DE1038104B - Elektronische Sende- und Empfangsschaltung fuer Telegrafiezeichen nach dem Mehrschrittalphabet - Google Patents
Elektronische Sende- und Empfangsschaltung fuer Telegrafiezeichen nach dem MehrschrittalphabetInfo
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Description
DEUTSCHES
Bei den bekannten Sende- und Empfangseinrichtungen für Telegrafiezeichen werden eine Vielzahl von
mechanischen Einzelteilen benötigt, an die infolge der häufigen und schnellen Bewegungen schärfste Anforderungen
an Material und Qualität in jeder Hinsicht gestellt werden. Ein Ersatz dieser Teile oder wenigstens
eines bedeutenden Teiles von ihnen durch eine elektrische Schaltung würde daher zu einer Vereinfachung
und damit auch Verbilligung dieses Gerätes führen und seine Betriebssicherheit erhöhen.
Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, unter Beibehaltung des eigentlichen Schreibteiles den
mechanischen Sender und den mechanischen Empfänger durch eine elektrische Schaltung zu ersetzen.
Beim Empfänger wird dabei durch die Schaltung bei Eintreffen eines Zeichens letzten Endes
ein Elektromagnet betätigt, der wie bei einer elektrischen Schreibmaschine die entsprechende Taste in
Bewegung setzt, beim Sender, bei dem durch das Drücken der jeweiligen Taste — zunächst gleichzeitig
—die Auswahl der dem Zeichen nach dem 5er-Alphabet
zugeordneten Gruppe vorgenommen wird, wird diese durch die Senderschaltung dann in der üblichen
zeitlichen Reihenfolge abgetastet und ausgesendet. Eine Zusammenarbeit mit rein mechanischen Einrichtungen
muß hierbei gesichert sein.
Eine Schaltungsanordnung eines Empfängers, die der obengenannten Aufgabenstellung entsprechen soll,
hat die Aufgabe, die in zeitlicher Reihenfolge eintreffenden Telegrafiezeichen (Startschritt, fünf Alphabetschritte,
Stopschritt) innerhalb der jeweiligen festgelegten Zeitspanne (20 ms) auszuwerten. Hierzu muß
der Empfänger nach seinem Anlauf durch den Startschritt die einzelnen Schritte entsprechend ihrer zeitlichen
Folge bewerten und einen Schaltungsvorgang einleiten, der je nach der Wertigkeit der einzelnen
Schritte nach Auswertung auch des fünften Schrittes schließlich das Magnetrelais betätigt, das dem jeweiligen
Telegrafiezeichen entspricht.
Zur Lösung dieser Aufgabe muß im Empfänger der zeitliche Ablauf der Schritte nachgebildet werden und
die Leitung innerhalb der einzelnen Zeitspannen auf Strom oder Stromlosigkeit abgetastet werden, indem
ein oder mehrere Abtastglieder jeweils im geeigneten Zeitraum die Leitung auf Strom oder Stromlosigkeit
überprüfen und eine Zeitkette entsprechend den strengen Bedingungen ausreichend synchronisiert mit
dem Ablauf des empfangenden Schrittes die Abtastung steuert.
Es ist bekannt, eine entsprechend ablaufende Zählkette durch i?C-Glieder oder sogenannte Treppengeneratoren
zu bilden, doch werden hierbei nicht nur an die Genauigkeit und Konstanz aller Glieder einschließlich
eventueller Steuerröhren nicht realisier-Elektronische
Sende- und Empfangsschaltung
Sende- und Empfangsschaltung
für Telegrafiezeichen
nach dem Mehrschrittalphabet
nach dem Mehrschrittalphabet
Anmelder:
VEB Werk für Fernmeldewesen,
Berlin-Oberschöneweide, Ostendstr. 1-5
Berlin-Oberschöneweide, Ostendstr. 1-5
Dipl.-Ing. Franz Hubl, Berlin-Müggelheim,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
ao bare Anforderungen gestellt, sondern es addieren sich auch die Fehler der einzelnen Zeitgruppen zu einem
Wert, der eine betriebssichere Arbeitsweise nicht mehr gewährleistet. Audi die Steuerung eines Treppengenerators
durch eine konstante 25-Hz-Spannung kann dessen Abhängigkeit von seinen Röhrendaten und
Schaltelementen zwar verringern, jedoch nicht auf einen ausreichenden Wert senken. Der damit verbundene
Aufwand ist zudem groß.
