DE1039639B - Einrichtung an polarisierten elektromagnetischen Relais - Google Patents
Einrichtung an polarisierten elektromagnetischen RelaisInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung an polarisierten elektromagnetischen Relais, welche eine in sich
abgeschlossene Antriebsvorrichtung sowie eine ebenfalls in sich abgeschlossene und lösbar an der Antriebsvorrichtung
sitzende Kontaktvorrichtung mit einem Paar oder mehreren Paaren von beweglichen und
festen Kontakten aufweist. Sie kann dabei besonders vorteilhaft bei Relais mit kleinen Abmessungen Verwendung
finden, bei welchen der Abstand bzw. die Abstandshaltung zwischen den zusammenwirkenden
Kontaktteilen und der Kontaktweg des oder der beweglichen Kontakte zwischen ihren geschlossenen und
offenen Stellungen sehr klein sind, beispielsweise in der Praxis häufig in der Größenordnung von einigen
wenigen zehntausendstel Millimetern gehalten werden. Eine Ausführungsform der sogenannten Miniaturoder
Kleinstrelais ist in der britischen Patentschrift 619 546 dargestellt.
Es ist bekannt, daß bislang bei der Herstellung solcher Kleinstrelais eine relativ große Anzahl von
Bestandteilen gesondert und innerhalb sehr feiner Herstellungsgrenzen hergestellt und danach zusammengebaut
werden mußte. Das Herstellen und Zusammenbauen solcher Teile und die Einregelung und
Prüfung empfindlicher Relais, welche aus diesen Teilen zusammengebaut werden, ist ein langwieriger und
kostspieliger Prozeß, welcher ein hohes Ausmaß an fachmännischer Geschicklichkeit und eine große Sorgfalt
erforderlich macht. Die verschiedenen Bestandteile werden bei den bekannten Einrichtungen aus
verschiedenen Werkstoffen gefertigt, und zwar derart, daß diese Werkstoffe nach den verschiedenen mechanischen
und elektrischen Eigenschaften hin ausgewählt werden. Wie bekannt ist, treten insbesondere bei der
Auswahl von Werkstoffen dahingehend Schwierigkeiten auf, daß diese Werkstoffe gleichzeitig elektrischen
und mechanischen Erfordernissen zu genügen haben. Diese Schwierigkeiten machen sich besonders
dann bemerkbar, wenn eine Gruppe von Werkstoffen ausgewählt wird, welche die erforderlichen Eigenschäften
haben und von denen alle auf die gleichen zulässigen Feingrenzwerte hin bearbeitet werden
müssen.
Bei der Herstellung eines jeden beliebigen Instruments oder Geräts ist es erwünscht, sowohl die Anzahl
der Bestandteile als auch der Gattungen solcher Teile in kleinstmöglichen Grenzen zu halten. Bei der Herstellung
von Kleinstrelais ist es bisher üblich gewesen, daß der Anker als ein Kontaktträgerkörper
ausgebildet wird, welcher seinen oder seine Kontakte aus der einen Schaltstellung in die andere Lage bewegt
und dadurch entweder einen Kontakt unterbricht oder ihn herstellt oder eine Umschaltung bewirkt. In
diesen Fällen ist es üblich, daß der Strom des oder Einrichtung an polarisierten
elektromagnetischen Relais
elektromagnetischen Relais
Anmelder:
Telephone Manufacturing Company
Limited, London
Limited, London
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Schubert, Patentanwalt,
Siegen (Westf.), Oranienstr. 14
Siegen (Westf.), Oranienstr. 14
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 5. März 1954
Großbritannien vom 5. März 1954
Frederick Emil Rommel und Malcolm Simons, London, sind als Erfinder genannt worden
der Ankerkontakte durch den Anker selbst hindurchfließt.
