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DE1038100B - Verfahren zum Verzerren von Fernschreibzeichen - Google Patents

Verfahren zum Verzerren von Fernschreibzeichen

Info

Publication number
DE1038100B
DE1038100B DES52172A DES0052172A DE1038100B DE 1038100 B DE1038100 B DE 1038100B DE S52172 A DES52172 A DE S52172A DE S0052172 A DES0052172 A DE S0052172A DE 1038100 B DE1038100 B DE 1038100B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
distortion
switch
counter
equalizer
gate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES52172A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Friedrich Ohmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES52172A priority Critical patent/DE1038100B/de
Priority to DES52903A priority patent/DE1046669B/de
Publication of DE1038100B publication Critical patent/DE1038100B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L1/00Arrangements for detecting or preventing errors in the information received
    • H04L1/24Testing correct operation
    • H04L1/248Distortion measuring systems

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Nonlinear Science (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Dc Digital Transmission (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verzerren von Stromschrittkombinationen mit einstellbarem Verzerrungsgrad. Unter Stromschrittkombinationen werden allgemein Impulskombinationen verstanden, die aus Impulsen zweierlei Art bestehen. Derartige Impulskombinationen sind z. B. Telegrafie-, insbesondere Fernschreibzeichen. Zur Prüfung von Fernschreib- und anderen Signalgeräten und Einrichtungen werden als Hilfsmittel für den Betrieb und zur Überwachung der Übertragungsanlage Sendeeinrichtungen benötigt, die bestimmte Stromschrittkombinationen, z. B. einen bestimmten Telegrafietext, mit einem genau einstellbaren Verzerrungsgrad abgeben können. Mit diesen Geräten wird beispielsweise der Verzerrungsspielraum einer Fernschreibmaschine oder aber einer Vermittlungseinrichtung überprüft, also der Bereich festgelegt, in dem die genannten Einrichtungen noch störungsfrei empfangen können.
Es sind verschiedene Verzerrungssender in der Telegraf en technik bekanntgeworden. Sie arbeiten entweder als mechanische Sender, wobei die die Sendekontakte betätigenden Nocken einstellbar sind, oder als rein elektronisch arbeitende Sender, wobei die Länge der einzelnen Stromschritte mit Hilfe einer Zählkette, deren Zählzyklus wahlweise verlängert oder verkürzt werden kann, bestimmt wird. In diesem Fall wird jeder einzelne Stromschritt der Stromschrittkombinationen durch das Abzählen' der Impulse eines dem Verzerrungssender zugeführten Taktpulses, dessen Impulsabstand im Vergleich zu den zu erzeugenden Zeiten (Schrittlängen) klein ist, bestimmt. Diese rein elektronisch die Stromschrittkombinationen aufbauenden Sendeeinrichtungen sind im allgemeinen auch so ausgelegt, daß von ihnen gleich die Art der einander folgenden Kombinationen, bei Fernschreibzeichensendern also die Folge der einzelnen Buchstaben, rein elektronisch mitbestimmt wird.
Die in der Fernschreibtechnik benötigten Textsender brauchen im Regelfall nur in verhältnismäßig kleiner Stückzahl bereitgestellt zu werden, da es in vielen Fällen genügt, in einem Vermittlungsamt zentral einige wenige Textsender aufzustellen, die je nach der Art der Benutzung unmittelbar vom Teilnehmer angewählt werden können oder aber von der die Überwachung der Übertragungsanlage durchführenden Person an den entsprechenden Orten eingesetzt und anschließend an den zentralen Standort zurückgebracht werden.