Bei der erfindungsgemäßen elektronischen Sende- und Empfangsschaltung für Telegrafiezeichen nach
dem Mehrschrittalphabet werden beide Aufgaben dadurch gelöst, daß zwei um 180° gegeneinander phasenverschobene,
mit jeweils der halben Frequenz der Tekgrafieschrittfolge gebildete Wechselspannungen
einmal über die ungeraden und zum anderen über die geraden Glieder einer Zählkette nacheinander die
Glieder einer Abtastkette für die Tastung der TeIegrafieschritte vorbereiten.
Ein Abtastglied innerhalb der Abtastkette ist für die Tastung eines Telegrafieschrittes während der
Zeitdauer des höchsten Spannungswertes eines Wechselspannungsimpulses vorbereitet, der gleichzeitig das
jeweils davor liegende Abtastglied abschaltet und das nachfolgende Abtastglied für die Tastung eines TeIegrafieschrittes
durch den nächsten, um 180° phasenverschobenen Wechselspannungsimpuls vorbereitet.
Die Schaltung der einzelnen Glieder der Zählkette wird durch das jeweils vorhergehende Glied1 vorgenommen,
die Anschaltzeit liegt jedoch in der HaIbwelle der 25-Hz-Steuerspannung, in der das zugeordnete
Abtastglied infolge deren Polarität und geringen Amplitude nicht aktionsfähig ist, da es erst in
der folgenden Halbwelle durch die Steuerspannung ansprechen kann, wenn von der Leitung her ein ent-
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sprechender Empfangsschritt eintrifft. Zur Verhinderung
einer Fehlschaltung l· ei späterem Eintreffen eines Stromschrittes bei einem Steuerglied, das infolge vorheriger
Stromlosigkeit voraussetzungsgemäß nicht schalten konnte, wird das jeweils vorhergehende
Steuerglied durch das nächstfolgende bei dessen Einschaltung abgeschaltet.
Die 25-Hz-Steuerspannung, die zur Erreichung einer hohen Konstanz zweckmäßig mit Sinusform erzeugt
wird, wird vorteilhaft in eine nahezu rechteckförmige Trapezspannung umgewandelt, wobei die vorbereitende
Halbwelle je nach der gewählten Abtastschaltung praktisch vollkommen unterdrückt oder unverändert
gelassen wird. Da die Wirkungsweise des Empfängers schwieriger übersehbar ist, jedoch auf
dem grundsätzlichen Gedanken der Erfindung aufgebaut ist, soll diese zunächst an ihm erläutert werden.
Der Sender, der im Anschluß besprochen wird, arbeitet in einer sinngemäß abgewandelten Form.
Die Arbeitsweise des Empfängers nach der Erfindung wird in dem folgenden Ausführungsbeispiel erläutert,
das mit Doppelsteuerröhren als Abtastglieder und Relais als Schaltglieder arbeitet. An Stelle von
Doppelsteuerröhren kann jedoch die Röhrensteuerung auch in die Katode erfolgen, ebenso können an Stelle
von Röhren auch gittergesteuerte Gasentladungsröhren, Relais, Transistoren oder andere Halbleiter benutzt
werden. Die Wirkungsweise ist auch nicht von der Anwendung von Relais abhängig, die in gleicher Weise
durch Röhren, gittergesteuerte Gasentladungsröhren, Transistoren oder andere Halbleiter ersetzt werden
können.
In Abb. 1 ist zunächst der zeitliche Verlauf der beiden um 180° phasenverschobenen Steuerspannungen
UI, Uli dargestellt. Um in dem Ausführungsbeispiel
nichtpolarisierte Relais verwenden zu können, sind die jeweiligen negativen Halbwellen so stark
unterdrückt, daß sie mit Sicherheit kein Ansprechen der Relais herbeiführen können. In Abb. 1 sind St
und Sp der Start- und der Stopschritt und 1 bis 5 die einzelnen Alphabetschritte. Die Länge jedes Schrittes
beträgt 20 ms.
Die leitungsseitige Schaltung zeigt Abb. 2. Hier liegt das Startrelais J? unmittelbar in der Leitung,
während der Ortsstromkreis mit den Anschlüssen der zweiten Steuergitter der Röhren Röl bis Rö6 durch
den Übertrager Ue galvanisch von der Leitung getrennt ist. Der 25-Hz-Generator ist nicht dargestellt,
da seine Schaltung im Prinzip konventionell aufgebaut ist bis auf den Umstand, daß er im Ruhezustand
nicht schwingt und erst durch den Startschritt eingeschaltet wird. Seine Abschaltung wird durch den
Sperr-(Stop-) Schritt ausgelöst.
