DE1038915B - Verfahren zur Herstellung von Duplikatkopien nach transparenten Mehrfarbenbildern durch einen zweimaligen Kopierprozess ueber eine Zwischenkopie - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Duplikatkopien nach transparenten Mehrfarbenbildern durch einen zweimaligen Kopierprozess ueber eine ZwischenkopieInfo
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- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C7/00—Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
- G03C7/30—Colour processes using colour-coupling substances; Materials therefor; Preparing or processing such materials
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Description
Es ist bekannt, Duplikate von transparenten Mehrfarbenbildern
herzustellen, indem man einen zweimaligen Kopierprozeß über eine Zwischenkopie anwendet.
Bei diesem einfachsten Verfahren erhält man, ausgehend von einem positiven Bild, zunächst ein
Negativ und von diesem wiederum ein positives Bild, während man, ausgehend von einem Negativbild, zunächst
ein positives und dann wiederum ein negatives Bild erhält. Benutzt man für die Herstellung des
Zwischen-Negativs bzw. Positivs und: des endgültigen
Bildes Mehrschichtenfarbfilme mit der üblichen komplementären Zuordnung von Schichtempfindlichkeit
und Teilbildfarbe, also Blau—Gelb, Grün—Purpur,
Rot—Blaugrün, so findet bekanntlich eine erhebliche
Verschlechterung der Farbwiedergabe statt. Diese ist dadurch bedingt, daß die Absorption der bei der
chromogenen Entwicklung erhaltenen Bildfarbstoffe, insbesondere des Purpurfarbstoffs, von der theoretischen
Forderung abweicht und daher mit jedem Kopierprozeß eine Farbverschiebung eintritt, die in
erster Linie eine starke Entsättigung der gelben Farbtöne bei gleichzeitiger Verschwärzlichung der
blauen Farbtöne hervorruft. Bei dem doppelten Kopierprozeß potenzieren sich diese Farbverschiebungen,
so daß ein auf diese Weise von einem farbigen Kinenegativfilm hergestellter Dupnegativfilm keine in
der Farbqualität mit der Kopie vom Originalnegativ vergleichbaren Vorführfilme liefert. Ebenso weicht
eine auf diese Weise von einem positiven Farbdiabild hergestellte Duplikatkopie erheblich vom Original ab.
Man hat deshalb z. B. Negativfilme auf dem Wege über drei schwarzweiße Teilfarbenauszüge gedübelt.
Dieser Weg ist jedoch verfahrensmäßig sehr umständlich. Will man den einfachen Weg des zweimaligen
Kopierprozesses gehen, dann muß man, um eine tragbare Farbwiedergabe zu erreichen, sogenannte Farbmasken
anwenden, wobei die Farbmaske entweder auf separatem Material angebracht wird, was wiederum
das Verfahren kompliziert, oder wobei die Farbmasken in bekannter Weise im Mehrschichtenmaterial
selbst entwickelt werden können. Die Anwendung derartiger Farbmasken ist jedoch zwangläufig mit
Komplikationen in der Verarbeitung oder in der Herstellung der Materialien verbunden. Zudem muß man
bei der Herstellung des Zwischennegativs bzw. Positivs zur Vervielfältigung eines Positivs oder zur Vervielfältigung
eines Negativs ohne Maske und der endgültigen Kopie zwei verschiedene Materialien, nämlich
ein maskiertes und ein nicht maskiertes verwenden, was wiederum die Verarbeitung komplizierter macht.
Weiterhin ist es bekannt, daß bei mehrmaligem Kopierprozeß die Anwesenheit von farbigen Kupplern,
die bei der Belichtung als Filter wirken, zu gewissen Fehlern führt.
