DE1038663B - Gitter fuer Elektronenroehren und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Gitter fuer Elektronenroehren und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J19/00—Details of vacuum tubes of the types covered by group H01J21/00
- H01J19/28—Non-electron-emitting electrodes; Screens
- H01J19/38—Control electrodes, e.g. grid
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- H—ELECTRICITY
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
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- H01J2893/0001—Electrodes and electrode systems suitable for discharge tubes or lamps
- H01J2893/0012—Constructional arrangements
- H01J2893/0015—Non-sealed electrodes
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- Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf Gitter für Elektronenröhren
mit einem Keramikträger für die Gitterdrähte sowie auf ein Verfahren zur Herstellung
solcher Gitter.
Die Technik der Elektronenröhrenherstellung hat einen Stand erreicht, der es ermöglicht, Maschinen
zum automatischen Zusammenbau der Einzelteile einer Röhre zu verwenden. Für die Anwendung derartiger
Herstellungsverfahren wurden Röhren entwickelt, bei denen die Elektroden mit dazwischen
angeordneten isolierenden Abstandstücken übereinandergefügt werden. Im Interesse der Herstellung
kompakter Teile, der Herabsetzung der Anzahl der Einzelteile und einer leichteren Herstellung der
Röhren hat es sich als erwünscht erwiesen, die Elektroden zusammen mit den Abstandstücken aus einem
Stück zu fertigen.
Zur Herstellung einer Röhre mit geeigneten Eigenschaften ist es notwendig, daß die Abstandstücke zur
Vermeidung von Kriechströmen einen hohen elektrischen Widerstand besitzen, zur Erzielung der
Kompaktheit dünn und aus Gründen der Stabilität fest sind. Es wurde gefunden, daß keramische Materialien
diesen Anforderungen entsprechen. Ein für diesen Zweck besonders geeignetes keramisches Material
ist Zirkonsilikat, ZrSiO4; es wurde jedoch gefunden,
daß auch Tonerde und Sfceatit brauchbar sind. Es war bisher jedoch außerordentlich schwierig,
eine geeignete Verbindung zwischen dem keramischen Material und einem Metall, wie dem Metall der
Gitterdrähte, herzustellen.
Es wurde nun gefunden, daß man Gitterdrähte oder andere Elektrodenteile wirksam auf dem keramischen,
insbesondere zirkonsilikathaltigen Material befestigen kann, wenn man den keramischen Träger
oder das Abstandstück mit einer Molybdän-Mangan-Kombination überzieht und die Gitterdrähte dann
mit einem geeigneten Hartlot mit dem Überzug verbindet.
Es ist bekannt, Gitterdrähte auf keramische Materialien zu spannen. Ebenso ist es bekannt, auf
keramische Körper Metallschichten aufzubringen. Aus diesen für sich bekannten Maßnahmen konnte man
jedoch nicht schließen, daß durch die Kombination zirkonsilikathaltiger Träger— Molybdän - Mangan-Überzug—Wolframgitter,
wobei das Wolframgitter mittels einer geeigneten Legierung mit dem Metallüberzug
verlötet wird, ein vorteilhaftes und beständiges Gitter mit keramischem Träger für Elektronenröhren
erhalten würde. Die Befestigung eines Gitters an einem keramischen Träger war bisher mit
großen Schwierigkeiten verbunden. Außerdem traten bei derartigen Gittern beim Erhitzen der Kathode infolge
des Durchbiegens der Gitterdrähte häufig Kurz-
Gitter für Elektronenröhren
und Verfahren zu ihrer Herstellung
und Verfahren zu ihrer Herstellung
Anmelder:
Sylvania Electric Products Inc.,
New York, N. Y. (V. St. A.)
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. W. Beil, Rechtsanwalt,
Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 19. April 1954
V. St. v. Amerika vom 19. April 1954
William Roy Wheeler,
Wantagh, Long Island, N. Y. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
Schlüsse zwischen den Gitterteilen und der dicht benachbarten Kathode auf. Dieses Durchbiegen der
Gitterdrähte wird durch die verschiedenen Ausdehnungskoeffizienten von Gitterträger und Gittermaterial
verursacht. Nach der Erfindung wird dieses Problem dadurch ausgeschaltet, daß ein Zirkonsilikat
enthaltender Keramikträger auf einer Seite mit einem Molybdän-Mangan-Überzug versehen ist und die aus
Wolfram bestehenden Gitterdrähte auf dem Überzug durch Verlöten befestigt sind. Der zirkonsilikathaltige
Träger hat etwa den gleichen Ausdehnungskoeffizienten wie die Wolframdrähte.
Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beschreibung und der Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform des mit dem Träger verbundenen Gitters;
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform des mit dem Träger verbundenen Gitters;
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform einer mit dem Träger verbundenen Doppelelektrode, die eine Anode
und ein Gitter enthält;
Fig. 3 zeigt perspektivisch die Rückseite der in Fig. 2 abgebildeten Anordnung;
Fig. 4 zeigt eine Anordnung ähnlich wie in Fig. 2, bei der zur deutlicheren Darstellung der Bauweise
Teile weggelassen sind.
In den Zeichnungen ist 10 ein rechteckiger, keramischer Rahmen aus Zirkonsilikat, der auf der Seite
12 einen Molybdän-Mangan-Überzug 14 besitzt. Dieser Überzug kann so hergestellt werden, daß man
auf die Oberfläche des Rahmens ein Molybdän-Mangan-Pulver aufbringt und dieses 10 Minuten bei
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1350° C in einer feuchten Wasserstoffatmosphäre brennt. Die wirksamsten Ergebnisse werden erreicht,
wenn man eine ziemlich verdünnte Suspension des zu etwa 80% aus Molybdän und 20% aus Mangan bestehenden
Pulvers auf die Oberfläche der Zirkons aufbringt und dann brennt. Die Verdünnung sollte
so groß sein, daß der Überzug nach dem Brennen weder eine blasige Oberfläche aufweist noch dunkel
ist oder ein glasiertes Aussehen hat. Ist dies der Fall, so ist die Suspension zu dick. Bei ausreichender Verdünnung
findet man, daß die Schmelzfläche während der nachfolgenden Befestigung der Wolframgitterdrähte
16 an der Schmelzfläche ausreichend fest auf der keramischen Fläche haftet. Die Suspension wird
nur auf diejenige Fläche des keramischen Körpers aufgetragen, auf der die Gitterdrähte befestigt werden,
z. B. auf die Oberfläche 12. Um die Wolframdrähte an dem auf dem Keramikrahmen befindlichen
Molybdän-Mangan-Überzug zu befestigen, ist ein Hartlot mit einem Netzmittel für die Metalle des
Überzuges und des Gitters erforderlich. Ein derartiges Hartlot besteht z. B. aus einer vernickelten
Gold-Silber-Legierung, wobei das Löten in einer feuchten Wasserstoffatmosphäre durchgeführt wird
und das Nickel als Netzmittel wirkt. Ferner wird an dem auf dem Keramikkörper befindlichen Überzug
ein Molybdänstreifen 18 zur Herstellung einer Verbindung mit einer geeigneten Anschlußklemme
für die Röhre befestigt. Dies erfolgt in der gleichen Weise, wie für die Wolframdrähte angegeben wurde.
Die Wolframdrähte können auf dem Keramikkörper zweckmäßig so angebracht werden, daß man
zwei Keramikkörper Rücken an Rücken und mit den überzogenen Seiten nach außen legt, einen Wolframdraht
um beide Keramikkörper windet, den Wolframdraht durch Hartlöten befestigt und mit einer
scharfen Bürste die Drähte an den Stellen entfernt, an denen sie nicht am Keramikkörper haften. Bei
sehr kleinen Röhren ist der verwendete Draht sehr dünn und kann von den Stellen des Keramikkörpers,
an denen er nicht festhaftet, leicht entfernt werden. Jeder der beiden Keramikkörper bildet nun einen
Gitterteil.
Die in den Fig. 2, 3 und 4 gezeigte Ausführungsform unterscheidet sich von der der Fig. 1 dadurch,
daß der Keramikkörper 20, der die Gitterdrähte 22 auf der metallisierten Oberfläche 24 trägt, eine
Bodenplatte besitzt, deren Oberfläche mit einem als Anode dienenden leitenden Überzug 30 versehen ist.