In Abb. 3 ist eine Prinzipschaltung des Ausführungsbeispiels dargestellt, an dem die erfindungsgemäße
Wirkungsweise erläutert werden soll. Der Beginn eines jeden Zeichens wird vom Startrelais Sl
eingeleitet, das mit einem (nicht angegebenen) Kontakt S12 den Steuergenerator einschaltet und gleichzeitig
über Kontakt ^11 die Zählkette startet sowie an
das Gitter der ersten Abtaströhre Rö 1 eine positive Spannung legt, die die Tastung des zugeordneten
Telegrafieschrittes durch die Röhre Röl vorbereitet. Da am Eingang 1 die Spannung U1 liegt, die zum
Zeitpunkt des Zuschaltens durch S1I einen geringen
negativen Wert aufweist, kann das Zählkettenrelais A1
noch nicht ansprechen. Auch Röl kann auf die gleichzeitig an seinem zweiten Steuergitter liegende positive
Zeichenspannung des Startschrittes nicht ansprechen, da sie noch am Gitter 1 stark negativ vorgespannt ist.
Es ist also belanglos, zu welchem genauen Zeitpunkt der Kontakt S1 1 kommt, wenn er nur innerhalb der
Zeit St (0 .. . 20 ms) schaltet. Dies bedeutet die Möglichkeit der Verwendung billiger Relais, deren Ansprech-
und (wie noch gezeigt wird) Abfallzeit weder in der Einstellung noch in der zeitlichen Konstanz
kritisch ist. Relais 5* 1 hält sich über eine nicht dargestellte Haltewicklung. Erst nach Umpolung der
Steuerspannung in die positive Halbwelle (also in der
ίο Darstellung nach etwa 22 ms), wird die negative
Grundvorspannung des Gitters 1 von Röl durch die S teuer spannung aufgehoben, und die Röhre kann
emittieren, wenn gleichzeitig am Gitter 2 ein positiver Zeichenschritt auftritt, der ebenfalls die negative Vorspannung
dieses Gitters aufhebt. Da diese Emissionsbereitschaft der Röhre praktisch innerhalb der gesamten
Zwischenzeit (in der Darstellung etwa zwischen 22 und 38 ms) vorhanden ist, ist ebenfalls der genaue
Zeitpunkt des Eintreffens eines Zeichenschrittes ebenso zweitrangig wie seine Breite, denn bei negativer
Schrittverzerrung, also geringerer Schrittbreite, wird er innerhalb der gesamten genannten Zeitspanne ausgewertet;
eine positive Verzerrung, also größere Schrittbreite, kann sich für seinen richtigen Empfang
ebenfalls nicht schädlich auswirken, da sie außerhalb der Emissionsbereitschaft der Röhre nicht zur Geltung
kommt. Dies bedeutet eine wesentlich erhöhte Betriebssicherheit und Verringerung von Fehlzeichen.
Die Schaltung ist gegen Schwankungen der Steuer- und der Zeichenspannung außerdem weitgehend unempfindlich,
wenn die Spannungen nur einen gewissen Minimalwert übersteigen, der ausreicht, um die jeweilige
negative Vorspannung aufzuheben; höhere Werte bringen höchstens einen etwas höheren Anodenstrom
zum Fließen, der jedoch durch den bei positiver Spannung fließenden Gitterstrom und der daraus
resultierenden Regelwirkung auf ein unschädliches Maß begrenzt wird. Der Anodenstrom von Röl
schaltet gegebenenfalls das Tl-Relais ein, das sich
über eine (nicht dargestellte) Haltewicklung selbst hält. Zum gleichen Zeitpunkt, in dem die Emissionsfähigkeit von Röl einsetzt, erhält auch das Zählkettenrelais
A1 die zu diesem Zeitpunkt kleine (und negative) Spannung Ul, die es nicht zum Ansprechen
bringen kann. Erst nach der wesentlichen Spannungserhöhung (und Umpolung) wird die Ansprechspannung
erreicht (22... 38 ms), und Al schaltet mit dem Kontakt at 1 die Spannung U2 in den zweiten
Kreis ein. f/2 ist jedoch zu diesem Zeitpunkt, ebenso wie 20 ms vorher Ul im Kreis 1, negativ und klein,
kann also weder das Zählkettenrelais AZ noch Abtaströhre Rö2 beeinflussen. Dies ist erst im Zeitraum 2
(etwa 42 ... 58 ms) analog wie vorher im Kreis 1 möglich. Auch hier schaltet dann Rö2 bei Vorhandensein
eines positiven Zeichenschrittes an ihrem Gitter 2 das Schrittrelais T2 ein, das mit seinen nicht dargestellten
Kontakten die Kombinationskette zu dem Magnetrelais für die spätere Betätigung des Typenhebels
entsprechend weiterführt und sich selbst hält.
