DE1039979B - Abwickeleinrichtung fuer Stranggut, z. B. Draht - Google Patents
Abwickeleinrichtung fuer Stranggut, z. B. DrahtInfo
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Description
W, Vv
'USS
Die Vorrichtungen, von denen die Erfindung ausgeht, haben meist einen Ständer, auf dem eine Haspeltrommel
abnehmbar und drehbar gelagert ist, um das auf ihr aufgewickelte Gut, z. B. Draht, abzugeben. Die
bekannten Einrichtungen weisen ferner einen Fühlhebel auf, der über eine Führungsrolle am Draht anliegt
und durch Federkraft entgegen der Ablaufrichtung des Gutes in eine rückwärtige Stellung gezogen
wird. Aus dieser gibt der Hebel nach vorn nach, wenn das Gut beim Abziehen von der Trommel unter Zug
gesetzt wird. Um eine konstante Zugkraft in dem ablaufenden Gut aufrechtzuerhalten, sind Steuerungsmaßnahmen üblich, die den Einfluß trotz des nach und
nach kleiner werdenden Lagendurchmessers ausgleichen. Diese Steuerung besteht aus einer Bremsvorrichtung,
die mit dem Fühlhebel verbunden ist und der sich drehenden Haspeltrommel eine Bremskraft vermittelt,
die beim Nachlassen der Zugkraft verstärkt und bei Zunahme derselben verkleinert wird.
Es ist auch bereits bekannt, in dem Betriebsgestänge zwischen dem Fühlhebel und der Bremsvorrichtung
eine Federung anzuordnen, die bewirkt, daß die Bremsvorrichtung bei einer Veränderung der Stellung
des Fühlhebels in einem sehr weiten Bereich anspricht, wodurch das ruckweise Ablaufen des Gutes auf ein
Mindestmaß herabgesetzt wird und unerwünschte Veränderungen in der Spannung des abgehaspelten
Gutes vermieden werden, durch die das Gut zerreißen kann. Die bekannten Einrichtungen haben den Nachteil,
daß bei Zerreißen des insbesondere bei modernen Abhaspeln mit hoher Abhaspelgeschwindigkeit ablaufenden
Gutes die Bremsfeder zu schwach ist, um die Haspeltrommel stillzusetzen. Beim Bruch des
Gutes läuft vielmehr der Haspel noch für eine geraume Weile weiter, wodurch das abgerissene Ende des Gutes
in gefährlicher Weise herumschleudert und bewirkt wird, daß sich ein Teil des auf der Trommel aufgespulten
Gutes· verwirrt. Wenn andererseits die in dem Betriebsgestänge zwischen dem Fühlhebel und der
Bremsvorrichtung eingeschaltete Feder so steif ist. daß sie den Bremsmechanismus veranlassen kann, die
Trommel fast sofort nach dem Bruch des Gutes anzuhalten, dann ist die Feder wiederum zu unnachgiebig,
um ein unerwünschtes Schwingen des Fühlhebels bzw. ein ruckweises Ablaufen des Gutes bei normalem Betrieb
der Vorrichtung zu verhüten.
Es ist auch bereits bekannt, bei derartigen Abwickeleinrichtungen die Bewegung des Fühlhebels, der
durch die im Wickelgut vorhandene Zugkraft beeinflußt wird, der gleichzeitigen Einwirkung einer starken
und einer schwachen Feder auszusetzen. Dies erfolgt, indem die starke Feder den Fühlhebel so beaufschlagt,
daß dieser in Richtung seiner Tot- bzw. maximalen Bremslage gedrückt wird, während er an-Abwickeleinrichtung
für Stranggut,
ζ. Β. Draht
ζ. Β. Draht
Anmelder:
The Standard Machinery Co.,
Mystic, Conn. (V. St. A.)
Mystic, Conn. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. K.-A. Brose, Patentanwalt,
Pullach bei München, Wiener Str. 1/2
Pullach bei München, Wiener Str. 1/2
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 9. Dezember 1955
V. St. v. Amerika vom 9. Dezember 1955
Alden Walter Nelson, Pawtucket, R. I. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
dererseits über eine weiche, schwächere Zugfeder in einem weiten Verstellbereich des Fühlhebels auf die
Bremseinrichtung einwirkt. Aber auch hierbei ist ein schlagartiges Stillsetzen der Trommel beim Reißen
des Gutes nicht möglich.
Dies soll durch die Erfindung erreicht werden. Diese sieht vor, daß die schwächere Feder, welche die
Bremskraft in Abhängigkeit von der im Wickelgut herrschenden Zugkraft im normalen Arbeitsbereich
verändert, während die stärkere Feder dabei wirkungslos bleibt, durch entsprechend ausgebildete Anschlagteile
ausgeschaltet wird, wenn die Zugkraft des Wickelgutes eine bestimmte Grenze unterschreitet,
wie dies z. B. beim Bruch des Wickelgutes der Fall ist. Hierbei übt dann die stärkere Feder über die Anschlagteile
schlagartig eine wesentlich erhöhte Bremskraft auf die Trommel aus. Man erhält dadurch eine
sehr empfindliche Steuerung der Bremskraft und eine sehr geschmeidige Arbeitsweise während des normalen
Arbeitsvorgangs, weil infolge der Wirkungsweise der schwachen Feder keinerlei Vorkehrungen für den Fall
des Bruches des Wickelgutes getroffen werden müssen. Durch die Erfindung wird eine wesentlich verbesserte
Abwickelvorrichtung geschaffen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung
mehrerer in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Drahthaspelvorrichtung nach der Erfindung,
809 640/187
Fig. 2 und 3 Draufsicht und Endansicht der gleichen Vorrichtung, wobei die Endansicht teilweise im Schnitt
gezeigt ist,
Fig. 4 einen vergrößerten Längsschnitt durch eine bevorzugte Betriebsgestängeanordnung nach der Erfindung,
wobei der Schnitt im wesentlichen nach der Linie 4-4 der Fig. 2 gelegt ist,
Fig. 5 eine der Fig. 4 ähnliche Schnittansicht, die den Aufbau des Betriebsgestänges unter verschiedenen
Betriebsbedingungen zeigt,
Fig. 6 eine teilweise Seitenansicht der Vorrichtung, ähnlich wie in Fig. 1, jedoch unter verschiedenen Betriebsbedingungen,
und
Fig. 7 einen teilweisen Längsschnitt durch ein Betriebsgestänge der Vorrichtung in einer gegenüber der
Fig. 4 abgewandelten Ausführungsform.
