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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Es
existiert eine Anzahl von Bauelementen mit geschnittenen Halbleiterwaferplättchen (Halbleiter-Die-Bauelementen).
Bei einem Beispiel eines Halbleiter-Die-Bauelements ist ein Halbleiter-Die
an einem Leitungsrahmen mit Leitungen befestigt. Drähte koppeln
den Halbleiter-Die
mit den Leitungen. Die Drähte,
der Halbleiter-Die wie auch der größte Teil des Leitungsrahmens
(mit Ausnahme der Leitungen, die sich nach außen erstrecken) werden dann
in einem Formmaterial eingekapselt. Das Formmaterial wird dann geformt.
Das somit gepackte Halbleiter-Die-Bauelement umfasst einen geformten Körper, der
Leitungen aufweist, die sich seitlich von dem geformten Körper weg
erstrecken. Das gepackte Halbleiter-Die-Bauelement wird dann auf
einer Leiterplatte befestigt.
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Während derartige
Halbleiterbauelemente gut verwendbar sind, können noch Verbesserungen durchgeführt werden.
Beispielsweise besteht, da elektronische Vorrichtungen für Verbraucher
(wie beispielsweise Mobiltelefone, Laptopcomputer, etc.) zunehmend
in ihrer Größe verringert
werden, ein ständig
zunehmender Bedarf, die Dicke elektronischer Vorrichtungen zu verringern,
während
die Dichte der Vorrichtungen erhöht
wird. Zusätzlich
besteht ein Bedarf, die Wärmeableitungseigenschaften
eines herkömmlichen
Halbleiter-Die-Bauelements zu verbessern. Die Ableitung von Wärme von
Chips stellt ein kontinuierliches Problem auf dem Gebiet der Halbleiterbauelemente
dar. Andere Probleme, die berücksichtigt
werden müssen,
umfassen die Verringerung von Induktivi täten in den leitenden Pfaden,
die zu und von den Komponenten auf einer Leiterplatte führen, die
Verringerung des "Ein-Widerstandes" (RDSon) der Komponenten
auf einer Leiterplatte, die Verringerung der Anschlussfläche bzw.
des Platzbedarfs von Komponenten auf einer Leiterplatte wie auch
allgemein die Verbesserung des Betriebsverhaltens bzw. der Leistungsfähigkeit
eines Multichipmoduls gegenüber
herkömmlichen
Die-Bauelementen
und herkömmlichen
Multichipmodulen.
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Auf
diese und andere Probleme sind Ausführungsformen der Erfindung
sowohl einzeln als auch gemeinsam gerichtet.
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Ausführungsformen
der Erfindung betreffen Multichipmodule. Die Multichipmodule können Komponenten
umfassen, die einen Teil einer elektrischen Vorrichtung bilden können, wie
beispielsweise einem Synchron-Abwärtswandler ("Synchronous Buck
Converter").
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Eine
Ausführungsform
der Erfindung ist auf ein Multichipmodul gerichtet. Das Multichipmodul umfasst:
(a) ein Substrat mit einer ersten Seite und einer zweiten Seite,
wobei die zweite Seite der ersten Seite gegenüberliegt; (b) einen Chip auf
der ersten Seite des Substrates; (c) einen Halbleiter-Die, der einen
vertikalen Transistor aufweist, auf der zweiten Seite, wobei der
Chip und der Halbleiter-Die durch das Substrat in elektrischer Verbindung
stehen; und (d) eine Gruppierung von Lötverbindungsanordnungen auf
der zweiten Seite des Substrates.
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Eine
andere Ausführungsform
der Erfindung ist auf ein Multichipmodul gerichtet. Das Multichipmodul
umfasst: (a) ein Keramiksubstrat mit einer ersten Seite und einer
zweiten Seite, wobei die zweite Seite der ersten Seite gegenüberliegt;
(b) einen Treiberchip auf der ersten Seite des Substrates; (c) einen ersten
Halbleiter-Die, der einen ersten vertikalen Transistor aufweist,
auf der zweiten Seite, wobei der Treiberchip und der erste Halbleiter-Die
durch das Keramiksubstrat in elektrischer Verbindung stehen, (d)
einen zweiten Halbleiter-Die, der einen zweiten vertikalen Transistor
aufweist, auf der zweiten Seite, wobei der Treiberchip und der zweite
Halbleiter-Die durch das Keramiksubstrat in elektrischer Verbindung
stehen; und (e) eine Gruppierung von Lötverbindungsanordnungen, die
um den ersten und zweiten Halbleiter-Die herum angeordnet sind.
