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DE1038692B - Organische Phosphorverbindungen enthaltende synthetische Wasch- und Reinigungsmittel - Google Patents

Organische Phosphorverbindungen enthaltende synthetische Wasch- und Reinigungsmittel

Info

Publication number
DE1038692B
DE1038692B DEC13990A DEC0013990A DE1038692B DE 1038692 B DE1038692 B DE 1038692B DE C13990 A DEC13990 A DE C13990A DE C0013990 A DEC0013990 A DE C0013990A DE 1038692 B DE1038692 B DE 1038692B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phosphorus compounds
organic phosphorus
cleaning agents
synthetic detergents
containing organic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC13990A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Joachim Amende
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huels AG
Original Assignee
Chemische Werke Huels AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Werke Huels AG filed Critical Chemische Werke Huels AG
Priority to DEC13990A priority Critical patent/DE1038692B/de
Publication of DE1038692B publication Critical patent/DE1038692B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D3/00Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
    • C11D3/16Organic compounds
    • C11D3/36Organic compounds containing phosphorus
    • C11D3/365Organic compounds containing phosphorus containing carboxyl groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Organische Phosphorverbindungen enthaltende synthetische Wasch-und Reinigungsmittel Ein wesentlicher Bestandteil der modernen Wasch-und Reinigungsmittel für den Haushalt, für gewerbliche Betriebe und für industrielle Zwecke sind kondensierte Phosphate, wie Pyrophosphate und Polyphosphate. Diese Waschhilfsmittel tragen in großem Maße dazu bei, die Wirksamkeit synthetischer Waschrohstoffe, z. B. von Alkylbenzolsulfonaten, zu verbessern. Die auf dieser Basis aufgebauten Fertigprodukte, die meist in fester Form vorliegen, aber auch pastenförmig oder flüssig sein können, enthalten die Phosphate in Mengen, die den Prozentsatz an waschaktiver Substanz um das Mehrfache übertreffen können.
  • Es wurde gefunden, daß die Wirksamkeit synthetischer Wasch- und Reinigungsmittel dadurch verbessert werden kann, daß man ihnen an Stelle kondensierter Phosphate Salze organischer Phosphorverbindungen der allgemeinen Formel Xn R-(P O (O H) 2) m zusetzt, in der X eine Carboxylgruppe, R einen nieder- oder höhermolekularen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest darstellt und n und m mindestens gleich 1 sind.
  • Verbindungen der vorliegenden Art sind beispielsweise die Salze der Carboxyäthyl-phosphonsäure und der Dicarboxyäthyl-phosphonsäure, welche z. B. durch Anlagerung von Dialkylphosphiten an Acrylsäureester bzw. an Maleinsäureester zugänglich sind und deren Herstellung in den Chemical Abstracts, 47 (1953), S.2687, 4836, 5352 und 10467, sowie 48 (1954), S.2572, angegeben wird.
  • Weitere geeignete Verbindungen sind beispielsweise die Salze der 1,4-Dicarboxy-n-butanphosphonsäure, die Salze der Stearinsäurephosphonsäure, der Behensäure-diphosphonsäure, der 1,8-Dicarboxy-noctan-diphosphonsäure. Die letztgenannten Produkte können durch Umsetzung von Posphortrichlorid mit den Chloriden der genannten Ausgangssäuren gemäß der deutschen Patentschrift 910 649 hergestellt werden. Vorteilhafter ist die Umsetzung der entsprechenden Methylester mit Phosphortrichlorid. Die erhaltenen Phosphonsäurechloride werden in bekannter Weise verseift und gegebenenfalls von dem nicht umgesetzten Ausgangsmaterial durch Extraktion oder ein anderes geeignetes Verfahren befreit.