Die Erfindung gibt ein Verfahren zum Verzerren von Stromschrittkombinationen an, das unter Benutzung eines üblichen elektronischen Entzerrers mit einem Schrittzähler zum Ermitteln der Soll-Längen Verfahren zum Verzerren
von Fernschreibzeichen
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Dipl.-Ing. Friedrich. Ohmann, München,
ist als Erfinder genannt worden
der einzelnen Telegrafierschritte, der durch einen Taktpuls mit im Vergleich zu den Soll-Längen der Telegrafierschritte kleinem Impulsabstand gesteuert wird, arbeitet. Wird das Verfahren gemäß der Erfindung angewendet, dann werden besondere Textsender weitgehend überflüssig, da, wie noch ausgeführt wird, ein z. B. von einer Fernschreibmaschine oder einer anderen Sendeeinrichtung kommender Fernschreibtext mit dem Verfahren nach der Erfindung einstellbar verzerrt werden kann. Dies wird bei dem Verfahren gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß mit Hilfe des Entzerrers die diesem eingangsseitig unverzerrt zugeführten Stromschrittkombinationen durch Abtastimpulse verzerrt werden, die entsprechend dem gewünschten Verzerrungsgrad zeitlich verschoben von dem Schrittzähler abgegriffen werden.
Für das Verfahren nach der Erfindung werden also die an sich bekannten Eigenschaften eines Schrittzählers, der durch einen Taktpuls mit im Vergleich zu den Soll-Längen der Telegrafierschritte kleinem Impulsabstand gesteuert wird, ausgenützt, um die für den Verzerrungsvorgang notwendigen Zeiten zu gewinnen. Von derartigen Schrittzählern können insbesondere bei verhältnismäßig hoher Taktpulsfrequenz die verschiedensten Zeiten, vorzugsweise periodisch, abgegriffen werden.
In der Fernschreibtechnik sind Entzerrer bekanntgeworden, die rein elektronisch arbeiten und mindestens einen derartigen Schrittzähler enthalten. Diese Art von Entzerrern wird für das Verfahren nach der Erfindung benutzt, da, wie erwähnt, von einem derartigen Schrittzähler die für einen Verzerrungsvorgang notwendigen Zeitpunkte abgegriffen werden können und es dabei ohne weiteres möglich! ist, je nach dem Grad der gewünschten Verzerrung
«09 600/195
mit Hilfe eines Umschalters die verschiedensten Zeitpunkte zu gewinnen, ohne daß hierdurch besondere Umkonstruktionen des Entzerrers notwendig wären. So ist es beispielsweise ohne weiteres möglich, statt der Soll-Mitten oder zusätzlich zu diesen jeweils die Soll-Zeiten jedes Schritteinsatzes und dann auch durch Abgriff der Zählimpulse von einer oder von einigen der der letzten Zählstufe vorangehenden Zähleinheiten jeden gewünschten, gegenüber den Sollumschlagzeiten oder auch den Soll-Mitten vor- oder nacheilenden Zeitpunkt abzugreifen und auszuwerten, sofern die Zählkapazität, d. h. also die Impulsfolge des zur Bestimmung dieser Zeitpunkte verwendeten Taktpulses entsprechend groß genug ist.
In der Fernschreibtechnik werden außerdem Textsender, die unverzerrten Text wiederholt auszusenden in der Lage sind, sehr häufig benutzt. Insbesondere werden diese Textsender vorgesehen, um fernschriftliche Mitteilungen gleichbleibenden Inhalts wiederzugeben. Solche Mitteilungen, die beispielsweise von Fernschreib-Vermittlungsämtern laufend an Teilnehmer gesendet werden müssen, sind z. B. »Leitung gesperrt« oder »Teilnehmer besetzt«; aber auch andere Stromschrittkombinationen, also andere Texte, können mit verhältnismäßig geringem Aufwand unverzerrt erstellt werden. Als Beispiel wird lediglich auf den in jeder Fernschreibmaschine vorgesehenen Namengeber verwiesen.