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Nachfolgend
sind diese und weitere Ausführungsformen
der Erfindung detailliert unter Bezugnahme auf die begleitenden
Zeichnungen beschrieben.
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ZEICHNUNGSKURZBESCHREIBUNG
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1 zeigt eine perspektivische
Draufsicht eines Multichipmoduls gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung.
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2 zeigt eine perspektivische
Ansicht von unten eines Multichipmoduls gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung.
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3 zeigt eine Draufsicht
eines Multichipmoduls gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung.
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4 zeigt eine Seitenansicht
eines Multichipmoduls gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung.
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5 zeigt eine Vorderansicht
eines Multichipmoduls gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung.
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6 zeigt eine Draufsicht
von unten eines Multichipmoduls gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung.
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7 zeigt eine Explosionsansicht
eines Multichipmoduls gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung.
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8 zeigt ein elektrisches
Schaubild für eine
Anwendung mit einem Synchron-Abwärtswandler.
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In
den 1–7 bezeichnen gleiche Bezugszeichen
die gleichen Elemente.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG
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Ausführungsformen
der Erfindung sind auf Multichipmodule gerichtet. Eine Ausführungsform
der Erfindung ist auf ein Multichipmodul mit einem Substrat gerichtet,
das eine erste Seite und eine zweite Seite aufweist, wobei die zweite
Seite der ersten Seite gegenüberliegt.
Ein Treiberchipbauelement mit einem Treiberchip befindet sich an
der ersten Seite des Substrates. Ein Halbleiter-Die, der einen vertikalen Transistor
umfasst, befindet sich an der zweiten Seite. Das Treiberchipbauelement
und der Halbleiter-Die stehen durch das Substrat in elektrischer
Verbindung. Bei bevorzugten Ausführungsformen
umfasst das Substrat ein Keramiksubstrat (beispielsweise ein Aluminiumoxidsubstrat),
und es ist eine Gruppierung aus Lötverbindungsanordnungen an
der zweiten Seite des Substrates um den Halbleiter-Die herum ausgebildet.
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Die
Komponenten in dem Halbleitermodul können einen Teil einer beliebigen
geeigneten elektronischen Schaltung darstellen. Beispielsweise können, wie
nachfolgend detailliert erläutert
ist, die Kompo nenten in den Multichipmodulen gemäß den Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung einen Teil eines Synchron-Abwärtswandlers ("Synchronous Buck
Converter") bilden.
Synchron-Abwärtswandler werden
dazu verwendet, eine Eingangsspannung zu erniedrigen bzw. herunterzusetzen,
und sind nachfolgend detaillierter beschrieben. Obwohl hier detailliert Synchron-Abwärtswandler
beschrieben sind, sei zu verstehen, dass die Multichipmodule gemäß Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung Teil von elektronischen Schaltungen sein
können,
die keinen Synchron-Abwärtswandler
umfassen.
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1 zeigt eine perspektivische
Draufsicht eines Multichipmoduls 100 gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung. Das Multichipmodul 100 umfasst ein Treiberchipbauelement 2 mit
einer Anzahl von Leitungen 2(a), das auf einer ersten Seite 1(a) eines
Substrates 1 befestigt ist. Ein Lot (nicht gezeigt), wie
beispielsweise Pb-Sn-Lot, kann dazu verwendet werden, die Leitungen 2(a) des
Treiberchipbauelements 2 mechanisch und elektrisch mit
dem Substrat 1 zu koppeln. Das Lot, das dazu verwendet wird,
die Leitungen 2(a) des Treiberchipbauelements 2 mit
dem Substrat 1 zu koppeln, kann an den leitenden Kontaktstegen 4 vorgesehen
sein.