  • Die Salze der vorstehend beschriebenen organischen Phosphorverbindungen zeigen in Gegenwart von grenzflächenaktiven Stoffen eine Waschhilfswirkung, die ausgeprägter ist als die der kondensierten Phosphate. Sie können mit Waschrohstoffen verschiedenster Art, insbesondere mit anionaktiven und nichtionogenen Substanzen, kombiniert und zu festen, flüssigen und pastenförmigen Fertigprodukten verarbeitet werden. Hierbei können weitere Zusätze, welche den Gebrauchswert erhöhen, erfolgen, z. B. solche von alkalisch reagierenden Salzen, von Bleichmitteln, von optischen Aufhellern, von Stoffen, welche überfettend wirken und die Schaumentwicklung verbessern, von Schutzkolloiden, Farbstoffen, Riechstoffen u. a. üblicherweise in Waschmittelzusammensetzungen enthaltenen Substanzen. Beispiel 1 Angeschmutztes Baumwollgewebe der Testfabrics Inc., New York, beschrieben in Detergency evaluation and testing (New York, 1954), S. 88, wird 1/z Stunde bei 90° C in destilliertem Wasser gewaschen: 1. mit 1 g/1 dodecylbenzolsulfonsaurem Natrium unter Zusatz von 1 g/1 Tetranatriumpyrophosphat; 2. mit 1 gll dodecylbenzolsulfonsaurem Natrium unter Zusatz von 1 g/1 des Natriumsalzes der Stearinsäurephosphonsäure.
  • Anschließend wird einmal heiß und einmal kalt gespült.
  • Nach dreimaliger Wäsche beträgt die prozentuale Aufhellung bei Verwendung des Stearinsäurephosphonsäurederivates 65%, bei der Verwendung von 1\Tatriumpyrophosphat nur 50%, obwohl Tetranatriumpyrophosphat eine die Waschwirkung fördernde alkalische Reaktion besitzt, während die Phosphonsäure-Kombination praktisch neutral reagiert. Durch eine Verwendung von etwa 0,3 g/1 phosphonsauren Salzen läßt sich die gleiche prozentuale Aufhellung wie mit 1 g/1 Natriumpyrophosphat erzielen. Beispiel 2 Mit Talg, Mineralöl und Straßenstaub angeschmutztes Baumwollgewebe nach Fette und Seifen, 53 (1951), S.36, wird mit folgenden Einstellungen gewaschen 1. mit einer Mischung, die 1 g Dodecylbenzolsulfonat (Natriumsalz), 1 g Stearinsäure-phosphonsäure-Natriumsalz, 0,8 g Natriumperborat, 0,3 g Natriummetasilikat, 0,2 g Wasserglas 100%ig gerechnet, 0,1 g Carboxymethylcellulose im Liter enthält; 2. mit einer Mischung, die 1 g Dodecylbenzolsulfonat, 2 g Natriumpyrophosphat, 1,5 g Natriumtripolyphosphat, 0,5g Hexametaphosphat im Liter sowie die anderen obenerwähnten Zusätze enthält.
  • Der Waschprozeß wird in destilliertem Wasser und in hartem Wasser von 15° DH während 15 Minuten bei 95° C vorgenommen. Abschließend wird je einmal heiß und kalt gespült. Nach ein-, zwei- und dreimaliger Wäsche werden folgende Werte für das Waschvermögen gemessen:
    Mischung 1 Mischung 2
    In destilliertem Wasser
    Nach
    1maliger Wäsche 49% Weißgehalt 49% Weißgehalt
    2maliger Wäsche 63% Weißgehalt 64% Weißgehalt
    3maliger Wäsche 72% Weißgehalt 75% Weißgehalt
    In Wasser von 15° DH
    Nach
    1maliger Wäsche 42% Weißgehalt 43% Weißgehalt
    2maliger Wäsche 61% Weißgehalt 62% Weißgehalt
    3maliger Wäsche 73 01o Weißgehalt 75 % Weißgehalt
    Aus den vorliegenden Daten geht hervor, daß die Kombination mit dem organischen Waschhilfsmittel trotz Anwendung von nur einem Viertel der Menge des anorganischen mindestens den gleichen Wascheffekt sowohl in destilliertem wie in hartem Wasser ergibt.