In Fig. 1 bis 3 ist 10 eine Drahthaspelvorrichtung mit ihren Hauptteilen, einem Haspelständer 12, einem
Hubwerk 14 zum Ein- und Ausbringen der Trommeln in das Gestell, einer an einem Fühlhebel 168 angebrachten
Führungsrolle 16, einer Bremsvorrichtung 18 und einem Betriebsgestänge 20 zwischen der Führungsrolle
16 und der Bremsvorrichtung 18 und einer Hauptfeder 22. Diese verschiedenen Teile sind in
einem Grundrahmen 24 angeordnet, der im vorliegenden Fall aus gegenüberliegenden Bodenschienen oder
Winkeln 26, Querstreben 28 und 30 zur Verbindung der Bodenschienen 26 besteht, die mit den Bodenschienen
bei 32 und 34 verbunden sind, ferner aus gegenüberliegenden Seitenplatten 36 und 38, die in geeigneter
Weise an den Boden schienen 26 befestigt sind,
und Querstreben 40 und 42, die die Seitenplatten 36 und 38 verbinden.
Der Ständer 12 besteht im vorliegenden Fall aus in Abstand voneinander liegenden Armen. 44 und 46, mit
Naben 48 und 50, die an einer Querwelle 52 festgekeilt oder in anderer Weise befestigt sind, die ihrerseits in
geeigneten Lagerplatten 54 und 56 drehbar gelagert ist. Diese Lagerplatten sind zwischen den im Abstand
voneinander liegenden Querstreben 30 befestigt und erstrecken sich zwischen ihnen. Die äußeren Enden
der Ständerarme 44 und 46 sind gabelförmig und besitzen ein Haspellager 58 mit einer halbzylindrischen
Lagerfläche 59 und gegenüberliegenden Zinken 6Oo und 62a, deren gegenüberliegende Oberfläche 64a und 4S
65a- mit der halbzylindrischen Lagerfläche 59 in Fortsetzung liegen und einen Eingang zu der Lagerfläche
für einen Lagerzapfen 60 auf einer Haspeltrommel 62 darstellen (Fig. 1). Vorzugsweise sind die Haspellager
58 in den beiden Ständerarmen 44 und 46 gleichartig ausgebildet.
Die gegenüberliegenden Lagerzapfen 60 der Trommel 62 sind im vorliegenden Fall mit einer üblichen
Befestigungseinrichtung 64 (Fig. 3) versehen, die für andere Trommeln auswechselbar ist. Diese Befestigungseinrichtung
hat eine Welle 66, auf der die Nabe 68 der Trommel umlaufen kann, und gegenüberliegende
Lagerzapfenteile 70 und 72, die für die Lager 58 in den Ständerarmen 44 und 46 geeignet sind. Der
Lagerzapfenteil 70, der dauernd fest an der Welle 66 befestigt und demgemäß von ihr nicht abnehmbar ist,
wird von einem Wälzlager 74 gebildet, dessen innere und äußere Lagerkäfige auf einem in seinem Durchmesser
verringerten Ende 76 der Welle 66 und in einer Rolle 78 befestigt sind, wovon das letztere genau in
das Lager 58 in dem Ständerarm 44 hineinpaßt und mit Flanschen 80 versehen ist, die die Rolle gegen eine
axiale Bewegung in ihrem Lager 58 halten. Der Lagerzapfenteil 72, der aus nachstehend beschriebenen
Gründen von der Welle 66 abnehmbar ist, wird durch ein Wälzlager 82 (Fig. 3) gebildet, dessen innere und
äußere Lagerkäfige auf einer Spannhülse 84 und in einer Rolle 86 befestigt sind, von denen die letztere
mit der beschriebenen Rolle 78 gleichartig ist und genau passend in dem Haspellager 58 in dem Ständerarm 46 aufgenommen wird. Dabei halten die Flansche
88 an der Rolle die letztere gegen eine axiale Bewegung in ihrem Lager 58. Die Spannhülse 84 ist gleitend
auf dem benachbarten, in seinem Durchmesser verringerten Ende 90 der Welle 66 aufgenommen und
liegt gegen eine ringförmige Schulter 92 an, um eine axiale Bewegung der Welle 66 gegenüber dem Haspelständer
12 zu verhüten, wenn die Lagerzapfenteile 70 und 72 in den Lagern 58 in den entsprechenden Ständerarmen
44 und 46 aufgenommen sind und die Trommel 62 drehbar tragen.