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Das
Treiberchipbauelement 2 ist als ein mit Leitungen versehenes
Bauelement gezeigt. Bei anderen Ausführungsformen kann das Treiberchipbauelement
auch ein leitungsloses Chipbauelement sein. Geeignete Treiberchipbauelemente
können
ungeachtet dessen, ob das Treiberchipbauelement mit Leitungen versehen
oder leitungslos ist, kommerziell bezogen werden. Beispielsweise
können
geeignete Treiberchipbauelemente (beispielsweise FAN 5003 Treiber)
von Fairchild Semiconductor, Inc. of Portland, ME erhalten werden.
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Die
Leiterbahnen 3 wie auch die leitenden Kontaktstege 4 befinden
sich auf der ersten Seite 1(a) des Substrates 1.
Die Leiterbahnen 3 wie auch die leitende Kontaktstege 4 können ein
beliebiges geeignetes Material umfassen und können auf eine beliebige geeignete
Art und Weise ausgebildet werden. Beispielsweise können die
Leiterbahnen 3 wie auch die leitenden Kontaktstege 4 ein
Material umfassen, wie beispielsweise Kupfer, Aluminium, feuerfeste Metalle
und deren Legierungen. Sie können
unter Verwendung von Prozessen hergestellt werden, die in der Technik
gut bekannt sind. Beispielsweise umfassen beispielhafte Prozesse
Metallabscheidungsprozesse, wie beispielsweise Galvanisieren und
Bedampfen bzw. Sputtern, die in Verbindung mit Photolithographieprozessen
verwendet werden.
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2 zeigt das in 1 gezeigte Multichipmodul 100 von
einer perspektivischen Ansicht von unten. Das Substrat 1 besitzt
eine zweite Seite 1(b), die der ersten Seite 1(a) gegenüberliegt.
Ein erster Halbleiter-Die 7 und ein zweiter Halbleiter-Die 8 sind an
der zweiten Seite 1(b) befestigt. Der erste Halbleiter-Die 7 kann
einen ersten MOSFET umfassen, der einen ersten Sourcebereich und
einen ersten Gatebereich auf einer ersten Seite des ersten Halbleiter-Dies 7 und
einen ersten Drainbereich auf einer gegenüberliegenden zweiten Seite
des Halbleiter-Dies 7 umfasst. Der zweite Halbleiter-Die 8 kann ebenfalls
einen zweiten MOSFET umfassen, der einen zweiten Sourcebereich und
einen zweiten Gatebereich auf einer ersten Seite und einen zweiten Drainbereich
auf einer zweiten Seite des zweiten Halbleiter-Dies 8 umfasst.
Bei diesem Beispiel weisen der erste und zweite Drainbereich des
ersten und zweiten Halbleiter-Dies 7, 8 von dem
Treiberchipbauelement 2 weg und sind an einer Leiterplatte
(nicht gezeigt) unter Verwendung von Lot befestigt.
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In 2 besitzen im Gegensatz
zu herkömmlichen
Multichipmodulen Ausführungsformen der
Erfindung elektronische Komponenten, die an beiden Seiten des Substrates
befestigt sind. Die Komponenten können "gestapelt" sein, so dass ihre Dichte in dem fertiggestellten
Multichipmodul maximiert ist. Dies erhöht die Dichte der Komponenten, während es
auch die Anschlussfläche
bzw. den Platzbedarf der Komponenten auf einer Leiterplatte verringert.
