DE1059025B - Elektronischer Schrittfolgenauswerter zum Empfang von nach dem Verdan-Stoerbefreiungsverfahren wiederholt ausgesendeten Fernschreibzeichen - Google Patents
Elektronischer Schrittfolgenauswerter zum Empfang von nach dem Verdan-Stoerbefreiungsverfahren wiederholt ausgesendeten FernschreibzeichenInfo
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Description
Die Hauptpatentanmeldung hat einen elektronischen Schrittfolgenauswerter für Fernschreibanlagen
zum Gegenstand, der so aufgebaut ist, daß zur Umwandlung eintreffender Serienschritte in Schritte auf
eine aus einer großen, vorzugsweise der durch den verwendeten Kode gegebenen maximalen Anzahl ausgewählte
Ausgangsleitung eine Kombination an sich bekannter Schaltungen verwendet wird, die aus einem
elektronischen Ringzähler besteht, dessen Stufenzahl der maximalen Schrittzahl eines Zeichens entspricht
und dessen jede Stufe eine ihr zugeordnete bistabile Speicherstufe derart steuert, daß diese nur dann von
den eintreffenden Serienschritten beeinflußbar ist, wenn sich die zugehörige Ringzähler stufe in den von
den übrigen Stufen abweichenden Schaltzustand befindet.
Die Erfindung betrifft eine zweckmäßige Weiterbildung der Hauptpatentanmeldung dergestalt, daß
der Schrittfolgenauswerter der Hauptpatentanmeldung für den Empfang von nach dem Verdan-Störbefreiungsverfahren
wiederholt ausgesendeten Fernschreibzeichen erweitert und ausgebaut ist.
Die Erfindung kann also zum Empfang von Fernschreibzeichen angewandt werden, deren Übertragungsweg
gewisse Störspannungsquellen enthält.
Das Verdan-Verfahren beruht auf der Erfahrung, daß in von Störungen beeinflußten Übertragungskanälen, insbesondere im Langwellen-Funkverkehr,
überwiegend Störungen in der Weise auftreten, daß die eine Schrittart (z. B. Trennschritte) in die andere
(z. B. Stromschritte) umgewandelt wird, aber nicht umgekehrt. Bei Doppelaussendung der Zeichen und
entsprechend bewertendem Vergleich nach dem Empfang ist es möglich, die Fehlerzahl herabzusetzen.
Nach diesem Verfahren können neben gleichstrommäßig übertragenen Zeichen (Fernschreiben über
Leitungen) auch solche korrigiert werden, deren Störbeeinflussung den gleichen Gesetzen gehorcht oder
durch einen Kunstgriff dazu gebracht werden kann.
Für die wiederholt ausgesendeten Telegrafierschritte beim Empfang nach dem Verdan-Verfahren
wird jedoch der elektronische Schrittfolgeauswerter der Hauptpatentanmeldung in folgender Weise ausgebaut:
Nach der Zusatzerfindung sind die Ausgänge der der jeweiligen primären und der jeweiligen wiederholten
Zeichenschrittfolge zugeordneten beiden Ringzählerstufen auf eine gemeinsame Korrekturstufe als
bistabile Speicherstufe geschaltet. Die Korrekturstufe speichert die Schritte des erstgesendeten Zeichens
bis zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Eintreffens seiner Wiederholung, vergleicht die beiden eingegangenen
Schrittefolgen miteinander und gibt sie mit gleicher Polarität an das nachgeschaltete Re-Elektronisctier
Schrittfolgenauswerter
zum Empfang von nach, dem Verdan-
Störbefreiungsverfahren wiederholt
ausgesendeten Fernschreibzeichen
Zusatz zur Patentanmeldung V 13285 VIII a/21a1
(Auslegeschrift 1 053 555)
(Auslegeschrift 1 053 555)
Anmelder:
Dr. phil. habil. Oskar Vierling,
Ebermannstadt (OFr.), Pretzfelder Str. 174
Ebermannstadt (OFr.), Pretzfelder Str. 174
Dr. phil. habil. Oskar Vierling, Ebermannstadt (OFr.),
ist als Erfinder genannt worden
gister weiter, wenn wenigstens ein Schritt eingetroffen ist oder die primäre und wiederholte Schrittfolge
nicht verschiedene Polarität aufweist," wobei beim Nichterfüllen dieser Bedingungen eine Weitergabe
des Schrittes mit einer dem Trennschrittkriterium entsprechender Polarität erfolgt.