Dabei ist es erforderlich, eine konstante Relativanordnung zwischen einem beweglichen Kontakt und
einem zugehörigen festen Kontakt unter allen Betriebsbedingungen sicherzustellen.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, bei der Herstellung eines elektromagnetischen Relais die Teile
so einzurichten bzw. auszubilden, daß sie zu zwei getrennten oder gesonderten Baugruppen zusammenzubauen
sind, von denen die eine eine vollständige Antriebsvorrichtung in betriebsfähigem Zustand ist,
während die andere die gesamte Kontaktvorrichtung aufweist, und zwar einschließlich sowohl der beweglichen
als auch der stationären Kontakte. Bei einer derartigen Ausführungsform werden die gesonderten
Baugruppen so zusammengefügt, daß ein fertiges Relais entsteht. Bei dieser Ausführungsform ist die
Kontaktvorrichtung in sich vollständig bzw. abgeschlossen ausgebildet, indem sie die Stromkreise
steuert, welche durch das Relais betätigt werden, und zwar derart, daß dabei der Anker keinen Teil der tatsächlichen
Leitung oder Führung des Stromes bildet und nur als eine mechanische Betätigungsvorrichtung
für die beweglichen Kontakte dient.
Die Erfindung beschäftigt sich mit den vorbeschriebenen Problemen und vermeidet insbesondere durch
die Verbesserung der zuletzt beschriebenen Relaisausführungsform soweit wie möglich die vorangegebenen
Nachteile, und zwar in erster Linie dadurch, daß erfindungsgemäß die Kontaktvorrichtung in eine
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solche Stellung relativ zur Antriebsvorrichtung einzu- dieses Ergebnis zu erzielen. Die Ausführungsformen
justieren ist, wobei der bewegliche Kontakt oder jeder der beschriebenen Kontaktvorrichtung ermöglichen
derselben gegen einen Puffer- oder Anschlagbauteil jedoch, einen Isolationswiderstand gleicher Größenunter
Druck gehalten werden, um dadurch die Kon- Ordnung sowohl für die statischen als auch die bewegtaktruhestellung
genau festzulegen, daß der Abstand 5 liehen Kontakte einzuhalten, mit der Folge, daß die
des festen Kontaktes oder jedes derselben relativ zum Ausbildungs- und die Herstellungserfordernisse der
zugeordneten beweglichen Kontakt festgelegt und da- Kontaktvorrichtung eine erhebliche Vereinfachung
durch der Kontaktweg zwischen festem und beweg- und Erleichterung erfahren.
lichem Kontakt bestimmt wird. Der bewegliche Kon- Wie bereits erwähnt, ist einer der Hauptnachteile
takt oder jeder dieser Kontakte ist also so eingerichtet, io der Verwendung des Ankers für die Halterung eines
daß er bei seiner Rückkehr- oder Abschaltbewegung oder mehrerer Kontakte die Schwierigkeit, ein kondurch
die Puffer- oder Anschlagfläche begrenzt wird, stantes Verhältnis zwischen den Lagen oder Schaltso
daß seine Stellung dann, wenn er nicht betätigt ist, Stellungen der beweglichen und der statischen Konmit
Genauigkeit festliegt. Auf diese Weise können die takte sicherzustellen, und bei der Herstellung solcher
Kontakte mit der erforderlichen Einregelung einge- 15 Relais wird eine besondere Methode des Prüfens und
stellt werden, und der Antriebsbauteil, welcher ge- Einregeins des Ankers benötigt, um sicherzustellen,
wohnlich der Anker des Relais ist, sowie auch die daß eine richtige Anfangsbeziehung zwischen den
Kontaktanordnungen können eingestellt und unab- Schaltstellungen der jeweiligen Kontakte vorhanden
hängig voneinander eingeregelt werden, und zwar ist. Ein weiterer zu berücksichtigender Faktor bei der
ohne daß ein Zwischenwirken oder Zwischenbeein- 20 Verwendung des Ankers als Stromleiter nach den
flüssen von Teilen der einen Vorrichtung mit Teilen Kontakten hin war die Notwendigkeit, den Anker
der anderen Vorrichtung eintritt und ohne daß die isolieren zu müssen. Die Isolierstoffe, welche in dieser
Einregelung der einen Vorrichtung diejenige der an- Hinsicht benutzt werden mußten, haben eine sehr
deren beeinflußt, so daß das gesamte Herstellungs- schlechte mechanische Stabilität, so daß die Lageverfahren
eine beträchtliche Vereinfachung erfährt. 25 Stabilität des Ankers regelmäßig eine Verschlechterung
Die Erfindung macht es ferner möglich, nur einen während eines länger andauernden Gebrauchs erfuhr,
Werkstoff für die Bestandteile der Kontaktvorrich- was in der Folge zu einer Verschlechterung der Ge-
tung, welche isoliert werden müssen, und außerdem samtstabilität des Relais führte.