A2 trennt jedoch zusätzlich mit seinem Kontakt a22
Röl von der Spannung Ul, damit nicht eine Fehlschaltung
dadurch zustande kommt, daß T1 von Rö 1 zu
einem späteren Zeitpunkt noch betätigt wird, nachdem es in der Zeit 1 infolge öffnens eines Leitungsscbrittes
stromlos blieb. Ein Schritt nach erfolgter Schaltung von Tl könnte keinen Einfluß ausüben, da Tl sich
ja über seine Haltewirkung bereits halten würde. Die Abschaltung erfolgt im Zeitraum 2 (42... 58 ms),
also zu einem Zeitpunkt, in dem die Steuerspannung Ul negativ ist und somit noch keinen Einfluß aus-
üben kann; der folgende Zeitabschnitt 3 könnte bereits bei vorhandenem Schritt eine Schaltung von Tl
herbeiführen, da dann die S teuer spannung Ul wieder positiv ist.
An Stelle der dargestellten Schaltung kann die Abschaltung von Röl natürlich auch auf andere Weise
erfolgen, beispielsweise durch Unterbrechung von Sl, wodurch auch S1 1 abfallen und der gleiche Effekt der
Unabhängigkeit vom Wert der Steuerspannung (71 erreicht würde. Zählkettenrelais A2 schaltet mit Kontakt
α, 1 nunmehr die Spannung U3 an den Kreis 3.
Diese'Spannung ist identisch mit der Spannung Ul.
Sie konnte jedoch vorher keinen Einfluß auf A3 oder RoZ ausüben, da sie in dien vorherigen Zeiten noch
abgeschaltet war. Die Betätigung von Γ3 erfolgt analog wie oben geschildert.
In gleicher Weise arbeiten auch die Kreise 4 und 5. Nach Betätigung von Relais T5 ist die Kombinationskette geschlossen, und der betreffende Zeichenmagnet
erhält über einen (nicht dargestellten) Einschaltkontakt Strom, sobald infolge des bei jedem Zeichen
an der Leitung liegenden Sperrschrittes Sp auch das Relais Sp gezogen hat. Das ^-Relais schaltet den
Generator und die Zählkette ab und ein weiteres (nicht dargestelltes) Hilfsrelais an, das mit etwa 20 ms Verzögerung
anspricht und die (nicht dargestellte:) Haltewicklung des ^/»-Relais nach Ablauf dieser Zeit, die
zur Betätigung des Magneten ausreicht, abschaltet. Das Hilfsrelais wird durch einen nicht dargestellten
Kontakt des Relais S1 bei Beginn des nächsten Zeichens
wieder abgeschaltet. Die Schaltung ist nach Abschaltung des Generators und der Zählkette für die Aufnahme
der nächsten Schrittkombination vorbereitet.
Die obige Darstellung entspricht einem Ruhestrombetrieb; die Relaisbetätigung von Sl wird zweckmäßig
durch Wirksamwerden einer Gegenwicklung infolge des (stromlosen) Startschrittes ausgelöst.
Die erfindungsgemäße Schaltung ist natürlich nicht auf das im Beispiel verwendete 5er-Alphabet beschränkt,
sondern läßt sich analog auch für beliebige andere Schrittsysteme, z. B. das 7er-Alphabet, anwenden.
Der Sender entspricht schaltungsmäßig dem Empfänger fast vollkommen. Auch hier wird — in diesem
Fall durch die jeweils gedruckte Taste der Sendeeinrichtung ·—der 25-Hz-Generator mit der notwendigen
Phaise eingeschaltet und liegt nach sukzessiver Anschaltung durch die zeitlich aufeinanderfolgenden
Relais in der gleichen Reihenfolge mit entsprechender Phase an den Gittern der einzelnen Röhren. Die Taste
legt dem jeweiligen Zeichen entsprechend an die zweiten Steuergitter der ausgewählten Röhren positive
Steuerspannung, die während der Dauer des ganzen Zeichens dort verbleibt. Im Rhythmus der inneren
Ansteuerung werden die Röhren leitend, wenn an ihrem zweiten Gitter -I—Spannung von der Taste
her vorhanden ist und geben dann in der entsprechenden zeitlichen Reihenfolge über die entsprechend ausgewählten
Relais.Tl bis T5 Schritte auf die Leitung.
Vorher wurde in einer gleich aufgebauten Stufe der Startschritt ausgesendet. Die einzelnen Telegrafieschritte
sind in ihrer Länge durch die 25-Hz-Spannung im positiven Bereich definiert und damit leicht
durch die Grundvorspannung ein- bzw. nachzustellen. Die Impulsfolge ergibt sich aus der hohen Konstanz
des 25-Hz-Generators.
