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DE1038571B - UEberglasurdekor und Verfahren zum UEbertragen desselben - Google Patents

UEberglasurdekor und Verfahren zum UEbertragen desselben

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Publication number
DE1038571B
DE1038571B DEC12132A DEC0012132A DE1038571B DE 1038571 B DE1038571 B DE 1038571B DE C12132 A DEC12132 A DE C12132A DE C0012132 A DEC0012132 A DE C0012132A DE 1038571 B DE1038571 B DE 1038571B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
decor
layer
glass
glass powder
pigment
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC12132A
Other languages
English (en)
Inventor
Laurence E Kane
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Commercial Decal Inc
Original Assignee
Commercial Decal Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Commercial Decal Inc filed Critical Commercial Decal Inc
Priority to DEC12132A priority Critical patent/DE1038571B/de
Publication of DE1038571B publication Critical patent/DE1038571B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C1/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects
    • B44C1/16Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects for applying transfer pictures or the like
    • B44C1/165Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects for applying transfer pictures or the like for decalcomanias; sheet material therefor
    • B44C1/175Transfer using solvent
    • B44C1/1756Decalcomanias applied under heat and pressure, e.g. provided with a heat activable adhesive

Landscapes

  • Decoration By Transfer Pictures (AREA)

Description

  • Ub--rglasurdekor und Verfahren zum Übertragen desselben Die Erfindung behandelt ein Dekor für keramische Erzeugnisse und ein Verfahren zu seinem Auftrag.
  • Dabei wird das Pigment des Dekors mit einer Schutzschicht von bei einer niederen Temperatur schmelzenden Glases überzogen und das Dekor anschließend auf eine glasierte keramische Fläche übertragen und das Glas dann bei einer Temperatur geschmolzen, die zwar für das Glaspulver ausreicht, nicht dagegen die ursprüngliche Glasur auf der keramischen Fläche schmelzen kann. Dadurch bildet sich über die Pigmentfläche eine Glasschutzschicht, die sowohl gegen Alkalien als auch Säuren und gegen mechanisches Scheuern sehr widerstandsfähig ist. Die Schicht ist voll transparent. Form und Farbe des fertigen Dekors erscheinen deshalb ebenso klar, als läge keine Glasschutzschicht darüber. Das Dekor nach der Erfindung läßt sich bei jedem Erzeugnis, darunter auch Waren mit einer keramischen Ganzschicht, wie z. B. Steingut, emailliertes Metall oder Glaserzeugnisse, benutzen.
  • Durch die Entwicklung der chemischen Reinigungsmittel und mechanischen Wascheinrichtungen ist man gezwungen, die Pigmente keramischer Dekors gegen chemische und mechanische Angriffe zu schützen. Ohne einen solchen Schutz werden die Pigmente mit der Zeit blaß, abgeschliffen und oft auch völlig abgescheuert.
  • In der Steingutindustrie kennt man zahlreiche unterschiedliche Arten von Dekors für keramische Waren. Eins davon ist das sogenannte Unterglasurdekor. Hier wird das Dekor sofort nach dem Formen und vor der Bildung der Glasur auf das Erzeugnis aufgebracht. Anschließend wird die Glasur auf die Ware und auf das Dekor aufgetragen. Die Glasur besteht aus einer glasartigen und unmittelbar aus Rohstoffen gebildeten Deckschicht. Zur Bildung der Deckschicht muß man das Erzeugnis bei einer sehr hohen Temperatur brennen. Man erhält dabei zwar eine gute und das Pigment gegen chemische und mechanische Einflüsse abdeckende Schutzschicht, zerstört durch die hohe Temperatur aber den Farbwert vieler Pigmente. Außerdem ist die Glasur in der Regel etwas undurchsichtig, so daß die Zeichnung des Dekors nicht mehr genau zu erkennen ist. Das Unterglasurdekor hat deshalb nur eine beschränkte Anwendung gefunden.