Beim Abnehmen der Trommel 62 mit der üblichen Befestigungseinrichtung 64 von dem Ständer 12 in
einer nachstehend beschriebenen Art und Weise kann die Befestigungseinrichtung 64 schnell von der Trommel
abgenommen werden, während diese auf dem Boden liegt, indem einfach der abnehmbare Lagerzapfenteil
72 von dem im Durchmesser verringerten Wellenende 90 abgenommen wird und dann die Welle 66 mit
ihrem nicht abnehmbaren Lagerzapfenteil 70 von der Nabe der Trommel (nach rechts, in Fig. 3 gesehen)
abgenommen wird. Die abgenommene Befestigungseinrichtung
64 kann dann an einer anderen Trommel angebracht werden, die auf dem Ständer 12 zur Abgabe
des auf ihr aufgespulten Gutes angebracht werden soll, indem einfach die Welle 66 durch die Nabe
der neuen Trommel gesteckt und der Lagerzapfenteil 72 auf das hervorragende Wellenende 90 geschoben
wird.
Die als Beispiel veranschaulichte Befestigungseinrichtung 64 enthält auch ein Element der vorstehend
erwähnten Bremsvorrichtung 18 in Form einer Bremstrommel 96, die bei 98 an dem in seinem Durchmesser
verkleinerten Ende 76 der Welle 66 festgekeilt ist, um sich mit ihr zu drehen. Da die Trommel 62 frei auf
der Welle 66 drehbar ist, wie vorstehend erläutert, ist sie lösbar mit der Bremstrommel 96 gekuppelt. Zu diesem
Zweck hat die Bremstrommel 96 bei 100 verstellbar eine Stange 102, die einen Kupplungsstift 104
trägt. Dieser ragt in eine öffnung 106 in dem benachbarten Endflansch 108 der Trommel (Fig. 2 und 3).
Aus Vorstehendem ergibt sich, daß der Kupplungsstift 104 bei Ausrichtung mit der öffnung 106 in der
Trommel mit der letzteren verbunden wird, wenn die Befestigungseinrichtung 64 in der vorstehend beschriebenen
Weise an der Trommel angebracht wird. Außerdem gestattet die Einstellbarkeit der Kupplungsstange
102 auf der Bremstrommel 96 das Anpassen der Bremsvorrichtung 18 an Trommeln, die in einem oder
beiden ihrer Endflansche Kupplungsöffnungen 106 in verschiedenen Abständen von ihren Achsen haben.
Das Hubwerk 14 des Ständers 12 ist so beschaffen, daß es den letzteren in eine gehobene Abgabestellung
und in eine gesenkte Austausehstellung bringen kann (Fig. 1 und 6), in denen jeweils eine Trommel drehbar
zur Abgabe ihres Inhaltes gelagert bzw. zum Austausch bereit ist. Das Hubwerk 14 besteht aus einem
Zylinder 110 mit einem vorzugsweise doppelt wirkenden Plunger 112, dessen Kolbenstange 114 bei 116 mit
dem oberen Ende eines Schwingarmes 118 drehbar verbunden ist, dessen unteres Ende 120 mit der Querwelle
52 verkeilt oder in anderer Weise verbunden ist, so daß es mit dem Ständer 12 schwingen kann. Der
Zylinder 110 ist an seinem unteren Ende bei 122 drehbar auf einer Platte 124 gelagert. Diese ist ihrerseits
auf einer Ankerplatte 126 der hinteren Querstrebe 28 des Grundrahmens 24 befestigt. Leitungen 128 und 130
in dem Zylinder 110, die zu den gegenüberliegenden Enden der Zylinderkammer 132 führen (Fig. 1), sind
durch Leitungen 134 und 136 mit einem Handventil 138 verbunden, das durch eine Leitung 140 mit einer
geeigneten Quelle für ein Druckmittel, beispielsweise Preßluft, verbunden ist und eine Entlüftungsöffnung
142 besitzt. Das Ventil 138, das schematisch in Fig. 1 gezeigt ist, ist auch mit einem drehbar gelagerten
Handgriff 144 versehen, der in drei verschiedene Stellungen gebracht werden kann. Wenn der Handgriff
144 in die in Fig. 1 in gestrichelten Linien gezeigte Stellung gebracht wird, dann läßt das Ventil Preßluft
durch die Leitung 136 in das obere Ende der Zylinderkammer 132 einströmen und entlüftet gleichzeitig das
untere Ende des Zylinders durch die Leitung 134 und die öffnung 142 mit dem« Ergebnis, daß der Plunger
112 durch seine Kolbenstange 114 und den Schwingarm 118 den Ständer 12 in seine gehobene Abgabestellung
(Fig. 1) bringt, in der der Plunger 112 sich am Ende seines Abwärtshubes befindet und mit seinem
Endbund 146 an dem benachbarten Ende des Zylinders 110 anliegt. Umgekehrt läßt beim Niederdrücken
des Handgriffes 144 in die strichpunktierte Stellung (Fig. 1) das Ventil 138 Preßluft durch die Leitung
134 in das untere Ende der Zylinderkammer 132 und entlüftet gleichzeitig das obere Ende des Zylinders
durch die Leitung 136 und die öffnung 142 mit dem Ergebnis, daß der Plunger 112 durch seine Stange 114
und den Schwingarm 118 den Ständer 12 aus seiner Abgabestellung abwärts in eine beliebige einer Anzahl
von Austauschstellungen bringt. Dies erfolgt abhängig von der Größe der zu wechselnden Trommel.
Wenn endlich der Handgriff 144 in die mittige, in vollen Linien dargestellte Stellung gebracht wird
(Fig. 1), dann verhütet das Ventil 138 das Ausströmen von Luft aus den Enden der Zylinderkammer 132
und legt so den Plunger 112 in einer beliebigen Stellung in dem Zylinder fest, in die er vorher beim Handhaben
des Handgriffes gebracht wurde, und zwar entweder in seine Stellung nach den gestrichelten Linien
oder in seine Stellung nach den strichpunktierten Linien.