nur einen weiteren Werkstoff für alle Bestandteile in Daher können bei einem erfindungsgemäßen Relais
dieser Vorrichtung aufzuwenden, welche stromleitend 30 die Antriebsvorrichtung und die Kontaktvorrichtung
sein müssen. Als Folge davon weisen die Teile des derart selbstausrichtend ausgebildet werden, daß nur
einen Werkstoffs natürlich die gleichen mechanischen ihre Relativstellung beim Zusammenwirken von Be-
und elektrischen Eigenschaften auf. deutung ist, wenn das Relais fertig zueammen-
Darüber hinaus brauchen nur zwei Ausführungs- gebaut ist, wodurch eine weitere Einregelung ihrer
formen von Isolationsteilen und zwei Ausführungs- 35 Bestandteile vermieden wird und somit eine weitere
teile von Kontaktstücken als wirklich wesentlich in Erleichterung in bezug auf die Herstellung eintritt,
der Kontaktvorrichtung angesehen zu werden. Bei Eine vollständig stabile Verbindung oder Kupplung
einer einfachen Schaltwirkung werden nur je zwei von kann zwischen dem Anker und den beweglichen Konden
Isolationsbestandteilen und zwei stromleitende takten vorgesehen werden, und diese Kupplung erBestandteile
für die vollständige Vorrichtung benötigt, 40 möglicht einen Isolierwiderstand sehr hoher Größenwährend
im Falle einer Umschaltwirkung nur zwei Ordnung, wodurch in beträchtlicher Weise die Ausder
isolierten Bauteile und vier stromleitende Bauteile bildung des Ankeres und die Art und Weise, ihn zu
erforderlich sind, wodurch die Anzahl von verschieden halten oder zu führen, vereinfacht sind,
herzustellenden Bestandteilen auf einen Kleinstwert Die Kontaktausbildungen eines polarisierten Relais herabgesetzt wird. 45 entsprechen normalerweise einer von sechs Ausfüh-
herzustellenden Bestandteilen auf einen Kleinstwert Die Kontaktausbildungen eines polarisierten Relais herabgesetzt wird. 45 entsprechen normalerweise einer von sechs Ausfüh-
Andererseits wird es durch die Erfindung ermög- rungsformen, d. h., sie entsprechen einer Einfach- oder
licht, daß die beweglichen Kontakte der Kontaktvor- Doppelumschaltwirkung, und in beiden Fällen kann
richtung mechanisch und elektrisch unabhängig vom das Relais ein einseitig stabiles, ein beidseitig stabiles
Relaisanker aufgebracht werden können, und außer- oder ein mittenstabiles sein. Dann werden Schaltmaßdem,
daß eine konstante Relativstellung zwischen den 50 nahmen getroffen, um die individuellen Umschaltortsfesten
und den beweglichen Kontakten unter allen Wirkungen einzeln Kontaktherstellungs- oder Kontaktnormalen Betriebsbedingungen aufrechterhalten wird, Unterbrechungswirkungen anzupassen. Bislang wurso
daß die besonders einengenden Betriebserforder- den, um diesen sechs Erfordernissen zu genügen,
nisse. welche für die Einstellung des Ankers gelten, sechs verschiedene Relaisausführungsformen benötigt,
eine Erleichterung erfahren können, ebenso wie dies 55 bei welchen zwar soweit wie möglich gemeinsame
bei den Herstellungserfordernissen der Fall ist. Teile verwendet worden sind, bei welchen jedoch eine
Durch die bereits bekannte Benutzung des Ankers große Anzahl von Bestandteilen für jede Relaissowohl
zur Halterung eines oder mehrerer Kontakte gattung eine besondere Form haben mußte. Durch
als auch insbesondere zum Leiten des Stromes nach die Erfindung wird es aber ermöglicht, eine Kontaktdem
oder den Kontakten hin entsteht die Schwierig- 60 vorrichtung für die Verwendung oder das Zusammenkeit,
eine Isolation hoher Größenordnung für die wirken mit einer geeigneten Antriebsvorrichtung bei
stromführenden Bauteile sicherzustellen, wie sie heut- irgendeiner oder allen der sechs Kontaktausbildungszutage
für elektronische Geräte gefordert wird. So- formen ohne jegliche Diskrimination zur Anwendung
wohl infolge der Anordnung der Ankerkontakte als zu bringen. Zusätzlich hierzu macht es die Erfindung
auch wegen ihrer größeren Abmessung im Vergleich 65 möglich, eine Bauform zu schaffen, vermittels welcher
zu den statischen Kontakten ist es bislang selten mög- ein mittenstabiles oder ein einseitig stabiles Relais
Hch gewesen, gleiche Werte in bezug auf den Iso- mit entweder Einfach- oder Doppeltkontaktwirkung
lationswiderstand sowohl für die beweglichen als auch lediglich dadurch herzustellen ist, daß die Beziehung
für die statischen Kontakte einzuhalten, obwohl be- der Kontaktvorrichtung zur Antriebsvorrichtung gesondere
Anstrengungen gemacht worden sind, um 70 ändert wird, und dadurch entfällt die Notwendigkeit
bestimmter Bestandteile sowie deren Einregelung, wodurch insbesondere die Herstellung eine Erleichterung
erfahren kann.