Entzerrer und dann auch Textsender für unverzerrten Fernschreibtext werden in der Fernschreibtechnik in verhältnismäßig großer Stückzahl, z. B. in vielen Teilnehmerleitungen, benötigt. Dementsprechend sind sie auch gut durchkonstruiert und trotzdem verhältnismäßig billig. Um einen Textsender zu erhalten, brauchen, wie an einem Ausführungsbeispiel noch gezeigt wird, dann an dem Entzerrer nur ganz geringfügige Zusatzschalter bzw. Richtleiter angeordnet zu werden, so daß also praktisch lediglich ein in Serienfertigung erstellter Entzerrer angeschafft werden muß. Hinzu kommt noch, daß der Verzerrer selbstverständlich nach wie vor auch als Entzerrer eingesetzt und verwendet werden kann, da die für den Verzerrungsvorgang notwendigen Schaltelemente in vorteilhafter Weise nur wahlweise angeschaltet werden. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß ein normaler Entzerrer nur im Bedarfsfalle, d. h. zeitlich begrenzt, zum Verzerren benutzt zu werden braucht.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel ein Meßverzerrer dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine Prinzipschaltskizze und
Fig. 2 einen Impulsplan, an dem die Wirkungsweise der Schaltung nach Fig. 1 erläutert wird.
In Fig. 1 ist ein Meßverzerrer dargestellt, von dem lediglich der für die Verzerrung eines zunächst unverzerrt vorhandenen Telegrafietextes verwendete Bauteil, nämlich ein Entzerrer mit zusätzlichen Schaltelementen, zu sehen ist. Diesem zur Verzerrung dienenden Entzerrer wird über den Eingang E der zunächst unverzerrte Telegrafietext, der mechanisch oder elektrisch, z. B. von einer Speichereinrichtung, erzeugt werden kann, zugeführt. Dieser Text soll dann am Ausgang A mit einem einstellbaren Verzerrungsgrad abgenommen werden können. Das Hauptstück dieses Verzerrungszusatzes, nämlich der elektronische Entzerrer, ist deutlich erkennbar; die nicht unmittelbar zum Entzerrer gehörenden Teile sind lediglich die drei Schalter Sl, S2 und S3 sowie die zwei Koinzidenzschaltungen G 5 und G 6. Im folgenden wird zunächst die Arbeitsweise des Entzerrers während eines Entzerrungsvorganges erläutert. Bei einem Entzerrungsvorgang liegt der Schalter S3 in der eingezeichneten Stellung, und damit ist der ganze Verzerrungszusatz abgeschaltet.
Zur Erläuterung des Entzerrers wird zunächst angenommen, daß ein aus einem Anlaufschritt, fünf Zeichenschritten und einem einfachen Trennstromschritt bestehendes beliebig verzerrtes Fernschreibzeichen über den Eingang E, über den dann voraussetzungsgemäß auch die un verzerr ten Zeichen für den
ίο Verzerrungsvorgang zugeführt werden sollen, zugeführt wird. In diesem Fall kann der Schalter 53 in der eingezeichneten Lage dienen. Die einzelnen Stromschritte des zu entzerrenden Zeichens steuern je nach ihrer Polarität die Eingangskippstufe StI. Solange am Eingang Trennstrompolarität liegt, liegt die Eingangskippschaltung St 1 in der eingezeichneten Ruhelage; d. h., an dem oberen Ausgang (Lage 1) liegt ein Potential, das zur Aussteuerung eines nachgeschalteten Gatters (Koinzidenzschaltung, Torschaltung),
ao nämlich das Koinzidenzgatter G4, ausreichen würde, und von dem unteren Ausgang (Lage 0) kann kein Potential abgenommen werden, das zum Entsperren eines nachgeschalteten Gatters ausreichen würde. Beim Eintreffen des Anlaufschrittes wird diese Kippstufe umgesteuert. Nunmehr liegt am unteren Ausgang (Lage 0) der Eingangskippstufe St 1 ein Potential, mit dem das Koinzidenzgatter G 3 ausgesteuert werden kann. Durch den Umsteuervorgang der Eingangskippstufe wird außerdem dann über ein Differentierglied D (ÄC-Glied) der Eingangs schalter ES in die Arbeitsstellung (Lage 1) umgelegt. Von diesem Eingangsschalter aus wird die eine Phase eines Taktpulses über die Klemme Tb zum Steuern des Umlaufschalters US über das Koinzidenzgatter Gl freigegeben.
