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Technisches
Fachgebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Multifunktionseinheit für ein Fahrzeug,
welche Multifunktionseinheit einen Anzeigeschirm enthält.
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Hintergrund
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Es
ist eine bekannte Praxis bei Fahrzeugen, Multifunktionseinheiten
vorzusehen, bei denen zwei oder mehr Systeme in ein und derselben
Einheit untergebracht sind. Ein Grund ist die Raumersparnis, da
nicht jedes der Systeme seinen eigenen Platz beanspruchen muss,
z.B. auf einem in der Fahrerkabine oder im Inneren des Fahrzeugs
angeordneten Instrumentenbrett. Ein weiterer Grund ist die Reduzierung
der Anzahl von Steuermitteln, sodass bestimmte Steuermittel von
zwei oder mehr Systemen genutzt werden können. Systeme, die solchermaßen kombiniert
werden können,
umfassen beispielsweise Stereoanlagen mit Radio und CD-Spieler,
Navigationssystem, Klimaanlage, Reisecomputer und Telefon.
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Ein
Beispiel einer mit einem Anzeigeschirm ausgestatteten Multifunktionseinheit
für ein
Fahrzeug ist in
EP
0 993 995 A1 dargestellt, die auf Steuertasten hinweist,
welche am Rand des Anzeigeschirms angeordnet sind. Die Steuertasten
scheinen auf dem Anzeigeschirm fortgesetzt zu sein, indem sie auf
dem Anzeigeschirm in demjenigen Teil des Anzeigeschirms optisch
dargestellt werden, der den Steuertasten am nächsten liegt. Es wird auch
auf die Funktionen der Steuertasten auf dem Anzeigeschirm in Form
von Funktionssymbolen hingewiesen.
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Ein
Problem mit bestehenden Multifunktionseinheiten wie der obigen ist,
dass von verschiedenen Herstellern gefertigte Multifunktionseinheiten
unterschiedliche Schnittstellen aufweisen, die relativ kompliziert
werden können,
besonders wenn eine große Anzahl
von Systemen in einer Multifunktionseinheit integriert werden soll,
und dass die Steuertasten bei Multifunktionseinheiten, die von verschiedenen
Herstellern hergestellt werden, an unterschiedlichen Stellen angeordnet
sind und unterschiedliche Funktionalitäten darstellen, was das Verständnis auf
Seiten der Benutzer nicht wie im Fall herkömmlich ausgestalteter mechanischer
Einbauten für
Klimatisierung, Beleuchtung und Radio erleichtert. Ein weiteres
Problem ist, dass Multifunktionseinheiten mit Steuertasten wie in
EP 0 993 995 A1 nicht
geeignet sind für eine
stufenweise Steuerung von Funktionen sondern stattdessen zur Steuerung
von Funktionen mit zwei Stellungen, z.B. einer "Ein"-
Stellung und einer "Aus"-Stellung.
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Kurzbeschreibung
der Erfindung
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Das
Problem, dass Multifunktionseinheiten, die von verschiedenen Herstellern
hergestellt werden, unterschiedliche Schnittstellen aufweisen und die
Steuertasten an unterschiedlichen Stellen gelegen sind und unterschiedliche
Funktionalitäten
aufweisen und hierdurch das benutzerseitige Verständnis nicht
erleichtern, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass
eine Multifunktionseinheit für
ein Fahrzeug bereitgestellt wird, welche Multifunktionseinheit einen
Anzeigeschirm und mindestens einen, jedoch vorzugsweise zwei Knöpfe enthält.
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Die
Multifunktionseinheit mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bietet den
Vorteil, dass sie eine Multifunktionseinheit bereitstellt, welche
herkömmlich gestalteten
mechanischen Klimatisierungs-, Beleuchtung-, und Radioeinbauten ähnelt, indem
durch Angleichung an gewohnte Muster die benutzerseitige Erkennung
erleichtert wird und hierdurch auf Seiten der Benutzer Vertrauen
in die relativ komplizierte Schnittstelle geschaffen wird. Ein anderer
Vorteil ist, dass die Multifunktionseinheit für eine schrittweise Steuerung
von Funktionen geeignet ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass der
Knopf bzw. die Knöpfe
mechanisch ist bzw. sind und zumindest teilweise mit dem Anzeigeschirm überlappt
bzw. überlappen
und dass durch Drehen desselben bzw. derselben die softwaregesteuerten
Darstellungen seiner bzw. ihrer Funktionen auf dem Anzeigeschirm
geändert
werden und eine Annäherung
zwischen Eingabe und Rückkopplung
geliefert wird, wodurch die kognitive Belastung des Fahrers in Folge
der hohen Übereinstimmung von
Stimulus und Antwort verglichen mit gesonderten Eingabe- und Ausgabeeinheiten,
z.B. Eingabeschaltern, die nicht mit dem Anzeigeschirm überlappen, verringert
wird. Noch ein weiterer Vorteil ist, dass mit Knöpfen und Drehrädern Pegel
rascher eingestellt werden können
als mit gesonderten Auf-Tasten und Ab-Tasten.