Die Zusatz er findung geht also von der grundsätzlichen
Anordnung der Hauptpatentanmeldung aus, in der Mittel angegeben sind, mit denen am Fernschreibempfänger
die Umwandlung von Schrittfolgen in Druckbefehle für die durch die Schrittfolge bezeichnete
Drucktype erfolgt. Mit einem aus bistabilen Transistorstufen bestehenden Zwischenspeicher, dessen
einzelne Stufen durch einen von den eintreffenden Schritten gesteuerten Ringzähler empfangsbereit geschaltet
werden, wird bei der Hauptpatentanmeldung die Schrittfolge während ihres Eintreffens festgehalten
und alsdann auf der über eine Registerschaltung aus Halbleiterelementen ausgewählten Leitung ein
Druckimpuls abgegeben.
Die Erweiterung der Anordnung der Hauptpatentanmeldung durch die Zusatzerfindung bezieht sich
insbesondere auf die bistabilen Speicherstufen, die als Korrekturstufen ausgeführt werden. Jede Korrekturstufe
besteht aus zwei parallel geschalteten bistabilen Kippkreisen, von denen jeder zwei Eingänge
und einen Ausgang aufweist. Die beiden Eingänge eines jeden Kippkreises sind jeweils für Schritte der
gleichen Polarität empfindlich und liegen über jeweils verschieden gepolte Dioden an der für beide Kippkreise
gemeinsamen Impulszuführung, so daß also
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pro Korrekturstufe insgesamt vier Eingänge an die Weist der wiederholte Schritt die gleiche Polarität
gemeinsamen Schrittzuführungen geschaltet sind. wie der zuerst empfangene auf, so wird er den Kipp-Ohne
Einwirkung eines Steuerimpulses befindet sich kreis zurückschalten, den der primäre Telegrafierein
Kippkreis der Korrekturstufe im leitenden, der schritt umgeschaltet hat, da, wie bereits erläutert,
andere im nicht oder wenig leitenden Zustand. Durch 5 nur der zweite Eingang dieses Kippkreises noch für
die Einwirkung der Öffnungsimpulse des Ringzählers einen Schritt dieser Polarität empfindlich ist. Der bei
wird jede der Korrekturstufen zweimal auf getastet, der Rückschaltung entstehende Ausgangsimpuls weist
einmal durch den dem primären Telegrafierschritt eine umgekehrte Polarität wie der durch den prientsprechenden
Öffnungsimpuls und einmal durch mären Schritt ausgelöste Einschalteimpuls auf und
den dem wiederholten Telegrafierschritt entsprechen- io wird daher durch die im Ausgang liegende Diode
den Öffnungsimpuls. Durch die vor den vier Ein- durchgelassen. Fehlt entweder der primäre oder der
gangen der Korrekturstufe liegenden, verschieden wiederholte Telegrafierschritt, so wird der durch
gepolten Dioden kann ein gemeinsam mit dem öff- . einen der beiden Schritte umgesprungene Kippkreis
nungsimpuls des Ringzählers eintreffender Telegrafier- durch den beim Umschalten des Ringzählers auf die
schritt z. B. positiver Polarität nur einen der beiden 15 nächste der den wiederholten Telegrafierschritten
bistabilen Kippkreise zum Umschalten in den leiten- entsprechenden Stufen entstehende Impuls zurückden
Zustand veranlassen, da der andere bistabile geschaltet. Der Rückschalteimpuls gelangt in der oben
Kippkreis sich ja schon in diesem Zustand befindet. geschilderten Art und Weise als korrigierter TeIe-Trifft
ein Telegrafierschritt negativer Polarität ein, grafierschritt auf das Register,
so wird der bereits leitende Kippkreis ausgeschaltet. 20 Zur näheren Erläuterung der Erfindung dienen drei Diese Wirkung ist auf folgende Anordnung der Figuren. Es zeigt