  • Wegen dieser begrenzten Möglichkeiten hat man das so-enannte überglasurdekor entwickelt. Dabei wird (las Dekor erst dann auf die Ware übertragen, wenn die eine hohe Temperatur erfordernde Glasur bereits auf der Ware ist. Diese Überglasurdekors lassen sich in zwei Klassen einteilen, nämlich das sogenannte Siebdruckdekor und das lithographische Dekor.
  • Beim Siehdruckdekor wird eine Schablone über die Fläche gebreitet, auf die das Pigment abgelagert werden soll, und dann das Pigment durch die Schablone auf die Fläche aufgetragen. Wenn das Dekor mit Wasser übertragbar ist, verwendet man als Trägerfläche für das Dekor eine Schicht aus wasserlöslichem Gummi, die auf einem Papierblatt aufgetragen ist. Bei diesem Verfahren wird eine verhältnismäßig dicke Pigmentschicht auf die von der Schablone bedeckte Fläche übertragen. Zur Steigerung der Haltbarkeit des Bildes im Siebdruckdekor kann man gepulvertes Glas niedrigen Schmelzpunktes mit dem Pigment mischen. Beim Haltbarmachen des Bildes durch Einwirkung von Hitze schmilzt dann das Glas und wird eins mit dem Bild. Auch das Siebdruckverfahren läßt sich nicht immer anwenden. Man bekommt damit nicht die klare und gestochene Zeichnung des lithographischen Verfahrens. Außerdem hat sich gezeigt, daß sich manche Farbpigmente bei Mischen und Schmelzen mit gepulvertem Glas auflösen und durch die ganze Mischung zerfließen. Dieses Verhalten zeigt z. B. Selenrot. Man kann deshalb für dieses Verfahren nur bestimmte Pigmente verwenden. Auch die verhältnismäßig dicke Dekorschicht dieses Verfahrens ist nicht immer erwünscht. Dadurch kam es zu einer weiteren Verbreitung der lithographischen Dekors in der Industrie.
  • Lithographische Dekors erhält man durch den Druck der gewünschten Zeichnung auf dem Dekor durch ein lithographisches Verfahren. Bei mit Wasser übertragbaren Dekors druckt man die Zeichnung zu oberst auf die wasserlösliche Gummischicht. Auch solche Dekors muß man vor chemischem und mechanischem Angriff schützen, andernfalls verliert die Zeichnung ihre Helligkeit und ihren Glanz, und das Pigment wird durch das Handhaben des Gegenstandes abgescheuert. Die nächstliegende Lösung dafür scheint zunächst die Zugabe von gepulvertem Glas niedrigen Schmelzpunktes zum Pigment wie beim Seidenschirmverfahren. Diese Zugabe ist aber aus zahlreichen Gründen undurchführbar. Zunächst einmal sind manche Pigmente gegenüber dem geschmolzenen Glas empfindlich. Weiter ist man in der Dicke der Schicht beschränkt; deshalb kann man auch nur so viel Pigment im Dekor unterbringen, als die Eigenart des Verfahrens zuläßt. Da bei diesem Verfahren nur etwa die Hälfte des Pigmentkörpers auf die Zeichnungsfläche übertragen wird, muß man von vornherein mit einer höheren Pigmentkonzentration arbeiten. Wenn man beim lithographischen Verfahren so viel Glaspulver zum Pigment mischt, als man zur Ausbildung einer Schutzschicht braucht, dann wird der Gehalt an Pigment im Dekor so gering, daß der Farbcharakter des Dekors beeinträchtigt oder sogar zerstört wird.
  • Nach der Erfindung werden diese Schwierigkeiten überwunden und ein lithographisches Dekor erhalten, das gegen mechanische und chemische Angriffe äußerst widerstandsfähig ist. Diese Widerstandsfähigkeit erstreckt sich auch auf chemische Reinigungslösungen oder gegen sehr hohe Wassertemperaturen und mechanische Beanspruchung. Die mechanische Widerstandsfähigkeit rührt von der Bildung einer Glasschutzschicht über dem Dekor her, die erst nach der Bildung der Glasur auf der Ware erzeugt wird.
  • Die Zeichnung bringt ein Ausführungsbeispiel für das Dekor. An Hand der Zeichnung wird zugleich das Verfahren zur Herstellung.. dieses Dekors erläutert. Dabei zeigt a.