Der Ständer 12 und sein Betätigungsmechanismus 14 sind so angeordnet, daß jede Handarbeit beim
Austausch von Trommeln aus dem Ständer wegfällt. Wenn angenommen wird, daß das gesamte auf der
Trommel 62 befindliche Gut, wenn diese auf dem Ständer 12 in Abgabestellung ist (Fig. 1), abgegeben
worden ist, betätigt der Arbeiter den Handgriff 144 des Ventils 138 und bringt ihn aus der Stellung I (in
vollen Linien gezeichnet) in die Stellung II (in strichpunktierten
Linien gezeichnet), um das Hubwerk 14 zu veranlassen, den Ständer aus seiner gehobenen Abgabestellung
auf den Boden F zu bringen, bis die Trommel 62 auf dem Boden ruht (Fig. 6). Man kann
dann die gesenkte Trommel 62 auf dem Fußboden von dem Ständer 12 in Richtung des, Pfeiles 150 in Fig. 6
wegrollen, wenn zuvor der Ständer 12 in die in Fig. 6 mit strichpunktierten Linien gezeichnete Stellung gesenkt
wird, um die Trommel voll freizugeben. Das Herausrollen der Trommel auf dem Boden zum vollständigen
Herausnehmen aus dem Ständer 12 ist unnötig, wenn die Trommel einen genügend großen
Durchmesser hat. Sie ist dann einer Ausstoßwirkung durch die Lager 58 beim Senken des Ständers unterworfen,
nachdem die Trommel den Boden erreicht hat. Während der Abwärtsbewegung des Ständers 12 drükken
nämlich die halbzylindrischen Lagerflächen 59 und die diese Ebene fortsetzenden Flächen 65 a der Trommellager
58 in den Ständerarmen 44 und 46 die entsprechenden Lagerzapfen 70 und 72 der Trommel heraus
und zwingen diese auf dem Boden zu rollen, bis seine Lagerzapfen aus den Lagern heraus sind. Der
Arbeiter bewegt dann den Handgriff 144 des Ventils 138 aus der strichpunktierten in die in vollen Linien
gezeichnete Stellung, um den Ständer 12 in die richtige Stellung zur Aufnahme einer anderen Trommel
zu bringen, wobei diese von der gleichen Größe sein muß wie die vorangegangene Trommel 12. Die herausgenommene
Trommel wird dann weiter von dem Ständer 12 weggerollt, und eine andere volle Trommel
wird auf den Boden auf den gesenkten Ständer zu in die gleiche Stellung gerollt wie die gezeigte strichpunktierte
Stellung der Trommel 62 in. Fig. 6. Die Befestigungseinrichtung 64 kann in der Zwischenzeit von
der leeren Trommel 62 abgenommen und an der vollen Trommel angebracht worden sein, oder eine andere
Befestigungseinrichtung kann an der vollen Trommel befestigt worden sein, während das auf der Trommel
62 befindliche Gut in der Vorrichtung 10' abgegeben worden ist. Der Arbeiter betätigt danach den Handgriff
144 des Ventils 138 und bringt ihn aus der in Fig. 1 in vollen Linien gezeichneten in die in gestrichelten
Linien gezeichnete Stellung, um das Hubwerk 14 zu veranlassen, den Ständer 12 in seine gehobene
Abgabestellung zu schwingen. Währenddessen kommen die Lagerzapfen der neuen Trommel zunächst
auf die Lagerflächen 59 und 64a- der Lager, wonach der Ständer die volle Trommel vom Boden anhebt.
Der dargelegte Austausch von Trommeln wird durch die Bremsvorrichtung 18 nicht behindert, weil
der zur Bremstrommel 96 gehörige Bremsschuh 158 aus dem Wege der Bremstrommel herausgeschwungen
wird, wenn der Ständer in seine Austauschstellung gebracht wird.
Die Führungsrolle 16 ist frei auf einem Zapfen 160 auf einer Platte 162 drehbar, die bei 164 auf einer
oberen Verbindungsstange zwischen gegenüberliegenden Armen 168 drehbar ist. Diese Arme sind an ihren
unteren Enden an einer Querstange 170 befestigt, die mit ihren Enden auf Zapfen 172 an den gegenüberliegenden
Bodenschienen 26 des Grundrahmens 24 drehbar gelagert ist (Fig. 2). Die Stange 170, die
Arme 168 und die Verbindungsstange 166 stellen einen Schwingrahmen 174 für die Führungsrolle 16
dar und gestatten dieser eine Bewegung in einer bogenförmigen Bahn.
Wie am besten aus Fig. 1 ersichtlich, wird der Draht W über die Führungsrolle 16 geleitet und von
dieser in Richtung des Pfeiles 176 in Fig. 1 durch (nicht gezeigte) Mittel, beispielsweise durch eine
Winde, abgezogen. Der Draht W kann von der Trommel 62 für verschiedene Zwecke abgespult werden. So
kann er durch eine Strangpresse geführt werden, um eine isolierende Gummiummantelung darauf anzubringen,
und danach eine Vulkanisieranlage durchlaufen, um die Gummiummantelung auf dem Draht zu
vulkanisieren. Für diesen und andere Zwecke ist es wesentlich, daß der Draht mit gleichmäßiger Geschwindigkeit
abgezogen wird. Zu diesem Zweck ist die Wirkung der Bremsvorrichtung 18 auf die sich
drehende Trommel 62 so genau wie möglich von den unvermeidlichen Veränderungen der auf den Draht
einwirkenden Zugkraft abhängig gemacht. Eine volle Trommel bietet nämlich weniger Widerstand für das
Abziehen des Drahts als eine teilweise leere. Dies rührt daher, daß sich bei gleichbleibendem Bremsdrehmoment
und abnehmendem Lagendurchmesser auf
der Trommel die Zugkraft im Draht vergrößert. Ebenso sind unkontrollierbare Trägheitskräfte und
Veränderungen im Reibungswiderstand bei der Drehung der Trommel und auch häufige Ungleichmäßigkeiten
aufeinanderfolgender Drahtlagen für Veränderungen der Zugkraft im Draht die Ursache. Diese und
andere Faktoren sind es, die Veränderungen in der Spannung des Drahts zur Folge haben, ja sogar für
das Abreißen des Drahts verantwortlich sind.