so wird der bereits leitende Kippkreis ausgeschaltet. 20 Zur näheren Erläuterung der Erfindung dienen drei Diese Wirkung ist auf folgende Anordnung der Figuren. Es zeigt
Kippkreise und Polung der Dioden in den einzelnen Fig. 1 das Blockschaltbild einer Anordnung nach
Eingängen zurückzuführen. der Zusatzerfindung,
Der primäre Schritt wird bei beiden Kippstufen Fig. 2 ein Beispiel der im Blockschaltbild mit 1
dem ersten Eingang zugeführt. Bei der ersten Kipp- 25 und 2 bezeichneten Stufen zur Auslösung und Erzeustufe
liegt eine Diode so in der Schrittzuführung, daß gung von Hilfsimpulsen sowie ein Beispiel für die
nur positive Schritte durchgelassen werden, die die Ringzählerstufen 10, 11 und 12,
Kippstufe in den leitenden Zustand überführen kön- Fig. 3 ein Beispiel für eine Korrekturstufe,
Kippstufe in den leitenden Zustand überführen kön- Fig. 3 ein Beispiel für eine Korrekturstufe,
nen. Befindet sich die erste Kippstufe durch einen vor- Die als Beispiel beschriebene Anordnung ist auf
angegangenen primären positiven Schritt im leiten- 30 den bei der deutschen Bundespost allgemein verwenden
Zustand, so wird die im zweiten Eingang dieser deten Kode für Springschreiber zugeschnitten. Dieser
Kippstufe liegende, in Sperrichtung gepolte Diode verwendet ein Fünferalphabet, ergänzt durch einen
durch die Spannungsverlagerung beim Umschalten Anlauf- und einen Sperrschritt. Es werden also
in Durchlaßrichtung vorgespannt und ist jetzt für Folgen von sieben Einzelschritten ausgesendet, von
beide Polariäten durchlässig. Negative Schritte, für 35 denen zwei als Ersatz für den für den Springdie
die Diode auch schon im. Ruhezustand durchlässig schreiberbetrieb nicht erforderlichen absoluten Gleichwar,
ändern bei einmal eingeschaltetem Kippkreis lauf zwischen Sender und Empfänger dienen. Durch
nichts an dessen leitendem Zustand. die Zeichenwiederholung werden insgesamt zwölf
Positive Telegrafierschritte dagegen können erst Schritte notwendig: Anlauf schritt, fünf Nachrichtennach
vorhergehendem Einschalten durch einen posi- 40 schritte, noch einmal die gleichen fünf Nachrichtentiven
Primärimpuls wirksam werden und bewirken, schritte und Sperrschritt. Es wird angenommen, daß
da am zweiten Eingang angelegt, ein Zurückschalten die auszuwertenden Schritte positiv oder negativ sind,
des ersten Kippkreises in den nichtleitenden Zustand. d. h. daß ein Doppelstromkode vorliegt; anderenfalls
Umgekehrt verhält es sich bei dem zweiten Kipp- ist durch an sich bekannte Maßnahmen für eine
kreis. Dieser ist in der Ruhelage eingeschaltet und 45 Potentialverschiebung zu sorgen,
wird durch einen negativen Telegrafierschritt aus- Wie aus Fig. 1 ersichtlich, gelangen die eintreffengeschaltet. Erst nach Ausschaltung des zweiten Kipp- den Schritte gleichzeitig auf eine Anzahl von Stufen, kreises wird die umgekehrt wie beim ersten Kippkreis nämlich auf die Auslösestufe 1 und die Korrekturgepolte Diode in der Schrittzuführung des zweiten stufen 31 bis 35. Die Auslösestufe startet alsbald den Eingangs geöffnet und für den wiederholten nega- 50 Hilfsimpulsgenerator 2, der Impulse von etwas getiven Schritt durchlässig. Negative Schritte am ringerer Dauer als die Telegrafierschritte erzeugt,
zweiten Eingang des zweiten Kippkreises schalten Durch die Einschaltung der Auslösestufe durch den