  • Beispiel 3 Angeschmutztes Baumwollgewebe der Testfabrics Inc., New York, nach Beispiel 1 wird bei 90'C '/E Stunde im Flottenverhältnis 1 :20 gewaschen, und zwar mit einer Mischung von l g/1 Dodecylbenzolsulfonat (Natriumsalz) unter Zusatz von 1g11 des Natriumsalzes der Bernsteinsäurephosphonsäure einerseits und mit 1 gll Dodecylbenzolsulfonat unter Zusatz von 1 g/1 Tetranatriumpyrophosphat andererseits. Nach dreimaliger Wäsche wird bei dem ersten Versuch ein relativer Weißgrad von 50% erreicht, bei der zweiten Mischung nur ein solcher von 42%, obwohl Tetranatriumpyrophosphat alkalisch reagiert Auch die Einstellung von flüssigen Wasch- und Reinigungsmitteln ist mit den organischen Phosphonsäurederivaten leicht möglich. Man erhält bei Verwendung von den gleichen Mengen, wie man sie üblicherweise bei anorganischen kondensierten Phosphaten anwendet, Produkte, die eine wesentlich bessere Waschwirkung besitzen. Die Zusammensetzung eines solchen flüssigen Produktes ist z. B. folgende: 100/a Alkylbenzolsulfonat (Kaliumsalz), 10% Kaliumsalz der Stearinsäure-phosphonsäure, 7,50/a Cocosfettsäure-diäthanolamid, 1% Carboxymethylcellulose, 0,01% optischer Aufheller, Rest Wasser neben wenig anorganischen Salzen.
  • Im Gegensatz zu den Produkten, die mit Kaliumtetrapyrophosphat, Kaliumtripolyphosphat oder ähnlichen anorganischen Waschhilfsmitteln aufgebaut sind und welche zur Homogenisierung Zusätze von hydrotropen Substanzen, wie Toluolsulfonat, erfordern, kann der Zusatz letzterer im obigen Falle wegfallen, da man auch ohne ihn bereits zu homogenen Produkten von guter Lagerbeständigkeit gelangt.
  • An Stelle der erwähnten Kalium-Alkylbenzolsulfonate können in den Fällen, wo nur eine geringe Schaumentwicklung erwünscht ist, auch nichtionogene Produkte verwendet werden. Es ist in diesem Falle möglich, den Anteil an Alkylbenzolsulfonat beispielsweise durch das Umsetzungsprodukt von Oktylphenol oder von Nonylphenol mit 12 bis 14 Mol Äthylenoxyd zu ersetzen. Beispiel 4 Angeschmutztes Baumwollgewebe der Testfabrics Inc., New York, wird unter den gleichen Bedingungen wie im Beispie13 mit folgenden Kombinationen gewaschen 1. mit 1g11 des Umsetzungsproduktes von Oktylphenol mit 12 Mol Äthylenoxyd unter Zusatz von 1 gll des Natriumsalzes der Bernsteinsäure-phosphonsäure; 2. mit 1 gll des Umsetzungsproduktes von Oktylphenol mit 12 Mol Äthylenoxyd unter Zusatz von 1 g11 Tetranatriumpyrophosphat.
  • Nach dreimaliger Wäsche beträgt die prozentuale Aufhellung bei Versuch 1 etwa 60%, bei Versuch 2 nur etwa 521/e.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Synthetische Wasch- und Reinigungsmittel, gekennzeichnet durch den Zusatz von Salzen organischer Phosphorverbindungen der allgemeinen Formel X"-R- (PO(OH)2)m, in der X eine Carboxylgruppe, R einen nieder-oder höhermolekularen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest darstellt und 1t und m mindestens gleich 1 sind. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 765 279.
DEC13990A 1956-11-20 1956-11-20 Organische Phosphorverbindungen enthaltende synthetische Wasch- und Reinigungsmittel Pending DE1038692B (de)

Priority Applications (1)

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DE1038692B true DE1038692B (de) 1958-09-11

Family

ID=7015552

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1228365B (de) 1961-03-17 1966-11-10 Procter & Gamble Tertiaere Phosphinoxyde enthaltende Waschmittelkomposition
US3300337A (en) * 1960-10-06 1967-01-24 Stauffer Chemical Co Anti-static coated textile fiber
US4208344A (en) 1976-12-24 1980-06-17 Ciba-Geigy Corporation Phosphonoadipic acid additives to aqueous systems
US4265769A (en) 1976-12-24 1981-05-05 Ciba-Geigy Corporation Method of treating aqueous systems with phosphonoadipic acids

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2765279A (en) * 1949-03-11 1956-10-02 Metallgesellschaft Ag Shaped mixture of soap and phosphonate

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