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Klemmvorrichtung zur Befestigung von Glasgeräten an Stativen für
Laboratorien Es sind bereits Klemmvorrichtungen zur Befestigung von Glasgeräten
u. dgl. an Stativen für Laboratorien bekannt, wobei zwei je eine Klemmt>acke
tragende Kleminschenkel diese Geräte festhalten. Vielfach sind dabei Federn angeordnet,
die diese Klemmschenkel auseinanderdrücken. während die Schenkel entgegen der Federkraft
durch eine Schraube zum Halten der Geräte aneinandergedrückt werden. Es gibt auch
Klemmvorrichtungen, bei denen die Klemmschenkel durch eine Feder in die Haltestellung
gebracht werden.
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Bei den meisten Vorrichtungen dieser Art ist der eine der Klemmschenkel
starr derart mit dem Haltestab verbunden, daß er eine Fortsetzung dieses Stal>es
bildet, während der andere Schenkel gelenkig mit dem Stab verbunden und nach der
Seite hin schwenkbar ist. Nachteilig bei dieser Klemmschenkelanordn,ung ist, daß
beim Festklemmen von Glasgeräten verschiedenen Durchmessers die Mittelpunkte dieser
Geräte immer weiter von den starren Klemmschenkeln entfernt nach außen liegen, je
größer die Durchmesser der Geräte sind.
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Um diese Nachteile zu beheben, hat man auch solche altevorrichtungen
vorgeschlagen, bei denen jeder der beiden Klemmschenkel symmetrisch zu dem Haltestab
der Klemmvorrichtung angeordnet ist. Alle diese bekamitgewordenen Vorrichtungen
mit zwei symmetrisch angeordneten Klemmschenkeln haben nur eine Schenkelachse für
die beiden Schenkel.
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Zur Bewegung der Schenkel ist z. B. hierbei vorgeschlagen worden,
die Schenkel durch Bewegung eines auf einem Gewinde des Haltestabes bev,eglichen
Konus oder einer Mutter in Richtung der Hal,testabachse zu spreizen oder einander
zu nähern. Abgesehen davon, daß durch eine solche Anordnung aber die Einstellbarkeit
der Klemmschenkel verhältnismäßig schlechter regelhar ist als bei den sonstigen
Anordnungen der Klemmschenkel in der Art, daß einer der Klemmschenkel starr mit
dem Haltestab verbunden ist, besteht auch noch der schwerwiegende Nachteil, daß
durch den Konus oder die Mutter die Geräte in der Senkrechten leicht zu fest eingeklemmt
werden oder daß die Gefahr eines Kippens der Geräte oder einer ungenauen Einstellung
besteht.
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Wenn dagegen die Kleminschenkel eine gemeinsame senkrechte Schwenkachse
haben, die an dem Haltestab so befestigt ist. daß sie nicht kippen kann, so besteht
wiederum der Nachteil. daß die beiden Kleminschenkel als Ganzes eine gewisse Drehmöglichkeit
nach den Seiten haben, so daß insbesondere keine genaue Einstellbarkeit möglich
ist.
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Klemmvorrichtung zur Befestigung
von Glasgeräten u. dgl. an Stativen mit zwei je eine Klemnliacke tragenden
Schenkeln,
die durch Federn in die Haltestellung gedrückt werden, wobei jeder der beiden Klemmschenkel
symmetrisch zu dem Haltestab angeordnet ist. Das Besondere liegt dabei darin, daß
jeder der beiden Klemmschenkel gesondert gelagert ist, daß beide Schenkel zwischen
den Lagerungsstellen miteinander verzahnt sind und daß eine Stellschraube in solcher
Weise vorgesehen ist, daß sie gegen den Haltestab geschraubt werden kann und in
Berührung mit diesem Haltestab eine der Klemmschrauben zusätzlich in die Haltestellung
drückt und darin sichert.
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Die Stellschraube kann dabei entweder in einer Verlängerung des einen
Klemmschenkels beweglich sein; zweckmäßig ist jedoch die Anordnung eines besonderen
zweiarmigen Hebels, dessen Lagerungsstelle mit dem Haltestab fest verbunden ist.
Der eine Arm dieses Hebels, der dem benachbarten Klemmschenkel abgekehrt ist, nimmt
dabei die Stellschraube auf. Er wird von einer Feder nach außen gedrückt, während
der andere Hebelarm unter dem Druck dieser Feder den benachbarten Klemmschenkel
dauernd in die Haltestellung drückt.
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Es kann außerdem noch eine zusätzliche Feder vorhanden sein, die
die beiden miteinander verzahnten Klemmschenkel beim Aufhören des auf den einen
Klemmschenkel ausgeübten Druckes auseinanderspreizt.