Bei den vorerwähnten Kleinstrelais werden gewöhnlich Mittel vorgesehen, welche verhindern sollen, daß
Kontakte, welche unterbrochen werden, prellen oder schwingen oder daß Relativbewegungen der Kontakte,
wenn sie zuerst in Kontaktberührung miteinander kommen, auftreten. Ausführungsformen solcher Mittel
für diesen Zweck sind in den britischen Patent-Schriften 484 472 und 673 867 gezeigt, und derartige
Mittel können ohne weiteres und unschwer bei erfindungsgemäßen Relais zur Anwendung gebracht werden,
wobei derartige Dämpfungseinrichtungen bei den stationären Kontakten zur Anwendung kommen und
verschiedene Formen, wie im nachfolgenden beschrieben ist, haben können.
Die Erfindung soll nunmehr im einzelnen an Hand der ein polarisiertes elektromagnetisches Relais
wiedergebenden Zeichnung beispielsweise erläutert werden, und zwar zeigt
Fig. 1 eine Vorderansicht eines vollständig zusammengebauten Relais,
Fig. 2 eine Draufsicht bzw. Schnittdarstellung gemäß der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht auf das obere Teilstück des Relais, in Richtung von links her in Fig. 1 gesehen,
während
Fig. 4 eine räumliche Darstellung der Einzelbestandteile der Kontaktanordnung, in etwas auseinandergezogener
Form dargestellt, wiedergibt.
Die Haupteigentümlichkeit des beispielsweise gezeigten Relais ist in Übereinstimmung mit demjenigen
Relais, welches in den Fig. 1 bis 4 der britischen Patentschrift 619 546 gezeigt ist, der Antriebsaufbau
bzw. die Antriebsvorrichtung, welcher bzw. welche dem oder der in den vorerwähnten Figuren gezeigten
mit relativ kleinen Abänderungen entspricht. Nebenbei bemerkt sind die Steuermagnete 1 in Übereinstimmung
mit der britischen Patentschrift 715 630 wiedergegeben, damit die beiden Magnete genau ausgeglichen
bzw. ins Gleichgewicht gebracht werden können. Der Rahmen 2 der Antriebsvorrichtung ist jedoch relativ
verkürzt in solcher Weise ausgebildet, daß das ,Kopfoder
obere freie Ende des Schwingankers 3 um ein gewisses Stück nach aufwärts über die anderen Teilstücke
der Antriebsvorrichtung hinausragt. Der Anker trägt jedoch keinen beweglichen Kontakt, sondern
weist zwei darin befindliche kontaktbetätigende Kugeln 4 aus Isolierstoff auf. Diese können aus mineralischem
oder keramischem Werkstoff bestehen; jedoch wird vorgezogen, sie aus lichtbogengeschmolzenem
Titaniumdioxyd (Rutil, Titansäureanhydrid, Ti O2) herzustellen. Wie sich aus den Fig. 2 und 4 ergibt,
ragen diese Kugeln in einem gewissen Ausmaß über die gegenüberliegenden Stirnflächen des Ankers
hinaus, und sie sind so angeordnet, daß ihre Mittelpunkte auf einer Linie unter rechten Winkeln zur
Längsmittelebene des Ankers liegen. Die Antriebsvorrichtung weist überdies zwei mit Aussenkungen
versehene Löcher bzw. Sacklöcher auf, von denen jedes auf einer der gegenüberliegenden Flächen vorgesehen
ist, um dort ein Paar von Schrauben 5 aufzunehmen, welche durch Ansätze 6 an der Grundplatte?