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Bei
dem gezeigten Beispiel kann der erste MOSFET in dem ersten Halbleiter-Die
7 ein "Low Drive Field Effect
Transistor" sein,
während
der zweite MOSFET in dem zweiten Halbleiter-Die
8 ein "High Drive Field
Effect Transistor" in
einem Synchron-Abwärtswandler
sein kann. Wie es in der Technik von Schalt-Stromversorgungen oder
Wandlern bekannt ist, wird eine Buck-Topologie bzw. Abwärts-Topologie dazu
verwendet, eine Eingangsspannung in eine niedrigere Ausgangsspannung
umzuwandeln. Ein Synchron-Abwärtswandler
bzw. "Synchronous
Buck Converter" umfasst
ein Paar von Schalttransistoren, die in Reihe über die Eingangsspannungsquelle
geschaltet sind, wobei ein high-seitiger bzw. bei einem höheren Potential
arbeitender Schalter mit der Eingangsspannung gekoppelt ist und
ein low-seitiger bzw. bei einem niedrigeren Potential arbeitender Schalter
mit der Masse bzw. Erde gekoppelt ist. Die Schalter werden so gesteuert,
dass sie mit komplementären
Einschaltdauern bzw. Arbeitszyklen abwechselnd leiten, um damit
eine vorbestimmte Ausgangsspannung beizubehalten. Bei der in den
1 und
2 gezeigten Ausführungsform kann der Treiberchip
in dem Treiberchipbauelement
2 dazu verwendet werden, das
Schalten in dem ersten und zweiten MOSFET in den ersten und zweiten
Halbleiter-Dies
7,
8 zu steuern. Ein Ausgangsfilter
(in den
1 und
2 nicht gezeigt), der eine
Induktivität
wie auch einen Kondensator umfasst, ist mit der Verbindung zwischen
dem Paar von Schalttransistoren gekoppelt und mittelt die geschaltete
Eingangsspan nung, um die geringere Ausgangsspannung vorzusehen.
Im Allgemeinen sind Abwärtswandler
in der Technik bekannt. In
8 ist
ein beispielhaftes Schaltungsschaubild für einen Abwärtswandler der vorliegenden Anwendung
gezeigt. Er umfasst einen Treiber
200, der MOSFETs Q1 und
Q2 steuert. Andere Beispiele von Abwärtswandlern sind in den U.S.
Patenten Nr.
5,627,460 ,
6,222,352 und
6,166,528 beschrieben. All diese U.S.-Patente sind hier
vollständig
durch Bezugnahme eingeschlossen.
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Die
Transistoren in dem ersten und zweiten Halbleiter-Die 7, 8 können vertikale
Leistungstransistoren umfassen. Vertikale Leistungstransistoren
umfassen VDMOS-Transistoren wie auch vertikale bipolare Leistungstransistoren.
Ein VDMOS-Transistor ist ein MOSFET (Metalloxid-Halbleiter-Feldeffekttransistor),
der zwei oder mehr durch Diffusion ausgebildete Halbleiterbereiche
aufweist. Er besitzt einen Sourcebereich, einen Drainbereich und
ein Gate. Die Vorrichtung ist dahingehend vertikal, dass der Sourcebereich
und der Drainbereich auf gegenüberliegenden
Flächen
des Halbleiter-Dies angeordnet sind. Das Gate kann eine vertiefte
bzw. versenkte Gateanordnung oder eine planare Gateanordnung sein
und wird auf derselben Fläche
wie der Sourcebereich ausgebildet. Während des Betriebs erfolgt der
Stromfluss von dem Sourcebereich zu dem Drainbereich in einer VDMOS-Vorrichtung
im Wesentlichen senkrecht zu den Die-Flächen. Bei anderen Ausführungsformen
können
die Transistoren in den Halbleiter-Dies bipolare Transistoren sein.
Bei solchen Ausführungsformen
kann eine Seite des Halbleiter-Dies einen Emitterbereich und einen
Basisbereich umfassen. Die andere Seite des Dies kann einen Kollektorbereich
umfassen.
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Der
erste und der zweite Halbleiter-Die 7, 8 können an
der zweiten Seite 1(b) des Substrates 1 unter
Verwendung eines ersten und zweiten Satzes von Lötverbindungen 17, 18 befestigt
sein. Der erste Satz von Lötverbindungen 17 kann
eine erste Vielzahl von Sourcelötverbindungen 17(s) umfassen,
die mit einem ersten Sourcebereich eines ersten MOSFET in dem ersten
Halbleiter-Die 7 gekoppelt sind, und kann eine erste Gate-Lötverbindung 17(g) umfassen,
die mit einem ersten Gatebereich eines MOSFET in dem ersten Halbleiter-Die 7 gekoppelt ist.