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Die in dem dem Klemmschenkel abgekehrten Arm des zweiarmigen Hebels
oder einer rückwärtigen Verlängerung des entsprechenden Klemmschenkels sitzende
Stellschraube ist vorzugsweise so ausgebildet, daß sie außen einen Rändelknopf trägt,
und ihr Gewindeschaft ist so lang, daß er einerseits durch Berührung mit dem Haltestab
der Klemmvorrichtung
das Niederdrücken des die Stellschraube tragenden
Hebelarmes oder Klemmschenkels beim Öffnen der Klemmvorrichtung zu begrenzen und
andererseits die Schließwirkung zu verstärken vermag, wenn der Schraubenschaft ganz
durch den Hebelarm oder die Verlängerung hindurch geschraubt wird, bis er auf den
Haltestab der Klemmvorrichtung trifft.
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Durch den doppelarmigen Hebel wird eine Übersetzung der Klemmschraube
ins Langsame erreicht um mit einer Schraul)enl>ewegung einen großen Spannweg
der Klemmschenkel zu erreichen. Ist die Kleinmschraube in dem Arm eines der Klemmschenkel
angeordnet. so kann auf eine hesondere Öffnungsfeder verzichtet werden. Die Schließfeder
ist hierbei erfinr dungsgemäß als Druckfeder geführt und um die Spitze der Stellschraube
herum angeordnet. Die besonderen Vorteile des Erhndungsgegenstandes gegenüber den
bisher bekannten Klemmvorrichtungen liegen darin, daß durch die besondere Lagerung
jeder der beiden Klemmschenkel eine genaue zentrische instellullg der zu haltenden
Geräte ermöglicht ist. Irgendein Kippen oder irgendwelche seitlichen Verschiebungen
der zu haltenden Geräte gegenüber dem ursprünglichen Mittelpunkt sind nicht mehr
möglich. Die Klemmschraube wirkt sowohl als Sicherung wie auch als Verstärkung indem
sie einen zusätzlichen Druck der Klellllllllel)el ermöglicht.
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In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von zwei Ausführungsbeispielen
erläutert. Es zeigt Abli. 1 die Außenansicht einer indirekt nachspannharen Vorrichtung
in der Schließstellung, Abb. 2 die Seitenansicht der Vorrichtung nach Abb. 1, Abt.
3 die Vorrichtung nach Abb. 1 im Längsschnitt, teilweise geöffnet, Abl>. 4 den
Längsschnitt durch eine N'orrichtung mit direkt wirkender Druckschraube in einem
Klemmschenkel.
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Es bezeichnet 1 den bekannten Befestigungsstah, an dessen Ende das
Gehäuse 2 angeformt ist. Zwischen den Wänden des Gehäuses 2 lagern auf Bolzen 3
und 4 zwei Klemmschenkel 5 und 6, deren Klemmbacken 7 und 8 zur Aufnahme von Glasbebältern
od. dgl. in bekannter Weise mit Kork ausgelegt sind. An Stelle von gebogenen Klemmbacken
7 und 8 können auch in bekannter Weise Gabel in oder andere Zangengreifer angewendet
werden.
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Die E4lemmschenkel 5 und 6 greifen mit einer Verzahnung9 derart ineinander,
daß einer den anderen sxmmetrisch mitnimmt.
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Nach den Al>b. 1 bis 3 ist unterhalb des Bolzens 4 auf der Achse
10 ein doppelarmiger Hebel 11 an Flügeln 12 und 13 gelagert. Im Arm 14 des doppelarmigen
Hebels 11 steckt eine Druckschraube 15. deren Spitze gegen den Befestigungsstab
1 an der gerändelten l)ruckplatte 16 angespannt werden kann.
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Auf der Achse 10 steckt eine Druckfeder 17 mit ihrem Auge 18 und
treibt den Hebel 11 mit seinem Arm 19 gegen den Klemmschenkel 6 in seine Schließstellung.
Beim Druck auf die Druckplatte 18 wird die Schenkelfeder 17 zusammengedrückt und
der Klemmschenkel 6 freigegeben.
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Eine schwache Blattfeder 20, die einerseits unter der Feder 17 an
der Stabspitze 21 gehalten ist und die andererseits unter den Haken 22 am Klemmschenkel
5 angreift, bringt heide Klemmschenkel 5 und 6 in ihre Offenstellung.
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Bei der vereinfachten Ausführung nach Abb. 4 steckt die Druckschraube
15 in dem am Klemmschenkel 6 angeformten Arm 22.
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Eine schraubenförmige Druckfeder 23 ist auf dem Ansatz 24 und in
einer Vertiefung 25 des Stabes 1 zentrisch zur Druckschraul)e 15 gehalten.
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Während bei der Vorrichtung nach den Abb. 1 bis 3 eine Übersetzung
der Spannbewegung erfolgt. wirkt die Klemmvorrichtung nach Ahl). 4 direkt. Es wird
dabei eine größere Schwenkbewegung der Druckschraube beim Betätigen in Kauf gellolllmen.