  • Fig. 1 eine Draufsicht auf das Dekor, wobei die einzelnen Aufbauschichten des Dekors in den verschiedenen Verfahrensstufen erkennbar sind, Fig. 2 einen Schnitt durch das Dekor vor dem Übertragen und Fig. 3 einen Schnitt durch das Dekor nach der Übertragung auf die Ware und dem Brennen der Ware. Gemäß den Fig. 1 und 2 und dem üblichen lithographischen Dekor besteht die unterste Schicht aus Papier. Dieser Schicht folgt eine wasserlösliche Gummischicht und dann eine Pigmentschicht, die die Zeichnung bildet. Dabei sei- bemerkt, daß das handelsübliche Pigment bereits etwas gepulvertes Glas als Bindemittel enthält. Dieser Glaspulvergehalt reicht aber nicht zum Schutz des Pigments. Beim Dekor nach der Erfindung wird die Pigmentschicht deshalb noch mit einer Glaspulverschicht niedrigen Schmelzpunkts bedeckt. Schließlich wird auf das ganze Dekor noch eine Schlußdeckschicht. aufgesetzt. Diese Schicht kann aus Lack oder Firnis bestehen. Sie dient lediglich zum Schutz des Dekorblatts während des Lagerns und bei der Verteilung und verflüchtigt sich unter Hitze. Bei mit Wasser übertragbaren Dekors schützt sie außerdem die Glaspulverschicht gegen das Wasser.
  • Die Glaspulverschicht wird bei der Erfindung im wesentlichen aus gepulvertem und vorgeschmolzenem Bleil>or-Silikatglas gewonnen, das Zuschläge an Lithiumoxyd, Aluminiumoxyd, Cadmiumoxyd, Soda, Pottasche, Zirkonoxyd, Titandioxyd Calciumoxvd oder Magnesiumoxyd, jeder Stoff für sich allein oder in Mischung mit den anderen Stoffen, enthalten kann. Der jeweilige Anteil der zum Glaspulver zugeschlagenen Oxyde ist in erster Linie durch die nötige Unempfindlichkeit und Verträglichkeit des Pigments mit dem Glas bestimmt. Wenn also z. B. das Pigment Alurniniumoxyd enthält und das Glaspulver aber nicht genügend Aluminiumoxyd hat, dann sucht das Glaspulver das Aluminiumoxyd aus dem Pigment beim Brennen an sich zu ziehen. Das Oxyd verbindet sich dann mit dem Glaspulver. Um dieser Möglichkeit vorzubauen, setzt man ein solches Oxyd deshalb von vornherein dem Glaspulver zu. Das Oxyd gehört dann von vornherein beim Schmelzen zum Glas und ist nicht ein später übergangener Bestandteil.
  • Die Glaspulverschichtwird durch eines der folgenden Verfahren auf das Pigment aufgetragen: Bei dem einen Verfahren wird eine Lackschicht auf lithographischem Weg auf die zu schützenden Flächen übertragen und das Glaspulver dann darübergestreut. Dieses Verfahren kann man so oft wiederholen, bis sich eine Schicht mit der richtigen Stärke gebildet hat.
  • Bei einem anderen Verfahren bringt man das Gla.-pulver in Suspension mit einer dafür bekannten Flüssigkeit, so daß eine Art Paste entsteht, die etwa 60 bis 80 Gewichtsprozent Glaspulver und etwa 40 bis 20% flüssigen Trägerstoff enthält. Diese Paste wird dann mit einer Siebschablone auf die zu schützende Fläche aufgetragen. Dadurch kann man die von der Paste überdeckte Fläche in genauen Grenzen halten.