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Kurzauflistung
der Zeichnungen
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Die
Erfindung wird nachstehend in näherer Einzelheit
mit Bezug auf die beigefügten
Zeichnungen erläutert,
in denen:
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1 schematisch eine Ansicht
einer Multifunktionseinheit gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung darstellt, wobei das integrierte Stereosystem aktiviert
und die CD-Seite des Stereosystems ausgewählt ist.
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2 schematisch eine Ansicht
einer Multifunktionseinheit gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung darstellt, wobei das integrierte Stereosystem aktiviert
und die Radioseite des Stereosystems ausgewählt ist.
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3 schematisch eine Ansicht
einer Multifunktionseinheit gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung darstellt, wobei das integrierte Stereosystem aktiviert
und die Sound-Focus-Seite des Stereosystems ausgewählt ist.
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4 schematisch eine Ansicht
einer Multifunktionseinheit gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung darstellt, wobei das integrierte Stereosystem aktiviert
und die Klangwiedergabeseite des Stereosystems ausgewählt ist.
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5 schematisch eine Ansicht
einer Multifunktionseinheit gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung darstellt, wobei das integrierte Klimatisierungssystem
aktiviert ist.
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6 schematisch eine Ansicht
einer Multifunktionseinheit gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung darstellt, wobei das integrierte Navigationssystem
aktiviert und die Hauptseite des Navigationssystems ausgewählt ist.
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7 schematisch eine Ansicht
einer Multifunktionseinheit gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung darstellt, wobei das integrierte Navigationssystem
aktiviert und die Eingabeseite des Navigationssystems ausgewählt ist.
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8 schematisch eine Ansicht
einer Multifunktionseinheit gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung darstellt, wobei das integrierte Beleuchtungssystem
aktiviert ist.
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Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Multifunktionseinheit 1 mit
mindestens einem Anzeigeschirm 2 und mindestens einem Knopf 4, 6.
Die Multifunktionseinheit 1 gemäß der nachstehend beschriebenen
bevorzugten Ausführungsform
enthält einen
Anzeigeschirm 2, zwei Knöpfe 4, 6,
ein Drehrad 8, vier Systemwähltasten 10, 12, 14, 16 und
vier Funktionswähltasten 18, 20, 22, 24.
In den verschiedenen Zeichnungen werden für gleiche Merkmale durchgehend
gleiche Bezugszeichen verwendet.
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Die
Multifunktionseinheit gemäß der Erfindung
bietet den Vorteil, dass sie eine Multifunktionseinheit 1 bereitstellt,
welche herkömmlichen
mechanischen Klimatisierungs-, Beleuchtungstafel- und Radioeinbauten
herkömmlicher
Gestalt ähnelt,
wodurch die benutzerseitige Erkennung durch Anpassung an gewohnte
Muster erleichtert wird und folglich ein Vertrauen auf Seiten der
Benutzer in die relativ komplizierte Schnittstelle geschaffen wird.
Ein anderer Vorteil ist, dass die Multifunktionseinheit 1 für eine schrittweise
Steuerung von Funktionen geeignet ist. Ein weiterer Vorteil ist,
dass der Knopf bzw. die Knöpfe 4, 6 mechanisch
ist bzw. sind und zumindest teilweise mit dem Anzeigeschirm 2 überlappt
bzw. überlappen
und dass die softwaregesteuerten Darstellungen 30, 32, 56, 58, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 der Knopffunktionen
auf dem Anzeigeschirm durch Drehen des Knopfs bzw. der Knöpfe geändert werden und
eine Annäherung
zwischen Eingabe und Rückkopplung
erzielt wird, wodurch die kognitive Belastung des Fahrers wegen
der hohen Kompatibilität
von Stimulus und Antwort verglichen mit gesonderten Eingabe- und Ausgabeeinheiten,
z.B. Eingabetasten, die nicht mit dem Anzeigeschirm überlappen,
verringert wird. Noch ein weiterer Vorteil ist, dass mit den Knöpfen 4, 6 und
dem Drehrad 8 Pegel rascher eingestellt werden können als
mit gesonderten Auf-Tasten und Ab-Tasten.