Von dem Umlaufschalter US aus wird der Betriebszustand des Entzerrers überwacht, d. h., solange der Schalter US eingeschaltet ist (Lagel), können über die Klemme Ta Impulse mit der anderen Phase des Taktpulses in den Entzerrer gelangen, und zwar in den Zähler Z1, während im Ruhezustand (Lage 0) des Umlauf schalters US das Gatter G 2 gesperrt ist, so daß auch keine Impulse in den Entzerrer gelangen können. In diesem Fall befindet sich der ganze Entzerrer im Ruhezustand, so daß auch ein am Koinzidenzgatter G 4 anliegendes Potential wirkungslos bleibt. Der Umlaufschalter US wird nach einer einmaligen Einschaltung erst nach einem ganzen Umlauf des Entzerrers, also im erwähnten Beispiel nach 140 ms, wiederum ausgeschaltet, da erst zu diesem Zeitpunkt die einzelnen Zahler Zl und Z 2 entsprechend ihrer Dimensionierung wieder in ihren Ruhezustand zurückgekehrt sind.
Nach dem Auftreten eines Anlaufschrittes wird also, abhängig von dem Eingangsschalter ES und dem Umlaufschalter US, der Entzerrer angelassen, und vom Zähler Z1 werden zu den Zeiten der Soll-Mitten, also nach 10,30, 50.. 130 ms, Abtastimpulse gleichzeitig an die beiden Koinzidenzgatter G 3 und G 4 gegeben. Dabei wird je nach der Polarität der Eingangskippstufe 6*il über eines dieser Koinzidenzgatter die Ausgangskippstufe St 2 entsprechend der Lage der Eingangskippstufe gesteuert, und am Ausgang A kann ein dem am Eingang E liegenden
6g entsprechendes Fernschreibzeichen, dessen einzelne Telegrafierschritte die vorgeschriebene Soll-Länge von 20 ms haben, abgenommen werden.
Der oben erläuterte Entzerrer erhält nunmehr gemäß dem Merkmal der Erfindung einen Zusatz, damit er als Verzerrer arbeiten kann. Voraussetzungsgemäß

Claims (5)

  1. 5 6
    soll der Zusatz so ausgebildet sein, daß ein Fern- Schrittes am Eingang E über das Gatter G4 ent-
    schreibzeichen mit einem bestimmten Verzerrungs- sprechend vorbereitet und zu den Zeiten 10, 30,
    grad und mit einstellbarer Verzerrung erzeugt werden 50 ... 130 ms durchgeschaltet, ein Zeichenstrom-
    kann. Eine besondere Eigenschaft dieses Verzerrer- schritt aber z.B. zu den Zeiten 15, 35... 115ms. Zusatzes besteht darin, daß verzerrteTelegrafiezeichen 5 Dies entspricht einer voreilenden Verzerrung von
    absolut synchron in Verbindung mit einem Text- 25%.
    sender erzeugt werden können. Die Fig. 2 zeigt einen Impulsplan. In den einzelnen Die zu verzerrenden Zeichen werden also über den Zeilen des Impulsplanes sind die Potentialverläufe Eingang E dem elektronischen Entzerrer zugeführt. dargestellt, die an den entsprechend numerierten Lei-Entsprechend der Zählkapazität und der Impulsfolge io tungen in der Fig. 1 auftreten. So zeigt beispielsweise des über die Klemmen Ta und Tb in zwei verschie- die Zeile 1 den Potentialverlauf des unverzerrt dem denen Phasen zugeführten Taktpulses sei angenom- Eingang zugeführten Zeichens, das in gleicher Form men, daß die Verzerrung in S°/*-Stufen regelbar sein von der Eingangskippstufe StI an die Leitung 1 soll und gegenüber den Soll-Umschlagzeiten als vor- weitergegeben wird. In der Zeile 2 des Impulsplanes eilende oder nacheilende Verzerrung den zunächst 15 ist gezeigt, daß nach der Auslösung des Umlaufschalunverzerrten Zeichen aufgedrückt werden soll. Die so ters US dieser ebenso wie bei einem Entzerrungsvorverzerrten Zeichen können dann am Ausgang A abge- gang erst nach einer gesamten Zeichenlänge, also nach nommen werden. 