Der zweite Satz von Lötverbindungen 18 kann eine
zweite Vielzahl von Sourcelötverbindungen 18(s) umfassen,
die mit einem zweiten Sourcebereich eines zweiten MOSFET in dem
zweiten Halbleiter-Die 8 gekoppelt sind, und kann eine
Gatelötverbindung 18(g) umfassen,
die mit einem Gatebereich des zweiten MOSFET gekoppelt ist.
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Die
Drainbereiche des ersten und zweiten MOSFET in dem ersten und zweiten
Halbleiter-Die 7, 8 befinden sich distal zu dem
Substrat 1, während sich
die Source- und Gatebereiche proximal zu dem Substrat 1 befinden.
Wenn das Multichipmodul 100 an einer Leiterplatte (nicht
gezeigt) befestigt ist, werden die Drainbereiche des ersten und
zweiten MOSFET in dem ersten und zweiten Halbleiter-Die 7, 8 mit leitenden
Kontaktgebieten an der Leiterplatte verlötet.
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Ähnlich der
ersten Seite 1(a) des Substrates 1 kann die zweite
Seite 1(b) des Substrates 1 mit leitenden Bereichen 9 metallisiert
sein, wie beispielsweise Leiterbahnen, leitenden Kontaktstegen,
etc. Die leitenden Bereiche 9 können dasselbe oder verschiedene
Materialien umfassen und/oder können durch
das gleiche oder durch verschiedene Verfahren wie die Leiterbahnen 3 und
leitenden Kontaktstege 4 auf der ersten Seite 1(a) des
Substrates 1 ausgebildet sein. In 2 besitzt das Substrat 1 einen unterseitigen
leitfähigen
Bereich 6(a), der eine Sourceverbindung (beispielsweise
eine low-seitige Sourceverbindung) für den ersten Halbleiter-Die 7 vorsieht.
Das Substrat 1 besitzt auch einen unterseitigen leitfä higen Bereich 6(b),
der eine Sourceverbindung (beispielsweise eine high-seitige Sourceverbindung) für den zweiten
Halbleiter-Die 8 vorsieht.
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Wie
in 2 zu sehen ist, ist
eine Gruppierung aus Lötverbindungsanordnungen 10 (beispielsweise
Lötkugeln)
um den ersten und zweiten Halbleiter-Die 7, 8 angeordnet.
Bei diesem Beispiel können die
Lötverbindungsanordnungen 10 an
dem Umfang des Substrates 1 ausgebildet sein und können den ersten
und zweiten Halbleiter-Die 7, 8 im Wesentlichen
vollständig
umgeben. Einige der Lötverbindungsanordnungen 10 stehen
durch eine Anzahl leitender Brücken 5,
die sich ebenfalls an dem Umfang des Substrates 1 befinden,
in Verbindung mit dem Treiberchipbauelement 2 auf der ersten
Seite 1(a) des Substrates.
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Die
Gruppierung aus Lötverbindungsanordnungen 10 kann
durch ein beliebiges geeignetes Verfahren hergestellt werden, wie
beispielsweise durch Lötpastendruck,
durch Aufnehmen und Anordnen von Lötkugeln, etc. Es kann ein nachfolgender
Aufschmelz- bzw. Reflow-Schritt
ausgeführt
werden, um das aufgebrachte Lot aufzuschmelzen. Die Lotaufbring-
und Reflow-Prozesse sind in der Technik gut bekannt.
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Bei
den in
2 gezeigten Beispielen
sind der erste und zweite Halbleiter-Die
7,
8 ungepackt. Ungepackte
Halbleiter-Dies haben keine einkapselnde Formungszusammensetzung.
Jedoch können
bei anderen Ausführungsformen
der erste und zweite Halbleiter-Die
7,
8 mit einer
Formungszusammensetzung oder mit einem anderen geeigneten Material gepackt
werden. Wenn sie gepackt werden, können die resultierenden Die-Bauelemente leitungslos
sein oder mit Leitungen versehen sein. Beispiele von gepackten Dies
sind in den U.S.-Patenten Nr.
6,469,384 und
6,133,634 , beide von Rajeev
Joshi, einem Co-Erfinder der vorliegenden Anmeldung, beschrieben.
