DE1039161B - Verfahren zur Herstellung von Pigmentfarbstoffen der Anthrachinonreihe - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Pigmentfarbstoffen der AnthrachinonreiheInfo
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Description
DEUTSCHES
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung neuer Pigmentfarbstoffe der Anthrachinonreihe.
Das Verfahren besteht darin, daß man von wasserlöslich machenden Gruppen und Oxygruppen
freie 1,4-Diaminoanthrachinone der Zusammensetzung
O NH,
0 —R
(I)
O NH2
worin R einen gegebenenfalls weitersubstituierten Alkyl-, Aralkyl- oder Arylrest bedeutet, in molekularem
Verhältnis mit funktionellen Abkömmlingen aromatischer Carbonsäuren umsetzt und die erhaltenen
N-Monoacyl-l,4-diaminoanthrachinone zu Pigmentfarbstoffen aufarbeitet.
Eine andere Ausführungsform des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß man in den 1,4-Diaminoanthrachinonen
der Zusammensetzung (I) beide Aminogruppen durch Umsetzen mit funktionellen, Abkömmlingen
aromatischer Carbonsäuren acyliert, die erhaltenen 1,4-Diacylatninoanthrachinone mit konzentrierter
Schwefelsäure behandelt und die nunmehr vorliegenden N-Monoacyl-l,4-diaminoanthrachinone ebenfalls
zu Pigmentfarbstoffen aufarbeitet.
Von den 1,4-Diaminoanthrachinonen, die sich zum Aufbau der neuen Pigmente eignen, seien beispielsweise
genannt 1,4-Diamino-2-alkoxyanthrachinone,
wobei die Alkoxygruppe vorzugsweise Ibis8C-Atome
aufweist, l,4-Diamino-2-benzyloxyanthrachinon und 1,4- Diamino -2-phenoxyanthrachinon, dessen Phenylrest
durch Halogen, Alkyl, Alkoxy, Nitro usw. substituiert sein kann.
Unter funktionellen1 Abkömmlingen aromatischer Carbonsäuren sind vor allem Benzolcarbonsäurehalogenide,
2- bzw. 4-Halogenbenzol-l-carbonsäurehalogenide,
Methoxybenzolcarbonsäurehalogenide, Nitrobenzolcarbonsäurehalogenide, Diphenylcarbonsäurehalogenide,
Naphthalin-1- bzw. -2-carbonsäurehalogenide,
Pyrencarbonsäurehalogenide, Chrysencarbonsäurehalogenide, Fluoranthencarbonsäurehalogenide,
Perylencarbonsäurehalogenide ■ und Anthrachinoncarbonsäurefoalogenide
zu verstehen. Die Carbonsäurechloride können den Lösungen bzw. Suspensionen der
1,4-Diaminoanthrachinone als solche zugesetzt oder aber erst in der Reaktionslösung aus den entsprechenden
Carbonsäuren durch. Umsetzen beispielsweise mit Thionylchlorid hergestellt werden.