Diese Bodenplatte ist mit zwei parallel zur längeren Seite des Keramikträgers verlaufenden Schlitzen 32
versehen, die den Kriechweg zwischen Gitter und Anode verlängern. Aus dem gleichen Grunde sind,
wie bei 33 gezeigt ist, Aussparungen angebracht. Anodenstifte 34 ragen durch den Keramikkörper und
sind mit dem Überzug 30 hartverlötet. Sie dienen zur Verbindung des am Boden befindlichen Überzugs
mit den Anschlußklemmen der Röhre. Das Gitter ist
wie auch in Fig. 1 mit einem Molybdänstreifen 28 versehen.
Claims (7)
1. Gitter für Elektronenröhren mit einem Keramikträger für die Gitterdrähte, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Zirkonsilikat enthaltender Keramikkörper (10) auf einer Seite mit einem
Molybdän-Mangan-Überzug versehen ist und die aus Wolfram bestehenden Gitterdrähte (16) auf
dem Überzug durch Verlöten befestigt sind.
2. Gitter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Keramikkörper (10) rechteckig ist.
3. Gitter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Keramikkörper (20) aus einem
mit einer Bodenplatte versehenen Rahmen besteht, daß die Gitterdrähte (22) auf der einen
Fläche (24) des Rahmens !»festigt sind und daß die Oberfläche der Bodenplatte mit einem als
Anode dienenden leitenden Überzug (30) versehen ist.
4. Gitter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatte mit zwei parallel zur
längeren Achse des Rechtecks verlaufenden Schlitzen zur Verlängerung des Kriechweges
zwischen Gitter und Anode versehen ist.
5. Verfahren zur Herstellung des Gitters nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gitter mit dem Molybdän-Mangan-Überzug mittels einer Nickel enthaltenden
Zusammensetzung hart verlötet wird, wobei das Nickel ein Netzmittel für den Molybdän-Mangan-Überzug
darstellt, und daß das Verlöten vorzugsweise in einer inerten Atmosphäre durchgeführt
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Hartlöten in einer feuchten
Wasserstoffatmosphäre durchgeführt wird.
7. Verfahren zum Herstellen von Gittern nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei Keramikkörper mit den metallüberzogenen Seiten
nach außen Rücken an Rücken angeordnet werden, daß dann der Gitterdraht um beide Körper gewickelt
wird, daß der Gitterdraht durch Hartlöten an den Überzügen befestigt wird und danach
die unerwünschten Teile des Gitterdrahtes abgetrennt werden, so daß zwei Gitter entstehen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 645 065, 653 940. 205:
Deutsche Patentschriften Nr. 645 065, 653 940. 205:
deutsche Patentanmeldung S 14971 VIIIc/21g (bekanntgemacht
am 30. 7. 1953):
französische Patentschrift Nr. 1066 195;
»Feinwerktechnik«. Jg. 57, 1953, H. 10, S. 309 bis 319.
»Feinwerktechnik«. Jg. 57, 1953, H. 10, S. 309 bis 319.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1038663XA | 1954-04-19 | 1954-04-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1038663B true DE1038663B (de) | 1958-09-11 |
Family
ID=22297445
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES43504A Pending DE1038663B (de) | 1954-04-19 | 1955-04-14 | Gitter fuer Elektronenroehren und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1038663B (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE645065C (de) * | 1933-11-04 | 1937-05-20 | Telefunken Gmbh | Gluehkathodenroehre |
| DE653940C (de) * | 1937-12-09 | Telefunken Gmbh | Gitterelektrode | |
| DE668205C (de) * | 1936-08-06 | 1938-11-28 | Telefunken Gmbh | Betriebsmaessig nicht geheizte Elektrode fuer Entladungsroehren |
| FR1066195A (fr) * | 1952-07-04 | 1954-06-02 | Thomson Houston Comp Francaise | Tubes électroniques à plusieurs grilles |
-
1955
- 1955-04-14 DE DES43504A patent/DE1038663B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE653940C (de) * | 1937-12-09 | Telefunken Gmbh | Gitterelektrode | |
| DE645065C (de) * | 1933-11-04 | 1937-05-20 | Telefunken Gmbh | Gluehkathodenroehre |
| DE668205C (de) * | 1936-08-06 | 1938-11-28 | Telefunken Gmbh | Betriebsmaessig nicht geheizte Elektrode fuer Entladungsroehren |
| FR1066195A (fr) * | 1952-07-04 | 1954-06-02 | Thomson Houston Comp Francaise | Tubes électroniques à plusieurs grilles |
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