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In den Koffer-bzw. Laderaum eines Kraftfahrzeuges, insbesondere eines
Personenkraftwagens, einsetzbarer Einsatz Die vorliegende Erfindung betrifft einen
in den Koffer- bzw. Laderaum eines Kraftfahrzeuges, insbesondere eines Personenkraftwagens,
einsetzbaren Einsatz.
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Bisher ist es allgemein üblich, den Kofferraum von Personenkraftwagen
mit Textilmaterial auszuschlagen, wobei dieses Material auf die den Kofferraum bildenden
Teile aufgeklebt, aufgenietet oder aufgenagelt wird.
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Diese Auskleidung besitzt verschiedene erhebliche Nachteile. Auslaufende
Flüssigkeit bleibt in dem Ge, webe haften und kann nur sehr schwer örtlich,
d. h. am Wagen selbst, wieder entfernt werden. Auslaufendes Wasser od. dgl.
kann die unter der Auskleidung liegenden Blechteile angreifen und ein Durchrosten
derselben verursachen. Rückstände von Schmutz oder Flüssigkeiten können einen anhaftenden
und schwer entfernbaren Geruch im Kofferraum verursachen. Auch in das Gewebe ein-gedrungener
Staub kann nur unvollkommen und schwierig entfernt werden, da es nicht möglich ist,
die Auskleidung aus dem Kofferraum herauszunehmen und zu reinigen.
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Besonders unangenehm macht sich dieser Mangel bemerkbar bei Personenwagen,
die zum Transport unverpackter Lebensmittel wie Fleisch, Brot und Gemüse usw. verwendet
werden. Metzger können z. B. in den mit der normalen Auskleidung versehenen Kofferraum
ihres Wagens Fleisch nicht einladen. Es muß vielmehr in einem gesonderten Anhänger
mitgeführt oder in einem speziellen Behälter aufbewahrt werden. Wurde der Kofferraum
durch den Transport schmutzender Artikel einmal unsauber, so können hinfort Kleider
oder ähnliches ohne die Gefahr der Verschmutzung nicht mehr transportiert werden.
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Bei einigen Wagentypen sind zwar schon Auskleidungen aus Gummi bekanntgeworden.
Der Kofferraum wird hierbei ganz mit Gummi ausgeschlagen, das wiederum mit den darunterliegenden
Chassisteilen verklebt oder vernietet ist. Die Reinigung der Gummiauskleidung ist
wohl leichter als diejenige des Textilmaterials, verursacht aber auch hier manche
Unbequemlichkeit, da sie im Wagen selbst vorgenommen werden muß. Weiter vermittelt
Gummiauskleidung an im Wagen gelagerten Lebensmitteln fast immer einen unangenehmen
Geruch, so daß auch ein solcher Kofferraum z. B. mcht zur Aufnahme unverpackter
Lebensmittel geeignet ist.
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Ferner ist bekannt, für einen Kofferraum einen auf diesen angepaßten
Satz Koffer vorzusehen, und zwar derart, daß der vorhandene Kofferraum möglichst
gut ausgenutzt wird. Dabei haben bei einigen dieser Koffer die Wandungen, welche
der In-nenwand bzw. Auskleidung des Kofferraums gegenüberliegen, in Anpassung an
den vorhandenen Platz eine gewölbte Form, so daß möglichst der vorhandene Raum restlos
ausgenutzt wird. Jedoch eignen sich derartigeKoffer nicht zum Transport wie Fleisch,
Brot, Gemüse, Blumen usw.
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Alle erwähnten Nachteile werden nach der vorliegenden Erfindung überraschend
einfach dadurch vermieden, wobei gleichzeitig weitere Vorteile erreicht werden,
daß der Einsatz als eine der Form des Kofferraums angepaßte und gleichzeitig als
Auskleidung desselben dienende Wanne aus elastisch nachgiebigem Werkstoff ausgebildet
ist.
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Insbesondere wird als elastisch nachgiebiger Werkstoff ein Kunststoff
verwendet.
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Diese neue Kofferraumauskleidung läßt sich praktisch für alle Wagentypen
verwenden. Es ist nur erforderlich, sie der jeweiligen Ausbildung des Kofferraums
anzugleichen. So wird die Auskleidung bei bestimmten Wagentypen eine einfache, z.
B. kastenförmige Gestalt erhalten können, um sich z. B. an Kotflügel- undKarosserieseitenwandungen
anzulegen oder Raum für durch den Kofferraum hindurchlaufende Benzineinfüllstutzen
usw. frei zu lassen.