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1 stellt schematisch eine
Ansicht einer Multifunktionseinheit 1 gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung dar, wobei das integrierte Stereosystem 36 aktiviert
und die CD-Seite des Stereosystems ausgewählt ist.
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Die
Multifunktionseinheit gemäß der Erfindung
enthält
mindestens einen Anzeigeschirm 2. Aus Gründen einer
einfachen Ausgestaltung wird ein Anzeigeschirm 2 bevorzugt,
es können
aber genauso zwei oder mehr Anzeigeschirme verwendet werden. Im
oberen Bereich des Anzeigeschirms 2 befindet sich vorzugsweise
eine Liste 26 von Statussymbolen 28, die unabhängig davon,
welches der Teilsysteme der Multifunktionseinheit aktiviert ist,
stets sichtbar sind. Die Liste 26 kann beispielsweise Informationen anzeigen,
die von Gesetzes wegen stets verfügbar sein müssen, z.B. ob die Zusatzheizung
für die
Kabine eingeschaltet ist. Die Liste 26 kann außerdem weitere
Funktionen anzeigen, über
die der Fahrer möglicherweise
Informationen wünscht,
ohne in die betreffenden Systeme gehen zu müssen, z.B. Stummschaltung für die Lautstärke der
Stereoanlage oder Sprachführung
für das
Navigationssystem. Die auf dem Anzeigeschirm 2 gezeigten
Farben sind vorzugsweise so gewählt,
dass sie einen guten Kontrast ohne zu starke Helligkeit bieten,
sodass Informationen auf dem Anzeigeschirm 2 unter allen
Lichtbedingungen sichtbar sind, ohne den Fahrer zu stören, wenn
er im Dunkeln fährt.
Jedes in die Multifunktionseinheit integrierte System weist sein
eigenes Farbschema auf, sodass der Fahrer wissen kann, welches System
aktiviert ist, auch ohne seinen Blick direkt auf den Anzeigeschirm 2 richten
zu müssen.
Die Darstellungen auf dem Anzeigeschirm sind so gestaltet, dass
sie das Verständnis
der Funktionen der betreffenden Steuerungen, d.h. der Knöpfe 4, 6,
des Drehrads 8 und der Funktionswähltasten 18, 20, 22, 24,
erleichtern. Jedes System kann mit seiner eigenen Farbe versehen
sein, um die Wiedererkennung des betreffenden Systems zu erleichtern,
wenn es auf dem Anzeigeschirm 2 sichtbar ist.
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Die
Multifunktionseinheit 1 enthält mindestens einen, jedoch
vorzugsweise zwei mechanische Knöpfe 4, 6,
welche mindestens teilweise mit dem Anzeigeschirm 2 überlappen,
wobei der erste und zweite Knopf 4, 6 dann, wenn
sie gedreht werden, jeweils eine Änderung der softwaregesteuerten
Darstellungen 30, 32 der jeweiligen Funktion des
ersten bzw. des zweiten Knopfs auf dem Anzeigeschirm 2 bewirken.
