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DE1140955B - Herstellung eines Duengemittels aus Kaliumsulfat enthaltenden Abfallstoffen der Ruebenzuckerfabrikation - Google Patents

Herstellung eines Duengemittels aus Kaliumsulfat enthaltenden Abfallstoffen der Ruebenzuckerfabrikation

Info

Publication number
DE1140955B
DE1140955B DEM47338A DEM0047338A DE1140955B DE 1140955 B DE1140955 B DE 1140955B DE M47338 A DEM47338 A DE M47338A DE M0047338 A DEM0047338 A DE M0047338A DE 1140955 B DE1140955 B DE 1140955B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
production
fertilizer
waste materials
potassium sulphate
grate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM47338A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Wolfgang Friedrich
Dipl-Ing Hans Ruessemeyer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Miag Muehlenbau und Industrie GmbH
Original Assignee
Miag Muehlenbau und Industrie GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Miag Muehlenbau und Industrie GmbH filed Critical Miag Muehlenbau und Industrie GmbH
Priority to DEM47338A priority Critical patent/DE1140955B/de
Publication of DE1140955B publication Critical patent/DE1140955B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05DINORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C; FERTILISERS PRODUCING CARBON DIOXIDE
    • C05D1/00Fertilisers containing potassium
    • C05D1/02Manufacture from potassium chloride or sulfate or double or mixed salts thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Herstellung eines Düngemittels aus Kaliumsulfat enthaltenden Abfallstoffen der Rübenzuckerfabrikation Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung eines Düngemittels in Form handelsüblichen Kaliumsulfats, das aus Abfallstoffen der Rübenzuckerindustrie gewonnen wird, sofern diese nach dem Bariumtrisilikatverfahren arbeitet.
  • Nachdem die Abfallstoffe noch Extraktionsprozesse zur Gewinnung von Zwischenprodukten durchlaufen haben, fallen sie staubförmig und kleinkörnig an, was nicht der handelsüblichen, zur Verwendung als Düngemittel geeigneten Form entspricht. Außerdem ist das Produkt durch organische Beimengungen in Höhe von einigen Prozenten verunreinigt, was sich durch eine gelbe Farbe und einen unangenehmen Geruch bemerkbar macht.
  • Um das Kaliumsulfat in eine handelsübliche, für Düngezwecke geeignete Form, das heißt grobgranuliert, hellfarbig und geruchlos zu bringen, muß es bei Temperaturen von etwa 250° C vorgewärmt werden, um die organischen Bestandteile zu beseitigen. Dieses erbringt aber eine Verfärbung des Produktes nach der Dunkelseite hin, da bei dem Vorwärmprozeß Kohlenstoff entsteht. Um das Düngemittel möglichst hell und gleichmäßig gekörnt zu erhalten, muß sich an die Vorwärmung eine Glühung des Düngemittels anschließen, zu welchem Zweck Temperaturgrenzen von 750 bis 850° C innegehalten werden müssen. Die zuverlässige Einhaltung der genannten Temperaturgrenzen ist sehr wichtig, da unterhalb von 750° C der Bleicheffekt nicht eintritt, während über 850' C das Düngemittel schmilzt.
  • Das beschriebene Verfahren ist bis jetzt in Drehtrommeln vorgenommen worden, wobei sich aber immer wieder erhebliche Schwierigkeiten bei der Einhaltung der genannten Temperaturgrenzen ergeben haben, da die im unteren Bereich der Drehtrommel liegende Gutniere sehr ungleichmäßig von dem durchströmenden Gas behandelt wird und im übrigen der Wärmeverbrauch recht hoch wird.
  • Das chemische Verfahren ist an sich voll bekannt. Andererseits sind insbesondere aus dem Gebiet der Zementmaschinenindustrie Vorrichtungen bekannt, bei denen in einem geschlossenen Gehäuse ein gasdurchlässiger Wanderrost umläuft, auf dem das Frischgut in Form einer Unterschicht ausgebreitet wird, die am Ende des Rostes abgenommen und als Oberschicht dem Rost ein zweites Mal aufgegeben wird, um in unmittelbare Einwirkung von Gasen zu gelangen, die von oben nach unten durch den Rost hindurchgezogen werden. Auf diese Weise ist es möglich, dasselbe Gut auf ein und derselben Vorrichtung in zwei Stufen bei verschiedenen Temperaturen zu behandeln, ohne daß die Behandlung unzulässig hohe Unterschiedlichkeit erreicht und das Gut wegen zii schneller Erhitzung geschädigt wird.
  • Die Erfindung besteht nun in der Erkenntnis, solche bekannten Behandlungsvorrichtungen zur Herstellung des eingangs erwähnten Düngemittels zu benutzen mit dem Erfolg, daß man das beschriebene chemische Verfahren einwandfrei durchführen kann, daß ausgezeichnete Steuerungsmöglichkeiten bestehen und daß der Wärmeverbrauch denkbar gering ist.