zur Herstellung von Duplikatkopien
nach transparenten Mehrfarbenbildern
durch einen zweimaligen Kopierprozeß
über eine Zwischenkopie
Anmelder:
Agfa Aktiengesellschaft,
Leverkusen-Bayerwerk,
Kaiser -Wilhelm -Allee
Dr. Ottmar Wahl, Opladen,
und Dr. Erich Böekly, Köln-Stammheim,
sind als (Erfinder genannt worden
Es wurde nun gefunden, daß man von transparenten Mehrfarbenbildern Duplikatkopien von guter Farbwiedergabe
unter Anwendung eines zweimaligen Kopierprozesses erhält, wenn man sowohl zur Herstellung
der Zwischenkopie als auch der Endkopie einen mehrschichtigen Farbfilm mit farblosen Kupplern
für die chromogene Entwicklung verwendet, bei dem unter Abweichung von der üblichen komplementären
Zuordnung von Schichtempfindlichkeit und Teilbildfarbe die Emulsionsschicht für das gelbe Teilbild
grünempfindlich und die Emulsionsschicht für das Purpurteilbild blauempfindlich ist, wie es an sich in
der Farbenphotographie bekannt ist. Für die Herstellung des Zwischenegativs bzw. des Zwischenpositivs
und der endgültigen Kopie ist beispielsweise ein Mehrschichtenfarbfilm mit eingelagerten farblosen
Komponenten geeignet, der auf dem Schichtträger eine rotempfindliche Halogensilberemulsion für das
blaugrüne Teilbild, darüber eine grünempfindliche Schicht für das gelbe Teilbild und eine blauempfindliche
Schicht für das Purpurteilbild trägt. Man kann weiterhin ein Mehrschichtenmaterial verwenden, bei
dem die blauempfindliche Schicht für das Purpurbild über einer Gelbfilterschicht liegt, wobei die anderen
beiden Schichten darunter in beliebiger Reihenfolge angeordnet sein können. So kann die grünempfindliche
Schicht für das gelbe Bild als mittlere Schicht und
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die rotempfindliche Schicht für das blaugrüne Bild als unterste Schicht vorliegen, oder diese beiden
Schichten können vertauscht sein.
• Für die blauempfindliche Purpurschicht kann zweckmäßig eine aus Bromsilber bzw. Bromjodsilber bestehende Emulsion verwendet werden, während die beiden anderen Schichten aus Chlorsilber bzw. überwiegend Chlorsilber bestehen können. In diesem Fall können die drei Schichten in beliebiger Reihenfolge angeordnet sein.
• Für die blauempfindliche Purpurschicht kann zweckmäßig eine aus Bromsilber bzw. Bromjodsilber bestehende Emulsion verwendet werden, während die beiden anderen Schichten aus Chlorsilber bzw. überwiegend Chlorsilber bestehen können. In diesem Fall können die drei Schichten in beliebiger Reihenfolge angeordnet sein.
Daß man die Zuordnung von Schichtempfindlichkeit und Teilbildfarbe in Abweichung von der üblichen
komplementären Zuordnung ändern kann, ist an sich bekannt, wobei rein theoretisch eine große Anzahl von
Varianten möglich ist. Es war jedoch nicht vorauszusehen, daß die spezielle Art der Zuordnung von
Schichtempfindlichkeit und Teilbildfarbe gemäß der Erfindung, insbesondere in Verbindung mit dem
Duplikat- bzw. Vervielfältigungsprozeß, über eine Zwischenkopie einen überraschenden technisch wertvollen
Effekt ergibt. Dieser Effekt besteht darin, daß die Farben des Originals in der Kopie weit besser
wiedergegeben werden, wie im Fall der Verwendung eines Mehrschichtenmaterials mit der üblichen komplementären
Zuordnung.
Ein auf die beanspruchte Weise hergestelltes Dupnegativ
von einem Negativkinefilm z. B. liefert positive Kopien, die gegenüber der Kopie vom Originalnegativ
keine Verweißlichung der Gelbtöne mehr zeigen. Ebenso sind die auf diese Weise hergestellten
Kopien von positiven Farbdiabildern von besserer Farbqualität als die unter Verwendung von Filmen
mit orthodoxer Zuordnung hergestellten. Der Vorteil gegenüber dem bekannten Verfahren über Schwarzweißauszüge
ist die erheblich einfachere Verarbeitung, der Vorteil gegenüber dem Farbmaskenverfahren
ebenfalls die einfachere Verarbeitung bzw. Herstellung sowie die Möglichkeit der Verarbeitung nur
eines Filmmaterials für das Zwischenbild und das Endbild.
Der Aufbau eines Mehrschichtenmaterials, das für das vorliegend beschriebene Verfahren geeignet ist,
ist in Abb. 1 a und 1 b beispielsweise erläutert. In den Abbildungen bedeutet 1 eine blauempfindliche HaIogensilberemulsionsschicht
aus vorwiegend Bromsilber mit einer Farbkomponente für das Purpurteilbild, 2 eine Gelbfilterschicht, beispielsweise aus kolloidalem
Silber, 3 eine grünempfindliche Halogensilberschicht aus vorwiegend Bromsilber mit einem Farbkuppler
für das gelbe Teilbild, 4 eine rotempfindliche Halogensilberschicht
aus vorwiegend Bromsilber mit einem Farbkuppler für das blaugrüne Teilbild und 5 den
transparenten Schichtträger.
Weiterhin kann bei einem Mehrschichtenmaterial ohne Gelbfilterschicht eine Schichtanordnung gewählt
werden, wie sie beispielsweise in den Abb. 2 a und 2b angegeben ist, worin 1 eine für grünes Licht sensibilisierte
Clorsilberemulsion mit einem Kuppler für das gelbe Teilbild, 2 eine für rotes Licht sensibilisierte
Chlorsilberemulsion mit einem Kuppler für das blaugrüne Teilbild, 3 eine unsensibilisierte Bromsilberbzw.