  • Wenn das Dekor vollständig ist, dann wird es in der üblichen Weise auf den Steingutartikel übertragen, d. h., das Dekor wird feucht auf die Ware abgesetzt und das Papier dann unter dem Dekor herausgezogen. Anschließend wird die Ware bei einer verhältnismäßig niedrigen Temperatur gebrannt und dabei das Glaspulver geschmolzen, so daß es mit der Fläche eins wird, eine Schutzschicht bildet und das Pigment gegen chemische und mechanische Angriffe schützt. Dabei kann man mit verhältnismäßig niedriger Temperatur brennen, denn die Glaspulverschicht ist aus vorgeschmolzenem Glas gebildet, das bei wesentlich niedrigerer Temperatur schmilzt als die Rohstoffe, aus denen die Glasur auf der keramischen Ware selbst gebildet ist. Die zur Verbindung des Dekors mit der Ware erforderlichen Temperaturen liegen zwischen 500 und 800y' C. Diese niedrige Temperatur kann im Gegensatz zur hohen Brenntemperatur der Glasur dem Farbwert der Pigmente nichts anhaben. Die Glasur wird bei diesem Dekor, wie bei allen Überglasurdekors, vor der Übertragung des Dekors auf seine Grundfläche gebrannt. Deshalb wird das Dekor den hohen Brenntemperaturen der Glasur nicht ausgesetzt. Trotzdem ist das Pigment genauso gut wie beim Unterglasurdekor geschützt, und zwar ohne daß die Farbwerte durch die hohe Temperatur, wie man sie beim Unterglasurdekor für die Glasur benötigt, irgendwie beeinträchtigt werden. Schmelzflußempfindliche Pigmente werden dabei nur an der Oberfläche beeinflußt. Diese Beeinflussung kann aber den Farbwert des Dekors nicht verstimmen. Da das Pigment beim Aufgeben der Glaspulverschicht trocken ist, kann das Glaspulver nicht in das Pigment einsinken und das Pigment in seiner Farbwirkung auflösen. Das Pigment des üblichen Dekors besteht aus einer Reihe von halbkugelförmigen Partikeln, wie die Fig.2 und 3 erkennen lassen. Infolge dieser eigenartigen Gestalt hat das Pigment in den üblichen lithographischen Dekors eine etwa 6mal so große Angriffsfläche gegen chemische Einflüsse wie beim Dekor nach der Erfindung. Durch die mechanische Schutzschicht aus Glas ergibt sich deshalb beim Dekor nach der Erfindung eine ganz wesentliche Verringerung der An-<Ti-iffsfläche.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Überglasurdekor zum Übertragen auf glasartige Flächen, das aus einem Träger, vorzugsweise Papier, mit einer wasserlöslichen Gummischicht darüber, auf die eine Pigmentschicht aufgetragen ist, besteht, dadurch gekennzeichnet, da.ß die Pigmentschicht durch eine Glaspulverschicht aus vorgeschmolzenem Glas mit Zuschlägen von mindestens einem Metalloxyd bedeckt ist und die Glaspulverschicht mit einem unter Hitze sich verflüchtigenden Schutzfilm überzogen ist.
  2. 2. Dekor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Metalloxyd ein Oxyd von Cadmium, Lithium, Natrium, Calcium oder Magnesium oder eine Mischung dieser Oxyde ist.
  3. 3. Verfahren zum Herstellen des Dekors nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf die übereinanderliegenden Schichten von Papier, wasserlöslichem Gummi und Pigment ein oder mehrmals eine Lackschicht aufgedruckt und mit vorgeschmolzenem Glaspulver bestreut wird.
  4. 4. Verfahren zum Herstellen des Dekors nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Glaspulverschicht als Paste aus einer Suspension von Glaspulver in einem flüssigen Träger, wie Wasser oder einem Lack, aufgetragen wird.
  5. 5. Verfahren zum Herstellen des Dekors nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Glaspulver in Suspension mit einem flüssigen Träger mittels einer der Dekorfläche angepaßten Siebschablone auf das Dekor gedruckt wird.
  6. 6. Verfahren zum Übertragen des Dekors nach den Ansprüchen 3 bis 5 auf glasartige Flächen, wobei das Dekor feucht mit der Papierschicht nach unten übertragen und das Papier hierauf unter dem Dekor seitlich abgezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenstand mit dem Dekor bei einer unter der für die Herstellung der glasartigen Fläche bleibenden Temperatur von etwa 500 bis 800° C gebrannt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 139 094. USA.-Patentschrift Nr. 2 610 128.
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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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