der Kontakteinrichtung für das Halten der letzteren in der Arbeitsstellung relativ zur Antriebsvorrichtung
hindurchführen. Es ist ersichtlich, daß als Folge davon die Grundplatte? in einer Ebene unter
rechten Winkeln zur Hauptausdehnung des angelenkten Ankers 3 liegt, wenn die Antriebsvorrichtung
und die Kontaktvorrichtung aneinander vermittels der beiden Schrauben 5 befestigt sind.
Die Kontaktvorrichtung besteht, wie sich deutlich aus den Fig. 2 und 4 ergibt, in der Hauptsache aus
einer Anzahl von Isolierschienen oder -plättchen, welche schichtförmig zusammen mit den zwischenliegenden
Kontaktstücken aufgebaut und sämtlich vermittels eines Paares von Bolzen 8 und Muttern 9
gehalten sind, wobei sie selbst an der Grundplatte 7 vermittels Schrauben 10 befestigt wird, welche durch
Aussparungen 11 in der Grundplatte 7 hindurchführen und über Schraubgewinde in einer Halteplatte 12 unmittelbar
unterhalb der Grundplatte 7 gehalten werden. Sowohl die Grundplatte 7 als auch die Halteplatte 12 weisen Mittelaussparungen 13, 14 auf, durch
welche hindurch das obere Ende des Ankers 3 sich frei erstreckt. Die Aussparungen 11 in der Grundplatte
7 sind Querschlitze, wie dies in Fig. 4 gezeigt ist, so daß lediglich durch bzw. nach Lösen der beiden
Schrauben 10 die ganze Kontaktvorrichtung seitlich bewegt werden kann, um die Anordnung oder Ausbildung
des Relais, beispielsweise aus einer mittelstabilen in eine seitenstabile Einstellung, wie bereits
ausgeführt, ändern zu können. Dann werden die Schrauben 10 angezogen, um dadurch die Kontaktvorrichtung
in der eingeregelten Lage festzulegen. Wenn die Kontaktvorrichtung in der Betriebsstellung auf
der Antriebsvorrichtung befestigt worden ist, dann sind die Isolierkugeln 4, welche vom Anker 3 gehalten
werden, gerade in Berührung bzw. Wirkverbindung mit den gegenüberliegenden beweglichen Kontaktstücken
15, 16 des Relais, wie sich dies deutlich aus Fig. 2 ergibt, so daß, sobald der Anker 3 sich zu bewegen
beginnt, er dann auch sofort beginnt, entweder den beweglichen Kontakt 15 oder den Kontakt 16 in
Bewegung zu setzen.