Diese U.S.-Patente sind hier durch Bezugnahme eingeschlossen.
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3 zeigt eine planare Draufsicht
des Multichipmoduls 100. In 3 ist
eine Anzahl von Abkürzungen
(beispielsweise D1, S1, etc.) gezeigt. Diese Abkürzungen entsprechen den Lötverbindungsanordnungen
an der zweiten Seite des Substrates 1. Die Abkürzungen
sind unten unter Bezugnahme auf die 6 und 8 beschrieben.
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Unter
Bezugnahme auf 3 können einige Vorteile
des Multichipmoduls 100 beschrieben werden. Das Bezugszeichen 101 zeigt
eine Verbindung zwischen einer Zuleitung des Treiberchipbauelements 2 und
dem Gatebereich in dem lowseitigen MOSFET in dem ersten Halbleiter-Die 7.
Das Bezugszeichen 103 zeigt eine Verbindung zwischen einer
Zuleitung des Treiberchipbauelements 2 und dem Gatebereich
des high-seitigen
MOSFET in dem zweiten Halbleiter-Die 8. Low-Treibersignale
gelangen durch den durch Bezugszeichen 101 gezeigten Schaltungspfad,
und High-Treibersignale gelangen durch den durch Bezugszeichen 103 gezeigten Schaltungspfad.
Wie zu sehen ist, sind die Verbindungspfadlängen zwischen dem Treiberchipbauelement 2 und
den MOSFETs in den Halbleiter-Dies 7, 8 kurz.
Dies verringert die Induktivität
in den zu den MOSFETs führenden
leitenden Pfaden.
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4 zeigt eine Seitenansicht
des Multichipmoduls 100 im Schnitt. 5 zeigt eine Vorderansicht des Multichipmoduls 100.
In 5 sind der erste
und zweite Drainbereich 7(d), 8(d) des ersten
und zweiten MOSFET in dem ersten und zweiten Halbleiter-Die 7, 8 gezeigt.
Bei einigen Ausführungsformen können der
erste und zweite Drainbereich 7(d), 8(d) direkt
mit leitenden Bereichen (beispielsweise leitenden Kupferbereichen)
einer Leiterplatte (nicht gezeigt) verlötet sein. Dies hilft, Wärme von
dem ersten und zweiten Halbleiter-Die 7, 8 abzuleiten.
Beispielsweise werden bezüglich
der high-seitigen und low-seitigen MOSFETs Q1 und Q2, die in dem
Schaltungsschaubild in 8 gezeigt
sind, die MOSFETs Q1 und Q2 über
ihre Drainverbindungen zu der gedruckten Leiterplatte gekühlt.
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Beide
MOSFETs Q1 und Q2 leiten eine beträchtliche Wärme ab. Eine Maximierung der
Kontaktfläche
zwischen dem Kupfer auf einer Leiterplatte und den Drains der MOSFETs
Q1 und Q2 maximieren eine Wärmeableitung
bzw. -dissipation.
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Andere
Vorteile des Multichipmoduls 100 können unter Bezugnahme auf die 4 und 5 beschrieben werden. Zunächst liegen,
wie in 5 zu sehen ist,
die Rückseiten
der Halbleiter-Dies 7, 8 frei. Es kann eine Flipchip-Technologie
dazu verwendet werden, das Multichipmodul 100 an einer
Drainverbindung an einer Leiterplatte zu befestigen. Auf diese Art
und Weise besitzt das Multichipmodul ein optimales Betriebsverhalten
hinsichtlich RDSon wie auch Energieableitung. Ein niedriger RDSon
erlaubt folglich ein Hochgeschwindigkeits-Schaltverhalten. Zweitens
stellt der Abstand des planaren Die-Rückens zu den um den Umfang
herum angeordneten Lötkugeln 10 eine
gleichförmige
Abstandshöhe
des fertiggestellten Multichipmodul 100 nach einer Befestigung
desselben an einer Leiterplatte (nicht gezeigt) sicher.