wird durch einen negativen Telegrafierschritt aus- Wie aus Fig. 1 ersichtlich, gelangen die eintreffengeschaltet. Erst nach Ausschaltung des zweiten Kipp- den Schritte gleichzeitig auf eine Anzahl von Stufen, kreises wird die umgekehrt wie beim ersten Kippkreis nämlich auf die Auslösestufe 1 und die Korrekturgepolte Diode in der Schrittzuführung des zweiten stufen 31 bis 35. Die Auslösestufe startet alsbald den Eingangs geöffnet und für den wiederholten nega- 50 Hilfsimpulsgenerator 2, der Impulse von etwas getiven Schritt durchlässig. Negative Schritte am ringerer Dauer als die Telegrafierschritte erzeugt,
zweiten Eingang des zweiten Kippkreises schalten Durch die Einschaltung der Auslösestufe durch den
diesen demnach in den leitenden Zustand zurück, Anlaufschritt ist die Ringzählerstufe 10 in den leitenwährend
hier, umgekehrt wie beim ersten Kippkreis, den Zustand versetzt worden, mit dem ersten Impuls
positive wiederholte Schritte an dem nichtleitenden 55 "des Generators 2 sperrt die Stufe 10 wieder, dagegen
Zustand des zweiten Kippkreises nichts ändern kön- leitet Stufe 11 usw. Mit dem Ende des letzten Imnen.
Bei der Korrekturstufe nach der Erfindung pulses sperrt die Stufe 25 und schaltet die Auslöseeröffnet
also der Primärschritt einem wiederholten stufe ab, wodurch auch der Hilfsimpulsgenerator
Schritt gleicher Polarität einen zweiten Eingang der blockiert wird. Bei einer neuen Schrittserie wiederholt
gleichen Kippstufe, die diese Stufe wieder in den 60 sich der Vorgang. In einer abgewandelten Anordnung
Ruhezustand unter Abgabe eines korrigierten TeIe- läuft der Hilfsimpulsgenerator ständig und wird
grafierschrittes zurückschaltet. durch die Telegrafierschritte nur synchronisiert. In
Durch in den Ausgängen beider Kippkreise diesem Falle ist es möglich, auf Anlauf- und Sperrliegende,
ebenfalls verschieden gepolte Dioden wird schritt zu verzichten. Es ist also ohne weiteres mögverhindert,
daß der durch das Umschalten einer der 65 Hch, auch andere Kodes mit noch mehr Schritten zu
beiden Kippstufen entstehende Impuls sich auf das verwenden; dazu wären weitere Stufen 16,17 ... bzw.
nachgeschaltete Register auswirken kann. Durch die 26, 27... erforderlich.
dem wiederholten Telegrafierschritt entsprechende Durch die Ringzählerstufen 11 bis 15 bzw. 21 bis 25
Ringzählerstufe wird nun die Korrekturstufe durch werden die Korrekturstufen 31 bis 35 je zweimal
einen zweiten öffnungsimpuls erneut aufgetastet. 70 empfangsbereit für die empfangenen Telegrafier-
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schritte geschaltet. Beim ersten Durchgang speichert gegebenen Impulse dieses Hilfsimpulsgenerators geeine Korrekturstufe das eingegangene Zeichen, beim langen als Fortschaltimpulse über die Kondensatoren
zweiten vergleicht sie die entsprechenden beiden 58 und die Dioden 59 an die Basiselektroden aller
Schrittfolgen und gibt nach folgender Maßgabe einen Ringzählerstufen. Bei der üblichen, verhältnismäßig
Impuls auf die nachgeschaltete Anordnung, wie sie 5 geringen Impulsfrequenz ist es bei Wahl geeigneter
in der Hauptpatentanmeldung beschrieben ist, weiter: Dioden überflüssig, diesen eigene Gleichstromwege
Gleichartige Schritte zählen als richtig und werden zu schaffen. Die Wirkungsweise des Ringzählers an
dem Ausgang zugeführt. Ein z. B. durch Schwund sich erfolgt in bekannter Weise und braucht daher
ausgefallener Schritt wird aus der anderen Teilserie nicht näher erläutert zu werden. Um die Ringzählerentnommen.