140 ms, zurückgestellt wird. Auf der Leitung 3, die Der Verzerrer ist so aufgebaut, daß es für seine das Gatter G 2 mit dem Zähler Zl verbindet und über Funktion gleichgültig ist, ob die Zeichenstromschritte 20 die die abzuzählenden Impulse fließen, herrscht wäheines Fernschreibzeichens beispielsweise verkürzt und rend eines Telegrafierzeichens ein der Zeile 3 in Fig. 2 damit die Trennstromschritte verlängert oder ob die entsprechender Potentialverlauf. In den Zeilen 4 und 5 Zeichenstromschritte verlängert und damit die Trenn- sind die Abtastimpulse, die vom Zähler Zl direkt und stromschritte verkürzt werden sollen. Das dargestellte in der Zeile 6 diejenigen, die über den Schalter Sl Ausführungsbeispiel sieht vor, jeweils die Zeichen- 25 und das Gatter G5 bei einem eingestellten Verzerstromschritte entweder zu verlängern oder zu ver- rungsgrad von 25% voreilender Verzerrung abgeleikürzen, also die Fernschreibzeichen voreilend oder tet werden, dargestellt, während die Zeilen 7 und 8 nacheilend zu verzerren. Von dem ersten Teil des den gegenphasigen Potentialverlauf an den Ausgängen Zählers Zl können über entsprechende Abgriffe seiner der von der Eingangskippstufe Λ1 ausgesteuerten einzelnen Zählstufen Kriterien für zehn Zähleinheiten 30 Gatter G 3 und G 4 weitergeben. Die Zeile 9 zeigt während eines halben Telegrafierschrittes entnommen schließlich den zeitlichen Verlauf der Umsteuervorwerden. Diese Kriterien werden an den Schalter Sl gängeder Ausgangskippstufe Λ2 und damit auch den weitergegeben. Über das Gatter G5 läßt sich der erste Potentialverlauf des am Ausgang^ abnehmbaren bis zehnte Impuls aus jedem 10-ms-Zyklus auswählen. verzerrten Fernschreibzeichens.
    Der Zähler Z1, bzw. zumindest die letzte Zählstufe, 35 Als Ausführungsbeispiel für einen Verzerrungsist rein binär aufgebaut. Hierdurch ist es möglich, sender wurde ein Entzerrer mit binär arbeitender mit Hilfe eines Schalters S2 von vornherein festzu- Zählkette erläutert. Die Benutzung eines derartigen legen, ob eine voreilende oder eine nacheilende Ver- Entzerrers hat den wesentlichen Vorteil, daß abhängig zerrung erzeugt werden soll, also ob die von dem von der letzten Kippstufe sehr einfach die Entzerrung ersten Teil des Zählers abgenommenen Zeiten in der 40 in eine voreilende und eine nacheilende unterschieden ersten Hälfte eines Fernschreibzeichens oder in der werden kann. Selbstverständlich kann auch jeder zweiten Hälfte dieses Zeichens liegen sollen. Mit andere, z. B. ein dekadischer Zähler benutzt werden. Hilfe des Gatters G6 und des über den Schalter ^"2 In diesem Falle muß lediglich darauf geachtet werden, von der letzten Zählstufe abgenommenen Zeitkriteri- daß die gewünschte Unterscheidung der Verzerrungsums wird also aus den von dem ersten Teil des Zäh- 45 art erreicht werden kann. Außerdem sei darauf hinlers Zl alle 10 ms periodisch auftretenden Steuer- gewiesen, daß die Anwendungsmöglichkeit der Ankriterien dasjenige ausgewählt, das in bezug auf die Ordnung nach der Erfindung natürlich nicht auf einen gewünschte Verzerrung die richtige Lage hat. Mit Entzerrer mit Impulsauslösung unter Verwendung Hilfe des Schalters S2 in Verbindung mit dem Gatter von zwei Taktimpulsen mit unterschiedlicher Phase G 6 ist es also möglich, auszuwählen, ob der über den go und den in diesem Fall vorteilhaften Ergänzungen Schalter Sl festgelegte Impuls zwischen 0 und 10, 20 beschränkt ist. und 30... 120 und 130ms (nacheilende Verzerrung)