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6 zeigt eine Ansicht des
Multichipmoduls 100 von unten. In dieser Ansicht sind die
Lötverbindungsanordnungen 10 deutlicher
gezeigt. Die verschiedenen um den Umfang herum angeordneten Lötverbindungsanordnungen 10 in 6 können den verschiedenen Stiften
in dem Treiber 200 in dem Schaltungsschaubild, das in 8 zu sehen ist, und dem
Treiberchipbauelement 2, das in den 1 und 2 gezeigt
ist, entsprechen. BOOT entspricht einem "Bootstrap-Eingang" (einem Startroutine- bzw. Urladeeingang).
Von diesem Stift ist ein Kondensator mit dem SW-Knoten verbunden.
SW entspricht einem "Schaltknoten". Diese Kugeln sind
mit der Source von Q1 wie auch dem SW-Stift des Treiberchipbauelements
verbunden. Er ist mit dem Drainbereich von Q2 verbunden, um die
Verbindung zwischen der Source des oberen MOSFET und der Drain des
unteren MOSFET zu bilden. SW ist auch der Rückführpfad für den Gatetreiberstrom von
Q1. S2 entspricht "Source
von Q2/PGND". S2
ist mit der Strommasse bzw. -erde verbunden. VDD entspricht einem
Stromversorgungseingang, wie beispielsweise einem IC-Stromversorgungseingang
von 5 Volt. VSCO entspricht einer Ausgabe der gegenwärtig erfassten Spannung
bzw. "current sense
voltage out". Die Spannung
an diesem Stift kann dem Zehnfachen des Spannungsabfalls über den
MOSFET Q2 entsprechen, wenn LGATE (low-seitiges Gate) in den High-Zustand getrieben
wird und UGATE (high-seitiges Gate) in den Low-Zustand getrieben wird. PWM entspricht
einem "PWM-Eingangssignal". Dieses Pulsbreitenmodulationssignal
stammt von dem PWM-Controller und wird dazu verwendet, die Zustände der
Gatetreiber zu steuern. Wenn der Stift im High-Zustand ist, wird
der obere MOSFET in den Einzustand getrieben und LGATE wird in den
Low-Zustand getrieben. Wenn er im Low-Zustand ist, wird LGATE in
den High-Zustand getrieben und UGATE in den Low-Zustand getrieben.
Wenn er offen gelassen wird, treibt dieser Stift sowohl UGATE als
auch LGATE in den Low-Zustand. SGND entspricht einer "Signalmasse". Diese ist mit der
Masse bzw. Erde des PWM-Controllers
verbunden. VP ist ein Stromeingang für 12 Volt, die über einen
internen Teiler zum Ausschluss zu niedriger Spannung erfasst werden. N/C
bedeutet keine Verbindung. LDRV bedeutet den Gatetreiberausgang
des low-seitigen MOSFET. HDRV bedeutet den Gatetreiberausgang des high-seitigen
MOSFET.
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7 zeigt eine Explosionsansicht
des Multichipmoduls 100. In 7 können andere
Vorteile der Ausführungsformen
der Erfindung beschrieben werden. Zunächst sehen, wie durch Bezugszeichen 115 gezeigt
ist, Metallbahnen der oberen und unteren Fläche kürzere Verbindungslängen zwischen
dem Treiberchipbauelement 2 und den MOSFETs in dem ersten
und zweiten Halbleiter-Die 7, 8 vor. Die bestimmten
Bahngestaltungen können
je nach Wunsch des Endverbrauchers geändert werden, während dieselbe
Lötverbindungs-
und Die-Rücken-Anschlussflächengestaltung
zu der Leiterplatte (nicht gezeigt) beibehalten wird. Zweitens erlauben
die Lötverbindungsanordnungen 10 an
dem Umfang des Substrates 1 kürzere Verbindungspfade zu benachbarten
Vorrichtungen zur weiteren Leistungsoptimierung je nach der beabsichtigten
Anwendung, während
gleichzeitig die Verwendung von Leiterplatten raum verbessert ist.
Drittens kann das Substrat 1 ein Keramiksubstrat sein.
Keramiksubstrate besitzen eine gute Wärmeleitfähigkeit durch das Substrat, eine
gute Wärmestabilität wie auch
eine gute Feuchtebeständigkeit.