Laufen infolge von Störungen Schritte io stufe 10 in den aktiven (leitenden) Zustand zu ververschiedenen
Vorzeichens ein, so wird ein negativer setzen, wird bei der Abschaltung des Hilfsimpuls-Schritt
weitergegeben. Am Ausgang der Anordnung generators 2 über die Diode 60 ein Impuls auf die
erscheint also eine Folge von fünf eventuell korrigier- Stufe 10 gegeben. Auf diese Weise bereitet jede
ten Schritten. Der Erfahrung entsprechend, daß lange Impulsfolge die nächstfolgende vor.
Wiederholungsperioden für diese Art der Korrektur 15 In Fig. 3 ist die erste Korrekturstufe 31 dargestellt, günstig sind, werden in der dargestellten Anordnung Die Bezugspunkte für die Spannungen sind wie in die Fünfergruppen nacheinander angeordnet; selbst- der Fig. 2 bezeichnet. Sie wird abwechselnd durch verständlich ist, wenn der zugehörige Sender ent- die Fortschalteimpulse der Ringzählerstufen 11 und sprechend eingerichtet ist, für Sonderfälle auch eine 21 empfangsbereit für die an der Zuführung 61 ein-Verschachtelung der beiden Gruppen möglich. 20 treffenden Telegrafierschritte geschaltet (s. Fig. 1).
Wiederholungsperioden für diese Art der Korrektur 15 In Fig. 3 ist die erste Korrekturstufe 31 dargestellt, günstig sind, werden in der dargestellten Anordnung Die Bezugspunkte für die Spannungen sind wie in die Fünfergruppen nacheinander angeordnet; selbst- der Fig. 2 bezeichnet. Sie wird abwechselnd durch verständlich ist, wenn der zugehörige Sender ent- die Fortschalteimpulse der Ringzählerstufen 11 und sprechend eingerichtet ist, für Sonderfälle auch eine 21 empfangsbereit für die an der Zuführung 61 ein-Verschachtelung der beiden Gruppen möglich. 20 treffenden Telegrafierschritte geschaltet (s. Fig. 1).
Die in Fig. 2 gezeichneten Stufen 1, 2, 10, 11 und 12 Die korrigierten Impulse verlassen die Anordnung
sind ebenso wie die Stufe 31 der Fig. 3 mit durch die Ausgangsleitung 62. Mit Sl α und 31 b sind
npn-Schalttransistoren bestückt. Die Verwendung zwei Transistoren in bistabilen Schaltungen bezeich-
bistabiler Transistorschaltungen ist freilich nicht auf net. Vor Eintreffen eines Impulses ist der Transistor
diese Ausführungsart beschränkt. Sowohl pnp-Tran- 25 31 α im leitenden, der Transistor 31 b im gesperrten
sistoren gleicher Art sowie Spitzentransistoren, Zustand. Demgemäß sind. die Dioden 65 und 66 ge-
pnpn-Transistoren oder diesen analoge pnp-npn- öffner. Ist die Stufe. 11 des Ringzählers eingeschaltet,
Flächentransistoren - Kombinationen lassen sich so wird über deren Kollektorspannung die Diode 67
direkt, eventuell unter Umpolung der Betriebs- geöffnet, und ein empfangener Telegrafierschritt kann
spannungen, in die Schaltung einsetzen. Außerdem 3° über Gl in die Korrekturstufe eintreten. Ist er nega-
besteht die Möglichkeit, Flächentransistorpaare tiv, so wird er den Transistor 31 α ausschalten, ist er
gleicher Leitfähigkeitstyps in Schaltungen zu ver- positiv, den Transistor 31 b einschalten. Durch die
wenden, die bistabilen Röhrenschaltungen (sogenann- Dioden 68 und 69 wird vermieden, daß die Um-
ten Eccles-Jordan- bzw. Flip-Flop-Stufen) ähneln. schaltevorgänge am Ausgang 62 in Erscheinung
Die dargestellten bistabilen Stufen 1, 10, 11 und 12 35 treten. Wird beim Eintreffen der zweiten Schrittserie
der Fig. 2 geben beim Übergang vom leitenden in die Korrekturstufe durch die Kollektorspannung der
den sperrenden Zustand einen positiven Impuls ab Stufe 21 erneut empfangsbereit, so gelangen die
und umgekehrt; an der Basis bewirkt ein positiver Telegrafierschritte diesmal über die Dioden 70 und 71
Impuls den Übergang sperrend ... leitend, ein nega- an die Emitter der Transistoren 31a und 31 b.