zur Herstellung von Pigmentfarbstoffen
der Anthrachinonreihe
der Anthrachinonreihe
Anmelder:
Sandoz A. G., Basel (Schweiz)
Sandoz A. G., Basel (Schweiz)
Vertreter: Dr. W. Schalk, Dipl.-Ing. P. Wirth,
Dipl.-Ing. G. E. M. Dannenberg
und Dr. V. Schmied-Kowarzik, Patentanwälte,
Frankfurt/M., Große Eschenheimer Str. 39
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 13. Mai 1953 und 13. April 1954
Schweiz vom 13. Mai 1953 und 13. April 1954
Dr. Ernst Gutzwiller f und Dr. Wolfgang Schoenauer,
Riehen (Schweiz),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
Die Monoacylierung der erfindungsgemäßen 1,4-Diaminoanthrachinone nach der ersten Ausführungsform
des Verfahrens wird derart ausgeführt, daß man auf letztere funktionell Abkömmlinge aromatischer Carbonsäuren
in molekularem Verhältnis einwirken läßt. Es ist allerdings in vielen Fällen vorteilhaft, die oft
als Nebenreaktion nicht zu umgehende Verseifung geringer Anteile an Acylierungsmittel auszugleichen,
indem man dieses in einem Überschuß von 5 bis 10 Molprozent einsetzt. Die Monoacylierung wird
vorzugsweise in organischem Medium und in Gegenwart von Pyridin oder Dimethylanilin als die Kondensation
beförderndes Mittel bei Temperaturen von 50 bis 80° C vorgenommen. Den bei der Verwendung
von aromatischen Carbonsäurehalogeniden als Acylierungsmittel im Ablauf der Umsetzung frei werdenden
Halogenwasserstoff schafft man vorteilhaft aus der Kondensationsmasse weg, z. B. durch Überleiten eines
schwachen Luftstromes oder eines inerten Gases. Die entstandenen N-Monoacyl-l,4-diaminoanthrachinone
fallen beim Erkalten der Kondensationsmasse meist vollständig aus; sie werden abfiltriert, mit einem Alkohol
und schließlich mit heißem Wasser gewaschen und getrocknet. Sie können durch Umfallen aus konzentrierter
Schwefelsäure in einen für die Weiterverarbeitung zu Pigmentfarbstoffen günstigen Verteilungszustand
gebracht werden.
Nach der zweiten Ausführungsform des Verfahrens hat die Acylierung erfindungsgemäß derart zu erfol-
809 638/346
gen, daß beide Aminogruppen des 1,4-Diaminoanthrachinons
acyliert werden. Die Umsetzung wird ebenfalls vorteilhaft in organischem Medium, beispielsweise
in Chlorbenzol, Dichlorbenzol, Nitrobenzol, gegebenenfalls unter Zusatz von Pyridin, und bei
Temperaturen um 80 bis 150° C ausgeführt, wobei auch hier bei Verwendung von aromatischen Carbonsäurehalogeniden
der entstehende Halogenwasserstoff durch Überleiten eines schwachen Luftstromes oder
eines inerten Gases weggeschafft werden kann. Die erhaltenen Diacylaminoverbindungen werden hierauf
in 90 bis 1000/oiger Schwefelsäure aufgelöst, während einiger Zeit der Einwirkung der Schwefelsäure ausgesetzt
und hierauf durch Eingießen der Schwefelsäurelösungen in heftig bewegtes Wasser abgeschieden.
Bei der Behandlung in Schwefelsäure wird eine der beiden Acylaminogruppen verseift, und die erhaltenen
Pigmentfarbstoffe sind ebenfalls N-Monoacyl-1,4-diaminoanthrachinone.
Die Behandlung in Schwefelsäure hat neben der Abspaltung eines Acylrestes auch die Überführung der Kondensationsprodukte in
eine für ihre Weiterverarbeitung sehr günstige Form zur Folge.
Die Pigmentfarbstoffe werden mit Vorteil in geeigneten
Maschinen, wie Walzenstühlen, Mühlen, Homogenisiermaschinen usw., gegebenenfalls unter
Zusatz von Dispergiermitteln, z. B. Kondensationsprodukten aus Naphthalinsulfonsäuren und Formaldehyd,
zu handelsfertigen Pigmentteigen verarbeitet. Die bearbeiteten Pigmentfarbstoffe können auch in
Pulverform erhalten werden, wenn man die Pigmentteige einem geeigneten Trocknungsprozeß, beispielsweise
in einem Zerstäubungstrockner, unterwirft und das Trockenpulver gegebenenfalls noch in einer passenden
Mühle vermahlt.
Die neuen Pigmentfarbstoffe dienen zum Färben von Papier und Kunstfasern in der Masse, zum Bedrucken
von Textilien, zum Färben von Kunstharzen und plastischen Massen usw. in roten bis blauvioletten
Tönen, die ausgezeichnete Echtheitseigenschaften besitzen.
Gegenüber den aus der deutschen Patentschrift 857 843 bekannten Produkten sind sie sowohl in der
chemischen Zusammensetzung als auch im Aufbau grundsätzlich verschieden. Diese Tatsache gibt sich
unter anderem auch dadurch kund, daß die mit den beiden Farbstoffklassen erzielten Farbtöne voneinander
sehr stark abweichen.