Die Knöpfe 4, 6 sind
abhängig
von dem betreffenden System, das gerade aktiviert ist, mit unterschiedlichen
Vorrichtungen bzw. Geräten
verbunden und haben daher in unterschiedlichen Systemen unterschiedliche
Bedeutungen. Zusätzlich
zu ihrer Drehfunktion können
die Knöpfe 4, 6 auch
mit einer Druckfunktion oder einer Ziehfunktion ausgestattet sein,
d.h. mindestens einer der mechanischen Knöpfe 4, 6 kann
so ausgebildet sein, dass er eine Änderung der softwaregesteuerten
Darstellung 30, 32, z.B. einer Grafik, der Knopffunktion
auf dem Anzeigschirm 2 bewirkt, wenn der mechanische Knopf 4, 6 einer
Bewegung ausgesetzt wird, die im wesentlichen senkrecht zur Ebene
der Drehbewegung ist, wobei diese zur Ebene der Drehbewegung im
wesentlichen senkrechte Bewegung im wesentlichen zu dem Anzeigeschirm 2 hin
bzw. von diesem weg erfolgt. Die Bewegungen der Knöpfe 4, 6 erfolgen
vorzugsweise in diskreten Schritten. Um die Handhabung der Knöpfe 4, 6 zu
erleichtern, ist ihr Durchmesser groß genug, um sie leicht greifen
zu können,
z.B. etwa 40 mm. Die Knöpfe 4, 6 überlappen
vorzugsweise um etwa 40% des Durchmessers des betreffenden Knopfs 4, 6 mit
dem Anzeigeschirm 2, wobei freilich die Überlappung
größer oder
kleiner sein kann. Der wesentliche Punkt ist, dass die Knöpfe 4, 6 mit dem
Anzeigeschirm 2 überlappen,
um hierdurch ein gedankliches Modell der Tatsache zu liefern, dass das
auf dem Anzeigeschirm 2 dargestellte System mechanisch
ist. Die Grafik, die anzeigt, was geschieht, wenn die Knöpfe 4, 6 gedreht
werden, ist so gestaltet, dass sie es den Benutzern leicht macht
zu verstehen, was geschieht, wenn die Knöpfe 4, 6 gedreht
werden, d.h. wie die Knöpfe 4, 6 funktionieren. Wenn
beispielsweise die Lautstärke
der Stereoanlage verändert wird,
wird dies durch eine Bogenskala 30 gleich über dem
Knopf 4 dargestellt. Die Einbeziehung der Knöpfe 4, 6,
des Anzeigeschirms 2 und der softwaregesteuerten Darstellungen 30, 32 ergibt
eine erfindungsgemäße Vorrichtung.
Die Grafik auf dem Anzeigeschirm 2 ist vorzugsweise benachbart
zu dem jeweiligen Knopf 4, 6, dem Drehrad 8 und
den Mitteln 18, 20, 22, 24.
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Die
Multifunktionseinheit 1 kann ferner mindestens ein Drehrad 8 umfassen,
dessen Drehung zu einer Änderung
einer softwaregesteuerten Darstellung 34 der Funktion des
Drehrads 8 auf dem Anzeigeschirm 2 führt. Die
Bewegung des Drehrads 8 erfolgt vorzugsweise in diskreten
Schritten. Das Drehrad 8 kann außerdem mit einer Druckfunktion
ausgestattet sein, d.h. mindestens ein Drehrad 8 kann so ausgebildet
sein, dass es eine Änderung
einer softwaregesteuerten Darstellung 34 der Drehradfunktion auf
dem Anzeigeschirm 2 bewirkt, wenn das Drehrad 8 einer
Bewegung unterworfen wird, die im wesentlichen in der Drehebene
des Drehrads 8 vorzugsweise zum Anzeigeschirm 2 hin
stattfindet, und außerdem kann
mindestens ein Drehrad 8 auch zumindest teilweise mit dem
Anzeigeschirm 2 überlappen,
muss dies jedoch nicht.
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Die
Multifunktionseinheit 1 gemäß der Erfindung weist mindestens
eine Systemwähltaste 10, 12, 14, 16 auf,
mittels der zwischen den einzelnen Systemen der Multifunktionseinheit 1 gewählt werden kann.
Wenn die Multifunktionseinheit 1 gemäß der Erfindung beispielsweise
vier Systeme 36, 38, 40, 42 umfasst,
können
insgesamt zwischen ein und vier Systemwähltasten 10, 12, 14, 16 vorhanden
sein. Wenn eine Systemwähltaste 10 vorhanden
ist, kann letztere dazu ausgebildet sein, zwischen den einzelnen
Systemen 36, 38, 40, 42 umzublättern, indem diese
durch Drücken
der Systemwähltaste 10 nacheinander
aktiviert werden. Vorzugsweise ist die gleiche Zahl von Wähltasten 10, 12, 14, 16 wie
einzelne Systeme 36, 38, 40, 42 vorhanden,
in diesem Fall vier Systemwähltasten 10, 12, 14, 16,
wenn die Multifunktionseinheit 1 Systeme für Stereo 36,
Klimatisierung 38, Navigation 40 und Beleuchtung 42 umfasst,
wobei jede der Systemwähltasten 10, 12, 14, 16 das
der betreffenden Systemwähltaste 10, 12, 14, 16 zugeordnete
System 36, 38, 40, 42 aktiviert,
um für
einen schnellen und direkten Zugang zum jeweils gewünschten
der Systeme 36, 38, 40, 42 zu
sorgen, ohne zuerst durch eine Anzahl anderer Systeme blättern zu
müssen
oder die Menütiefe
zu reduzieren. Das Ergebnis ist eine grundlegende Menüstruktur, die
einen schnellen Zugang zu allen Funktionen für Geräte bietet, welche beim Fahren
einer Einstellung bedürfen.