Um eine genaue Steuerung der Zugkraft des ablaufenden
Drah.ts zu erzielen, ist die Bremsvorrichtung 18 mit dem Fühlhebel 168 bzw. mit der an diesem befestigten
Führungsrolle 16 verbunden, so daß die Bremsvorrichtung auf die Bewegung der Führungsrolle
16 anspricht. Zu diesem Zweck ist der Bremsschuh 158 bei 180 drehbar auf dem Ständerarm 44
befestigt und kann mit dem Umfang der Bremstrommel 96 in Verbindung gebracht werden. Mit der Führungsrolle
16 ist er durch das Betriebsgestänge 20 verbunden. Dieses Gestänge 20 hat eine Tot-Gang-Verbindung
182, die an ihrem einen Ende drehbar (bei 184) mit dem Bremsschuh 158 verbunden ist (Fig. 1), während
ihr anderes Ende (bei 186) drehbar an einem Ende eines Armes 188 angelenkt ist. Dieser ist zwischen
seinen Enden (bei 190) an einer Platte 192 auf der Querstrebe 42 zwischen den Seitenplatten 36 und 38
des Grundrahmens 24 drehbar befestigt. Der Arm 188 ist in der Nähe seines unteren Endes durch ein Glied
194 mit einem der Arme 188 des schwingenden Rahmens 174 für die Rolle verbunden. Die Führungsrolle
16 und das Betriebsgestänge 20 werden normalerweise in ihre in vollen Linien gezeichnete Stellung (Fig. 1)
gedrückt, in der das Betriebsgestänge unter der Wirkung der starken Hauptfeder 22 mit dem Bremsschuh
158 zusammenarbeitet, um denselben mit maximaler Kraft an die Bremstrommel 96 anzudrücken. Zu diesem
Zweck ist die Hauptfeder (im vorliegenden Fall eine Zugfeder) mit einem Ende (bei 198) am unteren
Ende des Armes 188, während das andere Ende dieser Feder (bei 200) an einer Stange 202 befestigt ist.
Diese ist zur Veränderung der Zugkraft der Hauptfeder 22 in Längsrichtung in einer Platte 204 an der
hinteren Querstrebe 28 des Grundrahmens 24 einstellbar (Fig. 2) und ist in· der eingestellten Stellung
durch eine Stellschraube 206 od. dgl. verriegelt. Es ergibt sich aus Fig. 1 und 2, daß mindestens in der Abgabestellung
des Ständers 12 die Hauptfeder 22 über das Betriebsgestänge 20 des Bremsschuhes 158 mit
maximaler Bremskraft gegen die Bremstrommel 96 drückt und die Führungsrolle 16 die in Fig. 1 in vollen
Linien gezeigte Stellung einnimmt, die als die »optimale Bremsstellung« bezeichnet wird.
Fig. 4 und 5 zeigen die Tote-Gang-Verbindung 182 im einzelnen. Dieses Verbindungsglied 182 besteht
aus zwei Elementen 208 und 210, von denen das letztere
und das erstere eine gleitend in dem rohrförmigen Element 210 aufgenommene Stange ist. Die
Stange 208 hat die erwähnte Drehverbindung 184 mit dem Bremsschuh 158. Das rohrförmige Element 210
besitzt ein geschlossenes Ende 212, in dem der mit Gewinde versehene Schaft 214 eines U-förmigen Verbindungsstücks
216 aufgenommen ist, das die Drehverbindung 186 mit dem Arm 188 besitzt. In dem rohrförmigen Element 210 sowie zwischen seinem geschlossenen Ende 212 und der Stange 208 befindet sich
eine Schraubendruckfeder 218, die in ihrer entspannten Stellung die Elemente 208 und 210 in dem in
Fig. 4 gezeigten Ausmaß auseinanderhält. Die Feder 218 ist so beschaffen, daß sie der Beseitigung des
toten Gangs in dem Verbindungsglied 182 einen federnden Widerstand entgegensetzt. Die Größe des
zulässigen toten Gangs in dem Verbindungsglied 182 wird durch den mit Gewinde versehenen Schaft 214
in dem rohrförmigen Element 210 und durch einen gegenüberliegenden Anschlagteil 220 in dem Verbindungselement
208 bestimmt. Der Anschlagteil 220 hat die Form einer in das Verbindungsgliedelement 208
eingeschraubten Stellschraube, wodurch der Bereich des zulässigen toten Gangs in dem Glied 182 bei Einstellung
des Anschlagteils 220 in dem Verbindungselement 208 verstellbar ist. Die gewünschte Einstellung
des Anschlagteils 220 in dem Verbindungselement 208 kann dadurch erfolgen, daß der mit Gewinde
versehene Schaft 214 zeitweilig aus dem rohrförmigen Teil 210 herausgenommen und ein Schraubenzieher
durch das mit Gewinde versehene Loch 222 eingeführt wird, um den Anschlagteil 220 zu drehen.