Die Isolierschienen der Kontaktvorrichtung weisen lediglich zwei Formen auf, nämlich ein Paar von
äußeren Schienen oder Streifen 17, 18, welche über
die gesamte Breite der Kontaktvorrichtung reichen, und ein Paar von Mittelschienen 19, 20 welche von
jeder Seite her etwas weniger, als der Gesamtbreite entspricht, sich erstrecken. Die beweglichen Kontaktstücke
15, 16 sind dünne Metallstreifen, welche die beweglichen Kontakte 21 tragen und durch die Befestigungsbolzen
8 zwischen den mittleren Isolierschienen 19, 20 und den äußeren Schienen 17, 18 auf
jeder Seite festgeklemmt gehalten werden. Alle diese Isolierschienen bestehen aus dem gleichen Werkstoff,
beispielsweise keramischen Isolatoren, und sie können auf Präzision innerhalb sehr feiner Grenzen allein
durch Schleifen ihrer Dickenabmessung und ihrer Schichtstärke gebracht worden sein. Es sei auch darauf
hingewiesen, daß lediglich zwei Arten von Kontaktstücken vorhanden sind, nämlich die vier inneren
stationären Bauteile 15, 16 und die äußeren oder Kontaktstücke 22, welche die statischen Kontakte 23
tragen. Aus Fig. 2 ergibt sich, daß die beweglichen Kontaktstücke 15, 16 sich in Richtung auf die Mittellinie
jenseits der Mittelisolierschienen 19, 20 erstrecken, sich aber nicht treffen bzw. berühren. Die
Betätigungskugeln 4 am Anker pressen die beweglichen Kontakte 21 an ihrer einen Seite oder der anderen,
wodurch sie in Kontaktberührung mit dem entsprechenden Paar von statischen Kontakten 23 gebracht
werden. Daher ist das gezeigte Relais als Doppelumschaltrelais, und zwar ein mittenstabiles,
anzusprechen. Jeder der Haltebolzen 8 führt durch die beiden äußeren Isolierschienen 17, 18 hindurch, durch
eine der Mittelisolierschienen 19, 20 und nach den
beweglichen Kontaktstücken 15, 16 sowie außerdem an seinen Enden durch zwei statische Kontaktstücke
22. Eine Isolierung wird durch eine Isolierinnenbuchse 22 bewirkt, welche am besten rechts in Fig. 2
zu ersehen ist und jeden der Bolzen 8 umgibt. Die statischen Kontaktstücke 22 an jeder Seite des Relais
sind elektrisch verbunden durch den jeweiligen Bolzen 8, während die beiden beweglichen Kontaktstücke
15, 16 vollständig abisoliert sowohl gegenüber dem Bolzen 8 als auch gegenüber den Kontaktstücken
22 sind. Die Buchsen 24 werden zweckmäßig aus dem gleichen Isolierwerkstoff wie die Isolierschienen 17,
18, 19 und 20 hergestellt.
Jede der mittleren Isolierschienen 19, 20 ist mit einem erhabenen Teilstück 25 versehen, welche Teilstücke
genügend weit voneinander auf Abstand gehalten werden, um es dem Anker 3 zu ermöglichen,
sich frei zwischen ihnen zu bewegen. Die Teilstücke 25 bilden daher Anschlagflächen, um dadurch die
Rückwärts- oder zurückgezogenen Stellungen der beweglichen Kontaktstücke 15, 16 festzulegen, welche
gegen die Teilstücke 25 in jedem gewünschten Ausmaß angepreßt werden können. Die äußeren Isolierschienen
17, 18 haben außerdem je zwei erhabene Teilstücke 26 in einer solchen Lage, daß die äußeren
oder statischen Kontaktstücke 22 vermittels Schrauben 27 eingeregelt werden können, welche in die Bauteile
22 eingeschraubt sind und sich gegen die jeweiligen erhabenen Teilstücke 26 legen. Vermittels der Einregelschrauben
27 kann daher jeder der statischen Kontakte 23 um ein Geringes nach innen oder außen
bewegt werden, wodurch die erforderliche Feineinregelung des Spalts zwischen jedem beweglichen
Kontakt 21 und dem zugehörigen statischen Kontakt
23 ermöglicht wird, welcher Spalt von der Größen-Ordnung von 0,1 mm sein kann. Dieser Spalt wird infolgedessen
konstant gehalten, wenn die Schraube 27 \erriegelt bzw. gesichert ist.
Es ist daher leicht einzusehen, daß die vollständige Kontaktanordnung eine starre selbsttragende Einheit
ist, welche vermittels der Bolzen 10 an der Grundplatte 7, durch welche sie hindurchführen, zusammengehalten
wird, wobei die Bolzen 10 an ihren unteren Enden in die Halteplatte 12 eingeschraubt werden,
während die Grundplatte 7 starr an der Antriebsvorrichtung vermittels der Bolzen 8 befestigt wird,
welche durch die Ansätze 6 hindurchführen. Durch Lösen der Bolzen 10 kann, wie bereits erwähnt, die
Kontaktvorrichtung unschwer eingestellt werden, um dadurch die Stellungsfehler im Anker 3 mit wesentlieh
größerer Leichtigkeit ausgleichen zu können, als dies bisher möglich war. Darüber hinaus kann das
Relais für seitenstabiles Arbeiten in jedem Sinne bzw. in jeder Richtung durch jeweiliges Verschieben der
Kontaktvorrichtung in der entsprechenden Richtung und durch Einregelung der Ankervorspannung gebracht
werden.