Alle Funktionen werden vorzugsweise im jeweiligen System auf einer
Seite dargestellt, um eine rasche Einstellung zu ermöglichen
und folglich die Zeit zu verkürzen,
während
der der Fahrer seine/ihre volle Aufmerksamkeit nicht der Strasse
und dem umgebenden Verkehr widmet. Die Systemwähltasten 10, 12, 14, 16 können sich
irgendwo auf der Multifunktionseinheit 1 befinden, wenngleich
sie vorzugsweise über
dem Anzeigeschirm 2, jedoch unterhalb des oberen Rands
der Multifunktionseinheit 1 angeordnet sind, damit man
seine Hand auf den oberen Rand der Multifunktionseinheit 1 oder
auf den oberen Rand beispielsweise eines Armaturenbretts – sofern die
Multifunktionseinheit 1 in ein solches integriert ist – legen
kann, wenn die Systeme 36, 38, 40, 42 auf
einer Strasse angewählt
werden, auf der das fahrende Fahrzeug heftigen Bewegungen ausgesetzt
ist, ohne dass der Anzeigeschirm 2 zu stark durch die Hand des
Fahrers verdeckt wird, sodass der Fahrer durch die Darstellung des
aktivierten Systems 36, 38, 40, 42 auf
dem Anzeigeschirm 2 eine rasche Bestätigung erhält, dass das richtige System 36, 38, 40, 42 durch Drücken der
Systemwähltaste 10, 12, 14, 16 gewählt wurde.
Die Systemwähltaste 10 bzw.
die Systemwähltasten 10, 12, 14, 16 können dazu
genutzt werden, die Funktion des oben angesprochenen mindestens
einen Knopfs 4, 6, die Funktion des oben angesprochenen
mindestens einen Drehrads 8 und die Funktion des oben angesprochenen
mindestens einen Mittels 18, 20, 22, 24 zu ändern, wie
nachstehend beschrieben.
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Die
Multifunktionseinheit 1 kann ferner mindestens ein Mittel 18, 20, 22, 24 zum
Ein- und Ausschalten
eines auf dem Anzeigeschirm 2 dargestellten Geräts umfassen.
Wenn das Mittel eine Taste ist, kann es Funktionswähltaste
genannt werden. Die Funktionswähltasten 18, 20, 22, 24 sind
programmierbar und abhängig
von dem gerade aktivierten System 36, 38, 40, 42 mit
unterschiedlichen Geräten verbunden
und haben daher in den unterschiedlichen Systemen 36, 38, 40, 42 unterschiedliche
Bedeutungen. Die Funktionswähltasten 18, 20, 22, 24 können das
Gerät bei
jedem zweiten Drücken
der Taste aktivieren/deaktivieren. Die Funktionswähltasten 18, 20, 22, 24 können sich
irgendwo auf der Multifunktionseinheit befinden, wenngleich sie
vorzugsweise längs einer
Seite des Anzeigeschirms 2 in einer Reihe von oben nach
unten angeordnet sind und vorzugsweise auf derjenigen Seite des
Anzeigeschirms 2, die entgegengesetzt zum Lenkrad ist,
sodass der Anzeigeschirm 2 nicht durch die Hand des Fahrers
verdeckt wird, wenn der Fahrer eine Funktionswähltaste 18, 20, 22, 24 drückt, und
der Fahrer eine rasche Bestätigung
hat, dass das richtige Gerät
aktiviert oder deaktiviert wurde, indem das jeweils aktivierte oder deaktivierte
Gerät vorzugsweise
unmittelbar benachbart zu der betreffenden Funktionswähltaste 18, 20, 22, 24 durch
Aufleuchten des Symbols auf dem Anzeigeschirm 2 bei aktiviertem
Gerät und
Verlöschen bei
deaktiviertem Gerät
dargestellt wird.
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Die
Multifunktionseinheit 1 wird nachstehend in näherer Einzelheit
anhand von Beispielen beschrieben. Die beschriebenen Systeme sind
Stereoanlage 36, Klimaanlage 38, Navigationssystem 40 und
Beleuchtungssystem 42.
