DE1141049B - Hautbraeunungsmittel - Google Patents
HautbraeunungsmittelInfo
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- A61K8/00—Cosmetics or similar toiletry preparations
- A61K8/18—Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition
- A61K8/30—Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds
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Description
- Hautbräunungsmittel Es sind bereits Hautbräunungsmittel bekannt, in denen Dihydroxyaceton als Wirkstoff verwendet wird.
- Ein bekanntes Mittel dieser Art enthält beispielsweise 0,5 Gewichtsprozent Dihydroxyaceton verteilt in 99,5 Gewichtsprozent einer fetthaltigen kosmetischen Grundlage. Ein anderes bekanntes Mittel stellt eine Lösung dar und enthält 4 Gewichtsteile Dihydroxyaceton gelöst in 50 Gewichtsteilen Athylalkohol, 40 Gewichtsteilen Wasser und 1 Gewichtsteil Aceton. Mittel dieser Art können auch in Form von Emulsionen hergestellt und verwendet werden. Die vorbekannten Präparate haben den Nachteil, daß sie der menschlichen Haut vielfach eine unerwünschte gelbliche Färbung verleihen und in Verfolg einer ungenügenden Eindringtiefe der Präparate rasch verblassen.-Es war weiterhin bekannt, daß Alloxan auf der menschlichen Haut eine Rotfärbung ergibt.
- Alloxan wurde im Gemisch mit Triketohydrinden als Bräunungsmittel vorgeschlagen.
- Die Aufgabenstellung der Erfindung geht dahin, ein Hautbräunungsmittel in Form einer kosmetischen Salbe, Lösung oder Emulsion herzustellen, das der menschlichen Haut einen rötlichbraunen, der Sonnenbräune entsprechenden Farbton verleiht und eine verbesserte Eindringtiefe und Beständigkeit besitzt.
- Die Lösung der obigen Aufgabenstellung erfolgt dadurch, daß als farbbildende Komponente ein Gemisch von Dihydroxyaceton und Alloxan verwendet, das Präparat auf einen bestimmten pH-Wert eingestellt, die Eindringtiefe des Präparates durch Zusatz geeigneter Netzmittel gesteigert wird und die gebildeten Farbstoffe auf der Hautoberfläche fixiert werden.
- Es ist bereits bekannt, daß Bräunungsreaktionen nichtenzymatischer Art durch die Reaktion von Dihydroxyaceton mit den Proteinen, Proteinabbau-und Proteinumwandlungsstoffen der menschlichen Haut ausgelöst werden, wobei sich tote Gewebezellen an der Farbbildung in hervorragender Weise beteiligen.
- Es ist weiterhin bekannt, daß Alloxan Umsatzreaktionen mit Proteinen eingeht. Dihydroxyaceton und Alloxan sind verschieden reaktionsfähig. Es ist überraschend, daß ein Gemisch von Dihydroxyaceton und Alloxan trotzdem zu einer Verbesserung der Hauttönung im Sinne der Erreichung des Fartons einer echten Sonnenbräune führt. Die farbbildenden Komponenten, d. h. das Dihydroxyaceton und das Alloxan werden beispielsweise im molaren Verhältnis von etwa 3 : 1 Mol (berechnet als monomeres Dihydroxyaceton) angewendet. Bevorzugt soll das Verhältnis von Dihydroxyaceton zu Alloxan einem molaren Verhältnis von etwa 8 : 1 Mol (berechnet als monomeres Dihydroxyaceton) entsprechen. Das Dihydroxyaceton kann dabei in gewissem Umfang durch Methylglyoxal ersetzt werden. Es empfiehlt sich jedoch nicht, mehr als 25°/o des Dihydroxyacetons durch Methylglyoxal zu ersetzen.
- Der pH-Wert der kosmetischen Mittel gemäß der Erfindung soll auf etwa 5,5 bis 6,5, zweckmäßig auf etwa 6,0, eingestellt werden, da die Azidität des Reaktionsmilieus für den Reaktionsablauf wesentlich ist.
- Das Optimum der Bräunungsreaktion liegt bei einem pH-Wert von etwa 7. Die Instabilität des Dihydroxyacetons nimmt im alkalischen Bereich zu. Die normale menschliche Haut hat einen pH-Wert von etwa 4,5 bis 6,0. Die Einstellung des pH-Wertes der kosmetischen Präparate gemäß der Erfindung kann in an sich bekannter Weise durch Zugabe geringer Mengen an Laugen oder Säuren erfolgen. Da das Dihydroxyaceton als solches sauer reagiert, müssen im allgemeinen geringe Mengen von Basen zur Erreichung des gewünschten pH-Wertes von etwa 6,0 zugesetzt werden.
- Die Eindringtiefe der Präparate gemäß der Erfindung wird durch die Zugabe von Netzmitteln eingestellt. Die verwendeten Netzmittel müssen physiologisch unbedenklich sein. Das Eindringvermögen der Präparate gemäß der Erfindung in die Haut ist für die Schnelligkeit des Reaktionsablaufs und für die Intensität der Reaktion von erheblicher Bedeutung.