tiver den Übergang leitend . . . sperrend; bei Steue- 40 Störungsfreien Empfang vorausgesetzt, bewirken sie
rung am Emitter kehren sich die Vorzeichen um. dort die Rückschaltung des beim Eintreffen der ersten
Die nach Fig. 2 in der Zuführungsleitung 40 ein- Serie umgeschalteten Transistors. Gleichzeitig sind
treffenden Telegrafierschritte gelangen über den die Dioden 68 und 69 geöffnet. Da ein negativer Im-Kondensator
41 und die Diode 42 sowie den Konden- puls die Diode 72, ein positiver die Diode 73 passiesator43
an die Basis des Transistors 1. Die bistabile 45 ren kann, erscheinen jetzt Impulse der Polarität der
Arbeitspunkteinstellung des Transistors erfolgt mit Telegrafierschritte am Ausgang 62. Dies ist der VorHilfe
der in den Elektrodenzuführungen befindlichen gang bei der Weiterleitung fehlerfrei aufgenommener
Widerstände 45, 46 und 47. Die Diode 42 enthält eine Schritte.
von der Einstellung des Transistors abhängige Vor- Angenommen nun, der erste Schritt hätte negativ
spannung, die über die Widerstände 48 und 49 an- 50· sein müssen, sei aber durch Schwund ausgefallen,
gelegt wird. Um die Schaltung übersichtlich zu halten, Die Transistoren 31 α und 31 b verharren also in der
sind die Mittel zur Erzeugung der Betriebsspannungen Ruhestellung, d. h., 31 α leitet und 31 b sperrt. Tritt
nicht gezeichnet. Mit 50 ist stets der geerdete Punkt aus der zweiten Serie ein negativer Schritt ein, so
der Schaltung bezeichnet, dagegen erhalten die Lei- wird der Transistor 31 α gesperrt. Die Diode 72 sperrt
tungen 51, 52 und 53 in dieser Reihenfolge positive 55 den am Kollektor auftretenden positiven Impuls.
Spannungen. Wie man sich leicht klar macht, ist die Beim Abschalten der Stufe 21 gelangt ein positives
Diode 42 nur dann geöffnet, wenn der Transistor 1 Signal an die Basis des Transistors 31 b. Da die
sperrt; die Spannung zwischen den Punkten 52 und eigentlichen Schaltzeichen verhältnismäßig kurz sind
53 dieser Stufe kann sich dann auswirken. Wird der (Größenordnung einige Mikrosekunden), ist die
Transistor durch den Startschritt leitend, so ver- 60 Rückschaltung des Transistors 31a gesichert. Der
schiebt sich das Potential am gemeinsamen Punkt Weg zum Ausgang 62 wird wie oben beschrieben geder
Widerstände 47 und 48, so daß die Diode 42 ge- öffnet. Zusätzlich ist von Bedeutung, daß der Kondensperrt
wird. Bei der gewählten Schaltung kann der sator 74 die Dioden 68 und 69 über die der Stufe 21
Transistor 1 nur durch einen Impuls über die Diode entsprechende Schaltzeit hinaus offen' hält, bis die
54 am Emitter gesperrt und für eingehende Schritte 65 Impulsausgabe den Ausgang sicher erreicht hat. Ein
empfindlich gemacht werden. Solange der Transistor ausgefallenes positives Zeichen wird analog durch
44 leitet, wirkt der direkt gekoppelte Transistor 2 als den Transistor 31 b korrigiert.