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Wie
zuvor erwähnt,
stellt 1 schematisch eine
Ansicht einer Multifunktionseinheit gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung dar, wobei deren integriertes Stereosystem 36 aktiviert
ist und die CD-Seite des Stereosystems ausgewählt ist. Das Stereosystem 36 umfasst
bei dieser Ausführungsform
vier Seiten. Die Funktionswähltasten 18, 20, 22, 24,
deren Anzahl bei dieser Ausführungsform vier
ist, sind so programmiert, dass jede Seite erreicht werden kann,
wenn die betreffende Funktionswähltaste 18, 20, 22, 24 bei
gerade aktiviertem Stereosystem 36 gedrückt wird. Das Drücken einer Funktionswähltaste 18, 20, 22, 24 deaktiviert
folglich diejenige Seite, die angezeigt wurde, bevor die Funktionswähltaste 18, 20, 22, 24 gedrückt wurde.
Der linke Knopf 4 wird bei allen Seiten des Stereosystems 36 zur
Einstellung der Lautstärke
des Stereosystems verwendet. Das Drehrad 8 wird auf der
CD-Seite zur Auswahl von Musikstücken
aus einer Liste 44 von Musikstücken verwendet. Das Auswählen beinhaltet das
Hoch- und Herunterbewegen einer Markierung 46 in der Liste 44 durch
Drehen des Drehrads 8 gefolgt von einem Hineindrücken des
Drehrads 8, um ein bestimmtes Musikstück 48 auszuwählen.
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Außerdem gibt
es eine Seite (nicht dargestellt), die Einstellseite genannt wird,
auf der es möglich
ist, Präferenzen
einzustellen, die solche Faktoren wie das Klangniveau, die Kanalwahl
und den Abspielmodus betreffen.
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2 zeigt schematisch eine
Ansicht einer Multifunktionseinheit 1 gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung, wobei deren integriertes Stereosystem 36 aktiviert
ist und die Radioseite des Stereosystems ausgewählt ist. Das Drehrad 8 wird
auf der Radioseite zur Auswahl von Radiokanälen aus einer Liste 50 von
Radiokanälen
verwendet. Das Auswählen
beinhaltet das Auf- und Abbewegen einer Markierung 52 in
der Liste 50 durch Drehen des Drehrads 8 gefolgt
von einem Hineindrücken
des Drehrads 8, um einen bestimmten Radiokanal 54 auszuwählen.
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3 zeigt schematisch eine
Multifunktionseinheit 1 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung, wobei deren integriertes Stereosystem 36 aktiviert
ist und die Sound-Focus-Seite des Stereosystems ausgewählt ist.
Das Drehrad 8 justiert die Vorne/Hinten-Balance im Innenraum
oder in der Fahrerkabine. Der rechte Knopf 6 wird zur Einstellung
der Links/Rechts-Balance verwendet. Diese beiden Steuerungen 8, 6 bewegen
eine den Klangfokus darstellende Markierung 56 auf dem
Anzeigeschirm 2.
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4 zeigt schematisch eine
Ansicht einer Multifunktionseinheit 1 gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung, wobei deren integriertes Stereosystem 36 aktiviert
ist und die Klangwiedergabeseite des Stereosystems ausgewählt ist. Der
rechte Knopf 6 wird zur Auswahl desjenigen Frequenzbands 58 verwendet,
das hinsichtlich des Pegels 60 eingestellt werden soll,
wobei das Drehrad 8 zur Einstellung des Pegels 60 verwendet
wird.
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5 zeigt schematisch eine
Ansicht einer Multifunktionseinheit 1 gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung, wobei deren integriertes Klimatisierungssystem 38 aktiviert
ist. Das Klimatisierungssystem 38 ist so ausgelegt, dass
es ein herkömmliches
mechanisches Klimatisierungssystem nachbildet. Der linke Knopf 4 wird
zur Einstellung der Gebläseleistung
verwendet, die bei eingedrücktem
Knopf 4 in eine Automatikstellung voreingestellt ist. Das
Drehrad 8 steuert die Luftverteilung, indem ein Drehen
des Drehrads 8 die Markierung 62 auf dem Anzeigeschirm 2 in
verschiedene Positionen 64, 66, 68, 70 zur
Luftzufuhr bewegt und ein Niederdrücken des Drehrads 8 die
ausgewählte
Luftzufuhr je nachdem, ob sie vorher deaktiviert oder aktiviert war,
aktiviert bzw. deaktiviert. Der rechte Knopf 6 stellt die
Temperatur in der gleichen Weise wie die Gebläseleistung ein. Die Funktionstasten 18, 20, 22, 24 sind
bei diesem System so programmiert, dass sie die Klimaanlage hinsichtlich
Aus/Ein, Zusatzwärme Aus/Ein,
Umwälzung
Aus/Ein und Economy-Stellung Aus/Ein steuern.