Wenn eine volle Trommel in den Ständer 12 eingesetzt und diese in die angehobene Abgabestellung gcbracht
ist, dann wird der Draht W von Hand von der Trommel abgezogen und dabei über die Rolle 16 geführt,
nachdem vorzugsweise das vorderste Ende des Drahts mit einer Abha.spelvorrichtung verbunden
wurde. Bevor der Draht abgezogen wird, steht er nicht unter Spannung. Hierdurch wirkt die kräftige Hauptfeder
22 auf das Betriebsgestänge 20 und die Führungsrolle 16 ein, um sie in die in vollen Strichen gezeichneten
Stellungen in Fig. 1 zu bringen. In dieser beseitigt die Hauptfeder, die wesentlich kräftiger ist
als die Schraubendruckfeder 218 und weiterhin noch einen günstigeren Hebelarm an dem Arm 188 hat als
diese, jegliches Spiel in der Toten-Gang-Verbindung 182 und drückt den Bremsschuh 158 mit voller Kraft
auf die Bremstrommel 96. Erst wenn der Draht W kräftig abgezogen wird, überwindet der Drahtzug die
Kraft der Hauptfeder 22, die die Führungsrolle in ihrer (in vollen Linien gezeigten) optimalen Bremsstellung
hält, und zieht den Fühlhebel 168 mit der Führungsrolle 16 nach links aus dieser Stellung her-
4-0 aus. Diese Schwingbewegung der Führungsrolle 16
aus ihrer optimalen Bremsstellung durch den Drahtzug wird durch die Feder 218 unterstützt, die das Bestreben
hat, den toten Gang in der \'erbindung 142 (Fig. 4) wiederherzustellen. Während die Feder 218
in der Toten-Gang-Verbindung 162 die Zugkraft des von dem Haspel abgezogenen Drahts erhöht, um die
Führungsrolle 16 aus ihrer optimalen Bremsstellung gegen die Kraft der Hauptfeder herauszudrücken,
wirkt die Feder 218 auch durch das Verbindungselement 208 mit dem Bremsschuh 158 derart zusammen,
daß dieser an die Bremstrommel 96 mit einer Kraft angedrückt wird, die beträchtlich geringer ist als die
optimale Bremskraft. Mit zunehmender Einstellung des Hebels 168 in die strichpunktierte Stellung (Fig. 1)
wird die Schraubendruckfeder 218 mehr und mehr entspannt, bis schließlich keine, zum mindesten keine
bemerkenswerte Bremskraft auf die Bremstrommel mehr ausgeübt wird. In dem Augenblick also, in dem
die Führungsrolle 16 durch die Zugkraft des Drahts auch nur leicht aus ihrer optimalen Bremsstellung
herausbewegt wird, wird die Bremsvorrichtung 18 sofort voll von der Einwirkung der Hauptfeder 22 entlastet,
und die Bremswirkung der Trommel 62 unterliegt nur noch der beträchtlich schwächeren Schrau-
bendruckfeder 218 in der Toten-Gang-Verbindung
182. Wenn nun die Führungsrolle aus ihrer strichpunktierten Stellung auf ihre in vollen Linien gezeigte
Stellung zu und in diese hineinbewegt wird (Fig. 1), dann wird die von dem Bremsschuh 158 auf dieBremstrommel
96 ausgeübte Bremskraft von Null oder nahe-
ίο
zu ATull nach und nach bis zu demjenigen Höchstwert
zunehmen, der durch das nach und nach erfolgende Zusammenpressen der Schraubendruckfeder 218 erreichbar
ist. Wenn jedoch die Führungsrolle 16 ihre in vollen Linien gezeigte optimale Bremsstellung erreicht,
dann wird die höchste Bremskraft des Schuhes 158 auf die Bremstrommel 96 plötzlich sehr stark.
Der Tote-Gang-Bereich des Verbindungsgliedes 182 ist vorzugsweise so, daß das vollständige Beseitigen
kraft in dem Draht im wesentlichen konstant bleibt. Während die Führungsrolle 16 während der Abgabe
des Drahts 62 im allgemeinen langsam in ihre strichpunktiert gezeigte Stellung zurückkehrt, bewirken
5 unvermeidliche Veränderungen in der Zugkraft des Drahts, die aus irgendwelchen Gründen auftreten, daß
die Rolle 12 sich vorwärts und rückwärts bewegt. Dies erfolgt jedoch innerhalb eines so engen Bereichs,
daß die ausgelöste Bremswirkung kaum jemals die
des toten Gangs durch die Führungsrolle 16 eine Be- io Führungsrolle in ruckweise Bewegung oder in ein
wegung der letzteren durch einen beträchtlichen Be- Pendeln geraten läßt,
reich erfordert. Weiterhin wird die Schraubendruckfeder 218 in dem Verbindungsglied 182, während sie,
wie bereits beschrieben, beträchtlich schwächer ist als
In dem Augenblick, in dem die Trommel 62 leer ist, wird der Draht fast spannungslos mehr über die Führungsrolle
16 gezogen, woraufhin die kräftige Haupt-
die Hauptfeder 22, vorzugsweise sehr weich gewählt. 15 feder fast sofort auf den Bremsschuh 158 einwirkt, so
Dies deshalb, damit sich ihre Einwirkungskraft auf daß dieser die maximale Bremskraft auf die Bremsden
Bremsschuh sehr feinfühlig ändert, um eine voll- trommel 96 einwirken läßt. Hierdurch wird die weikommene
Anpassung an den abnehmenden Lagen- tere Drehung des Haspels sofort unterbrochen,
durchmesser zu erhalten, d. h. den ablaufenden Draht Während die beschriebene Anordnung der Schraudauernd
unter im wesentlichen konstanter Spannung 20 bendruckfeder 218 in dem Betriebsgestänge 20 zwihalten
zu können, gleichgültig in welchen Stellungen sehen der Führungsrolle 16 und dem Bremsschuh 158
sich die Führungsrolle 16 innerhalb ihres Betriebs- insoweit von größtem Vorteil ist, als ein im wesentbereichs
während der Abgabe des Drahts befinden liehen pendelfreies Ansprechen der Bremsvorrichtung
mag. Wenn ein großer Bewegungsbereich der Füh- 18 auf Veränderungen in der Drahtspannung während