- Geeignete Netzmittel sind z. B. die Fettalkoholsulfate sowie Anlagerungsprodukte von Athylenoxyd an Hydroxylgruppen enthaltende Verbindungen, z. B. an Phenole.
- Um eine Fixierung der in der Haut entstehenden Farbstoffe zu erreichen, werden physiologisch unschädliche Gerbstoffe verwendet. Geeignet sind beispielsweise in Wasser und/oder Alkohol losliche Gerbstoffe wie Quebracho-Gerbstoff, Sumach-Gerbstoff und Tannin oder Gemische solcher Gerbstoffe. Die Menge des Zusatzes an Gerbstoffen muß in einer angemessenen Beziehung zur Menge der-farbbildenden Komponenten stehen und soll einem Gewichtsverhältnis von etwa 1 : 4 bis etwa 1 : 6 entsprechen.
- Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Erfindung : 1. Klare Lösung Teile Dihydroxyaceton. 2,00 Alloxan........ 0,67 Alkohol-Tannin 0,50 Natriumlaurylsulfat.. 0,05 Athanol (96°/oig).... 20,00 bis 30,00 Destilliertes Wasser........ 66,78 bis 76,78 Natronlauge (30°/oig) zur Erreichung eines p-Wertes von 6.... etwa 0,07 2. Emulsion Teile Dihydroxyaceton. 1,50 Alloxan......... 0,50 Alkohol-Tannin.... 0,50 Natriumlaurylsulfat........ 0,10 Emulgator auf der Grundlage von Polyglykolstearyläther 5,50 Oxäthyliertes Lanolin... 2,00 Isopropylpalmitat.. 14,00 Paraffinöl 14,00 p-Oxybenzoesäureäthylester. 0,10 Propylenglykol....... 2,00 Destilliertes Wasser......... 59,60 Natronlauge (10°/oig) zur Erreichung eines p-Wertes von etwa 6.... etwa 0,20 3. Kosmetische Salbe Teile Dihydroxyaceton.. 2,50 Alloxan.... 0,70 Gerbstoff.......... 0,50 Natriumlaurylsulfat......... 0,10 p-Oxybenzoesäureäthylester 0,10 Oxäthyliertes Lanolin... 2,00 Propylenglykol............ 2, 00 Emulgator auf der Grundlage von Polyglykolstearyläther 5,50 Isopropylpalmitat. 14,00 Paraffinöl.... 14,00 Destilliertes Wasser....... 64,10 Natronlauge (30°/oig) zur Einstellung des p-Wertes etwa 0,10 PATENTANSPRt} CHE : 1. Hautbräunungsmittel mit einem Gehalt an Dihydroxyaceton, gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Gehalt an Alloxan.
Claims (1)
- 2. Mittel gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an physiologisch unschädlichen Gerbstoffen.3. Mittel gemäß Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen pu-Art von etwa 6,0.4. Mittel gemäß Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen Gehalt an physiologisch unschädlichen Netzmitteln.In Betracht gezogene Druckschriften : Deutsche Patentschrift Nr. 928 318 ; USA.-Patentschrift Nr. 2 949 403 ; » Seifen, ble, Fette, Wachse «, 1960, S. 607,608 ; Römpp, » Chemie-Lexikon «, 1958, Bd. I, Sp. 105.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH41675A DE1141049B (de) | 1961-02-08 | 1961-02-08 | Hautbraeunungsmittel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH41675A DE1141049B (de) | 1961-02-08 | 1961-02-08 | Hautbraeunungsmittel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1141049B true DE1141049B (de) | 1962-12-13 |
Family
ID=7154629
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH41675A Pending DE1141049B (de) | 1961-02-08 | 1961-02-08 | Hautbraeunungsmittel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1141049B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2491080A2 (en) * | 1980-09-26 | 1982-04-02 | Elf Aquitaine | Dyeing keratin substances, e.g. skin, nails, hair, fur - with compsns. contg. ketone or aldehyde dye and sulphoxy-aminoacid |
| FR2703247A1 (fr) * | 1993-03-29 | 1994-10-07 | Oreal | Emulsion à base de dihydroxyacétone et son utilisation en cosmétique. |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE928319C (de) * | 1953-05-04 | 1955-05-31 | Carl Franz Ferster | Fluessigkeitszerstaeuber |
| US2949403A (en) * | 1959-03-09 | 1960-08-16 | Andreadis | Dihydroxyacetone compositions for tanning the human epidermis |
-
1961
- 1961-02-08 DE DEH41675A patent/DE1141049B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE928319C (de) * | 1953-05-04 | 1955-05-31 | Carl Franz Ferster | Fluessigkeitszerstaeuber |
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| FR2491080A2 (en) * | 1980-09-26 | 1982-04-02 | Elf Aquitaine | Dyeing keratin substances, e.g. skin, nails, hair, fur - with compsns. contg. ketone or aldehyde dye and sulphoxy-aminoacid |
| FR2703247A1 (fr) * | 1993-03-29 | 1994-10-07 | Oreal | Emulsion à base de dihydroxyacétone et son utilisation en cosmétique. |
| WO1994022418A1 (fr) * | 1993-03-29 | 1994-10-13 | L'oreal | Emulsion a base de dihydroxyacetone et son utilisation en cosmetique |
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