Die nachfolgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung. Dabei bedeuten die Teile Gewichtsteile und
die Prozente Gewichtsprozente.
21 Teile l,4-Diamino-2-äthoxyanthrachinon werden in 100 Teilen trockenem Chlorbenzol auf 90° C
erwärmt. Nun gibt man der Lösung 0,5 Teile Pyridin zu und läßt ihr unter Rühren 25,5 Teile 4-Methylbenzol-1-carbonsäurechlorid
innerhalb von ungefähr 1 Stunde zutropfen. Man rührt die Kondensationsmasse so lange bei 90 bis 95° C, bis kein 1,4-Diamino-2-äthyoxyanthrachinon
mehr nachweisbar ist. Dann läßt man sie erkalten, filtriert das ausgeschiedene Kondensationsprodukt ab, wäscht es erst mit Chlorbenzol,
dann mit Äthylalkohol und schließlich mit Wasser und trocknet es.
15 Teile des erhaltenen l,4-Di-(4'-methyl)-benzoylamino-2-äthoxyanthrachinons
werden in der 4- bis 8fachen Menge 95 bis 1000/oiger Schwefelsäure gelöst.
Man rührt die Schwefelsäurelösung 1Zt bis 2 Stunden
lang, gießt sie hierauf in dünnem Strahle in 2000 bis 3000 Teile heftig gerührtes Wasser, dem gegebenenfalls
noch Eis zugesetzt wird; die Temperatur der Fällungmasse soll nicht über 30 bis 40° C steigen. Der
ausgeschiedene Pigmentfarbstoff wird filtriert, neutral gewaschen,gegebenenfalls zur vollständigenEntfernung
der durch die Verseifung einer Benzoylaminogruppe gebildeten Benzolcarbonsäure mit verdünnter wässeriger
Natriumcarbonat- oder Natriumhydroxydlösung
ίο behandelt, abgesaugt und erneut neutral gewaschen.
Das getrocknete N-Mono-(4'-methyl)-benzoyl-l,4-diamino-2-ät'hoxyanthrachinon ist ein violettrotes Pulver,
das sich in Schwefelsäure mit roter Farbe löst.
Zur Überführung des Pigmentfarbstoffes in ein für den praktischen Gebrauch verwendbares Pigmentfarbstoffpräparat bearbeitet man den neutral gewaschenen Filterkuchen mit Dinaphthylmethandisulfonsäure in einer geeigneten Vorrichtung wie Kugelmühle, Walzenstuhl oder Homogenisator usw. so lange, bis die
Zur Überführung des Pigmentfarbstoffes in ein für den praktischen Gebrauch verwendbares Pigmentfarbstoffpräparat bearbeitet man den neutral gewaschenen Filterkuchen mit Dinaphthylmethandisulfonsäure in einer geeigneten Vorrichtung wie Kugelmühle, Walzenstuhl oder Homogenisator usw. so lange, bis die
so gewünschte Korngröße erreicht ist. Der erhaltene Teig
kann als solcher für den Textildruck, zum Färben von Papiermasse oder zum Färben von Viscose im Spinnbad
verwendet werden, wobei man sehr lebhafte rotviolette Töne von ausgezeichneten Echtheitseigen-
•25 schäften erzielt. Der Teig kann auch in einer geeigneten
Trockenvorrichtung, beispielsweise in einem Zerstäubungstrockner, zu einem Pigmentpulver verarbeitet
werden.
43 Teile l,4-Diamino-2-methoxyanthrachinon werden in 250 Teilen trockenem Chlorbenzol unter Rühren
bei 120 bis 130° C innerhalb von 1 bis 2 Stunden mit 53 Teilen Benzolcarbonsäurechlorid versetzt. Die
Masse wird noch ungefähr 5 Stunden lang auf 125 bis 133° C erwärmt, wobei der entstehende Chlorwasserstoff
durch Überleiten eines schwachen Stromes trockener Luft über die Kondensationsmasse weggeführt
wird. Nach dem Erkalten wird das ausgefallene Kondensationsprodukt filtriert, mit Chlorbenzol,
dann mit Äthylalkohol und schließlich mit Wasser gewaschen und getrocknet. Das erhaltene 1,4-Dibenzoylamino-2-methoxyanthrachinon
ist ein orangefarbenes Kristallpulver vom Schmelzpunkt 256 bis 257° C.