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6 zeigt schematisch eine
Ansicht einer Multifunktionseinheit 1 gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung, wobei deren Navigationssystem 40 aktiviert
ist und die Hauptseite des Navigationssystems ausgewählt ist.
Das Navigationssystem 40 umfasst bei dieser Ausführungsform drei
Seiten. Die Funktionswähltasten 18, 20, 22, 24, deren
Anzahl bei dieser Ausführungsform
vier ist, sind in solcher Weise programmiert, dass bei aktiviertem
Navigationssystem durch Drücken
der Funktionswähltasten
die Hauptseite und die Kartenseite über zwei der Tasten erreicht
werden können
und über
zwei der Tasten die Sprachführung
ein-/ausgeschaltet bzw. die Verkehrsinformationsablesung ein-/ausgeschaltet
werden können.
Das Drücken
einer Funktionswähltaste,
die mit einer der zwei Seiten verbunden ist, deaktiviert somit diejenige
Seite, die angezeigt wurde, bevor die Funktionswähltaste gedrückt wurde.
Alle Funktionswähltasten 18, 20, 22, 24 werden
fortwährend
auf der jeweiligen Seite angezeigt, sogar auf der Eingabeseite,
wenn das Navigationssystem 40 aktiviert ist. Die Hauptseite
liefert ein schematisches Gesamtbild, wie die betreffende Route
eingespeist wird. Der linke Knopf 4 steuert eine Markierung 72,
die links/rechts über
das Lastwagensymbol 74 und das Straßensymbol 76 läuft. Die
Position der Markierung auf dem Anzeigeschirm 2 bestimmt
verschiedene Alternativen in einer Liste 78, in der es
möglich
ist, mittels des Drehrads 8 auf und ab zu fahren. Durch
Drehen des Drehrads 8 wird eine Markierung 80 in
der Liste bewegt, wonach durch Drücken des Drehrads 8 das
markierte Objekt ausgewählt
wird. Wenn ein Zielsymbol 82 markiert wird, erscheint eine
Liste mit den Alternativen "Ändere Ziel" und "Lösche Ziel". Wenn das Lastwagensymbol 74 markiert
wird, erscheint die Alternative "Einstellungen". Sobald das Drehrad 8 gedrückt wird,
springt das Navigationssystem zur Eingabeseite. Es gibt außerdem eine
Kartenseite (nicht dargestellt), die es möglich macht, elektronische
Straßenkarten
hervorzubringen, die die Fahrzeugposition anzeigen, sofern das Fahrzeug
mit einer Positionsermittlungsvorrichtung wie etwa einem GPS-Empfänger ausgestattet ist.
Auf der Kartenseite wird der linke Knopf 4 dazu benutzt,
um die Karte nach links/rechts zu bewegen, und das Drehrad 8,
um die Karte nach oben/unten zu bewegen. Der rechte Knopf 6 wird
zum Vergrößern und
Verkleinern der Größe des Kartenbilds
verwendet.
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7 zeigt schematisch eine
Ansicht einer Multifunktionseinheit 1 gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung, wobei deren integriertes Navigationssystem 40 aktiviert
und die Eingabeseite des Navigationssystems ausgewählt ist. Der
linke Knopf 4 steuert eine Liste 84 von Buchstaben,
die dadurch markiert werden, dass eine Markierung 86 in
der Liste 84 durch Drehen des Knopfs 4 bewegt
wird und ein markierter Buchstabe durch Hineindrücken des Knopfs 4 ausgewählt wird.
Das Markieren und Auswählen
einer Anzahl von Buchstaben nacheinander in dieser Weise kann zum
Schreiben von Wörtern
oder Teilen von Wörtern
auf dem Anzeigeschirm 2 verwendet werden. Wörter, die
nicht mehr auswählbar
sind gemäß einer
Datenbasis von Orten, Ländern,
Adressen und anderen Zielen, die auf Karten erscheinen, wie etwa
größere Straßenkreuzungen,
sind in der mit dem linken Knopf 4 verbundenen Liste nicht
auswählbar,
wodurch die raschere Vornahme einer Eingabe ermöglicht wird.