Die erhabenen Anschlagteilstücke 25 an den Mittelisolierschienen 19, 20 werden dadurch fertiggestellt,
daß sie auf eine Breite heruntergeschliffen werden, welche genau gleich dem Durchmesser der beiden
Isolierkugeln 4 ist, welche im oberen Ende des Ankers 3 sitzen. Die Verwendung eines mineralischen
oder keramischen Isolierstoffes, wie beispielsweise Titaniumdioxyd, für diese Kugeln hat mehrere Vorteile:
Ein mechanischer Vorteil besteht darin, daß der Abstand zwischen den Kontaktpunkten an gegenüberliegenden
Seiten einer jeden Isolierkugel 4 auf einen Wert festgelegt werden kann, welcher ein bestimmter
und unveränderlicher während der gesamten Lebensdauer des Relais ist. In elektrischer Hinsicht
kann ein sehr hoher Isolationswiderstand zwischen Anker und den Kontaktstücken sichergestellt werden,
und tatsächlich sind dann, wenn einmal der Anker auf diese Weise wirksam isoliert ist, die Anordnung und
die Abmessungen der beweglichen und der statischen Kontakte solcher Art, daß ein Isolierwiderstand
gleicher Größenordnung unschwer für beide erreicht und eingehalten werden kann. Darüber hinaus ruft im
Falle eines mittenstabilen Umschaltrelais, wie gezeigt, die Spannung der beweglichen Kontaktstücke 15, 16
gegen ihre Anschlagstücke 25 eine entsprechende Beanspruchung an den Isolierkugeln 4 hervor, wodurch
zwei lagebestimmende Kräfte hervorgerufen werden, welche an jeder Seite des Ankers 3 zur Einwirkung
kommen. Diese sind darüber hinaus völlig einregelbar und machen es möglich, daß die Kräfte, welche von
der Ankerfederaufhängung her ausgeübt werden müssen, auf Kleinstwerte herabgesetzt werden können.
Natürlich muß bei der gezeigten Ausführungsform der Anker 3 eine Kraft ausüben, um die Spannung der
beweglichen Kontaktstücke 15, 16 gegen den Anschlagbauteil 25 zu überwinden, bevor eine Bewegung
des Kontaktstücks 15, 16 vor sich gehen kann, und dieses ist sehr wertvoll in Fällen, bei denen das Relais
Impulsstößen, Vibrationen, der Einwirkung von Interferenzströmen oder sonstigen Störungen ausgesetzt ist.
Es ist bereits darauf hingewiesen worden, daß es erwünscht ist, die statischen Kontakte mit Dämpfungsmitteln und solchen Mitteln zu versehen, daß ein
Kontaktprellen verhindert wird, und daß die vorbeschriebene Ausführungsform sich von Haus aus für
die Verwendung solcher Mittel eignet, wie sie in den britischen Patentschriften 484 472 und 673 867 gezeigt
sind, obwohl diese Mittel in den Zeichnungen nicht dargestellt sind. Es ist jedoch zu ersehen, daß
die statischen Kontakte 22 in Fig. 2 so dargestellt sind, daß sie nach innen hin in Richtung auf ihre
Innenenden versetzt ausgebildet sind. Als Folge davon werden, wenn die beweglichen Kontakte 21 mit
den statischen Kontakten 23 zusammenkommen, die letzteren nach rückwärts in einem gewissen Ausmaß
gepreßt oder gedrückt, und eine relative Gleitbewegung tritt zwischen den zusammenwirkenden
Kontakten auf, wodurch bereits eine Kontaktdämpfung in einem bestimmten Ausmaß erzielt wird.