30 Teile l,4-Dibenzoylamino-2-methoxyanthrachinon werden in der 4- bis 8fachen Menge 95- bis
100°/oiger Schwefelsäure bei Zimmertemperatur gelöst und in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise aufgearbeitet.
Das erhaltene N-Monobenzoyl-l,4-diamino-2-methoxyanthrachinon ist ein violettrotes Pulver, das
bei 285 bis 286° C schmilzt. Das daraus gewonnene Pigmentfarbstoffpräparat färbt Viskose im Spinnbad
in rotvioktten Tönen.
-, Beispiel 3
26,8Teile l,4-Diamino-2-methoxyanthrachinon werden
in 500 Teilen Chlorbenzol bei 130° C mittels eines Luftstromes entwässert; dann läßt man die entstandene
Lösung unter Rühren auf 50° C abkühlen. Nun gibt man ihr 10 Teile trockenes Pyridin zu und läßt
ihr innerhalb von 4 bis 5 Stunden bei 50 bis 55° C 15 Teile Benzolcarbonsäurechlorid gleichmäßig zutropfen.
Man läßt sie noch einige Zeit bei dieser Temperatur rühren und erwärmt sie hierauf noch so lange
auf 80° C, bis kein l^-Diamino^-methoxyanthrachinon
mehr nachweisbar ist. Nun läßt man die Kondensationsmasse erkalten, filtriert das entstandene
N - Monobenzoyl - l,4-diamino-2-methoxyanthrachinon ab, wäscht es mit Chlorbenzol, Äthylalkohol und
Wasser und trocknet es.
Das neue Produkt ist identisch mit dem nach der Behandlung mit Schwefelsäure erhaltenen Pigmentfarbstoff
des Beispiels 2. Zur Aufarbeitung zu einem Pigmentfarbstoffpräparat löst man es vorteilhaft in
konzentrierter Schwefelsäure um.
18 Teile l,4-Diamino-2-butoxyanthrachinon werden in 120 Teilen trockenem Nitrobenzol auf 140° C erwärmt.
Dann läßt man der Lösung innerhalb von ungefähr 30 Minuten 26,5 Teile 3-Chlorbenzol-l-carbonsäurechlorid
bei 140° C zutropfen und rührt die Masse noch 2 Stunden lang bei dieser Temperatur, wobei der
entstehende Chlorwasserstoff mit Luft abgeblasen wird. Dann tropft man der Masse bei 100° C 80 Teile
Äthylalkohol zu und läßt sie unter Rühren erkalten. Das ausgeschiedene l,4-Di-(3'-chlor)-benzoylamino-2-butoxyanthrachinon
wird abfiltriert, mit Äthylalkohol und dann mit Wasser gewaschen und schließlich getrocknet.
15 Teile des erhaltenen Kondensationsproduktes löst man in der 4- bis 8fachen Menge 95- bis lOOfl/oiger
Schwefelsäure und behandelt es nach den Angaben von Beispiel 1 weiter. Man erhält N-Mono-(3'-chlor)-benzoyl-l,4-diamino-2-butoxyanthrachinon,
einen Pigmentfarbstoff, der in rotvioletten Tönen färbt.
In 80 Teilen trockenem 1,2-Dichlorbenzol werden 21 Teile 1,4-Diamino-2-butoxyanthrachinon unter
Rühren auf 110° C erwärmt. Nun läßt man zu der Lösung innerhalb von 1 Stunde 26 Teile 2-Chlorbenzol-1-carbonsäurechlorid
zutropfen und erwärmt das Gemisch weitere 4 Stunden auf 115 bis 120° C, wobei der entstehende Chlorwasserstoff mit einem
schwachen Luftstrom aus der Kondensationsmasse entfernt wird. Nun läßt man diese abkühlen und gibt
ihr bei 100° C tropfenweise 100 Teile Äthylalkohol zu. Nach völligem Erkalten der Masse filtriert man
das entstandene l,4-Di-(2'-chlor)-benzoyl-2-butoxyanthrachinon ab, wäscht es mit Äthylalkohol und mit
Wasser und trocknet es.