  • In Abwandlung der auf den bekannten Vorrichtungen durchgeführten Verfahren wird bei dem Verfahren nach der Erfindung nur der obere Teil der Oberschicht als fertigbehandeltes Gut aus der Vorrichtung abgegeben, während der untere Teil der Oberschicht so zu bemessen ist, daß die Temperaturen in der Unterschicht in der vorgeschriebenen Höhe gehalten werden. Somit besteht die Erfindung darin, ein bekanntes chemisches Verfahren auf einer bekannten, aber für ganz andere Zwecke verwendeten Vorrichtung durchzuführen und damit in die Lage gesetzt zu sein, das erzielte Düngemittel in der gewünschten Form, ohne nennenswerte Verlustmengen und mit kleinem apparativen und thermischen Aufwand zu gewinnen, wobei man die Anpassung durch die erwähnte Schichtenführung vornimmt.
  • Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispiels unter Verwendung der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung, die in der Zeichnung als Längsschnitt schematisch dargestellt ist, im folgenden näher erläutert.
  • über dem im Gehäuse 1 angebrachten Kettenrost 2 befindet sich am Anfang der Aufgabetrichter 3 mit Einstellschieber 3' für das in dem Drehteller 4 in üblicher Weise granulierte Frischgut 5. Zwischen dem Aufgabetrichter 3 und dem Aufgabetrichter 6 für das Rückgut befindet sich die Kammer 7, durch die schwach warmes Gas 8 zum Vortrocknen eingeleitet werden kann; diese Vorbehandlung ist in Anbetracht der Gefahr eines Platzens der frischen Granalien sehr wichtig.
  • Durch Einstellung des Schiebers 6' kann die Dicke der Oberschicht eingestellt werden. Über dem Ende desWanderrostes ist eine höheneinstellbareSchneide9 angeordnet, die den abzuführenden Teil 10 der Oberschicht abhebt und der Abgabeschurre 11 zuführt, von der das fertige Gut in Pfeilrichtung12 abgegeben wird. über dem Wanderrost befindet sich die Kammer 13, durch die Heißgas in Pfeilrichtung 14 zugeführt wird, um die auf dem Wanderrost ausgebreiteten Schichten zu durchströmen und durch die unterhalb des Rostes angeordneten Öffnungen 15 abgesaugt zu werden. Das unter der Schneide weitergeführte Gut 16 geht in den Rückförderer 17, um in Pfeilrichtung18 dem Rückguttrichter6 aufgegeben zu werden.
  • Die Dicke der Schicht 10 fertig behandelten Gutes muß gleich der Dicke 18 der Frischgutschicht sein. Die Dicke 19 der Zwischenschicht, das ist die Schicht zwischen der Fertiggutschicht 10 und der Frischgutschicht 18, richtet sich nach den jeweiligen Betriebsverhältnissen und kann durch gleichzeitige Verstellung der Schneide 9 und des Schiebers 6' eingestellt werden. Die erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung gestattet bei kompakter Bauweise einen vollkommen zuverlässigen und in weitesten Grenzen einstellbaren Betrieb.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung einer an sich bekannten Vorrichtung mit einem in einer Kammer umlaufenden Kettenrost, dem am Aufgabeende mittels einer ersten Aufgabevorrichtung eine Unterschicht aus Frischgut zugeführt wird, während darüber mittels einer zweiten Aufgabevorrichtung eine aus der bereits einmal über den Rost gegangenen und zurückgeführten Unterschicht sowie aus Rückgut der Oberschicht bestehende Oberschicht aufgegeben wird, um vom Heißgas abwärts durchströmt zu werden, wobei von dem Kettenrost am Abgabeende einTeil der Oberschicht mittels einer einstellbaren Schneide abgehoben und als Fertiggut aus der Kammer ausgetragen wird, zur Herstellung von Düngemitteln aus überwiegend Kaliumsulfat enthaltenden Abfallstoffen der Rübenzuckerfabrikation. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 937 277; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1695 268; schweizerische Patentschrift Nr. 334 962; französische Patentschrift Nr. 1198 315.
DEM47338A 1960-12-07 1960-12-07 Herstellung eines Duengemittels aus Kaliumsulfat enthaltenden Abfallstoffen der Ruebenzuckerfabrikation Pending DE1140955B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2646406A1 (de) * 1976-10-14 1978-04-20 Richter Gedeon Vegyeszet Pflanzenwuchsregler

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DE1695268U (de) * 1952-06-14 1955-03-24 Miag Muehlenbau & Ind Gmbh Vorrichtung zum trocknen und gegebenenfalls vorbrennen granulierten vormaterials zum herstellen von zement.
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