Die T-Relais hallten sich nicht selbst, sondern fallen
am Ende des jeweiligen positiven Steuerimpulses wieder ab. Das ^-Relais wird nicht abgeschaltet,
sondern hält sich selbst, bis durch die folgende Betätigung des Relais Sl seine Abschaltung erfolgt. Die
Abschaltung des Steuergenerators wird durch das 57>-Relais vorgenommen.
Ist aus besonderen Gründen die Sperrsignalzeit von ms genau einzuhalten, so ist eine weitere analoge
Stufe (ohne Röhre) vorzusehen, deren Relais erst den Steuergenerator abschaltet.
Claims (8)
1. Elektronische Sende- und Empfangsschaltung für Telegrafiezeichen nach dem Mehrschrittalphabet,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei um 180° gegeneinander phasenverschobene, mit jeweils der
halben Frequenz der Telegrafieschrittfolge gebildete Wechselspannungen einmal über die ungeraden
und zum anderen über die geraden Glieder einer Zählkette nacheinander die Glieder einer
Abtastkette für die Tastung der Telegrafieschritte vorbereiten.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenform beider Wechsellspannungen
trapezförmig oder angenähert trapezförmig ist.
3. Schaltung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Abtastglied für die
Tastung eines Telegrafieschrittes während der Zeitdauer des höchsten Spannungswertes eines
Wechselspannungsimpulses vorbereitet ist, der gleichzeitig das davor liegende Abtastglied abschaltet
und das nachfolgende Abtastglied für die Tastung eines Telegrafieschrittes durch den nächsten,
um 180° phasenverschobenen Wechselspannungsimpuls vorbereitet.
4. Schaltung nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die negativen Halbwelten der
Wechselspannungen unterdrückt sind.
5. Schaltung nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Zählglieder Relais (Al
bis AGi) vorgesehen sind, die nach Maßgabe der Wechselspannungsimpulse in den Stromkreisen
der Abtastglieder Kontakte (atl bis as5 und a.22
bis a5 2) zu deren Vorbereitung und Abschaltung
steuern.
6. Schaltung nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselspannungs.impulse
über die Kontakte (O1I bis a5l) in den Vorbereitungskreisen
der Abtastglieder gleichzeitig die Zählglieder steuern.
7. Schaltung nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Abtastglieder Elektronenröhren
(Röl bis Rö6) bzw. Gasentladungsröhren
vorgesehen sind, deren Gitterpotentiale nacheinander durch die Wechselspannungsimpulse derart
angehoben sind, daß wahlweise entsprechend der empfangenden oder auszusendenden Telegrafiezeichen
gebildete Impulise in den Röhren (Röl bis Rö6) Emissionsiströme hervorrufen, die Relais
(Tl bis T 5, Sp) erregen, deren Kontakte Mittel zur Speicherung oder Bildung der Telegrafiezeichen
steuern.
8. Schaltung nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Empfängerbetrieb der
Startschritt eines Telegrafiezeichens die Wechselspannungserzeugung einschaltet und die ersten
Glieder der Zähl- und Abtastkette für die Tastung des ersten Telegrafieschrittes vorbereitet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 600/199 8.58
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV11573A DE1038104B (de) | 1956-11-27 | 1956-11-27 | Elektronische Sende- und Empfangsschaltung fuer Telegrafiezeichen nach dem Mehrschrittalphabet |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEV11573A DE1038104B (de) | 1956-11-27 | 1956-11-27 | Elektronische Sende- und Empfangsschaltung fuer Telegrafiezeichen nach dem Mehrschrittalphabet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1038104B true DE1038104B (de) | 1958-09-04 |
Family
ID=7573524
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEV11573A Pending DE1038104B (de) | 1956-11-27 | 1956-11-27 | Elektronische Sende- und Empfangsschaltung fuer Telegrafiezeichen nach dem Mehrschrittalphabet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1038104B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1089410B (de) * | 1960-01-22 | 1960-09-22 | Arnstadt Fernmeldewerk | Schaltungsanordnung zur Codierung und Aussendung von Fernschreibzeichen, bei der die Codierung mit Hilfe von Magnetkernen vorgenommen wird |
-
1956
- 1956-11-27 DE DEV11573A patent/DE1038104B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1089410B (de) * | 1960-01-22 | 1960-09-22 | Arnstadt Fernmeldewerk | Schaltungsanordnung zur Codierung und Aussendung von Fernschreibzeichen, bei der die Codierung mit Hilfe von Magnetkernen vorgenommen wird |
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