15 Teile des Kondensationsproduktes werden in der 4- bis 8fachen Menge 95 bis lOO°/oiger Schwefelsäure
gelöst und nach den Angaben im Beispiel 1 behandelt und aufgearbeitet. Der auf diese Weise erhaltene Pigmentfarbstoff,
N - Mono - (2'- chlor) -benzoyl-l^-diamino-2-butoxyanthrachinon,
färbt spinngefärbte Viskose in violettstichigroten Tönen.
27 Teile Pyren-3-carbonsäure werden in 200 Teilen 1,2-Dichlorbenzol bei 90 bis 100° C langsam mit
18 Teilen Thionylchlorid versetzt. Nach Beendigung
ίο der Umwandlung in das Pyren-3-carbonsäurechlorid
wird der Überschuß an Thionylchlorid bei schwachem Vakuum unter Erhöhung der Temperatur auf 150° C
abdestilliert. Nach Zugabe von 0,5 Teilen Pyridin zur Lösung trägt man bei 110° C 13,4 Teile 1,4-Diamino-2-methoxyanthrachinon
ein und erwärmt die Masse während 4 Stunden auf 110 bis 120° C. Dann läßt man sie unter Rühren erkalten, filtriert das entstandene
1,4-Dipyrenoyl- (3') -amino-2-methoxyanthrachinon
ab, wäscht es mit 1,2-Dichlorbenzol, mit heißem Äthylalkohol und mit Wasser und trocknet es.
15 Teile des Kondensationsproduktes werden in der 4- bis 8fachen Menge 9O°/oiger Schwefelsäure gelöst
und nach den im Beispiel 1 gemachten Angaben behandelt. Man erhält N-Mono-pyrenoyl-(3') -1,4-diamino-2-methoxyanthrachinon,
einen Pigmentfarbstoff, der in rotvioletten Tönen färbt.
Zur Vermählung der in Schwefelsäure behandelten Kondensationsprodukte können neben der bereits genannten
Dinaphthylmethandisulfonsäure die verschiedenartigsten Dispergiermittel eingesetzt werden, so
etwa Alkylpolyglykoläther mit 20 bis 25 Äthoxyresten wie Cetyl-, Stearyl- oder Oleylpolyglykoläther, Alkylphenylpolyglykoläther
wie Dodecylphenylpolyglykoläther, dann Alkylarylsulfonate wie Alkylbenzolsulfo1-nate
und Alkylnaphthalinsulfonate, sulfonierte öle, Fettsäurekondensationsprodukte, höhermolekulare Alkylsulfate
und -sulfonate und viele andere mehr.
In der nachfolgenden Tabelle sind weitere N-Monoacyl-l,4-diaminoanthrachinone
aufgeführt, die nach einem der vorstehenden Beispiele hergestellt werden können. Die Pigmentfarbstoffe werden hierbei gekennzeichnet
durch die Ausgangsprodukte: 1,4-Diaminoanthrachinone
der Zusamenmsetzung (I) in Kolonne (A) und die funktioneilen Abkömmlinge aromatischer
Carbonsäuren in Kolonne (B). In Kolonne (C) werden die Farbtöne wiedergegeben, mit denen die erhaltenen
Pigmentfarbstoffe Viskose im Spinnbad anfärben.