rungsrolle 16 vorgesehen und in der Toten-Gang-Ver- 25 der normalen Abgabe des Drahts erfolgt, ist das Vorbindung
182 eine Schraubendruckfeder 218 solcher sehen eines toten Gangs in dem Verbindungsglied 182
Charakteristik eingebaut ist, daß ihr Zusammenwir- innerhalb eines bestimmten Bereichs zwischen den
ken mit dem Bremsschuh soweit als möglich auf Elementen 208 und 210 ebenfalls deswegen vorteil-Schwankungen
in der Zugkraft des abgehaspelten haft, weil dadurch der kräftigen Hauptfeder 22 die
Drahts anspricht, so wird die Führungsrolle selbst bei 30 Möglichkeit gegeben wird, sofort beim Zerreißen des
plötzlichen und anomalen Veränderungen in der Zug- Drahts in Wirkung zu treten, den toten Gang in dem
kraft des Drahts nicht ruckweise laufen oder pendeln Verbindungsglied 182 fast sofort zu beseitigen, auf
können. Vielmehr wird ein mehr oder minder nach den Bremsschuh 158 einzuwirken und diesen zu zwin-
und nach erfolgendes Ansprechen der Bremse auf die gen, die maximale Bremskraft auf die Trommel 96
Veränderungen der Drahtzugkraft erfolgen und die 35 des umlaufenden Haspels auszuüben, die die Trommel
Bremswirkung sehr empfindlich sein. Insbesondere sofort anhält. Dadurch wird die Möglichkeit genomwird
die Bremsung sehr leicht auf gleichwie geartete men, daß das abgerissene Ende des Drahts in gefähr-Vreränderungen
in der Drahtzugkraft ansprechen, damit eine vollkommen gleichmäßige Abwickelzugkraft
sicherstellen und ein. Reißen des abgespulten Drahts 40
mit Sicherheit vermindern.
sicherstellen und ein. Reißen des abgespulten Drahts 40
mit Sicherheit vermindern.
Wenn nun angenommen wird, daß das Abziehen des
Drahts von der Trommel 62 gerade begonnen wurde,
dann nimmt die Zugkraft des Drahts zu, bis die Trägheit der vollen Trommel überwunden und diese in eine 45 ten Zustand nach Fig. 4 zurückgekehrt ist. Danach und drehende Bewegung versetzt ist. Bei Beginn eines Ab- während der weiteren Abwärtsbewegung des Ständers gabevorgangs ist die auf den Draht ausgeübte Zug- 12 zwingt das Getriebegestänge 20 infolge der Federkraft ein Maximum. Daher wird die Führungsrolle 16 verbindung 230 zwischen der Verbindung 182 und zu Beginn von dem Draht in Richtung der strichpunk- dem Bremsschuh 158 den letzteren zum Abheben von tierten Linie (Fig. 1) oder ganz in diese Stellung hin- 50 der Trommel 96 und zum Einschwenken in die in voleingezogen, bevor die Bremsung der Trommel so ver- len Linien gezeichnete Stellung und dann in die strichkleinert ist, daß deren Anlaufen erfolgt. Wenn die punktierte Stellung in Fig. 1. Damit ist der Brems-Trommel sich einmal in drehender Bewegung befindet schuh außerhalb des Wegs der Bremstrommel 96, wenn und eine geringere Zugkraft in dem Draht erforder- die leere Trommel von dem Ständer 12 wegbewegt lieh ist, um die Trommel in Bewegung zu halten, dann 55 ulTd eine neue Trommel in das Gestell eingesetzt wird, bewegt sich die Führungsrolle 16 aus ihrer Anlauf- Während der Anhebung der neuen Trommel in die stellung zurück, um eine Bremswirkung auf den Has- Abgabestellung nähert sich der Bremsschuh automapel auszuüben, die die Zugkraft auf einem vorher be- tisch wieder der Trommel und greift an ihr mit der stimmten konstanten Wert hält. Dieser ist etwas ge- maximalen Bremskraft an, wenn der Ständer seine ringer als die anfängliche Zugkraft bei Bewegungs- 60 Abgabestellung erreicht hat.
Drahts von der Trommel 62 gerade begonnen wurde,
dann nimmt die Zugkraft des Drahts zu, bis die Trägheit der vollen Trommel überwunden und diese in eine 45 ten Zustand nach Fig. 4 zurückgekehrt ist. Danach und drehende Bewegung versetzt ist. Bei Beginn eines Ab- während der weiteren Abwärtsbewegung des Ständers gabevorgangs ist die auf den Draht ausgeübte Zug- 12 zwingt das Getriebegestänge 20 infolge der Federkraft ein Maximum. Daher wird die Führungsrolle 16 verbindung 230 zwischen der Verbindung 182 und zu Beginn von dem Draht in Richtung der strichpunk- dem Bremsschuh 158 den letzteren zum Abheben von tierten Linie (Fig. 1) oder ganz in diese Stellung hin- 50 der Trommel 96 und zum Einschwenken in die in voleingezogen, bevor die Bremsung der Trommel so ver- len Linien gezeichnete Stellung und dann in die strichkleinert ist, daß deren Anlaufen erfolgt. Wenn die punktierte Stellung in Fig. 1. Damit ist der Brems-Trommel sich einmal in drehender Bewegung befindet schuh außerhalb des Wegs der Bremstrommel 96, wenn und eine geringere Zugkraft in dem Draht erforder- die leere Trommel von dem Ständer 12 wegbewegt lieh ist, um die Trommel in Bewegung zu halten, dann 55 ulTd eine neue Trommel in das Gestell eingesetzt wird, bewegt sich die Führungsrolle 16 aus ihrer Anlauf- Während der Anhebung der neuen Trommel in die stellung zurück, um eine Bremswirkung auf den Has- Abgabestellung nähert sich der Bremsschuh automapel auszuüben, die die Zugkraft auf einem vorher be- tisch wieder der Trommel und greift an ihr mit der stimmten konstanten Wert hält. Dieser ist etwas ge- maximalen Bremskraft an, wenn der Ständer seine ringer als die anfängliche Zugkraft bei Bewegungs- 60 Abgabestellung erreicht hat.
