgt nun der dritte Takt. Es werden zunächst die Kontakte s31,
s32, n41 und s02 geschlossen. Dem Hilfskern H2 wird ein Abfrageimpuls zugeführt,
der drei Magnetisierungsstufen entspricht. Er ist demnach auch diesmal größer, als
notwendig ist, um bis zum Sättigungszustand umzumagnetisieren. Daher spricht auch
diesmal das Relais R an. Die Klemme 3 der Ausgabeeinrichtung wird nicht markiert.
Der in den Hilfskern H3 übertragene Informationsinhalt wird nicht gelöscht. Es wird
noch ein Zusatzimpuls wie beim vorhergehenden Takt geliefert, so daß am Ende des
Taktes sein Informationsinhalt drei Magnetisierungsstufen entspricht.
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Beim vierten Takt wird danach der Hilfskern H3 abgefragt. Es werden
dazu zunächst die Kontakte s41, s42 und s02 geschlossen. Es wird dem Hilfskern H3
ein zwei Magnetisierungsstufen entsprechender Abfrageimpuls zugeführt. Diesmal wird
der Sättigungszustand bei der Ummagnetisierung nicht erreicht. Daher kommt das Relais
R nicht zum Ansprechen. Es wird daher die Klemme 2 der Ausgabeeinrichtung markiert.
Ein Zusatzimpuls wird nicht geliefert. Im Hilfskern H3 verbleibt ein Magnetisierungszustand,
der einer Magnetisierungsstufe entspricht.
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Beim fünften Takt wird dem Hilfskern H3 nochmal ein Abfrageimpuls,
und zwar einer, der einer Magnetisierungsstufe entspricht, zugeführt. Dazu werden
die Kontakte s41, s52 und s02 geschlossen. Wie beim vorhergehenden Takt kommt das
Relais R zum Ansprechen. Es wird daher die Klemme 1 der Ausgabeeinrichtung markiert.
Damit sind dort zwei Klemmen markiert, und das gesuchte Kodezeichen ist nun ermittelt.
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Es sei noch bemerkt, daß es unter Umständen nicht notwendig ist, alle
fünf Takte des Leseverfahrens jeweils durchzuführen. Da von vornherein feststeht,
daß nur zwei Klemmen der Ausgabeeinrichtung markiert werden, kann die weitere Abwicklung
des Verfahrens abgebrochen werden, wenn zwei der Klemmen bereits markiert worden
sind. Dies ist z. B. bei der Ermittlung des durch zehn Magnetisierungsstufen dargestellten
Informationsinhaltes bereits nach zwei Takten der Fall, wie ausführlich beschrieben
wurde. Man kann aber auch in jedem Fall alle Takte des Verfahrens abwickeln. Es
kann dann zur Kontrolle geprüft werden, ob gerade zwei Klemmen der Ausgabeeinrichtung
bzw. zwei Stellen des Kodezeichens markiert sind. Ist dies stets der Fall, so liegt
eine Gewähr dafür vor, daß die Einrichtung richtig arbeitet.