| Beispiel | (A) | (B) | (C) | Rotviolett |
| 7 | l^-Diamino^-methoxy-anthra- chinon |
Benzolcarbonsäurebromid | Rotstichigviolett | |
| 8 | desgl. | 2-Chlorbenzol-l- carbonsäurechlorid |
Rotviolett | |
| 9 | desgl. | 4-Chlorbenzol-l- carbonsäurechlorid |
Rotviolett | |
| 10 | desgl. | 4-Brombenzol-l- carbonsäurechlorid |
Bordeaux | |
| 11 | desgl. | 4-Nitrobenzol-l- carbonsäurechlorid |
Rotviolett | |
| 12 | desgl. | 4-Methoxybenzol-l- carbonsäurechlorid |
Violett | |
| 13 | desgl. | 4-Phenylbenzol-l- carbonsäurechlorid |
Rotviolett | |
| 14 | desgl. | Naphthal in-1 -carbonsäur echlori d | Rotviolett | |
| 15 | desgl. | Pyren-3-carbonsäurechlorid |
| 7 | (A) | (B) | 8 | (C) | Violettrot | |
| Beispiel | 1,4-Diamim>2-methoxyanthra- chinon |
Anthrachinon-2- carbonsäurechlorid |
Violett | |||
| 16 | 1,4-Diarnino-2-äthoxyanthra- chinon |
Benzolcarbonsäurechlorid | Violett | |||
| 17 | 1,4-Diamino~2-äthoxyanthra- chinon |
Benzolcarbonsäurebromid | Rotviolett | |||
| 18 | desgl. | 2-Chlorbenzol-l - carbonsäurechlorid |
Violett | |||
| 19 | l^-Diamino-^-n-propoxyanthra- chinon |
Benzolcarbonsäurechlorid | Rotstichigviolett | |||
| 20 | desgl. | 4-Chlorbenzol-l- carbonsäurechlorid |
Violett | |||
| 21 | 1,4-Di am i no-2-butoxy an th ra- chinon |
4-Brombenzol-l- carbonsäurechlorid |
Violett | |||
| 22 | desgl. | 4-Bromben'Zol-l- carbonsäurebromid |
Rotstichigviolett | |||
| 23 | l^-Diamino^-benzyloxyanthra- chinon |
Benzolcarbonsäurechlorid | Rotstichigviolett | |||
| 24 | l,4-Diamino-2-(2'-phenyl)- äthoxyanthrachinon |
desgl. | Rotviolett | |||
| 25 | l,4-Diamino-2-phenoxyanthra- c'hinon |
desgl. | Rotviolett | |||
| 26 | l,4-Diamino-2-(4'-methyI)- phenoxyanthrachinon |
desgl. | Rotviolett | |||
| 27 | l,4-Diamino-2-(2',4'-dichlor)- phenoxyanthrachinon |
desgl. | Rotviolett | |||
| 28 | l,4-Diamino-2-(4'-tert.butyl)- phenoxyanthrachinon |
desgl. | Rotviolett | |||
| 29 | l,4-Diamino-2-(4'-tert. isooctyl)- phenoxyanthrachinon |
desgl. | Rotviolett | |||
| 30 | 1,4-D i am i no-2-naphthy 1 - (2') - oxvanthrachinon |
desgl. | ||||
| 31 |
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Pigmentfarbstoffen der Anthrachinonreihe, dadurch gekennzeichnet,
daß man von wasserlöslich machenden Gruppen und Oxygruppen freie 1,4-Diaminoanthrachinone
der Zusammensetzung
O NH9
_ O — R
(I)
55
Alkyl-, Aralkyl- oder Arylrest bedeutet, in molekularem Verhältnis mit funktioneilen Abkömmlingen
aromatischer Carbonsäuren umsetzt und die erhaltenen N-Monoacyl-l,4-diaminoanthrachinone
in üblicher Weise aufarbeitet.
2. Abänderung des Verfahrens gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in
den 1,4-Diaminoanthrachinonen der Zusammensetzung (I) beide Aminogruppen durch Umsetzen
mit funktioneilen Abkömmlingen aromatischer Carbonsäuren acyliert, die erhaltenen 1,4-Diacylaminoanthrachinone
mit konzentrierter Schwefelsäure behandelt und die nunmehr vorliegenden N-Monoacyl-l,4-diaminoanthrachinone ebenfalls
in üblicher Weise aufarbeitet.
O NH2
worin R einen gegebenenfalls weitersubstituierten
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 844 773, 857 843.
Deutsche Patentschriften Nr. 844 773, 857 843.
Bei der Bekanntmachung der Anmeldung ist eine Färbetafel mit Erläuterung ausgelegt worden.
© 809 638,346 9. 5»
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| CH3005833X | 1953-05-13 |
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