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8 zeigt schematisch eine
Ansicht einer Multifunktionseinheit 1 gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung, wobei deren integriertes Beleuchtungssystem 42 aktiviert
ist. Der linke Knopf 4 steuert Leuchten Aus/Ein, Parkleuchten und
Innenbeleuchtung. Der rechte Knopf 6 steuert Lampen, die
eingeschaltet werden sollen, indem ein Drehen des Knopfs die Markierung 88 auf dem
Anzeigeschirm 2 zwischen den verschiedenen Positionen 90, 92, 94, 96, 98 für die jeweiligen
Leuchten verfährt,
und wenn der Knopf 6 niedergedrückt wird, wird die ausgewählte Leuchte
je nachdem, ob sie zuvor aus- oder eingeschaltet war, ein- bzw. ausgeschaltet. Die
Funktionstasten 18, 20, 22, 24 sind
bei diesem System so programmiert, dass sie Tonsignale steuern,
die in vielen Ländern
nachts in bebauten Gebieten nicht aktiviert werden dürfen, z.B. "Fahrzeugumkehr"-Warntöne Aus/Ein
oder Aus/Ein einer besonders lauten Hupe.
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Bei
der bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung kann der vorgenannte mindestens eine Knopf 4, 6 und/oder
das vorgenannte mindestens eine Drehrad 8 mit einer taktilen
Rückkopplung
ausgeführt
sein, indem der Knopf 4, 6 und das Drehrad 8 schrittig
mit Widerstand zwischen den Schritten ausgeführt werden. Die Auslegung der
Druckfunktionen bei den Tasten 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24,
dem Drehrad 8 und den Knöpfen 4, 6 kann
ebenfalls so ausgelegt sein, dass für eine gute taktile Rückkopplung
gesorgt ist, um dem Fahrer zu bestätigen, dass der Tastendruck
erfolgreich war. Diese taktile Rückkopplung
kann durch eine akustische Rückkopplung in
Form eines hörbaren
Knackens unterstützt
werden.
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Die
verschiedenen Steuerungen sind vorzugsweise so ausgebildet, dass
sie im Dunkeln mittels Diodenleuchten unterscheidbar sind. Eine Sprachsteuerung
der Multifunktionseinheit ist ebenfalls möglich.
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Es
ist möglich,
in der Multifunktionseinheit mehr, weniger und/oder andere Systeme
als die hier beschriebenen vorzusehen, z.B. eine "Fahrzeugumkehr"-Kamera, Reisedaten-,
Sicherheits- und Logistiksysteme.
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Statt
eines Drehrads ist es außerdem
möglich,
Tasten, z.B. eine Auf-Taste, eine Ab-Taste und eine Wähltaste, zu verwenden, welche
Tasten die Funktionalität
des Drehrads ersetzen.
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Zusammenfassung
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Die
Erfindung betrifft eine Multifunktionseinheit 1 für ein Fahrzeug
sowie ein mit derselben ausgeführtes
Fahrzeug, welche Multifunktionseinheit 1 einen Anzeigeschirm 2 und
mindestens einen mechanischen Knopf 4, 6 umfasst,
der zumindest teilweise mit dem Anzeigeschirm 2 überlappt
und dann, wenn er einer Drehung ausgesetzt wird, eine Änderung
einer softwaregesteuerten Darstellung 30, 32, 56, 58, 84, 86, 88, 90, 92, 94, 96, 98 der
Funktion des Knopfs 4, 6 auf dem Anzeigeschirm 2 bewirkt.
Die Multifunktionseinheit 1 umfasst ferner mindestens ein Drehrad 8,
welches dann, wenn es einer Drehung ausgesetzt wird, einer Änderung
einer softwaregesteuerten Darstellung 34, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 60, 62, 64, 66, 68, 70, 78, 80 der
Funktion des Drehrads 8 auf dem Anzeigeschirm 2 bewirkt,
sowie mindestens ein Mittel 18, 20, 22, 24 zum
Ein- und Ausschalten eines auf dem Anzeigeschirm 2 dargestellten
Geräts.
Die Multifunktionseinheit 1 umfasst vorzugsweise ferner
mindestens eine Systemwähltaste 10, 12, 14, 16,
mittels der die Funktion des mindestens einen Knopfs 4, 6,
die Funktion des mindestens einen Drehrads 8 und die Funktion
des mindestens einen Mittels 18, 20, 22, 24 geändert werden
kann. Vorzugsweise kann der mindestens eine Knopf 4, 6 und/oder
das mindestens eine Drehrad 8 mit einer taktilen Rückkopplung
versehen sein, indem der Knopf 4, 6 und/oder das
Drehrad 8 schrittig mit einem Widerstand zwischen den Schritten
ausgeführt
sind.