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Vorzugsweise ist die Wanne derart beschaffen, daß sie als Ganzes aus
dem Kofferraum herausgenommen und wieder eingesetzt werden kann. Dies ermöglicht
es z. B., die Auskleidung bequem an beliebiger Stelle, etwa unter einem Wasserhahn,
zu reim.*gen.
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Ist die Öffnung des Kofferraums schmaler als der z. B. die ganze Wagenbreite
ausnutzende Kofferraum selbst, empfiehlt es sich, die Auskleidung aus geniigend
elastischen
Kunststoffen, wie Polyäthylen oder Polyvinylchlorid herzustellen, so daß sie sich
leicht von Hand zusammenbiegen und so zusammengebogen in den Kofferraum einbringen
läßt. Freigegeben paßt sich die Auskleidung den Kofferraumwandungen von selbst an.
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Enthält der Kofferraum ein Reserverad, so kann in den Wandungen der
die Auskleidung bildenden Wanne eine Aussparung vorgesehen sein, die es ermöglicht,
auch bei eingesetzter Auskleidung jederzeit das Reserverad herausnehmen zu können,
ohne daß zuvor der Kofferraum entleert und die Auskleidung entfernt werden müßte.
Zur Abdeckung des Reserverades kann eine gesonderte Haube vorgesehen sein, die für
sich das Reserverad umschließt und gegen Verschmutzung schützt. Es ist aber auch
möglich, auf die direkte Zugänglichkeit zum Reserverad zu verzichten und die aus
einem Stück gebildete, z. B. gezogene, gepreßte oder gegossene Wanne über das Reserverad
hinwegreichen zu lassen.
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Die Kunststoffauskleidung schafft einen sicheren Schutz für die darunterliegenden
Karosserieblechteile. Sie besteht vorzugsweise aus einem geruchlosen Kunststoff,
so daß jede Beeinflussung der in dem Kofferraum aufbewahrten Artikel, z.
B. Lebensmittel, vermieden ist. Zur Versteifung ist die Auskleidung ferner vorzugsweise
mit Profilierungen, z. B. einem Bördelrand umgeben; sie kann zur Gewährleistung
eines besseren Formhaltevermögens weitere Verstärkungsrippen od. dgl. quer am Boden
der Wanne besitzen.
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Weiterhin können nach der Erfindung in die Wanne eine oder mehrere
Zwischenwände eingezogen sein, um eines oder auch mehrere Fächer zur Aufnahme von
Werkzeug, einen Reservebenzinkanister od. dgl. zu bilden, wobei vorzugsweise das
Werkzeug oder der Kanister mittels Federklemmen, die auf die Wanne z. B. aufgenietet
sind, nachgiebig festgehalten werden.
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Die Auskleidung ist vielseitig verwendbar. So kann z. B. beim Rasten
auf Campingplätzen der Kofferraum eines mit der Verkleidung nach der Erfindung versehenen
Wagens als Waschwanne dienen. Die Auskleidung kann aber auch herausgenommen und
als Kinderbadewanne verwendet werden. Hierzu kann eine dem freien Durchtritt eines
im Kofferraum aufgehängten, Reserverades dienender Durchbruch in der Auskleidung
mit einem gesonderten, entsprechend abgedichteten Deckel verschlossen werden.
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Sollen in dem Kofferraum viele kleine Teile untergebracht werden,
so erspart die neue Auskleidung das unbequeme einzelne Herausnehmen und Wiederverstauen
der Einzelteile, da es nur nötig ist, die Auskleidung mitsamt dem Kofferrauminhalt
aus dem Wagen zu heben und z. B. gleich an einen Ort zu bringen, etwa auf einen
Tisch zu stellen, wo sich die Teile übersichtlich und bequem sortieren lassen.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es zeigt Fig. 1 schematisch eine Ausführungsform der Erfindung für einen
Kraftwagen mit besonders einfach ausgebildetem Kofferraum.
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Fig. 2 eine andere Ausführungsform der Erfindung, bei welcher die
Auskleidung ein im Kofferraum seitlich angeordnetes Reserverad übergreift, Fig.
3 eine Ausführungsform der Erfindung, bei der eine gesonderte Haube zur Abdeckung
des Reserverades vorgesehen ist, Fig. 4 in, vergrößertem Maßstab einen Teil der
neuen Auskleidung mit einem Werkzeugfach, Fig. 5 einen Teilschnitt durch
die Ausführungsform nach der Fig. 3 gemäß der Linie A-A und Fig.
6 einen Teilschnitt durch die Ausführungsform nach Fig. 3 bei aus
dem Kofferraum herausgenommener Auskleidung und aufgesetzter Verschlußplatte.