Selbstverständlich
können
bei Ausführungsformen
der Erfindung abhängig
von dem jeweiligen Einsatzgebiet für das Multichipmodul 100 andere
Substrate verwendet werden. Viertens ist das obere Treiberchipbauelement 2 während der
Einschaltzyklen im Vergleich zu denjenigen, wenn die Komponenten
einzelnen an einer Leiterplatte befestigt sind, niedrigeren Temperaturen
ausgesetzt. Bei einem zweifachen MOSFET mit Treiber, wie in 8 zu sehen ist, zeigte das
simulierte Wärmeverhalten bei
verschiedenen Leiterplattengestaltungen, dass ein FAN 5003-Treiber
(kommerziell erhältlich
von Fairchild Semiconductor, Inc.) um 42 bis 56°C niedriger als eine herkömmliche
Gestaltung für
dieselbe Komponente ist.
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Das
Multichipmodul 100 kann auf eine beliebige geeignete Art
und Weise hergestellt werden. Beispielsweise können bei einigen Ausführungsformen
Leiterbahnen an der ersten und zweiten Seite 1(a), 1(b) des
Substrates 1 ausgebildet werden. Anschließend kann
ein vorgeformtes Treiberchipbauelement 2 an der ersten
Seite des Substrates 1 beispiels weise unter Verwendung
von Lot befestigt werden. Nachdem das Treiberchipbauelement 2 an
dem Substrat 1 befestigt ist, kann der erste und zweite Halbleiter-Die 7, 8 an
der zweiten Seite 1(b) des Substrates 1 unter
Verwendung eines Flipchip-Prozesses befestigt werden. Anschließend können die
Lötverbindungsanordnungen 10 an
dem Umfang wie oben beschrieben ausgebildet werden. Wie oben angemerkt
ist, können
die Lötverbindungsanordnungen 10 durch
Schablonendruck, durch Aufnahme- und Anordnungsprozesse, etc. ausgebildet
werden. Sobald das Multichipmodul 100 ausgebildet ist,
kann es seinerseits an einer Leiterplatte (nicht gezeigt) unter Verwendung
eines Flipchip-Prozesses befestigt werden. Selbstverständlich ist
es möglich,
die Reihenfolge von einem oder mehreren dieser Prozesse zur Erzeugung
des Multichipmoduls 100 abzuändern.
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Die
Begriffe und Ausdrücke,
die hier verwendet worden sind, sind als Beschreibungsbegriffe und nicht
als Beschränkung
anzusehen, und es ist mit der Verwendung derartiger Begriffe und
Ausdrücke
nicht beabsichtigt, Äquivalente
der gezeigten und beschriebenen Merkmale oder Anteile derselben
auszuschließen,
womit anzumerken ist, dass verschiedene Abwandlungen innerhalb des
beanspruchten Schutzumfanges der Erfindung möglich sind. Beispielsweise
ist es, obwohl gepackte Treiberchips detailliert beschrieben worden
sind, bei anderen Ausführungsformen
möglich,
dass ein oder mehrere nicht gepackte Treiberchips an dem oben beschriebenen
Substrat unter Verwendung eines direkten Chipbefestigungsprozesses
befestigt werden können.
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Überdies
können
eines oder mehrere Merkmale von einer oder mehreren Ausführungsformen der
Erfindung mit einem oder mehreren Merkmalen anderer Ausführungsformen
der Erfindung kombiniert werden, ohne vom Schutzumfang der Erfindung abzuweichen.
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Zusammenfassung
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Es
ist ein Multichipmodul offenbart. Bei einer Ausführungsform umfasst das Multichipmodul
ein Substrat mit einer ersten Seite und einer zweiten Seite, wobei
die zweite Seite der ersten Seite gegenüberliegt. Ein Treiberchip befindet
sich an der ersten Seite des Substrates. Ein Halbleiter-Die, der
einen vertikalen Transistor umfasst, befindet sich an der zweiten
Seite des Substrates. Der Treiberchip und der Halbleiter-Die stehen
durch das Substrat in elektrischer Verbindung.