beginn. Die Drahtspannung wird während der gesam- Fig 7 zeigt eine abgewandelte Tote-Gang-Verbinten
Abgabe des Drahts von der Trommel trotz des dung 182' in dem BetrLebsgestänge 20' zwischen der
geringer werdenden Abspuldurchmessers etwa auf (nicht gezeigten) Führungsrolle und dem Bremsschuh
diesem konstanten Wert gehalten. Dies ist auf die 158'. Die Verbindungselemente 208' und 210/ haben
Tatsache zurückzuführen, daß sich die Führungsrolle 65 eine Tote-Gang-Verbindung von einem bestimmten
ihrer in strichpunktierten Linien gezeigten Stellung Bereich, die durch einen Querstift 232 in dem Vernähert,
wenn, die Zugkraft im Draht das Bestreben bindungselement 208' und einem Längsschlitz oder
hat, mit geringer werdendem Abspuldurchmesser Schlitzen 234 in dem Verbindungselement 210'besteht,
größer zu werden. Die Bremswirkung auf die Trom- in dem der Stift 232 aufgenommen ist. Die Schraubenmel
wird also nach und nach geringer, so daß die Zug- 7° druckfeder 218 in dem Verbindungsglied 182' ist wei-
8W 64O;187
licher Weise herumschleudert und der Draht auf dem Haspel in Verwirrung gerät.
Während der beim Auswechseln der Trommel erfolgenden Abwärtsbewegung des Ständers 12 aus seiner
Abgabestellung bleibt der Bremsschuh 158 zunächst im Eingriff mit der Bremstrommel 96, bis die
Feder 218 in der Verbindung 182 in ihren entspann-
Claims (8)
1. Abwickeleinrichtung für Stranggut, z. B. Draht, mit einer frei laufenden, abbremsbaren
Haspeltrommel, deren Hemmdrehmoment durch die jeweilige Lage eines am Draht anliegenden sowie
auf die Einstellung einer Trommelbremse einwirkenden Fühlhebels bestimmt ist. der einerseits
unter der Krafteinwirkung einer starken Feder gegen einen die eine Tot- bzw. maximale Bremsstellung
festlegenden Anschlag gedrückt wird und andererseits über eine zweite, schwächere Feder
derart auf das Bremsglied einwirkt, daß dieses bei Annäherung des Fühlhebels an diese Totlage mit
zunehmender Kraft an der Bremstrommel zur Anlage kommt, dadurch gekennzeichnet, daßderFühlhe1>el
(168) einen an sich bekannten, am Haspelrahmen (24, 26) schwingend gelagerten Brems-
schuh (158) über die zweite, schwächere Feder (218) beaufschlagt, deren Hub in der Xähe der
Totlage derart begrenzt ist, daß eine feste Verbindung zwischen dem Fühlhebel (168) und dem
Bremsschuh (158) eintritt, über die der Bremsschuh der vollen Kraft wirkung der starken Feder
(22) ausgesetzt ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Fühlhebel (168) auf die lange sowie unter der Zugkraftwirkung der starken
Feder (12) stehende Seite eines zweiarmigen Hebels (20) einwirkt, dessen andere, kürzere Seite
über die schwächere Feder (218) mit dem Bremsschuh (158) verbunden ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der schwächeren Feder
(218) und damit die Federkraft einstellbar ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die schwächere Feder (218)
zwischen zwei teleskopartig verschiebbaren Gliedern (208. 210) angeordnet und als Druckfeder
ausgebildet ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Maximalkraft der schwächeren"
Feder (218) durch zwei Anschlagteile (214. 220) begrenzbar ist, welche in je einem der teleskopartigen
Glieder (208, 210) angeordnet sind.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens einer der beiden Anschlagteile (214. 220) in Längsrichtung verstellbar
ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die maximale Ausziehbewegung
der teleskopartigen Glieder (208, 210) und damit die Minimalkraft der schwächeren Feder (218)
durch Anschlagteile (232, 234) begrenzt ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 1, deren Fühlhebel über eine Führungsrolle vom Draht beaufschlagt
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die starke Feder (22) auf den Fühlhebel (168) ausgeübte
Bewegung in von der Haspeltrommel weggerichtetem Sinn erfolgt und durch einen Anschlag
(40) begrenzt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Xr. 886 783. 823 731,
059;
Deutsche Patentschriften Xr. 886 783. 823 731,
059;
britische Patentschrift Nr. 204 358;
USA.-Patentschriften Nr. 2 331 662. 1 946 313.
1 884 183, 1 401 123.
USA.-Patentschriften Nr. 2 331 662. 1 946 313.
1 884 183, 1 401 123.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 640/187 9.58
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| US552023A US2879011A (en) | 1955-12-09 | 1955-12-09 | Reel pay-out device of the tensioncontrolled type |
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| DEST8039U Expired DE1776824U (de) | 1955-12-09 | 1956-09-05 | Abwickeleinrichtung fuer stranggut, z. b. draht. |
Country Status (4)
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| US (1) | US2879011A (de) |
| DE (2) | DE1039979B (de) |
| FR (1) | FR1170231A (de) |
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