Claims (8)
1. Einrichtung an polarisierten elektromagnetischen Relais, welche eine in sich abgeschlossene
Antriebsvorrichtung sowie eine ebenfalls in sich abgeschlossene und lösbar an der Antriebsvorrichtung
sitzende Kontaktvorrichtung mit einem Paar oder mehreren Paaren von beweglichen und festen
Kontakten aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktvorrichtung in eine solche Stellung
relativ zur Antriebsvorrichtung einzujustieren ist, wobei der bewegliche Kontakt oder jeder derselben
gegen einen Puffer- oder Anschlagbauteil unter Druck gehalten werden, um dadurch die Kontaktruhestellung
genau festzulegen, daß der Abstand des festen Kontaktes oder jedes derselben relativ
zum zugeordneten beweglichen Kontakt festgelegt und dadurch der Kontaktweg zwischen festem und
beweglichem Kontakt bestimmt ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schwinganker sich über den
Rahmen der Antriebsvorrichtung hinaus erstreckt und sich dann, wenn die Kontaktvorrichtung in der
Arbeitsstellung ist, gegen das oder die Haltebauteile des oder der beweglichen Kontakte anlegt,
derart, daß der oder die beweglichen Kontakte unmittelbar betätigt werden.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker einen oder mehrere
Isolierbetätigungsstücke, wie beispielsweise genau geschliffene Kugeln, trägt, welche die Haltebauteile
der beweglichen Kontakte vermittels direkter Kontaktberührung antreibt bzw. bewegt.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakte so in der Kontaktvorrichtung
eingestellt sind, daß ein oder mehrere Paare von zusammenwirkenden Kontakten bei Nichtbetätigung einen Spalt zwischen
sich aufweisen, welcher nicht größer als 0,125 mm ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kontaktvorrichtung einregelbar
relativ zu der Antriebsvorrichtung in einer Richtung vorgesehen ist, welche im allgemeinen
mit derjenigen der Kontaktbewegung übereinstimmt oder zusammenfällt.
6. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierung der Kontakte
durch übereinandergeschichtete Isolierschienen, -plättchen oder -streifen zwischen den Haltebauteilen
von zusammenwirkenden Kontakten hervorgerufen ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen und die
statischen Kontakte voneinander durch flache Isolierteile geschieden sind, welche lediglich durch
Schleifen der Dickenabmessung bzw. Schichtstärke fertiggestellt sind.
8. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltestücke für die beweglichen
Kontakte und die statischen Kontakte sämtlich aus dem gleichen elektrisch leitenden
Werkstoff bestehen und die isolierten Teilstücke der Kontaktvorrichtung sämtlich aus dem gleichen
elektrisch isolierenden Werkstoff hergestellt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 865 332, 852 719.
Deutsche Patentschriften Nr. 865 332, 852 719.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB6543/54A GB775302A (en) | 1954-03-05 | 1954-03-05 | Improvements relating to polarised electro-magnetic relays |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=9816418
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DET10642A Pending DE1039639B (de) | 1954-03-05 | 1955-03-02 | Einrichtung an polarisierten elektromagnetischen Relais |
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Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE852719C (de) * | 1951-03-14 | 1952-10-16 | Oscar Karl Johan Olsson | Relais bzw. Schalter |
| DE865332C (de) * | 1950-06-22 | 1953-02-02 | Sten Daniel Vigren | Elektromagnetische Schaltvorrichtung, insbesondere Relais |
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|---|---|---|---|---|
| US329399A (en) * | 1885-10-27 | William a | ||
| US204132A (en) * | 1878-05-28 | Improvement in telegraph-repeaters | ||
| US255378A (en) * | 1882-03-21 | Protector for telegraphic instruments | ||
| US1014515A (en) * | 1910-10-18 | 1912-01-09 | Leslie L Pim | Electric ticket-selling device and change-maker. |
| US1672976A (en) * | 1921-11-14 | 1928-06-12 | Western Electric Co | Electromagnetic device |
| BE414972A (de) * | 1935-04-26 | |||
| US2337251A (en) * | 1939-09-22 | 1943-12-21 | Hickok Electrical Instr Compan | Alternating current relay |
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| US2562382A (en) * | 1946-08-28 | 1951-07-31 | Bell Telephone Labor Inc | Electromagnetic switch |
| US2652464A (en) * | 1949-02-16 | 1953-09-15 | Vigren Sten Daniel | Polarized relay |
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0
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- 1955-03-04 US US492155A patent/US2823282A/en not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE865332C (de) * | 1950-06-22 | 1953-02-02 | Sten Daniel Vigren | Elektromagnetische Schaltvorrichtung, insbesondere Relais |
| DE852719C (de) * | 1951-03-14 | 1952-10-16 | Oscar Karl Johan Olsson | Relais bzw. Schalter |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB775302A (en) | 1957-05-22 |
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