Impulsgeber. Impulsfrequenz und -länge sind im Gelangt aus der ersten Serie ein negativer Schritt,
wesentlichen durch das Zeitkonstantenglied mit der infolge einer Störung auf dem Übertragungswege
Widerstand 56 und Kondensator 57 gegeben. Die ab- 70 positiv geworden ist, auf die Korrekturstufe, so wird
Transistor 31 b leitend. Kommt aus der zweiten Serie ein negativer Schritt, so sperrt Transistor 31a.
Transistor 31 b bleibt unbeeinflußt, dagegen gelangt über die Diode 75 der negative Impuls der zweiten
Serie auf den Ausgang 62. Das beim Abschalten der Stufe 21 wirksame Signal schaltet die Transistoren
α und 31 b in ihre Ausgangszustände zurück, wobei
sich die entstehenden Impulse wegen der Gleichzeitigkeit der Vorgänge im wesentlichen aufheben.
Claims (7)
1. Elektronischer Schrittfolgenauswerter zum Empfang von nach dem Verdan-Störbefreiungsverfahren
wiederholt ausgesendeten Fernschreibzeichen, bestehend aus einem elektronischen Ringzähler,
dessen Stufenzahl der maximalen Schrittzahl des primären und des wiederholten Zeichens
entspricht und dessen jede Stufe eine ihr zugeordnete bistabile Speicherstufe derart steuert, daß
diese nur dann von den eintreffenden Schrittfolgen beeinflußbar ist, wenn sich die zugehörige Ringzählerstufe
in dem von den übrigen Stufen abweichenden Schaltzustand befindet, nach Patentanmeldung
V 13285 VIII a/21a1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge der der jeweiligen
primären und der jeweiligen wiederholten Zeichenimpulsfolge zugeordneten beiden Ringzählerstufen
(11, 21) auf eine gemeinsame Korrekturstufe (31) als bistabile Speicherstufe geschaltet sind, die die
Schritte des erstgesendeten Zeichens bis zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Eintreffens seiner
Wiederholung speichert, die beiden eingegangenen Schrittfolgen miteinander vergleicht und an das
nachgeschaltete Register mit gleicher Polarität weitergibt, wenn wenigstens ein Schritt eingetroffen
ist, oder die primäre und wiederholte Schrittfolge nicht verschiedene Polarität aufweist,
wobei beim Nichterfüllen dieser Bedingungen eine Weitergabe des Schrittes mit einer dem Trenn-Schrittkriterium
entsprechender Polarität erfolgt.
2. Schrittfolgenauswerter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlaufschritt
der empfangenen Zeichenschrittserie über eine bistabile Auslösestufe (1) einen in der astabilen
Kipplage arbeitenden Hilfsimpulsgenerator (2) auftastet, der bis zum Eintreffen des Sperrschrittes
und dem damit ausgelösten Zurückschalten der Auslösestufe Fortschalteimpulse für
den Ringzähler erzeugt, die von etwas kürzerer Dauer sind wie die empfangenen Telegrafierschritte.
3. Schrittfolgenauswerter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsimpulsgenerator
ununterbrochen arbeitet und durch die empfangenen Impulse synchronisiert ist.
4. Schrittfolgenauswerter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösestufe
durch eine, je nach dem Schaltzustand der Auslösestufe verschieden vorgespannte Diode in
der Impulszuleitung nach dem durch den Startschritt ausgelösten Überspringen gegen die nachfolgenden
Telegrafierschritte gesperrt ist.