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In Fig. 1 ist ein Einsatz 1 gemäß der Erfindung für
einen Kofferraum mit besonders einfachen Begrenzungsflächen, veranschaulicht. Der
geöffnete Kofferraum und damit auch der Einsatz sind nur nach drei Seitenflächen
hin abgeschlossen. Der Einsatz 1 ist z. B. aus einem Stück Kunststoff, z.
B. Polyäthylen oder Polyvinylchlorid, geformt und weist einen Boden 2 und Seitenwände
3 auf. Die freien Kanten der Auskleidung weisen einen rings herumlaufenden
aussteifenden Bordelrand 4 auf. Der elastische Einsatz kann von der hinteren Seite
des Fahrzeuges her bequem eingeschoben werden, er legt sich dann dicht an die den
Kofferraum bildenden Chassis- oder Karosserieteile an.
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Die Ausführungsform nach der Fig. 2 zeigt, daß der Einsatz
1 auch jede beliebige kompliziertere Form aufweisen kann, etwa um
genau der Gestalt des verfügbaren Kofferraums angepaßt zu sein. Veranschaulicht
ist ein Einsatz für einen Kofferraum, der sich seitlich nach unten erweitcrt, beispielsweise
damit die ganze Wagenbreite ausgenutzt wird, und der auch in geöffnetem Zustand
nach allen vier Seitenflächen hin begrenzt ist. Außerdem ist dafür gesorgt, daß
ein Reserverad seitlich im Kofferraum aufgehängt wird. Die Seitenwandungen
5 sind unter Angleichung an die Krümmung der Karosserie gewölbt. Auf einer
Seite weist der Einsatz ferner eine Einwölbung 6 zum Ab-
decken des
Reserverades auf. Wird Kunststoff entsprechender Elastizität und Nachgiebigkeit
gewählt, lassen sich die Seitenwandungen 5 des Einsatzes von Hand gegeneinanderdrücken,
um den Einsatz durch die schmalere Kofferraumöffnung in den Kofferraum einschieben
zu können. Werden die Seitenwandungen freigegeben, so nehmen sie infolge der Formhaltefähigkeit
des Kunststoffes wieder ihre ursprün#gliche Form an und legen sich auf die tragenden
Blechteile passend auf.
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Um zu vermeiden, daß das seitlich im Kofferraum untergebrachte Reserverad
erst nach Herausnehmen des Einsatzes zugänglich ist, kann auch, wie in Fig.
3
veranschaulicht ist, der Boden 2 des Einsatzes mit einer entsprechenden
Aussparung 7 versehen sein, durch welche das Reserverad frei hindurchgreift.
Zur Abdeckung des Rades kann dabei, wie Fig. 3 ebenfalls zeigt, eine gesonderte
Haube 9 verwendet werden, die nach Einlegen des Einsatzes über das Reserverad
gestülpt wird.
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Die Haube 9 ist innen vorzugsweise so bemessen, daß sie eng-über
das Reserverad paßt und von diesem selbst, -dank der Flexibilität des Kunststoffes,
federnd gehalten wird. Zum dichten Verschließen der Aussparung 7 ist die
Haube 9, wie in Fig. 5 dargestellt, mit einer ringsumlaufenden Auflagefläche
8 versehen.
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Soll der Einsatz nach der Fig. 3 z. B. beim Rasten auf einem
Campingplatz herausgenommen und als Kinderbadewanne benutzt werden, so läßt sich
die Aussparung 7 für das Reserverad, wie in Fig. 6 veranschaulicht,
mittels einer Verschlußplatte 13 unter Zwischenfü,c:"en einer Dichtung 14
abdichten. Die Verschlußplatte 13 wird vorzugsweise mittels Schrauben
16 festgehalten, die Bohrungen, 15 im Boden 2, in der
Dichtung
14 und in der Verschlußplatte 13 durchgreifen, und über Muttern
17 zum wasserdichten Verschließen des Einsatzes fest angepreßt werden. Die
Schrauben 16 und die Muttern 17 können ebenfalls aus Kunststoff bestehen.
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Fig. 4 zeigt noch eine weitere Ausgestaltung der Auskleidung gemäß
der Erfindung. Der Einsatz weist eine Zwischenwand 10 auf, die ein Fach zur
Aufnahme eines Reservekanisters, von Werkzeug od. dgl. bildet. Das Fach ist der
Form der aufzunehmenden Teile angepaßt, und letztere werden vorzugsweise mittels
Federklemmen 11 lösbar festgehalten, die z. B. mittels Nieten 12 am Boden
2 der Verkleidung befestigt sind.