Bromjodsilberemulsion mit einem Kuppler für das Purpurteilbild und 4 einen transparenten Schichtträger
bedeutet.
Außer den genannten Schichten können die Filme noch die für den Aufbau von Mehrschichtfarbenfilmen
üblichen Hilfsschichten haben, beispielsweise Schutz-, Trenn-, Filter- und Lichthofschutzschichten.
Die Abstimmung der Gradationen der einzelnen Schichten für die Teilbilder untereinander bzw. auf
bestimmte Entwicklungsbäder unter Verwendung der üblichen Farbentwicklersubstanzen erfolgt derart, daß
ein neutral grauer Stufenkeil wiederum neutral grau und mit gleicher Gradation (y=l) wiedergegeben
werden kann.
Ein Kinefarb-Negativfilm wird im Kontakt auf einen Mehrschichtenfilm kopiert, dessen Aufbau oben
angegeben wurde. Die Farbentwicklung führt zu einem Zwischenpositivfilm, dessen Farbgebung nicht
der Farbgebung des Aufnahmegegenstandes entspricht. Die Kontaktkopie dieses Zwischenpositivs
auf das gleiche Filmmaterial und die Farbentwicklung führt dann zu einem Dupnegativ, dessen Farbqualität
der des Originalnegativs weitgehend entspricht. Von diesem Dupnegativ kann man vollwertige Kopien
ziehen.
Benutzt man an Stelle des Mehrschichtenmaterials, gemäß der Erfindung, einen Mehrschichten-Farbfilni
mit der komplementären Zuordnung von Schichtempfindlichkeit und Teilbildfarbe, beispielsweise einen
Film, der, vom Schichtträger ausgehend, eine rotempfindliche Schicht für das blaugrüne Teilbild, darüber
eine grünempfindliche Schicht für das Purpurteilbild, eine Gelbfilterschicht und eine blauempfindliche
Schicht für das gelbe Teilbild trägt, so erhält man ein Dupnegativ, dessen Farbqualität gegenüber
dem Originialnegativ wesentlich verschlechtert ist. Die Kopien, die von diesem Dupnegativ gezogen werden,
haben, auf gleiche Grauwiedergabe bezogen, nur noch sehr verweißlichte gelbe Töne und andererseits
stark verschwärzlichte Töne und stfnd nur noch sehr begrenzt verwendbar.
Ein Negativfilm mit Gelbmaske kann nach dem erstgenannten Verfahren mit gutem Erfolg gedübelt
werden, während das zweitgenannte Verfahren wegen des Verlustes der Gelbtöne zu einem wertlosen Dupfilm
führt.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Duplikatkopien nach transparenten Mehrfarbenbildern durch
einen zweimaligen Kopierprozeß über eine Zwischenkopie, dadurch gekennzeichnet, daß für die
Herstellung der Zwischenkopie und der endgültigen Kopie ein Mehrschichten-Farbfilm mit eingelagerten
farblosen Komponenten für die chromogene Entwicklung benutzt wird, der eine grünempfindliche Halogensilberemulsion für das gelbe
Teilbild und eine blauempfindliche Halogensilberemulsion für das Purpurteilbild enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Mehrschichten-Farbfilm für die Zwischenkopie und die endgültige Kopie eine
rotempfindliche Halogensilberemulsionsschicht für das blaugrüne Teilbild, eine grünempfindliche für
das gelbe Teilbild und eine blauempfindliche für das Purpurteilbild trägt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Zwischenkopie und für die
endgültige Kopie ein Mehrschichten-Farbfilm verwendet wird, bei dem die blauempfindliche Purpurschicht
über einer Gelbfilterschicht liegt und die beiden anderen Schichten in beliebiger Reihenfolge
darunter angeordnet sind.
4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die blauempfindliche Purpurschicht aus einer überwiegend
Brom- bzw. Bromjodsilber enthaltenden Emulsion besteht, während die beiden anderen Schichten
aus Chlorsilber bzw. überwiegend Chlorsilber bestehen, wobei die drei Schichten in beliebiger
Reihenfolge angeordnet sein können.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Aufsatz von W. Schneider: Die »Farbenphotographie« in Europäische Studienmappen, 1944, S. 22ff., herausgegeben vom Akademischen Kulturaustausch.
Aufsatz von W. Schneider: Die »Farbenphotographie« in Europäische Studienmappen, 1944, S. 22ff., herausgegeben vom Akademischen Kulturaustausch.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Applications Claiming Priority (1)
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ID=6926496
Family Applications (1)
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Non-Patent Citations (1)
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