    oder zwischen 10 und 20, 30 und 40... 110 und
    120 ms (voreilendeVerzerrung) liegen soll. Liegt nun Patentansphüche: der Schalter 5" 3 entgegengesetzt zu der gezeichneten 55
    Lage, dann werden diese von den normalen Abtast- 1. Verfahren zum Verzerren von Stromschrittimpulsen eines Entzerrungsvorganges abweichenden kombinationen, vorzugsweise von Fernschreibimpulse an das Gatter G 3 gelegt, das die an der Ein- zeichen, mit einstellbarem Verzerrungsgrad unter gangskippschaltung StI liegenden Kritierien für Benutzung eines elektronischen Entzerrers mit Zeichenstrom verzerrt an die Ausgangskippschaltung 60 einem Schrittzähler zum Ermitteln der SoIl- St 2 weitergibt. Würde hingegen der Schalter S3 über Längen der einzelnen Telegrafierschritte, der durch die Leitung 6, über die die verzerrten Abtastimpulse einen Taktpuls mit im Vergleich zu den Sollankommen, mit dem Gatter G 4 verbunden sein, dann Längen der Telegrafierschritte kleinem Impulskönnten entsprechend die Trennstromschritte ver- abstand gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, längert oder verkürzt werden, was im Endergebnis 65 daß mit Hilfe des Entzerrers die diesem eingangsfür die Verzerrung gleichbleibt, da die Verkürzung seitig unverzerrt zugeführten Stromschrittkombider Trennstromschritte die Verlängerung der Zeichen- nationen (1) durch Abtastimpulse (3) verzerrt stromschritte zur Folge hat, und umgekehrt. werden, die entsprechend dem gewünschten Ver-Im vorliegend beschriebenen Fall wird der Aus- zerrungsgrad zeitlich verschoben von dem Schrittgangsschalter Λ 2 beim Auftreten eines Trennstrom- 70 zähler (Zl) abgegriffen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtastimpulse (3) von dem Schrittzähler (Zl) wahlweise über mindestens einen Auswahlschalter (Sl) abgegriffen werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die letzte Stufe des Schrittzählers (Z 1) binär arbeitet und die Art der Verzerrung, nämlich voreilend oder nacheilend, durch die von ihr wahlweise, z. B. über einen Schalter (S2) abgenommenen Abtastimpulse bestimmt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Abtastimpulse mit Hilfe von Koinzidenzschaltungen (G5, G6) bei gleichem Abgriff von dem Schrittzähler (Zl) bzw. bei gleicher Stellung des Auswahlschalters (Sl) für
    jede Verzerrungsart—■ voreilend oder nacheilend — der gleiche Verzerrungsgrad bestimmt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch einen Eingangsschalter (ES) des Entzerrers ein die Arbeitsweise des Entzerrers bestimmender Umlauf schalter (US) betätigt wird und beide Schalter zu unterschiedlichen Zeitpunkten, nämlich der Eingangsschalter beim letzten Abtastimpuls und der Umlaufschalter nach der Soll-Länge der ganzen Stromschrittkombination, zurückgestellt werden.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Auslegeschriften S 35421 VIII a/21 a1 (bekanntgemacht am 13.9.1956), S 42917 VIII a/21 a1 (bekanntgemacht am 8. 11. 1956).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © «0» 600/195 8.58
DES52172A 1957-02-01 1957-02-01 Verfahren zum Verzerren von Fernschreibzeichen Pending DE1038100B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1137757B (de) 1959-02-16 1962-10-11 Tesla Np Impulsentzerrer mit Start-Stop-Synchronisierung

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DE960548C (de) * 1953-09-25 1957-03-21 Siemens Ag Verfahren zur zeitlichen Verschiebung von Impulsen
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