5. Korrekturstufe des Schrittfolgenaus werters
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei bistabile Kippkreise mit jeweils zwei nacheinander
für Schritte gleicher Polarität empfindlichen Eingängen und ihren beiden Ausgängen
über jeweils verschieden gepolte Dioden parallel geschaltet sind, wobei der Primärschritt über den
ersten Eingang zugeführt wird und durch die Spannungsverlagerung bei der darauf erfolgenden
Umschaltung dieses Kippkreises dessen zweiten Eingang für einen Schritt von gleicher Polarität
wie der Primärschritt öffnet, welcher den Kippkreis unter Abgabe eines mit dem ankommenden
Schritt polaritätsgleichen Ausgangsimpulses an das nachgeschaltete Register zurückschaltet.
6. Korrekturstufe des Schrittfolgenaus werters nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Ausgängen der beiden bistabilen Kippkreise jeweils unterschiedlich gepolte Dioden
liegen, die verhindern, daß der bei der vom Primärschritt ausgelösten Umschaltung entstehende
Impuls sich auf das nachgeschaltete Register auswirken kann.
7. Korrekturstufe des Schrittfolgenauswerters nach Anspruch 1, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet,
daß für die beiden bistabilen Kippkreise je ein Transistor oder eine Transistorkombination
mit thyratronähnlicher Charakteristik verwendet ist, wobei der Primärschritt dem Emitter als
ersten Eingang und der wiederholte Impuls der Basis als zweiten Eingang zugeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 530/175 6.59
Priority Applications (3)
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| DEV14909A DE1059025B (de) | 1957-11-16 | 1958-08-21 | Elektronischer Schrittfolgenauswerter zum Empfang von nach dem Verdan-Stoerbefreiungsverfahren wiederholt ausgesendeten Fernschreibzeichen |
| GB3697858A GB904738A (en) | 1957-11-16 | 1958-11-17 | Device for evaluating and testing telegraph signals of a binary code |
Applications Claiming Priority (5)
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| DED0026844 | 1957-11-16 | ||
| DED0026845 | 1957-11-16 | ||
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| DEV0014639 | 1958-07-03 | ||
| DEV14909A DE1059025B (de) | 1957-11-16 | 1958-08-21 | Elektronischer Schrittfolgenauswerter zum Empfang von nach dem Verdan-Stoerbefreiungsverfahren wiederholt ausgesendeten Fernschreibzeichen |
Publications (1)
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|---|---|
| DE1059025B true DE1059025B (de) | 1959-06-11 |
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Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT1071753D Pending DE1071753B (de) | 1957-11-16 | ||
| DEV14909A Pending DE1059025B (de) | 1957-11-16 | 1958-08-21 | Elektronischer Schrittfolgenauswerter zum Empfang von nach dem Verdan-Stoerbefreiungsverfahren wiederholt ausgesendeten Fernschreibzeichen |
Family Applications Before (1)
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| GB (1) | GB904738A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1104552B (de) * | 1960-01-29 | 1961-04-13 | Siemens Ag | UEbertragungssystem zum teilweise gesicherten UEbertragen von binaercodierten Zeichen |
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| DE1135949B (de) * | 1960-06-01 | 1962-09-06 | Siemens Ag | Verfahren zur teilweise gesicherten UEbertragung von Telegrafiezeichen, bei dem jedes zu uebertragende Telegrafiezeichen aus zwei Teilzeichen mit je sechs Schritten zusammengesetzt ist |
| CN115600657A (zh) * | 2021-07-09 | 2023-01-13 | 中科寒武纪科技股份有限公司(Cn) | 一种处理装置、设备、方法及其相关产品 |
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1958
- 1958-08-21 DE DEV14909A patent/DE1059025B/de active Pending
- 1958-11-17 GB GB3697858A patent/GB904738A/en not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1104552B (de) * | 1960-01-29 | 1961-04-13 | Siemens Ag | UEbertragungssystem zum teilweise gesicherten UEbertragen von binaercodierten Zeichen |
Also Published As
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| GB904738A (en) | 1962-08-29 |
| DE1071753B (de) |
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